DIE MEDIENHÖLLE #016 - Ungarn

Shownotes

► (0:00:00) INTRO: Wahlsieger in Ungarn: Péter Magyar Quelle: Magyar Televízió m1, rec.: 12.04.2026

► (0:01:11) Themenvorschau

► (0:04:27) BUCH-TIPP: “Nach der Eroberung” von Ákos Tóth rec.: 09.04.2026, Berlin

► (0:12:20) 2017: #EUPRESSEFREIHEITSCHECK (1) ► (0:12:26) Zoltán Kovács, Regierungssprecher rec.: 11.07.2017, Budapest ► (0:17:10) Prof. Dr. Gábór Polyák, Medienwissenschaftler, rec.: 13.07.2017, Pécs

► (0:24:23) Prof. Dr. Gábór Polyák, Medienwissenschaftler, rec.: 09.04.2026, Berlin

► (0:42:40) KINO-TIPP: “Der Magier vom Kreml”

► (0:55:29) Roasted Kino …

► (0:57:27) 2017: #EUPRESSEFREIHEITSCHECK (2) ► (0:57:39) Klubrádió - András Arató, Geschäftsführer von Klubrádió in Budapest, rec.: 11.07.2017 ► (0:57:27) Népszabadság - Márton Gergely, ehemaliger stellv. Chefredakteur, Népszabadság rec.: 13.07.2017

► (1:06:56) Vergessen Sie nicht …


Disclaimer: Einige Stimmen bzw. Musikteile und Animationen sind KI-generiert. Ausnahmen siehe hier:


Stationvoice : Lydia Drechsler; https://www.kräuterblütenliebe.de/ Sounddesign: William Wienke; https://william-guitar.de/ Cover: Ingo Römling; https://www.monozelle.de/ Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de


►► SUPPORT gern via Medienhöllen-Kasse: https://www.paypal.com/paypalme/antenneerden

►► ODER PER BANKÜBERWEISUNG: Jörg Wagner Freier Journalist IBAN: DE93500105176000318805 BIC: INGDDEFFXXX Verwendungszweck: SPENDE JW


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00:00:00:

00:00:03: Ungarn, zwölfter April, twenty-sixundzwanzig.

00:00:06: Wenige Stunden nach dem Schließen der Wahllokale kurz vor einundzwansich Uhr dreißig verbreiten Agenturen Einmeldungen dass der Amtsinhaber Ministerpräsident Viktor Orban dem Wahlsieger Peter Mordjoz zum Sieg gratulierte.

00:00:22: Das erste umgarische Fernsehen M-I überträgt diese Gratulation und zeigt Unmengen von Marjors Anhängern auf den Straßen.

00:00:30: Nach vier und dann nochmals sechzehn Jahren muss Viktor Aubern seine Macht abgeben, und das trotz einer für europäische Verhältnisse erheblichen Gleichschaltungen der Medien.

00:00:41: Die Orbern abhängigen Medien konnten jedoch nichts mehr für ihn tun.

00:00:45: Peter Magier hatte mit Social Media und einer Tour zu den Bürgern die bessere Wahlstrategie.

00:01:14: Vorbereitet, das hast du mit Akosch Tod geführt.

00:01:19: Wer ist das?

00:01:20: Jaakostod ist ein Journalist in Ungarn der für eine sehr große Tageszeitung viele Jahre gearbeitet hat und dann am lebendigen Leib also den Niedergang der Medienlandschaft in Ungern miterleben musste und ja auch begleitet hat anscheinend ein bisschen als sein Beitrag für Demokratie, also irgendwas was er machen kann und im Mittelbau dieses Buch geschrieben hat.

00:01:50: So habe ich das jedenfalls verstanden.

00:01:53: Welches Buch?

00:01:53: Eroberung... Oh Gott jetzt hab' ich den Namen vergessen!

00:01:57: Ich

00:01:57: bin vorbereitet Philipp nach der Oberung wie Autokraten Medien kontrollieren.

00:02:04: Produktplacement.

00:02:05: deswegen steht an dieser Stelle auch Werbung Obwohl wir wieder daran verdienen, noch sonst welche Vorteile genießen.

00:02:14: Und den hast du interviewt.

00:02:15: das hören wir gleich.

00:02:17: dann stürzen wir in Raum und Zeit zurück ins Jahr zwei tausend siebzehn.

00:02:22: Dort präsentiere ich Ihnen zwei Interviews, die ich mit Danny Buß seinerzeit noch machen konnte in Ungarn.

00:02:28: Da waren wir auf der Suche nach den Ländern mit der schlechtesten Pressefreiheit der EU und haben auch Stationen gemacht in Ungern.

00:02:36: Dort haben wir gleich einen Regierungssprecher und Gabor Pollack Der ist Medienwissenschaftler in Peitsch damals gewesen.

00:02:42: Heute ist er im Budapest tätig, aber ich konnte ihn in Berlin am Rande dieser Buchpräsentation quasi auf den aktuellen Stand befragen wie es neun Jahre später in Ungarn zur Zeit aussieht.

00:02:57: und dann hast du noch gestern glaube ich, warst du noch im Kino für uns?

00:03:03: Ja also nach einer langen, langen Schicht bin Wo die größte, grüßtische Community oder sagen wir mal lieber Osteuropäische Community in West-Berlin zumindest zuhause ist ins Charlottenburg bzw.

00:03:17: Wilmersdorf ins Kino gegangen und habe mir den Magier im Kreml angeschaut dieses Stückchen... Was

00:03:26: hat das jetzt mit Ungarn zu tun?

00:03:28: Ja, das ist eine gute Frage!

00:03:30: Das Stückchen Filmkunst beschreibt sehr schön diese Mechanismen die in Ungarn gerade passiert sind.

00:03:39: Es ist ein fiktiver Film, aber manchmal brauche ich diese Ebene des fiktiven Films um etwas Serielles erklären zu können und das hat sehr gut funktioniert muss ich sagen.

00:03:49: Zumal man ja auch inzwischen weiß dass es russische Einmischungen gibt im Wahlkampf.

00:03:56: Das ist das aktuell heiß diskutierte Thema gerade in Ungaren.

00:04:01: Ja und das alles wie gewohnt natürlich Und mit finanzieller Kraft unterstützt die Medienhölle Bennysch SCH und Claudius R in dieser Folge.

00:04:15: Vielen lieben Dank dafür, den Weg wie man uns unterstützen kann finden Sie in den Shownauts!

00:04:27: Und jetzt stellt uns Philipp den Autor des Buches nach der Oberung, wie Autokraten Medien kontrollieren.

00:04:35: Insiderkronik der gezielten Übernahme unabhängiger Medien in Ungarn erschienen im Wahrheitsperrenverlag vor.

00:04:42: – Akosch

00:04:43: Tod!

00:04:44: Herr Todt,

00:04:45: meine

00:04:45: allererste Frage an Sie.

00:04:47: Für wen haben Sie eigentlich das Buch geschrieben?

00:04:53: Also für alle die sich Sorgen machen um die Demokratie und die auch glauben, dass es in Gefahr sein könnte.

00:05:08: Wenn sie die Fraktion der Europäischen Union anschauen, Dann gibt es auch eine reale Chance, dass diese Gefahr besteht.

00:05:24: Und wenn Viktor ist ein gutes Beispiel dafür, was man mit einer demokratischen Legitimierung anfangen kann?

00:05:31: Haben Sie ihn schon immer für diesen Autokraten gehalten?

00:05:35: oder also weil Fidesch eigentlich eine Studentenbewegung war, Und am Anfang machte er ja noch einen recht demokratischen Eindruck.

00:05:45: Sind Sie der Meinung, dass das irgendwann umgekippt?

00:05:48: oder war er schon immer derjenige, der er war?

00:05:52: Das gondolam, dass es mindig so war.

00:05:53: Ja, dieser Charakter, das ist es auch immer in diesem Fall.

00:05:57: Also ich glaube, dass die Charakterzüge schon immer da gewesen sind.

00:06:00: Wisson elkepeßte Politikerjöstenöckl Párosholt.

00:06:04: Aber er hat eine außergewöhnliche politische Instinct.

00:06:10: Und dieser Instinkt hat ihm gezeigt, in welche Richtung er sich drehen muss.

00:06:22: Nach seiner ersten Niederlage hat er die liberalen Werte schnell aufgegeben und er ist darauf gekommen dass auf der konservativen rechten Seite ein hohler Raum bestand und diesen Raum besetzen kann.

00:06:40: Erhebskämpfest das erste Kormaiserschein, der jährlich die Liberale Politik aus dem Jahr zweizehn-und-zwei war, seine ersten Regierungszeit hat er eine sehr liberale Wirtschaftspolitik gemacht.

00:06:55: Mieközben eingerösschtete als Ideologiallaga Jobboldat.

00:07:00: Aber gleichzeitig hatte er ideologisch die Rechten gestärkt Und mit dem Ziel, dass er nicht abgewählt wird von der Leitung von Fidesz hat er sofort nach seiner Niederlage eine Bewegung gestartet.

00:07:24: die hieß dann bürgerliche Kreise.

00:07:31: Diese Bewegung ist ausschließlich um seine Person herum aufgebaut worden.

00:07:36: Das hat sich in der Linie gezwungen, weil er so eine gesellschaftliche Unterstützung hat.

00:08:01: Und er hat sich auch als Ziel gemacht, die rechtsradikalen Kräfte in Ungarn zu stärken.

00:08:08: Ein hires Magyar Történis, ein magyar-Sahrmöse-Történi ist John Lukácsch, der sagte, dass es nur zwei Jobbolderl sind.

00:08:15: John Lukázs, ein berühmter ungarischer Historiker, hat gesagt, in Ungern gibt es zwei Rechte.

00:08:22: Der Jobbordal und das Sehnsjobbordale, das selbst versucht sie selber zu einsetzen?

00:08:27: Die rechte und die außenrechte Kräfte.

00:08:29: Und der Orban hat es für so dieses zu vereinhalten, zu vereinen.

00:08:42: Das war eigentlich der Prozess, der sich dann culminierte in seine Wahl im Jahr zwei Tausendzehn.

00:08:54: Ich bin die zentrale Machtfigur.

00:08:57: Das war politische These, die er etabliert hat danach.

00:09:02: Prozess ist ein sehr gutes Stichwort was mich so ein bisschen verwundert hat.

00:09:06: wenn man sich mit Ungarn und auch diesen Medienemperium darum beschäftigt dann steht ja an der Spitze Lorenz Miserosch.

00:09:15: ich hoffe ich habe es jetzt gerade richtig ausgesprochen.

00:09:17: wenn nicht nun ist er ja eigentlich ein Klemmtner.

00:09:21: Also da müsst ihr auch die Bevölkerung mitkriegen, dass da eigentlich vielleicht ja nicht so die Kompetenz dahinter steckt nun mehrere hundert Medienunternehmen zu führen.

00:09:34: Ist da die Bevölkerungen wirklich so unkritisch?

00:09:41: Also die ungerische Gesellschaft in langer Zeit nicht auf die Korruption reagiert?

00:09:49: Wie haben Sie einfach gesagt, die Frühen haben auch geklaut und die klauen auch.

00:09:52: Die Korruptio-Akkorde lehrte sehr interessant, als sie im Spar war.

00:10:04: Weil das Inflation der Regierungspolitiker ist.

00:10:08: Weil die Inflation so extrem gestiegen ist aufgrund der schlechten Wirtschaftspolitik.

00:10:12: So ein Korrupten-Irdekesche wahlte die Korruption auch?

00:10:15: Ja, in dem Moment ist auch die Korruktion ein Thema!

00:10:17: Radeshola korrupzionalunk is'e gissonyatos luxusiillet moddatarsul.

00:10:23: Die Korruption pat sich im Ungarn mit einer extremen, luxurisen Lebensstil.

00:10:34: Und diese sogenannte Ungarnussel... Kapitalisten-Schicht

00:10:42: ist

00:10:43: zustande gekommen durch den Staat.

00:10:54: Der Zorn, der jetzt gepaart ist mit diesem Wissen über die Korruption kann natürlich sehr tödlich sein gefährlich sein.

00:11:03: Sie haben jetzt hier in einem korrespondenten Gespräch beim Korrespondentenkafé auch nochmal betont, dass Viktor Orban ja ein Architekt, ein medialer Architek seiner Figur ist und darüber seine Geschicke leitet.

00:11:18: Wie sehen sie zum Beispiel jetzt den Blick auf die Slowakei wo man gerade den öffentlich-rechtlichen Rundfunk staatlich neu strukturiert hat?

00:11:28: Sind das gewisse Parallelen also zu Ungarn?

00:11:36: Er ist ein medialer Vorbild für nicht nur in Slowakei, aber auch in den USA.

00:11:51: Wenn Sie die Medienpolitik von Trump anschauen, sind sehr viele Parallelen da.

00:12:08: Das ist ein sehr gefährlicher Prozess.

00:12:16: Allerbesten Dank dafür!

00:12:18: Juli, Zwei-Tausend-Siebzehn.

00:12:28: Daniel Buß und ich waren für die Medienmagazine vom Norddeutschen Rundfunk und Rundpunkt Berlin Brandenburg unterwegs zu den schlechtesten EU-Ländern in Sachen Pressefreiheit.

00:12:37: Wir wollten das Ranking der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen vor Ort nachprüfen.

00:12:43: Auch im Ungarn platzt siebzig im Pressefreiheitsranking.

00:12:47: Wir wollten wissen wie die umgarische Regierung darüber denkt.

00:12:50: Station, daher bei ... Soltan Kovac dem ungarischen Regierungssprecher, den wir zunächst Unweit des Parlaments in Budapest fragten.

00:12:58: Wie man im Umfeld von Viktor Orban, dem Regierungschef über die schlechte Platzierung im Ranking der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen denkt?

00:13:15: Uns beschäftigt diese Organisation ja schon seit einer ganzen Weile Und wissen Sie, bei solchen Listen geht es meist nicht besonders fair zu.

00:13:22: Wir vermissen bei Reporter an der Grenzen Objektivität – die Liste ist für uns eine politische Erklärung.

00:13:28: Die ungarische Regierung hat schon vor sechs Jahren mit der EU-Kommission über die Freiheit der Presse und das Umfeld diskutiert, in dem die Presse bei uns arbeitet.

00:13:37: Das klare Ergebnis?

00:13:38: Beides ist frei und entspricht europäischen Standards!

00:13:44: Die Platzierung ist also nicht fair.

00:13:46: Nein, sie ist ganz offensichtlich politisch motiviert und einseitig.

00:13:50: gegen wen?

00:13:53: Gegen diese Regierung!

00:13:54: Wie wir das schon in den vergangenen sieben Jahren gesehen haben wenn es um Themen wie Menschen- und Freiheitsrechte geht.

00:13:59: Wir haben da sehr viel Kritik abbekommen die von unserer Opposition kommt im Innen aber auch im Ausland.

00:14:17: Diese Regierung

00:14:18: hat aber doch einige Medien-Gesetze verändert.

00:14:20: Medien müssen ausgewogen sein, eine Behörde prüft und bestraft gegebenenfalls.

00:14:39: Wie bei Ihnen, praktisch überall in Europa und auch auf der ganzen Welt gibt es Medienanstalten.

00:14:44: Das ist eine Tatsache – das muss auch so sein weil Medien nicht arbeiten könnten wenn man sie nicht regulieren würde.

00:14:50: Sie müssen Radio-und Fernsehsendern und auch Verlagen Standards vorgeben.

00:14:54: Medien wurden schon immer weltweit reguliert!

00:14:57: Das ist nichts Besonderes.

00:14:59: Regulierung beschränkt nicht die Freiheit der Presse sondern stellt sicher dass sie frei arbeiten kann.

00:15:05: Aber die Regulierung des Journalismus nicht der Technik.

00:15:15: Das ist doch der Punkt, niemand reguliert den Journalismus – nochmal!

00:15:19: EU-Einrichtungen haben das Ungarische Mediengesetz vor mehr als sechs Jahren getestet.

00:15:23: Wenn ich zu Scherzen aufgelegt wäre würde ich sagen, Ungarn ist vielleicht das einzige Land, dass in dem vergangen Jahrzehnt in einem Papier die Freiheit der Presse festgehalten hat.

00:15:32: Unsere Medienregulierung ist absolut kompatibel mit Europa.

00:15:47: Beschwerden von wem?

00:15:49: Wenn das von unseren in Anführungszeichen liberalen Freunden im EU-Parlament kam, dann kritisieren sie diese Regierung für alles was sie tut auch.

00:15:57: Für das Medienrecht!

00:15:58: Das ist nichts Neues.

00:16:00: Kritik von Politikern ist genau das Politik.

00:16:06: Ist hier

00:16:09: in Sachen Pressefreiheit alles gut?

00:16:11: Gehört Ungarn auf Platz eins?

00:16:17: Weiß ich nicht, wir sind bei solchen Listen meistens skeptisch weil ihre Kriterien immer subjektiv sind.

00:16:22: Aber anzunehmen dass Ungarn ein Mitglied der Europäischen Union eine vollwertige Demokratie von zweihundert Ländern nur auf Platz siebzig steht ist ein bisschen verdächtig oder?

00:16:35: Sehen Sie sich unter den Top Ten?

00:16:40: Keine Ahnung, nochmal.

00:16:42: Es kommt auf die Methode an.

00:16:43: Da es aber keine offiziell anerkannte Definitionen gibt ist eine Antwort schwierig.

00:16:48: Woran ich glaube und was wir auch Tag für Tag sehen – Espresse, Rede- und Meinungsfreiheit sind in Ungarn quicklebendig und in einem guten Zustand.

00:16:57: Es gab noch nie so viele kritische Stimmen in diesem Land wie in den vergangenen Jahren.

00:17:01: Schauen Sie sich die politische und mediale Landschaft in Ungarn an.

00:17:04: Ich glaube nicht, dass sie große Probleme finden!

00:17:10: Zwei Autostunden von Budapest entfernt liegt Peitsch im Süden Ungarns.

00:17:16: Hier gibt es an einer Uni ein Wissenschaftler Dr.

00:17:20: Gabor Poljak.

00:17:22: Sie unterrichten nicht nur Medienrecht und Forschenden darüber, sondern sie haben auch noch eine NGO, die sich als Watchdog versteht.

00:17:29: Vielleicht können Sie kurz zu Ihrem Forschungsschwerpunkt einiges erzählen?

00:17:33: Was machen Sie konkret?

00:17:34: Ja diese NGO ist tätig seit Jahrzehnteilzehn und die Entscheidung dass wir mit einigen Kollegen so was machen kam gerade wegen der Mediensituation in Ungarn weil wir das erfahren haben, dass es nicht mehr reicht einfach als Wissenschaftler oder Forscher etwas wissenschaftlich über die Lage zu sagen und für ein ganz enges Publikum kritisch aufzuüben.

00:18:05: Das ist auch sehr wichtig, das über die Probleme für ein breiteres Publikum zu erzählen und auch die Lage verständlich zu machen.

00:18:14: Und es ist aus fachlicher Sicht eine schöne Herausforderung, weil wir arbeiten mit Journalisten, mit Ökonomen und Soziologen zusammen.

00:18:26: Also das bedeutet dass wir ein ganz umfassendes Bild über die Medienlage haben.

00:18:32: Wir haben ja einen Interview führen können mit dem Sprecher der ungarischen Regierung Kovac.

00:18:38: Das haben wir Ihnen gerade gezeigt.

00:18:39: Sie kennen es jetzt.

00:18:40: Wie bewerten sie dann die Aussagen der unagarischen Regierung zur Intaktheit des Mediensystems hier?

00:18:47: Alle Fakten, was wir dort gehört haben sind im Großen und Ganzen wahr.

00:18:52: Zusammenhänge im Hintergrund zeigen aber ein ganz anderes Bild über die Medienlage.

00:18:58: Natürlich geht es leider nicht mehr darum in Ungarn dass die Medienlager so perfekt ist wie der Regierungssprecher das erzählt hat.

00:19:08: Es ist ein politisch völlig beeinflusst durchpolitisiert der Situation und durchpolitisierter Medienmarkt, wo die größten, die wichtigsten Akteure, die die meisten Leute mit den Berichterstattungen und mit den Botschaften erreichen ganz schön durch die Regierungspartei beeinflußt werden können.

00:19:29: Und es gibt immer weniger Plätze, immer weniger Räume für unabhängige Journalismus.

00:19:38: Für unabhängige Akteuren auf dem Markt.

00:19:40: die bekommen immer weniger Werbeeinnahmen.

00:19:44: Die bekommen gar keine Werbungen von dem Staat ganz unabhaegig davon wie viele Leute durch diese Medien man erreichen kann Und sie bekommen keine Information.

00:19:54: Es ist auch ganz üblich, dass Journalisten aus dem Ungarnischen Parlament ausgeschlossen sind.

00:19:59: Sie bekommen keine Möglichkeit ins Parlament zu kommen und dort sich zu informieren.

00:20:06: Also ... Aus meiner Sicht sind diese Fakten was wir dort gehört haben.

00:20:12: also diese Faken fühlen nicht so einen positiven Ergebnis sondern zu einem völlig negativen Tendenz wo die Medienlandschaft und die Medienlange immer mehr von der Politik abhängig ist.

00:20:24: Gibt es dann so etwas wie ein Strippenzieher im Hintergrund, einen Propagandisten eine Zentrale

00:20:31: die

00:20:32: darum bemüht ist die Regierungspropaganda in die Medien zu tragen und für das Ausland zu sagen hier sei alles in Ordnung?

00:20:40: Ja es gibt solche Vertreter die politische Absichten ganz schön vertreten können und das machen sie.

00:20:48: Diese Medienlandschaft, die zu der Regierungspartei gehört besteht aus mehreren Akteuren.

00:20:53: Auch wenn man die Eigentümer sieht.

00:20:55: Aber diese Eigentümme sind aus wirtschaftlicher Sicht auch nicht unabhängig.

00:21:00: Die sind ganz abhängig von dem Ministerpräsident selbst.

00:21:05: Die wirtschaftliche Erfolge was sie erreichen können sind nur dann erreichbar, wenn der Ministerprésident das so will.

00:21:14: Also diese Eigentümer sind gar nicht unabhängig, auch wenn mehrere Eigentöme in diesem Kreis zu finden sind.

00:21:23: Die Botschaften, was durch diese Medien verbreitet werden sollen kommen von einem Zentral-, von einem Mittelpunkt der Regierung.

00:21:33: da haben wir ein sogenannte Propagandaminister und da haben in Kommunikationssachen des Ministerpräsidenten.

00:21:43: Diese beiden Akteuren bestimmen die aktuelle Botschaft, was in diesen Medien für das Publikum bereichbar gemacht werden soll.

00:21:52: Unsere These mit der wir hier unterwegs sind im EU-Pressefreiheitscheck wie wir unsere Tour nennen ist, dass man vom Zustand der Pressefreiheit auf den Zustand einer Demokratie schließen kann.

00:22:04: Ungarn gehört im Presseverhalt Ranking von Reporter ohne Grenzen zu den Schlusslichtern der EU-Staaten.

00:22:11: Ist die Platzierung gerechtfertigt?

00:22:14: Ich bin zumindest mit dieser Platzierung völlig einverstanden und das bedeutet natürlich auch, dass die Lage der Demokratie gar nicht gut in Ungarn ist.

00:22:26: Natürlich das nicht sagen, dass wir eine Zensur haben in der Medienlandschaft und es keine solche Journalisten gibt die Skandalen aufdecken können.

00:22:37: Es gibt immer noch... Das ist aber kein Pressefreiheit an sich!

00:22:40: Das ist nur die Mutigkeit von einigen Journalisten und das überleben auch unter den schlechtesten Bedingungen.

00:22:50: Aber es gibt rund zweihundert Länder auf der Welt, sagt auch der Regierungsprecher.

00:22:55: Sie forschen hier in Peitsch – das ist nahe der kroatischen Grenze.

00:22:59: Kroatien hat als EU-Mitglied vergleichbar schlechte Werte nämlich Platz vierundsiebzig.

00:23:05: Halten sie es gerechtfertigt kurz vor Kroatiens zu sein und hinter Bosnien, Herzegowina, hinter Georgien so dazwischen zwischen den anderen Staaten die ja nun zumindest gefühlt.

00:23:18: Ja, auch Journalisten haben die vom Tode bedroht sind wenn sie mal einen Artikel schreiben über Korruption?

00:23:24: Also das kann ich selbst nicht beurteilen ob die Lage in Ungarn besser oder schlechter als die Lage in Bosnien-Herzegowina oder in Georgien ist und das interessiert mich ganz ehrlich gesagt so gesehen nicht.

00:23:37: was aber aus diesen Ranglisten von der Portrait ohne Grenzen oder Friedaumhaus, oder andere solche Listen man ganz schön und ganz klar sehen kann ist die Tendenz.

00:23:51: In welche Richtung wir gehen?

00:23:52: Und die Richtung ist nicht gut!

00:23:54: Die Richtung ist die Richtung von Balkan, die Richtung, die Staaten, die heutzutage nicht zu der Europäischen Union gehören und die Richtung

00:24:06: wo

00:24:06: ich glaube Ungarn sich nicht positionieren will.

00:24:11: So gesehen sind diese Ranglisten sehr, sehr wichtig.

00:24:14: Auch wenn das Vergleich zwischen Kroatien und Ungarn so einfach man nicht machen

00:24:19: kann.

00:24:25: Ja,

00:24:25: also ich bin Gammel Boerg, ich bin Medienwissenschaftler und Medienjurist.

00:24:30: Ich beschäftige mich mit medienrechtlichen und medienpolitischen Sachen.

00:24:34: Und ich bin Professor dafür an der Etwasch-Lorand Universität in Budapest Forscher oder Mitglied von einer ungarischen NGO heißt MediaMonitor.

00:24:47: Das beschäftigt sich auch mit der Medienpolitischer Lage in Ungarn.

00:24:52: Als wir uns das letzte Mal getroffen haben, das war im Jahr zwei Tausend und sie waren in Peitsch und haben auch mit ihrer Watchdog NGO die Verhältnisse in Ungaren nicht nur begleitet, sondern auch kritisiert.

00:25:07: Das war damals möglich.

00:25:08: Wir haben ihn damals ein Interview mit dem Regierungsprecher Soltan Kovac vorgestellt.

00:25:13: Der ist immer noch Regierungsbrecher?

00:25:15: Auch nach neun Jahren?

00:25:16: Ganz ehrlich gesagt ich sehe auch nicht ihn.

00:25:19: Ich weiß nicht was er macht.

00:25:20: Er ist wahrscheinlich verantwortlich für die ausländische Kommunikation der Regierung aber das weiß ich nicht mehr so gut.

00:25:29: Er hatte uns damals gesagt, ich fasse das ganz kurz zusammen.

00:25:32: Bei uns ist alles in Ordnung.

00:25:33: wir fühlen uns von Reporter ohne Grenzen zu Unrecht auf Platz siebzig gestellt damals als Schlusslicht mit in der EU was die Pressefreiheit anbelangte und Sie haben gesagt dass was er als Argument angeführt hat stimmt zwar man kann Freiberichten in Ungarn es gibt keine Zensur und so weiter.

00:25:53: wie hat sich das möglicherweise in den letzten neun Jahren verändert?

00:25:57: also Grundsätzlich ist die Lage ganz ähnlich.

00:26:01: Zumindest aus der Sicht, dass wir wirklich immer noch keine echte Zensur haben und es ist immer noch möglich ist freie Berichterstattungen zu veröffentlichen.

00:26:13: Aber natürlich gab es viele Veränderungen auch auf dem traditionellen Medienmarkt und es wurde immer wichtiger die politische Kommunikation auch auf den sozialen Medien irgendwie zu folgen.

00:26:30: Also das war schon nach der Einstellung von Nebsevorscha, genau.

00:26:35: Das war Zwei-Tausendsechzehn?

00:26:36: Ja,

00:26:37: das war Sechzehnt.

00:26:38: Aber das war noch vor die Gestaltung dieser Geschmack.

00:26:43: Das ist eine Stiftung heißt Stiftungen für Pressefreiheit in Mitteln und Osteuropa Und das ist seit zwei Tausend Achtzehn einer von den größten Akteuren auf dem Medienmarkt Besitzer von ja fast fünfhundert Medien in Ungarn und seitdem kamen es weitere für das neue Medien auch.

00:27:08: Also damals war zum Beispiel das Nachrichtenportal Index, der wichtigste Nachrichten-Portal auf der unabhängigen Seite.

00:27:18: Das wurde im Jahr zwanzig einundzwanzig durch Fidesz erobert.

00:27:25: Ja, also der zweitletzte westeuropäische Investor war Ringy aus der Schweiz.

00:27:33: Und Ringy hat voriges Jahr das Medienportfolio in Ungarn für Fidesz verkauft und das bedeutet jetzt auch das größte Tabloid zu Fidesg gehört.

00:27:49: es gibt nur eine Einzige westeuropäische Firma in Ungarn tätig.

00:27:55: Das ist RTL.

00:27:56: und RTL ist immer noch sehr wichtig mit normalen Nachrichtenprogrammen, mit echten Nachrichten.

00:28:03: Ansonsten diese Durchpolitisierung und die Nutzung des Mediensystems für Vertreibungen von Propaganda Das sieht immer noch so aus und die Propaganda wurde immer schlimmer auch, das muss man auch sagen.

00:28:18: Aber Club Radio ist immer noch eine Bastion im Radiobereich in Budapest sendet über Internet trotz der entzogenen UKW-Frequenzen.

00:28:26: Konnte sich durch Spenden weiterhalten?

00:28:29: Ja also Club Radio war sehr geschickt.

00:28:32: Club Radio waren eine von den ersten solchen Medien, Erkannt haben, dass Spende auch eine wichtige Einnahme sein kann.

00:28:44: Und das nutzen Sie.

00:28:45: Sie haben immer wieder halbjährige Kampagne für Sammlung von Spenden.

00:28:51: Ja also sie haben die terrestrische Frequenzen total verloren aber sind immer noch sehr aktiv und ich weiß es schwierig zu beurteilen wie wichtig diese sind weil Die Position von dem Hörfunk ist auch seitdem ein bisschen schwächer geworden, weil die Podcast-Zene sehr populär in Ungarn ist.

00:29:15: Aber zumindest ich gehöre zu den Höhrerschaften von Club Radio – für mich ist das immer noch eine wichtige Quelle von Informationen und Sie machen einen sehr guten Job!

00:29:27: Nun hat man den Eindruck, dass trotzdem Viktor Orban und sein System Medien durch Oligarchen aufzukaufen die Medien zu steuern ihnen Anzeigen zu entziehen wenn sie eben das nicht machen wollen was er

00:29:41: will.

00:29:42: Dass trotz dieser fast ich sage es mal fast hundertprozentige in Medienkontrolle aber seine Macht jetzt gerade schwindelt.

00:29:50: Ja Ja, also das war eine ganz eigenartige Form von Zensur und staatliche und politische Einflussnahme.

00:29:58: Weil Orman versuchte das wirklich zu vermeiden dass man da sagen kann hier in Ungarn Zensurs existiert und die Journalisten sind im Gefängnis.

00:30:09: Es gibt Gewaltgegen über die Journalisten.

00:30:12: Solche Beispiele findet man in Ungarn immer noch nicht, aber die Angriffe gegenüber die unabhängigen Journalisten wurde in den letzten Jahren sehr spektakulär verstärkt und das bedeutet jetzt haben wir – das ist auch ganz neu!

00:30:31: Konnte ich damals noch nicht vorhersehen, dass wir so was haben.

00:30:36: Ein Amt für Verteidigung der Souveränität – das ist keine echte Behörde und es wendet keine echten Sanktionen an.

00:30:45: Aber was dieses Amt macht, ist die Veröffentlichung von Berichterstattungen über unabhängige Medien, Journalisten oder zivilgesellschaftliche Akteure, die kritisch gegenüber Ormann sind.

00:31:00: Es geht gar nicht um die Souveränität, es ist gar nicht über die ausländische Feinde wenn wir so was haben.

00:31:10: Das ist auch sehr schön zu sehen dass jetzt wir Beweise darüber haben das Russland zum Beispiel in die Wahlkampagne für Orban sich eingemischt hat aber...

00:31:19: Sie hat das recherchiert?

00:31:21: Also es war eine Washington Post, klar!

00:31:23: Was war in Ungarn das entscheidende Medium dafür?

00:31:27: Also in Ungarn, wir haben ein sehr guter Journalist.

00:31:29: Er heißt Sobol Sponi und er ist der Expert wenn es um die russische-ungardische Verhältnisse geht.

00:31:37: Er schreibt auch einen Buch darüber und hat sehr viele solche Aufdeckungen veröffentlicht wie das zeigen, dass das Verhältnis zwischen Außenminister von Ungarn und Lavrov in Russland zum Beispiel aber auch zwischen Orban und Putin persönlich sehr eng ist.

00:31:56: Und dass wirklich gefährdet die Position der Europäischen Union auf globaler Ebene?

00:32:04: Also kann man sagen, dass trotz dieser Beeinträchtigung unter Viktor Orban, Dennoch möglich ist solch einen Staat, der die Medien total unter Kontrolle hat.

00:32:19: Dass es dennoch gelingt durch eine Gegenöffentlichkeit dann diese Strukturen in Frage zu stellen und es dann der Opposition zur ermöglichen, in dem Fall Peter Modior ja Wählerstimmaufsicht zu vereinigen, der aber keine klassischen Medien zur Verfügung hat.

00:32:38: Wie macht er Wahlkampf?

00:32:40: Naja, also das zu sagen dass die Politiker eigene Medien brauchen eine Kampagne zu führen.

00:32:47: Das ist natürlich nicht wahr.

00:32:50: Die unabhängige Journalisten Also normalerweise die Journalisten und die Medien sind in der Lage über die Aktivitäten von Politikern objektiv zu berichten Und Platz für Argumente und Diskussionen zu geben.

00:33:07: Peter Modior braucht keine eigene Medien.

00:33:10: Was er sehr effektiv nutzt, ist einerseits sind die sozialen Medien.

00:33:16: Er ist sehr aktiv da und er hat seine politische Karriere angefangen.

00:33:23: Und andererseits ist der sehr aktiv in den persönlichen Verhältnissen mit den Wählern.

00:33:28: Er macht das sehr geschickt, er ist immer unterwegs, er isst immer in Diskussion mit echten alltäglichen Leuten.

00:33:36: Also Peter Boller bekommt keine direkte Unterstützung von irgendwelchen Medien, die ich als unabhängig benenne.

00:33:44: Sie sind auch kritisch gegenüber ihn.

00:33:47: Sie berichten über ihre Tätigkeit aber das ist keine eigene Medien.

00:33:54: So stelle sich jetzt vor wir machen das Interview am neunten April zwetausendsechsundzwanzig.

00:34:00: es ist drei Tage vor der Wahl in Ungarn.

00:34:04: Nehmen wir einfach an, dass die Prognosen recht haben und dass Peter Madia tatsächlich der nächste Ministerpräsident ist.

00:34:12: Dann übernimmt er quasi die Medienstrukturen seines Vorgängers.

00:34:16: Weg da auch ran!

00:34:18: Geht das so einfach?

00:34:19: Also ich meine arbeiten sie dann einfach nur für den neuen Ministerpräsidenten mit demselben System.

00:34:25: oder was passiert hier?

00:34:27: Das kann ich mich nicht vorstellen.

00:34:30: also zumindest die Leiter von diesen Medien, von diesen Organisationen.

00:34:37: Die sind nicht nur hundertprozentig loyal zu Orman aber auch... an vielen Wegen abhängig von Orban.

00:34:45: Orban hat viele Informationen über diese Leute, die auch zum Beispiel in einem Verfahren gegen diese Leute genutzt werden können.

00:34:55: Also das geht nicht nur um Realität.

00:34:57: Das ist wirklich eine Mafiastruktur wo Orban der Gottvader ist!

00:35:05: Es ist total sicher, dass es so einfach nicht geht.

00:35:09: Aber das hieß ja, dass die Regierung diese Leute auswechseln müsste und damit sind sie auch wieder Menschen, die Medien beeinflussen.

00:35:21: Die Medien sind dann auch bloß nicht unabhängig sondern nur mit einer neuen Farbe oder?

00:35:26: Das kann auch so sein aber ich muss glauben, dass das nicht kommt.

00:35:30: Das muss man auch verstehen.

00:35:32: immer als Politiker tätig war, seit deiner Zeit.

00:35:37: Also das Regimewechsel in Ungarnag der Kommunismus in die Demokratie und damals war schon Orman eine von den bestbekannten Politikern nur nicht nur in Ungern sondern europaweit.

00:35:50: also er hatte ganz viele zeit einen Netzwerk aufzubauen Verhältnisse zu nutzen dieses Imperium aufzubauern.

00:36:00: Peter Mojor ist wirklich Wirklich ein neuer Mann in der Politik.

00:36:05: Er hatte noch keine solche Möglichkeiten, keine solche Netzwerke die er nutzen könnte.

00:36:13: Ich hoffe, dass es nicht möglich wird, so stark und tief in die Systeme hineinzukommen als ein Neukommer in der Politik.

00:36:28: Das ist eine wichtige Garantie und das muss ich immer sagen auch als Garanti anzusehen.

00:36:35: Die Wähler von Peter Major sind sehr heterogenes Gruppe Und da findet man Liberale, findet man Grüne und so weiter aus allen möglichen weltanschaulichen Richtungen.

00:36:49: Sie wollen eine Sache – ein neues Regime, eine Demokratie wieder!

00:36:54: Diese Wahl geht nicht darum ob Fidesz oder Tissot.

00:36:59: als zwei Parteien haben werden.

00:37:02: Es geht darum, ob wir ein autoritärer Regime mit Orman fortführen werden oder die Möglichkeit bekommen wieder eine Demokratie aufzubauen.

00:37:14: und dazu haben wir Peter Modior gefunden der diese Aufgabe auf sich genommen hat aber nicht allein und da hatten die unabhängigen Journalisten eine riesige Rolle gespielt.

00:37:28: In den letzten Wochen gab es nur solche Themen in der Kampagne, die nicht durch Politikern sondern durch Journalisten aufgedeckt waren.

00:37:37: Also das muss man auch als nächster Premier sehen wie wichtig das ist unabhängige Journalismus zu haben weil dass man nicht nur dann braucht wenn man in der Opposition sitzt und die Macht bekommen will von Journalisten sich bezieht, sondern das kann auch dann helfen wenn ich der Premier bin und ich muss die Kritik auch anhören.

00:38:05: Kritik ist kein Angriff gegenüber meiner Person.

00:38:08: Das ist nur eine Möglichkeit etwas besser zu

00:38:12: machen.".

00:38:13: Ist aber dennoch durch Peter Marger klar also war das ein Wahlkampfthema?

00:38:20: Dass er die Medien quasi wieder loslässt in Versprechen.

00:38:26: Also als Wahlkampfthema kann man eher die Rechtsstaatlichkeit erinnern, aber das ist kein führendes Thema in dieser Kampagne.

00:38:37: In dem Jahr im Jahr zweiundzwanzig war das viel wichtiger und man diskutierte viel mehr auch öffentlich darüber.

00:38:45: Aber es ist nicht ein Thema wo man einfache, einsetzige Antworten geben kann.

00:38:53: Und Peter Moeller ist auch aus dieser Sicht sehr geschickt, vermeidet solche Themen die problematisch sind.

00:39:01: Also wir haben ein Programm zumindest von dieser Partei... Von wie das haben wir letztes Mal in den Jahr zwei Tausendzehn ein Wahlprogramm bekommen.

00:39:09: Dieser Partei hat jetzt ein Programm veröffentlicht da kann man das wirklich lesen und an welchen Punkten man die Restadtlichkeit wieder aufbauen wird und dazu gehören auch die Organisationen, die dafür verantwortlich sind freie Journalismus zu garantieren.

00:39:29: Also das steht da.

00:39:31: aber wie gesagt Peter Mojor ist eine Politiker aus der Generation von Politikern Auf den sozialen Medien aufgewachsen sind.

00:39:43: Er nutzt das viel effektiver als normale Medien und das muss man auch sehen, dass Fidesz Mojar aus den Zirkeln von Fideszz kommt.

00:39:53: also er muss das auch lernen wie diese Fidesattitüde gegenüber die Journalisten gegenüber dem Medien man hinter sich lassen kann.

00:40:01: ich hoffe das.

00:40:01: Wo ist das Glauben, dass er was lernen kann?

00:40:05: Aber das ist ein langes Prozess.

00:40:07: Sehen wir jetzt in Ungarn quasi die Entmachtung der klassischen Medien dadurch, dass man auch politische Macht erregen kann ohne starke Konzerne im Hintergrund zu haben, ist die Bedeutung von dem, was wir heute wissen, ob das Bildzeitung ist in Deutschland oder Fernsehsysteme vielleicht total überschätzt für die Zukunft?

00:40:28: Ich befüchte davor, dass es nicht nur um Ungarn geht.

00:40:31: also wenn Alle solche populistische Politikern ansieht von Trump bis AfD.

00:40:38: Sie sind sehr, sehr aktiv an den sozialen Medien.

00:40:41: Sie wissen zum Beispiel wie man die jugendliche Leute erreichen kann.

00:40:46: Sie wissen wie die ältere Leute man erreichen kann.

00:40:49: sie brauchen keinen Journalisten mehr.

00:40:51: das ist eine starke Kampf Aber zwischen Journalismus und politischer Öffentlichkeit ohne Journalismus.

00:41:01: Ich bin... Hundertprozentig überzeugt davon, dass wir keine Demokratie ohne Journalismus haben können.

00:41:08: Wir brauchen Journalismus und das müssen auch die nächste Generationen von Politikern verstehen was die Rolle von Journalisten in einer Demokratie ist.

00:41:18: aber es ist so einfach das zu sagen.

00:41:20: ich brauche keine schwierige Frage.

00:41:22: Ich will darüber reden was für mich wichtig ist.

00:41:25: ich habe dafür die Kanäle.

00:41:27: ich kann so lange reden wie ich das will Und niemand stört mich daran mit mit blöden Fragen, aber das führt ausschließlich zu Polarisierung.

00:41:37: Das führt dazu dass die Gesellschaften keine gemeinnahe Probleme zusammenlösen können.

00:41:45: irgendwie eine Gesellschaft zusammenzuhalten dazu brauchen wir Journalisten.

00:41:51: ich bin total überzeugt davon.

00:41:53: Ich bin aber kein Politiker

00:41:55: Glücklicherweise, weil sie hier haben die richtige Distanz um sowas dann auch längerfristig beobachten zu können und dann vor allem auch zusammenfassen zu können.

00:42:03: Ich würde nämlich freuen wenn wir uns noch mal ein jüngerer Zukunft verabreden können als Schaltgespräch zum Beispiel Denn jetzt gibt's ja so eine Art Übergangsphase von dreißig Tagen.

00:42:13: Da wird man noch nicht viel bemerken, nämlich mal an.

00:42:16: Selbst wenn es zum Regierungswechsel kommen sollte, wird man da noch nicht wie mit einem Schalter plötzlich Klubradie wieder UKW-Frequenzen geben oder sowas... Also erst mal vielen Dank bis hierhin für dieses Gespräch und wir bleiben in Kontakt und hören Sie dann wieder!

00:42:31: Ganz gerne, danke!

00:42:42: Ja liebe Freunde der Medienhölle ich gehe zu meinem Kinofilm für Sie

00:42:46: Der

00:42:46: Magier im Kreml.

00:42:49: Da bin ich mal gespannt.

00:42:53: Das ist für

00:42:54: ein Film Wahnsinn!

00:43:03: Ja liebe Medienhöhle, Hörer jetzt bin ich so schön zu Hause und natürlich möchte ich Ihnen gleich mein Eindruck von diesem Film vermitteln.

00:43:12: Der Magie im Kreme interessanter Titel.

00:43:16: Ich musste sofort an ein sehr altes russisches Sprichwort denken was ein guter Freund Mir mal einst gesagt hat, je näher am Zahn, desto näher im Tod.

00:43:33: Und das ist so eine Sprichwort!

00:43:34: Das ist nicht einfach nur in der russischen Seele ein Sprich Wort Es ist eine Art

00:43:40: unausgesprochenes

00:43:42: Gesetz Eine Gesetzmäßigkeit Also zumindest eine Gesetzmäßigkeiten für das Proletariat.

00:43:50: So könnte man es ganz gut zusammenfassen.

00:43:54: Ja Oliver Asayas hat diesen Film auf die Beine gestellt.

00:43:59: Es ist eine Verfilmung von Debüro Man, von Giuliano da Empoli.

00:44:07: Das ist ein italienisch aber auch schweizerischer Schriftsteller.

00:44:13: und die Schweiz und Russland ja die pflegen seit vielen Jahrhunderten gute geschäftliche Beziehungen, sogar so weit geschäftlichen Beziehung, dass das schweizerische Wort für Bleistift bzw.

00:44:32: der Schweizerische Hersteller für Blei-Stifte Karandas sich in Russland tatsache als Begriff für Bleischtift durchgesetzt hat.

00:44:47: Also wenn sie in Russland einen Bleistift haben möchten, müssen Sie Karandasch sagen!

00:44:53: Und das ist so verrückt ne?

00:44:54: Weil das ja

00:44:55: eigentlich

00:44:56: Nährsteller ist... Aber egal!

00:44:59: Kommt mir zurück zu diesem Film.

00:45:01: Es ist wunderbar gespielt von einem Poedano.

00:45:05: der spielt die Hauptrolle dem Vardim Baranov den Spindoktor von Vladimir Putin Und das ist interessant aufgebaut, ne?

00:45:20: Man zeigt so die wilden Jahre Russlands nach Borisjelzin mit Borisjälzin.

00:45:30: Nach der Perestroika wie wild,

00:45:34: wie viel

00:45:35: Geld da geschäftigt wurde.

00:45:37: Wie viele Leute aber auch gestorben sind in ihren geschäftlichen Aktivitäten wie brutal das eigentlich auch alles dort zugegangen ist.

00:45:48: Und dann die große russische Sehnsucht nach der harten führenden Hand, die eben halt

00:45:56: ja

00:45:57: Verordnungen sorgt.

00:45:59: Es sind wirklich sehr viele Menschen damals gestorben in Russland und da war Vladimir Putin ein Direktor vom FSB also der Nachfolgerorganisation von KGB Ja willkommen.

00:46:16: Interessanterweise, was ja dieser Film auch so ein bisschen schön aufzeigt wie sich denn dieses Blatt wendet ne?

00:46:23: Wenn ich von Oligarchen in einen Amt gehieft werde und dann dieser Mensch der aber diese alten Werte nicht eines großen Russlands der UDSSR noch in sich trägt Dann eben halt auch darf vor Ordnung sorgt und hart durchgreift damit das Land ... als Land seine Interessen verfolgt.

00:46:47: Und wie perfide das ist, weil eben halt der Spindoktor im Hintergrund, ähm... fies für einen ja Magier nicht mit den vielen Fäden alles schön beisammenhält.

00:47:01: und wie freundlich dieser Mensch rüberkommt.

00:47:05: also wie eine elfenhafte so Lichtgestalt sieht man diesen Menschen in dem Film erst Unheimlich leise, wortgewandt, zugewandthuchgebildet kommt aus der Kunstwelt.

00:47:21: Aus der Welt des Theaters und eigentlich aus der Welt der größten Sinnigkeit Und geht dann ins Fernsehen über.

00:47:32: da ist schon ein bisschen weniger sinnig.

00:47:34: Da geht es schon um Geld nicht?

00:47:36: In den neunziger Jahren ging es sehr viel im Geld in Russland klar.

00:47:39: oder dann von der Welt das Fernsehens also die Welt, der Politik.

00:47:46: Die Welt eines Menschen, der Bilder erschafft... ...der Menschen erschafft ein Bild von einem Menschen erschauft

00:47:54: um

00:47:55: den absoluten Machterhalt zu garantieren und er schafft es!

00:48:00: Er schafft das sehr eindrucksvoll in diesem Film.

00:48:04: Ähm...abwohl eindrocksvoll?

00:48:06: Ich nehm's ein kleines Stückchen zurück.

00:48:09: Der Film ist sehr lang geht zweieinhalb Stunden und ich verstehe es schon, dass man dann ein bisschen schneller vorangeschritten ist.

00:48:19: Aber wenn aus so einer eigenen Erfahrung heraus gewisse Brutalität im ruhigen, im langsam voranschreitenen

00:48:31: die

00:48:31: kommt da nicht immer gut rüber.

00:48:34: das hat mir ein bisschen gefehlt.

00:48:36: auf der anderen Seite war's aber auch interessant die Leute in Publikum zu beobachten weil sie Ja, anscheinend gar nicht so die Aufmerksamkeit dafür hatten.

00:48:46: Vielleicht auch nicht das Sitzfleisch?

00:48:48: Also ja ich hab's verstanden warum er den Film so gestaltet hat aber die Handlung hat ein bisschen für mich darunter gelitten.

00:48:54: Tatsache und der Film ererdet einen!

00:49:02: Man geht aus diesem Film heraus und ist total dankbar dafür dass man eigentlich eine kleine Position in Art Keine Führungsverantwortung.

00:49:12: Vielleicht sogar so unbedeutend ist, dass man jemanden eine ja... ...akwöhnige Konkurrenz ist die man irgendwie aus dem Weg räumen muss.

00:49:22: Das habe ich auch erlebt!

00:49:24: Nicht?

00:49:25: Eben halt in diesem tollpatschigen Ja selber reintreten in die Medienwelt einfach vielleicht einer Person der man gewissen Grundrespekt immer zahlen sollte, man der zu nahe tritt und ja quasi sofort eine Kugel ins Bein bekommt.

00:49:46: also im übertragenen Sinne.

00:49:48: Das ist eine Sache, eine sehr schmerzvoller Erfahrung die sollte jeder in der Medienwelt auch mal machen ist sehr heißam.

00:49:55: aber Ja Die sollte man danach auch nicht vergessen so würde ich das betiteln.

00:50:03: Und dann ist das so interessant, ne?

00:50:05: Wenn Sie denn so einen Radiofahrter, so ein Journalistenvater wie einem Jörg Wagner haben der immer wieder auch gesagt hat Da bist du zu laut.

00:50:15: Da bist Du zu schrill.

00:50:16: Zu bunt.

00:50:17: Zu offensiv bei Social Media zu sehen Das Bild erzeugt vielleicht auch Ein Stirnrunzel eine Verärgerung die Du gar nicht gebrauchen kannst.

00:50:31: ich habe dass Nicht verstanden, ja also man ist doch stolz darauf.

00:50:35: Man möchte irgendwie heraustreten aber vielleicht hat man gar nicht den stand.

00:50:39: egal Ja kommt so learning by doing.

00:50:42: nein So funktioniert das nicht in der medienwelt.

00:50:46: Und dann wieder dieser satz Ja dieses sprichwort je näher am zahren desto näher im tot.

00:50:54: wenn sie also diese erfahrung gesammelt haben und sie sind Sie sind langsam, sie schreiten vorsichtiger voran immer vorsichtige.

00:51:04: Sie sehen immer mehr und merken oh ich muss wirklich genau überlegen wie ich auftrete wie auch in Zukunft auftritte.

00:51:15: dann sehen die andere leute die sich da dem Zahn nicht so richtig an den Halt schmeißen und sich davon etwas erhoffen.

00:51:24: Und gar nicht mitkriegen, dass sie dabei ihr eigenes Grab schaufeln.

00:51:29: Man sitzt daneben, sitzt in der ersten Reihe und guckt sich das an und denkt so... Wow!

00:51:35: Passiert es gerade wirklich?

00:51:36: Oh mein Gott, es tut mir so leid um diesen Menschen, der vielleicht in einem Jahr alles verlieren wird.

00:51:43: Das ist auch eine wichtige Botschaft des Films.

00:51:48: manchmal innen zu gehen mag ich meinen schritt von sich zurückzutreten ein ego vielleicht auch mal beiseite zu schaffen und auf der anderen seite auch die die erkenntnis dass etwas böses jemand der bösest tut manchmal wirklich das sanfteste mensch im auftreten sein kann Dieser Vadim Baranov, dieser Hauptfigur in diesem Film.

00:52:16: Das ist eine Lichtgestalt also elfenhaft ruhig wortgewandt und so gebildet.

00:52:28: Dieses Ergebnis davon dieses sich in diesem Politikbetrieb verlierende das es so böse wo ist der richtige Zeitpunkt zum Aussteigen?

00:52:41: Ist interessant, ne?

00:52:41: Also wenn sie sich in Berlin mit Drogendealern unterhalten die dann irgendwann nicht mehr rausfinden aus dieser dunklen Welt und vielleicht neun oder zehn Jahre im Knast landen.

00:52:52: Da hört man das auch!

00:52:55: Ich war so auf diesem Highway... ich konnte nicht mehr aussteigen.

00:53:00: Die Tür, wie ich da rausgesprungen wäre aus diesen Fortbewegungsmittel Dann hätte es mich komplett zerfetzt.

00:53:06: Interessant Also man wird demütig wenn man den film guckt und Wenn man diese welt kennt und so vielleicht auch ja die eine oder andere fahrung gemacht hat dass man halbwegs Sicher ist mal nie aber sagen wir mal etwas tritt Fester sich bewegen kann dann ist dieser film unheimlich unterhaltsam.

00:53:31: Und es macht spaß ich den film anzugucken.

00:53:35: und das ist schon genüsslicher Schauer den dieser film einem bereitet gerade in Bezug auf die medienwild gerade auch im bezug Auf die bilder, die wir manchmal Mit einer überzeugung.

00:53:51: Die wir vielleicht gar nicht haben sollten oder so unbedarfter zeugen.

00:53:58: Das ist auch ein gutes learning sagt man ja heutzutage so schön neudeutsch Ein schönes learning was man sich daraus ziehen kann.

00:54:09: und es ist ein film der so oder das buch ja auch das nimmt so gewisse eignisse aus der realität so brief markenhaft auf und Ja spinnt darum ein fiktives spinnetz.

00:54:25: Die aussage in dem spinnets dies aber realer denn je.

00:54:29: Und deswegen sollten sie sich vielleicht sogar den film angucken.

00:54:35: Und auch jetzt im bezug Ja zu unserer monothematischen oder sonst monothematischen Ausgabe, wo es ja eben halt auch um die Wahlen in Umgang geht und das ganze drumherum darum.

00:54:48: Dann bekommt dass auch eine gewisse Realität... ...die einem dann schon wieder unheimlich ist!

00:54:54: Wenn man die Realität nicht um die wahlen sieht und diesen buch von Akoshtot und da sieht man so einen fiktiven Film und merkt ja aber Es ist ein Bauplan, ein Rezept was nicht so abwägig ist.

00:55:12: Klar manche sind es ein bisschen romantisiert dargestellt.

00:55:17: zu kitschig, zu schnell ja aber okay die Grundmessage die ist allgemein gültig.

00:55:27: mehr kann man dazu eigentlich nichts sagen.

00:55:52: mal zurück ins Jahr zwei tausend siebzehn.

00:57:40: Weiter geht es durch den dichten Budapester Straßenverkehr mit Stop and Go und dann ab über die Kettenbrücke.

00:57:46: auf der Buda-Seite der Ungarnischen Hauptstadt sind wir verabredet, mit dem Geschäftsführer des legendären

00:57:51: Clubradios.

00:57:52: Legendär deswegen weil immer wieder zwei Fälle zitiert werden um das schlechte Ranking in Puncto Pressefreiheit in Ungarn zu erklären – die plötzliche Einstellung der Zeitung Nepsilbotschak und die Beschneidung der Frequenzen des privaten Clubradius.

00:58:09: Volgaardjörg

00:58:11: und der Haltetuch Müsora, jeden

00:58:16: Sieben am vierten

00:58:19: Uhr.

00:58:25: Klubradio ist ein lebendiger Radiosender.

00:58:27: Das könnte man als Zeichen für Medienfreiheit in Ungarn werden, aber wenn Sie sich die Umstände ansehen unter denen wir arbeiten dann erkennen sie dass es keine Medienfreiheid gibt.

00:58:37: Wir mussten vor Jahren sogar für unsere Lizenz vor Gericht ziehen.

00:58:41: Wir haben keine Werbung vom Staat und auch nicht von staatlichen Unternehmen.

00:58:45: In Ungarn ist der Staat aber der größte werbetreibende Und natürlich haben viele private Unternehmen Angst vor Reaktionen Wenn sie Werbung in Linken oder Oppositionellen Zeitungen oder Radiosendern schalten.

00:58:57: Wir haben in den vergangenen sieben Jahren fast den kompletten Markt verloren, neunzig Prozent!

00:59:02: Also wir können nicht so arbeiten wie wir es normalerweise tun

00:59:18: würden.

00:59:21: Wie überleben Sie?

00:59:26: Als wir von der üblichen Quelle für Radiosender abgeschnitten wurden, also dem Werbemarkt haben wir einen Fond angelegt in den unsere Fans eingezahlt haben.

00:59:35: Das ist unsere Hauptquelle unter dem aktuellen Regime schon seit sieben

00:59:45: Jahren.

00:59:49: Auf welche Quelle greifen Sie für Ihren Journalismus hier zurück, offizielle Nachrichtenagenturen?

00:59:54: Haben sie Korrespondenten.

00:59:56: Was sind Ihre Quellen?

01:00:04: Das ist auch eine Frage für die Medienfreiheit, denn die Nachrichtenagentur ist staatlich.

01:00:09: Sie ist in den Händen des Zirkels der auch den staatlichen Rundfunk hält.

01:00:13: Sagen wir das es eine Propaganda-Agentur und die meisten Sender bringen fast nur Musik und greifen dann für ihre Nachrichten auf diese Quelle zurück – sie ist nämlich für sie kostenlos!

01:00:23: Auch wenn Sie das vielleicht gar nicht vorhaben, damit sind diese Medien eine Plattform staatlicher Propaganda.

01:00:28: Wir haben kaum Quellen!

01:00:29: Wir greifen auf Online-Portale und einige Zeitungen zurück die auch in der Opposition und frei sind.

01:00:36: Eigene lokale Korrespondenten können wir uns nicht

01:00:38: leisten.".

01:00:38: Die meisten Möglichkeiten an Onlinepartnern, auch in der Position oder freien Situation.

01:00:55: Wir haben keine lokalen Korrespondenzen.

01:01:03: Für

01:01:03: die Regierung sind Kritiker in Sachen ungarischer Pressefreiheit wie Reporter und der Grenzen politische Aktivisten.

01:01:10: Wie sehen sie das?

01:01:10: Es

01:01:11: ist nichts

01:01:17: zu sprechen in

01:01:24: diesem Kontext.

01:01:37: In Ungarn haben wir keine Pressefreiheit, das kann man in diesem Zusammenhang nicht behaupten.

01:01:42: Natürlich es gibt Illusionen und manches kann Hoffnungen machen.

01:01:45: aber von einem liberalen, einem demokratischen Standpunkt aus sagen wir dem Europäischen gibt es keine Pressemfreiheit in Ungarn.

01:01:53: Weder ökonomisch noch in Sachen Lizenzierung usw.. Gleich mehr über den anderen sehr ungewöhnlichen Vorfall die Einstellung der Zeitung Nebze Batschak.

01:02:08: Sovor noch ein Song aus dem Musikarchiv von Club Radio, den der Chefredakteur so anmoderiert.

01:02:13: Kosmos agites foradalum.

01:02:16: Ich starre die Wände an.

01:02:18: ich kann nichts anderes tun.

01:02:19: mit den Jahren haben wir uns erschöpft ein bisschen und ich bin auch nicht glücklich.

01:02:24: nicht einmal ungefähr Die Jahre vergehen.

01:02:27: die Aussichten sind unschön wie die alten Bilder an der Wand.

01:02:30: Die Revolution sollte noch kommen.

01:02:33: Gern mache ich nichts mehr, auch die Hymne höre ich nicht mehr in mir ertönen – aus Fragmenten lässt sich nichts erschaffen!

01:02:40: Das Altvergangene ist doch nicht so lange vergangen und es wird gesungen.

01:02:45: Du staßt die Wände an.

01:02:47: Wenn du genug Geld hast wirst du die Wohnung kaufen Deinen Anteil wirst tu kriegen aber die miese Musik bleibt.

01:02:53: Und dieser Frieden Es lebe die Gegenwart.

01:02:56: Experten werden wohl noch kommen, die den Traum in dir entdecken.

01:02:59: Aber sie sehen nicht, dass er bereits geträumt wurde und er ist damit

01:03:03: ausgeträumт.".

01:03:04: Die Zeitung Neppsebotschak wurde von seinem Besitzer einem Österreicher dichtgemacht mit der Begründung Sie trage sich wirtschaftlich nicht.

01:03:11: Das seltsame war nur das man genau an dem Wochenende die Zeitung dichtmachte als die Zeitungsredaktion komplett ein neues Gebäude ziehen sollte heißt alles war verpackte Umzugskisten die nicht mehr ausgepackt wurden.

01:03:22: In diesem Zustand wurde die Zeitung verkauft an einen Mann, der Viktor Orban sehr nahe stehen soll und der sie bis heute nicht wieder zum Leben erweckt hat.

01:03:31: Wir treffen uns mit Martin Gehre von HVG.

01:03:34: Er war früher stellvertretender Chefredakteur von Nipso Bachak und macht heute so etwas wie den Spiegel.

01:03:39: Orbans Klicke arbeitet systematisch.

01:03:42: falls Möglichkeiten ergeben werden kritische Stimmen dicht gemacht aber die versuchen immer abzuwarten Sie wegen ab Wann sie ein Skandal sich leisten können und wann nicht.

01:03:55: Bei Nebstabatschach haben Sie gedacht, das Skandar können wir leisten, das können wir erklären.

01:04:00: Also das heißt auch Medien werden sie clever gemacht sind.

01:04:04: wenn sie clever wirtschaften noch Schutz bekommen können oder Schutz haben können.

01:04:11: Und deswegen ist es so dass noch freie Medien in Ungarn tatsächlich funktionieren.

01:04:18: die haben sehr schwierige Umstände, weil die ungarische Regierung oder die Machtklicke massiv in den Markt-, in dem Medienmarkt und auch in die Werbemarkt sich einmischt.

01:04:34: Und mit sehr vielen Finanztricks werden Medienunternehmen halt das Leben schwer gemacht.

01:04:41: aber solange man es irgendwie schafft wird man nicht kaltgestellt

01:04:47: bis

01:04:47: es zu einer Möglichkeit kommt wie bei Nebser-Battschen.

01:04:52: Und so ist es, dass noch in mehreren Redaktionen frei gearbeitet wird und sehr gut gearbeitet werden.

01:05:01: Es ist auch eine sehr interessante Sache.

01:05:04: In den letzten zwei Jahren hat die ungarische Machtklicke wieder ein neues Medienimperium aufgebaut.

01:05:11: Die sind total hervorglos, weil die Leser wissen was sie schreiben.

01:05:18: Weil die Sender Nachrichten bringen, wo die Zuschauer eh wissen was sie jetzt sagen werden.

01:05:25: Weil Propaganda-Nachrichten öde sind!

01:05:30: Man kann den nicht gut machen weil der Zuschauer von vornherein weiß wer gut und wer böse sein wird.

01:05:37: Und hier bei HVG oder bei anderen Publikationen und bei anderen Sendern Die noch frei arbeiten.

01:05:45: Wir haben keine gut und böse, wenn wir in eine Geschichte reinkommen.

01:05:51: Die Regierung will es vormachen, dass wir das tun aber wir tun es nicht und deswegen sind wir spannend weil wir nicht wissen wo unsere Geschichte endet.

01:06:00: und der Leser kann es auch nicht wissen und deswegen kommt er zu uns um nachzusehen ist es tatsächlich so teuer diese Schwimm-WM oder geht noch?

01:06:09: Das würden man von Regierungsseite nicht erfahren!

01:06:13: Das kann man von HVG vielleicht erfahren und deswegen kommen sie zu uns Und Sie sehen, dass sie total erfolglos sind und deswegen sind sie immer aggressiver und immer verletzender.

01:06:28: Und versuchen diese ganze Fake News- und Lügenpressevorwurf immer stärker zu bringen.

01:06:35: Das fust wird!

01:06:37: Es gibt Tage wo ich reinkomme und ich habe keinen Bock noch Medien zu machen weil eine Branche von innen zerfetzt wird.

01:06:47: Und es gibt Tage, die ich reinkomme und ich sage ja jetzt fühle mich wohl weil ich eigentlich das machen kann was mein Beruf

01:07:06: ist.

Kommentare (1)

Max Hörer

Wann/Wo gibt’s „Roasted Kino“ zu kaufen/runterladen? 🥹

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