DIE MEDIENHÖLLE #024 | Ukraine

Shownotes

► 0:00:00 INTRO: COSMO wird 1Live Street - Collage O-Ton-Zitat: Schiwa Schlei, Leiterin der WDR-Radioprogramme 1Live und COSMO Quelle: @mediasres, DLF, 01.06.2026, 15.35 Uhr Vgl.: https://www.deutschlandfunk.de/schiwa-schlei-ueber-den-umbau-von-cosmo-zu-1live-street-100.html Musik: KI-generiert Text: Jörg Wagner

► (0:01:52) Themenübersicht Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner

► (0:21:40) Journalist des Jahres: Vassili Golod, ARD Kyjiw Kategorie: Reportage national Interview am Rande der Preisverleihung durch das “medium magazin” rec.: 01.06.2026, 22.55 Uhr, Berlin Vgl.: https://mediummagazin.de/news/beitrag/1191-quot-journalistinnen-und-journalisten-des-jahres-2025-quot-die-erstplatzierten-aller-kategorien.html

► (0:42:27) KI und Synchronarbeit Studiogespräch mit Britta Steffenhagen, Synchronschauspielerin, Schauspielerin, Moderatorin Host: Philipp Nitzsche Ausschnitt: Time for Vinyl rec.: 01.06.2026, 19.00 Uhr, Alex Berlin

► (0:57:37) Wie der RIAS in Plauen gefeiert wurde (1) Gespräch mit Gerhard Kothy, Ex-RIAS-Journalist rec.: 04.06.2026, 15.50 Uhr, Hans-Rosenthal-Platz 1 ► (1:13:17) Wie der RIAS in Plauen gefeiert wurde (2) Interview zur 80-Jahre-Feier mit:

  • Karsten Repert, Organisator aus dem sächsischen Vogtland
  • Jürgen Stader, Organisator aus dem fränkischen Vogtland
  • Alexander Tauscher, Macher der “Radioreise” rec.: 30.05.2026, Plauen Vgl.: https://www.radioreise.de/2026/06/plauen-die-spitzenstadt-im-vogtland.html Ergänzung: Wie Alexander Tauscher mitteilte, wurde das Datum des Plauener Treffens bewusst zum Jahrestag der Abschaltung der rias2-Frequenz in Hof am 31.05.1992 gewählt. ► (1:18:30) Nachgespräch im Parkcafé “Pusteblume” ehemals “Toni am RIAS”
  • Gerhard Kothy, Ex-RIAS-Journalist rec.: 04.06.2026, 16.15 Uhr, Durlacher Str. 2, 10715 Berlin

► (1:25:53) Vergessen Sie nicht …


Disclaimer: Musik, sowie Medienhölle-Animation sind KI-generiert. Ausnahmen sind hier unten aufgeführt:


Stationvoice : Lydia Drechsler; https://www.kräuterblütenliebe.de/ Sounddesign: William Wienke; https://william-guitar.de/ Cover: Ingo Römling; https://www.monozelle.de/ Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de


►► SUPPORT gern via Medienhöllen-Kasse: https://www.paypal.com/paypalme/anten

►► ODER PER BANKÜBERWEISUNG: Jörg Wagner Freier Journalist IBAN: DE93500105176000318805 BIC: INGDDEFFXXX Verwendungszweck: SPENDE JW

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00:00:18: Wir möchten Cosmo verändern und tatsächlich verschwindet damit

00:00:21: auch der Name.

00:00:24: Wie können wir ein

00:00:25: Programm

00:00:25: finden, wo wir einen Einstieg finden dass die Hörenden uns hören?

00:00:33: Das gehört auch zur Wahrheit!

00:00:42: dass die Hörenden uns hören.

00:00:52: Wir haben

00:00:53: uns

00:00:53: dazu entschieden, weil wir eine junge Zielgruppe adressieren wollen Hip-Hop als Jugendkultur ernst zu nehmen und

00:01:10: ein Programm

00:01:11: zu machen was in diese Welt hip hop Street

00:01:15: Culture

00:01:16: aufgreift.

00:01:17: Und das Thema interkulturelles Zusammenleben, was Kern von Cosmo bislang war inhaltlich weiter mit umselbst als Radioprogramm.

00:01:53: Ja und da hörten wir gerade Shiva Schlei die noch Programmchefin von WDR Cosmo und Eins Live Sie waren hier also im Interview von Medias Rees dem Medienmagazin vom Deutschlandfunk zu hören Damals also noch mit einer Art Gedankenbeispiel, eine Art Theorie.

00:02:11: Aber aus dieser Theorie ist Praxis geworden, denn der Rundfunkrat hat mit knapper Mehrheit beschlossen, dass also aus Kostomo WDR eins live street wird!

00:02:23: Ja und damit herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe im dem Medienhülle Podcast, einem Medienpodcast von mir und Jörg Wagner.

00:02:34: Jörg, wie siehst denn du das?

00:02:35: Also du hast ja sehr viele Radio-Sender kommen und gehen sehen.

00:02:38: Das kann man ja nun schon sagen.

00:02:40: Eins haben wir sogar zusammen begleitet hier BR Puls.

00:02:46: Ich persönlich sehe das mit unheimlich traurigen Augen weil ich nicht den Eindruck habe dass dann eine multikulturelle Vielfalt in Zukunft noch bei den öffentlich rechtlichen richtig abgebildet wird.

00:03:00: Was ist deine Meinung dazu?

00:03:01: Ja, was ist multikultureller Vielfalt?

00:03:05: Was wir meinen, ist wahrscheinlich eher der musikalische Bereich.

00:03:09: Weil sich das neue Programm beim Westdeutschen Rundfunk I Live Street vorrangig auf Hip-Hop soll stützen Und das ist natürlich eine Sache, da es schon MDR Sputnik, glaube ich, dran gescheitert.

00:03:23: Damals DT-Phyr'n-Sechtsig – wir wissen auch umbenannt und die Musik wurde eingeengt.

00:03:28: Damal gab es Blues, Klassik, das normale Chance Song, Rockmusik, Cardrock, Elektronik, Techno ... Und dann wurde DT-CC umgenannt, dann gab es MDR Sputnik und war auch auf der Hip Hop Schiene.

00:03:44: Das ist aber schon ewig her ne?

00:03:46: Fast dreißig Jahre!

00:03:47: Wieso man jetzt beim Westdeutschen Rundfunk draufkommt dass man damit die Jugend abholt weil das ist ja das Ziel.

00:03:54: wenn ich das richtig verstanden habe weiß ich jetzt nicht Angeblich sollen ja die interkulturellen Themen erhalten bleiben, was aber auch wieder nur so eine Art theoretische Ankündigung ist.

00:04:04: Es gab ja schon mal bei Cosmo eine Programmreform – da ist der Titel nicht abgeschafft worden, da wurden dann die Musik-Specials rausgekanntet.

00:04:13: Also gerade das, was vielleicht interessant ist unter dem Stichwort Weltmusik oder Global Music oder wie auch immer Global Pop dass man etwas mehr bekommt als nur diesen angloamerikanischen Rockpop, aber das war ja die große Stärke von Cosmo und auch in Berlin abgestrahlt.

00:04:33: Das ist ja nochmal der Hinweis, dass es früher mal Radiomultikulti gab entstanden aus SFB vier Multikultie-Ninzertvierneunzig.

00:04:42: auch inzwischen erledigt.

00:04:44: und man hatte ja Hoffnung damals hieß Cosmo noch Funkhaus Europa dass in dieser Kooperation auch mit Radio Breben, RBB und WDR hier die Kosten, die natürlich entstehen bei solchen Programmen geteilt werden können.

00:04:59: Und nun gab es ja – ich glaube das war der eigentliche Anstoß diese im letzten Jahr am ersten Dezember in Kraft getretener Reform-Staatsvertragsveränderungen.

00:05:11: also AD und ZDF wurden verpflichtet nicht nur Fernsehkanäle einzustellen sondern auch Radioprogramme siebzehn Stück an der Zahl.

00:05:18: Und nun gibt es diese seltsame Formel.

00:05:20: Die hat sich irgendjemand ausgedacht, völlig willkürlich dass die Landesrundfunkanstalten nur vier Radioprogramme machen dürfen.

00:05:27: Ausnahmen sind die Gebiete wo mehr als sechs Millionen Menschen leben.

00:05:33: Eine andere Ausnahme ist, wenn man eine Mehrländeranstalt ist wie der RBB.

00:05:36: Der RBB darf insgesamt sechs machen hat aber mit Cosmo mit diesem kooperierten Programm sechsein Drittel.

00:05:42: also war immer die Frage Wie gehen wir damit um?

00:05:45: Will der westdeutsche Rundfunk das Programm weiter führen?

00:05:49: und Das hat sich nun in dieser Woche offenbar entschieden.

00:05:52: Dass man das um wird mit der rbb macht dass dann irgendwie mit bei radio drei dem kulturprogramm Und was radio Bremen macht weiß ich gar nicht.

00:06:00: hast du da irgendwas mitbekommen?

00:06:02: Noch gar nichts.

00:06:03: Also die haben sich noch nicht dazu verhalten.

00:06:05: und ja, dass der ABB das irgendwie bei Radio drei mitmachen wird ist auch nur so ein kurzer Satz, der da gefallen ist.

00:06:13: aber eine richtige Idee wie es da weitergehen soll hat er auch noch keiner geäußert?

00:06:17: Ja,

00:06:17: ist ja auch nach bisschen Zeit.

00:06:18: also das kann ich den gar nicht vorwerfen.

00:06:20: allerdings ist natürlich die Frage warum stellt man nicht irgendein anderes Programm ein?

00:06:23: Eben, eben.

00:06:25: Und warum ist es hier auch nicht eingestellt?

00:06:27: Es wird ja umgemuddelt!

00:06:28: Das ist ja noch schlimmer Ja, aber da möchte ich nochmal mit aller Schärfe dagegen halten.

00:06:33: Wir haben so viele Menschen mit Migrationshintergrund in diesem Land die auch den Grundfunkbeitrag bezahlen und sie kommen immer weniger vor ob es beim Personal ist ja Oder mit ihren Themen oder auch jetzt mit ihrer Musik immer weniger.

00:06:53: Und nun war das ja schon der letzte Katzenplatz, also Cosmo und selbst da geht man jetzt auf Hip-Hop.

00:07:01: Wie gesagt, unser Vertrauen auch bei den Wortbeiträgen.

00:07:05: Bei den Wortthemen... Also sich da nicht nur noch auf diese Hip-Hop Kultur zu stürzen sondern nach wie vor auch zu schauen was denn multikulturell in den großen Städten los ist.

00:07:17: So richtig ist das bei meiner Seite nicht.

00:07:19: da muss ich mal wirklich so sagen

00:07:21: Ich bin ein bisschen entspannter weil das Radio ist ja offenbar nicht mehr dass

00:07:28: das Medium

00:07:29: für solche Geschichten, sondern ich glaube mal jeder hat irgendwie doch eine App auf seinem Handy für unterwegs Audio hören.

00:07:39: Ob das Podcast ist oder ob das Webradius sind und so weiter.

00:07:42: und gerade Menschen die ihre Landessprache gerne hören sind viel schneller dann beim Original Radio in der Gegend als bei Cosmo.

00:07:52: Denn das war ja die Begründung, ne?

00:07:53: Irgendwie um die eins Komma.

00:07:55: drei Prozent Akzeptanz ist natürlich viel zu wenig was auch daran liegen kann dass man das Programm vielleicht so ein bisschen auch schon Stromlinienförmig gemacht hat.

00:08:07: aber letzten Endes Ist es ein Prozess der er schon mit dem Satelliten Rundfunk und Fernsehen einsetzte, dass eben türkische Familien eher die Schüssel auf dem Dach hatten als dann Funk aus Europa hörten oder Radiomultikulti.

00:08:22: Ja, aber nein!

00:08:26: Wir können das auch mal andersrum sehen der Deutsche, der so sehr in seiner Soße rumschwimmt und vielleicht ein Anlaufpunkt braucht?

00:08:36: So ging es mir ganz oft als Zuhörer um sich mal über das was über dem Tellerrand hinaus passiert zu informieren.

00:08:44: Deswegen habe ich ganz oft Cosmo gehört, also höre ich immer noch so lange es das gibt.

00:08:49: und auch der eine andere Aspekt ist ja der Integrationsgedanke.

00:08:54: Also zumindest ein Angebot parater haben die einer offener Hand auch demonstriert.

00:09:02: Na, dieser Ansatz soll ja nicht sterben.

00:09:03: Also wenn ich das richtig verstanden habe ist auch der westdeutsche Rundfunk nach wie vor verpflichtet laut WDR-Gesetz dafür zu sorgen.

00:09:11: es ist jetzt bloß für mich unverständlich mal die Marke aufgibt dabei

00:09:17: Ja und warum man sich auf Hip Hop konzentrieren will?

00:09:21: Wer soll das verstehen?

00:09:23: Vielleicht haben sie eine Marktforschung gemacht und festgestellt dass der junge Migrant Nennen wir ihn mal eher so Street Music, deswegen ja auch wahrscheinlich Street.

00:09:34: Das ist natürlich für der Couch.

00:09:36: also das ist irgendwie so eine Annahme, Trial and Error.

00:09:41: Ja Versuch und Irrtum?

00:09:43: Wir werden das nächste Woche vertiefen!

00:09:46: Wir werden es nächste Woche verteifen wenn wir mehr auf dieses Thema eingehen.

00:09:51: Heute haben wir einen der bei Cosmon Podcast macht, Machiavelli Aber nicht in dieser Angelegenheit, sondern weil er Journalist des Jahres geworden ist.

00:10:02: Vasili Golot?

00:10:03: Du warst bei den Journalisten des Jahres!

00:10:06: Ja aber nur als Beobachter.

00:10:07: also das mache ich schon seit wenigsten zwanzig Jahren dass ich dort vorbeikucke und sehe wer es die Creme de la Creme denn das ist eine unabhängige Jury.

00:10:20: Ich glaube, das gibt sonst keine Veranstaltung.

00:10:23: Die ist in dem Fall vom Medium-Magazin von diesem Fachmagazin Print.

00:10:29: Ich kenne keine Veranstalten die wirklich mal intensiv und ernsthaft nach den besten Journalistinnen und Journalisten des Landes verhandelt – in dieser Kontinuität vor allen Dingen auch.

00:10:38: Und da war ich.

00:10:39: Wassily Gollert wurde Journalist des Jahres in der Kategorie Reportage National ausgezeichnet.

00:10:45: Da habe ich am Rande dieser Feierlichkeiten ein kleines Interview mit ihm bekommen.

00:10:50: Wer es vertiefen will, Anne Will hat ihn auch diese Woche gerade im Podcast.

00:10:54: Ja dazu noch zwei Anmerkungen!

00:10:56: Ich finde's ganz toll dass du obwohl der ja nicht mehr beim RWB Medienmagazin bist da immer noch dabei sein kannst.

00:11:03: So richtig die Selbstverständlichkeit ist es nicht.

00:11:05: Also vielen Dank auch noch mal von mir dafür.

00:11:07: und uns wurde er vorgeworfen, wir wären irgendwie zu Russland freundlich ... Habt ihr

00:11:13: das jemand vorgeworfene?

00:11:14: Ja, in den Kommentaren bei YouTube.

00:11:16: Ach so, ja!

00:11:17: Genau

00:11:18: als wir Alexander Tauscher hier hatten.

00:11:20: Das wäre ganz verwerflich was wir machen würden.

00:11:23: aber gut ich wollte eine Perspektive einfangen Und jetzt auch mal eine andere Perspektiv dazu.

00:11:30: Dann hast du jemanden interviewt auch stichwort radio eins aber auch rbb fernsehen.

00:11:36: Ja also ich würde sagen als nebentehmer stichworte radio eins und rbb Fernsehen.

00:11:43: Ich hatte britter steffen hagen bei mir in der sendung zu gast Und ja so halb noch am ende der sendung und danach der sennung habe ich aber mit ihr über künstliche intelligenz für die Tätigkeit des Synchronsprecher gesprochen bzw.

00:11:59: eher zur Ablösung der Synchronensprecherin und da ist es natürlich so eine Gefahr, auf die wir hinauslaufen.

00:12:07: Die Leute werden also gezwungen zum Beispiel zu unterschreiben das mit ihren Stimmen, die aufgenommen werden auch künstliche Intelligenz gefüttert wird geschult.

00:12:19: Und da laufen sie also dagegen Sturm, weil Sie natürlich Ihre Arbeitsgrundlage in Zukunft doch als sehr gefährdet sehen.

00:12:34: echte Menschen lieber hört, aber dadurch dass das wesentlich preiswerter zu sein scheint, Stimmen zu klonen und die Texte darüber laufen zu lassen.

00:12:43: Dass diese langjährige Kultur des Synchronsprechens dadurch Nahrbarer zu machen verschwinden wird.

00:12:54: Andererseits, lieber Philipp habe ich aber auch das Gefühl, lieber mal an man sieht Brad Pitt mit seiner Originalstimme in Deutsch Lippensynchron durch KI synchronisiert.

00:13:05: hätte das auch irgendwas oder?

00:13:09: Nee so halb halb weil ich kann gewisse Witze zum Beispiel vom Englischen nicht gut ins Deutsche übersetzen und umgekehrt genauso.

00:13:18: Das

00:13:18: wollen die ja dann machen, da würden dann der KI mit der Stimme von

00:13:21: Brad Pitt zustimmt?

00:13:22: Ja das ist eine Sache, die mit Sicherheit nicht funktioniert.

00:13:25: Ich

00:13:25: habe denn also diesen englischen Humor beispielsweise Mit dem deutschen Lippen-Synchron irgendwie Und da bin ich der Meinung dass das doch sehr miteinander kollidiert.

00:13:37: Aber das geht doch jetzt auch schon, also nimm doch nur die zwei.

00:13:41: da gab es eben deutsche Synchronenbuchautoren wie Rainer Brandt und die haben dann dass dem deutschen Publikumsgeschmack angepasst bzw aus langweiligen Sehen lustige gemacht und das würde jetzt bloß nicht mit echten Schauspielern im dunklen Synchronstudio vertont sondern da würde man sagen okay Toni Curtis oder wer auch immer, also die sind zwar tot.

00:14:06: Aber ich meine, die würden dann in original Stimme sprechen.

00:14:10: Das hätte doch auch ein Reiz nicht jetzt irgendwelche Schauspieler zu hören?

00:14:14: Die, also James Bond zum Beispiel redet ja nicht so.

00:14:18: Sondern das ist ja ein deutscher Schauspieler!

00:14:21: Ja...

00:14:23: Weißt du am Ende des Tages wenn immer mir die KI die Arbeit für einen übernimmt Wer hat denn noch Geld für eine Miete oder ein Handwerker und diesen ganzen

00:14:36: Staat?

00:14:39: völlig einer Meinung, dass man nicht die Menschen jetzt komplett arbeitslos machen sollte und auf Maschinen dann Sozialabgaben entrichten sollte.

00:14:49: Sondern hier geht es ja um eine Kultur ne?

00:14:51: Also in manchen Ländern wird er gar nicht synchronisiert.

00:14:54: Da siehst du dann Untertitel oder wie in Polen das war.

00:14:57: also ich weiß nicht ob das immer noch so ist da spricht ein Mann oder eine Frau alle Rolleneilen.

00:15:04: Ja Also insofern haben wir eine Kultur geschaffen, die wirklich interessant ist und ich auch liebe.

00:15:11: Weil ich auch Synchronstimmen liebe.

00:15:13: Aber andererseits hat man ja nie die Echten gehört!

00:15:17: Und warum soll man jetzt mal nicht die nächsten zwanzig Jahre die echten Stimmen der Schauspieler

00:15:21: werden?

00:15:21: Ja, aber das glaube ich auch dass es nicht der Fall ist, weil dann brauche ich doch die Stimme... Das Einverständnis nicht um die Originalstimme eines deutschen Schauspilers oder einer deutschen Schauspielerin zu nehmen Ja, um damit dann irgendwie weiter zu synchronisieren.

00:15:38: Weißt du was ich meine?

00:15:39: Da ist doch ein Denkfehler drin und sie haben es ja schon... Nee, das ist nicht

00:15:43: ein Denkefehler!

00:15:43: Es gibt zwei verschiedene Methoden.

00:15:46: Einerseits werden deutsche Schauspieler geklont, um Filme zu synchronizieren wo die echten Stimmen eben nicht vorliegen weil das schneller geht.

00:15:55: und ich sag mal irgendeine Netflix-Serie wo's einfach für die Amerikaner gar nicht interessant ist, den deutschen Markt aufwendig zu synchronisieren.

00:16:05: Sondern sie wissen ... Die Leute gucken das auch mit stümperhaft KI zusammengeschusswerten Geschichten.

00:16:12: Aber dann gibt es eben die andere... Das ist ja in dieser Technologie mit drin, dass man sagt also ein Originalschauspieler spricht in zwanzig Sprachen seine eigene Rolle!

00:16:22: Das ist eine Chance finde ich.

00:16:24: Ja, ist ja ... auch jetzt schon Podcastbereich kann ich mir das sehr gut vorstellen.

00:16:29: Gibt es das ja auch schon teilweise?

00:16:31: Ja, ja, gibt's aber.

00:16:33: Das finde ich abartig.

00:16:34: also...

00:16:35: Wieso uns beide auf Japanisch zu hören?

00:16:37: Das würde ich schon gerne

00:16:38: mal!

00:16:40: Nein, das ist Quatsch.

00:16:42: So

00:16:42: ein Podcast

00:16:43: lebt ja davon, dass wir Emotionen zeigen.

00:16:45: Ja,

00:16:45: aber das mit den Emotion ist doch genau das Ding!

00:16:47: Du kannst

00:16:48: auch Emotion nicht richtig übersetzen?

00:16:49: Das sind gespielte Emotions.

00:16:50: Wir haben echte Emotioten.

00:16:53: In meinem Podcast ist es echt ... Während so ein fiktionaler Film ist in der Regel, dass Schauspieler etwas simulieren.

00:17:02: Aber wenn es schon gefühlt trotzdem sein muss... Ah

00:17:08: ja, es ist gespielt.

00:17:09: Und dann ist das andere natürlich so eine Übervorteilung wenn es um Werbung geht.

00:17:15: So ein Kronensprecher haben auch oft noch irgendwie fünf Werbeklipp was eingesprochen weil sie mit der Stimme oder mit dem Schauspieler so verbandelt sind nicht und da bricht immer mehr Einnahmenmöglichkeiten weg.

00:17:30: Das ist im Radio Bereich haben wir das auch erlebt mit dem Podcast übrigens Früher hat der Radiofeature-Autor ein Wiederholungshonora bekommen, wenn sein Radiofeater noch mal gesendet wurde.

00:17:43: Das

00:17:43: ist absolut

00:17:44: klar!

00:17:45: Wenn man so die Film und Fernsehgeschichte zurückgeht waren immer solche Sprünge also der Sprung vom Stumm zum Tonfilm wo Schauspieler, die eigentlich keine Stimme hatten vom Markt dann weggefegt wurden.

00:17:59: und dann habe ich mal sowas nettes gehört.

00:18:01: Es gab dann irgendwann mal Schauspieler, die nicht Vier-Kar-tauglich waren.

00:18:07: Weil sie zu starke Poren in der Haut hatten und da musste extra Vierkarschmincke entwickelt werden.

00:18:13: Und auch da gab es dann irgendwie so ein kleines Aussortieren.

00:18:19: Also Disruption ist in einer Film- und Fernsehgeschichte nicht das erste Mal – nicht dass ich das jetzt verteidige!

00:18:27: Ich bin immer auf der Seite der Synchronschauspielerin und Schauspieler Aber ich finde trotzdem interessant, was sich für neue Geschichten dadurch auch auftun.

00:18:36: Also es ist nicht schwarz und weiß...

00:18:38: Naja doch!

00:18:39: Das andere

00:18:40: wäre Maschinenstürmerei, das hatten wir alles schon.

00:18:42: Ja aber es bindet sich.

00:18:44: die Verdienstenmöglichkeiten verbündeln sich immer mehr auf immer weniger Menschen.

00:18:49: Und das ist schon ein anderer Ansatz wie es mal war.

00:18:52: Aber

00:18:52: Petroleum-Lampenhersteller haben's auch schwer in dieser Zeit?

00:18:57: Was ist das denn jetzt schon?

00:18:58: Vergleich von Menschen für Menschen gemachtes Medium-Tum?

00:19:05: Synchronisieren, von Emotionen.

00:19:08: Von Witzen und Freizeitgestaltung.

00:19:12: Ich

00:19:12: mag's aber ich sehe auch die Chancen durch die KI-Vertonung.

00:19:16: Ich sagte Stichwort Brett Pitt, dass man dem mal im Original auf Deutsch reden wird.

00:19:20: Ich bin sehr skeptisch.

00:19:23: Ja, muss man ausprobieren.

00:19:24: Man gibt das Radio von KI?

00:19:26: Dann gibt es Nachrichtensprecher von KI und dann können wir alle zu Hause rumsitzen, Nase bohren!

00:19:32: Nein, das wird so nicht passieren.

00:19:34: aber an Alexa hat man sich doch auch gewöhnt dass die mit einer künstlichen Stimme redet.

00:19:39: Bahnhofsansagen... Alle künstlich.

00:19:43: Es wird Bereiche geben wo künstliche Stimmen ihren Platz finden und eine Berechtigung haben Und es wird Bereichen geben also ich sage mal in der hochwertigen Kunst wo man das dann ablehnt.

00:19:55: Und dass die Synchronsprecher darum kämpfen, finde ich völlig in Ordnung.

00:19:59: hier Klartext zu reden und zu sagen wir wollen das so und wir bewahren auch Filmproduzenten vor Fehlentscheidungen dadurch.

00:20:07: Das muss diskutiert werden klar

00:20:10: Ja also jedenfalls Britta Steffenhang hat Unheimlich gut es für meinen Empfinden erklärt, was so ihre Punkte sind.

00:20:18: Und ich finde das sollten wir auf jeden Fall uns auch dann zusammen mal ja ansehen oder anhören je nachdem.

00:20:25: Aber jetzt kommt noch der Vasili Golot nicht?

00:20:29: Der kommt zuerst, dann kommt Britta Steffenhagen und dann habe ich noch jemanden interviewt zum Stichwort sterben Radios, der früher beim Rias gearbeitet hat denn du hattest Kontakt mit jemandem aus Hof.

00:20:43: Du erinnerst dich?

00:20:44: Jürgen

00:20:44: Steder, ja!

00:20:46: Und er hat zusammen mit seinem Pondant in Plauen ein Achtzig Jahre Rias Geburtstagstreffen organisiert und da sagte man sich das machen wir nicht untereinander nur als Hören und Hörer sondern wir laden jemand einen der im Rias noch ein- und ausgegangen ist und das ist Gerhard Coty.

00:21:07: Der war auch später beim SF Und er war auch beim SFB Morgen-Eche, aber hat auch eine Riaszeit.

00:21:14: Er berichtete mir in dieser Woche von diesem Treffen.

00:21:18: am Original Schauplatz nicht im Plauen sondern in Berlin am Hans Rosenthal Platz haben wir uns getroffen und er erzählte wie es da war.

00:21:25: Alexander Tauscher der Name viel vorhin schon war auch da und schickte uns ein paar Fotos von diesem treffen so das natürlich wie immer in vollster Schönheit und Klarheit

00:21:36: Vom Mund zum Ohr auf dem Strahle der elektrischen Kraft.

00:21:43: I

00:21:51: bin Vasili Golot und Studio-Leiter der ARD in Kiev, zuständig für die Ukraine-Überlichtersteinung.

00:21:57: Ich hätte nicht gedacht dass du kommst weil es ist ja gerade wieder die Hönne lobes in Kiev.

00:22:02: Warum konntest du hier sein?

00:22:04: Es ist seit Jahren die Hölle los in der Ukraine, seit Russland diesen brutalen Angriffskrieg in dieser Dimension gestartet hat.

00:22:12: Der Krieg läuft ja schon seit Jahrzehnten, aber der große Überfall eben am vierundzwanzigsten Februar-Zweißen-Zweiundzwanzig.

00:22:18: Ich hatte tatsächlich etwas Urlaub und im Anschluss einen Studioleiter in Treffen in Köln.

00:22:25: Insofern passte das, aber ich werde mich direkt morgen früh in den Zug setzen und dann ungefähr vierundzwanzig Stunden fahren bis ich wieder in Kiew bin im Studio.

00:22:35: Werde

00:22:36: Dankesrede hast du gesagt?

00:22:37: Du hast gerade vor dreißig Minuten das Signal bekommen dass schon wieder Luftalarm in Kief ist.

00:22:43: was bedeutet das konkret?

00:22:44: wie muss man sich das vielleicht auch für uns vorstellen.

00:22:46: Es bedeutet nicht, dass alle rund um die Uhr im Keller sitzen und Angst haben es bedeutet viel mehr.

00:22:52: das ist auch so.

00:22:53: etwas gibt wie einen Alltag Menschen gehen zur Arbeit Menschen bringen ihre Kinder in die Schule den Kindergarten.

00:22:59: aber es bedeutet eben dass jederzeit überall im ganzen Land Gefahr möglich ist dass eine konstante Bedrohung über allem schwebt und dieser luftalarm macht diese bedrohungen noch Einmal spürbarer, es ist ein schrilles Sirenengeräusch was immer wieder unangenehm ist.

00:23:17: Da gewünschst du dich auch nicht daran da zieht sich alles in dir zusammen.

00:23:20: das kennt man in Deutschland glücklicherweise meistens nur von Tests.

00:23:23: wenn die Siren einmal im Jahr getestet werden und Das bedeutet für alle Menschen im Land dass sie erst mal gucken auf ihren Smartphones.

00:23:32: Was ist das denn für eine Bedrohung?

00:23:33: sind das gerade drohen die in der Nähe sind?

00:23:35: Sind das Raketen die auf die Hauptstadt zufliegen?

00:23:39: und dann wird geguckt, wenn das tatsächlich Raketen sind.

00:23:42: Dann sucht man sich einen sicheren Ort.

00:23:44: Wenn man weiß, dass sind nur Drohnen, das dauert jetzt noch ein bisschen, dann geht man erst mal weiter seinen Alltag nach.

00:23:48: Also du lernst schon damit zu leben aber spätestens, wenn du in deiner Nähe Explosionen hörst weil du weißt, die Flugabwehr ist aktiv.

00:23:56: Spätestens da ist es sinnvoll in die U-Bahnstation zu gehen in den Keller oder in den Hausglur.

00:24:03: Kürzlich gab es tatsächlich eine Detonation in eurem Studio in Kiev, im ARD-Studio und auch bei der deutschen Welle.

00:24:10: Da sind die Scheiben rausgeflogen.

00:24:13: Es gab Verwüstung ins Studio.

00:24:15: zum Glück waren keine Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter vor Ort aber

00:24:21: das...

00:24:21: Also ich würde das beeindrucken.

00:24:23: ehrlicherweise wie ging's dir?

00:24:26: Ich stand so oft vor Wohnhäusern wo Leichen ausgetragen wurden, weil kurz zuvor eine russische Rakete eingeschlagen ist und dort Menschen die friedlich geschlafen haben getötet hat.

00:24:41: Das ist die bittere Realität in der Ukraine.

00:24:43: Das gehört zum Leben der Menschen dazu und allen, die dort arbeiten auch uns ist bewusst dass dieses Risiko da ist.

00:24:49: wir versuchen so sicher wie möglich zu arbeiten um es in Sicherheit zu bringen.

00:24:54: aber spätestens als vor einem Jahr das Ministerkabinett getroffen wurde was Luftlinie einige hundert Meter von unserem Studio entfernt ist war klar eine Druckwelle kann auch uns treffen.

00:25:04: Es kann auch hier eine Rakete landen.

00:25:07: Wir wissen tatsächlich nicht wo der Einschlag war davon aus, dass es eine Druckwelle war die Teile unseres Studios zerstört hat.

00:25:14: Also der Raum wo wir jeden Morgen konferieren da sind Fenster rausgeflogen da sind teilweise Wände nicht tragende Wände zusammen gefallen Da waren überall Splitter und für die Kolleginnen und Kollegen die da reingegangen sind weil das ein riesen Schock das so zu sehen in eigenen Arbeitsplatz so zu.

00:25:34: Aber es haben alle alles dafür getan, dass das möglichst schnell eben nicht mehr so aussieht.

00:25:39: Dort wo Fenster waren sind jetzt Holzbretter, Holzplatten vorübergehend.

00:25:44: der ganze Müll ist rausgebracht worden und wir wollen so schnell wie möglich dafür sorgen, dass man im gesamten Studio wieder normal arbeiten kann in dem Wissen, dass es keine Normalität gibt solange Russland diesen Krieg weiter.

00:25:57: Gibt es irgendwelche Erkenntnisse ob da ein zielrichteter Anschlag war oder eher das aus Mann vielleicht als ja?

00:26:03: Beifahren Kolliteralschaden in der Militärsprache?

00:26:08: Ich möchte ungern spekulieren.

00:26:09: Wir gehen nicht davon aus, also von all dem was wir wissen das wir das direkte Ziel waren.

00:26:15: Was wir aber wissen ist dass Russland sehr gezielt in Kauf nimmt bei den Angriffen Dass zivilisten ums Leben kommen dass Krankenhäuser getroffen werden dass Schulen getroffen Werden.

00:26:26: Es gibt Fälle wo man davon ausgehen kann dass solche Angriffe auch gezielt waren.

00:26:30: In diesem fall fehlt mir das Wissen darüber, da werchen sie gekaltet.

00:26:37: Nun stelle ich mir vor also das ist ja nicht das erste Interview was wir führen.

00:26:42: der Krieg sagen mal in der du sprichst von Schollinvasion.

00:26:47: er dauert vier Jahre vier sag mal fast viereinhalb jahre.

00:26:51: ja der kriegt dauert ja seit zwei tausend vierzehnt auslern grenzen oben die krim anektiert.

00:26:55: das heißt dass es Faktisch der Kriegsbeginn.

00:26:58: Aber dass wirklich alle Menschen im Land Sorge davon haben müssen, dass eine russische Rakete oder eine rossische Drohne sie treffen könnte und zwar überall.

00:27:07: diese Gefahr besteht seit dem vierzwanzigten Februar zwanzig.

00:27:11: Nun bist du ich sag das mal so knallhart wie es eigentlich ist die Objektivität und Neutralität verpflichtet.

00:27:17: aber du bist wenn ich das jetzt mal wo kann formulieren darf obokant embedded.

00:27:23: Du bist erstens Jemand, der auf ukrainische Wurzeln hakt.

00:27:27: Zweitens, der darunter leidet, dass militärisch Kiew beschossen wird.

00:27:33: Wie kriegst du es für dich hin?

00:27:35: Dass du dennoch über diesen militärischen Konflikt, über diesem Krieg dann doch sowas wie sachlich objektiv gerüchtest ohne deine eigene Befindlichkeit zum Maßstab zu machen!

00:27:47: Da muss ich erst mal die Frage korrigieren, weil da einige faktische Fehler drin waren.

00:27:51: Wir sind nicht embedded.

00:27:52: Wir arbeiten in einem freien Land und haben dort ein eigenes Studio oder ein eigener Team.

00:27:58: Und wir waren nie embedded mit dem ukrainischen Militär unterwegs im Gegensatz zu anderen Kolleginnen und Kollegen, die das dann transparent

00:28:04: machen.

00:28:04: Aber emotional!

00:28:06: Wenn man beschossen wird ist es vielleicht anders geneigt, um einen Konflikt zu berichten als... Wenn man nicht beschossen wird,

00:28:12: oder?

00:28:12: Das ist eine Unterstellung.

00:28:13: und noch eine Klarstellung zu meinen ukrainischen Wurzeln.

00:28:16: Meine Mutter kommt aus Russland meine Großeltern haben in Russland gelebt Und ich war seitlich denken kann wesentlich häufiger ein Russer als in Ukraine.

00:28:23: So das erst mal zur der Rahmenlage.

00:28:26: Mein Job ist Journalist zu sein.

00:28:29: Ich bin diesem Handwerk was ich gelernt habe verpflichtet Und ich könnte es von mir selber nicht verantworten, unsauber zu arbeiten.

00:28:37: Das gilt für mein gesamtes Team.

00:28:39: Wir haben im Studio selber ein vier bis sechs Augenprinzip.

00:28:42: wir haben außerdem Redaktionen in Deutschland die unsere Beiträge checken und prüfen und vor allem sind wir so massiv im Ziel von russischer Propaganda dass wir uns auch vor diesem Gesichtpunkt keine Fehler erlauben dürfen.

00:28:56: unabhängig davon das wir keine Fehler machen wollen Verrechnen uns manchmal, wir haben einmal Umrechnung aus der ukrainischen Währung Hrivner in den Euro falsch betätigt.

00:29:07: Da haben wir statt zwei Milliarden, zwanzig Milliarden gesagt.

00:29:11: also Fehler passieren Wir korrigieren diese Fehler aber es ändert eben nichts daran dass wir vor Ort sind um kritisch über das zu berichten was passiert.

00:29:20: Die größte Bedrohungen für die Ukraine sind die Angriffe durch Russland Aber es gibt auch innere Probleme in der Ukraine wie der Kampf gegen die Korruption haben wir immer wieder berichtet, großberichtet in der Tagesschau und den Tagesthemen.

00:29:34: Auch diese Frage habe ich dem ukrainischen Präsidenten im Interview gestellt.

00:29:39: also ich glaube an dieser Stelle spricht unsere Arbeit für uns.

00:29:44: Okay nun ist das aber so dass man wenn man lange noch auf dieser Welt ist und das bist du auch... Das ist klar, dass dieser Krieg irgendwann zu Ende sein wird!

00:29:53: Aber Donald Trumps?

00:29:56: Noch nicht US.

00:29:56: Der Präsident sagte, er kann diesen Krieg in zwei Tagen beenden.

00:30:00: – Vierundzwanzig Stunden?

00:30:01: Oder sogar vierund zwanzig Stunden!

00:30:04: Der jetzt nicht mehr im Amt tätige

00:30:06: Viktor

00:30:06: Orban sagte nur die Großmächte können hier den Krieg beenden.

00:30:11: das sagt der bei einer Podungsveranstaltung mit dem Zizero mit der Berliner Zeitung damals also wo klar war dass Europa überhaupt keinen Stimmrecht hat bei diesem Krieg.

00:30:21: nun ist Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat irgendwie das Bedürfnis noch den Iran zu bombardieren und nicht den Ukraine- und Russlandkonflikt oder den Krieg quasi zu beenden.

00:30:36: Aus deiner Lebenserfahrung, aus der Tatsache dass du unmittelbar auch bedroht bist –

00:30:40: was ist denn

00:30:42: die Kraft?

00:30:42: Oder was sind die Triebkräfte, die diesen Krieg in Bewegung halten?

00:30:46: Was läuft da?

00:30:47: Warum ist ja nicht schon längst zur

00:30:48: Ende?!

00:30:49: Das ist eine Frage, die geht direkt in den Kreml an Vladimir Putin.

00:30:53: Russland hat diesen Krieg begonnen, im Jahr zwei Tausend vierzehn Russlands hat diesem Krieg zwei tausend zwanzig ausgeweitet und Russland ist bis heute nicht bereit zu einer bedingungslosen Waffentur.

00:31:03: das ist erstmal die Faktenlage.

00:31:05: Die Ursache

00:31:05: haben wir wenigstens zu tun?

00:31:07: Die USA haben, wie wir sehen, wenig Einfluss darauf dass dieser Krieg zu einem Ende kommen kann weil Russland diesen Krieg nicht beenden will.

00:31:14: Die USA versucht das Opfer unter Druck zu setzen die Ukraine und gesagt ihr zieht euch aus eurem Gebiet zurück.

00:31:20: und die Ukraine hat gesagt diese sollten wir unser eigenes Staatsgebiet verlassen zumal wir ja keine Garantien bekommen.

00:31:26: Die Ukrainer verweisen immer wieder auf das Budapest der Memorandum von abgibt, dass ihre territoriale Integrität gewahrt wird und zwar zugesichert unter anderem von den USA und von Russland.

00:31:45: Russland hat das gebrochen und die USA haben die Ukraine nicht ausreichend unterstützt, als dass die territoriale Dekretät gewahrt werden konnte.

00:31:53: So wir sehen gerade schon das es möglicherweise doch diplomatische Bewegung geben könnte denn die Ukraine hat militärisch gerade durch eine stärkere Drohnenproduktion Technologisierung dieses Krieges, wo die Ukraine Wege gefunden hat, die eigenen Schwächen zu kompensieren.

00:32:15: Möglichkeiten Russland wiederum unter Druck zu setzen und das sind sozusagen die Faktoren wie zu einem schnelleren Ende des Krieges führen können wenn Russland merkt wir kommen hier nicht weiter Wir gewinnen nicht sondern wir verlieren und das bringt sozusagen dieses Regime ins Wanken.

00:32:31: Und der andere Faktor ist natürlich die wirtschaftliche Situation.

00:32:33: Wenn Russland Merkt Das tut uns wirtschaftlich so weh, als dass sich dieser Krieg nicht lohnt.

00:32:39: Dann wird der Krieg enden.

00:32:40: und diese Faktoren... Diese Schmerzen die Russland hat sind beide noch nicht stark genug, als das Russlands zu dieser Entscheidung kommen kann.

00:32:48: aber der Aggresse ist sozusagen derjenige an den sich diese Fragen richten liebt.

00:32:52: Also wenn ich Putin richtig verstanden habe er will zurück

00:32:56: vor Leaning

00:32:57: Kiew als Ur-Motor Russlands zurückerobern.

00:33:01: Das ist

00:33:01: ja praktisch falsch.

00:33:02: es damals gab's ja kein Russland

00:33:04: Genau, aber um das mal vielleicht mit Worten aus der Naziideologie zu beschreiben.

00:33:09: Heim ins Reich!

00:33:10: Ukraine soll heim ins Weich Russlands geholt

00:33:13: werden?

00:33:13: Ja genau, dieses Archiv ist ja falsch.

00:33:18: Man muss sich eine Sache vergegenwärtigen... Da sitzt ein Mensch an der Macht, der mit der Realität wenig sich beschäftigt.

00:33:27: Der hat ein verzerrtes Geschichtsbild das nichts mit Fakten zu

00:33:30: tun hat.

00:33:31: An russischen Schulen wird gelehrt dass die Wiedervereinigung Deutschlands eine völkerrechtswidrige Annexion war.

00:33:37: Das muss man sich vergegenwärtigen, dass die Menschen in diesem Land leben sowas in der Schule lernen Und denen wird eben auch gesagt, dass die Ukraine niemals ein Staat war.

00:33:44: Also all das...all diese Lügen werden den Menschen in der Schule beigebracht.

00:33:49: Es gibt keine kritische Auseinandersetzung mit Starlings Terror Mit der eigenen Geschichte, mit den eigenen Fehlern, mit dem eigenen Verbrechen.

00:33:57: Das alles passiert nicht.

00:33:58: Stattdessen sind Lügenmärchen ganz tief in den Köpfen der Menschen in Russland verankert, weshalb dieses Problem auch über Putin hinausgeht.

00:34:08: Es ist nicht nur Putins Krieg es ist Russlands Krieg und das ist ein Krieg, den leider sehr viele Menschen auch Menschen die ich gut kenne in Russ land mittragen und mit unterstützen.

00:34:19: Und die Ukraine ist moralisch rechtlich also auf allen Ebenen absolut im Recht sich selber zu verteidigen.

00:34:28: Genau das ist ja auch der Grund warum Europa, warum europäische Staaten die Deutschland, die Ukraine so stark unterstützen.

00:34:34: und zur Ausgangsfrage es geht nicht.

00:34:38: natürlich wenn ich von dort berichte ist mein Leben mehr in Gefahr als wenn ich jetzt hier in Berlin stehe.

00:34:44: aber es geht ja nicht um mich.

00:34:45: Mein Job ist zu berichten.

00:34:46: Mein job ist die deutsche Öffentlichkeit darüber zu informieren.

00:34:48: Das machen wir im Team.

00:34:50: Wir gehen keine Unnötigen Risiken.

00:34:52: Wir würden jetzt nicht

00:34:54: ohne

00:34:54: genau die Reise zu planen, irgendwo an die Front fahren.

00:34:58: Zumal wir ja sehen das gezielt Jagd auch auf Journalisten mit FPV-Drohen gemacht wird.

00:35:02: Wir haben ein ganz klares Sicherheitskonzept für versuchen so professionell wie möglich jeden Einsatz zu plane.

00:35:09: Das ist meine Verantwortung als Studioleiter für mein Team aber Es geht sozusagen nicht um uns.

00:35:16: Es geht darum, dass die Menschen die deutsche Öffentlichkeit über das informiert wird und das ist übrigens auch der Grund warum wir ein Studio in Moskau weiterhin haben wo es sehr schwierig ist für die Kolleginnen und Kollegen überhaupt da Kreditierungen zu bekommen.

00:35:28: Wir haben aber gerade eine Kollegin Daseelke Dietrich Die für die ARD aus Moskauer Russland berichtet mit allen Einschränkungen die Berichterstattung in Russland hat.

00:35:38: Du darfst Dinge wie Krieg nicht einfach sagen du darfst nicht ohne weiteres frei recherchieren, zu allem was mit der sogenannten militärischen Spezial-Operation zu tun hat.

00:35:49: Aber wir haben eben eine Kollegin

00:35:50: auch inzwischen von Krieg redet?

00:35:52: Das ist ja nicht mehr nur eine Spezialität.

00:35:53: Genau

00:35:53: aber bisher gab es kein Gerichtsverfahren gegen ihn, aber gegen andere eben schon auf den Menschen mit einem weißen Plakat auf dem roten Platz stammt.

00:36:01: Aber genau aus dem Grund sind wir in der Ukraine, um zu berichten was ist.

00:36:05: Und genau aus den Grund haben wir Kollegen in Moskau die trotz der Schwierigkeiten und Wiedrigkeiten dort sind, um ein Gefühl dafür zu bekommen passiert in diesem Land etwas oder eben nicht.

00:36:17: Abschlussfrage wie lange wirst du noch über den Krieg berichten?

00:36:22: Ich würde mir nicht sehnlicher wünschen als über Frieden zu berichten.

00:36:27: Ich habe keine Glaskugel, ich weiß nicht wie lange

00:36:31: der Krieg

00:36:31: andauert.

00:36:32: Das wäre absolut unseriös!

00:36:33: Es gibt so viele Journalisten die rumspekuliert haben.

00:36:36: Ich hab schon an sehr vielen Stellen gedacht auch auf Grundlage von Expertise von Menschen, die sich mit Kriegen auskennen dass ein Abnutzungskrieg in dieser Intensität der größte Krieg seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa das überhaupt nicht so lange dauern kann.

00:36:52: Wir sehen jetzt aber das Gegenteil, wir sehen dass jeden Tag etwa tausend oder mehr russische Soldaten sterben bzw schwer verwundet werden.

00:37:02: auf ukrainischer Seite sind es etwa drei hundert.

00:37:05: Das sind einfach gewaltige Zahlen an Menschen plus sehen die massiven Angriffe auf Zivilisten jeden tag.

00:37:12: fast jeden tag werden zivilisten in der Ukraine getötet durch russischen Angriffs.

00:37:17: Dieser Krieg muss so schnell wie möglich enden.

00:37:20: Und er muss vor allem so enden, dass die Menschen in der Ukraine in Freiheit und Sicherheit ihre Zukunft planen können und nicht Sorge davor haben müssen, dass das nur eine kurze Pause ist und Russland dann wieder angreift, denn alle die Ukraine längst vergessen

00:37:33: haben.".

00:37:34: Das sind die Voraussetzungen dafür.

00:37:36: Mein großer persönlicher Wunsch gedacht an den Menschen in de Ukraine war auch an allen Menschen in Europa, die sich der Frieden wünschen dass das so schnell wie möglich am besten noch in diesem Jahr passiert.

00:37:49: Zusatzfragen einen kritischen Journalisten.

00:37:53: Krieg ist aus meiner Lebenserfahrung nicht nur einfach ein zwei Parteienkonflikt, sondern es verdienen auch unheimlich viele Leute an so einem Krieg die Militärtechnologie vereinigen entwickeln.

00:38:06: und man hat das Gefühl jetzt im Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, dass man diese Neuart des Drohenkriegs natürlich Das sage ich jetzt natürlich studiert, um auch gewappnet zu sein für Verteidigungsfälle.

00:38:22: Dass es aber auch ein Interesse gibt Militärtechnik vorzutesten.

00:38:27: also ich unterstelle jetzt dass es Menschen gibt auf der Welt die daran auf verdienen an diesem Krieg.

00:38:34: Glaubst du das unter diesen Vorzeichen des ja dann doch real life Experiments?

00:38:43: Es schwer sein wird diesen Krieg zu beenden, wo man doch die Chance hat sich zu optimieren im militärischen Sinn.

00:38:51: Es gibt absolut Menschen, die an diesem Krieg verdienen und auch vor diesem Gesichtspunkt wäre es umso wichtiger dass der Aggressor diesen Krieг beendet.

00:39:01: Es liegt an Russland.

00:39:02: Russland hat diesen Krieg begonnen und Russland führt diesen Krieг weiter, und Russlands hat... Und das konnte ich mir selbst ansehen.

00:39:10: Dort wo meine Großeltern herkommen gab es jedes Jahr eine große Militärmesse, wo es eine Art Panzer-Biatlon auch gab, wo Kindern gezeigt wurde hier.

00:39:17: Das ist alles toll und so funktioniert das.

00:39:19: Und Russland hatte seit Jahren, seit Jahrzehnten wahnsinnig viel Geld in Rüstung gesteckt und steckt immer noch dieses Geld rein.

00:39:27: Wir sehen in russischen Raketen westliche... Bauteile, also Russland-Umgehtsanktionen teilweise auch deutsche Unternehmen sind in diesen Waffen verbaut und das alles sind Dinge die natürlich viel viel kritischer unter die Lupe genommen werden müssen.

00:39:43: Warum wirken diese Sanktion nicht?

00:39:44: Wie können die Sanktsionen verschärft werden damit Russlands sozusagen nicht mehr wirtschaftlich profitiert, damit Russland diese Raketen gar nicht erst bauen kann?

00:39:51: und wenn das alles passiert dann endet dieser Krieg schneller als wir uns jetzt vorstellen können.

00:39:57: Jetzt nur doch noch eine Frage.

00:39:59: du kennst das sieht Meinst du, die Russen wollen Krieg?

00:40:03: Katja Tlilovski war neu.

00:40:05: Volker Braun hatte damals an DDR den umgetextet und meinte, meinst so, die Amis wollen Kriegs.

00:40:11: Die Frage dahinter steckt, meinest Du, die Völker wollen Krieges?

00:40:16: Es sind wieder die Russinnen noch die Amerikaner noch die Deutschen noch die Ukrainer, die Kriegswollen.

00:40:21: Es sind bestimmte Interessensgruppen in einem Konflikt.

00:40:27: Für mich jetzt dennoch die Frage Was muss passieren, damit die an diesem Krieg verdienen?

00:40:33: Ob das militärisch finanziell oder durch eine Art Rechthabereien.

00:40:41: Was muss passiert weltweit, damit dieser Krieg endlich aufhört?

00:40:45: Die Menschen in der Ukraine wollten keinen Krieg, wollen keinen Kriegen und werden auch nach dem was ich einschätzen kann kein Krieg.

00:40:52: Sie wollen einfach in Frieden leben bei sich zu Hause.

00:40:55: sie wollen dass keine Raketen auf ihre Häuser fallen.

00:40:57: sie wollen das ihre Kinder nicht im Schulunterricht in die Keller laufen.

00:41:01: sie wollen nicht dass Frauen in besetzten Städten vergewaltigt werden von russischen Soldaten Auf russischer Seite.

00:41:07: wenn man sich die Debatten in den Land anguckt Wenn man sich anguckt was für Worte Moderatoren wählen dann will Russland ganz klar Krieg.

00:41:14: Wenn man mit normalen Menschen in Russland spricht, dann ist vielen alles egal.

00:41:18: sie schieben das von sich weg.

00:41:19: aber da gibt es auch sehr viele die sagen entweder die Ukraine macht das was unser Präsident unserem Machthaber will ansonsten vernichten wir die Menschen in der Ukraine.

00:41:30: also dass ist die Sprache die ich auf russischer Seite höre wenn nicht mehr menschen dort spreche die ich kenne.

00:41:36: Es sind bei Weitem nicht alle Menschen aber es sind zu viele zu viele die das entweder hinnehmen oder dem russischen Diktator unterstützen.

00:41:44: Und bei allen Interpretationen, die es noch so geben mag.

00:41:47: Bei Interessen, die die USA haben ist die Sachlage – bei diesem Krieg ganz klar du hast einen Staat der Imperial denkt, der von einem Menschen geführt wird, der Kritiker vergiften oder erschießen lässt, der kritische Stimmen ins Gefängnis einsperrt und mit seiner Politik auch dazu führt dass viele Menschen das Land verlassen haben, der in Städten wie Berlin Morde in Auftrag gibt die Menschen zurücktauscht und wie große Volkshelden begrüßt, dass es leider eine Realität, die man akzeptieren muss.

00:42:21: Dass dieser Staat unter dieser Führung ein Staat ist der Krieg als legitimes Mittel sieht seine eigenen Ziele

00:42:26: zu erreichen.

00:42:33: Liebe Medienhülle, Zuschauer und vor allem Zuhörer!

00:42:36: Wir kommen jetzt zu Britta Steffenhagen.

00:42:38: In der Einleitung haben wir ja schon darüber gesprochen.

00:42:41: sie war bei mir in der Radiosendung zu Gast und hat viel aus ihrem Leben erzählt zum Beispiel dass sie einst auch beim SFB IV spätem Radio Multikulti angefangen hatte.

00:42:54: das waren ihre Anfänge beim radio auch von der radio eins radio show die er sehr bekannt berühmt ist für dieses total handgemachte radio also nachrichtensprecher werbung alles live auf der bühne alle inhalte alles an musik.

00:43:11: und wie sie das so wie die idee aufkam wie sie dass aber auch mit entwickelt hat.

00:43:16: es war ganz ganz lieb.

00:43:18: Aber jetzt hier in der Medienhölle geht es also um ihre Tätigkeit als Synchronsprecherin, wo sie auch wirklich in sehr vielen Filmen zu sehen ist.

00:43:28: Also eine Lieblingsrolle von mir als Vize-Bürgermeisterin Bellweiser in Sumenia II.

00:43:36: darüber hat sie auch kurz erzählt Und ich rede mit ihr darüber, wie es denn jetzt nun ist.

00:43:42: Gerade mit der Situation der Synchronsprecher gab's auch in den letzten Wochen schon einen prominenten Fall von Santiago Cisma, der also sich geweigert hat neuen Netflix-Vertrag zu unterschreiben.

00:43:57: Santiago Cisma sehr bekannt durch seine Stimme

00:44:00: für

00:44:01: SpongeBob Schwammkopf und das war schon ein Ruck durch die Branche weil keiner weiß wie es jetzt weitergeht.

00:44:08: Und die Aussichten, die sind nicht so gut.

00:44:11: Aber hören Sie Britta Steffenhagen selbst!

00:44:14: Frauen sind überrascht wenn man demonstriert dass sich das Lenkrad bis zum Anschlag drehen lässt.

00:44:19: Das liegt einmal an der zu geringen Kilometerleistung dieser Damen und zum anderen an ihrer Hilflosigkeit gegenüber der Technik.

00:44:26: Immer in der Sorge ihr Auto zu beschädigen nutzen sie beim Einparken den vollen Lenkrat-Einschlag nicht aus Einfach mal die Fresse halten.

00:44:34: Es ist so einfach und Sie

00:44:36: können es auch.

00:44:49: Es gab eine Initiative, wo du auch mitgemacht hast, wo es darum geht wie bedroht eigentlich der Beruf des Synchronsprecher ist.

00:44:58: Und das hat mich schon umgehauen, dass man Leuten, die eigentlich so verdient sind.

00:45:03: Weil sie mit ihrer Stimme und ihren Emotionen und auch mit ihrem ganzen Körper so viel in eine Figur hineingeben.

00:45:12: Dass man das richtig fühlt!

00:45:14: was der Schauspieler oder diese animierte Figur eigentlich ausdrücken will.

00:45:19: Und wenn man dann das Ganze irgendwie mit KI in Zukunft ja so sich immer mehr einheimen will, dann hätte ich das für eine Sauerei!

00:45:29: Die größte Sauerei ist vor allem, finde ich, dass sie es uns nicht bezahlen.

00:45:32: Also es ist so geil, man sagt immer Ja die KI guck mal... Das ist jetzt die neue Entwicklung und das jetzt viel schneller und so.

00:45:38: Das ist ja so.

00:45:38: wie die Leute sind früher Kutsche gefahren und jetzt fahren Sie eben Auto.

00:45:41: Da kannst du dich nicht gegensperren.

00:45:43: und die sagen immer Erstens konnte ich mir da immer noch ausholen, ob ich eine Kutsche oder ein Auto nehme und zweitens.

00:45:49: Ich bin ja überhaupt nicht gegen eine technische Weiterentwicklung aber es ist nicht.

00:45:53: erstmal ist das Loch lange nicht wirklich schneller weil sie es nämlich noch gar nicht so weit haben.

00:45:58: also jetzt wird's auch langsam richtig teuer hat mir letztendlich ne Bekannter erzählt Weil Sie jetzt gar nicht mehr die Sachen umsonst raus geben können.

00:46:04: Jetzt muss sich ja langsam lohnen.

00:46:06: Also es wird auch noch super teuer.

00:46:07: Und außerdem ist es ja die Sauerei ist wenn es schon so ein ökonomisches Tool ist und es ist ja so viel bildiger alles dann und so viel einfacher, wenn das die KI macht.

00:46:18: Sie klauen das ja einfach.

00:46:19: Es gibt ja die KI nicht, sie klauen unsere Stimmen und fienen es in dem System davon, lernt die KI von uns und wir sehen nichts davon.

00:46:27: also wenn sie uns jetzt ein Bayer zahlen würden und sagen du schaffst dich ab aber ich kann mir dann wenigstens davon was von der Rente zurücklegen oder so.

00:46:35: ja denn könnte man ja noch sagen naja ist wenigsten ein Deal den Du eingehst.

00:46:37: aber sie haben über Jahre einfach Stimmen geklaut.

00:46:41: und jetzt ist es so du musst bei jeder Produktion unterschreiben dass die zu Trainingszwecken deine Stimme verwendet werden können.

00:46:46: Da schreibst du, wirst du nicht mehr besetzt.

00:46:48: Auch nicht für deine Feststimmen oder so.

00:46:50: Also die ... wir Sprecherin werden total unter Druck gesetzt und das ist richtig krass!

00:46:56: Und jetzt gut gibt's da Bewegungen drin und es wird neue Klauseln versucht...

00:47:02: Wir verabschieden uns einmal vom Live ja?

00:47:06: Und sehen uns nächste Woche wieder.

00:47:08: Du machen was.

00:47:09: Britta, jetzt weiter zu dieser

00:47:10: ... Mach lieber live Sachen.

00:47:12: Genau.

00:47:13: Aber jetzt weiter.

00:47:15: also ähm Ihr seid ja auch gut, siehst du mal die Stimme von SpongeBob.

00:47:19: Der hat ... ist die Woche veröffentlicht, dass er sich weigert diesen Vertrag mit Netflix zu unterschreiben?

00:47:25: Keiner weiß was das mit dieser berühmten Rolle und SpongeBob irgendwie auf sich hat jetzt.

00:47:30: Werden Sie ihn jetzt rausschmeißen?

00:47:32: deshalb oder was?

00:47:33: also... Mit dem Sprecher von Patrick Star war das dann so der sich dann geweigert hat und den man einfach knallhart ersetzt hat.

00:47:42: Ich finde das krass!

00:47:43: Und ich find das gruselig!

00:47:44: Was ich mir auch so denke.

00:47:46: Also jetzt mal, wenn man das zu Ende spinnt.

00:47:50: Wenn alles die KI ersetzt... Ja was machen wir dann unter der Brücke?

00:47:54: Das ist ja genau und das ist ja auch dieses Ding, ich brauche die KI nicht dass sie die KI sollen meine Steuererklärung waren aber dann nicht meine Bilder malen oder jetzt am besten noch, ich mein gut Theater spielen so weit sind sie noch nicht.

00:48:05: Aber genau also was soll es?

00:48:07: Wir haben gedacht, Maschinen machen unsere Arbeit.

00:48:09: Und wir haben Zeit um unsere Kinder zu kümmern und Gemüse anzubauen usw.

00:48:15: Es hat eigentlich nur zu einer Kulmination geführt, dass alle noch mehr und teilweise Mist produzieren und nur die Spitzen verdienen.

00:48:24: Das muss man auch mal so sagen.

00:48:25: Also das ist wer verdient.

00:48:28: daran sind wirklich einige sehr wenige Menschen an der Spitze, die dann langsam vor Geld krank werden.

00:48:35: Es ist einfach scheitert an der Umverteilung, es muss besser umverteilt werden.

00:48:39: Und dann ist das ja auch ein ökologischer Aspekt.

00:48:43: auch diese Technik verbraucht und fast bei viel Strom.

00:48:47: Was ist Streaming heutzutage

00:48:49: für

00:48:50: Strom verbrauch?

00:48:51: Wahnsinn!

00:48:51: Ich hab das mal im Medienmagazin gehört.

00:48:53: da gab's damals eine Studie die das so ein bisschen aufgeschlüsselt hat.

00:48:57: ich habe gesagt Moment mal wir leben doch in so einer voll Öko Zeit aber es ist ja das Gegenteil davon.

00:49:06: Also ich hoffe, dass die Leute dafür ein Bewusstsein bekommen euch auch irgendwie unterstützen und da irgendwie auch was dagegen sagen weil wie gesagt wenn keiner mehr die Kohle hat dann wird es hier dunkel.

00:49:19: Wie kann

00:49:19: man denn euch unterstützen?

00:49:20: Was gibt es für Kampagnen um zu sagen wir brav hier binden wir uns hier verschaffen wir uns irgendwie eine Lobby oder bauen uns da selber etwas auf?

00:49:30: Ja, bei Insta gibt's diese ... kann man hier das einfach drauf achten.

00:49:34: Aber ich glaube im Augenblick könnte ich dir ... also da kann man unterschreiben.

00:49:39: Aber im Augenblick gibts jetzt gar nicht so eine ... so ne ... ja ... KI gegen Synchronen?

00:49:46: Weil wenn du sagst es ist, ihr müsst jetzt schon unterschreiben, dass ihr das abgibt eure Rechte, dass man damit eine KI schulen darf.

00:49:55: Dann ist ja jetzt schon fünf Nacht zwölf.

00:49:57: Ist ja nicht mal fünf vor zwölft!

00:50:00: Es ist im Grunde zu spät.

00:50:02: Ja, gar nicht im Grund her.

00:50:04: Was ist denn jetzt?

00:50:04: Mir

00:50:05: verpasst!

00:50:05: Ein anderer Gedankengang zu sagen ich glaube das geht noch zwei Jahre gut und dann ist eh Schluss.

00:50:12: also dass man das vielleicht gar nicht mehr retten kann kann das auch ein gedankengange sein dass man sagt wir müssen uns jetzt schon anderes Standbeinchen wieder suchen da anders aktiv werden oder sag so nein man soll doch bitte bis zum schluss auch darum kämpfen.

00:50:31: Also, ich finde es so.

00:50:32: Ich bin da jetzt insofern die falsche, dass ich so viele verschiedene Standbeine habe dann so... Dann gehe ich halt putzen.

00:50:40: also man sollte sich schon kümmern glaube ich.

00:50:43: aber das.

00:50:44: Und trotzdem sollte man kämpfen, einfach weil es ums Prinzip geht.

00:50:47: Es geht jetzt nicht darum ob man da noch so viel retten kann finde ich, sondern dass du einfach klar machst, die Clown ... Wir sind ja schon auch Huren als Schauspieler und bist im Gangbang und kriegst kein Geld dafür.

00:51:03: Das ist vom Prinzip her einfach der schlechten Verteilung Von unten nach oben verteilt wird die Kohle.

00:51:11: Das ist ein grundsätzliches Prinzip, was sich daran wieder so krass zeigt.

00:51:15: Deshalb finde ich lohnt es sich darüber zu reden und dafür zu kämpfen, dass das nicht passiert.

00:51:20: aber... Wie ist

00:51:21: das im Hörbuchbereich?

00:51:23: Das geht ganz genauso da los!

00:51:25: Da liegen Sie auch schon so einen Label mit Human Voice.

00:51:27: Es ist jetzt teilweise drauf, dass es wirklich eben eingelesen ist von den Menschen noch.

00:51:32: Ich meine, ich hab Fans, die schreiben einen Schritt mir letztens.

00:51:36: Das war so rührend.

00:51:36: Die hat gesagt, ich habe Depressionen und wenn ich deine Stimme höre, geht's mir besser.

00:51:40: Also ja ... Ich war so dankbar, hab mich so gefreut.

00:51:42: Und das finde ich ganz besonders.

00:51:46: Und ich finde die Vorstellung macht doch auch was von der Verordnung in der Welt mit dir, dass du weißt, da saß ein Mensch, der dir das vorgelesen hat oder die da Zeit.

00:51:56: Du kannst die anschreiben, die schreibt zurück Es geht ja jetzt schon los, dass die Kinder viel schlauer sind.

00:52:05: Zumindest als ich oder meine Generation.

00:52:08: Da gibt es ein paar mehr, die dann immer so ... Das Bild ist gar nicht echt, das ist KI-Mama, brauchst du gar nicht!

00:52:12: Und ich bin so, ach stimmt ja?

00:52:15: Die haben ja jetzt einen ganz anderen Blick auf diese Foto.

00:52:18: Weißt du so,

00:52:19: es ist

00:52:19: ja nicht so wie geil da hat einer das und das gemacht.

00:52:22: Nee, das sind die KI also ... Es ist so, was ist echt?

00:52:27: Was ist eben noch ... Das lässt mich ja

00:52:29: jetzt wieder sehr hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

00:52:32: Also das ist eine Art Qualitätsanspruch, den Kinder dann auch schon in frühen Jahren entwickeln.

00:52:37: Na ja, aber es ist ja nur KI-Scheiß, kann ich selber machen.

00:52:40: Ja, ich hoffe, dass bei uns und bei den Freunden und so läuft's eher so, dass wir eben sagen und dass sie ja auch mitkriegen wie viel Arbeit das ist und auch wieviel Spaß man dabei hat.

00:52:52: also... Meine Kinder spielen ja selber und die sind ja glücklich, wenn sie das machen können.

00:52:58: Ach toll!

00:52:58: Die Starke kommen in deine Fußstapfe, also Kinderfilme oder sowas ...

00:53:01: Sehen ich weiß nicht, ja könnte sein.

00:53:04: Also es ist einfach... Habt sich so ergeben?

00:53:06: Ist dann doch so dass man das irgendwie so kennt und dann Ja.

00:53:11: Warum nicht?

00:53:13: Rollen von dem man dich kennt?

00:53:14: Ich hab dich sofort erkannt in Zumenia Als Bürgermeisterin.

00:53:18: Wadewetter?

00:53:20: Ja, Bellwether.

00:53:24: Ich liebe das auch so, diese Mischung aus Lieb und total bösartig.

00:53:29: Ja, total!

00:53:30: Dann wenn sie da Artkinsky-Wiesig ausschlippt ... Das ist aber eher ein grandioser, ein toller Film.

00:53:35: einfach zum Menü.

00:53:37: Und dann bin ich die Stimme von Natasha Lyon, die hier auch wahnsinnig finde um diese Serie Pokerface, die sie mit selber geschrieben hat und wo sie die Hauptrolle spielt.

00:53:46: Also es ist so'n cooles Fudanet, so'nen crazy Krimiserie, tolle Fälle Verrückter Schauspieler wie Sie damit ... Man ist also herrlich.

00:53:55: Und sie heißt auch einfach so eine Krasse.

00:53:59: Und dann bin ich aber ... von Eve Miles, ganz tolle englische britischer Schauspielerin.

00:54:05: jetzt gerade Darkwater läuft an ganz toller Serie und Formel eins hab' ich grade Carrie Condon die ich auch sehr liebe in irischen Schauspielen überhaupt die irren Spiele alle so verrückt ist.

00:54:18: Das ist einfach was ganz Besonderes.

00:54:20: wenn du dich mit jemanden so länger Beschäftigen darfst, dadurch guckst du ja ganz anders.

00:54:27: Weil du musst von ihr abnehmen oder darfst von der anderen Schauspielerin abnehmen und das zu gucken was hat sie da gemacht?

00:54:36: Und dann wie so der Geist von ihr jedenfalls für eine kurze Zeit auch alleine durch die Stimme ein bisschen in dich rüber geht und du dich da rein morfst und man zusammen was Drittes macht also... Ich habe unheimlich viel gelernt von den Schauspielerinnen für mein eigenes Schauspieler.

00:54:57: Das finde ich fast teniert gerade, ja?

00:54:59: Habe ich noch nie so drüber nachgedacht!

00:55:01: Ja das ist wahnsinnig nahe durch jemanden kommst und grade natürlich auch wenn du selber als Schausspieler also sei sowieso Synchronschauspieler.

00:55:07: ne wir sind Synchron-Schauspielerin Wir spielen ja nicht.

00:55:11: Wir sprechen nicht.

00:55:14: Trotzdem ist es so, dass ja nicht alle dann noch als Schauspieler arbeiten.

00:55:16: Und wenn du aber als Schauspielerin noch arbeitest im Theater oder auch gerade beim Film ... Je mehr man dann beides macht das so... Also mir geht's schon so, da sich so sehr ... Ah geil!

00:55:28: Dann hat sie das so gelöst und steht die Kamera dar und hat sie dann so geguckt und ... Ey wie hat Sie das gemacht?

00:55:34: Die haben es so nahe und sie ist so ... Ja also weißt du was ich ... Ja,

00:55:39: hundert Prozent.

00:55:41: Im Film habe ich dich zuletzt bei die geschützten Männer gesehen.

00:55:44: Also ja,

00:55:44: das war wirklich ein tolles Projekt.

00:55:48: Der

00:55:48: so von Anja Kraspare kreppiert erst mal an der ersten Einstellung?

00:55:52: Fand ich sehr abgefahren?

00:55:53: Ja, stimmt!

00:55:54: Sie hat mir hier gesagt... Ich hab meinen Sohn nach einer Dossensuppe benannt, Campel.

00:55:59: Und dann dachte ich, die verarscht mich.

00:56:01: Dann guckte ich da den Abspann.

00:56:03: Der heißt wirklich Camper Caspar?

00:56:06: Ich dachte das gibt's

00:56:07: doch nicht!

00:56:07: Ganz toll, ich hab' den letzten im Theater gesehen an der Volksbühne bei dem Berlin-Berlinstück von Sascha hier ... Die Tanz...

00:56:18: Oh

00:56:19: Gott, da komm ich jetzt grad nicht drauf.

00:56:21: Macht er nischt.

00:56:22: Ich dachte, wer ist denn dieser coole Schauspieler?

00:56:26: Ist ja Wahnsinn und er spricht so toll.

00:56:27: Und dann bin ich danach dahinter.

00:56:29: Wir standen alle noch und haben getrunken geraut.

00:56:31: Dann sag ich zu ihm, das war ja irren und so ein Danke!

00:56:34: Und dann sagte irgendjemand ... Das ist der Sohn von Anja Gaspari und ich so

00:56:38: was?!

00:56:39: Wir müssen jetzt einen Foto für Mama machen.

00:56:40: Ich bin auch Britta Stemmler eher so was... und es war total nett.

00:56:45: Ja, genau stimmt.

00:56:46: Der machte auch mit.

00:56:47: Also das war ... Ich hatte jetzt so eine kleine Rolle bei Kudam Du kannst klein, nur so eine Tanzlehrerin ... Ich hab jetzt eher kleinere Sachen gemacht.

00:56:56: Jetzt kommen ein paar bei dem Strahl so einen Krimiwanz, ein paar mehr Drehtage und so genau.

00:57:04: Also Film ist nicht so da, arbeite ich mich so langsam vorwärts.

00:57:08: Da freu' ich mich wenn jetzt.

00:57:10: Britta, ich wünschte dir auch für die Zukunft!

00:57:12: dass immer genug reinkommt für Miete, Spaß und allem was man braucht.

00:57:17: Auch immer genug Prosecco.

00:57:19: Ja?

00:57:19: Du bist

00:57:20: so lieb!

00:57:22: Hoffentlich sehen wir uns irgendwann mal wieder.

00:57:23: Ganz bestimmt.

00:57:24: Vielen vielen Dank.

00:57:25: Und du kommst in die Riksdorfer Perlin.

00:57:26: Unbedingt

00:57:27: ich komm unbedingt nicht.

00:57:28: Du machst eine tolle Sendung hier und es ist ein toller Ort und danke, dass du das machst.

00:57:33: Danke auch.

00:57:34: Wir sehen uns.

00:57:35: Ciao.

00:57:35: Tschüss.

00:57:38: Damit Rückblende zum dreißigsten und einundreißigste Mai-Zweißen-Sächsenzwanzig und wir blenden auch nicht nur den Ort zurück, sondern die Zeit.

00:57:49: in dieser Geschichte geht es um achtzig Jahre Rias.

00:57:53: Und weil's draußen geregnet hatte während der Aufnahmen haben wir jetzt in einem kleinen Vorraum gemacht.

00:57:58: das erkennen Sie daran dass im Hintergrund so einige Rias emotional in einer Wand hängen.

00:58:06: Ich bin Gerhard Koti.

00:58:07: ich habe in diesem Haus kuft an der Straße neunundsechzig im Rias-Gebäude gearbeitet, von neunzehundertsechsundsetzig bis neunzelhundertfünfundachtzig.

00:58:18: Ich habe gearbeitet bei dem legendären Rias Treffpunkt der Jugendfunksendung dieses Hauses.

00:58:24: Das war eine begehrte Stelle kann ich mir vorstellen Wie bist du dazu gekommen?

00:58:28: Du hast doch einen Traumjob gelesen!

00:58:30: Ich war Student am Institut für Publizistik und das war für mich als Kind aus der Provelle zu die letzter Chance an der Uni noch voranzukommen und habe gesagt, die Publikisten, das ist interessant.

00:58:43: Und sie suchen mir diejenigen aus, die auf den ersten Blick nicht die Lieblinge der Studenten sind.

00:58:48: Irgendwann immer noch für der Zeit hatte ich dann eine Veranscheidung bei Herbert Kundler.

00:58:53: Der war der Programmdirektor von Rejas Berlin.

00:58:57: Und er hat mir eine Chance gegeben – ich bin ihm sicherlich auch ein bisschen aufgefallen – aber ich habe auch gesagt, ich will es wissen!

00:59:05: Das ist ein Programmdirektor, der könnte dort einen Zugang zur Medien verschaffen.

00:59:10: Und tatsächlich, es hat funktioniert.

00:59:13: Die ganze Geschichte beim Rias und dann später auch noch beim SFB, auch Morgenecho

00:59:18: usw.,

00:59:20: in einer Extra-Folge ... Jetzt geht es mir darum, etwas in die Öffentlichkeit zu ziehen, die

00:59:26: ja

00:59:27: was versteckt im Plauen ablief.

00:59:30: Man hatte dich dort eingeladen zur einer kleinen Feierstunde.

00:59:33: Was war das?

00:59:35: Und aus welchem Anlass?

00:59:37: vor allen Dingen?

00:59:38: Ja, völlig überraschend für mich Die Begegnung mit den Hörerinnen und Hörern in Plauen im Vogtland.

00:59:45: Dazu gehört die Geschichte, dass Rias ja auch von dem Süden her die DDR-Einstrahlen wollte um die gesamte DDR abzudecken Und dazu gab es einen Sender im Hof und wir hatten ...

01:00:00: Das war ein Mittelwellensender?

01:00:03: Auch

01:00:03: UKW!

01:00:05: Das war völlig irre.

01:00:06: Wir saßen hier in West-Berlin und gaben Programmtipps von Bens durch, die in Hof oder Markt Revitz oder sonst spielen würden oder Diskussionsveranstaltungen, die es da auf dem Land gehabt hat – völlig irre!

01:00:18: Man ist ja Großstädter und hat dann Hörer auf dem land.

01:00:21: Aber wenn man das angenommen hatte dass Rias eine besondere Aufgabe hatte nicht der Sender Frau ist Berlin war sondern der Senter dessen Hörerschaft eigentlich weiter weg war benachbart, aber das war ein eigenes Gebiet.

01:00:36: zunächst mal sich in die Köpfe und Herne dieser jungen Leute zu versetzen.

01:00:42: Das sind keine Westberliner, die auf Demonstrationen gehen oder um Herrschweifende Haarschreiber entzünden.

01:00:49: Die Ticken ganz anders notgedrohen.

01:00:53: Und wenn man sich damit auseinandergesetzt hat dann war es eine spannende Aufgabe für solche höherer Radio zu machen.

01:01:00: Nun hätte man sich auch vorstellen können, dass das ein Treffen in Hof ist.

01:01:04: Aber du warst ja in Plauen.

01:01:06: Plauen liegt, es liegt, die Kilometer Luftlinie von Hof entfernt.

01:01:09: Warum ausgerechnet jetzt Plauen?

01:01:11: Und was war der Anlass?

01:01:14: Der Anlass war achtzig Jahre Rehas und es gibt Tatnäckige Rehas Fans, glühende Verehrer im Hof zu denen ich auch durchaus Kontakt hatte.

01:01:24: Das wären noch interessanter Geschichten.

01:01:27: Die Partnerstadt von Hof ist Plauen, eine der.

01:01:31: Wenn ihr so ne Julehungsveranstaltung macht ... Achtzig Jahre Rehas!

01:01:35: Dann möchten wir das bitte schon bei uns auch machen.

01:01:38: Denn bei uns stand ja ein Störsender und bei uns gab es so viele Leute die Rehas gehört haben.

01:01:43: Macht doch bitte diese Veranstaltung auch bei uns in Plauen.

01:01:47: Und dann bringt doch mal jemanden mit, der beim Radio Rehas noch gearbeitet hat.

01:01:52: Na ja, da gibt's ja dann Leute wie ich in ihren ... Und die sagen, okay ich habe Zeit.

01:01:58: Ich habe Lust zu sowas und bin da halt hingepaart und es war eine interessante Begegnung.

01:02:03: Störsinnah, apropos wir sind ja gerade im alten Rias Gebäude heute Deutschlandradio Kultur in Deutschland Funkkultur aber vom Deutschland Radio Und im Eingangsbereich stand der früher oder zumindest einer der Störsender.

01:02:17: Das muss man sich so vorstellen, dass auf derselben Frequenz versuchte ein Art Jamming sozusagen einen auf- und abschwellenden Ton zu senden um das eigentliche Nutzsignal des Rias zu übertönen und damit für den Empfang unbrauchbar zu machen.

01:02:34: Hier stand einer, der ist inzwischen abgebaut.

01:02:37: Sagen wir den im Plauen irgendwie noch Überreste von solchen Anlagen?

01:02:40: Nein, da war nichts mehr zu sehen!

01:02:42: Ich bin mit einem Fan und auch einem großer Schallplattensammler von Amiga-Platten rumgefahren.

01:02:50: An dieser Stelle stand der Störsender und an einem anderen Ort, da waren Gebäude ... wo die Leute drin saßen, diese um sich zu störende gekümmert haben.

01:02:58: Aber zusehen war gar nichts mehr.

01:03:00: Zusehen ist ja auch ein Hof nicht schwer!

01:03:02: Auch die Sendemasten oder der Sendemast in Hof ist ja vor vielen Jahren schon mir nix gesprengt worden.

01:03:09: Es gibt doch keine Gedenkplakette oder irgendwas was daran erinnert dass da mal quasi der kalte Krieg im Eterstadt fand?

01:03:16: Ich glaube nicht ich kann es nicht wirklich... behaupten, aber nachdem was die von den Leuten sowohl den Plauen als auch einen Ruf gehört habe, erinnert wenig oder gar nix an den Rias.

01:03:26: Wer ist denn nun gekommen zur Gedenkstunde?

01:03:29: Nur alte Rias-Hörer oder vielleicht junges Publikum da?

01:03:31: Das

01:03:31: war sozusagen meine Generation lauter Grauköppe.

01:03:36: Es waren auch ein paar Jüngere dabei Aber es ist halt eine Begegnung mit ihrer Vergangenheit gewesen.

01:03:42: Ist das ja interessant hier?

01:03:43: Leute haben ja richtig für diese Dänder geschwärmt.

01:03:47: Das ist einem im Nachhinein fast schon peinlich, man hat einfach seine Arbeit gemacht.

01:03:51: dass man da sozusagen eine kleine Radiobröße war, war einem so bewusst nicht.

01:03:58: ich habe jetzt an diesem Wochenende ganz viele Autogramme gegeben müssen.

01:04:03: Das war noch nicht gerade mein Alltag hier als Radiomoderator.

01:04:06: Aber ihr habt auch Hörerpost bekommen, es gab doch die sogenannte Hörerspost-Bestätigung mit Nicht-Klarnamen sondern eher so wie Hundelkuchen, Alfred und Drittag Ungehöhle?

01:04:14: Ja genau, League

01:04:14: Jagger der Neunzehnte und all gleiche Geschichten.

01:04:17: Also diese Post hab ich, muss ich sagen, intensiv gelesen und ich habe aber auch häufig am Samstag die Wunschsendungen gemacht.

01:04:25: Man kriegt dann diese Briefe, Plattenwünsche worden dort erwähnt und da hat man meistens am Samstag erfüllt und ich glaube, das war auch so ein Teil dessen dass sich da ganz gut bekannt war.

01:04:40: Aber trotzdem worüber hast du dich denn da jetzt unterhalten?

01:04:42: Hast Du die ganze Zeit nur zugehört oder musstest du Annik Dötchen erzählen?

01:04:45: wie war es dann?

01:04:46: also?

01:04:47: Ich habe sehr viel erzählt.

01:04:50: Die Geschichte war so aufgebaut dass derjenige der der initiator dieser ganzen geschichte war ein gewisser Jürgen Stader einer meiner hohe verhörer.

01:05:00: Der hatte eine sehr schöne Präsentationen ausgearbeitet.

01:05:04: Schon in dem Jahr zwei Tausend Sechs hat er damit angefangen und hat auch professionelle Hilfe erfahren, ganz viele Ausschnitte, Bilder, Dokumente in einer richtig guten Präszentation vorgeführt.

01:05:15: Hast du was Neues erfahren?

01:05:17: Nee das nicht!

01:05:20: Aber wir haben es gar nicht vorgeprobt oder so, das war klar... Er hält, er macht diese Präsentation und dann sitzt da auf einem Hocker der Zeitzeuge.

01:05:30: Der kann zu bestimmten Gelegenheiten was sagen.

01:05:32: wir haben uns immer so angeguckt das war klar.

01:05:35: Jetzt soll mal der Experte aus, der selbst erlebt hat.

01:05:39: Soll ich jetzt mal erzählen?

01:05:39: Und ich hatte mir so eine Reihe von Anekdoten schon kurz notiert, dass sich diese unbedingt erwähnen wollte.

01:05:47: Weil das natürlich auch einfach schön ist, wenn man zum Beispiel erzählen kann, was man mit den Rolling Stones erlebt hat oder mit anderen Größen.

01:05:54: Was

01:05:54: hast du denn mit dem Rolling Stones erlibt?

01:05:57: Rolling Stones war ganz toll die waren in der Waldbühne ...

01:06:00: Das war aber fünfundsechzig!

01:06:02: Ja.

01:06:02: Da warst du noch nicht bei dir

01:06:03: was.

01:06:04: Also die Running Stones spielten in der der Siebziger oder Anfang der Achtziger, in der Waldbühne.

01:06:11: Und im Vorfall war schon die Frage wer kriegt einen Interview?

01:06:16: Schwierig,

01:06:18: limitiert!

01:06:19: Dann gab es die Zusätzlichmöglichkeit mit einem Stone zu sprechen weil der eine Solo-Platte halte Bill Wyman, der Gitarist hat er so ein Solo-Projekt Über.

01:06:31: dieses Mal konnte ich gehen über die Plattenfirma von Bill Wyman und kriegte deswegen mit ihm ein Interview.

01:06:38: Im Interconti, schicke Sache, hohe Sicherheitsstufen bis man in einen Zimmer geführt wurde, wo schon net Getränke und Obst waren, dann wurde Herr Wyman zugeführt.

01:06:52: Und wir haben mich mit Bill Wymen ein Interview gemacht was einfach hochinteressant war insofern Ich hatte zum ersten Mal ein Nagra-Gerät, nahe Besprechungsgeräte mitgenommen.

01:07:07: Die Idee war ich mache das mit diesem hochwertigen Gerät damit wir gleich diese Spulen in den Übern bringen können und dann abspielen.

01:07:14: Also Naga angeschaltet, vermeintlich Frage auf Englisch, Frage auf Deutsch, Antwort auf Engelisch übertetzt auf Deutsch hin und her.

01:07:23: Das dauert so seine Zeit!

01:07:25: Und nach der siebten Frage denke ich guck doch mal auf... Das Ding läuft.

01:07:29: Nein, es lief nicht!

01:07:32: Das war der Amateurfehler eines Menschen, den ich täte hier mit dem Gerät umgeht.

01:07:36: Es lief nichts.

01:07:37: Ich habe mich

01:07:38: entschuldigt bei Bill Wyman.

01:07:40: Okay wir fangen von vorne an aber bitte nicht mehr übersetzen.

01:07:44: Wir machen uns jetzt in einer Sprache und meiner Sprache durchziehen.

01:07:47: Dann hab' ich das gemacht.

01:07:48: Und das war mein langes Interview mit Bill Weimann, der auch viele interessante Sachen erzählerte unter anderem.

01:07:56: Dass er mit einigen anderen am Vorabend versucht hatte oder am Vortag versucht hatte einen Besuch in Osperi zu machen.

01:08:03: Einfach mal gucken, wie sehen die Leute drauf?

01:08:05: Andere waren kunstinteressiert so wie Charlie Watts Und noch mal irgendjemand von so uns.

01:08:12: Aber es ist ihnen nichts erlaubt worden, die Einreise.

01:08:15: Das hat sie relativ lange gewartet und mussten dann wieder zurück.

01:08:18: Es gab ja das Gerücht, dass Sie auf dem Springer-Hochhaus spielen wollten sollten?

01:08:23: Ist da was dran gewesen?

01:08:24: Hast du das irgendwie rauskriegen können?

01:08:25: Also,

01:08:25: das war der ganz blöde Geschichte eines Moderataus, der irgendwie durchgeknallt war.

01:08:31: Der tatsächlich behauptet hat ... Kai Blömer heißt man, dass die sonst auf einem Springerhochhaus spielen würden.

01:08:40: für Ostberlin nix dran.

01:08:42: Auch Rias Treffpunkt?

01:08:45: Die andere Frage ist ja natürlich in dieser Stadt, in der geteilten Stadt damals West-Berlin und Ost-Berelin liebt er auch David Bowie.

01:08:53: Der durfte er irgendwie einreisen.

01:08:55: also hat sich schon das Öfteren mal umgesehen sagt man Offenbar war vielleicht dann auch der Rias dran schuld, dass da irgendwie die Stones nicht rüber dürfen oder und das meinte ich vorhin mit neunzehntfünfundsechzig dieses wirkliche Chaos-Konzert in der Waldbühne als tatsächlich die Fans, die die Waldbüne zerlegten.

01:09:21: Kaputt machten und das auch ein Schock war für Für den regierenden Bürgermeister Albert, hieß der glaube ich damals.

01:09:28: Passtor!

01:09:29: Und dass auch eine Armschau richtig ausgewertet wurde und daraufhin ja auch das elfte Plenum des SED-Zentralkomitees die DDR-Biedmusik so ein bisschen unter die Loop benahmen.

01:09:41: Unser Start ist ein sauberer Start.

01:09:42: Das war damals der Ausläufer, der Stohl und zerschlüssten

01:09:45: diesem jejeje.

01:09:47: Ja, obwohl das eher die Beatles waren mit jajaja.

01:09:50: Aber das haben die Genossen damals alles verwechselt oder durcheinander gerührt?

01:09:54: Das war so eine Anekdote, die du da erzählt hast.

01:09:57: Und welche AnekDote bringst Du mit von den Hörern und Höreren Deiner Sendung quasi Damals?

01:10:04: Es ist interessant wie intensiv die Leute Radio gehört haben und wie sie den Rias ja, verehrt haben und wohl immer noch verehren.

01:10:13: Auch nach Jahrzehnten später noch!

01:10:15: Also Geschichten wie wo hab ich hören können?

01:10:19: was muss ich noch machen mit der Antenne?

01:10:21: Da habe ich einen guten Empfang hatte und was

01:10:23: immer

01:10:23: wieder gesagt wurde ihr habt das gut gemacht, ihr habt die Musik für uns zu mitschneiden gespielt so dass hat mir immer wieder gedacht Leute quatschen nicht drauf auf die Anfänge wir brauchen das.

01:10:37: Es gibt ja einige dabei, die auch DJ-Mucker waren.

01:10:42: Wenn wir das bei euch mitgeschnitten haben, dann sind ihr auf unsere nächste Veranstaltung gegangen und konnten da spielen!

01:10:50: Das war einem schon klar... Ich erinnere mich, dass wir, wenn mal versprochen haben Wir spielen sämtliche LPs von AC DC aus ohne dazwischen zu quatschen.

01:11:02: Das war ein ganz toller Erfolg.

01:11:04: Also ganz, ganz wichtig.

01:11:05: Musik die nicht zugänglich war, kam über den Rias, wurde mitgeschnitten und dann bei der nächsten Fete gespielt.

01:11:13: Obwohl es gab einer Amiga LP von ACDC aber das hatte offenbar ja den Geschmack noch angetrieben als befriedigt.

01:11:22: insofern war natürlich auch eure Arbeit beim Rias dazu da dass was im staatlichen Plattenlabel nicht aus Lizenzgründen geschafft wurde dann auszugleichen.

01:11:34: Auf der anderen Seite, die Diedieviensächzig weiß ich mit der Sendung Duert Musik für den Rekorder hat ähnliche Bedürfnisse befriedigt.

01:11:40: und die Podiumsdiskothek.

01:11:42: Aber noch mal zurück nach Plauen ins Vogtland zu dem Treffen war das nun so eine Art Geburtstagsfeier tatsächlich?

01:11:54: Riesige Torte, das waren eigentlich zwei Torten sogar.

01:11:57: Eine Torte für Rias I und eine Torte von Rias II.

01:12:00: Und die schmecken wirklich gut.

01:12:02: Mein Gott ist hier essen!

01:12:05: Ja, die Herzlichkeit ... Das hat mich alle schon sehr berührt muss ich sagen.

01:12:10: Unserer Mensch hatte damals vielleicht doch richtig gemacht denn der Rias war ja in Westberlin die Nummer Zwei da war der SFB.

01:12:21: unter den Jungen Leuten war es erbiet weit vorne vor Rias Treffpunkt.

01:12:27: Und das war ewig eine Konkurrenz, und wir hatten halt Hörer, die nicht in West-Berlin waren ... und die nicht die Ansprechpartner waren.

01:12:35: Insofern haben wir das richtig gemacht, dass wir uns sehr um diese Hörere gegümmert haben.

01:12:43: Der Rias ist überhaupt nicht vergessen!

01:12:45: Es ist noch präsent.

01:12:48: Wir haben uns jetzt gleich ein Audiointerview an von Alexander Tauscher der Weiben Alex Berlin Radio, die Sendung Radioreise macht.

01:12:56: Er hat die zwei Veranstalter vor Ort kurz interviewen können.

01:13:01: Die erst mal.

01:13:01: Gerhard Kohli vielen Dank und du bist auch wieder vor Lager denn du steckst voller Geschichten, die wir jetzt in dieser Medienhöllenausgabe gar nicht umfassend und würdigend bei dir abfragen können.

01:13:13: erstmal bis hierhin.

01:13:14: Danke schön!

01:13:15: Ja gerne wieder.

01:13:22: Welche Bedeutung, wir sind hier in Plauen.

01:13:24: Hat diese Rias für dich für euch gehabt?

01:13:26: Hier in dieser Stadt aber vor allem auch um die Stadtteil hier.

01:13:29: Ich bin unter anderem Vorstand beim ersten FC Wacker und ich bin hier in einem Arbeiterviertel aufgewachsen Und in diesem Arbeiter Viertel haben also wirklich alle Rias gehört.

01:13:39: Es war unser Sender.

01:13:41: dort haben Wir unsere Informationen bekommen Die wir gebraucht haben fürs Leben und dieser Sender hat uns von früh bis abend begleitet Hauptsächlich Rias II gehört als jüngere Menschen, weil das eben der Jugendcenter war.

01:13:55: Das war einfach ein geiles Radio!

01:13:57: Erstens mal gab es keine Werbung und zweitens haben die für uns extra die Lieder ausgespielt, sodass wir das aufnehmen konnten, denn wir kamen nicht an die Westmusik.

01:14:07: in Blauen waren die Menschen zuerst auf der Straße zwei Tage vor Leipzig übrigens.

01:14:12: viele in Deutschland denken noch Dass in Leipzig die Revolution losging, das stimmt nicht.

01:14:16: Die gingen blauenlos.

01:14:17: Wir hatten die höchste Ausreisequote in Blauen und haben alle Rias gehört.

01:14:21: Und der Rias aus Ostdeutscher Tire Assis hat, nannte man das ja, Hetz-Sender.

01:14:25: Hat dafür gesorgt dass wir gut rübergekommen sind sozusagen dann zu unserem Begrüßungsgeld nach Hof

01:14:31: etc.,

01:14:32: Dann wurde leider dieser Sender eingestellt weil er seinen Auftrag nämlich die deutsche Einheit erfüllt hatte.

01:14:38: Ich bin dann über fünf Ecken zum Journalismus gekommen, bin übrigens ursprünglich Baufacharbeiter-Macher und habe dadurch auf diesem Wege den jürgen Starter kennengelernt.

01:14:47: Ein unfassbarer Rias-Fan der mir erst mal den Rias erklärt hat!

01:14:51: Das mulige Merk – thirty-five Jahre nachdem ich den gehört hab, habe ich dann erstmal alles über einen Rias erfahren und wusste auch warum in Blauen der Störsender war, warum im Hof der Verstärker war etc... Und dann sagte er mir dass der Rias sich ganz schwer tut selber in Berlin mit seinem Erbe Und dieses Tod schweigt und es einen achtzigsten Geburtstag gibt, der an Berlinisch gefeiert werden soll.

01:15:14: Und er das in Hof feiert!

01:15:15: Das ist toll, du es schaffst achtzig Jahre nach Gründung des damals noch Drahtfunk im amerikanischen Sektor später... des Rundfunks im amerikanischen Sektor Berlins, hier Fans in einen Verein zu locken.

01:15:28: In so einer Halle mit einem einfachem schönen Vortrag Powerpoint Bilder und Otöne einspielen.

01:15:33: Mit Rias Geburtstagstrottemusik aus dieser Zeit das du es schaffst noch daran zu erinnern in heutigen Zeiten.

01:15:39: Für mich war klar wenn ich das jetzt nicht mache dann würde niemand machen!

01:15:46: Eine freie Stimme der Freien Welt.

01:15:48: Jürgen Stader aus Hof, eine fränkische Stimme von der Fränkischen Welt.

01:15:52: Und aus dem freien Oberfranken bist du zu uns hergekommen nach Blauen in die einstige SBZ später DDR.

01:15:58: Jörg, ich kenne dich als Rias-Server!

01:16:00: Also Rias war für uns ein Lebensgefühl.

01:16:02: Rias hat zur Familie gehört und meine Eltern haben sich mit nie mit dem Rias vorher beschäftigt.

01:16:09: Ich bin eigentlich durch Zufall auf den Rias gestoßen weil mein Onkel Evergreen Sagogo gehört hat Onkel mal Urlaub gemacht habe, so ein Wochenende.

01:16:18: Habe ich diese Sendung gehört?

01:16:19: das war lieber auf den ersten nicht Blick sondern auf dem ersten höher Effekt.

01:16:23: und seitdem hing ich an diesem Rias-Programm weil es ein idealer Sender war.

01:16:27: er hat humoristisch was gemacht, informativ was gemacht.

01:16:31: Er hat die richtige Musik zur richtigen Zeit gespielt und er hatte auch Hof oder das Vogtland immer im Blick gehabt weil sie unsere Stadt immer namentlich erwähnt haben mit den Centerangaben und so wurde ich automatisch Rias Fan, Rias Hörer Und es ist bis jetzt geblieben.

01:16:45: also Ich halte dieses Rias-Andenken sehr hoch An sich.

01:16:48: der Oberfrank und der Berliner hat ja nicht so viel gemeinsam.

01:16:51: war es ein Zufall dass eben die Verbindung abseits der Frequenz zu Eng wurde zu Berlin, weil ihr seid ja ganz verschiedene Typen Berliner und Tohofer.

01:16:59: Der Oberfranker oder der Franke selber ist ein zurückhaltender Mensch und für mich war das eigentlich das tolle als ich nach Berlin gekommen bin.

01:17:05: Das erste Mal als Tourist oder als Jugendlicher dass die Berliner diese Kotterschnauze dieses Weltoffene dieses Lustige das hat mich fasziniert und da habe ich gemerkt dass die berliner so ein bisschen mein Lebensgefühl verinnerlicht haben und dann bin ich mir zum Berlin-Fan geworden bis dahin, dass ich sogar einen Verein in Hof habe.

01:17:22: Bund der Berliner und Freunde Berlins, den ich vorstehe weil wir nach Berlin fahren, weil wir Berlin Kultur nach Hof gebracht haben und immer wieder für diese Beziehung Hof Berlin auch schwärmen.

01:17:31: Warst dir zu geteilten Zeiten schon bewusst welche Bedeutung die Frequenz in Hof?

01:17:37: Für uns in der DDR hatte es vor allem für uns in einer südlichen DDR.

01:17:40: alle unseren Antennen waren auf Hof.

01:17:41: aber warst ihr bewusst was für ein magischer Ort Für uns Hof war.

01:17:45: Ja, war mir von Anfang an bewusst weil ich versucht habe Brieffreundschaften aufzubauen mit Hörern von Blauen bis Dresden bis Rauf an die Ostsee und hab dann gemerkt den ersten Briefen Auch Gesprächen, wie ich dann die Leute getroffen habe.

01:17:59: Wie wichtig der Sender, wie wichtig diese Information für die Bürger des DDR ist.

01:18:04: und das hat auch mein DDR-Bild positiv geprägt weil ich mich über die Städte auch mehr informieren konnte und informiert habe.

01:18:10: also für mich war Der RIA so ein Transmissionsremin für die deutsche Einheit Weil sie viel über die DDR berichtet haben.

01:18:17: Das hat für mich auch ein Offenes Und einen Weltbild gebracht dass ich die DDR von Anfang an interessiert verfolgt habe Nicht nur die Politik, auch den Sport oder die Kultur.

01:18:32: Gerd, wir sind jetzt gegenüber vom ehemaligen Rias-Gebäude im heutigen Deutschlandradio Berlin quasi in deiner Stammkneipe von damals.

01:18:43: Kann man das so sagen?

01:18:43: Obwohl der Name Pustenblume ändert nun nicht mehr dran.

01:18:47: Sondern wie ist es früher hier?

01:18:49: Das ist damals Restaurante Toni Amrias!

01:18:52: Richtig, Amrias war ...

01:18:54: Toni Amriass

01:18:55: durfte man auch als Betreiber tatsächlich damit ein bisschen

01:18:58: Werbung machen.

01:18:59: Es stand irgendwie drunter, glaub ich.

01:19:01: Jedenfalls für uns war Gehmer zu Toni.

01:19:03: Das heißt also es war wirklich ein bodenschämtiger guter Italiener vernünftige Nudeln, vernünfflige Pizza und eben italienische Herzlichkeit so wie man sich das vorstellt, wie ein Italiena zu sein hat in den siebzehn- ochachtziger Jahren.

01:19:19: Und hier waren wir häufig auch oft auf Einladung der Vertreter der Plattfirmen, die hier regelmäßig vorbeikamen.

01:19:27: Ihre neuesten Produkte vorstellen und danach kommen beim Essen so ein bisschen vertiefend.

01:19:33: Aber jetzt natürlich nicht mit einem transportablen Plattenspieler wie man ihn aus den sechster Jahren kannte sondern man zeigte sich die Platten nur.

01:19:41: also es war kein Abhören hier.

01:19:43: Indem

01:19:43: man hörte... Also meist war's so wir haben drüben im Sinne aufgelegt, mal reingerührt Ein zu meiner sensationellsten Hörerlebnisse, was ein neues Produkt agi.

01:19:55: Wie war Diastrates?

01:19:57: Sultans of Swing.

01:19:58: Bis heute noch

01:19:59: ein voller Titel

01:20:01: ist.

01:20:01: Und als wir das präsentiert bekommen

01:20:04: haben ... Boah!

01:20:05: Das ist ja unglaublich schwer.

01:20:06: Ist

01:20:06: das?

01:20:07: Also es war einfach ein bleibender

01:20:10: Eindruck.

01:20:12: Nina auch in den Hagen kam da drüben an und stellte ihre Sachen vor.

01:20:18: Das war damals schon so.

01:20:19: Es war jetzt nicht nur hier Pizza essen gehen, sondern zunächst mal wollte man wissen was habt ihr?

01:20:25: Und warum habt ihr das nämlich bei euch in der Kantine gemacht?

01:20:28: Beim Italiener ist das erst besser!

01:20:32: Abgesehen davon ist eine Einladung zum Italienern sehr viel wertiger als ich gebe mir einmal eine Runde Kantinenessen aus.

01:20:41: Wir nutzen wir jetzt die Gelegenheit noch eine Anekdote nachzutragen, die in Verbindung zu dem Senderstandort Hof Bestät.

01:20:50: Du hast mir auf dem Gang vom Gebäude, jetzt vom Funkhaus hier rüber erzählt, dass es da eine ganz besondere Beziehung gibt zu einem Hofer oder zu zwei Hofern?

01:20:59: Ja also irgendwie eine tolle Geschichte!

01:21:01: Also dadurch das ich diese Hörerpost regelmäßig gelesen habe, kannte ja auch so ein bisschen manche Leute und es gab auch welche die angerufen haben.

01:21:11: Und einer mein Hörers, ein gewisser Schüler damals Jürgen Stader war ein Reggae-Fan und da hat sie immer gefreut, wenn ich Reggaeplatten aufgelegt habe.

01:21:24: Und dann fügte er sich das der berühmte große Jimmy Cliff in Berlin spielen sollte.

01:21:30: Und er wollte unbedingt dahin und hat mich dann angerufen und gefragt ob ich dann eine günstige Unterkunft wisse Jugendherberge was auch umwolle unterkommen könnte.

01:21:40: So jetzt sind wir ja schon bedient.

01:21:41: vielen Dank!

01:21:43: Die zu alten Regerszeiten.

01:21:45: Auch das ist die kleine Portion hier, ne?

01:21:50: Ja, danke schön!

01:21:52: Also um es kurz zu machen ich habe gesagt also weißt du was?

01:21:56: dann schlafen wir einfach bei uns Zuhause Dann ist das Thema erledigt.

01:22:00: seine Eltern können beruhigt sein und so geschah es dann.

01:22:03: Er kam

01:22:04: in

01:22:04: Berlin an, hat bei uns übernachtet ging zu Jimmy Cliff und seither war er erst recht mein Hörer.

01:22:10: Weil.

01:22:11: wir haben uns dann immer wieder über jamaikanische Künstler, über Jamaika ausgetauscht.

01:22:16: Dann

01:22:16: in Berlin Leute kennengelernt und die auch zu dieser Reggae-Community gehören.

01:22:21: So hat sich das über Jahre entwickelt.

01:22:24: Und ich ... wenn ich im Hof war was so oft nicht passiert ist aber ich hab einmal eine tolle Filme gemacht, wo man halt die Familie Stader besucht.

01:22:34: Und Jürgen Stader war jetzt mit Initiatur dieser Kleinen Geburtstagsfeier in Plauen.

01:22:41: Das

01:22:41: ist dann umgewechselt zum älteren Bogen.

01:22:43: Ja, okay!

01:22:45: Jürgen war derjenige, den ich eingeladen habe und Jochen war der kleine.

01:22:51: Der ist ein Glühendär Rias Fan.

01:22:54: Der hat gerade zu seinem großen Hobby gemacht.

01:22:57: Er hat alles gesammelt.

01:22:59: Dokumente, Mitschnitte... ...hat Kontakt zu allen möglichen Rias Leuten aufgenommen.

01:23:05: Und er ist wirklich der Superfan und es ist ein Hobby Was ihr sehr ernsthaft betreibt, muss ich sagen.

01:23:11: Er hat eine wirklich tolle Präsentation gemacht über achtzig Jahre Rias.

01:23:17: Die Ursprünge dieser Präsentation gehen zurück auf das Jahr zwei tausend sechs wo er mit dem früheren Rias Mitarbeiter später im Fernsehen bekannt beim ZDF Joachim Jawa.

01:23:29: der hat ihm behäuften bestimmte Materialien zusammenzutragen also

01:23:34: nicht nur

01:23:35: amateurhaft sondern es war schon ein sehr sehr gute Präsensation.

01:23:39: Also ich merke schon, wir müssen dich noch mal vor das Medienhörle-Kamerauge bringen.

01:23:44: Jetzt erst einmal damit das Essen nicht kalt wird.

01:23:46: Guten Appetit!

01:23:47: Was hast du dir bestellt?

01:23:49: Was ist das?

01:23:50: Mozzanellastix.

01:23:52: Also ein alter italienischer Tradition.

01:23:54: Genau... Das als kleiner Ausflugstipp wäre es ehemaliges Gebäude, sich angucken will bei seinem Berlinbesuch.

01:24:02: der kann dann hier halt machen und empfehlen

01:24:04: sie.

01:24:04: wert für Familie mit Kindern.

01:24:06: Hier gibt's wirklich einen super Spielplatz

01:24:08: Ja,

01:24:09: bei dem auch meine Kinder häufig waren und als sie klein waren.

01:24:13: Und wenn meine Familie mir signalisieren wollte, dass sie hier sind und auf mich wartet nach der Arbeit wegen ihm ein Firmchen oder einen Schäufelchen hinter der Windschutzscheibe am Scheibenbischand.

01:24:24: So jetzt erst mal guten Appetit und bis demnächst hier in der Medienhürde.

01:24:27: Ich

01:24:27: hab Kitzke.

01:24:29: Wunderbar!

01:24:30: Auch guck mal.

01:24:30: ich wollte doch eigentlich

01:24:31: nur was

01:24:31: Kleines zu melden.

01:24:34: Gerhard Koti fing in den Sechsten und siebzig, wie gesagt beim Rias Radio im amerikanischen Sektor an.

01:24:40: Dann neunzehntfünfundachtzig ging es zum SFB und zwei tausendzehn ging er denn beim Rundfunk Berlin Brandenburg in Rente.

01:24:49: Aber er ist ja immer noch sehr, sehr agil und aktiv.

01:24:53: Ist auch irgendwie schön zu sehen!

01:24:55: Ich hatte ihn auch schon in einer Sendung.

01:24:56: Es macht immer einen großen Spaß mit ihm.

01:24:58: Und sicherlich wird das nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir ihn hier in der Medienhülle gesehen haben?

01:25:05: Dann ist noch jemand auch...

01:25:07: Ne Moment, wir sind verabredet also das können wir schon

01:25:09: mal unseren

01:25:10: Podcast-Hörerinnen und Hörern durchaus versprechen.

01:25:14: es gibt ja noch ein anderen Termin.

01:25:15: Also das war ja Ein willkürlich festgelegter Termin jetzt am letzten Mai-Wochenende, weil man irgendwie zwischen den eigentlichen Daten, siebter Februar, und vierter fünfter September, als der Diaz dann umbenannt wurde im Herbst.

01:25:33: Und im Umfeld quasi des eigentlichen Geburtstages gibt es dann von uns auch noch mal zusammengefasst von zwei Menschen – das Rias dazu gehört Gerd Koti Wen hatten wir noch?

01:25:47: Uwe Wohlmacher.

01:25:48: Genau, und darauf kann man sich vielleicht schon mal freuen.

01:25:52: Seien Sie gespannt!

01:25:54: Wer hat Peter Lustig früher einmal gesagt hier ausschalten?

01:25:57: aber diesen Ausscheidenspruch gibt es bei uns nicht sondern bei uns gibt diese ganz berühmt Spruch mit dem Erden.

01:26:03: also vergessen sie nicht sie wissen schon

01:26:06: Und kommentieren und abonnieren nicht vergessen.

01:26:09: Ja ganz wichtig Wir brauchen mehr Reichweite.

01:26:13: Schreiben Sie alles in die Kommis.

01:26:14: Alles in die Kommis!

01:26:16: Schimpfen Sie uns auf ist egal, der Algorithmus freut

01:26:35: sich.

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