DIE MEDIENHÖLLE #020 - Preise
Shownotes
► (0:00:00) Medienhölle-Tresor und -Einheizer ► (0:00:34) INTRO: Die VoA kommt wieder! ► (0:01:27) Vom Mund zum Ohr … ► (0:01:43) PREIS 1: Pressefreiheitspreis 2026 (0:02:10) Julia Klöckner, Präsidentin des Deutschen Bundestages, Redeausschnitt Vgl.: https://www.bundestag.de/parlament/praesidium/reden/2026/20260506-1174568 (0:04:32) Cathrin Kahlweit, Preisträgerin, langjährige Korrespondentin der „Süddeutschen Zeitung“, Interview rec.: 06.05.2026, Berlin, Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund ► (0:11:22) TIME FOR VINYL: Alexander Tauscher - Philipp Nitzsche ► (0:34:19) PREIS 2: RIAS MEDIA AWARDS 2026 Podiumsgespräch (Ausschnitt) mit
- Claus Kleber, RIAS-Chefredakteur (1989/90), u. a. "heute journal"-Präsentator (2003-2021)
- David Ensor, ehemaliger Direktor von Voice of America (VoA)
- Ines Pohl, Büroleiterin der Deutschen Welle (DW) in Washington
- David Folkenflik, Medienkorrespondent beim National Public Radio (npr) Hinweis: Overvoice von Ines Pohl ist eine KI-Stimme Interviews von Jürgen M. Edelmann mit: (0:49:41) Claus Kleber, RIAS-Chefredakteur (1989/90), u. a. "heute journal"-Präsentator (2003-2021) (0:54:11) Horst Wendt, RIAS-Redakteur/-Moderator (1968-1993) (0:57:27) Eberhard Schade, DLF Kultur, Redaktionsleiter Zeitgeschehen, Preisträger Radio Award rec.: 07.05.2026, Berlin Vgl.: https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutsche-in-texas-bach-bier-business-as-usual-100.html (1:01:52) Jens Th. Hadrossek, Radio- und Medienhölle-Freund ►(1:08:40) Vergessen Sie nicht …
►►SUPPORT gern via Medienhöllen-Kasse: https://www.paypal.com/paypalme/antenneerden
►►ODER PER BANKÜBERWEISUNG: Jörg Wagner Freier Journalist IBAN: DE93500105176000318805 BIC: INGDDEFFXXX Verwendungszweck: SPENDE JW
Disclaimer: Einige Stimmen bzw. Musikteile und Animationen sind KI-generiert. Ausnahmen siehe hier:
Stationvoice : Lydia Drechsler; https://www.kräuterblütenliebe.de/ Sounddesign: William Wienke; https://william-guitar.de/ Cover: Ingo Römling; https://www.monozelle.de/ Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de
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00:00:03: Der absolute Filmmeister der Medienhölle ist Jan Mattis W. Die Medienhöhle Einheizer in diesem Monat bisher Uli S, Claudius Rogoszé
00:00:16: und Ronny B.
00:00:18: Vielen lieben Dank!
00:00:50: Die Voice of America wird wiederkommen so die hoffnungsvolle Botschaft.
00:00:54: Das ehemaligen Direktor ist der Voice of America, David Anser.
00:00:58: Während einer Veranstaltung im Roten Rathaus zur Verleihung der RIAS Media Award, in dem Jahr im achtzigsten Jubiläumsjahr des RIAS.
00:01:09: Wir streifen eine weitere Preisverleihungen in dieser aktuellen Episode zwanzig der Medienhölle Und Philipp Nitsche gewährt uns einen vorfristigen Einblick in seine aktuelle Ausgabe der Radiosendung Time for Vinyl mit Alexander Tauscher.
00:01:26: Und das wie gewohnt?
00:01:43: Vor der Preisverleihung zu den Reals Media Awards, ich stelle Ihnen noch eine Preisträgerin des Pressefreiheitspreises vor.
00:01:53: Verliehen von den beiden Printverbänden der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger BDZV und MVFP.
00:02:03: Zuvor gab es Begrüßungsworte von der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.
00:02:08: Wir hören einen kurzen Ausschnitt!
00:02:11: Vor zwei Tagen war
00:02:12: ich bei einer Konferenz in Kopenhack.
00:02:15: Das war die Konferenz der Parlamentspräsidentinnen und Präsidentin der Europäischen Parlament, übrigens auch der Beitrittskandidaten.
00:02:24: Und dort wurde an einen Satz des früheren Präsidenten des dänischen Parlamentes erinnert.
00:02:33: Er sagte – ich sage es auf Englisch – das ist der Dirty Press, den die Demokratie fliegt.
00:02:40: Ich will es etwas woher sich er übersetzt.
00:02:41: Demokratie braucht die unbequeme Presse, um sauber zu bleiben!
00:02:47: Wer Demokratie ernst nimmt muss aushalten dass Journalismus eben stirbt.
00:02:52: Das tut ja schon mancher.
00:02:55: Und wer den Journalismus ernst nimmt,
00:02:58: muss auch aushalten das der selbst kritisiert wird.
00:03:02: Verjournalisten
00:03:03: müssen auch auseiten Dass sie kaltisiert werden ist nicht gewöhnliche Gefahr der Pressefreiheit.
00:03:10: Wenn man auch Journalisten sagt, bei Sako Sankt ist das dann halt auch nicht.
00:03:15: Kluge Journalisten machen das vor kurzem.
00:03:18: Zeit-Journalist Joanie Lorenzo zitieren der vor Kurzem über seine eigene Zunft sagte ich zitiere sie immer besser kam an und zitiert Es gäbe einen Typus Geschichten, an die dir nicht gerne herangehen.
00:03:33: Zitat Ende!
00:03:34: Gerade
00:03:34: in den großen
00:03:35: Krisen der vergangenen Jahre habe der deutsche
00:03:38: Journalismus
00:03:38: oft zu homogen gewerkt und vertrauen verspürt wenn es nur noch Geschichten aufschreibt, die die eigene sichtweise bestätigen.
00:03:50: Sohn für Vani Di Lorenzo oder ich mit meinen Worten manche wollen nicht gegen das eigene Vorurteil an recherchieren.
00:03:58: Aufgaben von Journalismus ist es offen zu prüfen, wohin die Fakten führen.
00:04:04: Denn wer mit einem sartigen Ziel recherchiert findet am Ende nur das was er ohnehin sagt
00:04:10: heute.".
00:04:11: Mit dem Pressefreiheitspreis des Bündnisses Zukunftspresse wurden anschließend ausgezeichnet der Krisen- und Konfliktjournalist der Funkemediengruppe Jan Jessen, der inhaftierte Hongkonger Verleger Jimmy Lai den Preis nahm einer seiner Söhne, Sebastian entgegen sowie Katrin Karlweit die sich im Interview selbst vorstellt.
00:04:32: Ich heiße Katrin Kahlweit.
00:04:33: ich war
00:04:34: fast thirty-fünf Jahre lang bei der Süddeutschen Zeitung angestellt davon die Hälfte derzeit Auslandskorrespondente in den Osteuropa.
00:04:40: seit einem Jahr arbeite ich frei.
00:04:42: Sie haben es in Ihrer Preisrede mit erwähnt dass sie schon Schauschesco erlebt haben beziehungsweise seine Zigaritate.
00:04:51: Sieben und dreißig Jahre habe ich jetzt nachgerechnet.
00:04:53: müssen das gewesen sein?
00:04:55: In unterschiedlichen Einsatzorten waren sie zuständig.
00:04:58: Nehmen Sie mir die Frage nicht übel, aber was treibt sie immer da zu sein?
00:05:04: Wir nennen uns nur die Medienhölle, aber für sie ist es.
00:05:07: Meine Kinder haben mich immer gefragt, warum ich mir mehr Länder ausgesucht habe in denen das Essen schlecht ist und die Putzmittel stinken.
00:05:12: Ich hab gesagt, ihr hättest doch noch mal Spanien dir ausgesucht.
00:05:15: Tatsächlich hab' ich mit sechzehn beschlossen dass ich Osteuropa bereisen will und beackern will weil damals die große Entspannungspolitik begann.
00:05:23: OSZE oder Kadamels auch KSZE Frieden Gorbachev und den Amerikaner haben geredet Und ich wollte diese Region kennenlernen, die bis dahin hinter einem heisernen Vorhang war und das ist mir gelungen.
00:05:34: Sie waren in der Sowjetunion studiert?
00:05:36: Ja, wie viele Kollegen?
00:05:37: tatsächlich habe ich natürlich in Deutschland auch in den USA studiert.
00:05:40: Aber man konnte damals am Pushkin-Institut in Moskau ein halbes Jahr, manchmal sogar ein Jahr russisch Unterricht nehmen was wesentlich daraus bestand dass man die Stadt und die Leute kennenlernte.
00:05:51: Was ist Ihre Arbeitsweise?
00:05:53: erstens das sie nicht in Gefahr geraten oder nur sehr gering und zweitens dass sie sich selbst immer wieder motivieren können.
00:06:02: Meine Arbeitsweise, das ist schwer zu sagen.
00:06:04: Weil ich selten wirklich explizit plane.
00:06:07: Also ich gehöre nicht zu den Leuten die sich vorher einen Plan machen, fünfzehn Termine machen, zehn Interviewpartner sozusagen ansprechen vorher sondern halt ich fahre los.
00:06:18: Ich versuche mir in der Regel einen Fahrer zu organisieren weil ich nicht selber Fahrer in Ländern die ich nicht kenne und dann lasse ich die Dinge auf mich zukommen.
00:06:27: Ich suche mir Orte aus wo ich hin will, ich suche ein Thema aus Lass ich es passieren und damit bin ich eigentlich mein Leben lang sehr gut gefahren.
00:06:34: Und motivieren tue ich mich, weil das so ein faszberer Spannend ist und weil ich für mal dreißig, siebenunddreißig Jahre lange wahnsinnig viel erlebt habe.
00:06:41: Aber wenn man jetzt mal auf die Pressverein zurückblickt in den letzten sieben und dreißzig Jahren nicht schlimmer geworden?
00:06:48: Klar ist es schlimmer gewesen.
00:06:49: also Ich hab angefangen.
00:06:51: damals als die große Euphorie ausbrach.
00:06:53: Eine meiner ersten Reportagen war tatsächlich in Berlin auf der Mauer.
00:06:57: Als sie fiel, stand ich da oben und alles jubelte und wir haben natürlich alle geglaubt das ist sozusagen klar muss sich jetzt nicht das Ende der Geschichte oder Anfang der Geschichte und der große Turnaround Und inzwischen sitze ich auch natürlich darum bin fassungslos über all diese Geschichtsvergessenheit und über alle Leute die plötzlich starke Männer wollen Demokratien nicht mehr spannend finden und Presse unterdrücken wollen.
00:07:18: Es ist ein permanentes Rollback jetzt eigentlich seit vierzig Jahren beobachte und das mich zutiefst unglücklich macht.
00:07:26: Da fällt mir eigentlich nur das Bild des Sisyphus ein, man rollt den Stein immer hoch und darunter wie messen Sie denn Erfolg Ihrer eigenen Arbeit?
00:07:34: Gibt es sowas?
00:07:35: Also zum einen stimmt das mit dem Sisythus ja nicht, denn man sieht am Beispiel Orban... Etwa, dass es auch anders gehen kann.
00:07:41: Man sieht auch das in vielen Ländern Europas, in denen ich arbeite im Baltikum und auch in Rumänien selbst.
00:07:46: in Ländern wie Bulgarien, die extrem korrupt sind immer eine freie Presse nebenher existiert.
00:07:51: Die versucht sozusagen die Fahne hochzuhalten ist nicht unmöglich.
00:07:56: Es gibt auch immer wieder Ausschläge nach oben.
00:08:00: Und das andere motiviere mich, weil ich so wahnsinnig viele unglaubliche Leute kennenlerne, die so mutig und kämpferisch sind als ich nie sein werde weil sie gerade Bulgarien angesprochen haben, da gab es jetzt ein Regierungswechsel.
00:08:11: Und zumindest eine Wahl die eindeutig gezeigt hat wo der Hase hinläuft nämlich eher in Richtung Orban als in Richtung Freiheit oder?
00:08:20: Das kann man noch nicht genau sagen.
00:08:21: Ruhmen Radef, der früher Präsident der jetzt ja Ministerpräsident wird ist gemeinhin als Putin-Freund qualifiziert worden, ob der sich jetzt so entwickelt.
00:08:31: Weiß ich nicht!
00:08:32: Er hat von Russland Wahlkampfunterstützung gekriegt und erfreulich ist es nicht.
00:08:38: Man muss ihm die Chance geben zu beweisen dass er innerhalb der EU eine konstruktive Rolle spielt aber hauptet er werde das.
00:08:43: man kann immer nur abwarten.
00:08:44: jedes mal ist ein neuer Versuch.
00:08:46: Sie haben in Ihrer Rede auch erwähnt dass es in Moskau Es ist wahrscheinlich landesweit, wenn ich das richtig beobachte.
00:08:54: Das Internet zunehmend abgeschaltet wird.
00:08:58: Kann man denn ein ganzes Land aus dem Internet heraushalten?
00:09:02: Was Putin zurzeit tut, er hat jetzt das Internet in Braumoska abschalten lassen für die kommenden Feierlichkeiten zum großen Vater der Nischen Krieg.
00:09:10: Neunte Mai!
00:09:11: Was er tut ist blockiert oder erschwert permanent die Erreichbarkeit von solchen Medien.
00:09:15: Man kann ja sicher nicht mehr über Telegramm alle anderen Social Media sowieso schon nicht mehr.
00:09:20: Das heißt, die Bevölkerung ist im Grunde nur noch auf vom Start genehmigte Apps und Kommunikationswege angewiesen und freies Internet, um auch nur um ein Taxi zu bestellen oder sich einen Rezept zu googeln ist schon nicht mehr möglich.
00:09:36: Das ist die Art und Weise wie Putin seine Diktatur pflegt und damit natürlich jeden Protest gegen diesen Krieg unterdrückt.
00:09:42: Er selbst begründet das ja mit den ukrainischen Drohnenflügen, die sich dem Mobilfunknetz Russlands bedienen.
00:09:49: Halten Sie das für plausibel?
00:09:52: Die Drohnen, die mit Dronen attacken wir denen.
00:09:54: Die Russen, die Ukraine angreifen sind sehr viel gefährlicher und destruktiver.
00:10:00: Und was er versuchen muss natürlich ist die Drohne, die mittlerweile von den Ukrainern relativ weit auf russisches Gebiet vorstoßen zu sozusagen Ausnahmen zu erklären.
00:10:11: Weil er kann natürlich nicht sagen, wir verlieren nicht nur diesen Krieg möglicherweise sondern wir haben auch keinen Gegenmittel gegen eine Nation von der wir immer geglaubt haben sie kann uns sowieso nicht das Wasser reichen.
00:10:20: und je mehr diese Angriffe in Moskau Erfolg hat desto schwieriger ist die Legitimation dieses Krieges.
00:10:26: Ich hatte sie eben noch gefragt wie Sie Erfolg messen.
00:10:30: ich hinterfühle sie.
00:10:31: bei einer Preisverleihung Ist es für Sie ein schöner Moment wo Sie sagen hier hat sich dann doch gelohnt.
00:10:38: Also Erfolg in Preisen zu messen wäre, glaube ich, hybris.
00:10:41: Das würde mir, ehrlich gesagt auch nicht einfallen und das meine ich auch echt ernst.
00:10:44: Erfolg ist zum einen wenn Leute in den Ländern über die Schreibe des Gefühl haben dass sie verstanden sind oder sie gesehen werden.
00:10:51: Erfolg is für mich wenn meine Texte und es passiert wirklich erfreulich häufig in die jeweilige Landessprache übersetzt werden und von dortigen Medien, Regierungstritischen Medien übernommen werden.
00:11:02: Und immer wieder rufen mich Leute aus Ungarn, aus Moldau an und sagen dürfen wir dein Text und auf unsere Seite stellen, das ist Erfolg.
00:11:11: Nimmst du mir eine Übel, dass ich mich jetzt mit der Sache gemein mache?
00:11:13: Und Ihnen gratuliere zu diesem wirklich wichtigen Preis!
00:11:18: Vielen Dank für Ihre Arbeit für die letzten Jahre.
00:11:20: Vielen herzlichen Dank.
00:11:26: Montags ist immer Time for Vinyl-Zeit bei Alex Berlin.
00:11:37: Meist ist die Sendung live doch diesmal aufgezeichnet aus Termingrunden.
00:11:41: Sein Studiogast Alexander Tauscher, bekennender Riers-Fan aber er bringt noch andere weitere interessante Facette aus seiner Biografie mit.
00:11:51: Wir haben die Gelegenheit, jetzt schon mal reinzuhören!
00:11:59: Und
00:12:05: Sie haben die Sendung Time vor Vinoe mit Philipp Nitze am Mikrofon eingeschaltet.
00:12:10: heute zu Gast Alexander Taroša ja in Chemnitz aufgewachsen aber eben auch aus Russland stammend Verwandtschaft in Russland habend.
00:12:21: Mister Radio Reise hier bei uns in Alex Berlin, wir haben gerade so ein bisschen darüber gesprochen wie das ist wer wann ab welchen Zeitpunkt also eingezogen wird in den Werdienst muss.
00:12:35: aber du hast auch schon angefangen darüber zu erzählen wie denn das nun ist ja sich medial eigentlich mit Russland und aber auch der Opposition sozusagen der Ukraine auseinander zu setzen.
00:12:49: Jetzt würde mich total interessieren, was sind denn da deine Eindrücke auf Seite A und Seite B so als Beobachter?
00:12:58: Ich setze noch einen Satz davor.
00:13:00: ich hatte damals im Jahr twohundneinzehn wir extra eine Satellitenschüssel gekauft um wieder mehr russisch zu hören, russische Sendationen also originärrussische und als der Krieg begann hat man ja in der Europäischen Union die russischen Sender sofort vom Satelliten genommen, dann bin ich auf Handy und kann jetzt über gewisse Kanäle sehen.
00:13:17: Und da gibt es drei Quellen aus denen ich mich quasi informiere neben unseren.
00:13:22: Schaue ich sehr viel den Sender TV.
00:13:24: Rainer heißt Kanal Deutschland.
00:13:25: das ist der Sender der einzige Unabhängige der mit Beginn des Krieges aus Russland ins XT gegangen ist.
00:13:31: sie senden jetzt aus Holland vor allem Und ich schaue natürlich auch die Sender aus Russland an.
00:13:36: Meine Cousine ist selber Moderatorin bei einem Fernsehsender in Moskau.
00:13:40: Ach was?
00:13:40: Eine politische Sendung, ja sie heißt Mirj Dricirm und ist auf dem Kanal.
00:13:45: Sie wird es da also... Ich schaure ihre Sendungen an aber ich schau auch andere an zum Beispiel auf dem Sender NTW.
00:13:51: Da gibt's eine Sendung die heißt Treffpunkt Mirstef Strecke weil da ist noch ein wenig mehr Diskussion.
00:13:56: Es ist immer so einer quasi der Pseudo gegen die Meinung schwimmt und fünf die auf ihn zudreschen.
00:14:02: Ich weiß, da ist viel Propaganda.
00:14:05: Dann schaue ich abends den Sender-TV Rain an auf Russisch der aus Holland sendet, der natürlich voll gegen Russland und Putin ist.
00:14:12: Habt ihr die Gegenmeinung?
00:14:13: Zwischendurch sehe ich bei uns diese Oberflächlichkeit.
00:14:16: Und so will ich mir aber im Prinzip zwischen der russischen Propagandas und dem was sich da auf dem Gegenkanal sehen in Bild.
00:14:22: Immer wenn ich das russische Fernsehen einschalte seh' ich vor allem wie die Ukraine in russische Wohnhäuser reinschießt ja in grenznahen Gebieten oder wenn Drohnen Richtung Moskau fliegen.
00:14:32: Wenn ich unsere oder die anderen sehe, sehe ich natürlich die stimmenden russischen Angriffe auf die Ukraine.
00:14:37: Und ich muss betonen das Russland der Agressor ist keine Frage.
00:14:40: aber ich will nur sagen wie ich es sehe.
00:14:42: und dann denke ich mir warum zeigt man bei uns nicht auch die ukrainischen Angriffen?
00:14:47: Warum zeigt man nicht im russischem Fernsehen mehr auch die eigenen russische auf die ukraine?
00:14:51: Im russischer Fernsehen sagt man ja wir haben geschossen Wir haben Energianlagen getroffen, wir haben das getroffen.
00:14:57: Da zeigt man nicht die Wohnhäuser!
00:14:58: Wenn ich dann die ukrainische Seite sehe, dann sagt man ja, wir habe das und das beschossen... ...und dann zeigen wir auch keine Wohnhäuser.
00:15:06: Und jetzt hab' ich vor ein paar Tagen gesehen eben dass auch eine ukrainischer Einschlag hat einen Öltanker da getroffen.
00:15:11: im Schwarzen Meer ist eine riesen Umweltkatastrophe in Russland jetzt da gerade weil der Öl ausläuft in großen Mengen.
00:15:17: und ich frag mich warum zeigen wir es nicht auch?
00:15:20: Wir können dann eine klare Haltung sagen und können immer sagen, dass Russland der Aggressor ist.
00:15:24: Das sagen wir ja sehr oft.
00:15:25: Aber warum zeigen wir nicht auch wie die Ukraine sich da wert oder wie sie sich vielleicht auch manchmal übers Ziel hinauswert?
00:15:31: Warum lassen wir das nicht zu?
00:15:32: Weil wir haben doch hier die Freiheit denke ich.
00:15:34: Unsere Medien sind da frei!
00:15:36: Wir werden doch nicht gelenkt.
00:15:37: Warum lassen weh dann die innere Schere zu?
00:15:40: Ist meine private Meinung.
00:15:41: Ja interessant was sind das für ukrainische Medien, die du dir so anhörst?
00:15:46: also
00:15:46: das sind ich muss korrekt dabei sagen russischsprachige die sehr viel ukrainische Experten zu Gast haben.
00:15:51: Das ist ja Sender TV Rain, auf Russisch und ukrainisch selbst verstehe ich wenig, aber dort wird es sehr viele aus ukrainischen Fernsehsenden.
00:15:58: Was
00:15:58: ist der Unterschied zwischen russisch- und ukranisch jetzt für so einen blöden deutschen wie mir?
00:16:02: Ja!
00:16:02: Ich
00:16:02: würde fast vielleicht so ähnlich setzen wie Deutsch-Hollandisch.
00:16:05: Du verstehst einige Worte, ich verstehe vielleicht jedes fünfte sechste siebte Wort, aber nicht ganz im Zusammenhang.
00:16:10: Es ist ein großer Dialektunterschied.
00:16:12: also auf jeden Fall da gibt's doch Worte die sind ganz anders, einige sind gleich... Aber es sind ganz anders.
00:16:17: Dazu muss man aber sagen, dass natürlich die meisten in der Ukraine Russisch sprechen nur.
00:16:21: Die offiziellen Politiker sprechen jetzt natürlich aus diesen politischen Gründen nicht russisch.
00:16:27: Zelenski zum Beispiel habe ich noch in meiner Jugend und meinen jungen Jahren als Komedian im russischen Fernsehen gesehen.
00:16:33: Der hatte ja da einen regelmäßigen Auftritt!
00:16:35: In der Samstagabend Comedy Show in dem Kanal das heißt Kanal KBN.
00:16:43: hier ist das Club Klub der lustigen menschen.
00:16:46: so net war lief samstag abends immer und da war ja selenski einer der komedien.
00:16:51: Also sowas wie die samstag nacht gab es auch im russischen
00:16:55: städt ihr vor steffan.
00:16:57: rav mürko noncheft.
00:16:58: einer von denen wird plötzlich präsent eines landes eines anderen, und du fürst krieg gegen ihn ja.
00:17:03: Russland betrachtet den bis heute noch als nicht so ganz adäquat wie man so sagt.
00:17:08: Da wird immer so als chmedienvorgehalten hat der spinner Der ist doch ebischen, na?
00:17:12: Ist noch narkotik und so weiter.
00:17:14: Das wird dann immer abwertend gebracht weil man ihn natürlich auch vorsichtig hat als den Schauspieler.
00:17:21: Und bei allem wie man ihn betrachtet er ist natürlich medial sehr erfahren.
00:17:25: Wenn du fürs Fernsehen gearbeitet hast wenn du hinter dir große ja auch Milliardäre hast die dich finanzieren Dann weißt du genau wie du auch gut Botschaften rüberbringen kannst und Siedenski ist ja ein Meister dessen.
00:17:36: Er macht das wirklich sehr sehr gut von der professionellen Sicht jedenfalls.
00:17:42: Und jetzt meine Frage an dich, wo du ja so quasi zwischen den Stühlen stehst?
00:17:49: also du stehst quasi zwischen drei Stüheln dem russischen im ukrainischen und dem deutschen in der Mitte irgendwo?
00:17:55: Ich
00:17:55: stehe zwischendurch und ich komme mir vor wie wieder in meiner Jugend als ich in der DDR lebte und ich wusste das ist ganz ganz viel Propaganda bei uns.
00:18:02: Du hast diese Meinung aber hörst natürlich die Stimme der Freiheit des Rias.
00:18:05: Ja und du bildest dir eine Meinung Aus dem, was du drüben hörst und was du hier erlebst in der DDR.
00:18:11: Und jetzt bild ich mir eine Meinung aus dem, das ich zum einen im Fernsehen sehe... ...hier wie drübem!
00:18:17: Und aus dem was sich in Russland selber erlebe wenn ich in Russlands bin.
00:18:21: Das ist verdammt schwer und ich versuche immer hoffentlich objektiv zu sein.
00:18:25: Wie gesagt verstehe mich richtig, ich bin gegen diesen Krieg jeder auch ne?
00:18:29: Aber in dem Moment wo ich sage Es gab auch Fehler auf der anderen Seite.
00:18:33: Heißt es ja nicht, dass ich etwas relativiere?
00:18:35: Ich versuche nur objektiv zu sein und mich ärgert es wahnsinnig wenn bei uns eben zu einseitig berichtet wird obwohl wir alle Möglichkeiten hätten.
00:18:43: Nur einen Beispiel im russischen Fernsehen die werden wahnsinnigt intensiv unsere Medien aus.
00:18:47: wie oft dich da Einblendungen von Markus Landsee oder anderen Trauklos immer wenn denen was passt als immer wenn den ein Fragment eines Otrums passt.
00:18:55: das bringen sie dann auch ganz WeltTV Bild TV Ganz viel wird er gebracht.
00:19:00: So was vermisse ich bei uns?
00:19:01: eine Analyse des russischen Fernsehens.
00:19:02: Wir könnten ja auch ein paar Töne bringen, die uns wiederum passen würden.
00:19:05: Ja das gibt es tatsache und zwar bei Arte.
00:19:09: Arte-Tracks East heißt das Format kann man auf YouTube gucken Und da seht ihr wirklich russische Talksendungen.
00:19:19: Das ist sehr lustig sich das anzugucken So wie du das sagst, man hört sich das an und denkst so was ist denn das für ein Ausschnitt?
00:19:29: Man muss dazusagen Philipp die sind wahnsinnig emotional deren Talkshows.
00:19:32: Die haben einen gewissen Unterhaltungswert selbst wenn es um ernste Themen geht.
00:19:35: weiter immer werde ich hier streiten und zwar nicht nur weil die gegensätzlichen Meinungen sind die streiten manchmal um die Sache.
00:19:39: Sie sind alle eher auf Seite Putins aber der eine will es so, der andere so oder andere so und da streiten sie sich.
00:19:45: also du hast da eine Emotionalität Und der Moderator ist halt nie neutral.
00:19:49: Der hat immer eine Meinung, ne?
00:19:50: Er drischt auf den ein oder drisht auf den anderen ein und das ist was ich immer so als unterhaltsam sehe jetzt mal im rein unterhaltenen Effekt.
00:19:58: aber Ich finde da kann man sehr viel lernen.
00:20:01: wenn man dann wieder bei uns einen Talkshow anschaut wo der Moderat begrüßt ihn, dann ist er dran, dann noch der Moderato schönen Dank Dann wirkt es wiederum etwas langweilig.
00:20:12: Du meinst du verstehst was ich meine
00:20:16: Der Unterhaltungseffekt, der muss schon da sein auf gut deutschem russischen Fernsehen.
00:20:20: Die ist natürlich auch emotionaler, da wird ins Wort reingefallen und sehr laut gesprochen.
00:20:24: Da wird sich gestritten oft in einer Richtung aber in unterschiedlichen Aspekten.
00:20:30: Die Einsamen, die Ukraine ist in drei Monaten klein, sagt der andere Nein!
00:20:33: Die ist noch ein halbes Jahr oder so ... Ja, noch nicht.
00:20:37: Also weißt du?
00:20:38: In dieser Rechnung wird gestritten.
00:20:39: die analysieren sehr viel und sagen voraus was da und da passiert kann und wie lange März es durchhält und wie lang Schwamm von was dann passiert.
00:20:47: also wir denken wahnsinnig viel für uns.
00:20:49: jetzt mal rein.
00:20:50: Was mich
00:20:51: natürlich jetzt interessiert Du bist medienschaffend aktiv ja hauptberuflich bei der Handwerkszeitung.
00:20:57: bei der handwerkskammer werden wir gleich nach dem nächsten Stückchen Musik auch drüber reden.
00:21:01: aber jetzt reißt ab und zu mal besuchst du deine Familie.
00:21:05: Wie wird denn mit dir umgegangen?
00:21:07: Als Medienschaffender, wenn ihr doch sicherlich ein bisschen kritischer draufgucken oder nicht das... Oder hast du es gar nicht angegeben.
00:21:14: Weil wie läuft das?
00:21:14: Ich heiße
00:21:15: da als Privatperson.
00:21:17: Aber nicht dass sie dir mal auf die Striche kommen und sagen was ist denn mit ihnen los?
00:21:20: Was ist denn der Agent?
00:21:22: Nee
00:21:22: ich mach ja wirklich, ich mache weder Kriegsbericht oder noch redig mit jemanden, den wir irgendwie intern haben.
00:21:27: Ich bin ja eher jemand, der die Menschen dort trifft.
00:21:29: also bin wirklich jemand der privat einreist hab Sendungen gemacht aber immer im Kontext des privaten und das ist eher sogar in deren Interesse.
00:21:37: Ich war zum Beispiel in einem bayerischen Bierhaus, im Paulana-Bierhaus in Moskau jetzt im Dezember und habe erzählt warum es da plötzlich wie in Bayern ist.
00:21:46: Trotz des Krieges gibt es hier ein Moskauer wahnsinnig viel was... Hier im Westen auch üblich ist, also über sowas eher.
00:21:52: Ist
00:21:52: das nicht grotesk?
00:21:54: Ein bayerisches Bierhaus mit Krieg ...
00:21:58: Es gibt drei allein bayerische Bierhäuser.
00:22:00: Es gibt große Handelsketten und alles Mögliche!
00:22:03: Aber ich habe auch sehr bewegende Gespräche beispielsweise mit einem Veteran des Zweiten Weltkrieges der jetzt hundertdrei Jahre ist, der wahnsinnig von uns Deutschen schwärmt.
00:22:12: Das ist ein bewegendes Gespräch, was mir noch unter die Haut geht.
00:22:14: Der hat drei Schlachten des zweiten Weltkriges mitgemacht, hat Deutschland besiegt hat in der DDR gedient als sowjetischer Soldat und sagt im O-Ton bei mir, ihr Deutschen seid so ein tolles Volk, es sei zu fleißig.
00:22:25: Und ich wünsche euch nur das
00:22:26: Beste."
00:22:27: Sagt er!
00:22:28: Und so gibt's ganz vielen Gästen von mir die sagen wir wünschen euch doch nur das Weste.
00:22:33: also da geht nicht um die große Politik.
00:22:35: um das menschliche muss man immer einordnen können ja... Also
00:22:38: man sollte auch jetzt nochmal... Ich muss das jetzt wieder nach Deutschland zurückholen.
00:22:42: Wir sollten vielleicht als Deutsche auch ein bisschen über Politik militär, aber dann auch dem normalen russischen Bürger unterscheiden.
00:22:51: Das wird vielleicht nicht so sehr in Russophobie verfallen?
00:22:54: Ja, fände
00:22:54: ich gut!
00:22:55: Weißt du weils?
00:22:55: die Russen haben uns nach dem Zweiten Weltkrieg sehr schnell verziehen und du weißt, die Deutschen haben sechs Millionen Tote verursacht.
00:23:02: allein in Russland also sechs Millionen Opfer des zweiten Weltkrig ist die größten Opfer von Russland Odi es ist er mit ihren Völkern gebracht hat man uns ganz schnell verziehen.
00:23:09: das geht über die menschlichen Ebene Überbildung über Austausch etc.
00:23:13: Und ich finde wir müssten mehr zivilgesellschaftliche Brücken aufbauen.
00:23:17: Ich war gestern in Berlin, hab mich sehr gefreut.
00:23:18: es gibt ja ein russisches Haus in der Friedrichstraße.
00:23:21: das war mir völlig neu in der Beziehung.
00:23:23: wir kamen fast die Trainer sich da rein bin und dachte hoffentlich bleibt das noch so und hoffentlich gibt's da irgendeine Ebene dass man über die Kultur zueinander kommt weil Tchaikovsky ist zeitlos.
00:23:32: um den Moskau wird alles gespielt was auch hier im Westen an populärer Klassik an Literatur ist und ich hoffe hoffe dass es bei uns auch so ist.
00:23:41: Ja, sehr interessantes schweres Thema.
00:23:43: Das können wir natürlich gar nicht in der Tiefe hier im Time-Forum abbilden aber ma sind anderen Einblick von einem Menschen der Eise zwischen diesen berühmten drei Stühlen sitzt.
00:23:54: Das war wirklich spannend.
00:23:56: So nach dem nächsten Break geht es aber auch mal um deine Tätigkeit, tatsache deine Hauptberufliche Tätigkeiten für die Handwerkszeitung weil ich finde das total spannend was du da machst als quasi auch Handwerker mal diese Seite zu beleuchen.
00:24:10: Meinungen sind wie Arschlicher!
00:24:11: Hedermann hat eins.
00:24:23: Du bei der Handwerkzeitung, wie darf ich mir denn das vorstellen?
00:24:26: quasi wieder journalistisch tätig.
00:24:29: Und diesmal geht es um die Handwerker und die Belange der Handwerke für die Handwerkkammer.
00:24:34: Genau, ich arbeite bei der Handwerkskammer.
00:24:35: Da ist ein großer Teil der Arbeit.
00:24:37: Die Handwerksseitung kriegt ja jede Handwerka hier auch in Berlin-Brandenburgs hier.
00:24:41: Und da gibt es drei Seiten, die bei uns gemacht werden.
00:24:43: Mein lieber Kollege Jens Christoph Oelrich produziert die Bayernseite als alle Themen, die mit Staatsregierung und bayerischen Landesverwendungshandwerken zu tun haben.
00:24:52: Und ich bin dann derjenige, der viel auch über unser Haus berichtet.
00:24:55: Über Angebote für Handwerker aber auch Handwerke vorstellt.
00:24:58: Großes Thema auch Erasmus Plus.
00:25:00: Du weißt ja Gesellen, aber vor allem Azubis können ins Ausland gehen und das sind kleine Geschichten die ich dann mache für Print.
00:25:06: wir haben auch einen kleinen Podcast Ja, das ist das quasi Brotgeschäft um sich auch so ein Luxus wie die Radio Reise leisten zu können.
00:25:15: Wir verabschieden uns jetzt mal an dieser Stelle für die On The On Air zuhörer.
00:25:19: In der MBDIT können Sie aber quasi dann ja gleich noch den Rest weiter hören von unserem Gespräch, das ist ja immer hoch interessant.
00:25:27: Jetzt gibt es die Nachrichten!
00:25:29: Genau deswegen sage ich mal Tschüss allen Alex-Hörern.
00:25:31: und auch Weiterhören auf Alexverdien.
00:25:33: Ja genau so machen wir das So.
00:25:37: Jetzt sind wir quasi Mediathekbereich mein lieber, also du machst mit jemanden zusammen die Zeitung oder wie darf ich mir das vorstellen?
00:25:44: Wir sind die Pressestelle der Handwerkskammer und da ist die Aufgabe unter anderem eben die Handwerkzeitungen zu betreuen.
00:25:49: Und mein Kollege macht eine Landesseite, ich mache die beiden Kammerseiten und die erscheinen jede zwei Wochen und die Handwerkzeitung selber wird in einem Verlag in Wirshofen gedruckt und dann noch ein großer Mantel hinzukommt Und diese Handwerkszeitung ist in mehreren Bundesländern dann verfügbar, andere Bundesländer bekommen das Handwerkesblatt.
00:26:07: Ich weiß gar nicht wer in Berlin das bekommt.
00:26:08: wie das heißt?
00:26:09: Das kannst du vielleicht sogar als Urmacher noch wissen welche Zeitung du bekommen hast.
00:26:13: Das war die Handwerkszeitung, ja.
00:26:16: Einmal im Quartal gab's die eine sehr teure Zeitung für den
00:26:20: Alex Kammerbeitrag!
00:26:21: Nee, nee, die
00:26:22: ist kostenfrei, muss ich jetzt sagen... Ach
00:26:23: so?
00:26:23: Die kriegst du als Fichtorgan.
00:26:26: Du meinst ah, du meinst das Handwerkjournal oder ein anderes?
00:26:30: Naja, ne, du hast sie dann irgendwie zugeschickt
00:26:32: gekriegt?!
00:26:35: Du kriegst sie zwar kostenlos, aber man merkt ja die Handwerkskammer sonst nicht so viel.
00:26:41: Okay das ist eine sehr tore Zeitung für die so zu viel tausend Euro im Jahr, was du dann auf die Stöcke
00:26:47: kriegest.
00:26:48: Dass man sagt okay, was hat man von der Handwerkkammern?
00:26:51: Die Zeitungen gibt es schon mal wenigstens.
00:26:53: Natürlich wenn man sich mehr mit dem ganzen...
00:26:57: Viele Seminare
00:26:59: weiterbildungen.
00:27:02: Zentberatung
00:27:02: etc.
00:27:03: Und da bist du als kleiner Handwerker, wie du es vielleicht warst.
00:27:06: Das hast du nun mindestens beitragen.
00:27:07: Hundertsechzig
00:27:08: Euro waren's!
00:27:09: Ja ja das ging dann noch.
00:27:10: Das war machbar, ne?
00:27:12: Musste aber immer brav einreichen was du verdient hast nicht dass du deine Markt zu viel kriegst.
00:27:18: Aber naja, zu viel kann
00:27:20: man nie verdienen.
00:27:21: Günstiger ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk
00:27:25: hier.
00:27:26: Na ja gut, öffentlich- rechtlich und bezahlt jeder die achtzehn Euro und sechsneißig... Da ist bei der Handwerkskammer das was Prozentuales, ne?
00:27:33: Das ist ein bisschen schon etwas anderes.
00:27:35: Wie lange machst du das jetzt für die Handwerker?
00:27:37: Sieben Jahre.
00:27:38: ich war davor in der Wirtschaftsredaktion für die Lokalradios und die waren wie Savide.
00:27:42: deswegen sind von Kontakt getreten.
00:27:43: aber bin seit sieben Jahren bei der handwerksgramma aber bin Seit fünfzehn Jahren quasi mehr oder weniger Wirtschafts redakteur oder seit zwanzig jahren wirtschafts Redakteur.
00:27:52: also hat für die lokal radio so Wirtschaftsthemen aufgegriffen immer im engen Format, zwanzig Sekunden, dreißig Sekunde Aufsage.
00:27:59: Oh mein Gott!
00:27:59: Über Siemens ist das nicht hart... Das
00:28:01: ist echt heftig.
00:28:03: Aber auf der anderen Seite, ich finde es auch gut wenn man das einmal gelernt hat dann wirklich auf den Punkt die Nachricht schnell zusammenzufassen.
00:28:11: Ich
00:28:11: bewundere die Leute hier, wenn sie das machen weil das so unfassbar schwierig Wenn man das noch nicht so beherrscht.
00:28:19: Es muss man auch echt üben ohne ändern.
00:28:20: Das
00:28:21: muss man üben, da hatte ich auch eine sehr harte Schule als ich bei Radio PSR in Sachsen beim Radio begann dieses knappe Formulieren dieses sehr trockene Mir war's nur irgendwann immer so unangähmig habe mit Leuten Interviews gemacht Und dann kam daraus acht Sekunden.
00:28:33: Jetzt in der Radio-Reise wiederum fühle ich mich so frei, da kommt wirklich eins zu eins das Gespräch, wir haben ja so fünf Minuten etappen mal neun und damals immer so acht Sekunde aus.
00:28:42: irgendwas war mir so unangenehm irgendwie also dass man die denken ich bin ganz blöd oder ich bin so undankbar aber...und ich war immer schon an der Grenze, die haben mir in der Redaktion gesagt deine Aufsage sind zwei Sekunden zu lang!
00:28:53: Aber ist es nicht schlimm Philipp?
00:28:55: Jede Sekunde wurde gefeilt.
00:28:56: Ich glaube Das ist aber wiederum ein sehr schöner Bogen, auch so zum Abschluss der Sendung.
00:29:02: Warum machen wir sowas wie Bürgerfunk, Lokalfunk?
00:29:09: Wo man eigentlich kein Geld verdient.
00:29:11: und warum haben wir so eine Liebe dazu diese Sachen?
00:29:15: das einer mit dem verdient man seine Miete nicht des anderes.
00:29:19: Aber womit man einfach nochmal zeigt auch manchmal Kollegen gegenüber ist egal was was man eigentlich machen kann mit dem Medium.
00:29:27: Und ich denke Sendungen wie Deine, wie meine, wer sich interessiert wird reinhören.
00:29:31: Da ist es eben auch egal ob man jetzt zwei Minuten oder eins-dreißig oder vier Minuten spricht.
00:29:34: Es kann eins dreißig langweilig sein bei Moderationen bei denen das Wetter vor der Studiotür gilt Ja aber es können vier Minuten viel zu kurz sein für ein spannendes Thema.
00:29:43: Ich denke es muss gut gemacht werden.
00:29:45: Auch da bin ich wieder so'n Kind des Rias.
00:29:48: Es muss diese natürliche Ansprechweise sein.
00:29:50: Ich weiß nicht wie's dir geht.
00:29:51: Ich kenn einige Moderatoren die sind an sich ganz ordinäre.
00:29:54: Ich sag's als wirklich normale Menschen Eher banal, sie sind eher graue Mäuse.
00:29:59: Aber spielen auch eher den lustigen Max.
00:30:02: und ich denke das hört man raus wenn man sich verstellt.
00:30:04: Findest
00:30:05: du's auch?
00:30:05: Ja ja da ist was dran.
00:30:07: Und da hab' ich innerlich einen Wurm.
00:30:10: also mich ärger das so wenn sich Leute zu verstellen.
00:30:13: Ich denke es hört man heraus.
00:30:14: und warum muss man sich lustiger machen als man ist?
00:30:16: Wobei die besonders lustigen Leute... Das muss man noch dazu sagen haben eine sehr sehr tiefe Seite.
00:30:24: ne Also teilweise hochstudiert oder sehr kulturell versiert.
00:30:30: Da kenne ich einen Moderate, wo ich immer gedacht habe meine Fresse das ist so ein witziger Typ also wirklich natürlich auch witzig.
00:30:38: aber dann merkst du man oh ne ne der war in seinem früheren Leben Lehrer Musiklehrer hat auch Musik studiert Hat einen riesigen Kosmos als Fundament darunter.
00:30:49: Der ist privat auch lustig Aber Du kannst auch mit ihm Ähm, ernst reden.
00:30:53: Das ist noch lustig!
00:30:54: Du musst halt aber auch privat lustig sein können... ...aber wenn du privat an sich schüchtern bist und überhaupt nicht lustig... Ja das ja.
00:30:59: Aber wer spielst?
00:31:00: Da kenne ich wirklich Leute allgemein gesagt jetzt mal.
00:31:04: Das baut dann hier so einen Widerstand auf.
00:31:06: Ja, ja, ja.
00:31:08: Man soll bitte, dieses Wort authentisch ist leider so ausgelutscht, ne?
00:31:13: Aber irgendwie soll es doch bitte sein.
00:31:15: Ich ne?
00:31:16: Hört deswegen auch nur Sender und Moderatoren, die authentisch sind.
00:31:19: Die jetzt ... wie du und ich?
00:31:20: Wir sind keine Thomas Gottschalks.
00:31:23: Möchtest nicht sein aber ja!
00:31:24: Nein,
00:31:24: das musst du können.
00:31:25: Und wenn sehr auf Druck gesprochen wird, wenn Leute eine Maschine reden oder im Stakrator reden... Oder wenn mein heißt geliebtes Sonntagsritze von einem Moderator geführt wird wo ich denke der hat aber das Sprechen noch nicht gelernt dann wohmt es mich wirklich in negativen Sinne
00:31:44: Mensch, so bleibst du also dem Radio über die Radio-Reise und deiner Planenkiste trotzdem verbunden.
00:31:49: Obwohl es... Willste da mal wieder zurück ins Radio?
00:31:52: Wie ist das?
00:31:53: Ich glaube, das ist schon zu spät.
00:31:54: Da bin ich auch schon zu alt.
00:31:56: Ich bin vor zehn Jahren aus dem aktiven Radio mehr oder weniger raus.
00:31:59: Da war ich schon einer der ältesten.
00:32:01: Da brauchen wir nicht mehr solche alten Hasen wie mich.
00:32:03: Also gerade im Privatfunk.
00:32:04: Es ist leider so.
00:32:06: Nee, da zieht's mich nicht zurück.
00:32:07: So schön es jetzt auch ist aber leider nicht.
00:32:09: da habe ich zu viel Negatives erlebt Philippe.
00:32:12: Zu viele Rückstärke zu viele Ungerechtigkeiten, zu viele Schmerzen auch.
00:32:16: Das war nicht alles sehr schön.
00:32:18: Deswegen ist das schön wenn wir es so machen wie wir beide nebenbei tun.
00:32:22: Okay zum Abschluss der Sendung noch eine wichtige Frage bist du der Meinung Radio also für gewisse Leute manchmal schalten ist ja wirklich ewig durch aber Ist auch wirklich nur etwas für eine gewisse Zeit eine Dekade oder sollte man vielleicht nicht unbedingt sein ganzes Leben lang machen?
00:32:41: Wenn du siehst aus Sicht eines jetzt jungen Radiomachers, würde ich sagen.
00:32:44: Pass auf ob du dann noch zur Rente arbeiten kannst.
00:32:46: ja also Leider ist wechseln ja viele auch in die pr Die aus dem radio kommen das radio selber.
00:32:52: Ich hoffe auch wenn die übertragungsform sich ändern bleibt bestehen.
00:32:55: Ich habe überhaupt nichts gegen podcasts und auch deine sendung kann man ja zeitlos hören.
00:32:59: auch meine Die muss ich jetzt nicht eins zu eins gerade hören.
00:33:02: aber der effekt muss sein Du musst bei dir handgenommen werden Und du musst immer zu jemandem sprechen.
00:33:07: ich stelle mir immer gerade jemand vor der auf einem Sofa sitzt und ja eine Schrankwand hat wie meine Eltern, da sind oben zwei Lautsprecher zwischen den Birkrügen.
00:33:14: Und da schalt das runter oder der hört die jetzt gerade in der Küche.
00:33:18: also du musst dir einen vorstellen zu dem wir sprichst als ob du jetzt eins zu eins zu ihm sprichste.
00:33:22: aber dann hast du diesen Radio Effekt egal ob es jetzt als Podcast ist oder als Live Sendung.
00:33:28: was für ein wunderschöner Abschluss.
00:33:29: Satz Alexander vielen vielen lieben Dank fürs kommen dass wir uns auch mal endlich so live gesehen haben.
00:33:35: wir beide
00:33:36: Eine große Ehre war's mir.
00:33:38: Mit dir war es eine große Ehra und hoffentlich bis bald mal irgendwie in einem südlichen Gefälde, weißt du?
00:33:44: Ich komme mich gerne besuchen.
00:33:45: ich komme so schnell wie möglich zurück nach Berlin.
00:33:48: wir werden uns hören und Es hat so Spaß gemacht mit dem sich richtig Lust bekommen habe auf mehr Radio
00:34:16: In der Medienhölle.
00:34:21: Ausgabe Nummer fünf konnte ich sie schon einstimmen auf die Geburtsersfeier Achtzig Jahre Rias im Roten Rathaus am siebten Mai, zwei Tausend sechsundzwanzig.
00:34:33: Bevor ich Ihnen ein Medienhölle-Fan vorstellen darf der sich inspiriert durch diese Ausgabe vom Sieben Februar, zweitausendsechsundzwantig um einen Platz bei dieser Veranstaltung in dem Roten Präsentiere ich Ihnen jetzt einen Ausschnitt aus einer Diskussionsrunde, während der Preisverleihung geleitet vom Enker des Heute-Journal Klaus Kleber.
00:34:59: Der selbst Rias Chefredakteur war in den Jahren neunzehnhundertneunundachtzig bis neunzenhundertnundneunzig.
00:35:06: Klaus Kläber!
00:35:08: Neben NPR David?
00:35:11: It was American Journalism war der amerikanische Journalismus für uns hier in Deutschland, insbesondere für die Jungen immer ein Vorbild.
00:35:26: Wir wollten, dass jeder der eine deutsche Nachrichtensendung moderiert.
00:35:30: Entweder Peter Jennings oder Dan Rather – oder wen auch immer nach
00:35:35: Eifert.".
00:35:41: Man hat dieses Ideal!
00:35:42: Ich kann in dieser Phase auch für mich sprechen und die Art und Weise wie die amerikanische Presse mit den Themen umgeht ist ein Vorbild.
00:35:51: höflich, streng, einfach die Fakten aber auf eine gewisse elegante britisch-amerikanische Art.
00:36:01: Meine Frage an Sie – an mehr oder weniger Idole?
00:36:04: Wie steht es heute um unseren Berufsstand in Ihrem Vorbildland?
00:36:08: Erleben wir den Winter, den bevorstehenden Winter des professionellen Journalismus, des Radios und des Fernsehens?
00:36:15: Oder gibt es einen Ausweg?
00:36:17: Beginnen Sie!
00:36:19: David Ancer, seien wir ehrlich.
00:36:20: Der Journalismus in den feinlichen Staaten steckt gerade in Schwierigkeiten.
00:36:24: Er ist unter Druck wie schon erwähnt wurde.
00:36:28: Wissen Sie ich bin alt genug um direkt mit Peter Jennings und vielen anderen zusammengearbeitet zu haben, zu denen wir damals alle aufgeblickt haben.
00:36:40: Ich habe versucht, ihren Reporterstil nachzuahmen.
00:36:43: Aber ich ändere mich, nachdem ich zu CNN gewechselt war, wurde ich irgendwann live im Fernsehen nach meiner Meinung
00:36:48: gefragt.".
00:36:51: Und das macht man einfach nicht nach den Regeln des Journalismus meiner alten Schule.
00:37:00: Also ich wurde nach meiner Meinung gefragt und habe sie nicht geäußert.
00:37:05: Ich habe ausreichend geantwortet, ich habe gesagt dass es sehr kompliziert ist Und etwas anderes gesagt, einfach nicht geantwortet.
00:37:13: Die Leute wollen Fakten und sich dann ihre eigene Meinung bilden.
00:37:17: Ich erinnere mich an einen Besuch bei CNN als Tucker Carlson der auch da war vorbeikommen sagte Sie sind eine hervorragende Korrespondent für nationale Sicherheit.
00:37:25: ich glaube sie sind Republikaner.
00:37:28: ich sagte nein bin ich nicht.
00:37:30: das geht sie nichts an.
00:37:32: nun das spielt keine Rolle denn ich bin mit ihrer Berichterstattung zufrieden.
00:37:35: gut vielen Dank Tucker Aber damals konnte niemand sagen, welcher Partei ich angehörte und ich gehöre doch keiner an.
00:37:42: Ich war parteilos!
00:37:44: Dieses ganze Konzept von Journalismus hat sich verändert, denn durch Kabelfernsehen und Internet gibt es so viele verschiedene Meinungen und Ansichten.
00:37:54: Das Publikum hat sich in verschiedenen Gruppen aufgeteilt Und wir sind zu einer sehr gespaltenen Nation geworden.
00:38:01: Das selbe gilt für so viele andere Länder der Welt und das ist eine Herausforderung für den gesamten Journalismus.
00:38:12: Für alle Medien, ganz sicher!
00:38:14: Klaus Kleber, besonders in Deutschland.
00:38:17: David Enzer diese Spaltung der Bevölkerung in oft verärgerte getrennte Gruppen.
00:38:22: Klaus-Kleber?
00:38:24: Ich frage mich ob sie meinen Eindruck teilen den ich über viele Jahre hinweg in den amerikanischen Medien gewonnen habe, ihnen dass es dort eine Trennung zwischen Berichterstattung und Meinungsäußerungen gibt.
00:38:39: Diese ist schärfer als in unserer deutschen Radio- und Fernsehkultur.
00:38:43: Würden Sie dem zustimmen?
00:38:45: Früher war es so, ich meine, es überrascht deutsche Journalisten immer wieder wenn sie amerikanische Redaktionsräume besuchen das die Meinungsredaktion buchstäblich in einem anderen Gebäude untergebracht war.
00:38:57: In der alten Washington Post waren sie in verschiedenen Gebäuden oder auf verschiedenen Etagen untergebracht, sodass Sie nicht zusammenarbeiten konnten.
00:39:05: Und hier in Deutschland ist es Tradition und das mag die Amerikaner überraschen – dass man manchmal einen Bericht schreibt und dann einen Meinungsbeitrag zu den Fakten verfasst, die man in seinem Bericht präsentiert
00:39:15: hat.".
00:39:21: Ich freue mich sehr, dass der Peter Thiel Podcast ausgezeichnet wurde.
00:39:25: Das ist fantastisch und ich weiß das wir noch nicht mit der deutschen Bälle gesprochen haben.
00:39:29: könnten Sie das bitte ins Englische übersetzen?
00:39:32: Ich finde dieser Podcast sollte in den Vereinigten Staaten gehört werden.
00:39:36: Applaus!
00:39:41: Aber damit beantworte ich ja Ihre Frage.
00:39:50: Ich denke, das gefährlichste an Meinungsbeiträgen sind die Algorithmen und Social Media Plattformen.
00:39:56: Die Leuten wie Peter Thiel gehören – sie haben viel mehr Kontrolle darüber was die Leute in ihren Social Media Feats sehen als die Trennung zwischen Meinungsseiten und dem Rest der
00:40:06: Zeitung.".
00:40:11: Ich glaube, das ist die neue Bedrohung wenn es um die Vermischung von Reportagen und Meinungsbeiträgen geht.
00:40:17: Es geht aber noch weiter denn das wäre eine Diskussion über das Format.
00:40:21: Aber es geht darüber hinaus weil die Konsumenten nicht mehr entscheiden ob sie eine Meinungsseite lesen oder einen Bericht hören wollen.
00:40:29: Sie bekommen einfach etwas vorgesetzt Und in diesem vergifteten völlig polarisierten Land In dem im Grunde alles als Meinung gilt Weil Fakten nicht mehr als solche wahrgenommen werden, ist das einfach nur gefährlich.
00:40:45: Ja!
00:40:46: Das wäre meine ausführliche Antwort auf Ihre kurze Frage.
00:41:00: Die andere Sache ist, dass meine Erfahrung beim Rias die immerhin eine amerikanische Institution in Deutschland war.
00:41:06: Sehr überraschend war!
00:41:08: Ich habe erwähnt, dass es im Jahr nine und achtundneunzig war – einer sehr wichtige Zeit.
00:41:12: Ich war Chefredakteur und Harry Gilmore Der Missionschiff der Amerikaner hier in Berlin hatte natürlich Einfluss auf seinen Rias Mitten in der Debatte um die Wiedervereinigung, ja oder nein und wie?
00:41:31: So traf ich ihn irgendwann.
00:41:33: Ich sagte Harry!
00:41:34: Ich bin der Chef-Redakteur.
00:41:36: Wie kommt es – Sie vertreten hier die Vereinigten Staaten – wie kommt es dass sie nie auf mich zugekommen sind oder haben mich einbestellt um mit mir die Inhalte unserer Berichterstattung und Meinungsbeiträge zu besprechen.
00:41:49: Ich habe kein Wort von Ihnen gehört, und da sind doch wichtige Zeiten nicht wahr?
00:41:53: Er antwortete nun es ist nicht meine Aufgabe darauf zu achten dass Sie der amerikanischen politischen Linie folgen.
00:42:00: Meine Aufgabe ist es das sie Journalismus auf amerikanische Art betreiben und das bedeutet dass sich die Regierung heraushält.
00:42:09: Das war ein Schlüsselerlebnis in meiner amerikanischem Ausbildung.
00:42:12: Natürlich würde Donald Trump keine Sekunde zögern, Einfluss zu nehmen.
00:42:16: Richtig?
00:42:18: David Volkenpflig?
00:42:19: nun nicht meine.
00:42:20: denken Sie mal darüber nach, worüber sie reden denn ich denke das Wichtigste ist es schwingt zwar in unseren Aussagen mit aber nicht immer explizit formuliert.
00:42:27: was der Rias gemacht hat Voice of America und die DW noch tun ist Nachrichten zu liefern oft zu Zeiten oder in Ländern in denen eine freie Presse nicht verfügbar ist oder verboten ist.
00:42:41: Gleichzeitig zeigen sie, wie eine pluralistische demokratische Gesellschaft aussehen kann.
00:42:46: Sie machen deutlich, hey manchmal berichten wir auch über schwierige Zeiten in unserem Land.
00:42:51: Das gehört zu unserer Berichterstattung.
00:42:53: Hey manchmal steht die Regierung schlechter?
00:42:57: Auch das gehört zur unsere Berichter-Stattung!
00:42:59: Wir lassen auch abweichende Meinungen zum Bord kommen.
00:43:04: Tatsächlich sogar häufig.
00:43:05: Stimmen außerhalb der Regierung von Menschen auf der Straße – auch das gehört zu unseren Berichtersstattungen.
00:43:10: Wir zeigen wie eine demokratische Gesellschaft aussieht.
00:43:15: Das ist die Art von Soft Power, von der David Anser spricht.
00:43:18: Denn sie signalisiert – wir liefern euch nicht nur Informationen Leute!
00:43:22: Das ist ein sehr ansprechender Blick darauf wie eine Gesellschaft aussehen kann.
00:43:26: Es geht nicht nur darum was einem vorgegeben wird sondern auch darum was man im Herzen fühlt Und ich denke genau darin liegt die Stärke vom Rias Von der Voice of America in vielerlei Hinsicht und von NPA wenn auch aus einer anderen Perspektive.
00:43:41: Wir sind ein privates Unternehmen und haben das es die Vergangenheit von der Bundesregierung erhalten.
00:43:46: Als privates Unternehmen mit Sitz in Washington, DC gehört es zu unserer Mission und unsere Modelle beides gleichzeitig zu tun ohne dass uns jemand vorschreibt was wir zu tun haben nicht wahr?
00:43:57: Im Fall von Voice of America heißt das nicht dass es keine sorgfältig gekennzeichneten Leitartikel geben könnte.
00:44:03: Das ist Teil der Eintrittskarte.
00:44:05: man isst eine staatliche Einrichtung aber diese Unterscheidung wird anerkannt.
00:44:09: ich denke in den USA gibt es diese Spannung die sie beschreiben Meinungsfreiheit.
00:44:13: Wir alle wollen mitreden.
00:44:15: Wir wollen großartige Podcasts getragen von einer Stimme, manchmal entwickelt sich daraus eine Erzählrichtung auch wenn es nicht um eine ideologische Position handelt.
00:44:24: Das ist für viele eine feine Unterscheidung aber ich denke sie ist wichtig.
00:44:28: Viele Zeitungen in den USA verzichten zunehmend auf Letter-Tickle Wie beispielsweise die Washington Post, die dies etwa zehn Tage vor den Wahlen im Jahr zwei Tausend vierundzwanzig tat.
00:44:41: Generell sagen Zeitungen jedoch wir sollten den Menschen nicht mehr so sehr vorschreiben was sie denken sollen selbst in unseren Leitartikeln.
00:44:49: Dank des Internets dank der Kabelnarrichensender die selbst auf CNN zunehmend von Meinungen dominiert werden und dank der sozialen Medien wo Algorithmen uns sagen was wir hören und sehen wollen.
00:45:00: Meinungen eben Klaus Kleber, und dennoch David lassen Sie mich sie mit einer Beobachtung konfrontieren.
00:45:09: Ich denke wir müssen uns selbst kritisch hinterfragen denn es muss Gründe geben warum große Teile des Publikums uns nicht mehr folgen.
00:45:21: Sie glauben uns nichtmehr!
00:45:23: Und wie immer ist Amerika in diesen Entwicklungen um einiges voraus und das sage ich mit großer Sorge und ... Ich hatte das Glück, in all den Jahren die ich in Amerika verbracht habe wirklich aus allen fünfzig Bundesstaaten zu berechnen.
00:45:43: Und die ländlichen Gebiete spielten dabei natürlich die größte Rolle.
00:45:47: Ich erinnere mich an Begegnungen mit Menschen, die in gewisser Weise einfach nicht auf dem neuesten Stand waren – Menschen, diese Dinge.
00:46:05: Und ich hatte den Eindruck, dass die Medien insgesamt nicht nur die Nachrichtenberichterstattung sondern auch die Fernsehserien und Hollywoodfilme ihre Lebenswelten nicht mehr widerspiegeln.
00:46:20: Sie sahen nie einen Film über die Familie mit Mutter und Vater, mit zwei Geschlechtern und Kindern in denen die Frau traditionell zu Hause blieb.
00:46:32: Und an ihr Land und an Gott glaubte.
00:46:35: So etwas gab es nicht!
00:46:41: Das schien in vergangenen Zeiten gewesen zu sein und natürlich waren sie ein gefundenes Fressen für jemand, der sagte ich glaube ich sehe die Welt so wie ihr.
00:46:49: Und wir sind nicht die unverbesserlichen.
00:46:56: Wenn ihr richtig wählt im wahrsten Sinne des Wortes dann gewinnen wir.
00:47:00: das war George W Bush versprechen.
00:47:05: David Volkenflick, ich meine das ganze Versprechen des Fox-Networks und der Fox News ist dass wir fair und ausgewogen sind.
00:47:12: Wie David schon erwähnt hat Wir sind fair und ausgewogen Und die Implikation war und der Rest der Leute isst es nicht Klaus Kleber?
00:47:20: Genau Aber so viele Menschen glauben es weil sie sich kulturell zurückgelassen fühlten.
00:47:25: Haben wir da etwas übersehen was wir hätten angehen sollen David Volkenflick.
00:47:34: Schau, ich denke es ist Teil der Welt in der wir leben oder?
00:47:37: Gibt es doch massive demografische Veränderungen und bei Orientierungsfragen und auf welche Art und Weise Amerikaner handeln alle möglichen anderen Veränderung.
00:47:47: einiges davon ist den Amerikanern nicht schnell genug manches davon ist viel zu schnell Und ich denke die Pressegerät in Schwierigkeiten wenn sie den genauen Punkt der Geschichte festlegen will.
00:48:02: Ich glaube manchmal denken die Leute, ihr sagt uns was das Endergebnis dieser Debatte ist.
00:48:07: Aber die Debatte ist in der amerikanischen Gesellschaft noch ein Fahrt und wir müssen gemeinsam eine Lösung finden!
00:48:13: Ich denke die Presse war zeitweise sehr von sich selbst eingenommen.
00:48:16: im Fernsehen ließ sich viel Geld verdienen und so sahen sich die Sender eher als Stars und Prominente anstatt zu denken.
00:48:23: ich bin hier im Namen der Menschen unterwegs die nicht in der Lage sind oder informiert sind, selbst über diese Themen zu berichten.
00:48:34: Wir neigen dazu, uns als Vertreter der Amerikaner zu sehen die beschäftigt sind.
00:48:39: Die Arbeit Familie und andere Verpflichtungen haben.
00:48:42: Sie könnten selbst berichten aber sie beähren uns mit ihrer Zeit weil sie ein volles Leben führen und informiert sein wollen.
00:48:49: so lief es früher ab.
00:48:50: manchmal hat die Presse weniger zugehört als geredet.
00:48:54: einer der Werte des Radius ist für mich dass man Menschen mit ihren eigenen Stimmen in ihrem eigenen Tempo und ihre Art sich auszudrücken hören kann.
00:49:07: Und was ich am öffentlich-rechtlichen Rundfunk schätze, und ich bin sicher das gilt auch hier, ist dass er Geschichtenraum zur Entfaltung gibt.
00:49:16: Er lässt ihnen Zeit – und das zeugt vom
00:49:18: Respekt.".
00:49:24: Die vollständige Diskussion können Sie demnächst hier in einer grünen Medienhöllenausgabe nachhören als Medienhölle Dokument.
00:49:34: Jetzt aber noch vom Rande der Preisfreierlichkeiten, kleine Interviews eingefangen von Jürgen M. Edelmann.
00:49:41: Herr Kleber Sie vorzustellen erübrigt sich glaube ich trotzdem sagen sie vielleicht nochmal was Sie mit dem Rias verbinden und was der Rias mit Ihnen verbindet?
00:49:54: Ich bin neunzehnhundertneunachtzig nach Berlin gekommen aus zweieinhalb Jahren USA als der neue Chefredakteur von Rias Berlin, nach Lutz-Münier.
00:50:07: Das war ein gewaltiger Sprung vor allem und eine Zubutung für viele, dass da so ein junger Greenhorn aus Amerika kaum plötzlich Chefredaktor nach dieser Respektsperson ist.
00:50:18: Aber ich hatte einen riesen Glück, das ich natürlich in diesen wahnsinnig wichtigen Jahren, neun, nachtzig, neinzig hier sein durfte und viel gelernt habe – tolle Kollegen gehabt!
00:50:31: viele Schwierigkeiten auch gehabt.
00:50:32: Deswegen war meines Bleibens nicht unnötig lange und ich bin ja wieder zurückgegangen nach den USA, aber das sind die wahrscheinlich aufregendsten Jahre in meinem Reporter-Leben gewesen.
00:50:44: Vielleicht sagen Sie noch mal ein paar Worte zu dem Spirit von IAS Berlin.
00:50:49: was hat sie da besonders in ihrem journalistischen Leben bewegt?
00:50:53: Ich kam aus den USA Und war jetzt plötzlich in einem Sender, der ziemlich stark von der deutschen Bundesregierung bestimmt war.
00:51:02: Aber eben auch von unseren amerikanischen Partnern und das war mir unheimlich weil ich nicht wollte in irgendeiner staatlich kontrollierten Berichterstattung mitzumachen.
00:51:14: Dann stellte sich raus dass dieser amerikanische Geist von Unabhängigkeit des Journalismus sogar für den Chef-Diplomaten der Amerikaner in Berlin galt.
00:51:24: Die haben mich als jung Chefredakteur nie versucht zu beeindrucken oder auf irgendeine bestimmte politische Linie zu lenken.
00:51:34: Und das war eine Lektion in unabhängigem Journalismus, die ich nicht vergessen habe und die mich glaube ich auch geformt hat.
00:51:43: Haben Sie diesen freitlichen Geist auch in Ihrer Heimat Baden-Württemberg vielleicht schon vorher erlebt was den Journalismus betrifft?
00:51:50: Also ich hatte das große Glück, schließlich endlich an wichtigen Stellen arbeiten zu dürfen im ZDF für zwanzig Jahre die nach meiner Auffassung wichtigste politische Magazinsendung der Republik zu moderieren und über lange Zeit zu leiten.
00:52:09: Und ich war nicht einmal unter Druck wegen Quoten, wegen einer journalistischen oder politischen Richtung.
00:52:18: Wir haben jeden Morgen den Tag begonnen mit dem Vorsatz.
00:52:21: Wir machen heute die beste Nachrichtensendung in Deutschland und das war das Ziel, das haben wir bei Weitem nicht immer erreicht.
00:52:28: aber wir wussten dass ist es was wir wollen und von uns wurde auch nichts anderes verlangt.
00:52:33: Was haben Sie aus Amerika dann mitgebracht?
00:52:35: Was nochmal die Berichterstattung betraf?
00:52:38: Von Amerika mitgebracht?
00:52:40: Ja ich komme ja was jetzt die Medien und den Umgangmitmedien angeht aus einem anderen Amerika.
00:52:45: Ich habe den amerikanischen Journalismus mit seinen ganz großartigen Hervorbringungen wie die großen Networks oder New York Times, Los Angeles Times Washington Post Boston Globe.
00:52:57: Es ist die Liste erst so lange der Atlantic Time Magazine.
00:53:00: Sie waren alle Vorbilder in ihrer Berichterstattung und Professionalität Und das ist, wie ich mir großer Sorge sehe jetzt unter enormer Gefahr weil eine Regierung regiert, die eigentlich nur noch für uns oder gegen uns unterscheiden kann und versucht, die, die dich für sie sind auszuschalten.
00:53:21: Das ist eine Riesengefahr und das darf erstens in Amerika nicht gelingen und vor allen Dingen darf das nicht überspringen nach Deutschland.
00:53:28: Welche Perspektiven sehen Sie damit sich die Entwicklung wieder neutralisiert?
00:53:34: Es kommt jetzt sehr darauf an dass wir Journalisten Kurs halten Ideale glauben und das was wir uns vorgenommen haben.
00:53:44: Und ich glaube wenn wir das auf Dauer anbieten ohne Schaum vor dem Mund, ohne Eifer sondern einfach mit hoher Professionalität dann haben wir auf die Dauer ein Angebot zu machen mit dem die diversen Social Media Sites mit ihren Algorithmen und Finanzinteressen nicht mitkommen können.
00:54:08: Danke Ihnen für Ihre Einschätzung.
00:54:09: Herzlichen Dank, Herr Kleber.
00:54:10: Danke.
00:54:11: Horst Wendt eigentlich ein Begriff unter Rias Freunden aber vielleicht stellen Sie sich noch mal kurz vor?
00:54:18: Ja ich heiße Horst-Wendt habe fast achtunddreißig Jahre beim Rias gearbeitet war Redakteur, Moderator.
00:54:25: Hauptabteilung Politik und Zeitgeschehen und Kultur haben auch viele Musiksinnungen in dem Weih noch gemacht.
00:54:31: also beim Ries konnte man sich wunderbar entwickeln.
00:54:33: das war ein toller Sender.
00:54:34: Ich hab ihn als Kind gehört.
00:54:35: Das war immer mein Wunsch, nach dem Studium Journalist werden zu können und einen guten Job finden zu können.
00:54:41: Das war beim Rias der Fall.
00:54:42: Nach einem halben Jahr freier Mitarbeiter bekam ich eine Planstelle, wo konnte mich dort in dem Sender wunderbar entwickeln?
00:54:48: Das war ganz toll!
00:54:49: Der Rias war toll.
00:54:50: Es war ein ganz toller Sender, die gibt es nicht nochmal.
00:54:53: Er ist heute eine medienpolitische Legende – das ist einfach so.
00:54:57: Jetzt sind wir hier bei der Rias Berlin-Kommission aus der Taufe gehoben, um die Verbindung nach USA weiterzuhalten.
00:55:06: Sie mit ihrem weiten Lebensspektrum sag ich mal so?
00:55:11: Wie schätzen sie momentan diese Wichtigkeit dieser Brückenfunktionen, die damals definiert wurde ein?
00:55:17: Die wird ja allgemein in Frage gestellt.
00:55:19: Umso wichtiger ist es dass man sie weiter mit Leben erfüllt und nicht dem Zeit-Trend nachgefolgt sondern genau das Gegenteil von dem macht was man erwartet.
00:55:29: Ich finde nach wie vor ist Deutschland ist Europa Ein Partner mit den Vereinigten Staaten.
00:55:34: Das ist eine Ehe, die kann man nicht einfach so aufgeben um es mal ein bisschen lyrisch zu nennen.
00:55:42: Wir sind nicht abhängig von den Vereinischen Staaten aber es ist ein Partner dem wir brauchen und die Vereinigen Staaten brauchen Europa.
00:55:49: das ist nicht was da jetzt abläuft gerade die Perspektive die macht politisch eine Bedeutung haben könnte sondern das ist einfach der Notwendigkeit diese Verbindung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa, in Sonderheit Deutschland mit Deutschland weiter mit Leben erfüllt wird.
00:56:08: Welche Bedeutung hat das für den Journalismus auf beiden Seiten des Ozeans?
00:56:12: Es kommt darauf an, dass vor allen Dingen bei den vielen Fake News um diesen wunderschönen Begriff zu zitieren, dass man gerade die Wahrheit weiter nennt wie der Rias es gemacht hat.
00:56:23: Der Rias war der Wahrheit verpflichtet.
00:56:25: nichts anderes hat er gemacht als die Wahrkeit.
00:56:27: da hat das gesendet.
00:56:28: was ist?
00:56:30: Das ist die Maxime der man folgen muss als Journalist.
00:56:32: Ich muss das schildern, situativ was ich sehe und was Zeit mit sich bringt.
00:56:38: Also ich bin nach wie vor der Meinung... Die Verbindung zwischen den Vereinlichen Staaten und Europa muss hochgehalten werden.
00:56:47: Da ist natürlich die wichtigste Brücke.
00:56:49: der Journalismus, das ist einfach so!
00:56:52: Und wenn die neuen Medien da ein bisschen an der Glaubwürdigkeit des traditionellen Journalismus um es mal zu nehmen Zweifel anhelfen dann ist das völlig falsch.
00:57:02: Wir müssen nach wie vor als Journalisten so arbeiten wie wir's gelernt haben Der Wahrheit verpflichtet und vor allen Dingen verpflichtete sie sind Die einfach keine Fake News sind, sondern die sind.
00:57:13: Das ist der Arzt.
00:57:15: Damit bin ich aufgewachsen und daran glaube ich.
00:57:17: Und das ist für den Journalismus natürlich die einzige Zukunft, die er hat.
00:57:21: uns geht da unter.
00:57:22: Dann ist es Propaganda!
00:57:24: Ich bedanke mich ganz herzlich für die Worte.
00:57:26: Danke schön.
00:57:28: Ich bin Eberhard Schabel, ich bin Redaktionsleiter vom Zeitgeschehen am Deutschland von Kultur Rears Media Award in der Kategoradio gewonnen, worüber ich mich sehr freuen.
00:57:41: Was bedeutet das für dich auch für die Rears Berlin-Kommission sozusagen unterwegs gewesen zu sein?
00:57:48: Auch als Fellow soweit ich weiß und was hat es für eine Bedeutung für deine journalistischen Laufbahn?
00:57:57: Diese Rears Geschichte bedeutet mir sehr viel weil das wirklich ein ganz fantastisches Netzwerk ist und das war für mich persönlich jetzt eine sehr schöne Chance mal den Schreibtisch zu verlassen, weil im Laufe der Jahre macht man mehr und mehr administrative Sachen.
00:58:13: Und es wurde ein Reisestipendium ausgeschrieben vom Rias anlässlich des zweieinhalbzigsten Jahrestages der USA und die Geschichte sollte mit deutscher Einwanderung in den USA zu tun haben.
00:58:24: Und dann dachte ich okay schreib einen Pitch wenn du Glück hast ist er erfolgreich!
00:58:29: Die Reise wurde unterstützt und das natürlich jetzt
00:58:32: der schönste Abschluss
00:58:32: hier.
00:58:35: Ich jage nicht, ich will kein Bambi dootschießen.
00:58:38: Mir erlicht das überhaupt nicht.
00:58:40: Dann habe ich auch keinen Bedürfnis.
00:58:43: Leere Milchkanister oder eine selbstgemalte Zielscheibe mal ins Visier nehmen?
00:58:47: Das mag Roman aber!
00:58:49: Was du schon
00:58:49: einmal auf einer Schießbahn fragst, der mich noch?
00:58:52: Ich sage nein und Roman drückt ab.
00:58:58: Ein knapp über sechzigjähriger Mann geborenen Hallesassen-Anhalt zerschießt auf der Ranch seiner Freundin einen flachen Stein, vielleicht so groß wie ein Frisbee und lächelt zufrieden.
00:59:08: Und ich bin auch einer der absoluten, eure feste Überzeugung dass das jedem, jeden, die jetzt setzt ist Treuen Birger da Besitz einer Schusswaffe alle obwehren sollte und auch die Selbstverteidigung.
00:59:22: damit
00:59:25: Willkommen in Texas Wo ich in dieser Reportage auch durch Orte fahre, die wie deutsche Autobahnabfahrten klingen.
00:59:33: Birne Weimar Fredricksburg und New Braunfels Sie alle wurden von deutschen Einwanderern gegründet.
00:59:40: Vor allem aber möchte ich die Geschichte derjenigen erzählen Die ist direkt nach dem Fall der Mauer nach Texas gezogen hat.
00:59:47: Aber nicht nur.
00:59:48: Warum zieht es heute noch viele ausgerechnet hierher?
00:59:52: Und wenn die neue Heimat zunehmend autoritäre Züge annimmt bleibt man dann trotzdem?
00:59:59: Du hast einen tiefen Einblick gegeben in Texas und auch die Menschen, die dort leben.
01:00:04: Speziell die Ostdeutschen.
01:00:07: Welche Bedeutung hat diese Verbindung zwischen Deutschland und Amerika für dich?
01:00:11: Und sowohl früher wie auch heute und in der Zukunft?
01:00:15: das würde ich ganz gerne noch als Einschätzung
01:00:17: hören.
01:00:18: Die Verbindung von Deutschland und America hat eine sehr große Bedeitung für mich.
01:00:21: Das ist nach wie vor unser transatlantischer Partner no matter what comes und ich bin auch so sozialisiert worden.
01:00:33: Ich habe einen Schüler-Austausch gemacht mit sechzehn meiner ersten Freundin, war eine US-Amerikanerin.
01:00:38: Wir haben heute noch Kontakt.
01:00:40: Ich hatte sehr enge Bindung zu meinem amerikanischen Englischlehrer im Gymnasium den ich übrigens auf dieser Textarsrecherche besucht habe.
01:00:50: der ist Ende Achtzig.
01:00:52: Und ja, das journalistisch vorzusetzen.
01:00:56: Ich habe Amerika Studien studiert ist natürlich ein Traum und so eine Recherche dann zu machen, die dieses Interesse und dieses Band zwischen den beiden Ländern irgendwie stärkt – das ist mir ganz wichtig.
01:01:10: Prima!
01:01:10: Da bedanke ich mich ganz herzlich.
01:01:11: Dankeschön.
01:01:12: Danke dir Jürgen.
01:01:14: Der Radio-Award also wie eben gehört an Eberhard Schade für Germans in Texas.
01:01:20: Der Fernsehpreis ging an Hannah Condon, Ivan Williams, Vanessa Schlesier und Dan Etch für The Rise of Germans New Riot Frontline PBS.
01:01:33: Der digitaler Wort ging an Klaus Uhrich-Christian Schiffer und das Team für die Peter Teel Story.
01:01:40: BRAD Kultur.
01:01:42: Rears Grand Prize – der Preis an die Produktion.
01:01:46: der talentierte Mr.
01:01:47: FD jagt auf einen Filmdieb.
01:01:50: MDR AAD Kultur.
01:01:53: Und zum Abschluss dieser Episode zwanzig, noch wie versprochen ein Interview mit einem bekennenden Medienhölle-Fan den ich im Roten Rathaus traf.
01:02:02: Jens Hadrossek?
01:02:02: Ja, ich bin eigentlich Altarias-Hörer und bin hier zum achtzigjährigen Jubiläum.
01:02:12: Ja, durfte ich dir vorbeischauen!
01:02:13: Du bist mehr als nur Medienhöhle-Höhrer.
01:02:17: Ich krieg dich ja schon... ... bei Twitter in die Timeline und... Schlesinger haben wir mal geschrieben.
01:02:23: Ja, ja.
01:02:25: Was machst du denn so beruflich überhaupt?
01:02:28: Ich bin ganz viel bei der Post im einen Verteilzentrum.
01:02:32: Und das ganze Rundfunkgeschehen.
01:02:35: Also ich bin Radio-Junkie, sag' ich mal.
01:02:39: Das ist Hobby!
01:02:40: Und ich glaube, das hat's mir immer auch erhalten wenn ich das richtig zum Beruf gemacht hätte.
01:02:45: Ich habe damals als Student bei Info-Einz und Einz, da ist jetzt hier Klassikradio drauf auf der Hunderte Eins Drei mal gejobbt.
01:02:55: Und naja bin auch meine Grenzen gestoßen.
01:02:59: so aber doch Radio!
01:03:02: Da brenn ich für.
01:03:04: Ab wann kannst du dich erinnern?
01:03:06: Hörst du Radio?
01:03:07: Also wahrscheinlich muss die Frage heißen ab wann hörst du Bewusstradio?
01:03:14: Ich kann mich bewusst erinnern, also ich kann mich in die Siegtiereinnahen ein' einige Radiosendungen weil die dann auch meine Eltern gehört haben.
01:03:23: Also da könnte ich hier was zum Rias Bezug ist Evergreen's Agogo und Haro Zimmer Die Weltraum News da vorne weg Auch Musiksendlungen Studio Eighty-Nine mit Bell Graves Und bewusst es ging so in der Zeit um die Achtzerlohers.
01:03:39: Also das Radio hat mich immer fasziniert Erst späten eigenes Radio kriegt, wo ich dann das selber bestimmen konnte, was ich hören wollte.
01:03:48: Ja, wort es gegen so den ... Kannst du nicht noch an den Typ erinnern?
01:03:52: Ich glaube, das Erste war so ein Batteriebetriebenes mit einem neuen Voltblock.
01:03:57: Weiß ich gar nicht mehr.
01:03:59: Du bist heute hier, hast du mir verraten, weil du die Medienhelle gehört hast.
01:04:04: Im Februar war das zum achtzigsten Dias-Geburtstag.
01:04:08: Gab's so eine, kann man mal gucken glaub ich, Episode Nullfünf wo wir versucht haben, alles das noch mal zusammenzutragen was wir bereits an Interviews hatten.
01:04:18: Weil einige Zeitzeugen sind ja auch schon verstorben und dann das nochmal versucht haben durch den Medienwissenschaftler einzuordnen.
01:04:25: und wir haben auch neue Interviews noch geführt.
01:04:27: Und warum war das für dich jetzt hier in Bedürfnis im Roten Rathaus bei der Verleihung der RIAS Awards teilzunehmen?
01:04:35: Also kurz gesagt könnte ich schon sagen... Das kann man auch wieder drehen.
01:04:40: Aber ich vermisse Ria schon ein bisschen, auch so den Geist und so ein bisschen wurde das hier auch gezeigt.
01:04:46: also Rias war für mich nicht nur der kalte Krieger, das war er sicherlich auch.
01:04:51: aber ich habe es dann erst ab dem wie gesagt späten siebzehn Anfang acht Jahr mitgekriegt.
01:04:56: und also ich fand dass ja die Glaubwürdigkeit hoch gehalten hat, dass da die journalistische Qualität hochgehalten hat.
01:05:05: Ja, so dieser Spirit lebt ja auch.
01:05:07: Also dass ihr Klaus Kleber hier als ehemaliger Chefredaktor kurze Zeit, neunundachtzig-neu-hinsicht unter die Quick Buschlücher als Programmdirektor da war ich zwanzig und Ich habe immer mich auch gefragt naja was ist denn daran dran?
01:05:23: also so Hör mal zweimal hin oder ich hab auch DDR Rundfunk gehört verschiedene Meinungen sowieso, verschiedene Perspektiven.
01:05:33: Aber dass ich mir ein eigenes Bild mache, wie wirkt der Rias auf mich und diese Glaubwürdigkeit dieser Spirit auch hier die freie Presse?
01:05:45: Auch das sie wohl Herren hatten, also ich sage mal einen Chairman hatten Sie ja, die schon auch Einfluss gehabt hätten noch bis so lang der Rías unter den Amerikanern war Aber sie sich rausgehalten haben.
01:06:02: Also da hat Klaus Kleber jetzt auch eine Geschichte, die er jetzt... ...sechsunddreißig Jahre her ist oder noch länger, wo er den Chairman gefragt hat, irgendwie sag mal hier passiert gerade so viel Wende und was nicht, warum greift ihr nicht ein?
01:06:16: Sag ich jetzt mal mit meinen Worten Und wer gesagt hat das ist nicht mein Job also der Chairman hat gesagt dass es nicht Mein Job!
01:06:23: Ihr sollt euren Job.
01:06:25: Also das ist unser Geist.
01:06:27: Freie Presse, freier Journalismus und darum geht es!
01:06:31: Und das kam für mich auch hier rüber mit den Awards.
01:06:34: also es gibt Leute die das zu sehen denen es wichtig ist denn war jetzt auch der Chef von der VOA da Voice of America und hier vom National Public Radio.
01:06:43: mein Englisch ist leider nicht so gut dass ich die ganze Diskussion komplett mitgekriegt habe.
01:06:48: aber wo sie jetzt auch aktuell berichtet haben, was ist in den Staaten los?
01:06:53: Welche Sorgen die sich machen.
01:06:55: Und ich mach mir die Sorgen auch!
01:06:57: Ich bin schon besorgt und frage mich, wo ist dieser Geist hin?
01:07:04: Wir sind schon befreit worden.
01:07:10: Gab es darauf eine Antwort für dich, dass du gespürt hast, hier war ja der US-Botschafter ... Ja... Also der hat eine gute Rede am Anfang gehalten, er musste wohl dann auch wieder relativ schnell weg.
01:07:25: Dass ihnen die freie Presse wichtig sind und dass er sie fast gebeten hat machen Sie ihren Job weiter Journalisten also mit diesen hohen Anspruch nach den journalistischen Kriterien.
01:07:39: Für mich ist es irgendwie so, es gibt die Leute... Ich bin da nicht alleine, ich arbeite ja nicht als Journalist aber das es gibt.
01:07:50: Das ist mir wichtig, weil es wird mich schon ein bisschen zu wenig teilweise.
01:07:55: Was ich so radio höre... Also da schließt sich der Kreis so ein bisschen... Ich vermisse Rias auch ein bisschen.
01:08:09: Und ich sage jetzt mal sogar, um das nicht nur auf dem Rias zu begrenzen SFB II Morgenecho, das Echo am Morgen Die haben aus meiner Sicht auch Maßstäbe gesetzt.
01:08:23: und da war ich so junger, früher Teenie.
01:08:26: Und als ich glaubte ... So kann man Journalismus machen!
01:08:29: Das wird Gerhard Koti freuen, der war bei beiden.
01:08:34: Rias und SFB?
01:08:35: Ja.
01:08:36: Vielleicht zieht er uns zu.
01:08:38: Herzliche Grüße.
01:08:38: Vielen Dank.
01:08:40: Gerne.
01:09:40: Vergessen Sie nicht ihre Antennen zu erden.
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