DIE MEDIENHÖLLE #025 | COSMO

Shownotes

► (0:00:00) INTRO: SAVE COSMO RADIO! (1) O-Ton-Zitate von COSMO-Unterstützerinnen und -Unterstützern Quelle: Internet

► (0:02:07) Themenübersicht Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner

► (0:05:35) Medienhölle-Tresor Unterstützer der Woche

► (0:05:59) OFFENER BRIEF: Zukunftsoffensive für COSMO Schaltgespräch mit Elena Kountidou, Publizistin und Geschäftsführerin der Neuen deutschen Medienmacher*innen rec.: 12.06.2026, 18.15 Uhr Vgl.: Offener Brief: https://www.neuemedienmacher.de/aktuelles/stellungnahme/wir-fordern-eine-bundesweite-zukunftsoffensive-fuer-cosmo Petition: https://innn.it/savecosmoradio

► (0:22:01) SAVE COSMO RADIO! (2) O-Ton-Zitate von COSMO-Unterstützerinnen und -Unterstützern Quelle: Internet

► (0:23:08) Moderation Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner

► (0:24:12) Geburt und Sterben von Radio multikulti (1) O-Töne: Vor dem Programmstart

  • Ankündigungschleife SFB 4 MultiKulti 106,8 MHz
  • Rede Jens Wendland, SFB-Hörfunkdirektor rec.: 18.09.1994, Haus der Kulturen der Welt
  • Trailer “multikulti muss bleiben!” Quelle: Radio multikulti, 2008

► (0:23:08) Geburt und Sterben von Radio multikulti (2) Gespräch mit Prof. Dr. Jens Wendland, Journalist, Medienwissenschaftler, Hochschullehrer, SFB-Hörfunkdirektor (1993-2003) rec.: 10.06.2026, 14.30 Uhr, Berlin

► (1:01:28) Demo zum Erhalt von Radio multikulti rec.: 06.11.2008, rbb-Fernsehzentrum Berlin Quelle: Archiv Jörg Wagner

► (1:06:26) Geburt und Sterben von Radio multikulti (3) Fortsetzung Gespräch mit Prof. Dr. Jens Wendland, Journalist, Medienwissenschaftler, Hochschullehrer, SFB-Hörfunkdirektor (1993-2003) rec.: 10.06.2026, 14.30 Uhr, Berlin

► (1:30:53) Verabschiedung, Vergessen Sie nicht … Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner


Disclaimer: Musik, sowie Medienhölle-Animation sind KI-generiert. Ausnahmen sind hier unten aufgeführt:


Stationvoice : Lydia Drechsler; https://www.kräuterblütenliebe.de/ Sounddesign: William Wienke; https://william-guitar.de/ Cover: Ingo Römling; https://www.monozelle.de/ Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de


►► SUPPORT gern via Medienhöllen-Tresor: https://www.paypal.com/paypalme/anten

►► ODER PER BANKÜBERWEISUNG: Jörg Wagner Freier Journalist IBAN: DE93500105176000318805 BIC: INGDDEFFXXX Verwendungszweck: SPENDE JW

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00:00:04: Ab April, so der Sender, der für mich und viele andere Menschen so wichtig ist einfach abgeschafft werden.

00:00:10: Der einzige mehrsprachige interkulturelle Sender der ARD was über neun Sprachen bedient und soll jetzt auf türkisch Farsi und arabisch reduziert werden.

00:00:19: kurdisch soll abgeschauft werden eine Minderheit die weltweit bedroht ist.

00:00:23: wie oft?

00:00:24: Hallo wir sind am Norsan Mars ich bin der Antitomer der SD Werner und wir wollen uns eines Leuchttrundes zurückgeben aus Protest, weil

00:00:34: Cosmo dichtgemacht

00:00:35: werden soll.

00:00:37: Hey ihr Lieben!

00:00:38: Ich bin fassungslos und deswegen heute mal in einer anderen Sache.

00:00:41: Cosmo soll abgeschafft werden.

00:00:44: In einer Zeit, in der rechte Strömungen immer stärker werden, indem Vielfalt nicht mehr gewünscht wird und an vielen Stellen platt gemacht wird, wird ein Sender, der Vielfald und Diversität abgebildet hat,

00:00:58: abgeschauft.

00:01:02: Cosmobegleitet mich seitdem ich hier in Deutschland bin?

00:01:05: Ich habe früher Kölner Dürfen gehört, dann nach Funkhaus Europa und jetzt höre ich Cosmo.

00:01:12: Und Cosmo ist für mich nicht irgendeine Radioprogramme sondern ein Stück Zugehörigkeit.

00:01:18: Cosmo is ein politisch versprechen an die Menschen mit internationaler Familiengeschichte.

00:01:24: Hier geht es auch nicht nur einfach um

00:01:26: Sprache

00:01:28: sondern es geht um

00:01:29: die

00:01:30: Wertschätzung.

00:01:31: Es wurde schon super viel darüber gesagt, was für eine dumme, dumme Idee es ist, WDR Cosmo abzuschaffen.

00:01:39: Aber eine Sache will ich auf jeden Fall noch ergänzen und zwar dass wir als Kulturschaffende – als Menschen mit Migrationshintergrund!

00:01:47: Als Menschen die jeden Tag für die Demokratie und Vielfalt in diesem Land kämpfen...

00:01:53: ...für Sichtbarkeit….

00:01:54: …die jede Plattform nutzen um Sichtbarigkeit zu erhalten.

00:01:59: Euch das nie nicht?

00:02:00: verzeihen werden.

00:02:07: Ja und damit herzlich willkommen zur fünfundzwanzigsten Ausgabe unserer Medienhölle also ein kleines Jubiläum, ist ja schon mal eine besondere Zahl.

00:02:17: ich habe natürlich zu keiner Zeit gezweifelt dass wir beide die fünfundzwanzige nicht vollkriegen sondern wie wären das natürlich auch viele folgen.

00:02:25: hoffentlich weiterführen unseren podcast.

00:02:28: Ja, du siehst das daran, dass ich genauso optimistisch bin wie du.

00:02:31: Dass wir in der Episodennummerierung drei Ziffern haben.

00:02:36: Null zwei fünf!

00:02:38: Also schon von Anfang an so gedacht, dass das mehr wird als nur eine zweistellige Geschichte hier mit der Medienhölle.

00:02:45: Aber nicht so optimistisch.

00:02:48: blicken wir auf den Radiosender Cosmo, denn es gab ja ... Das haben wir schon in der letzten Woche anmoderiert.

00:02:55: Dass also der Rundfunkrat vom WDR beschlossen hat das Ganze abzuschaffen.

00:03:00: Es wird in Zukunft

00:03:01: weiterzuentwickeln!

00:03:03: Wicht weiter.

00:03:05: Ich mit dem Pfadzeichen, es wird in Zukunft weder Einz-Live-Street heißen völlig anderes Musikprogramm dann haben und auch irgendwie inhaltlich soll's zwar irgendwie weitergehen aber so genau konnte man sich nicht äußern.

00:03:19: Aber der Hauptpunkt für mich ist dann doch irgendwie dort mit die Musik Und wenn die nicht mehr stattfindet Dann ist das für mich erst mal ein Abschaffen Das würde ich da schon ganz klar benennen wollen.

00:03:29: Na das sehen auch andere so.

00:03:30: wir werden gleich jemanden schalten der einen Brief initiiert hat zu dem Thema Rettet Cosmo.

00:03:38: Und wir werden, das ist das Interessante wirklich dass wir jemanden ausfindig gemacht haben der die ganze Radiogeschichte mit erlebt hat von den Ursprüngen, das sogenannten Migrationsradius oder Ausländer-Radius.

00:03:54: Das geht ja zurück weit in die sechziger Jahre.

00:03:57: Er selbst war damals noch nicht dabei aber ist dann Anfang der neunziger Jahre in die Verantwortung gekommen SFB vier Multikulti zu machen.

00:04:05: und wer die blaue Ausgabe der Medienhölle schon gesehen hat, der weiß um wen es geht.

00:04:10: Um Professor Dr.

00:04:11: Jens Wendland Hörfungdirektor des SFB, der dann also dieses Programm mit entwickelt hat – Mit Friedrich Foss zusammen dem eigentlichen Vater und dann auch Wählschef von Multikulti und später dann fortgeführt von Ilona

00:04:27: Marenbach.

00:04:28: Aber Jens Westland hatte wirklich interessante Hintergrundinformation von Geldbeschaffung, Technik.

00:04:37: Also wie man sowas irgendwie ... Praktisch, ja.

00:04:40: Aus der Traufe hebt als Vollprogramm ... Das war schon wirklich interessant, sich das anzuhören!

00:04:46: Und es ist weiter interessant, dich das anzuhören?

00:04:48: Denn das kommt jetzt gleich alles.

00:04:51: Aber nicht minder interessant ist unsere erste Gäste, bevor sie ins Wendland zu Wort kommen.

00:04:57: Das nämlich Elena Contidou, die also von den neuen deutschen Medienmacherinnen einen offenen Brief initiiert hat und damit auch ... unterstützt.

00:05:09: Und wir haben sie aber auch so ein bisschen als Rundfunkräter vom RBB eigentlich dazu befragt, wie denn da so ihre Sicht ist?

00:05:17: Also eine doppel... also eine geteilte Sicht von einer Frau die doch sehr viel zu sagen hatte und ich bin sehr froh dass wir Sie mit dabei haben

00:05:28: Aber alles wie immer eine Ausgabe

00:05:31: vermuten zum Ohr auf dem Strahle der elektrischen Kraft

00:05:43: So wie die Dauerspender Jan Mattes-Wee und Claudius Rogosz C. Vielen Dank dafür!

00:05:56: Und wir begrüßen jetzt jemand in der Leitung, der öffentlich protestiert hat mit einem Brief den bereits über fünfhundert Menschen unterschrieben haben.

00:06:08: Elena vielleicht stellst du dich ganz kurz vor?

00:06:10: Mit einer akustischen Visitenkarte wer bist Du und was ist Deine Hauptbeschäftigung?

00:06:14: Ja, vielen Dank für die Einladung.

00:06:16: Mein Name ist Elena Kuntidou und ich bin Geschäftsführerin des Vereins Neue Deutsche MedienmacherInnen – für die Sie uns nicht kennen!

00:06:23: Wir setzen uns seit achtzehn Jahren für mehr Vielfalt in den deutschen Medien

00:06:26: ein.".

00:06:28: Und die Vielfald ist in Gefahren nach Deiner Auffassung?

00:06:30: Und von eben wie gesagt über fünfhundert Menschen, die bereits diesen Brief unterschrieben haben.

00:06:34: Warum denn?

00:06:35: der WDR will ja die Vielfield eigentlich

00:06:37: bewahren?!

00:06:40: Ich möchte noch vielleicht kurz korrigieren, es sind nicht fünfhundert Menschen.

00:06:44: Es sind fünfhundert Organisationen und darunter die größten migrantischen Verbände in Deutschland.

00:06:50: also hinter diesen fünfhundred Organisationen kann man sagen steht auch ein Viertel der deutschen Gesellschaft.

00:06:56: nur um das vielleicht nochmal zu frame'n Die Argumentation des WDR ist ja sehr interessant.

00:07:02: Sie sagen Umviefalt im WDR auszubauen.

00:07:06: müssen wir Kosmos streichen, um es besser zu machen.

00:07:09: Und wir sagen ja!

00:07:12: Es ist total wichtig dass der WDR und alle ARD an das Stalten Vielfalt als Querschnittsaufgabe sehen.

00:07:18: in all den Programmen ist übrigens auch die Grundauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

00:07:25: Aber es kann doch nicht sein, dass man dieses Argument nimmt um zu argumentieren.

00:07:29: Dass man das einzige Radioprogramm der ARD, das interkulturell und mehrsprachig ist einstellt.

00:07:37: Das leuchtet mir als Argument nicht ein!

00:07:40: Vielleicht darf ich aber mal die... Ja, für diesen Fall zuständige WDR-Programmschefin zitieren.

00:07:47: Sie hat ein Interview gegeben dem katholischen der Katholischen Nachrichtenagentur KNA und sie sagt erst mal grundsätzlich dass dieses Angebot kommen noch aus einer völlig anderen Zeit sagte Andrea Schafharzig der KNA.

00:08:02: das wäre eine Zeit gewesen als Gesellschaft Mediennutzung und Ansprüche an das Radio Noch anders waren, das hätte sich verändert.

00:08:09: Damals sind Menschen nach Deutschland gekommen den wir ein Angebot machen wollten damit sie gut hier ankommen.

00:08:15: heute ist alles viel breiter.

00:08:17: Menschen aus sehr unterschiedlichen Nationen und mit sehr unterschiedlichem Bedürfnissen sind hier Und diese Menschen nutzen auch Medien sehr unterschiedliche.

00:08:25: diesen bedürfnis könne einen lineara kanal wie kosmo nicht mehr gerecht werden.

00:08:30: Wir müssen schauen passgenaure Angebote machen, die die Zielgruppe auch wirklich erreichen.

00:08:36: Das soll er aber erstmal löblich oder?

00:08:39: Also ich finde das super.

00:08:40: wie gesagt wenn der WDR noch mehr an seinem Vielfaltangebot arbeitet und auch daran arbeitet dass seine unterschiedlichen Redaktionen diverser besetzt sind.

00:08:51: Das ist erst mal sehr sehr löblig.

00:08:52: aber ich kann nur wiederholen Ich verstehe nicht in dieser Kausalkette, warum man Kosmo abschafft.

00:08:59: Und es klingt ein bisschen so in dem Statement als wäre man in den Sechzigern.

00:09:04: also ist ja nichts so.

00:09:05: wir hatten hier früher auch Radiomultikulti was ja beim rbb eingespart worden ist von Haus Europa.

00:09:13: Kosmo hat sich im laufe der jahre weiterentwickelt.

00:09:16: aber muss sagen zur Wahrheit gehört auch dazu dass kosmo in den letzten Jahren auch ziemlich runtergespart worden ist und nicht das nötige Marketing-Budget auch hatte.

00:09:26: Und auch in den Sprachenredaktionen wurde gespart, und mich wundert jetzt so ein bisschen es klingt so!

00:09:32: Das sind ja die Verantwortlichen von Cosmo schon in den letzten Jahren gewesen.

00:09:35: da frage ich mich warum haben sie denn nicht was geändert?

00:09:38: In den letzten jahren?

00:09:38: wenn dass die Bestandsaufnahme ist und Ich glaube keiner der unterzeichnenden schwägt in Nostalgie und Es muss ja auch nicht der Status quo bleiben wie er ist sondern es muss gut ausgebaut werden, sinnhaft und der Bevölkerung heutzutage angepasst werden.

00:09:56: Das stimmt!

00:09:57: Aber nach der IRD-Reform werden ja dreiundfünfzig Radiosender übrig bleiben?

00:10:04: Und was ist denn das bitte für ein Signal wenn von dreieunfünftig Radiosendern kein einziger ein interkulturell mehrsprachiges Profil hat?

00:10:14: Da verfehlt glaube ich dann die IRD ihren Auftrag.

00:10:18: Sie haben ja jetzt schon den RBB und Radio Multikulti angesprochen.

00:10:23: Was mich im Zuge dessen so ein bisschen umtreibt, ist dieses ehemalige Nachfolgeprojekt Multicult FM was auch von ehemalsigen Mitarbeitern dieses Programms ins Leben gerufen wurde.

00:10:36: Und die sind dann vor ein paar Jahren in Inservenz gegangen war es an wirklich einer sehr, sehr niedrigen fünfstelligen Summe gescheitert ist wo ihnen eine Förderung weggebrochen sind.

00:10:48: Da frage ich mich natürlich warum hat denn da niemand geholfen und dort also auch irgendwie ein Zeichen gesetzt?

00:10:55: Eine Sammlung aufgemacht oder irgendwie sich eingeschaltet von diesen Verbänden?

00:11:01: weil das war regional gut aufgeschlossen.

00:11:04: es gab viele mehrsprachige Programme Es gab es auch auf UKW immer, morgens für mehrere Stunden wirklich zu empfangen des Programms.

00:11:15: Das ist so eine Frage die mich natürlich denn doch auch mit umtreibt.

00:11:19: Naja ich glaube dass man in der heutigen Zeit halt schon ein Budget für Distribution und Marketing braucht was so ne kleine Initiative nicht unbedingt hat.

00:11:29: Und sie haben absolut recht.

00:11:30: Ich finde das auch sehr traurig dass es nicht geschafft worden ist diesen Sender zu retten.

00:11:35: bei Kosmo ist es aber allerdings so, das zeigen ja auch aktuelle Zahlen.

00:11:41: Die Einscharquote von kosmo ist im letzten Jahr gestiegen und da muss ich sagen fehlt doch etwas des Argument dass das eingespart werden soll Und was man bei der Debatte übrigens auch nicht vergessen kann sollte um kosmo isst.

00:11:56: Es geht hier nicht nur darum dass es ein Angebot für Menschen mit Migrationsgeschichte ist.

00:12:03: Es ist ein Angebot für die ganze Gesellschaft und die Sozialwissenschaftlerin der Humboldt-Universität, Nika Furutan hat das finde ich neulich in einem Statement sehr gut auf den Punkt gebracht.

00:12:14: Sie hat gesagt, wenn Cosmo verschwindet schrumpft auch der mediale Raum indem sich unsere Gesellschaft verständigen und verstehen und hören kann.

00:12:26: Und darum finde Und das ist der genuine Auftrag, den ich bei der ARD sehe.

00:12:32: Und ich meine ganz ehrlich, Cosmo ist auch so ein schöner Name.

00:12:36: Cosmos!

00:12:36: Die wädelt... Das ist so eine starke Marke.

00:12:39: Warum kann man die denn nicht in der neuen Strategie von ARD-Sounds ausbauen und digital erweitern mit unterschiedlichen Angeboten?

00:12:48: Ich finde, das liegt so nahe und auch in der heutigen Zeit.

00:12:51: In der Zeit wo viele migrantische Communities wie die ganze Gesellschaft sehr viel Desinformationen aus dem Ausland übrigens auf Russisch, auf Türkisch Arabisch etc.

00:13:02: ausgesetzt sind.

00:13:04: Warum

00:13:05: baut man denn bitte nicht mehr Sprachigkeit noch weiter raus?

00:13:08: Warum

00:13:09: nutzt man nicht die Kompetenz, die dieses Cosmo-Team hat für weitere Programme um das auszubauen Wirklich nicht verständlich.

00:13:19: Und was man eben auch sieht in dieser ganzen Debatte, ja es geht um Kosmo aber die Frage ist doch

00:13:25: wo

00:13:26: und wie ist Vifalt und die Einwanderungsgesellschaft in der ARD-Strategie verortet?

00:13:32: Das ist gleich eine Anschlussfrage von mir.

00:13:34: also wenn ich mich in manch einer Redaktion so umsehe, die ist doch sehr sagen wir mal weiß oder sehr deutsch hast du denn dann einen Einblick eigentlich so in der ard wie das ist?

00:13:44: Ist es diverser inzwischen außerhalb von kosmo?

00:13:49: Es liegen keine Zahlen vor, weil leider die Sender das nicht ARD weit geschafft haben mal so eine Erfassung zu machen.

00:13:59: Das wäre sehr interessant gewesen aber dazu kam es nicht.

00:14:01: Es gibt einzelne Erfassungen in einigen Sendern und deshalb habe ich keine konkreten Zahlen.

00:14:08: Ich würde schon sagen dass in den letzten achtzehn Jahren Redaktionen ein Ticken diverser geworden sind.

00:14:15: Da gibt es sicherlich Anstallen wie den WDR, die diverser ist zum Beispiel als andere.

00:14:20: Beim RBB sehe ich da kaum eine Entwicklung in den letzten Jahren – ich weiß das natürlich nicht!

00:14:26: Und das ist, glaube ich auch Teil des Problems.

00:14:29: Dass natürlich auch gewisse Lebenserfahrungen und Realitäten in den Redaktionen der Sender fehlen.

00:14:36: Das hat schon zufolge, dass es da Lehrstellen gibt, dass man vielleicht manchmal auch Themen die Menschen bewegen nicht sieht.

00:14:46: Das zeigt ja auch die breite Studienlage, die wir ja in Deutschland haben Die Einwanderungsgesellschaft hier leider auch oft sehr negativ geframed wird.

00:14:55: Also wenn über Migration berichtet wird, dann ja oft im Kontext von Kriminalität und Terror.

00:15:01: Und das ist schade weil es gibt so viele tolle Geschichten zu erzählen und ich glaube man muss wirklich jetzt aufpassen ihr kennt die Zahlen also im Jahr mir hier von Nischen.

00:15:22: Deshalb ist es natürlich jetzt über Kosmo hinaus absolut wichtig, würde ich sagen eine Strategie aufzusetzen.

00:15:28: und auch absolut wichtig und da blicke ich auch in Richtung des RBB die Berliner Gesellschaft auch die von Brandenburg Vomikationshintergrund auch proportional wächst das auch in den Redaktionen zu spiegeln und das ist aber leider ein langer Weg noch.

00:15:44: Der Westercher Rundfunk argumentiert ja, dass das eben jetzt auf alle Programme ausgedehnt werden soll.

00:15:49: Zitat nochmal unsere Gesellschaft ist bunt.

00:15:51: Das muss ich in allen Programmen zeigen zu dem solle sich künftig auf die Sprachen konzentriert wären, die eine große Community in Deutschland hätten.

00:15:59: Die rund ein Prozent der Zielgruppe, die mit Cosmo habe erreicht werden können sei zu wenig.

00:16:04: also sie interpretieren die Zahlen, die du hast anders als nicht als Wachstum sondern als zu wenig um einen Radieprogramm verantworten weiterführen zu können.

00:16:14: Aber es ist ja ein Gemeinschaftsprogramm mit Radio Bremen und dem RBB, du sitzt im Rundfunkrat vom RBB.

00:16:21: der westdeutsche Rundfunke hat mit seinem Rundfundgrad dafür gestimmt dass der WDR diesen Weg zur Einz-Live Street gehen kann.

00:16:29: hast Du einen Gefühl schon atmosphärisch wie sich der rbb rundfunkrad verhalten wird?

00:16:35: Naja beim rbb stellt sich die sache ja anders dar.

00:16:37: ne Der wdr muss nicht einsparen sondern hat sich von.

00:16:40: also kosmo muss ja nicht wirklich eingespart werden.

00:16:44: Man benennt es um, das ist ja eine andere Argumentation.

00:16:48: Beim RWB gibt es ja aktuell eine novellierte Fassung der Regierungen die vorsieht dass der RWB einen Sender weniger haben wird.

00:16:59: Ich denke, dass Wittler meines Erachtens in der ersten Juli-Woche ja dann auch im Abgeordnetenhaus besprochen und ich weiß nicht ob das dann auch beschlossen wird.

00:17:08: Aber es steht auf der Tagesordnung.

00:17:10: Das muss sogar beschlossen werden, weil es diesen bundesweiten Medienstaatsvertrag gibt, der am ersten Dezember twenty-fünfundzwanzig verabschiedet wurde.

00:17:17: Und das muss ja runtergebrochen werden auf die einzelnen Bundesländer.

00:17:20: also die haben da wenig Spielraum glaube ich?

00:17:22: Ich weiß nicht, ob's dazu kommt.

00:17:23: Es ist tatsächlich so, dass es natürlich jetzt diesen Zeitrahmen gibt.

00:17:27: Und dann muss man ja sagen, ist es an der Führungsriege des RBB sich zu entscheiden.

00:17:33: Die Politik schreibt aber natürlich nicht vor welcher Sender gestrichen wird.

00:17:42: Ich weiß nicht für was sich die Intendantin entscheiden wird – ich habe eine Vermutung.

00:17:46: Das ist natürlich kosmotrift und dass Radio drei bleiben wird.

00:17:51: Ich kann nicht sagen, wie die Stimmung im Rundfunkrat sein wird.

00:17:55: Ich kann aber sagen dass im RBB-Rundfunktrat auch insbesondere der Programmausschuss immer wieder auch warnt und auch immer wieder darauf hinweist das es ein adäquates Programm für die Einwanderungsgesellschaft braucht und eine große Sympathie für Cosmo da ist.

00:18:12: Aber zu was es dann am Ende kommt Wie es vorgestellt wird Und auch beim RBB Was wird denn angeboten?

00:18:21: Was ist die Strategie?

00:18:22: Das weiß ich nicht, deshalb kann ich dazu jetzt aus meiner Position als Rundfunkräte noch nichts sagen.

00:18:28: Aber du wirst tatsächlich in der Diskussion auch Vorschläge machen wie man Cosmo quasi retten könnte oder wartest du jetzt ab und stimmst dann einfach dagegen oder...

00:18:38: Also ich bin natürlich im Austausch mit dem AirBB und auch mit meinen Kolleginnen Und ich glaube, was meine Position dazu ist, ist vermutlich sehr klar.

00:18:50: Dazu bin ich als Geschäftsführerin der neuen deutschen Medienmacherin ja auch immer... Klar gewesen, haben uns im Stellungnahmen geäußert.

00:18:58: Ein Vorschlag, den wir in dem offenen Brief ja gemacht haben ist klar es kann nicht eine IAD gemeinsame Welle aller Anstalten geben aber es könnte doch möglich sein wie es in der Vergangenheit die Kooperation dieser drei Anstalte gab also WDR Radio Bremen und RBB.

00:19:18: Man könnte ja auch sagen, naja gut man kann das ja irgendwie vierteln oder neu denken.

00:19:23: Warum steigt eigentlich nicht der SWR prozentual ein?

00:19:26: Warum kann ich der NDR mit seiner hohen Expertise und mit seiner Nachrichtenredaktion noch mal flankieren?

00:19:32: Und das wäre mein konkreter Vorschlag den wir in dem offenen Brief anklingen lassen.

00:19:38: Warum behält man diese Marke nicht mit einem linearen Radio Drumrum, also bietet wirklich ein erweitertes Querschnittsangebot an.

00:19:49: Also eine Art Cosmo-Cosmos?

00:19:52: Ja, Cosmocosmos!

00:19:53: Genau das ist guter Name.

00:19:54: Ich sehe schon in dieser Sendung finden wir hier noch einen Konzept?

00:19:59: Ja, obwohl wir natürlich nicht die Arbeit der Programmmacherinnen und Macher machen wollen.

00:20:03: Aber es ist auch ich sage mal schwer nachzuvollziehen dass man meint nochmal Zitat Wir werden weniger machen aber ziehgerichteter Dass das die Lösung sein kann in diesem ja an strengen politischen Zeiten.

00:20:17: Und

00:20:17: ich glaube viele Leute haben auch so ein déjà vu Erlebnis wie das war als radio multikulti eingespart worden ist.

00:20:22: damals hieß Es doch auch ja wir sparen das ein aber wir werden das in den querschnitt bringen wie es bei jeder Reform immer heißt.

00:20:31: Und ich glaube, das ist das was auch viele jetzt kritisch aufhorchen lässt.

00:20:35: und daher auch mal unsere Frage Wie wird's denn wirklich nachhaltig gemessen und verankert damit dass nicht ein leeres Versprechen bleibt?

00:20:43: Ja also ich glaube vielleicht noch einer Spekt den wir nicht besprochen haben der mir wichtig wäre.

00:20:50: Es zählt ja Dialog.

00:20:52: Ein Problem ist ja Folgendes.

00:20:53: Wenn wir in die Rundfunkräte schauen, wenn wir in den Entscheidungsebenen der ARD schauen das ist sehr wenig divers.

00:21:01: und was ich glaube sich viele wünschen würden und was noch nicht passiert ist es in Dialog zu treten mal mit den Verbänden, mit Vertreterinnen von einzelnen Gruppen und mal reinhören.

00:21:14: was wünscht sie sich eigentlich?

00:21:16: Weil viele Menschen haben ja Ideen, haben Bedürfnisse Und über Dialog wird ja seit neuesten in der ARD-FI gesprochen, diesen Dialog den vermisse ich sehr.

00:21:29: Ich würde mir wirklich wünschen als Konsequenz dieses Briefes dass die ARD Entscheidungsträgerinnen zu diesem Dialog mit den migrantischen Verbänden jetzt einladen.

00:21:39: Ich hoffe, wir konnten den Dialog zumindest publizistisch begleiten.

00:21:43: Vielen Dank, Elena für die Einsicht in die Initiative, die du gestartet hast mit diesem Brief.

00:21:49: und wer sich vielleicht auch noch per Unterschrift beteiligen will es gibt eine Petition unter Hashtag Safe Cosmo Radio.

00:21:58: Vielen dank für das Gespräch!

00:22:01: Cosmo ist für mich wichtig, weil ich bereits meine persönliche Geschichte auf meiner Muttersprache Bosnisch-Herzegobinisch erzählen durfte und diese Gesellschaft ist so vielschichtig und vielfältig.

00:22:18: Und das sind genau die Facetten, die wir auch zu Wort kommen lassen müssen!

00:22:27: Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht, ob Cosmo modernisiert wird oder ob man noch den Mut hat das Multikulturelle und diverse Deutschland abzubillen.

00:22:34: Wenn ich mich für einen guten Grund entscheiden müsste warum es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben sollte dann wäre es wahrscheinlich dieser Da werden Räume geschaffen für Themen, für Recherchen, für Kulturprodukte bei denen viele private Medienunternehmen wahrscheinlich sagen können wir uns nicht leisten wollen wir uns nichts leisten ist nicht profitabel.

00:22:50: Ein Beispiel für ein Programm dass so eine Marktlücke füllt is der Sender Cosmo Oder bald würde man sagen müssen war der Senderkosmos.

00:23:09: Und nun nach Elena Conti geht es also zu Jens Wendland.

00:23:13: Das Besondere hier ist wirklich die Frage, wie ich so ein Programm aus der Taufe hiefe und wie ich das Ganze auch finanziere?

00:23:24: Da alter Geist in der Vergangenheit da gewesen, wo aber auch damals schon nicht so viel Geld da war

00:23:31: um

00:23:32: solche Dinge voranzubringen.

00:23:35: In der Vergangenheit liegt ja oft die Zukunft, wie wir es schon auch von Helmut Leonard gehört haben.

00:23:40: Und vielleicht ist dieses Gespräch was wir dort mit Jens Wendland geführt haben eine Inspiration sich auf alte Stärken zurück zu berufen und auch entsprechend eine Zugkraft zu entwickeln Dinge zu erhalten weiterzuentwickeln und nicht immer alles gleich Platz machen.

00:24:00: Und zudem bringt Jens Wendtland auch eine Profis zu und ein Doktortitel mit.

00:24:05: Er ist also auch Medienwissenschaftler, und bringt die Vogelperspektive mit – auch wenn er selbst nichts mehr mit Hörfunk zu tun hat!

00:24:18: Sie hören die Frequenz Einhundertsechs Komma Acht.

00:24:21: Der senderfreies Berlin wird hier sein neues viertes Hörfuhrprogramm ausstrahlen SFBviel Multikulti.

00:24:31: Ab Montag dem neunzehnten September werden sie ein Vierundzwanzig-Stündiges Programm hören können dass sich als Forum der Verständigung für alle Berliner versteht.

00:24:46: Wir beginnen in aller Bescheidenheit mit einer kleinen Mannschaft

00:25:14: auf eine Stadtrabiofrequenz,

00:25:16: einen Versuch

00:25:17: der

00:25:18: nur Europa heinmalig

00:25:19: ist

00:25:19: und der es wegen hoher Erwartung weckt.

00:25:22: Ich hoffe nicht zu Ruhe!

00:25:25: Wir fühlen uns ausländischen Mitbürgern verpflichtet

00:25:31: und

00:25:31: wir sind ihnen auch verpflichtend.

00:25:33: Wir sind vom SFD hier

00:25:36: im Haus

00:25:36: der Kulturen der Welt selbst Gäste.

00:25:40: Ein normales Radio soll es sein mit neuen Trängen, als Vorruf der Verständigung in sechzehn Sprachen gesendet.

00:25:50: Und

00:26:04: wo kommt er wieder?

00:26:19: Ja, mein Name ist Jens Wendland.

00:26:20: Ich bin geboren worden in der Mitte des Jahres.

00:26:25: Ich war im Rundfunk, Zeitungs- und Fernsehjournalist jetzt in Rente.

00:26:33: Ich wurde Hochschullehrer Anfang dem Jahr zweitausend Jahre alt.

00:26:38: Nach meinem Wechsel von der Rundfun-Ansteize in der Freies Berlin zweitausend drei Zur Universität der Künste war ich Hochschullehrer, Professor und Leid-Institutsdirektor als Masterstudiengangs für Kulturjournalismus.

00:26:59: Dann bin ich in dem Jahr die Journalistische Fakultät der Lomolosov-Universität Moskau berufen worden – und zwar für digitale Medienökonomie und war auch Deutscher Direktor eines deutsch-rosischen Instituts.

00:27:15: Und schließlich habe ich sehr spät promoviert.

00:27:17: Ich hab auch Jura studiert zuerst bis zum ersten Staatsexamen, habe in Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin zum Thema eines kulturjournalistischen Experiments zwischen Norddeutschem Rundfunk und Senderweis Berlin.

00:27:41: Unterschlagen haben Sie jetzt Das Hauptthema, weswegen wir heute hier sind.

00:27:46: Dass Sie als Hörfunkdirektor des Senderfreies Berlins aktiv waren?

00:27:52: Vielleicht können Sie das noch mal kurz einordnen.

00:27:54: von wann bis wann war das genau?

00:27:55: Ja, Sie sehen das lange weg und ich habe mich auch bewusst davon in den Jahren im Jahr two thousand three verabschiedet.

00:28:01: Ich bin in der spannenden Zeit von onehundneinzig bis zwei tausend drei Ende des Sendersfreies Berlin.

00:28:10: Beim selben Gewesen kam aus Düsseldorf und Frankfurt am Main von der FHZ, dann von Telewestern im Fernsehprogramm.

00:28:20: Und ich war zuerst Kulturchef beim Senderfreis Berlin-Hörfunk und wurde dann in den letzten drei Jahren Programmdirektor zehn Jahre lang.

00:28:33: Ab nineteenhundertneunzig haben wir dann der SFB Langsame Senderfamilien im Ostdeutschen Rundfunk Badenburg aufgebaut.

00:28:43: Sie kennen zwar nicht die Querelen, die damals mit Radio For You ausgelöst wurden?

00:28:49: Ja.

00:28:49: Aus nächster Nähe weil das ging ja schon neunzehntneinzig los... Ja

00:28:53: aber es war so.

00:28:54: ich hatte Glück in der in einer schwierigen Situation.

00:28:58: Radio for you sollte hier abgeschafft werden.

00:29:00: Aber erstmal gegründet nämlich.

00:29:02: dass habe ich nicht erlebt.

00:29:04: Ich

00:29:04: habe die Phase erlebt, als es abgeschafft werden sollte und mein Vorgänger hat leider dem irgendwie zugestimmt.

00:29:11: Und dann muss ich sagen war das die erste kollegiale Zusammenarbeit mit dem ORB dass Radio For You dann übernommen wurde als Fritz später vom ORB und dann in den RBB.

00:29:30: Wir

00:29:30: müssen nochmal zurückspringen, Professor Wendland.

00:29:33: In die Zeit bevor Radio For You gegründet wurde gab es ja SFB vier.

00:29:38: deswegen heißt der radio for you auch in Anspielung an vor nämlich diese doppelte Eutung an die vierter SFB Welle.

00:29:47: Die war traditionell eine Welle für Ausländer, Gastarbeiter konzipiert zusammen mit dem westdeutschen Rundfunk.

00:29:56: Wie haben Sie das damals mitbekommen?

00:29:59: Warum der SFB das überhaupt machte?

00:30:02: Was machen die Multikulti oder

00:30:05: was?

00:30:05: Die Phase davor geht ja zurück bis in die sechzeiger Jahre.

00:30:09: Ich muss ehrlich sagen, es wurde mir auch abgeraten zum COten-Sender SFB zu gehen.

00:30:16: Ich habe wenig davon mitbekommen also eigentlich immer im Fernsehen in der überregionalen Presse wenn da wieder was passiert war.

00:30:23: in Westberlin Radio hatte ich eine Connection zum SFB.

00:30:28: Ich war ständig ein Mitarbeiter der Theaterreaktionen vom Senderfreies Berlin und mich hat damals eigentlich in der Situation in West-Berlin nach der Wiedervereinigung interessiert.

00:30:42: Und es war für mich und meine Frau damals, die also auch einen guten Job aufgegeben hat ... Das war ein richtiges Experiment hierherzukommen.

00:30:49: Aber wir waren beide... Ich hab mich ja nicht beworben als den Anruf kriegte und auf Empfehlung wahrscheinlich vom WDR.

00:30:57: irgendwie habe ich damals gedacht okay das machen wir experiment.

00:31:03: was haben Sie davor gemacht beim WDR?

00:31:06: Ich war, habe beim WDR mit gelernt in den Ende der und zwar bei einem sogenannten das kennt sie vielleicht auch kritischem Tagebuch.

00:31:14: Das war ein kritisches kulturelles Kulturpolitisches Journal.

00:31:21: da habe ich gelernt und zwar vorher war ich bei Radio Bremen auch in der Schauspiel- und Kulturelaktion und habe mich dort mit einer würde man heute so eine Art Krawall-Sendung, Musikpolitischen Krawallsendungen verabschiedet die auch ziemlich aufruhe machte in der ARD.

00:31:43: Die hieß nun in den nächtigen Stille war also das Hotel oder Zitat Liebesdouette und darunter eben der Untertitel Sexualität und Klassenkampf in Verdi's Hotel und ergipfelte darin dass sich dem Liebesduett Zitate und der gemischt habe ich fand das toll damals untergemischt habe aus Reichsfunktion des Orgasmus.

00:32:09: Das war mein Abschied von Radio Bremen, dass man muss sagen, dass damals Radio Breben und auch der WDR.

00:32:16: da konnte man sehr innovativ arbeiten.

00:32:18: Man würde heute sagen links irgendwie wobei ich das gar nicht so empfand.

00:32:24: Und dann habe ich ihn beim WDR in der Kultur gearbeitet, habe eine Zeit lang auch bei Manfred Gräter im Musikredaktion des Fernsehens von WDR III gearbeitet.

00:32:36: Von da aus bin ich in den Hessischen Ruhen vorgekommen.

00:32:42: Da habe ich in der Kultur erst gearbeitet und war zum Schluss Leiter der Intendanz.

00:32:49: Es gab diesen Namen ... Außer den persönlichen Referenten war ich unter dem Intendanten quasi der Stabchef.

00:32:58: Und da bin ich bis zu eighty-four gewesen.

00:33:00: und dann hat mich die FAZ, bei der ich Zeitung gelernt hatte Ende der sechzeh Jahre, die hat mich dann engagiert zur TeleFAZ und zur Kommentierung von medienpolitischen Themen.

00:33:16: Ich war Leitartiker bei der FAZ für Medienpolitik.

00:33:20: Das heißt, sie haben von der Picker auf an sich hochgearbeitet innerhalb der ARD.

00:33:25: Jetzt geht es also in den Übergang zum SFB.

00:33:29: aber Sie haben das so schön anmoderiert.

00:33:31: man hat ihnen davon abgeraten... ...in den Kaotensender!

00:33:36: Der Klick zu schön... Was war da der Wortlaut damals?

00:33:40: Wie war so der Duschfunk?

00:33:41: Na ja wenn man konnte, der SFB war war ja kulturell sehr verbunden mit alternativen Geschichten hier in Westberlin.

00:33:50: Das war sozusagen inhaltlich und man hat mir aber auch deshalb abgeraten, weil der SFB nach der Wiedervereinigung seine Rolle so nach dem Motto haltet durch wir schicken die Brötchen verloren hatte als Vorhut des westlichen Rundfunks.

00:34:07: Und das war hieß also finanziell ging's dem SAP schlecht.

00:34:13: Er galt als überaltert auch, als wenig innovativ und ich bin dann bei der Kultur gelandet und die galten sozusagen als, naja, die halt stalinistisch kulturell nach einem alten Muster.

00:34:26: Und das war auch eine harte Zeit muss ich sagen aber das war eben das eigentlich auch spannende.

00:34:32: Aber in den letzten Jahren, die Innovation Radio For You lassen Sie nicht gelten oder?

00:34:37: Doch ja, das war auch eine Blüte eigentlich der Innovativkraft eines teils des Senders.

00:34:43: Absolut!

00:34:44: Also kaotentum bedeutet nicht nur dass da das drunter und drüber geht sondern es bedeutet auch, dass innovative Kräfte schon eine Chance hatten.

00:34:52: also wenn sie an Kollegen denken wie im Feature Peter Leonhard Braun und solche Leute die hatten wirklich was zu sagen und zu redigieren ein Feature-Programm neues zu entwickeln Das meine ich auch.

00:35:05: aber für ein Hierarchen wie mich schwierig einerseits zu sagen die aus ihren Löchern zu holen, aus ihren Redaktionsstuben und mich dahinzustellen als nicht nur Hierarchien sondern als Reformer mit.

00:35:21: Und wir haben uns ja damals fast so todreformiert mit Wellen und Programmen im Versuch wieder eine neue Position zu erreichen.

00:35:29: und das Schwierige noch war Berlin war ja wirklich so ne Art.

00:35:36: Ja, es war ein schwieriger Rundfunkmarkt.

00:35:38: Das begann damals.

00:35:40: Als ich war gab es unendlich viele Programme und als sich die Hörfung Direktion übernahm, da gab's dieses berühmte Froschradio von ... Und der hatte unter dem Strich doppelt so viel höherer in Berlin wie alle SFB-Programme zusammen.

00:36:06: Das heißt, wir waren eigentlich als die zentrale Anstalt des SFB.

00:36:12: Wir rückten an die Peripherie und das Gebühren bezahlt.

00:36:15: Und das war eine ziemlich biese

00:36:17: Situation.".

00:36:18: Aber lassen Sie uns ganz kurz noch bevor wir dann zum eigentlichen Thema kommen nochmal auf Ready For You blicken.

00:36:25: Dreiundreißigste zwölfte, neunzeitzweinneunzig war Schluss Mit der Begründung, es sei kein Geld da.

00:36:33: Weil Günter von Lujewski natürlich in das B-I Fernsehen investiert und man muss dazu wissen dass vorher der Senderfreies Berlin mit dem norddeutschen Rundfunk zusammen ein Programm macht oder eigentlich der Hauptteil von N-III kam um das mal genauer zu sagen.

00:36:47: Und dann regte sich die junge Zielgruppe auf und sagte, jetzt habt ihr uns erst mal heiß gemacht.

00:36:53: Nun wird ready for you wieder abgeschaltet und mit dem UAB zwangsvereinigt.

00:37:00: Das war ja zumindest ... Die Hörfunk-Korporation sollte der Länderkooperation vorausgehen, die aber nicht kamen.

00:37:07: Also die Fusion geradezu!

00:37:10: Da haben

00:37:11: sie mehrere Themen zusammengelegt.

00:37:13: Die aber gleichzeitig verablichen?

00:37:14: Ja, das war auch medipolitisch und Position ist öffentlich recht in Rundfunk schon bezeichnend was da lief.

00:37:21: also ich habe und das hab' ich ja gesagt Das war die erste Kooperative mit dem ORB.

00:37:27: Wenn der ORB nicht damals gesagt hätte wir machen lassen Wir übernehmen vor der Fusion Radio for you Dann wären Flurschaden entstanden.

00:37:41: Ich war sozusagen, ich wäre dann der Abdeckler gewesen.

00:37:45: Nach meiner Wahl im Oktober zweiundneunzig stand ich vor der Frage, es wurde als erstes auch gefragt nach meiner Wahl was machen Sie mit Radio For You?

00:37:55: Und da hat damals Gerd Hirschfeld, muss ich sagen und zusammen mit Singenstein, der damals auch eine wichtige Rolle dahinter im Hürfung spielte.

00:38:09: Der war zu dem Zeitpunkt noch Funkhauschef in einer Leberstraße oder war er schon an den

00:38:14: Brandenburg und Radio Brandenboschen?

00:38:18: Und das hat Gott sei Dank geglückt!

00:38:21: Das ist geglückt, denn das war nicht zu erhalten.

00:38:25: Leider in der damaligen Konstellation des SFB und ich wäre dann der üble Verweser dieses Radio-for-Youg gewesen, nominiell.

00:38:37: Und davon, Gott sei Dank bin ich losgekommen.

00:38:39: Aber vielleicht auch noch mal einen kleinen Schlenker in die Geschichte?

00:38:42: Weil sie sind ja auch ein Wichtjahrzeitzeuge gewesen für die DT-Pfianz-Sech-Bewegung hier gleichzeitig um ... Existenzberechtigungen kämpfte, also die Hörer gingen ja auf die Straße.

00:38:53: Hunger hatten, schlossen sich Ketten der Weise an das Brandenburger Tor an und so weiter.

00:38:58: War das nie eine Option vielleicht so ein Dreiermix zu machen?

00:39:03: DD-Fan-Sächsich Rockradio B & Radio For You?

00:39:07: Ich hatte gar keine Wahl!

00:39:09: Die Konstellation war, rette ich erinnere mich noch, rettet Radio for you die Substanz.

00:39:15: Und ich erinnere mich an einen Abend, da war ich noch gar nicht Hörfunkdirektor, sondern gerade gewählt.

00:39:21: Da habe ich mit Helmut Lehnert in einem Sitzungssaal gesessen

00:39:27: und die ganze

00:39:29: Truppe von Radio For You und wir beide haben gesagt ja, wir kriegen das hin.

00:39:33: Das kriegen mir die Konstellationen im ORB.

00:39:37: Ich würde sagen eine Rettungsaktion, an der ich beteiligt sein musste Denn mir ging es auch darum, das mit zu retten.

00:39:47: Weil man muss eigentlich das Programm gerade Helmut Lehn hat.

00:39:53: Gerade das Programm und einige Leute bei Radio For You waren für mich wichtig – auch für Innovationen im Hörfunk.

00:40:00: Und da passete die TV'n-Sächsich nicht rein in diesen Rettungsplan?

00:40:04: Es ging ja allen drei Wellen, Jugendwellen schlecht.

00:40:06: Wenn man das von heute überlegt wahrscheinlich Ja!

00:40:09: Aber... Wissen Sie, damals war ich eine volle Defensivsituation.

00:40:15: Es ging nur entweder abschaffen oder aber in den ORB retten und später dann sozusagen mit Fritz eine Wiederauferstehung gewissermaßen zu begehen.

00:40:27: das war die Konstellation.

00:40:29: kann man hinterher gar nicht alles schön reden?

00:40:32: Wann ist denn die Idee entstanden, da SFB-Vier-Multikulty zu entwickeln?

00:40:38: Die Idee hatte ... Da bin ich im Wesentlichen mit Friedrich Voss dem Wellenchef.

00:40:45: Wir waren beide die Erfinder.

00:40:47: Es gab aber auch ... Die Situation war folgende.

00:40:51: Eigentlich fiel mir diese ganze Situation nicht eines Multikulturellen sondern eines ... Programms mit Ausländerprogramm, Sprachprogrammen.

00:41:01: Vielmehr vor die Füße Weil und das fand ich sehr spannend gesagt wurde im Rundfunkrat im Wesentlichen übrigens da muss man einen Namen sagen Alize Ströver

00:41:11: von den Grünen

00:41:14: Die eigentlich im Rundenfunkrad sagte ja wir müssen mehr machen in Berlin Wir müssen lokal ein multikulturelles Engagement hinkriegen Im Radio.

00:41:26: Und da bin ich völlig und ganz der Meinung gewesen.

00:41:29: Ich habe mit Friedrich Voss, der ja Ausbildungschef vorher war für den SFB mich zusammengetan und habe eigentlich mithilfe großer Teile des Rundfunkrats gegen große Widerstände im eigenen Haus über uns auch in Programmen.

00:41:48: Die wollten sich nichts nehmen lassen – die waren ja selbst alle finanziell.

00:41:51: in der Defensive haben wir dieses Programm entwickelt, und zwar haben wir gesagt, gut wenn das erfordert wird in der Situation in Berlin.

00:42:03: Damals, wie heute, haben wir bis zu einem Jahrzehnte bis zum nächsten Jahrzehn bis zum zweiten Jahrzehhnte Bevölkerung mit multikulturellen ethnischen Wurzeln.

00:42:15: Da machen wir etwas draus!

00:42:16: Und zwar da haben wir hier gesagt Mein Vorgänger hat einen Schaltprogramm aus aller Welt mit einem Sendeleiter zusammenentwickelt.

00:42:28: Das fand ich interessant, aber das war eigentlich kein Integrationsprogramm, kein Berlinischungs.

00:42:36: Und da kamen wir auf die Idee und sagten okay, wir machen ein kulturell definiertes Programm.

00:42:43: Vormittags?

00:42:44: Ein Forum für Deutschlandausländer und nachmittags die alten weiterentwickelten Sprachprogramme.

00:42:53: Vormittag haben wir gesagt, okay das ist eine echte, man redet immer von Integrationsrundfunk.

00:43:00: ich fand da fand er statt als auf dem Forum mit Deutschsprachien aus allen Communities Und der hatte folgende Elemente Das war ein Forum, waren Begegenstädte und waren Entwicklungsstädter für lokalen Weltmusik Lokale Ausgabe von Weltmusik.

00:43:19: Und am Nachmittag haben wir mit starker Kooperation zu anfangen, übrigens mit der BBC die Ausländerprogramme renoviert und das war der Anfang eines Pilotprogramms – das war ja kein originelles Programm also kein normales SOB-Programm, das fuhr es später erst.

00:43:38: Und da haben wir dann angefangen mit Multikulti und während kam der große Vorteil, den Berliner Vorteil.

00:43:45: Das war das Haus der Kultur in der Welt.

00:43:48: Die damalige Chefin war sofort Feuer und Flamme und wir haben was heute völlig abenteuerlich klingt und den technischen Direktor des SFB damals glaube ich für schlaflose Nächte gekostet hat.

00:44:01: Wir haben damals das gesamte Vormittagsprogramm aus dem Garten des Hauses der Kulturen der Welt

00:44:09: in

00:44:10: Containern produziert.

00:44:12: Ich hatte letzte Woche Britta Steffenhagen meiner Sendung zu Gast und sie erzählte mir von den Containern, warum die Entscheidung aus Containern zu senden und nicht aus dem Haus des Rundfunks direkt.

00:44:24: war es ein Platzproblem oder waren die Veranstaltungen gut dort angesiert dass man das gleich abgreifen konnte?

00:44:32: Also es war nicht so sehr ein Platzproblem am Rande, das hätten wir hingekriegt.

00:44:39: Das war eigentlich der Versuch raus aus dem Haus des Hohenfums Anlehnung an das Haus der Kulturen der Welt, HDKW weil die hatten im Grunde genommen auch so eine Art, ich würde mal sagen nach der Wiedervereinigung irgendwie so einer Art Legitimationsdefizit.

00:45:01: Die sagten, okay das kommt uns sehr zu pass.

00:45:04: Zweimal eine Kongresshalle?

00:45:05: Ja!

00:45:05: Das war ganz früher mal eine Kongressehalle und für wir waren das ja unter dem Dach des Goethe-Instituts gewesen.

00:45:12: es hatte einen gewissen Vorteil als kann man heute erzählen ich war jahrelang stellvertretender Beiratsvorsitzenden des Goethhe-instituts und hatte sehr gute Kontakte.

00:45:22: noch dazu Und die Bedingungen unter denen wir im Haus der Kulturen der Welt produzieren konnten Die waren fantastisch.

00:45:32: Erstens, wir durften alle Einrichtungen des Heiligkw benutzen.

00:45:36: Alle Konzerte kostenlos für Laue in den Seelen dort veranstalten und die haben uns sehr geholfen.

00:45:47: und die Crew, die das Forum produzierte, die waren bereit unter diesen etwas abenteuerlichen Umständenrundfunk zu machen was aber eben auch meine neue Form von Hundfunk war.

00:45:59: Was heißt denn?

00:46:00: abenteuerliche Umstände,

00:46:02: wo die Ströppe

00:46:02: durch den Kanalkollige zogen?

00:46:05: Nein eigentlich so schlimm war es nicht.

00:46:06: Aber es waren eben eigentlich so... Es war ziemlich mobil.

00:46:10: was später sozusagen, was später Alltag wurde, war im SFB der Saar war eine Sendere, ne Regie, ne Produktionsregie, ein richtiges Studio und so.

00:46:21: das gab's also das was wir da im Haus der Kulturen der Welt gemacht haben das gab´s nicht Und man muss es wäre Unter heutigen Gesichtspunkten sowas um zu switchen oder zu versuchen, wäre wahrscheinlich nach heutem Regelwerk gar nicht möglich.

00:46:39: Also weil da haben das damals ohne jene Dienstvereinbarung gemacht?

00:46:44: Es waren auch extreme klimatische Bedingungen kann ich mich erinnern, weil die Container jetzt nicht klimatisiert waren in den Sinne und auch mal die Arbeitswege... Ja, sicherlich nicht vom Arbeitsschutz sehr optimal waren.

00:46:59: Aber worauf ich jetzt hin will ist ... Der SFB hat ja Radio for You abgeschaltet mit dem Argument auch weil kein Geld da war.

00:47:07: Wieso war denn plötzlich für Multikultigelter?

00:47:10: Also die Argumentation mit dem Geld, ich will Ihnen ehrlich sagen, die hab' ich... also ich habe immer einen Ort in ... Ich war verantwortlich auf den Haushalt des Rundfunks Und zum Teil eben später auch, weil ich ja die Hörfunkbetriebstechnik übernommen habe wegen... ...weil es gab gar nicht mehr mehr.

00:47:34: Das Geldargument stimmte nur zum Teil.

00:47:40: Wir haben hier zum Beispiel damals, ein Jahr später, zusammen mit dem ORB Info-Radio hinbekommen.

00:47:49: Das war ja auch von Null auf gleich!

00:47:55: Die Hürfung Technik, die wir dort in dem Pavillon neben dem SFB installiert haben.

00:48:00: Die hat uns digitale Produktionstechnik, der hat uns acht Millionen Mark gekostet.

00:48:06: Wenn man was wollte damals das ging!

00:48:09: Aber es war trotzdem eine Mischfinanzierung beim Multikulti?

00:48:12: Es war bei Multikulty insofern eine Mischefinanzierung aus drei Quellen.

00:48:17: Also erstens Ausländerprogramme, da ein gewisser Etat aus dem Sender – der war gar nicht so groß – dann die ganzen Leistungen des Hauses und Kulturen der Welt.

00:48:30: Ich habe sie eben skizziert.

00:48:32: Dann gab es einen beträglichen Jahresetat damals von der Medienanstalt.

00:48:41: Die Medienanstaltung hatte einen Etat für die Förderung von Mindereitenprogrammen

00:48:45: unter dem Direktor Hans Hege,

00:48:47: ja genau da gibt es glaube ich gar nicht mehr diesen Finanzierungsposten und den haben wir jahrelang voll beanspruchen können.

00:48:54: und dann haben wir man würde man dafür sozusagen der Zweck halte ich ja nie ganz die Mittel.

00:49:02: aber in dem Falle haben wir ein bisschen Staatsknete angenommen Vom Arbeitsministerium.

00:49:08: Normalerweise macht man das ja nicht als Öffentlich-Regierungsfunk, unter dem Titel Sozialhilfe, also Sozialberatung in den Sendungen und Arbeitsmarkthilfe für ausländische Mitarbeiter.

00:49:22: Da haben wir einen bestimmten Teil vom Arbeitsministerien bekommen.

00:49:26: Als Sponsorin

00:49:27: quasi?

00:49:28: Kann man das so sagen?

00:49:29: Naja ich würde es sagen als Produktionsmittel.

00:49:32: Wie Sie's nennen!

00:49:35: Und vom Arbeitsamt kam dann auch ein gewisser Personalfluss dazu.

00:49:39: Kann ich mir das so vorstellen?

00:49:41: Nein, reines Geld!

00:49:44: Es gab... die haben uns beraten.

00:49:46: wenn also wie sie heute sagen wir sprechen mit dem Experten Sohn doch so im Sender in der Sendung, nein bei uns es gab keinen der also sagen wir mal so die Redaktion weil er eigene Redaktionen des Senders neues Berlin von vorne bis hin Und dann eben mit Freien Mitarbeitern.

00:50:05: Wir haben uns sehr viel freie Mitarbeiter in den Musiksektoren, man soll es nicht unterschätzen.

00:50:09: Die haben damals was ja leider verloren gegangen ist.

00:50:13: wir haben glaube ich zwei Dinge erfolgreich hingekriegt.

00:50:17: das erste war.

00:50:19: ich drehe es jetzt mal wirklich um.

00:50:21: Das erste war die Entwicklung von lokaler Weltmusik mit Gruppen.

00:50:27: also dies gab Wir haben ja jedes Jahr so ein Riesenfest gehabt im Haus der Kultur in der Welt.

00:50:32: Das war das eine und das andere war sozusagen Kommunikation mit Communities, die haben wir zum Teil glaube ich hingekriegt – mit Communites, mit der polnischen, mit türkischen Communities usw.

00:50:48: Und da sind bei uns also Redaktionen völlig eigenständig, dass darauf aber auch Wertgebust aus sein Aber für verschiedene Foren.

00:50:57: und so gab es dann mit Communities.

00:51:00: Wer mir da doch sehr gut in Erinnerung geblieben ist, der Sabah Colin Bass, ein sehr bekannter, ich glaube britischer oder irischer Sänger, der denn eine Radiosendung hatte und die Leute sich reingeholt hat ins Studio und hier kommen mit eurer Gitarre und macht und tut ... Die Sendung hatte er bis zum Schluss von RadiomultiCulty.

00:51:21: Eine Person, die mir auch noch sehr gut lebhafte Erinnerung ist Brigitta Gabrin.

00:51:27: Die ja denn dieses Fortführungsprojekt dann gestartet hat in der Mahinika-Markthalle?

00:51:33: Wie war das für Sie der Zufluss an Personal?

00:51:37: Hatten sie da auch so ein bisschen im Blick drauf was so für persönlich ... Es sind ja wirklich Radio-Persönlichkeiten der Weltmusik auch dort dabei gewesen.

00:51:47: Johannes Teurer fällt mir noch ein.

00:51:49: Johannes teurer war für mich die wichtigste Ansprechperson.

00:51:53: Du musst mal folgendes sagen, Der wichtigste Mann der Operator dort war Friedrich Voss, der Wellenchef.

00:52:01: Der hatte

00:52:01: auch einen Fable für die Musik?

00:52:03: Absolut!

00:52:04: Vor allen Dingen hat er ... Der war kein Provinzler Der hatte Japanologie oder ich glaube ein Japan, hat er studiert.

00:52:14: Der hatte einen Blick von nach draußen.

00:52:17: Es war kein Provinzler Westberlin oder Bundesrepublik.

00:52:22: Friedrich Foss war eine wichtige Figur und die zweite in der Tat war Johannes Teurer Ganz wichtige Figur, der war sogar so wichtig, dass sich bei bestimmten Entwicklungsaufgaben der WDR damals mit ihm zusammengetan hat.

00:52:40: Also informell und redaktionell.

00:52:44: Und dann war ein wicher Mann von Wolfgang Holler, das war der Wortschef, der kam ja vom Entwicklungshilfeprojekt.

00:52:55: von einem Hörfunkentwickling, Hilfeprojekt und kam und sagte was machen Sie jetzt mit mir?

00:53:01: Ich habe ja sowieso.

00:53:02: es gab viel beurlaubte SFB-Mitarbeiter die plötzlich vor der Tür standen damals.

00:53:11: Das war eine sehr große Urlaubsregelung offenbar beim SFB.

00:53:15: hier bin ich Was machen Sie?

00:53:17: Also es stand wirklich eines Tages vor Öffgang Holler, kurz vor Beginn von Multikulte von der Tür.

00:53:23: Ich dachte, sie sind der richtige Mann!

00:53:25: Also sagen wir mal spielten damals – das hängt auch mit der Wende vielleicht zusammen und mit der Defensivposition des SFB – man konnte viel machen.

00:53:36: Man konnte auch selbst viele Initiative entwickeln.

00:53:39: Und ich habe Notgedrungen muss ich sagen weil es hätte ich sonst gar nicht geschafft.

00:53:44: Ich habe Notgedrohung mich sehr gut auf die einzelnen Wellenchefs verlassen können.

00:53:49: Das muss ich sagen, also im Lokalfunk auf die Entwicklung von acht und achtzig Acht Florian Barkhausen.

00:53:58: Dann vor allem Multikulte habe ich gesagt.

00:54:01: dann ob Wilhelm Matheker Radio drei.

00:54:04: Also das war eigentlich zum Schluss meiner Zeit Eine relativ gute Crew und man hat ja immer, das darf ich mir heute nostalgisch vor.

00:54:16: Damals kam es mir eher nicht nostalgische vor.

00:54:19: Es gab jedes Jahr fast Nackenschläge für einen SFB.

00:54:23: Dann wurde auch entdeckt Asbest, Haus des Rundfunks.

00:54:27: Das alte war irgendwie mit Brandschutz nicht die Asbest-Geschichte im Fernsehgebäude dann Die wenige Hilfe von der ARD, das wurde hier abgebaut.

00:54:40: Klar die Gemeinschaftsfinanzierung große Teile also man hatte ich will es mal so vorsichtig ausdrücken Man hat als Hörfunkchef sehr viel mit Außenfaktoren auch noch zu tun und man muss sagen Das würde die Gott habe sie seelich verstorbene.

00:54:58: Personalchefin Personalratschefin wie auch sah Der Personalrat war eigentlich eher konservativ.

00:55:06: Hanne

00:55:07: Daum.

00:55:08: Wir haben uns hinterher bei einer Anhörung übrigens für Radio Multiculti, weil es abgeschafft wurde im Abgeordnetenhaus zufällig gesehen und stundenlang über die Vergangenheit geredet.

00:55:20: ja das war der Bestand war sehr SFB lastig westberlinerisch Und ich glaube Multiculty und dann später Info Radio waren die Innovationsschüge für den SFB.

00:55:35: Und dann natürlich auch beim Zusammenschluss nach dem Aufbau der Senderfamilie, dann auch Fritz und die Kooperation.

00:55:47: Aber um da mal eins rein zu grätschen Hans-Jürgen Rosenbauer als ORB-Intendant und SFB-Indendant Günter von Wieewski waren sich schon einig vor der Länderfusion Nörfung Kooperationen zu machen.

00:55:57: aber bei Problem SFB, vier Multikulti.

00:56:01: Ich sag jetzt Problem war Hans-Jürgen Rosenbauer etwas zögerlich um das mal ganz vorsichtig zu sagen.

00:56:08: er hatte zwar Multikulty dann auf Brandenburger Frequenzen glaube ich schalten können aber dann irgendwann gesagt ne wieder zurück.

00:56:18: wie erinnern sie denn diese diesen kleinen ORB Fingerhake

00:56:24: Trontest?

00:56:26: Auf dem Programm, ich sag's mal höflich.

00:56:30: Also auf den Programmen des OAB stand das war das kein Thema und man hat es wieder willig angenommen.

00:56:38: Aber Hans-Jürgen Rosenbauer war da auch ein Weltbürger?

00:56:40: Ja!

00:56:41: Wenn du Jörg studiert, brecht

00:56:43: als Doktor?

00:56:44: Richtig.

00:56:45: also ich will auch sagen dass Hans-Jochen Rosenbaur im Grunde genommen auch von Programmdiskussionen der spannende Typ für Stadt Lojewski war.

00:56:58: Aber es waren zwei Sachen, das eine ist positiv und das andere eher hinterlich.

00:57:02: Das positive war, dass sich ... Es waren ja völlig verschiedene Charaktere, Lojiewski und Rosenbauer.

00:57:08: Dass die sich über den Erkenntnis wir machen einer Anstalt, Wir müssen eine Anstaltung machen.

00:57:15: Wir machen eine Senderfamilie, dass sie sich zusammengerauft haben nach dem Jahr Wir waren ja erst begeistert.

00:57:23: Es war auch der Plan eines gemeinsamen Fernsehprogramms, der in letzter Minute abgesagt wurde.

00:57:29: Da standen wir zunächst mal neidisch da und dann waren wir aber ganz zufrieden weil uns hatte sich doch die Senderfamilie langsam aufgebaut.

00:57:37: Aber ich habe den Eindruck gehabt das Multikulti beim Ur-Benehmen Thema war.

00:57:42: Und vielleicht ist es auch ... Ich meine... Auch in Berlin eine andere Situation gewesen.

00:57:49: Na, das war es mit Sicherheit.

00:57:52: Die Kräfte die sagten gut wir machen jetzt Multikulti gab's hin anderen überhaupt nicht in der Form.

00:57:58: Die waren noch völlig fixiert auf die Ausländerprogramme und bei uns war durch auch den Schub im Rundfunkrat

00:58:08: wegen der Situation in West-Berlin war ja sowieso irgendwie ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen auch von Menschen, die sich vor dem Wehrdienst drücken und da gab es eine interessante Mischung halt.

00:58:21: die verschiedenen Stadtteile, es waren ja wirklich die richtigen, waren völlig unterschiedliche Kiezbeseute zum Teil.

00:58:28: Damals noch ausgeprägter.

00:58:30: also Multikulti schien mir auch.

00:58:33: ich hab's auch nicht zwanghaft betrieben sondern dachte das habe mich als erste richtig breitere kreative Aufgabe und Herausforderung angenommen.

00:58:42: Das fand ich auch wichtig muss ich sagen.

00:58:44: Wie

00:58:44: wurde dieses Programm eigentlich im Laufe der Jahre angenommen?

00:58:49: Also es war zunächst mal.

00:58:51: Ich hatte eigentlich einen zwei-Stufen-Programm vor, zunächst mal auszuprobieren in dem Bereich mehr kulturellen Bereich.

00:59:00: Was ja auch funktioniert hat.

00:59:02: aber das war immer eine Nische von der Akzeptanz her.

00:59:07: Die Weltmusik nicht so sehr, das war mehr.

00:59:10: Aber dahin dass wir mit der allgemeinen Rundfunkentwicklung aus einem Integrationen Inhaltsprogramm den Begleitwelle hätten machen können dazu kam es gar nicht.

00:59:22: Also wir sind sozusagen auf dem Status Co.

00:59:24: gewesen und es war schon ein Riesenerfolg, das ist irgendwann... Das war nach meiner Kurzform einer Wiederwahl was ja dann wurde zum Regelprogramm ausgerufen?

00:59:36: Das war schon einen Riesenerfolg!

00:59:38: Und dann wurde es dass irgendwie von der Produktion nicht mehr machbar war.

00:59:42: Es wuchs ja auch in sich aber vor der Produktsion des Tagesprogramms nicht mehr Machbar Wurde das Tagesprogramm vollständig in Sender übernommen also im auch räumlich.

00:59:53: Das fand ich ein schöner Erfolg damals, muss ich sagen.

00:59:56: Aber ich hätte gerne mehr gemacht.

00:59:58: aber dann endete auch meine Zeit und dann fing ja die Diskussion an, die bei uns schon anfing dieser Leitkulturdiskussion nämlich so nach dem Motto Multikultur ist multikulturalistisch tot.

01:00:13: Tilo Sarazin

01:00:14: als Stichwort?

01:00:15: Ja, aber auch bundespolitisch.

01:00:17: Ich habe noch die Worte von von Frau Merkel im Ohr.

01:00:20: Multikulti ist tot, Mausetot oder irgendwie sowas.

01:00:24: Das hat sich natürlich ausgewirkt in die Diskussion.

01:00:27: muss man ganz klar sagen Ich halte... das ist nicht aus Eitelkeit oder Rechthaberei.

01:00:34: ich halte den Weg, das habe ich auch damals bei der Anhörung um Abgeordneter Haus gesagt Den Weg, den die medienpolitischen Berlin gegangen sind für völlig falsch dieses Programm totzumachen, über uns auch wieder mit dem finanziellen Argument.

01:00:50: Es ist auf Dauer falsch weil ich von der heutigen Warte auch sage das waren die letzten richtigen guten Merkmale eines Integrationsbegegnungs- und Vorungsprogramms.

01:01:05: Wir reden jetzt noch von Radio Multiculti unter der ersten Intendante in Dagmarheim.

01:01:12: Ja

01:01:13: Es gab Hörerproteste vor dem Fernsehzentrum.

01:01:17: Sie meinen jetzt bei der Abschaffung?

01:01:18: Ja, bei der

01:01:18: abschaffungen und Dagmar Reim hat damals so eine Unterschriftenkassette entgegengenommen und gesagt vielen Dank aber wir müssen sparen.

01:02:10: einem halben Jahr Diskussion hin und her über die Medien

01:02:13: nachholen.

01:02:14: Wir waren nicht untätig dieses halbe Jahr, also wir gehört haben dass der RWB still und heimlich radio-multikulturell schließen will und

01:02:23: sozusagen die multikulturelle Welle von Bodrum und Bochum wie ich gerne sage ausbetreiben will.

01:02:30: Wir haben uns auf

01:02:32: den Weg gemacht haben viele Unterschöpfen gesammelt, weil wir natürlich auch nachweisen wurden.

01:02:38: Es gibt viele Hörer von Radiomultikuli und es gibt viele Unterstützer von Radiokursi.

01:02:44: Und wir glauben, dass in einer Zeit, in der Deutschland anfängt über Migration zu reden – auch mit der öffentlich-rechtlichen Sender RBB eine Verantwortung dafür hat sozusagen zu sagen wie wollen wir

01:02:58: Integration leisten?

01:03:02: Und deswegen haben wir auch die Unterschriften gesammelt.

01:03:05: Wir wissen, dass es nicht einfach ist und wir haben

01:03:08: immer gesagt,

01:03:10: wir wissen das der RWB auch Geld sparen muss.

01:03:12: Dafür haben wir Verständnis aber was wir in der Diskussion vermissen

01:03:16: ist eigentlich das außer dem

01:03:18: Satz, wir werden die Mitarbeiter in andere Sender

01:03:21: unterbringen

01:03:22: noch etwas kommen zu sagen Was heißt eigentlich Migration?

01:03:26: Was heißt Diversity

01:03:27: im öffentlich-rechtlichen RBB

01:03:29: und

01:03:29: wie gehen wir dieses Thema an.

01:03:33: Wir glauben, dass

01:03:34: der RBB da noch ein

01:03:35: Defizit hat und auch

01:03:37: mit den einunddreißigtausend

01:03:38: Unterschriften

01:03:39: die wir in den sechs Monaten gesammelt

01:03:41: haben wollen wir auch ein Signal setzen

01:03:43: zu sagen Frau Reim, wir wünschen uns von Ihnen und wir wünsche natürlich auch von dem Berundfunkrat, das ist unterstützt

01:03:50: eine Diskussion darüber Was heißt dieses Thema im RBB?

01:03:55: Und wir wollen diese Diskussion nicht nach

01:03:58: dem Radiomultikul, die abgewickelt ist.

01:04:01: Sondern wir wollen diesen Diskussion

01:04:03: bevor man

01:04:04: weiß was macht man mit der redaktionellen,

01:04:06: mit der journalistischen Kompetenz dieser Senders und wie integriert man dann auch in die anderen

01:04:11: Wählen.

01:04:12: darüber kann man reden aber nicht

01:04:14: erst Fakten schaffen und dann darüber reden was man für ein Konzept.

01:04:36: Es kann nicht sein, dass

01:04:38: Berlin

01:04:38: immer nach draußen als die multikulturelle

01:04:40: Hauptstadt

01:04:41: Welt Deutschlands gilt und sozusagen der öffentlich-rechtliche Sender.

01:04:45: Als

01:04:45: Erste der

01:04:46: Maßnahmen wenn es um Spanien geht dann sagt wir müssen eine Radiomultikultur Schluss machen und ansonsten auch keine Antwort auf diese Frage hat.

01:04:59: In diesem Sinne möchten

01:05:00: wir diese

01:05:01: einundradzig tausend Unterschriften

01:05:05: als Angebot

01:05:07: sehen, dass der Herr Bibi noch einmal darüber nachdenkt

01:05:10: was er

01:05:11: mit der Kompetenz von Radiomultikulti macht

01:05:14: und würden mit einem ganz lauten Ruf dieses

01:05:19: nochmal unterstützen gemeinsam.

01:05:21: Nämlich Yes we can!

01:06:26: Da wurde auch damals Pulli-Lux abgeschafft, dieses Fernsehmagazin mit Peter von Hartenberg.

01:06:31: In dieser ganzen Gemengelage wurde darauf hingewiesen der ABB ist nicht in der Lage mehr dieses Programm zu stemmen und hat dann Funkhaus Europa rauf geschaltet weil der westdeutsche Rundfunk, und jetzt kommen sie wieder ins Spiel offenbar die Blaupause geliefert hat.

01:06:48: Also nicht der SFB, die Blaupause gelieferte für den westdeutischen Rundpunkt, der sich das Programm offenbar leisten konnte?

01:06:55: Naja, dass so schwarz-weiß denken hilft da nicht also... Das war eine Parallelentwicklung.

01:07:02: Ich war ja damals auch ständig in der Diskussion mit Fritz Pleitken Und eben auch mit Frau Piel der Connection teurer, WDR und so.

01:07:14: Und vor allen Dingen, die wirklich eine Superkooperation in mir gemacht hat mit Thomas Roth damals.

01:07:22: Der ja Hörfunkdirektor war bevor er nach Moskau ging.

01:07:26: Wir waren eigentlich in der Mischung einer ... Hörfunk, Welle in der ARD, multikulturelle Natur und der lokalen Situation war uns eigentlich einig.

01:07:41: Und dann muss man noch sagen es gab zwei Kräfte.

01:07:44: Es gab eben diese Leitkulturdiskussion – man muss das auch schon Medien- und Kulturpolitisch sein – und dann in der Ard den Gegenstrom vom Bayerischen Rundfunk angeführt dass wir brauchen gar diese Ausländerprogramme.

01:07:57: Brauchen wir alle gar nicht!

01:07:59: Wir machen deutsche Programme für Ausländern.

01:08:02: Das war schon eine Spaltung in der ARD und da hat eben der WDR, so nach dem Motto ich liege und besitze.

01:08:10: Da hat halt die stärkeren Battagione und vor allem die bessere Finanzierung gehabt.

01:08:15: Und vielleicht auch den höheren Ausländeranteil pro Bevölkerung?

01:08:19: Ja, ich weiß also für ne lokale Entwicklung wären wir bei uns das ja besser gewesen.

01:08:24: Ich hatte immer das Gefühl – da war ich auch dann beobachter wissen Sie – dass der lokale Aspekt einfach verloren gegangen ist.

01:08:34: Und das fand ich schade, bedauerlich weil das im Grunde genommen wenn sie heute die Medienentwicklung sehen Lokalfunk ist eine Gegenwart und Zukunft des Rundfunks und da war SFB also Radium Multikulti fand ich wirklich ein entwickelbares Vorbild oder Beispiel.

01:08:58: Ich habe das ab Von außen gesehen, auch die Finanzierungsfragen.

01:09:08: Ich war ja zum Schluss noch sehr beschäftigt als einer der Bauherren mit dem ARD-Hauptstadtstudio und ich habe eben im Verhältnis zwischen Finanzierung von großen Sachen, von Fernsehen und Bauten und dem kleinen SPV habe ich ehrlich immer geschmunzelt wenn die Leute mit finanziellen Argumenten kamen.

01:09:28: also ich hab sie nie so... für einen Lokalwellen nie so gesehen.

01:09:33: Ich glaube, dass doch mehr dahinter stand.

01:09:36: die berühmte Zeitgeist der Entwicklung das sehen wir nicht so wichtig halte ich für Fehler wie die gesamten Radioentwicklung ja eigentlich nicht mehr so in Integrationsfunktion in andere Richtung gegangen ist.

01:09:52: Nein!

01:09:53: Ich glaube wenn sie Wellenkosten sehen... ich kenne auch die Steigerungskosten nicht.

01:09:58: Sie müssen immer den Gesamtetat sehen Und ich denke, dass die Technikkosten von der Produktion her eigentlich geringer geworden sind.

01:10:10: Weil sie nicht mehr so mit Apparativ... Wir haben jetzt das letzte.

01:10:15: was ich noch durchsetzen durfte mithilfe anderer war wir haben glaube zwei Jahre vor Ende des SFB etwa noch ein acht Millionen Hörfunk Produktionskomplex für Radio drei und Feature.

01:10:31: Das

01:10:31: braucht man gar nicht hinterher.

01:10:33: Diese Produktionsstätte brauchte man nicht mehr, das hat sich beim Radio

01:10:37: verschoben.".

01:10:39: Nun gibt es aber den auch technischen Trend bei der Bevölkerung, sich über Satellit und Internet Heimatprogramme in den Empfänger zu holen – heute vielleicht das Handy -, ist die Zeit dieser multikulturellen Aufteilung quasi der Radio-Welt nicht vielleicht längst überholt.

01:11:02: Unter dem Aspekt, dass man wenn man Grieche ist und griechische Musik mag dann geht man einfach ins Internet hat seine Lieblingsmusik seiner authentischen Menschen vor Ort die auch sagen ob auf Kreta grad die Sonne scheint.

01:11:17: Ich glaube es hat sich nicht aufgehoben sondern verlagert hat dann anderen Stellenwert.

01:11:24: Man muss wahrscheinlich auch beim Lokalen, das war damals einfacher, genauer definieren was in die Lokalbedürfnisse sind.

01:11:32: Die sind immer noch in Berlin eigene glaube ich also Bands beispielsweise oder Fragestellungen soziale.

01:11:40: aber sie haben natürlich recht verlagert hat sichs alle mal und Multikulti ist eigentlich, je mehr ich jetzt auch selber nochmal drüber nachdenke.

01:11:50: Ist natürlich auch eine Frage wie hältst du es mit dem Integrationspunkt?

01:11:54: Gibt's da noch Elemente die wir brauchen und ich sehe sie im Lokalen.

01:11:59: andererseits ist es eben so dass sie natürlich viele Bedürfnisse viele Sachen sehr attraktiv in der Medienentwicklung woanders herkriegen.

01:12:11: Aber es

01:12:11: ist nicht konsequent, wenn Cosmo sagt als Nachfolgeprogramm von Funkhaus Europa wir machen jetzt ein WDR-Programm ohne Radio Bremen und RBB nennen das Live Street gehen also auf die Straße bei uns lokal in NRW Und die anderen Rundfunkanstalten sollen sehen wie sie damit klarkommen und da irgendwie das lokale dann integrieren.

01:12:33: in radio drei ist ja jetzt die Absicht.

01:12:36: Bei Radio Bremen ist man noch nicht so ganz an die Öffentlichkeit gegangen mit Plänen.

01:12:40: Aber das wäre doch nur eigentlich ein guter Move jetzt von Cosmo, vom Westdeutschen Rundfunk oder?

01:12:44: Also

01:12:44: den ersten Teil würde ich unterstreichen dem was Sie gesagt haben.

01:12:47: Beim zweiten ist es dann eher eine Überlagerungspolitik von lokalen Bedürfnissen.

01:12:55: Das is ne allgemeine Problematik in der ARD.

01:13:00: Ich habe zum Beispiel auch dafür gekämpft, dass wir bei kulturellen Dingen bestimmte Eigenleistungen erhöhen.

01:13:10: Was dann mit der Finanzierbarkeit ein Problem gehabt hätte.

01:13:14: aber ich denke mal den ersten Teil das man in NRW selber auf die Straße geht teile ich.

01:13:22: und da soll man auch in Berlin selber auf Die Straße gehen.

01:13:25: Und wenn man das ganz weglässt Dann würde ich sagen, haben Sie zum Schluss sozusagen multikulturelle Podcasts.

01:13:33: Was soll ja in Radio drei integriert werden?

01:13:35: Und der Hemschuh ist nicht der RBB, sondern die Medienpolitik, die dem RBB nur gestattet sechs Radioprogramme zu vollziehen.

01:13:45: Sieben waren es mal und jetzt wird der RBB-Medienstaatsvertrag angepasst an den großen Reformstaats Vertrag.

01:13:52: Der RBB muss eine Welle abgehen.

01:13:57: Dann ist es doch nur konsequent, zu sagen wir integrieren jetzt multikulturelle Angebote in ein Kulturprogramm oder?

01:14:05: Also ich will mal jetzt also bezogen auf die konkrete Situation des RBB.

01:14:14: Fällt mir keine Antwort ein muss ich ehrlich sagen das ist Sache der Leute.

01:14:17: aber generell ist es so dass ein lokales Kulturprogramm und multi kulturelle Ansprüche zu großen Teil aus einem Merklaffen.

01:14:28: Also ich meine es ist die Frage, wie die Rundfunk ansteuern.

01:14:33: Es wäre an mich eine Frage als vielleicht Hochschullehrer oder Medienwissenschaftler, wie sehe ich so die Entwicklung?

01:14:39: Dann fragen wir den Medienwissenschaften bei Professor Doktor Jens Wendland

01:14:43: und da würde ich sagen ist der öffentliche Recht der Rundfunktion dabei viele Integrationsmerkmal abzuschaffen und in einer Mainstream früherer Programmformation aufgehen zu lassen Finde ich nicht toll.

01:14:58: Ich finde auch die Reformbemühungen, vor allem die verordneten Sachen jetzt nicht sonderlich grandiosen muss ich sagen.

01:15:08: Das ist eher ein abschmelzen alter Modelle als ein finden neuer Modelle was wahrscheinlich auch sehr schwierig ist.

01:15:18: Ich meine, wir haben eine medienpolitische Diskussion früher als ich begann.

01:15:23: Beim Rundfunk da war das öffentlich-rechtliche Integrationsradio außer Frage vielleicht zu komfortabel eingerichtet sogar und heute ist es ne völlig gespeitene Situation.

01:15:36: auch eben beginnen mit der damals mit den beiden Welten Privatfunktionen Vierund Achtzig und Öffentliche Rechte im Rund Funk.

01:15:45: Ob da die richtigen Schlüsse ausgezogen worden sind in der Milienpolitik, glaube ich nicht.

01:15:51: Das ist eher konformistisch.

01:15:53: aber ich sage mal Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss darauf aufpassen dass er seine Integrationsmomente oder Leitmedien Momente behält und das sehe ich im Moment eher in Gefahr.

01:16:09: Jetzt bezieht sich das ja schon viel aufs Wortprogramm.

01:16:12: Ich denke aber auch ganz viel ans Musikprogramm.

01:16:15: Ja ich auch

01:16:16: Ach, sie

01:16:17: auch!

01:16:17: Natürlich.

01:16:18: Okay.

01:16:19: Ich auch.

01:16:19: Weil das global Pop wird jetzt in Zukunft komplett verschwinden und dass ich mich inspirieren lasse als Jörg.

01:16:26: Auch mal die andere Richtung also aus der Welt als deutscher auch mal von ausländischer Musik inspirierend lasse Das fällt flach.

01:16:35: Das zufällige... Ich möchte nicht von einem Algorithmus bedient werden.

01:16:40: Ja, das ist eine allgemeine Sache.

01:16:42: Also ich bin immer der Meinung dass Musik gehört dazu.

01:16:47: Ist ein redaktionsgesteuertes Instrument oder eine Musikredaktion?

01:16:53: Das haben wir bei Radiomultikulti deutlich gemacht.

01:16:57: früher war es auch so gab es sehr intensive auch bei Radio Kultur wo ich ja begonnen habe.

01:17:02: sehr intensive Kontakte in der Musik-Szene oder mit Musikinstitutionen finde ich sehr wichtig.

01:17:10: Also mich haben Sie bei solchen Überlegungen lokal das festzubinden, das geht für uns alle Medien so, dass ist die Zukunft von Integrationsmedien.

01:17:21: Das andere können sie sich am Markt bedienen.

01:17:23: Also ein Fehler jetzt, dass Cosmo Ones Live Street jetzt Hip Hop spielt nur?

01:17:29: Modest!

01:17:29: Am ersten April im Jahr ist es ja im Jahr.

01:17:32: Also es ist so, ich bin wahrscheinlich in mir sehen Sie sozusagen einen in Anführungsstrich aufgeklärten öffentlich-rechtlichen Journalisten.

01:17:41: Der denkt dass die das Rundfunk vor allem also Radio ein Integrationsmoment sein kann und deswegen auch Anregungen Innovationsinstrument sein muss.

01:17:56: sonst können sie ich sage immer auf der einen Seite sie können sich am Markt bedienen.

01:18:01: Das ist Raabgar.

01:18:03: Und das es eigentlich nicht, ist nur zum Teil öffentlich rechtlich würde ich

01:18:07: sagen.".

01:18:07: Aber der WDR argumentiert mit ein Komma drei Prozent höhere Akzeptanz zur Zeit und sagt wir können da noch so viel reinpumpen.

01:18:17: Wir wollen dass die Leute uns hören und deswegen müssen wir das Musikformat einengen und eher auf Populärkultur gehen

01:18:25: Also in Toreinschätzung

01:18:26: herauf.

01:18:29: Das ist die allgemeine Problematik, dass sie der öffentlich-rechtliche Rundfunkauftrag ein Balanceakt zwischen hören werden und hören sollen.

01:18:40: D.h.,

01:18:40: zwischen einer gesellschaftlichen Aufgabe, kulturpolitischen Aufgabe und eine Akzeptanz.

01:18:47: Und eins ist klar aber ich sehe das kann man leider nicht positiv sehen Desindegrativen Momente in der Gesellschaft sind größer, die Speitungsinstrumente.

01:19:00: Das sind diese Größe.

01:19:01: Rundfunk ist – wie hat das mal einen Medienvorscher berühmter gesagt?

01:19:06: Ist nur noch Teil der Radio und auch Teil der psychischen Grundversorgung.

01:19:11: Also so, dass ich den Leuten zumute bin.

01:19:16: Inhaltlich und Bindung an Hörer und Regionen Also ist jedenfalls in aller Zukunft gefährdet.

01:19:27: Vielleicht gibt es auch, wenn man das sagen kann, eine alternative Minientwicklung in Zukunft.

01:19:34: Wobei ich wirklich davon überzeugt und es ist mein Glaube, dass sich auch mit so einem Einz-Live Street da nicht mehr Hörer erreiche.

01:19:43: Woran mache ich das fest?

01:19:45: Radioprogramme sollte heute begleitet werden durch kleine Videoschnipsel, durch Werbeaktionen, durch Möglichkeiten als Hörere auch irgendwie aktiv mit... da zu machen.

01:19:58: Und wir haben jetzt mal im Vorfeld auch an unser Gespräch nachgeguckt, Cosmo hat einen YouTube-Kanal und das letzte Video ist über ein Jahr her was da hochgeladen wurde, was in der YouTube Welt also quasi wie der Kanal beerdigt erklärt ist.

01:20:14: Ich muss solche Kanäle auch bespielen und dass also ein Werbeverständnis für mein eigenes Programm, für meinen eigenes Produkt.

01:20:22: wenn ich das tot laufen lasse dann Ernte ich auch diese schlichten Hörerzahl.

01:20:28: Beziehungsweise die Programmreform, die Musikspecials rausgeworfen hat gerade die interessanten Nischen, die das Programm attraktiv machte.

01:20:38: vielleicht jetzt nicht in der Massen-Einschaltung aber wo man gesagt hat hier findet man noch bei Cosmo bestimmte Musikspezialisten, die uns das näher bringen.

01:20:51: Weil öffentlich-rechtlicher Rundfunk hat nicht die Aufgabe Quote zu machen – schon gar nicht Cosmo!

01:20:55: Ich glaube da wurde keine Werbung verkauft wenn ich richtig informiere.

01:20:58: Wir sehen jetzt

01:20:58: bei dem Thema wir rennen gemeinsam offene Türen ein.

01:21:01: Ja.

01:21:02: Wir drei.

01:21:03: Ja?

01:21:04: Ich kann noch eine spezifische Erfahrung sagen... Ich wollte jetzt wissen ich war zusammen mit Meinem Kollegen von der Humboldt-Universität Müe Benninghaus, Herausgeber vom CouchFM.

01:21:19: Und da sind wir ...

01:21:20: Studentenradio?

01:21:20: Ja

01:21:21: und zwar das haben wir entwickelt Auf Bitten, da hat Rosenbau noch eine Rolle gespielt als Präsident der Medienanstalt.

01:21:30: Es war Folgendes.

01:21:31: Das wurde gefragt.

01:21:32: Es gab ja mal ganz früher so ein Studentenradio was von den PR-Abteilungen der einzelnen Präsidenten in der Unis gemacht wurden.

01:21:40: und da wurden wir gefragt... Da wurden erst einmal die Universitäten gefragt von der MABB neues Programm für Studenten.

01:21:51: Und dann haben wir ein Programm vorgeschlagen.

01:21:57: Ich gebe zu, ich habe besonders Müll-Bendinghaus der Medienwissenschaftler aber kein Praktiker war.

01:22:04: Da hab' ich gesagt, Müll Bendinghaus!

01:22:06: Ich möchte eigentlich nichts mehr organisieren und werde deswegen machen beim Plan und werden ganz unverschämt.

01:22:13: Also wir fordern etwas was wahrscheinlich nie durchkommt.

01:22:17: Und das haben wir gemacht und haben gesiegt.

01:22:20: Eines teils rief mich Rosenbauer an und sagte Sie machen sie das.

01:22:24: Und das hatte zwei Merkmal, das erste Merk mal war dass wir als Herausgeber fungierten, das war eine tolle Leistung vom damaligen Präsidenten der Humboldt-Universität.

01:22:35: Das heißt Wir waren herausgeber die Studenten waren verantwortlich.

01:22:40: Chefredaktion bis unten.

01:22:42: Wir waren also auswarnend nicht ungefährlich aber hat sich toll entwickeln.

01:22:46: das zweite war was sie sagen Es wurde aus einem multimedialen Ansatz geboren Ja.

01:22:53: Wir haben

01:22:53: gesagt, damals hat uns das

01:22:56: M.I.B.,

01:22:56: dies Medieninstitut in Babelsberg ...

01:22:59: Medieninnovationszentrum?

01:23:00: Ja,

01:23:00: MedienInnovationscentrum war unsere Produktionsstätte und dort wurden auch Gose gegeben.

01:23:06: Das ist heute noch so!

01:23:07: Aber für uns speziell damals.

01:23:09: Und ich glaube es ist immer noch so und das war sehr komfortabel.

01:23:14: Da haben wir von vorne eingesagt okay Wenn ihr gelernt habt, denken Multimedial und ich glaube das hat auch hingehauen.

01:23:23: Bis heute bis heute hin?

01:23:24: Eben!

01:23:25: Und das war das Modell und das ist eigentlich im Grunde genommen Entsprechung was sie eben sagen.

01:23:30: Was ich nur nicht dann verstehe.

01:23:32: also jetzt als reiner pragmatischer Praktiker da sitzen hoch bezahlte Leute beim WDR als anstatt Was es braucht, das Programm um es zu vertikotieren und es zu belüften.

01:23:46: Um es aufleben zu lassen mache ich es platt und mach etwas Neues wo ich neuen Namen durchbringen muss.

01:23:53: Ich muss es in der Bevölkerung einlaufen lassen Ich muss einen enormen Gegenwind aus der kulturellen Zelle entgegennehmen.

01:24:04: Und dann habe ich immer noch das Vermarktungsproblem.

01:24:06: Also ist ja von vornherein zum Scheitern verurteilt

01:24:10: Auch durch

01:24:10: die Einengung.

01:24:11: Ja, es ist ein allgemeineres Problem.

01:24:13: das ist eben was machen eigentlich alte Institutionen in der späten Bundesrepublik Deutschland?

01:24:21: Ich damals beim SFB als ich anfing war ein Vorteil des Chaos dass wir eigentlich viele Dinge machen konnten.

01:24:29: Dann wurde ein Regelwerk

01:24:30: draus

01:24:31: Das wurde immer mehr eingehegt und der öffentlich-rechtliche Rundfunk Noch goldene, einjamassen goldenen Käfig seiner eigenen Existenz.

01:24:43: Sie haben die Innovationskraft der Öffentlich-Rechtlinien-Mädchen hat aufgrund dieser Institution und der politischen Entwicklung, die keine innovativ ist, hat nicht gewonnen – medial!

01:24:56: Das ist also sage ich mal als alter Rundfunkmensch oder Radiomensch.

01:25:02: Aber das ist ja für mich nicht mal eine Innovation.

01:25:06: Es ist ein einfaches Bei Werk eines Handwerkes, was ich heute dazu brauche.

01:25:12: Ja aber das widerspricht der Institutionenregel soziologisch.

01:25:16: wenn sie sagen Ich beispielsweise einerseits stelle ich den Rundfunk frei von Extensängsten ja Rundpunktbeamtentum etc.

01:25:30: und sage, in diesen schwierigen Zeiten soll es mal Innovationen machen.

01:25:33: Und gucken Sie sich einmal an den Weg auch der Reformkommission.

01:25:37: Gucken sie sich den Weg der Medienpolitik an?

01:25:39: Die wird zum Teil... Ich erinnere mich an eine Diskussion in Pankow über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

01:25:46: Ehrlich gesagt vielleicht bin ich da Dr.

01:25:49: Jackery und Mr.

01:25:50: Hyde also heute eben mehr Medienwissenschaftler oder Zuhörer oder Zuschauer mit Rundfunkerfahrung praktischem.

01:25:59: Ich war erstaunt, in welch alten Bahnen diese Diskussion verlaufen ist.

01:26:04: Aber vielleicht ist es nicht mehr zu ändern?

01:26:07: War eine Journalistin sagte sie will ich noch nebenbei das Film und das machen und sich das allen Handwerken draufschaffen.

01:26:14: Zum Beispiel!

01:26:15: Ja, ich verstehe.

01:26:17: Das ist ein Beispiel, dass Sie in allen Institutionen haben Und im Rundfunk als Einbeherrschendes Kommunikationsinstrument.

01:26:31: Ich habe immer eine Schreckensvision.

01:26:34: Mein junger Sohn war kein Fernseher mehr, der ist natürlich medial sehr, sehr flexibel und schnell bei seinen Quellen und Internet alles und so.

01:26:47: aber die Schränks-Vision über nächste Generation ist es dann schon.

01:26:53: wenn sie sagt okay was gebühren finanziert Sagt mir nichts.

01:27:00: Also ich gehe hier nicht um eine Defizit-Diskussion, alles zu teuer?

01:27:04: Ja, sondern die sagen dann eben ja Sozialplan vielleicht oder eigentlich eher nicht.

01:27:11: Aber und zwar ist das keine politische, also ein Teil einer politischen Diskussion.

01:27:15: aber wenn sie vom Lutz näher sagen einfach Schluss!

01:27:18: Wenn ich sage... Ich habe meine Untersuchung in Russland gemacht mit Kollegen von der Lamulaushoff, die sagten Was vermisse ich am meisten, und das sagt die in Russland als es noch freier zu gehen mit Medien da.

01:27:33: Zwischen Positionen, die sagten ja, Ratio Porsche, also wenn die mal ein Handy wegnehmen und so... Das ist wirklich existenziell.

01:27:41: alles andere bei Werk.

01:27:44: Ist eine Vision aber ne negative und nicht ganz unpraktische Leider.

01:27:52: D.h.,

01:27:52: ich versuch's mal noch n bisschen praktischer jetzt hineinzugießen.

01:27:57: Es sind jetzt nicht nur Entscheider, die ein bisschen zu unbeweglich sind.

01:28:01: Sondern auch die Medien schaffen den, die sagen, das kriege ich ja nicht bezahlt.

01:28:05: Da mache ich eben halt einen Beiwerk und das Bild um meine Sendung zu bewerben oder dass man das mal auf die Internetseite packen kann oder so.

01:28:14: Naja sie sind ja auch eher... also wenn ich heute beispielsweise Medienjournalisten sehe, die sind natürlich oft auch irgendwie in der Doppelrolle die hängen noch einer bestimmten innovativen Situation an und sind aber, also Huber beispielsweise Dr.

01:28:32: Huber Tagesspiege mein Erz Freund und Feind früher.

01:28:37: der hat immer geschrieben in Tagesspielen wir waren immer schönes Hauptheber beim SFB.

01:28:43: Also es war wie mit Betriebszeitschiff das ist immer weiter weg.

01:28:49: Und seine Nachfolger, die heute über Medien schreiben im Tagesspiegel, dass das Thema wird schon ganz anders behandelt als früher.

01:28:57: Und ich glaube sie haben Recht.

01:28:58: also...

01:28:59: Also nicht mehr mit der nötigen Ernsthaftigkeit oder...?

01:29:01: Das

01:29:01: würde ich nicht sagen sondern mit anderen Bindungen.

01:29:05: Anderen Bindung und andere Interessen

01:29:07: versteht auch.

01:29:08: Weil sich die Hörgewohnheiten einfach verändert haben?

01:29:11: Weil sich Die Nutzungsgewohnheit von Medien verändert haben und weiter schnell verändern.

01:29:18: Also

01:29:18: dann ist doch der WDR vielleicht auf dem richtigen Weg, was Neues zu probieren?

01:29:22: Es ist der Versuch.

01:29:23: Man muss allerdings auch sagen – ich war beim WDR das jetzt nicht gegen den WDR, den ich immer auch als Lehrer, ich habe ja auch politisch kommentiert und aber es ist ein Riesentanker!

01:29:35: Sie müssen das einfach aufsehen, da sind die ARD und ZDF einen Riesenladen.

01:29:39: Bewegen sie mal einen Riesentalcker und bewegen sie demal gegenüber von sich ständig endenden Mediengewohnheiten Und machen sie ja eine Akzeptanz und Innovation draus.

01:29:53: Das ist das Gefährliche, dass das irgendwo als Aufgabe zerrieben wird in einer politischen Landschaft die bestimmte Integrationsmerkmale mehr denn je braucht.

01:30:04: Das muss man natürlich auch sagen.

01:30:07: Deswegen bin ich da eher melancholisch, muss ich sagen.

01:30:16: Vielen Dank für das Gespräch.

01:30:17: Wir beobachten es weiter auch mit Ihrer Hilfe demnächst, vielleicht findet sich noch mal die Möglichkeit diese Entwicklung rückblickend zu bewerten und dann vielleicht gibt's ja jede Wendung.

01:30:28: Nur weiß ich nicht ... Die Initiative Safe Cosmo ist ja angetreten, diese Entwicklung zu verhindern oder besser gesagt den WDR zum Neunachdenken zu animieren?

01:30:40: Ja!

01:30:40: Vielen Dank fürs Gespräch!

01:30:41: Ihnen auch vielen Dank.

01:30:54: Interessant ist natürlich auch, welche Auffassung Sie vertreten.

01:30:58: Kosmo umwitmen, weiterentwickeln oder Kosmo erhalten?

01:31:02: Wenn sie Kosmo erhalten wollen gibt es wie gesagt eine Petition.

01:31:05: wenn sie der Meinung sind dass Kosmo durchaus den Weg in einen Einz-Live-Street-Abenteuer gehen soll mit Hip Hop und wenn der RBB wie gehört vielleicht da irgendwas noch in Radio III integrieren kann schreiben Sie das einfach in die sogenannten Kommis.

01:31:21: Und vergesse sie nicht, uns zu abonnieren und uns auch sonst zu unterstützen.

01:31:26: Sie finden alle Möglichkeiten dazu in der Caption, in der Beschreibung zu unserem Podcast.

01:31:32: In den Shownotes genau!

01:31:34: Und dann das alltägliche.

01:31:36: fast hätte ich gesagt Ritual.

01:31:37: aber es ist ja so gerade jetzt bei Glitter...

01:31:40: Vergessen sie nicht ihre Antennen zur Erde.

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