DIE MEDIENHÖLLE #026 | EPC
Shownotes
► (0:00:00) - INTRO ► (0:01:17) - Vom Mund zum Ohr … ► (0:01:44) - Johann Oberauer, Verleger und Ausrichter des EPC (1) ► (0:04:38) - Wie die noz ihre Rechtschreib- und Grammatikfehler mit KI in den Griff bekam (Kongress-Ausschnitt) ► (0:14:40) - Johann Oberauer, Verleger und Ausrichter des EPC (2) ► (0:24:23) - Stefan Aust, u. a. Chefredakteur DER SPIEGEL (1994-2008), WELT-Herausgeber (2014-2023), ausgezeichnet in Wien für sein Lebenswerk ► (0:37:08) - Lokaljournalismus und KI (Kongress-Ausschnitt) ► (0:43:06) - Steffen Grimberg, Leiter des KNA-Mediendienstes, Landesvorsitzender des DJV Berlin-JVBB, Fachautor u. a. taz ► (0:55:00) - Isabel Russ, Chefredakteurin der „Vorarlberger Nachrichten“ (VN), Geschäftsführerin / Managing Director der Russmedia Verlag GmbH ► (1:02:41) - Ulrike Langer, Medienjournalistin (lebt in den USA) ► (1:18:32) - Chris Guse, Gründer und Geschäftsführer der BosePark Productions GmbH, Leiter der KI-Unit / Audiomatika ► (1:40:45) - OUTRO ► (1:41:12) - Vergessen Sie nicht …
Disclaimer: Die Musik im Wiener Stil ist mit Hilfe von KI entstanden.
Cover: Ingo Römling; https://www.monozelle.de/ Host: Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de
►► SUPPORT gern via Medienhöllen-Tresor: https://www.paypal.com/paypalme/anten…
►► ODER PER BANKÜBERWEISUNG: Jörg Wagner Freier Journalist IBAN: DE93500105176000318805 BIC: INGDDEFFXXX Verwendungszweck: SPENDE JW
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00:00:10: Herzlich willkommen in der Ausgabe XXI, der Medienhölle.
00:00:24: Den Medienpodcast, der sich heute aus Wien meldet vom European Publishing Congress, der alljährlich stattfindet um die europäische eigentlich ursprünglich mal gedachte Zeitungsbranche zusammen zu bekommen denn der hieß früher Newspaper-Congress.
00:00:58: Wie viel KI-Verträgt der Journalismus?
00:01:00: Das wurde heute hier hinter mir im Paläen Niederösterreich diskutiert und debattiert.
00:01:05: Und wir wollen mal von einer Medienhörle sehen, ob wir die eine oder andere Meinunghaltungerfahrung mit künstlicher Intelligenz mit dem Problem, das sich damit anschließen bekommen können.
00:01:18: Und dass natürlich alles wieder vom Mund zum Ohr!
00:01:44: Also mein Name ist Johann Oberauer.
00:01:46: Ich bin in Salzburg beheimatet, bin seit vierzig Jahren inzwischen im Medienbereich tätig und kümmere mich dort vor allem um Branchenthemen.
00:01:59: Habe gestartet mit einem kleinen Titel der hieß Der österreichische Journalist und heute sind viele weitere Titel dazugekommen.
00:02:08: Unsere Aufgabe sehe ich darin Journalismus, Medien zu begleiten, zu unterstützen.
00:02:16: Dienstleistung dazu sein!
00:02:18: Für die deutschen Zuschauerinnen und Zuschauer.
00:02:20: jetzt dieses Podcast ist vielleicht das Medium-Magazin ganz gut in Erinnerung.
00:02:25: gerade wurden wieder die Journalisten des Jahres gekürt dann Turi II haben sie irgendwann mal übernommen
00:02:31: Kress
00:02:33: sozusagen pro und also Sie haben sich so ein kleines publizistisches Medienimperium zusammen gestellt.
00:02:39: Und sie sind aber seit eh und je so lange ich überhaupt decken kann, auch Ausrichter früher noch des European Newspaper Congresses jetzt Publishing-Congress.
00:02:50: Was ist Ihnen so wichtig die Medienbranche zu vernetzen denn das ist es ja eigentlich?
00:02:55: Also neben der Publicistik, die wir noch zu einem Stück gedruckt anbieten machen wir natürlich viel digital.
00:03:06: Manche Formate, z.B.
00:03:08: Turi II oder Media ausschließlich digital.
00:03:14: bei anderen Titel sind wir selbst wie viele andere Medienhäuser auch in einer Transformation.
00:03:21: also das was wir beschreiben erleben wir auch selbst machten wir auch selber durchleiten wir auch Selbst scheitern auch manchmal selbst ja Und manchmal haben wir auch Lichtblicke.
00:03:37: Neben der Publizistik, wie eben beschrieben und wie auch bekannt machen hier natürlich Formate der Begegnung hier in Wien der European Publishing Congress seit vielen Jahren – ich denke es sind schon fünfundzwanzig Jahre wo wir hier einander begegnen und uns auf Augenhöhe austauschen.
00:04:01: Wir haben hier heute zum Beispiel an die fünfhundert Führungskräfte aus europäischen Medienhäusern.
00:04:08: An die siebzig Menschen sind auf der Bühne, tragen vor was Sie in Ihren eigenen Häusern erleben und was Sie vorantreiben.
00:04:19: Der Spannende ist, die hinten sitzen, die zu hören sind mit den selten Themen beschäftigt und sie könnten eigentlich jede Minute ihren Platz wechseln, selbst auf die Bühne gehen und in dem Fall die Rollen tauschen.
00:04:38: Wir wollen
00:04:39: ein bisschen erzählen wie wir die Qualität unserer Produkte und vor allem das Thema Rechtschreib- und Grammatikfehler bei uns bei der NOZ in den Griff gekriegt haben.
00:04:47: Wer sind wir beide?
00:04:50: Ich bin Luisa Riepe ich bin Chefredakteurin der NO Z
00:04:53: Ich bin Alexander Seifert, Gründer und Geschäftsführer von Texaschein.
00:04:56: Und ich glaube wir müssen dieses Ding in die Hand nehmen um die Folien weiter zu drücken oder?
00:05:01: Rechtest du starten?
00:05:02: Ich starte!
00:05:05: Weiter.
00:05:05: genau da sieht man uns beide nochmal so was geplant.
00:05:09: Ich muss ein bisschen ausholen um die Geschichte zu erzählen denn tatsächlich beschäftigt uns das Thema Rechtschreib- und Grammatikprüfung bei der NOZ schon einige Jahre.
00:05:17: Im Jahr.
00:05:17: im Jahr ist es so, wir hatten einen Korrektoratsteam mit insgesamt fünf Mitarbeitern und haben damals die Idee gehabt.
00:05:25: Es wäre doch eigentlich möglich vielleicht mit einem KI-Tool diese Workflows zu verschlanken das Personal an der Stelle rauszunehmen und die Redakteurinnen und Redakteure stärker in die Qualitätssicherung mit eins überziehen.
00:05:37: Das heißt, wir haben das Team damals abgeschafft kosten günstiges, marktübliches Tool eingeführt und haben den Redakteurinnen und Redakteuren die Aufgabe gegeben selber, die Texte zu korrigieren.
00:05:49: Wir haben gedacht das kann ja keine Schwierigkeit sein.
00:05:52: Die können alle Rechtschreibungen und Grammatik arbeiten jeden Tag mit Texten und außerdem haben wir sowieso einen Prinzip vor der Veröffentlichung.
00:06:01: Ganz so war es dann tatsächlich aber in der Praxis nicht.
00:06:04: In der Realität hat sich dann ganz schnell herausgestellt, dass die Kolleginnen und Kollegen gerade im Stress – gerade wenn mal eine Deadline ansteht – doch die Qualitätssicherung ein bisschen schleifen lassen.
00:06:15: Und das hat dazu geführt, dass wir wirklich viele, viele Fehler in unseren Produkten hatten.
00:06:19: So viele, dass auch ich persönlich immer wieder von Lesern darauf angesprochen worden bin.
00:06:24: Die haben gesagt... Wie sollen wir euch glauben, wie sollen wir Vertrauen zu euch aufbauen wenn ihr es nicht mal schafft eure Texte fehlerfrei in die Produkte zu bringen.
00:06:33: Und das war der Punkt tatsächlich wo wir einander kennengelernt haben und ich bin sehr froh dass wir dann strategisch Partnerschaft aufbauten konnten.
00:06:41: denn tatsächlich unser Learning ist wenn man auf eine billige Korrektur Software setzt dann hat man Ich habe ständig Probleme.
00:06:49: Man spart zwar auf der einen Seite Kosten ein, aber hat auf der anderen Seite ganz große strategische Kosten und eben auch das Problem des Vertrauensverlustes.
00:06:57: Insofern war ich froh, als wir auf Textschein gekommen sind und da wirklich eine gute Zusammenarbeit aufgebaut haben.
00:07:06: Danke Louisa!
00:07:06: Ich übernehme an dieser Stelle was macht Textschein?
00:07:09: Textschein ist eine voller automatische Korrektur-Lösung für Verlage und Medienhäuser korrigiert auf
00:07:16: höchsten
00:07:17: Niveau und zwar sprachliches Koektorat,
00:07:19: Sprich
00:07:20: Grammatik Rechtschreibung Zeichensetzung.
00:07:24: Wir können mit Eigennahmen umgehen, mit Fachschagons umgehen Sie können Redaktionsrichtlinien hinterlegen, um die Koektur auch zu konfigurieren und auf ihr Haus anzupassen Und alle Koekturen werden zwar vollautomatisch vorgeschlagen aber sie haben immer das letzte Wort und können im Einzelnen auch eine Koektu auch mal ablehnen.
00:07:47: Das Ganze funktioniert so, dass wir den Text aus dem Content-Management-System oder aus dem Redaktionssystem nehmen, ihnen diese Kollekturansicht anzeigen und dann bei Übernahme wieder zurückschreiben.
00:07:59: Und genauso wichtig wie das was Textschein macht ist das was es nicht macht und zwar keine Reformulierungen, keine Formatverluste, keine Halluzinationen und kein Training auf ihren Daten.
00:08:09: Wichtig ist immer die Hoheit über den Text bleibt bei der Redaktion.
00:08:15: So sieht das aus.
00:08:16: Das ist der Stevo Queue, das CMS bei der NOZ im Einsatz ist.
00:08:21: Rechts oben sehen Sie einen Button im Stevo, dass möglich die Korrektur zu starten.
00:08:27: Rechts unten sehen Sie ein Feld, das anzeigt ob der Korrektorlauf stattgefunden hat damit sie auch quasi eine Qualitätscheckliste haben.
00:08:36: und Klickt man auf diesen Start-Button, öffnet sich eben ein Fenster, zeigt ihnen die Korrekturvorschläge an.
00:08:42: Das heißt sie müssen nicht mühsam durch jedes einzelne Wort durchgehen sondern Sie sehen eigentlich den redigierten Text hier schon.
00:08:48: Sollten Sie an der einen oder anderen Stelle sagen das will ich nicht können Sie das ablehnen und beim Drückauf übernehmen wird es in die Storyline zurückgeschrieben.
00:08:57: Das Ganze funktioniert auch in Fat Clients also nicht immer nur in Browser Umgebungen.
00:09:02: dass hier ist Pike Engine Ein Fet client der das Redaktionssystem eben ist, das Print-Redaktionsystem.
00:09:09: Auch hier gibt es einen Kontextbenü mit dem sich die Korrektur starten lässt.
00:09:13: auch hier wieder dieser Redline Mode und bei Übernahme wird der Text im Prinzip als XML in die Datenbank zurückgeschrieben und Sie sind damit.
00:09:24: in kurzer Zeit haben sie den Text sprachlich korrigiert.
00:09:29: Das ist das Feedback, dass mir Dirk Buch hat.
00:09:32: Er war der Projektmanager hier als Senior Product Manager bei der NOZ.
00:09:35: Ich habe mich sehr gefreut.
00:09:36: so ein zwei Monate nach dem Start hat er mir dieses Feedback per Mail geschickt.
00:09:40: Er hat gesagt, dass die Redaktion durchwegs begeistert ist vom Text-Channel und es freut mich insbesondere deswegen weil er gesagt hat erst seit über dreißig Jahren im Haus Und er hat das nicht oft erlebt und er hat viele Rollouts damit gemacht.
00:09:57: Man sieht das auch in den Zahlen.
00:09:58: Also wir hatten beim Start so um die zehn, zwanzig Millionen Zeichen, die da täglich oder monatlich durch unsere Korrektorat durchgelaufen ist.
00:10:07: Wir stehen mittlerweile bei hundert Millionen Zeichnen wie jeden Monat von Textein korrigiert werden.
00:10:13: Hier noch ein kurzer Überblick über einige Content Management, einige Systeme, die unsere Kunden verwenden wo sie Text-Schein mitverwenden.
00:10:22: sollte eines hier nicht drauf sein.
00:10:25: Es kann gut sein, dass es trotzdem funktioniert aber wir haben noch keine produktiv Erfahrungen damit.
00:10:30: dazu zählt übrigens auch InDesign und Inkopy auch wichtig.
00:10:33: Damit übergebe ich wieder ein Dicht.
00:10:36: Ja, ich glaube das unsere Redaktionen begeistert sind.
00:10:38: Das kann nicht teilen den Eindruck und ich glaube ihr könnt wirklich stolz drauf sein wenn jemand wie der Bucher sagt dass es eine tolle Einführung war und dass nicht viele Tools das geschafft haben dann ist das wirklich ein Lob wer ihn kennt.
00:10:49: ja der Herr ist nicht unbedingt jemand der zum Überschwang neigt.
00:10:52: also wenn er von Begeisterung spricht dann meint er das so.
00:10:56: Und um das zu untermauern, haben wir tatsächlich noch mal eine kleine Umfrage in der Redaktion gemacht.
00:11:00: Sie werden sich ja jetzt fragen... Das klingt irgendwie nett was Herr Seif hat da erzählt aber was bringt es denn tatsächlich?
00:11:05: Wir haben uns tatsächlich versucht dem mal anzunähern und die Zahlen finde ich echt beeindruckend!
00:11:10: Sie sehen dass hier unsere Redakteurinnen und Redakteure, diejenigen die an der Umfrage teilgenommen haben sagen eigentlich alle, dass sie regelmäßig Textschein benutzen wenn sie ihre Texte korrigieren wollen.
00:11:21: Ich finde schonmal ne tolle Aussage bei so einem Tool.
00:11:49: Und dann haben wir uns auch noch gefragt, wie viel mehr Zeit denn?
00:11:53: haben die Kolleginnen und Kollegen das einschätzen lassen.
00:11:55: Tatsächlich sagen Sie, dass sie bevor wir Texteignan geführt haben ungefähr zwölf Minuten für die Korrektur ihres Textes gebraucht haben.
00:12:03: mittlerweile sind es nur noch sechs Minuten also eine Reduzierung um die Hälfte.
00:12:08: und tatsächlich wenn man jetzt mal auf ein Monat hoch rechnet und wir davon ausgehen ungefähr zwelftausend Artikel im Monat werden also zwölftausends unserer Artikel werden im Monats durch Textein korrigiert dann spart uns das tatsächlich eine Arbeitszeit von ungefähr tausend zweihundert Stunden pro Monat.
00:12:27: oder wenn man mal ne achtstunden Woche anlegt, sind das hundfünfzig Arbeitstage.
00:12:32: Die Text scheinen uns tatsächlich spart und die wir wieder zurück investieren können in den Journalismus.
00:12:37: Das finde ich wirklich beeindruckend Und wird auch nochmal unterstrichen von ein paar Zitaten, die wir aus dem Newsroom mitgebracht haben.
00:12:46: Da sagt zum Beispiel Ein Kollege Textschein findet genau die Tipp- und Flüchtigkeitsfehler, die im Alltag einfach mal passieren.
00:12:54: Ich glaube das kennen jeder von uns der man mit Texten gearbeitet hat.
00:12:57: Und wenn man da mit Texte gearbeitet hatte weiß man auch dass man beim Gegenlesen einfach nicht jeden Fehler findet.
00:13:03: Da sagt hier der Kollege Textschein schafft das.
00:13:07: Der zweite Kollege, den wir gefragt haben, sagt das führt am Ende dazu dass mein Text professioneller wird.
00:13:12: Dass ich mehr Vertrauen in meinen Text habe und insgesamt die Qualität steigt und die Fehlerrate sinkt.
00:13:20: Das finde ich super!
00:13:22: Und besonders gefreut hab ich mich noch über das dritte Zitat von einem Kollegen ist wirklich sehr ehrlich ist.
00:13:26: der hat gesagt Ich war erst mal skeptisch als Textschein eingeführt wurde weil es ist ein weiterer Arbeitsschritt im Workflow.
00:13:33: das haben wir vorhin gesehen.
00:13:35: Aber er sagt, mit der Zeit habe ich gemerkt wie praktisch Textschein ist und das finde ich auch wirklich eine ganz tolle Erkenntnis.
00:13:45: Ja wir sind auf jeden Fall noch den ganzen Tag da.
00:13:50: also wenn ihr mit uns in den Austausch gehen wollt spricht Louisa oder mich an.
00:13:55: um vierzehnundzwanzig spricht louisa auch noch über kaim lokaljournalismus was funktioniert und was nicht funktioniert.
00:14:03: unter diesem QR Code können Sie Texten auch kostenlos testen.
00:14:09: Für uns ist das die beste Werbung, Ihr müsst uns nicht glauben was wir hier erzählen.
00:14:12: ihr könnt es einfach selber ausprobieren.
00:14:15: und wenn ihr noch Fragen habt ich weiß nicht ob jetzt noch Zeit ist jedenfalls haben wir den Stand draußen vor der Tür und wir sind da und ihr könnt mit uns sprechen.
00:14:24: Dankeschön!
00:14:25: Hier begegnen sich Menschen auf Augenhöhe tauschen sich aus und versuchen gemeinsam so ein Stück ihre Zukunft in unserem Geschäft, dem Mediengeschäft hochanspruchsvoll ist, gemeinsam zu gestalten.
00:14:40: Ich habe Ihren Kongress immer eine Erinnerung, dass die Themen, die hier diskutiert werden meist zwei, fünf sogar zehn Jahre ... vor der eigentlichen Diskussion stattfinden.
00:14:49: Das Thema KI, was zur Zeit auf dem Kongress diskutiert wird ist allerdings schon länger präsent.
00:14:56: Früher hieß das Roboter-Juralismus.
00:14:58: ich weiß nicht ob sich an diesen Namen noch erinnern können.
00:15:00: wo also darüber diskutiert werden?
00:15:02: kann man Wetter Nachrichten aus Daten von einer Maschine generieren lassen und abdrucken heute ist noch dazu gekommen können Radiosender das von der künstlichen Stimme vorlesen lassen usw.
00:15:12: Was ist denn Ihre Begegnung mit der Künstliche Intellienz?
00:15:14: Wo sehen Sie denn Berührungspunkter, auch als Verleger der ja schon jahrelang in diesem Markt unterwegs ist.
00:15:21: Ist das für sie eine Bedrohung?
00:15:24: Zum Teil ja!
00:15:27: Wir stellen uns natürlich die Frage wenn man sich zum Beispiel die aktuelle Diskussion in Deutschland anschaut wo Kolleginnen und Kollegen KIN nützen um Meinungsbeiträge zu publizieren, wo übrigens lange Zeit anscheinend niemand drauf kommt.
00:15:45: Also sprich die Qualität dieser Beiträge ist so dass sie in unserem Geschäft brauchbar ist womit sich natürlich die Frage anschließt was ist unser Job in Zukunft wenn eine Maschine das viel schneller und vielleicht auch an manchen Stellen besser macht?
00:16:08: Also so gesehen durchaus, was wird künftig unser Platz sein?
00:16:14: Ist nicht bedrohung.
00:16:16: Aber für Sie persönlich sehen sie dann eine Bedrohungsversicht, dass irgendwann meine KI ihren Verlag übernimmt.
00:16:22: Die KI wird sich die Arbeit nicht antun.
00:16:26: Ob KI Aufgaben überningt, stellt sich überhaupt nicht die Frage, weil es an vielen Stellen bereits passiert.
00:16:36: und Ich sage mal, wir sind gezwungen KI einzusetzen und unsere Arbeit effizienter zu machen.
00:16:47: Wenn die Erträge nicht steigen dann müssen wir schauen wie können wir unseren Output steigern?
00:16:55: Wie können wir unsere Kosten reduzieren?
00:16:59: Wir haben heute hier einen Beitrag, den ich mir selbst anschauen möchte.
00:17:04: Wo ein sehr dynamischer Verleger seinen Vortrag übertitelt mit zweihundert Menschen die Arbeit von tausend machen!
00:17:16: Ja also das ist sehr ambitioniert finde ich.
00:17:20: Ich bin gespannt was er sagt und wie er es tut aber Fakt ist wir müssen uns alle überlegen Wie verändern wir unsere Prozesse?
00:17:29: Wir müssen uns aber auch überlegen, wo setzen wir Grenzen.
00:17:34: Ja also kann es wirklich sein dass wir Meinungsbeiträge wie jetzt zum Beispiel in Deutschland passiert einfach an eine Maschine auslagern und nebenbei erwarten das Menschen dafür bezahlen was sie vielleicht auf Knopfdruck von ihrem eigenen Laptop machen können, wenn es den richtigen Prompt eingibt.
00:17:58: Nun wird ja gefordert solche Sachen mit irgendeinem Symbol zu kennzeichnen – was weiß ich?
00:18:03: Dieses Wetter ist KI generiert oder so etwas.
00:18:06: Halten Sie das für sinnvoll, dass man immer wieder jeden Artikel bis ins kleinste runter bricht und sagt also hier hat unser Journalist tatsächlich noch mal stilistische Fehler durch eine KI ausbügeln lassen?
00:18:18: Also... Das wäre ungefähr so, wenn Sie es an diesem Anwendungsfall sehen als würde hinter jedem Artikel in der Vergangenheit gestanden sein.
00:18:30: Hier hat ein Lector nochmal drüber geschaut und hat die gröbsten Dummheiten bereinigt.
00:18:37: Also an diesen Beispiel sehe ich diese Aufgabe nicht oder diese Verpflichtung, aber diese Diskussion ob wir das brauchen werden wir in jedem Fall führen müssen.
00:18:49: Wo braucht es sowas?
00:18:50: Weil dass wir KI an vielen Stellen ja bereits einsetzen, ob in der Recherche oder in einer Überprüfung der Rechtschreibungen oder Übersetzungssoftware
00:19:03: etc.,
00:19:03: das ist ja passiert.
00:19:05: permanent sind wie gesagt jene im Nachteil, die es nicht tun.
00:19:11: Und hier rede ich nicht über Vorteile, die man sich aus meiner Sicht unrechtmäßig verschafft, sondern die wir zwingend brauchen um in dem Tempo wie sich unsere Welt verändert und wie die Ansprüche an uns gestellt werden auch unsere Aufgabe in Zukunft erfüllen können.
00:19:32: Nun gibt es ja Verlage, ich will ja jetzt keine Namen nennen.
00:19:34: Das wird ein generelles Problem sein die sagen wir machen einmal eine Recherche und spielen das auf verschiedenen Plattformen aus aber wir lassen das von einer KI im Stil dieser Plattform schreiben.
00:19:44: also ich nenne mal jetzt auch ein Beispiel.
00:19:46: also da wird eine richtige Recherch bei Springer gemacht und für Welt muss man anders schreiben als für die Bild und anders schreiben für Business Insider.
00:19:53: Aber man macht nur einmal die Recherchen lässt eine KI drüber laufen Und hat dann den Artikel in der Ich sage mal, Satzkonstruktion der Bild.
00:20:01: Würden Sie das als KI generiert ausweisen?
00:20:04: Dass man die Anpassung des journalistischen Produkts an die jeweilige Plattform natürlich mithilfe von KI macht.
00:20:12: Also es ist eine spannende Frage und wir werden sehen wohin uns die Zukunft führt ob wir vielleicht Modelle wie diese sogar zwingend brauchen werden um zu
00:20:27: überleben.
00:20:27: Aber ich mach's mal konkret, Touri II muss anders aussehen als wenn sie es beim Mediumagazin in der Hochglanz-Ausgabe, sag' ich mal einmal, drucken würden Sie?
00:20:37: Es kennzeichnen, wenn ein Mediummagazinartikel auf TouriII nochmal ausgewertet würde mit Hilfe von KI?
00:20:44: Also für uns würd sich als Beispiel nicht stellen, weil das zwei ganz unterschiedliche ... Medienangebote sind.
00:20:55: das eine ist ein Korratierungsdienst, der andere funktioniert.
00:20:59: Mediummagazin hat einen ganzen anderen Ansatz.
00:21:02: also da seh es für uns nicht Touri ist übrigens bei uns im Haus in Sachen KI am weitesten.
00:21:11: dort setzen wir intensivst KI ein mit einem hoch engagierten Chefredaktor Markus Drantao der da sehr umbefangen rangeht und im Sinne dessen, wo er davon ausgeht dass es am Ende des Tages das Produkt besser macht.
00:21:34: Also in dem Fall geht's nicht darum, dass wir Kosten sparen sondern dass wir noch schneller werden, dass Übrigens auch, ich habe gestern mit Ihnen gesprochen.
00:21:47: Auch in der Qualität konstant sind!
00:21:51: Auch das ist ein Anspruch den wir uns stellen.
00:21:55: wenn unterschiedliche Menschen arbeiten an einem
00:21:58: Produkt,
00:22:00: ist es beim Kuratierungsdienst und das glaube ich der Blick muss immer sehr individuell drauf sein was die Aufgabe hier zum Beispiel eine Konstanz in der Qualität zu haben und das mag bis hin zur Sprache gehen, dass man
00:22:20: nicht
00:22:20: von einem Tag zum anderen ganz anders abgeholt wird.
00:22:25: Leserinnen oder Nutzer sind ein Stück sehr an Gewohnheiten gefestert.
00:22:34: Überraschungen mögen Inhaltlichen durchaus gewünscht sein und manchen Stellen sogar zwingend, aber an vielen Dingen sind Menschen auch in ihren Gewohnheiten sehr fest.
00:22:47: Und das müssen wir auf Medienberührung sichtigen.
00:22:50: Aber ist nur ein kleiner Teilaspekt?
00:22:52: Die Grittchenfrage, wie halten Sie es mit der KI?
00:22:54: vielleicht mal ganz konkret nochmal auf Touri II?
00:22:57: Sie sagen, dass es ein korrektierter Dienst ist.
00:22:59: klar da wird das Netz oder auch publizistische Printprodukte werden gescreened nach brauchbaren Medien Snippet, sage ich mal.
00:23:10: um einer Medienbranche schnell eine Übersicht zu verschaffen.
00:23:14: Oder was ist passiert in den letzten zwölf Stunden?
00:23:18: Aber das könnte ja eine KI quasi komplett hundert Prozent erledigen, das Netz so durchforsten und es sozusagen zusammenzufassen.
00:23:26: Das kann ja KI heutzutage.
00:23:28: Sehen Sie Turi II demnächst als Hundert-Prozent-KI-Produkt?
00:23:32: Nein!
00:23:33: Wir machen genau diese Aufgabe.
00:23:36: Machen wir und perfektionieren sie um unsere Redaktion, die das bisher händisch gemacht hat, Platz zu schaffen.
00:23:46: Um eigenständige Arbeiten selbst machen zu können.
00:23:51: Sie erleben zum Beispiel Peturi II inzwischen sehr viel mehr selbsterstellten Inhalt von der Redaktions selbst gemacht weil die Redaktionen inzwischen Zeit findet Geschichten selbst zu machen oder an Themen nachzufassen, wo die Diskussion brodelt und auch die ganz schnelle Vertiefung durchaus für uns als Dienst eine Chance ist.
00:24:27: European Publishing Award für sein Lebenswerk erhielt der jahrelange Spiegelchefredakteur und Weltherrausgeber Stefan Aust.
00:24:36: Was machen Sie aktuell?
00:24:38: als Spiegel-Chefredakteur und auch als Welt herausgeber.
00:24:42: Aber was machen Sie?
00:24:43: Womit verteilen sich die Zeit?
00:24:46: Oh Gott, womit vertreibe ich meine Zeit?
00:24:48: eigentlich bin nicht ein Bauer an züchte Pferde.
00:24:50: deswegen bin ich viel auf dem Land und kümmer mich um die Aufzucht der Pferden und die Probleme, die wir damit zu tun haben.
00:24:55: aber ich lese natürlich immer noch Zeitungen und höre mir alles mögliche oder sehe mir alles Möglichen im Internet an und habe nur so ein paar Projekte, die ich gerne machen würde.
00:25:06: Aber da weiß ich auch nicht, wie weit ich damit noch komme.
00:25:10: Manche Sachen wurscht mich schon ziemlich lange rum!
00:25:12: Sie könnten jetzt zum Beispiel mithilfe von KI einen eigenen Spiegel herausbringen und drückt auf den Knopf hat verschiedene Artikel und lässt das einfach in der Druckerei zusammenbinden.
00:25:21: Vielleicht machen die das ja schon?
00:25:23: Manchmal klingt sie so
00:25:24: aus...
00:25:25: Ich lass mir von KI keine Geschichten schreiben aber ich stelle gelegenlich
00:25:30: Fragen
00:25:31: und versuchen mit Zusammenhänge erklären zu lassen, weil das einfacher ist als selbst im Internet rumzusuchen.
00:25:38: Und da habe ich in der Tat häufig Stellen gefunden, aber es kann irgendwie nicht angehen.
00:25:44: Wenn ich das dann zurückgeschrieben habe, reagieren die immer sehr höflich darauf.
00:25:51: Manchmal glauben sie einem das auch danach fragt, dann kommen sie wieder mit ihrem Quatsch an.
00:25:59: Weil manche Sachen kenne ich aber besser als andere Leute und wenn ich in dem Zusammenhang dann fragen stelle, dann merke ich häufig dass die daneben legen weil sich das im Internet raussuchen was schon im Internet steht.
00:26:11: Das ist ja der entscheidende Punkt.
00:26:13: deswegen glaube ich dass man sehr vorsichtig damit umgehen muss.
00:26:16: es hilft einem sehr.
00:26:17: also früher habe ich immer wirklich Also wirklich autoladungsweise Aktenordnungen haben wir aus dem Archiv abgeholt und habe ein Zeitungsartikel gelesen.
00:26:29: Beim Spiegel war das einfacher, weil es dann eine sehr gute Gruppe von Leuten gab die im Archiv die Artikel selber ausgeschnitten und aufgeklebt haben und deswegen auch immer wussten wo sie stehen.
00:26:42: aber Das war die berühmte Dokumentation, Spiegeldokumentation.
00:26:50: Die waren auch richtig gut, aber sie wussten, wo was liegt.
00:26:56: Aber ... Also ... Sie haben sich manchmal getäuscht, weil sie einen Artikel genommen haben aus einer Tageszeitung und dachten, dass das stimmt.
00:27:07: Es war trotzdem Quatsch!
00:27:10: Ich bin auf der Suche, wie viel KI verträgt Journalismus?
00:27:13: Also ich teste das an mir selber.
00:27:15: Aber die größte Spiegelkrise, die Sie nicht zu verantworten haben war ja eher menschliche Intelligenz, die da versagt hat – nämlich Relocius!
00:27:25: Das waren redaktionelle Energie, die der Versagt hat.
00:27:29: Es war doch menschlich... also es war nicht künstliche Intelligenz, so meine ich das?
00:27:32: Ja aber
00:27:33: das sah schon ein bisschen aus als seites künstlische Intelligent.
00:27:37: Was Interessante war ... als die Affäre hochflog habe ich gedacht, hast du überhaupt mal was von dem gelesen?
00:27:46: Und ich hab nix von dem gelesen gehabt.
00:27:49: Als sich dann die Liste gesehen haben mit dem, was er geschrieben hat, da fiel mir ein, oh ja diesen Artikel hast du mal angefangen zu lesen und ich hab ihn nicht weitergelesen.
00:27:58: Ich hab nie eine Geschichte von ihm zur Ende gelesen und zwar aus einem einfachen Grund weil ich schon am Anfang immer Stellen gefunden habe, die ich niemals als Chefredakteur durchgehen lassen nämlich Stellen bei denen wenn ich ein Artikel vor der Veröffentlichung gelesen habe, gesagt habe.
00:28:14: Woher wisst ihr das eigentlich?
00:28:15: Das könnt ihr doch gar nicht wissen!
00:28:17: Was war es echt?
00:28:17: Da wird, sagen wir mal ganz simpel... da wird jemand beschrieben wie er durch die Gegend latscht und in seinem Kopf geht das Lied so-und-so.
00:28:26: So dann hab' ich gedacht woher wollen sie denn das Wissen?
00:28:30: Wenn die geschrieben hätten?
00:28:33: und durch seinen Kopf ging das Lies so-and-so Wie er später seiner Großmutter erklärte.
00:28:37: Das ist was anderes.
00:28:38: Dann weiß ich, wieso er das stammt Aber die Relozios-Geschichten wimmelten von Szenen, die er gar nicht wissen konnte.
00:28:47: Bei denen völlig klar war, dass sich das ausgedacht hat und deswegen habe ich die Geschichten häufig gar nicht weiter gelesen, nicht zu Ende gelesen Und mir ist dann hinterher eingefallen als die Affäre so richtig losging Dass der zuständige Redakteur den kannte Ich, mir auch schon mal einen ziemlichen Quatsch ins Heft geholt haben.
00:29:09: Ja, und ich wusste das bei solchen Themen, solchen Reportagen.
00:29:17: Ich niemals habe durchgehen lassen, soweit ich das einigermaßen kontrollieren konnte, wo man auf den ersten Blick merkte – das kann der gar nicht wissen!
00:29:25: Das ist pure Fantasie!
00:29:27: Können Sie sich noch erinnern?
00:29:29: im Spiegel, als die Eisenbahnanlage von Herrn Seehofer beschrieben wurde.
00:29:34: Wo man auch sagte, man kann das gar nicht wissen wie die aussieht weil er nicht dabei war und dieser Preis wurde dem Auto aberkannt.
00:29:41: Genauso ist es nämlich gewesen.
00:29:43: ich bin dabei gewesen und ich habe das mitgekriegt.
00:29:48: Als dann eher geährt wurde kam auf die Bühne und die Moderatoren hat gesagt Wie war denn das bei Seehoffer?
00:30:00: bei der Eisenbahnanlage.
00:30:02: Und dann hat er irgendwie so ganz naiv gesagt, nee-nee das kennt er nur aus der Erzählung und die hätte er nie gesehen.
00:30:12: aber aus dem Artikel ging nicht hervor dass er sich nur hat von Seehofer beschreiben lassen wie die Eisenbahn Anlage war.
00:30:20: Sonne hat so getan als hätte er sie gesehen und er musste ihn zu Recht zurückgeben.
00:30:24: ist da ein anderes Beispiel?
00:30:26: Da hatte ich einen Jungredakteur Der machte einen Beitrag über Rassenhass in Fußballstadie.
00:30:36: Und da gab es einen Sprechkur, da riefen die Leute dreimal hintereinander schwarzer raus, schwarze raus, Schwarz heraus.
00:30:45: und ich höre mir das an und sage wie oft haben sie das gerufen?
00:30:51: Da hat er gesagt ja drei
00:30:53: Mal.
00:30:53: Ich habe gesagt es hört sich aber alles ganz gleich an.
00:30:56: Habt ihr die Kamera eingeschaltet bevor die angefangen haben zu rufen?
00:31:01: Sie sagten, nein, während des Hufens.
00:31:03: Dann haben wir es dreimal hintereinander gemacht.
00:31:05: Es fliegt sofort raus!
00:31:07: Wir manipulieren die Materialien nicht.
00:31:10: Wenn ihr's dreimal habt, könnt ihr das senden.
00:31:14: Aber wenn du es nur einmal habt, das Dreimal zu wiederholen?
00:31:17: Kommt überhaupt nicht in Frage.
00:31:19: Ihr würdet sagen, es kam dreimal ... Wir haben es nur aufgezeichnet und hier ist es dreimal hintereinander.
00:31:25: Wir manipulationen die Materialier nicht.
00:31:27: Und wenn du das normal machst, fliegst du raus.
00:31:30: Wenn ich Sie jetzt so im Nachhinein quasi nochmal analytisch reden höre, haben wir doch dieselben Probleme heute zusätzlich zu den menschlichen Irrungen mit haluzionierender KI.
00:31:43: Aber das Prinzip ist auch immer dasselbe.
00:31:46: Hat man Fakten oder bastelt man sich irgendwas zusammen?
00:31:52: Ja!
00:31:53: Das ist der entscheidende Punkt und ich kann Ihnen sagen Ich habe immer sehr darauf geachtet Und wir haben in meiner Zeit keine wirklich, kann ich ja nachträglich jetzt sagen, keine größeren Fehler gehabt die wir zurücknehmen mussten.
00:32:10: Weil ich sehr darauf geachtet habe erstens dass man nachvollziehen konnte wo die Informationen herstammten also ein gewisses Urteilsvermögen darüber hatte.
00:32:20: ist das echt oder ausgedacht?
00:32:23: und deswegen hab ich gerade bei brisanten Geschichten
00:32:28: immer
00:32:28: Wert darauf gelegt zu erfahren, woher das Zeug stammt und zu welchen Konditionen sie es gekriegt haben.
00:32:35: Und ob da Geld geflossen ist?
00:32:36: Wir haben extrem wenig Geld ausgegeben in meiner Zeit.
00:32:40: Die Zeit, wo die Leute Geld aufgegeben haben, so Zeit der Hitler-Tagebücher untergleichen ... Da kann ich Ihnen sagen...
00:32:47: Das nur für die Nachgeborene, das war der Stern.
00:32:49: Ja
00:32:49: aber ich kann Ihnen sagen, während der Hitler Tagebüche erfähren, war ich bei Panorama.
00:32:57: Ich habe herausgefunden, wie hier die Materialien stammten.
00:33:00: Das hat mir einen halben Tag gekostet und das war nämlich gar nicht schwer!
00:33:03: Man musste nur ein bisschen genauer hin gucken.
00:33:06: Wieso war das nicht schwer?
00:33:07: Es gab doch Gutachten ob das Papier in Ordnung ist oder ob die Tinte richtig stimmt.
00:33:12: Das braucht doch im Labor, weiß ich nicht, einen Halbentag, oder?
00:33:16: Nein aber ich kann Ihnen sagen, ich weiß es noch genau als die Kollegin Petra Neuhausen was zu der Pressekonferenz des Sterngink mit dem Heft zurück kam, mit uns am Tisch legte.
00:33:26: Und dann sagte sie, guck mal hier und das alles genau bewiesen.
00:33:30: Da habe ich drauf geguckt und hab gesagt, das ist interessant!
00:33:33: Also ich habe nicht den deutschen Buchstaben erkannt.
00:33:37: Das kannte ich nicht so genau.
00:33:39: Aber ich habe mir die Bücher angeguckt, die waren ja alle auf dem Titel.
00:33:42: Und da habe ich gesagt, der Führer schreibt also ein Tagebuch und zwar immer in demselben Tagebuch.
00:33:51: Er ist, was weiß ich, neunundzwanzig oder wann das anfing.
00:33:54: In einen bestimmten Laden in München gegangen und hat ein Stapel gekauft der bis zum Kriegsende reicht.
00:33:59: Oder er ist jedes Jahr wieder hingegangen und hat gesagt, ich will genau dasselbe Ding haben.
00:34:03: Da stimmt doch etwas neben.
00:34:05: Und dann würde jetzt so weit führen... Ich habe
00:34:08: sofort
00:34:09: innerhalb von kürzester Zeit herausgefunden, dass die Geschichte nicht stimmen konnte.
00:34:13: Nämlich unter anderem ging es ja damit los, in einem Flugzeug gelegen haben, das in den letzten Kriegstagen aus Berlin weggeflogen ist und dann abgestürztes bei einem Ordnams Burnersheim damals an DDR.
00:34:28: Und da haben die einen Krethof gezeigt!
00:34:31: Da waren glaube ich siebzehn Gräber wenn ich mich recht entsinne.
00:34:34: Dann fing die Geschichte im Stern damit an über die Namen der auf diesen Kreuzen verzeigten
00:34:41: Opfer
00:34:42: des Absturzes ist denn der Heidemann auch die Spur der Tagebücher gekommen.
00:34:47: Und die hätte
00:34:50: er
00:34:51: gefunden bei der Bundesanstalt für, indem die
00:34:54: Akten
00:34:55: der Wehrmachtsangehörigen waren in Berlin.
00:34:58: Die sind fast alle erhalten und darüber hätte er – klingst du damit an?
00:35:04: Am Anfang der Recherchen stand ein Anberuf bei der Berliner Telefonnummer.
00:35:07: so und so und zufällig kannte ich den Chefin des Unternehmens und den habe ich angerufen und hab ihn gefragt sagen sie mal nach wieviel Namen hat Heidemann eigentlich gefragt?
00:35:17: Und da hat er gesagt, ich rede mal mit dem Sachbearbeiter und dann rief er mich eine halbe Stunde später an und sagte nach drei Namen.
00:35:23: Da wusste ich die Geschichte ist gelogen, denn der hätte in das siebzehn Namen fragen müssen, wenn er das über diese Klappstelle herausgefunden hätte.
00:35:30: Das ist manchmal ganz
00:35:31: einfach!
00:35:32: Vielleicht zum Abschluss noch etwas an den Nachwachsenden und Journalisten Generationen?
00:35:37: Wie gesagt mir erscheint das so als ob der Einsatz und die Problematik mit KI nur die menschlichen Probleme nochmal wie so durch ein Brennglas konzentriert.
00:35:48: Auch durch die unwahrscheinliche Schnelligkeit, die KI an den Tag legt gibt es vielleicht mehr Probleme aber eigentlich sind's dieselben.
00:35:58: Ist eine Geschichte sauber recherchiert oder nicht?
00:36:02: Das muss der Journalist wissen und deswegen muss er das auch überprüfen was er da kriegt und muss mal Gegenfragen stellen und hat ja einen großen Vorteil.
00:36:11: Er muss ja nicht wie ich mit dem VW Cabrio ins Archiv fahren und die Aktenordner holen.
00:36:15: Und alle durchblättern, sondern er kriegt das praktisch Freihaus auf den Tablett serviert.
00:36:19: Dann kann der die Zeit dir dadurch erspart nutzen um festzustellen ob es eigentlich stimmt?
00:36:24: Ist also der Journalistenberuf von morgen der des Archäologen dass er aus diesen vielen Fragmenten dir entweder findet oder die ihm die KI zusammensucht versucht den realistischen Kern zu finden?
00:36:36: Nein
00:36:36: im Gegenteil Die Archivvorräte sind ja eigentlich immer nur dafür da gewesen, um mal zu erfahren was der Hintergrund der Geschichte ist.
00:36:47: Was die einzelnen Personen gemacht haben wie bestimmte Größenordnung sind.
00:36:53: Die Recherchen muss er dann selber herausfinden und wenn man glaubt dass man nicht mehr recherchieren muss sondern nur im Internet nach dem sucht etwas andres schon rausgefunden haben.
00:37:03: also das ist ziemlich ärmlich.
00:37:04: Angelegenheit Schnitt und Dank.
00:37:17: Also was man sagen kann ist, wir müssen ja grundsätzlich überlegen, was ist die Zukunft von Lokaljournismus?
00:37:22: Nachdem wir jahrzehnt im Wesentlich an den gedruckten Tageszeitungen hängen und eigentlich kein eigenständiges digitales Geschäftsmodell existiert dafür Lokal-Journismus öffnet sich er jetzt erstmal sein Fenster dank AI das es überhaupt eine digitale eigenständige, zukunftnachhaltige Art gibt dafür.
00:37:41: Und das heißt wir müssen da mal neu nachdenken was sind die Rollen?
00:37:44: Was sind die Geschäftsmodelle?
00:37:45: Was ist die Kooperation oder was ist die Technik?
00:37:47: Das ist sehr fundamental.
00:37:49: und was es dann am Ende heißt... das weiß ich noch gar nicht!
00:37:51: Dafür verschieben sich gerade zu viele Achsen auf einmal.
00:37:54: Was ich nur heute sehe.. Ich bin so optimistisch für den digitalen Ast von Lokaljournismus wie es eigentlich noch nie war weil wir Möglichkeiten haben, die es einfach wirtschaftlich und technologisch einfach nicht gab Jahrzehnte.
00:38:09: Welche Rolle spielt dabei KI?
00:38:10: Ganz konkret Isabel setzt ihr KI in der lokalen Berichterstattung ein und wie?
00:38:15: Absolut!
00:38:16: Ich teile deine Endschätzung.
00:38:18: Die KI ist wirklich eine riesengroße Chance für den Lokalschannelismus auch.
00:38:26: Wir müssen auf unseren USB bauen oder wir haben Leute vor Ort.
00:38:32: Das ist was wir können und nur wir können, das kann niemand anderer so in dem Ausmaß leisten.
00:38:38: oder wir kennen unsere Region.
00:38:41: Und gleichzeitig haben jetzt mit der KI Möglichkeiten die früher noch wirklich große Medienhäuser hatten.
00:38:45: oder wir können Produkte bauen.
00:38:48: Wir können jetzt gerade eine Dateninitiative wo man Ja, wo man Datensätze, sechzig-tausend Datensätzen innerhalb von zwei Minuten auswerten können und die kategorisieren können.
00:38:59: Da hat es früher ein ganzes Produkt gebraucht.
00:39:01: das haben wir uns nicht leisten können.
00:39:03: jetzt können wir das machen.
00:39:04: also ich finde was jetzt gerade passiert ist, ist ganz großartig für die Branche und ich finde wir sollten weggehen von oder ja PrintBelt zurück, PrintSync.
00:39:17: das ist wirklich schade den kann man zuschauen das ist unangenehm.
00:39:22: Und gleichzeitig eröffnen sich jetzt so viele Möglichkeiten und lassen uns positiv in die Zukunft blicken.
00:39:29: Wolf, wie sieht es im Bern aus?
00:39:31: Ja ich glaube das ... Ich kann daran anschließen, ich sehe das genau gleich!
00:39:33: Wenn man sagt lokaljourismus hat dich verändert und zurückgezogen... Ich glaube bei das was wir machen ist besser geworden und wird wahrscheinlich auch besser.
00:39:40: Daran können wir uns festhalten, dass das USP ist jetzt.
00:39:43: Ich glaube auch als man vor kurz vor ein paar Jahren mal jemand Kai erklärt hat, hat es geheißen, Kai kann einfach das wiedergeben was passiert ist wenn ich lokal mit jemandem rede?
00:39:52: Ist das noch im Kai-Universum nicht sobald ich's geschrieben habe?
00:39:55: Kann man mehr draus machen und das ist klar über diesen USP sich als Chance für Lokaljournalismus und nicht einfach nur so als dahingereden.
00:40:04: Ich glaube wirklich, da gibt es Möglichkeiten.
00:40:05: die haben wir uns nicht erträumen können.
00:40:08: Wir müssen sie gut umsetzen auch drauf setzen was funktioniert nicht aber ist eigentlich eine spannende Zeit in dem alles ausprobieren kann.
00:40:15: Und ich glaube das Ausprobieren das entspricht auch trotzdem vielen Journalisten oder Journalistinnen jetzt vielleicht den letzten Jahr gemerkt haben mein Berufsbild wechselt Aber erst kommt etwas.
00:40:25: Jetzt bietet sich ein Feld für was zu probieren.
00:40:27: Das ist der ich in Chancen fällt.
00:40:30: Katja geht's?
00:40:31: Ist das?
00:40:32: Meistens haben die Sachen ja zwei Seiten.
00:40:33: Wir haben auf der einen Seite jetzt die Möglichkeit, wieder Communities zu bilden.
00:40:38: Siehst du da eine Gefahr drin?
00:40:39: Oder könnte es eine Gefahre sein wenn das dann aber doch so läuft dass quasi jeder sehr individualisiert seine Nachrichten bekommt, seinen Lokaljournalismus bekommt und man eben nicht wie früher im alten Lokal-Journalismus alle lasen mehr oder weniger selber und hatten dann die gleiche, wie soll ich sagen Basis sondern hier ist dann ja doch jeder etwas anders bedient?
00:41:01: Hast du das zusammen?
00:41:03: Absolut.
00:41:06: Die Wissenschaft zeigt ja, wir sind ja beides.
00:41:07: Wir brauchen zum einen die Orientierung.
00:41:09: was interessiert alle, was sind die Top News des Tages kuratiert aus einer Redaktion meist gelesen
00:41:15: etc.,
00:41:16: dass kann man an verschiedenen KPIs festmachen.
00:41:19: im digitalen... steht das Persönliche, das Individuelle aber immer weit vorn.
00:41:24: Und deswegen setzen wir bei Drive mit den regionalen Verlagen ganz stark auf Personalisierung.
00:41:30: Wir sehen wenn man personalisierte Webseiten anbietet – wir haben ein Verlag dessen Startzeit zu achtzig Prozent personalisiert ist.
00:41:38: und was ist das Ergebnis?
00:41:40: Höhere Klickrate höhere Mediatime höhere Lesetiefer!
00:41:44: Wir erfüllen damit in ganz starkes Nutzerbedürfnis.
00:41:47: Also wir müssen das anbieten.
00:41:48: Unsere Startseiten, unsere Angebote im Regionale sind noch viel zu starr.
00:41:51: Wir müssen viel dynamischer und individueller werden.
00:41:54: Da sind wir noch nicht gut!
00:41:57: Ich wollte doch noch etwas zu KI sagen.
00:41:58: Wir haben hier einzelne verschiedene Cases kennengelernt.
00:42:02: Die sind alle unheimlich wichtig.
00:42:03: ich finde auch KI in der Redaktion unverzichtbar.
00:42:08: unheimlich viel mehr Möglichkeiten haben, die wir noch gar nicht angegangen sind.
00:42:12: Deswegen haben hier bei DPA jetzt einen KI Accelerator geschaffen mit Vive zusammen – es ist aber offen für alle Verlage -, wo wir Fördermittel von den Bundesländern einholen und wir im Grunde genommen KI-Cases entwickeln mit KI-Experten vom DFKI um einmal Lokaljournalismus, lokale Zeitung im KI-Zeitalter zu denken.
00:42:40: Fernab von Print online und allem!
00:42:43: Ich glaube wir brauchen vielleicht ein Serviceagenten oder Informationsagent der uns rund um die Uhr begleitet ganz individuell und damit wir... Und auch da brauchen wir wieder die Gemeinsamkeit wie bei Drive.
00:42:59: Viele kleine Verlage müssen sich zusammentun, um wirklich schlagkräftig zu sein und davor voranzukommen.
00:43:04: Das ist wichtig!
00:43:06: Hallo ich bin Steffen Grimmberg, ich bin Leiter des KNA Mediendienstes also des medienjournalistischen Fachbereichs in Anführungsstrichen der katholischen Nachrichtenagentur und war Moderator dieses Panels.
00:43:18: Du bist ja als Medienjournalist hier angekündigt worden.
00:43:20: Klar, du warst so früher Medienjournals bei der TATZ.
00:43:23: Du warst mal AD-Presse-Sprecher, du bist Vorsitzender des DHV Berlin Brandenburg, JVBB und bist auch noch Mensch, Leser und so weiter.
00:43:35: Das Überthema ist ja hier ... Der Elefant im Raum, der ganz sichtbar ist, die künstliche Intelligenz.
00:43:42: Ich kann mich erinnern, in den Jahren zwei Tausend achtzehn ungefähr zwei tausend sechzehn hieß das noch Roboterjournalismus.
00:43:47: Damit war schon klar, künstliche Intellienz klingt eigentlich niedlich.
00:43:52: Wo die Gefahr herkommt nämlich dass hier irgendwelche Maschinen uns helfen als Journalisten die Arbeit effizient erleichtert zu machen.
00:44:00: Nun hast du Ihren Panel moderiert.
00:44:01: zum Lokaljournalismus wo man sich fragt warum sind denn da überhaupt Roboter nötig?
00:44:06: Weil die originäre Idee des Lokal-Journalismus ist das man als Journalist im Kaninzen-Züchterverband geht und mit den Leuten selber noch redet.
00:44:14: Wo ist das Problem beim Lokaljournalismus?
00:44:17: Das Problem bei Lokaljournalismus ist schlicht, dass in den letzten Jahren die Erlöser – also das Geld, das man damit verdient hat so zurückgegangen ist.
00:44:25: Dass die Leute, die dazu nötig waren
00:44:27: bzw.,
00:44:28: die dann auch wirklich noch zu den Kaninchenzüchtern gegangen sind einfach immer weniger wurden und dann wurden die Kaninchenzüchter traurig und the rest as they say is history!
00:44:37: Das heißt der Lokal-Journalismus hat sich quasi selber ausgedünnt.
00:44:42: Moment, Moment.
00:44:42: Widerspruch!
00:44:43: Also die Verleger, die damit Geld verdienen haben gesagt wir können uns nicht mehr leisten.
00:44:47: und oder wie war das?
00:44:49: Ja also es sind systematisch ja Lokalreaktionen personell reduziert worden.
00:44:54: oder wo's früher in Großstädten noch Stadtteilausgaben, Stadtteilseiten, eigene Stadtteilrelaktionen gab.
00:44:59: Das ist alles zurückgefahren worden.
00:45:02: man hat das hat sicherlich auch dazu beigetragen in vielen größeren Städten die Verlagshäuser bzw.
00:45:08: die Redaktion irgendwo ins Gewerbegebiet gepackt wo es billiger war und wo man dann Früher die Druckerei noch gleich mit dabei hatte.
00:45:15: Das heißt, die Präsenz vor Ort ist auch gar nicht mehr so sichtbar gewesen.
00:45:19: und man sieht das jetzt – wir haben ja auf dem Panel gerade sehr viel über den Tag des Lokaljournalismus gesprochen – da entdeckt sozusagen praktisch der Lokal-Journalismus oder die Zeitung sind ja in meisten Fällen noch Zeitungen, die das betreiben.
00:45:31: Das Geschäft des Lokalsjournalismes, die entdecken jetzt gerade ihre Kundschaft, ihre Leserinnen und Leser, ihre Nutzerinnen und Nutzern wieder, mit denen sie sich zielfass meine Meinung über Jahre nicht genügend mehr beschäftigt haben, sodass sie also auch einen Lokaljournalismus gemacht haben.
00:45:47: Der glaube ich an den Bedürfnissen der Menschen weitestgehend vorbeigeht.
00:45:51: und die KI kommt jetzt sozusagen so ein bisschen als Heilmittel rein weil man durch sie eben sehr individualisiert arbeiten kann.
00:46:01: sehr viel Menge sagen wir mal.
00:46:04: so produzieren kann das vielleicht demnächst viele Menschen ihren ganz individuellen Lokalteil bekommen, also praktisch keiner mehr genau das gleiche liest was der Nachbar selbst wenn sie in derselben Straße wohnen weil eben nach persönlichen Interessen der Altersgruppe anderen Merkmalen da dann differenziert wird, was man bekommt und wie man es bekommt.
00:46:26: Also hier kann KI helfen den Lokaljournalismus preiswerter zu machen effizienter zu machen aber auch wie ich vernommen habe Dinge plötzlich sichtbar zu machen die man vorher aufgrund der Datenmenge nicht geschafft hat sichtba zu machen also kleinteiliger runterzubrechen in der Tat.
00:46:43: Aber das passiert jetzt automatisch weil die Verleger das irgendwie unter dem Wettbewerbsdruck machen.
00:46:48: oder Also ich kann mir auch vorstellen, dass Journalisten sagen ne das lehne ich ab.
00:46:53: Ja natürlich.
00:46:53: also.
00:46:53: ich muss schon sagen KI wird jetzt hier auf diesem Kongress sehr sehr positiv gesehen.
00:46:58: Ich habe ja noch mal ein bisschen nach möglichen Risiken gefragt.
00:47:01: da kam dann relativ wenig.
00:47:03: Das sollte aber nicht davon ablenken massive Risiken gibt und man begibt sich natürlich auch, kein deutscher Verlag wird in der Lage sein seine ganz eigene Kalit zu entwickeln.
00:47:13: Man ist auch da wieder von Big Tech abhängig und begibt es sich damit eben natürlich dann auch wieder in neue unter Umständen schwierige Verhältnisse.
00:47:22: ich glaube das sollte jeder und jede da im Hinterkopf haben.
00:47:26: auf der anderen Seite neige ich auch nicht dazu kulturpässemistisch unterwegs zu sein und zu sagen also dass alles Teufelszeug kommt uns nicht in die Kiste.
00:47:38: Und ich glaube, ein ganz interessanter Aspekt hier ist ja diesen Schatz den Zeitungen haben dadurch dass sie meistens schon relativ lange existieren und Archive haben, in denen er durchaus einen Schatz an Fakten und allen möglichen schlummert, den zu heben!
00:47:55: Das ist tatsächlich durch KI das erste Mal in einer Effizienz möglich und auch in einer Zielgerichtheit.
00:48:05: Menschen gemacht einfach nicht drin, weil es viel zu lange dauern
00:48:08: wird.
00:48:08: Nun kommt ja aber die Faszination oder auch vielleicht die Gefahr hinzu dass es ja KI gibt von Google und Co Gemini und ChatGPT, OpenAI
00:48:19: usw.,
00:48:20: die dann wieder andocken an den Lokaljournalismus, den crawlen und dann aber nicht vergüten.
00:48:26: Und letzten Endes ist der gemeine User bequem.
00:48:30: Er hat dann meinetwegen ChatGPPt und gibt ein wie das Wetter in meiner Straße Und geht dann gar nicht den Umweg über das Medienhaus, was Lokaljournalismus anbietet.
00:48:40: Gibt's da aus deiner Perspektive Entwicklung?
00:48:43: das zu regulieren?
00:48:46: Muss ich offen sagen weiß ich gar nicht im Moment.
00:48:48: also es gibt Bestrebungen das insofern zu regulierend dass diese Trainingsdaten für die AI-Anbieter, für die KI Anbietern eben nicht mehr kostenlos abgegriffen werden können.
00:49:00: Mir geht es gar nicht um Training sondern aus einfach ich sage mal irgendeine Lokalzeitung die im Netz ist irgendwas rauswirft und man hat dann als User zwar das Gefühl dass es meine Heimatzeitung aber ich habe ja sowieso schon die Gemini App bezahlt oder das Pro Modell und dann nehme ich jetzt nicht nochmal das Abo der kleinen Zeitung.
00:49:21: Ich glaube, da wird es extrem darauf ankommen dass eben der Lokaljournalismus und die dahinter stehenden Verlage oder Anbieter eben smarte Ideen haben wie sie dann wirklich die Menschen vor Ort erreichen.
00:49:33: Da ist glaub ich dieser Community-Gedanke ganz wichtig Und das scheint ja tatsächlich bei diesem Tag des Lokalsjournalismes ermutigend gewesen zu sein Dass eben so viele Menschen direkt also physisch körperlich sozusagen den Kontakt wieder zu ihrem lokalen Medium gefunden haben, indem sie dort an Veranstaltungen teilgenommen haben.
00:49:52: Journalistinnen und Journalisten und andere dort beschäftigte Menschen von Mensch zum Mensch auf Augenhöhe getroffen haben.
00:49:59: Das ist was.
00:49:59: das kann die KI natürlich nicht machen.
00:50:00: Die kann so ein bisschen rechnen.
00:50:03: Was könnte den oder die erzähl interessieren?
00:50:05: Ich glaube die gefährliche Schilder ist durchaus realistisch.
00:50:08: das haben wir ja in anderen Bereichen Jetzt auch schon gesehen, meine Hoffnung wäre nur dass das Lokale dann doch so kleinteilig ist.
00:50:15: Dass es dann für Google auch ein bisschen und andere Anbieter ein bisschen schwierig wird weil dann die Datenmengen wahrscheinlich nicht ausreichen Und wir wissen alle was passiert wenn das nicht ausreicht Dann rechnet die KI trotzdem und kommt dann zu ziemlich absurden Ergebnissen.
00:50:30: Das kann natürlich auch nicht im Sinne des Erfinders sein.
00:50:31: also von daher glaube ich hat Smallest Beautiful sozusagen der Lokaljournalismus da die Nase vorn, weil er in der Lage sein wird diese Kleinteiligkeit zu managen.
00:50:45: Mithilfe von KI wahrscheinlich sogar so dass vielleicht ein neues Geschäftsmodell daraus wird über Newsletter die dann kostenpflichtig sind.
00:50:53: wir haben ja hier gehört das Matsack seine recht erfolgreichen lokalen Morgen Newsletter jetzt projektweise zumindest kostenpflichtlich anbietet weil sie natürlich auch sagen Für Omel geht das auch nicht immer, weil uns verdienen wir da auch nichts.
00:51:07: Das ist ja der sehr nachvollziehbar und ich könnte mir vorstellen dass da tatsächlich was draus wird.
00:51:12: Eine letzte Frage an den Gewerkschafter mit dem DHV, Deutschen Journalistenverband.
00:51:17: KI, da komme ich nicht drum herum, wird natürlich Arbeit zusammenfassen können die mir ihre Menschen gemacht haben.
00:51:24: also man braucht für bestimmte Tätigkeiten Menschen nicht mehr.
00:51:27: gibt es darüber schon Schätzungen auf wie viel Medienberufe also in Größenordnung, Massenentlassung jetzt zukommen?
00:51:38: Nein gibt es nicht und ich hoffe auch dass es die nicht gibt oder sagen wir mal nicht in dem Maße gibt.
00:51:44: Wir hören ja von Verlagen das sie KI auch deswegen einsetzen wollen um Journalistinnen und Journalisten zu entlasten, um eben für das journalistische Geschäft wieder frei zu boxen was die Maschine eben nicht kann nämlich wirklich recherchieren auch emotionale Bindungen aufbauen.
00:52:03: Aber ist das glaubwürdig?
00:52:06: Fifty-fifty würde ich sagen, also natürlich wird da auch gespart werden.
00:52:11: Ich hoffe nur dass es nicht so kommt wie wir das im technischen Bereich gesehen haben beispielsweise vor mittlerweile rund fünfzig sechzig Jahren als vom Bleisatz auf den Kollegen Computer umgestellt wurde und damit ganze Berufsstände aus der klassischen Zeitungsproduktion verschwanden.
00:52:32: Ich glaube wie gesagt Journalismus wird es eben immer brauchen, KI kann keinen Journalismus machen sie kann ihm wirklich nur helfen.
00:52:39: ich kriege ganz Probleme wenn so getan wird als könnte KI sozusagen auch wirklich das journalistische am Journalismus ersetzen.
00:52:47: Das können Sie definitiv nicht und deswegen werden wir dafür auch immer noch Leute brauchen.
00:52:52: KI verträgt der Journalismus.
00:52:54: Sollte man jetzt in jeder Zeile hinschreiben, erarbeitet mit künstlicher Intelligenz oder wie?
00:53:00: Nee das muss man glaube ich sehr differenziert mal sich überlegen wie man das macht.
00:53:04: also Ich bin durchaus Fan einer Kennzeichnungspflicht wenn es sozusagen um Beiträge geht wo wirklich die KI den Hauptanteil hatte.
00:53:17: Wenn wir's überall da reinschreiben wo auch nur ein Hauch von KI unterwegs ist, dann bringt es das nichts mehr.
00:53:23: Dann ist das wie so ein allergenhinweis may contain nuts und das kann man auch irgendwann weglassen denn dann nimmt das natürlich keiner mehr als wirkliche in Anführungsstrichen Warnung ernst und geht deswegen vielleicht ein bisschen kritischer an den Artikel ran.
00:53:38: ich glaube aber wir sollten uns da einfach ehrlich machen und Es ist ja nicht so dass erst seit KI Auch im Journalismus getrickst wird, also voneinander abschreiben und so weiter oder auch mal – ich erinnere an einen gewissen Herrn Relocius beim Spiegel der hat das ganz ohne KI geschafft.
00:53:56: Hat aber trotzdem sich eben Dinge halizoniert ausgedacht journalistisch sehr toll aufgeschrieben dafür Preise noch nöcher geworden ja und hinterher haben alle sehr drüber aus der Wäsche geguckt.
00:54:08: Also diese Gefahr besteht natürlich immer.
00:54:11: sie besteht jetzt erst recht bei KI, aber ich glaube wenn man da mit den klaren Spielregeln die wir haben, da hat mir gut gefallen was der Sprecher des Presserrats gesagt hat.
00:54:21: Der hat gesagt wir brauchen eigentlich keine ganz speziellen Regeln für KI, wenn es um Texte geht sondern wir müssen einfach den Pressekodex eins zu eins anwenden.
00:54:30: und wenn die KI dann so angewendet wird das sozusagen dass auch Pressekodex konform ist, dann gibt's kein Problem.
00:54:37: wenn allerdings die KI Zitate erfindet, wie in einem Beitrag von Mario Vogt im türkischen Ministerpräsidenten.
00:54:44: Die, die zitierten Wissenschaftlerinnen so gar nicht gesagt haben?
00:54:48: Dann ist das natürlich nix.
00:54:50: und wenn das dann eine Zeitung drückt, dann ist das mangelnde Sorgfalt.
00:54:53: Und das ist eine der vornehmsten Geschichten, wofür man vom Presserat eins auf den Mütze kriegt, wenn man gegen die Sockerspflicht verstößt.
00:55:17: Ich bin Isabel Russ, ich bin Geschäftsführerin bei Rosmedia und Chefredakteurin bei den Vorarlberger Nachrichten.
00:55:23: Das ist das westlichste Bundesland Österreichs?
00:55:26: Grenze an Deutschland in der Schweiz und man kommt auch schnell nach Liechtenstein, glaube ich, ne?
00:55:31: Ist doch so!
00:55:32: Mhm, ganz genau.
00:55:32: Aber Sie haben schon im Blick Ihr eigenes Bundesland.
00:55:36: Ich
00:55:36: glaub', der Leser der Vorarlbergennachrichten ist extrem interessiert daran was in der Region passiert Und ja da sind so Themen wie ein Zebrascheifen, plötzlich nicht mehr gibt in der Gemeinde, Verein der nicht mehr erhalten werden kann weil es die Finanzierung nicht gibt.
00:55:53: Da heißt sich das Sporthalle, deren Dach wo das Wasser reintropft.
00:55:59: Das sind die Themen, die die Menschen extrem interessieren und gleichzeitig natürlich auch für die Vorhalber einzuordnen was auf der Welt passiert, was das für sie spezifisch bedeutet.
00:56:09: oder wenn Sie jetzt einkaufen gehen und die Preise sind einfach gestiegen Das ist was, was auf der Welt vorgeht.
00:56:19: Was bedeutet das für die Vorarlberger?
00:56:21: Und wir haben aber ganz klar diesen regionalen Fokus weil wir glauben dass es hier besonders gut kann.
00:56:27: So jetzt kommt künstliche Intelligenz ins Spiel.
00:56:29: da haben sie auf dem Podium eine Chance formuliert, die ich interessant fand, dass man effizient aber auch mit viel mehr Daten genau dieses Leserbedürfnis befriedigen kann.
00:56:41: Erzählen Sie es mal runtergebrochen auf Ihre tagtägliche Arbeit.
00:56:45: Was machen Sie mit KI genau?
00:56:47: Also vielleicht das Beispiel, das ich vorhin angedeutet habe – das ist Vorarlbergtransparent nennen wir das.
00:56:52: Es gibt ja ganz viele Daten heutzutage.
00:56:55: Das Land muss ja auch Daten zur Führung stellen und die sind theoretisch da aber die sind extrem schwierig zu verstehen für den normalen.
00:57:03: Bürger.
00:57:04: Und da können wir jetzt mit Hilfe von KI diese Daten verarbeiten und die auf unserer Plattform so visualisieren, dass man wirklich sieht wo das Geld hinfließt also Aufträge des Landes.
00:57:15: Wo werden sie vergeben?
00:57:16: Weil ich kann mir jetzt kategorisieren mit der KI.
00:57:18: Da kann man wirklich viele Datensätze plötzlich ja verarbeiten und die für den Leser aufbereiten.
00:57:26: Das ist ein enormer Mehrwert, den man jetzt schaffen kann, der vorher Wochen gedauert hat mit einem großen Team.
00:57:32: Und das kann man jetzt einfach mit einem kleineren Team viel schneller machen.
00:57:35: Es ist ein Beispiel für Initiative, die wir haben.
00:57:40: Aber man kann auch viel stärker... Personalisieren.
00:57:44: am Ende.
00:57:45: In Zukunft gedacht, soll auch jeder das Format bekommen, dass er selber haben will.
00:57:49: oder jemand, der gerne Videos anschaut, der soll ein Video bekommen, den man dann textlesen kann.
00:57:54: und da stehen wir noch nicht.
00:57:56: aber ich glaube, da gehen wir mit sehr großen Schritten dorthin.
00:57:59: Dass es einfach alles viel relevanter wird für die Einzelperson was bedeutet's für mich selbst?
00:58:03: Man kann wirklich in eine hyper lokale Gegend reingehen und das jedem einzelnen Menschen erklären ist eine riesige Chance von der KI Weil Freiberg in Achtibium immer sehr stark aufs Regionale gesetzt ist, ein Trend der jetzt wieder größer wird.
00:58:20: Wo wir einfach immer noch dabei sind auch weiter auf diesen USB einfach aufsetzen.
00:58:24: Ich glaube das ist immer in die richtige Richtung gegangen und das ist am Ende unser Kern, das ist was uns
00:58:30: ausmacht.".
00:58:31: Was ist für eine KI halluciniert?
00:58:32: Und irgendwelche Sachen anders interpretiert als... die Realität eigentlich darstellt.
00:58:38: Haben Sie sowas wie ethische Leitplanken?
00:58:40: oder recherchieren Sie dann nochmal nach?
00:58:43: Also noch mal eine menschliche Doppelkontrolle?
00:58:46: Ja, klar!
00:58:47: Man muss ja alles verstehen am Ende was die KI macht.
00:58:50: Ich glaube es ist total wichtig, wenn ich human in der Ruhe... und das ist auch total wichtig.
00:58:54: Vielleicht ein Beispiel von diesem Datensatz, da sagt noch hat die KI Das Land gibt nur Geld für Beton aus, weil neunzig Prozent des Geldes geht nur in Bauaktivitäten.
00:59:09: Da muss man schon ein bisschen mitdenken und sagen okay aber das sind ja Aufträge über von zwanzigtausend Euro.
00:59:13: Ja klar geht es viel im Bau, weil die Lehrer und alles andere, das kommt ja alles da nicht vor.
00:59:17: Ah ja sagt die KI oder?
00:59:18: Man muss schon, man muss schon mittenken!
00:59:20: Man kann nicht einfach eins so ausschrücken was einem die KI da sagt... Und dann muss man natürlich auch oder wir gehen einzeln diese Datensätze noch rein und dann schauen wir uns wie hat die KI das kategorisiert?
00:59:30: oder muss immer auch genau verstehen, was die KI gemacht hat.
00:59:33: Ich glaube das ist das Wichtigste und nicht einfach Sachen ungefragt übernehmen auch zu verstehen wenn man es für Recherche zweck nimmt, auferstehen wo sind die Quellen?
00:59:44: oder sich die Quelle anschauen?
00:59:46: Ich glaube es ist ganz wichtig dass man die KI versteht und sie so nutzt.
00:59:50: Es gibt ja eine Diskussion überall in so einer Art Transparenzpflicht gegenüber der Leserschaft, daß man sagt also dieser Artikel wurde zu was weiß ich, fifty Prozent KI generiert.
01:00:01: Machen Sie sowas bei sich?
01:00:02: Dass sie sagen, Achtung dieses Foto ist in der Fotokollage.
01:00:07: Früher musste man so ... In so einer Ecke in Kammer musste man einen M anfügen mit Schere und Klebstoff und so gearbeitet oder vielleicht schon mit Photoshop.
01:00:16: Ich glaub immer die KI verwendet, um ein Foto zu generieren.
01:00:19: selbstverständlich muss man das ausweisen.
01:00:23: Wenn man die KI verwendet und keine Ahnung hat was die KI gemacht hat, dann muss man es ausweisen!
01:00:26: Immer die KI Verwendet hat mal Text zu schreiben Dann glaube ich nicht, dass man das ausweisen muss.
01:00:31: Genauso wie ich auch nicht schreiben muss sich ... Ich hab Word verwendet um diesen Text zu schreiben.
01:00:36: Macht auch niemanden, schreibt da auch niemand.
01:00:38: Ich habe jetzt ein Aufnahmegerät verwendete, um mein Interview aufzuzeichnen.
01:00:42: Solange mal die volle Kontrolle drüber habt, was daraus kommt ist es ja nur ein Pragzeug!
01:00:48: In Deutschland gibt's gerade diese Diskussion nach einem Schirm einer Herausgeber im Tagesspiegel für Meinungsbeiträge KI benutzt und offenbar wortwörtlich Sachen übernommen und der ist jetzt vom Tagesspiegel sozusagen suspendiert.
01:01:05: Also
01:01:06: ich nutze die KI gern zum Schreiben, es geht einfach darum.
01:01:10: am Ende ist das ein Text mit dem ich mich wohlfühle, der nach mir klingt oder so wie das Textbausteine.
01:01:19: Wie gesagt man muss auch nicht... Es ist ein Werkzeug, dass man verwenden kann.
01:01:23: Ich glaube es ist wichtig, dass wir am Ende nicht alle eins zu eins rauskoppieren aus der KI und sagen Das ist jetzt unser Werk Aber dass man das als Hilfsmittel verwendet, hoffentlich.
01:01:32: Die können alle so viel produktiver werden.
01:01:36: Die KI ist wirklich eine große Unterstützung, wenn man sie richtig verwendete und da muss man natürlich schon draufschauen.
01:01:42: Man muss sie richtig verwenden.
01:01:43: am Ende zählt der Mensch, der diese KI verwendeten.
01:01:48: Wenn Ihre Chefs genauso denken dann ist ihre Arbeit ja nicht gefährdet.
01:01:51: aber was wenn KI irgendwann mal ihren Job übernimmt?
01:01:56: Da habe ich keine Angst davor weil wenn die KI den Job besser machen kann, den ich mache.
01:02:01: Dann soll es ihn vermutlich auch machen.
01:02:04: Ich glaub', dass ich mit der KI noch mal viel besser werde und dann halt nochmal einen anderen Job mach'.
01:02:10: Also ich habe nicht Angst davor, dass sich am Ende ohne Job darstellt haben.
01:02:13: Niemand sollte Angst dvor, auch bei Großmedia sagen wir das ganz praktisch.
01:02:17: Lerns mit der KE umzugehen?
01:02:19: Das ist für euch... Ihr sichert eure Zukunft damit ab!
01:02:24: Es geht doch diesen Spruch Nicht die KI wird einen Job kosten, sondern jemand der mit der KI umgehen kann.
01:02:32: Ich finde das eigentlich erst gut
01:02:33: gesagt.
01:02:34: Vielen Dank für das Gespräch und toll, dass Ihre Vision vom Journalismus nicht gedrückt wird!
01:02:39: Danke schön!
01:02:50: Also ich heiß Ulrike Langer, ich bin eine deutsch-amerikanische Medienjournalistin, lebe in der Nähe von Seattle, komme ursprünglich aus Köln Und ich beschäftige mich vor allem damit, wie KI für Medien
01:03:04: neue
01:03:05: redaktionelle Formate, neue Geschäftsmodelle, neue Wege das Publikum zu begeistern finden kann.
01:03:13: Natürlich in Kombination mit den Menschen.
01:03:16: Ich schreibe für Fachzeitschriften und zunehmend in meinem eigenen Newsletter News Machines.
01:03:23: Wir haben uns glaube ich das erste Mal vor fünfzehn Jahren rund getroffen hier beim, damals hieß es noch Newspaper-Congress.
01:03:29: Also da ging's tatsächlich um Zeitungen.
01:03:31: Damals war die Angst verschwinden – die Papierzeitung.
01:03:35: Ellen Ruspritzer hatte davor gewarnt und die Branche waren aufregend.
01:03:38: Das kann ja nicht sein dass die Papierzahlung verschwindet.
01:03:40: Ich glaube du hattest schon irgendwie gesagt Ja aber in San Francisco wirds bald keine Regionalzeitung mehr geben weil das einfach zu teuer wird.
01:03:48: also Es werden Zeitungen sterben!
01:03:50: So nun haben wir fünfzehnt Jahre später Und jetzt ist die große Gefahr, wird KI uns ersetzen und Medienleute.
01:03:57: Aber du empfiehlst ja KI-Tools.
01:03:58: wie passt das zusammen?
01:04:00: Erst mal eine Korrektur ich habe bestimmt nicht von San Francisco gesprochen von der Stadt selber sondern in der Fläche auf dem Land.
01:04:09: dort sterben reihenweise die Lokalzeitung.
01:04:12: dieses Phänomen das hat schon vor zwanzig Jahren in den USA begonnen dramatisch beschleunigt und durch die Anzeigenkrise ist es einfach kein Geld mehr da.
01:04:24: Aber KI, ich denke wir müssen alle samt in der Branche sehr viel weniger Angst vor KI haben weil wenn wir KI richtig nutzen dann ja du klar zur Effizienz, Effizience ist wichtig aber vor allem Dafür Dinge zu machen, spannende Dinge mit dem Journalismus, die wir früher so gar nicht machen konnte.
01:04:47: Dann ist das eine Riesenschance auch für ganz kleine Redaktionen, die plötzlich Kapazitäten haben.
01:04:53: und ich hab heute den ganzen Tag lang Fallbeispiele vorgestellt, Tools vorgestellt ...
01:04:59: die
01:05:00: Journalisten ermöglichen neue Dinge zu tun.
01:05:02: Dein Lieblings-Tool?
01:05:05: Ich persönlich arbeite am liebsten mit Claude.
01:05:09: Da bin ich auf dem Max der ist ganz schön teuer.
01:05:12: Ja, aber war jetzt nicht letztes Wochenende also wenn das ausgestrahlt wurde es das vorletzte Wochenende der Fall dass die Trump-Regierung gesagt hat stoppt hier das KI-Modell.
01:05:23: das darf die Welt nicht erfahren noch nicht mal Mitarbeiter die einen ausländischen Pass haben.
01:05:31: Ja, das betrifft aber nur das neueste Modell.
01:05:33: Das heißt ja nicht, dass jetzt ganz ... Ein Thropic hat einen Riesenärger mit der US-Regierung ein anderes Thema.
01:05:42: Also man sollte sich nie von einem einzigen Anbieter abhängig machen.
01:05:46: Dann kann man auch plötzlich vor dem Nichts stehen.
01:05:51: Es ist ein riesiges Problem, v.a.
01:05:54: für Europa!
01:05:55: Weil Europa sehe ich was KI... Grundlagenforschung angeht, das geht vielleicht gerade noch.
01:06:04: Aber damit dann auch mit eigenen LLMs auf den Markt zu kommen?
01:06:09: Ich glaube der Zug ist für Europa schon abgefahren.
01:06:12: Du hast dir Tipps gegeben für europäische Zeitungsredaktion oder Medienhäuser KI-Tools selber zu entwickeln selbst zu prompten und selbst zu coden.
01:06:22: aber gleichzeitig hast du wieder gewarnt dass es sich auch nicht lohnen kann wenn man alles selbst macht.
01:06:27: wie muss man da die Balance finden?
01:06:29: Man muss den Markt beobachten.
01:06:32: Es gibt jede Menge furchtbar viele Newsletter, es gibt aber auch ein paar richtig spannende, die genau das machen.
01:06:44: Den Marktbeobachten evaluieren was für Redaktionen geeignet ist.
01:06:51: Man trifft sich in der Branche, also die KI-Medienzene ist noch relativ klein und überschaubar.
01:06:58: Ich bin auf sehr vielen Konferenzen und treff dort eigentlich immer wieder die gleichen Leute, die sich aber auch super auskennen in der Journalismus-KI-Toolszene und gegenseitig Tipps austauschen.
01:07:12: Also gerade in den skandinavischen Ländern, im Großbritannien und den USA da ist ein sehr starkes Geben- und Nehmen in der Branche.
01:07:22: das ist noch nicht so verbreitet.
01:07:25: aber wenn man sich vernetzt mit denenjenigen die auch mit KI arbeiten im Journalismus dann kriegt man eigentlich relativ schnell raus was sich lohnt und auch, was sich schon bewährt hat.
01:07:38: Und wo noch Glücken sind, wo man selber reinvorstoßen
01:07:41: kann.".
01:07:42: Du hast hier ein Beispiel genannt von der New York Times die sehr viele Ressourcen reinstecken um so eine Sache selbst zu entwickeln?
01:07:48: Was entwickeln sie
01:07:48: zurzeit?".
01:07:51: Eine Einschreckung!
01:07:52: Die stecken sehr viel Ressorten in die KI aber der größte Teil der Ressorts geht in Gespräche mit den eigenen Mitarbeitern.
01:08:03: was braucht ihr eigentlich,
01:08:05: um
01:08:05: nicht am redaktionellen Bedarf vorbeizuentwickeln.
01:08:08: Also die beiden Leiter der KI Saksuit und Rubina Filian haben Wochen- und Monate damit verbracht erst mal mit den eigenen Leuten zu sprechen.
01:08:20: ist natürlich auch ein Riesenhaus mit über tausend Journalisten aber Dann haben sie erst angefangen, was zu entwickeln.
01:08:27: Sehr sehr stark sind Sie im investigativen Bereich wenn es darum geht riesige Dokumentenberge durch Forsten um darin investigativ Geschichten zu finden.
01:08:39: zum Beispiel in der politisch rechten Szene ist das Thema Trump natürlich auch immer weiter fortführt, dass das alles wo er nicht gewinnt und wo die Republikaner nicht gewinnen.
01:08:54: Das ist natürlich Wahlbetrug!
01:08:56: Und da wird was vorbereitet für den nächsten Wahlen an eine Wahlschiebung und das machen sie ganz offen auch in so Kreisen, wo vielleicht ein Mikromit läuft, wo Sie aber nicht denken, das erreicht die größere Öffentlichkeit
01:09:14: Sechsstellige
01:09:15: Zahl von Sendeminuten an Videos, an Podcasts und Radiosendungen zusammen.
01:09:20: Das kann sich kein Mensch angucken, anhören um da vielleicht genau den zehn Sekundenschnipsel auf den Angrund zu finden.
01:09:27: KI macht das nichts aus.
01:09:28: KI findet das mit semantischer Suche auch in Videos.
01:09:34: wo sind Leute auf Veranstaltungen aufgetreten?
01:09:37: Wer hat sich damit wem unterhalten und behauptet aber mit diesen ganzen Leuten nichts zu tun haben?
01:09:44: Bilderkennungskai kann einmal darauf gebrieft einen jemanden wieder erkennen in der Masse, wenn nur aus einer anderen Perspektive ein winziger Fitzel von Seemantel zu erkennen ist.
01:09:58: Also solche Sachen zu nutzen und das dann einzubauen als Grundlage für investigative Geschichten wird sagen da ist die New York Times so weit vorne wie kein anderes Medium
01:10:09: weil es vielleicht auch in Europa andere Vorschriften-Regelungen gibt, gerade was Gesichtserkennung anbelangt.
01:10:15: Ich weiß nicht ... Natürlich kann man da mit einer F-Terroristin finden, die die Polizei vielleicht nicht gefunden hat.
01:10:22: Aber ganz groß ist ja Herr Thiel und auch mit Valentier.
01:10:28: In der Kritik, dass das zu weit gehen kann, kann das im Journalismus so weitgehen?
01:10:32: Dass Menschen zukünftig nicht mehr so die Rolle spielen bei Medienhäusern
01:10:40: Ja, klar.
01:10:41: Aber in vielen Bereichen ist es auch ganz gut so.
01:10:45: Warum sollen denn Menschen die Rolle spielen?
01:10:48: Die sie früher haben bei Aufgaben, die KI viel besser kann und die eigentlich auch Menschen gar nicht machen wollen?
01:10:53: also wenn ich mich da an mein eigenes Voluntariat erinnere eine das war Anfang der neunziger Mitte der Neunzige Jahre beim Bonner Generalenzeiger so eine der Aufgaben die ich da hatte täglich den Polizeirundruf zu machen, abzufragen.
01:11:12: Was ist denn bei euch passiert?
01:11:14: Ja hier ist ein LKWE auf der K- Thirty-Sig mit einem Kleinlaster zusammengestoßen.
01:11:20: also so etwas zu automatisieren und den Kopf in die Kapazitäten freizuhaben was wirklich wichtig ist.
01:11:26: ich sage ich nur halleluja.
01:11:28: Nun gibt es ja in Deutschland gerade aktuell die Diskussion, wie viel KI davon im Journalismus verwendet und gekennzeichnet.
01:11:35: Also wenn man zum Beispiel an Herrn Kastoff denkt vom Tagesspiegel der Meinungsbeitrag mit Hilfe von KI geschrieben hat Wenn Politiker reden schreiben wo auch sich dann möglicherweise Dinge einschleichen die man gar nicht mehr überprüft hat sollte man kennzeichnen zukünftig diese Zeitung ist zu achtzig Prozent mit KI generiert?
01:11:56: für allgemeinende Floske KI generiert und auch zu Achtzig Prozent KI generieren.
01:12:02: Was sagt das denn?
01:12:04: Also, das finde ich viel zu oberflächlich und über einen Kamm geschert.
01:12:08: Wichtig ist doch dass das was am Ende dabei herauskommt von Menschen überprüft wurde dem publicistischen Leitlinien genügt den dem journalistischen Kernanspruch genugt.
01:12:22: es ist relevant Es ist wahrhaftig.
01:12:25: Was sind, leg ich meine Quellen offen?
01:12:28: Darauf kommt es genauso an wie früher.
01:12:30: Also dieses Labeling mit KI generiert ist auch oft nur eine einfache Ausrede zu sagen ja also da haben wir uns jetzt nicht drum gekümmert.
01:12:39: diesen Beitrag hat die KI gemacht.
01:12:42: damit macht man sich das zu einfach.
01:12:45: wichtig ist nach wie vor.
01:12:47: Ich setze KI sehr viel ein aber spart mir gar nicht unbedingt Zeit, weil ich nach wie vor meinen eigenen Anspruch anlege.
01:12:57: und die KI darf genau nur das machen was ich ihr vorgeschrieben habe.
01:13:04: Das geht in Feedback-Schleifen stundenlang hin und her.
01:13:07: also ich bin eher noch pingeliger geworden und perfektionistischer geworden als früher.
01:13:12: trotzdem kann mir natürlich jemand sagen ist doch KI da steckt ja KI drin.
01:13:18: Gerade in Deutschland finde ich diese Diskussion zu sehr schwarz-weiß.
01:13:22: Ich kann es noch verstehen, dass Berufsanfänger einen Heiden Angst haben, dass sie überhaupt nicht mehr nur im Journalismus und in vielen Berufen aber auch gerade im Journalismus keine Chance mehr kriegen weil die Einstiegsjobs werden natürlich mehr von KI übernommen.
01:13:42: Aber das ist ein anderes Problem.
01:13:44: Mich erinnert das also, meine Generation durfte keine Taschenrechner in der Schule verwenden.
01:13:49: Sondern wir mussten mit dem Rechenstab rechnen und Taschenregner waren verpönt mit der Aussage ihr sollt noch richtig addieren lernen und Kopfrechnen usw.
01:14:02: Und letzten Endes heute interessiert sich das kein ob da jemand mit einem Taschenreichner arbeitet oder nicht?
01:14:07: Und so wird es vielleicht auch mal mit KI sein dass das egal womit man letztens Journalismus als Werkzeug betreibt.
01:14:14: Die Fakten müssen stimmen, Punkt.
01:14:17: Aber das kritische Denken muss auch erhalten bleiben.
01:14:20: Es ist schon die Gefahr zu sagen, meine Deadline ist in einer Stunde ... Also hier lass ich jetzt mal alle fünf gerade sein und Chat GPT macht mir das doch mal Leben!
01:14:31: Dass man da faul wird und ein paar Kurven einfach mal auslässt und Korrektur schleifen Das darf eigentlich nicht sein, nur weil es geht.
01:14:44: Und ich hab auch noch mit dem Rechenschieber da gesessen und hab den nicht verstanden und hab's gerastet.
01:14:51: Das ist Adiren von Luca Rittmann?
01:14:55: Aber trotzdem bin ich heilfroh, dass ich nicht im ersten Schuljahr ein Taschenrechner hatte.
01:15:01: Weil ich kann noch Kopf rechnen!
01:15:03: Man muss doch ... Also das ist ein schönes Beispiel mit dem Taschenregner.
01:15:07: Ich muss zumindest so weit selber denken können, Das ist aber Stoß, was mir hier der Taschenrechner ausgeworfen hat.
01:15:14: Das kann überhaupt nicht sein und genauso ist es mit KI!
01:15:18: Ich muss meinen journalistischen Instinkt meine journalistischen Fähigkeiten behalten um zu wissen erstens Was will ich von der KI?
01:15:26: Wo ist sie gut drin?
01:15:27: Was mache ich lieber selber?
01:15:29: Und auch zu erkennen Moment mal.
01:15:31: die Antwort hier kann gar nicht sein.
01:15:32: Was sind deine Quellen?
01:15:33: Okay das kann nicht stimmen.
01:15:36: Das übernehme ich nicht.
01:15:38: Überschlagsrechnen hat man bei uns in der Mathematik gesagt, weil auch ein Rechen start natürlich nicht das originale Ergebnis aus.
01:15:45: Wir mussten dann also schon die Komma stellen im Kopf haben und wie das alles zu interpretieren ist.
01:15:50: Also dass man ein gesundes Gefühl hat... ist die Sache wahrscheinlich, die eine KI ausspuckt oder sollte man nachfragen.
01:15:57: Dann gibt's meist die Antwort, da hast du einen Punkt und da hab ich ein Fehler gemacht.
01:16:01: Also, KI entschuldigt sich auch?
01:16:03: Ja ... Ich habe meinen Hauptassistenten Claude so trainiert, dass der nicht liebedienerisch ist.
01:16:10: Ich brauch keinen Lob für irgendwas, sondern ich brauche einen Kritiker.
01:16:15: Ich arbeite alleine am heimischen Schreibtisch.
01:16:19: Ich brauche jemanden, der mir assistiert.
01:16:21: Der aber auch sagt nee das ist falsch oder ich stelle ganz viele Fragen auch wie ... Welche Argumente habe ich vergessen?
01:16:31: Welche Perspektive kommt?
01:16:32: zu kurz
01:16:33: wo
01:16:34: Spiel-Abdukatus Diaboli was ist die Gegenmeinung?
01:16:38: und also es geht über Faktenprüfungen hinaus.
01:16:41: deshalb dauert das alles so lange.
01:16:43: Aber Klot soll auch lügen Also bewusst lügen.
01:16:47: Das ist die nächste Stufe, also nicht nur Irren hallucinieren sondern bewusst den Nutzer täuschen und dafür gibt es wieder KI um das herauszubekommen.
01:16:55: aber wissen wir ob sich das nicht im Hintergrund tatsächlich zu einer Katastrophe entwickelt?
01:17:00: Ja, aber das sind jetzt...das ist jetzt ein überspitztes Szenario.
01:17:04: Wir sind ja schon im philosophischen Bereich.
01:17:07: In der Alltagsanwendung gibt es durchaus Mechanismen, wo man das Ganze ziemlich idiotensicher machen kann.
01:17:15: Also bei mir wird es auch ein Learning by Doing.
01:17:18: Ich habe am Anfang mit KI-haarsträubende Fehler gemacht.
01:17:22: Es kommt sehr darauf
01:17:23: an
01:17:23: wie man seinen Assistenten so trainiert dass er möglichst für die eigenen Zwecke nutzbar ist aber auch Glaubwürdigkeit ist.
01:17:31: also bei mir darf Claude nur ganz in ganz bestimmten Bereichen recherchieren und zwar nach journalistischen Kriterien sowie ich Ich übernehme keinen Link, den ich nicht selber draufgeklickt und überprüft habe.
01:17:51: Also da kann man selber schon eine ganze Menge für tun, um nicht hinter das Licht geführt zu werden.
01:17:58: Und man muss auch seine KI immer wieder dazu anhalten, ethisch sauber zu bleiben.
01:18:04: Also wenn man das in der längere Zeit lang nicht gemacht hat dann schleift sich da durchaus was ein wo man merkt die KI nimmt sich jetzt hier allmählich mehr raus als sie soll und dann muss sie wieder auf den Pfad der Tugend gebracht werden
01:18:17: dieses Gespräch zu hundertprozenten Menschen gemacht.
01:18:19: Ich bedanke mich für deine Einschätzung und ja, Prognose im letzten Endes!
01:18:24: Und vielleicht sehen wir uns
01:18:26: ja in
01:18:26: fünfzehn Jahren wird es wahrscheinlich nicht sein, aber demnächst wieder und dann können wir rückblickenderweise mal diese Entwicklung betrachten.
01:18:31: Vielen Dank!
01:18:32: Danke auch!
01:18:33: Guck mal,
01:19:20: jetzt müssen wir gerade umstellen.
01:19:21: Wenn sie auf der Biene ingespricht und das müssen wir noch mal nur
01:19:24: ein bisschen umstecken.
01:19:30: Wir gehen offenbar kommen!
01:19:36: Mensch Herr Wagenland, du hier?
01:19:37: Ja.
01:19:39: Freu mich dich zu
01:19:39: sehen Weil ich weiß ja wo du bist ist faun oder?
01:19:45: War ja damals auf deiner
01:19:47: Green Screen
01:19:48: Balkon-Etage genauso.
01:19:50: Ja,
01:19:50: wir haben gerade schon kurz übergesprochen.
01:19:51: Das letzte Mal als wir zusammen ein Gespräch geführt haben und aufgezeichnet haben ... ähm ... das war im Jahr two-thausendneun!
01:19:59: Was ich jetzt schmerzig vermisse in diesem Video ist... Welches Video?
01:20:03: Naja, in diesem, was wir gerade hier machen.
01:20:04: Ach was wir machen.
01:20:06: Dass für die Radiohörer, wir machen auch davon einen Video gerade, weil du hast so schöne Lichteffekte in deinen Händen.
01:20:12: Das mag jetzt für manche kryptisch klingen aber einer Tat.
01:20:15: Schnipps doch mal.
01:20:18: Das geht jetzt nicht.
01:20:21: Da muss ich leider enttäuschen, aber das ist ein Geheimnis, was wir erst am sechzehnten Achten dann
01:20:25: lüften.".
01:20:26: D. h., also du hast einen Geheimvartag mit der Piu-Technik.
01:20:29: oder gibt es tatsächlich magische Kräfte?
01:20:32: Es gibt Dinge auf dieser Dachterrassejörg die passieren nur zu bestimmten Tageszeiten oder eben auch nachts und das meiste davon erst abends.
01:20:42: ja...
01:20:43: Chris Guse, noch mal herzlich willkommen in Österreich.
01:20:46: Wir sind hier im Palais Niederösterreich und es geht um die verrücktesten Dinge mit künstlicher Intellienz gefertigt werden.
01:20:56: gerade ein schöner Vortrag gewesen dass Audio so schnell sein kann wie Text aber du kommst ja vom Radio da war sozusagen das Denken noch schneller
01:21:06: als Speech Aber
01:21:07: Speech war schneller
01:21:08: als Text.
01:21:09: Und wieso muss man jetzt in der Rede oder im Audio genauso schnell sein wie Text, weil Text ist ja langsamer.
01:21:16: Na ja es geht also darum... wir Menschen sind's ja gewohnt mittlerweile wenn wir zum Beispiel eine Nachrichten-App auf dem Handy haben dann sind wir jetzt gewohnte so Push-Nachrichten.
01:21:22: Wenn irgendwas passiert wir sind sehr daran gewohnten dass die Nachrichten sehr schnell zu uns kommen und gerade wenn du das Radio ansprichst ist so beim Radio ist auch nach wie vor kein Problem.
01:21:29: aber da haben wir auch einen zeitlichen Gap.
01:21:31: wenn jetzt irgendwas passiert und sagen wir mal ne es gibt eine Senderuhr um halb sind die Nachichten und es passieren nicht immer was Riesentramatisches dann dauert es ja bis halb bis man dann die Nachrichten hört
01:21:40: Es sei denn, man macht Breaking
01:21:41: News.
01:21:42: Genau!
01:21:43: Break News war es aber was du weißt ja eher selten passiert.
01:21:46: und also das geht jetzt eher um den online Bereich.
01:21:49: wir sind ja unsere Produktionsfirma Bose Park Productions ist ja eine Podcastproduktionsfirmer und das heißt wir sind in dem Bereich eigentlich eher gewesen dass wir nachgelagert produzieren.
01:21:58: Podcastproduktionen ist meistens so es dauert von dem Aufzeichnen bis hin zur Veröffentlichung dauerndes und das geht uns darum diesen diesen Gap kleiner zu machen.
01:22:07: Und jetzt sind wir ein Jahr später, Chris Guusel ... Wir haben so einen Dreingang, weil es so warm ist aber jetzt schön in den Paläne der Österreich.
01:22:15: Wollt
01:22:15: ihr sagen?
01:22:16: Wahnsinnig schön!
01:22:17: Mit einer großen Nachreizeit von vier Sekunden.
01:22:19: Mitten im Abbau.
01:22:19: Ja mitten im Abbau sind wir.
01:22:21: Falske halt.
01:22:23: Ein Jahr später du hast letztes Jahr als Dienstleister Translation gemacht.
01:22:28: heute habe ich vier Leute gesehen die hier simultan übersetzt waren.
01:22:33: Ist das experiment gescheitert mit dem Übersetzen durch KI?
01:22:37: Ach so, das war letztes Jahr auch schon so.
01:22:39: Wir treten quasi immer an gegen die Menschen wobei es ja ein Miteinander ist.
01:22:43: Aber in der Tat haben wir das letzte Jahr schon gemacht.
01:22:45: Es gibt drei Sprachen die von menschen übersetzt werden und vier sprachen die wir machen mit der KI-Übersetzung.
01:22:51: Wir machen russisch tschechisch Und wir machen nochmal zum Vergleich Englisch und holländisch.
01:22:56: Also Russisch und englisch gibt's auch von Mensch und wir machen die vier.
01:22:59: dann
01:22:59: Hat sich da in dem jahr was getan.
01:23:01: Ja total krass.
01:23:02: ich würde sagen dass wir dieses Jahr kann man immer rückblickend so schön sagen, aber die letzten zwei Male waren eher experimentell und dieses Jahr ist zum ersten mal so das wir alle gesagt haben okay krass jetzt funktioniert es langsam wirklich.
01:23:14: Was haben denn die Russen dazu?
01:23:15: Ich
01:23:16: habe von Russischer Seite jetzt noch nichts gehört.
01:23:17: Ich hab natürlich erst mal das Englische abgehört, logischerweise weil ich es am besten kann.
01:23:21: und worauf ich mich beziehe wenn ich sage dieses Jahr geht's richtig gut ist dass wir schon sehen also Niederländisch zum Beispiel versteht man auch ein bisschen.
01:23:28: und das größte Problem was wir in den letzten Jahren noch hatten bei der Übersetzung ist die Latentz.
01:23:34: Ja Latents, ne du hast für dich recht?
01:23:35: Latents natürlich auch!
01:23:36: Also früher hat es immer zwanzig, dreißig Sekunden gedauert bis wir sozusagen da waren was auf der Bühne passiert ist und jetzt sind wir teilweise aber unter fünf Sekunden Und teilweise sind wir mit dem Audio vor dem Text, was wirklich unglaublich
01:23:49: ist.
01:23:54: Aber das ist doch ein Problem, ne?
01:23:55: Also KI ersetzt Menschen.
01:23:56: Ich
01:23:57: glaube nicht!
01:23:57: Letztes Jahr haben wir auch schon mal gesprochen und ich habe es noch nicht erlebt.
01:24:00: Natürlich kann es sein und wird es irgendwann sein dass auf so Konferenzen jetzt nicht unbedingt dann drei vier Dolmetscher sind.
01:24:05: Das kann sein aber ich glaube, dass es auf gar keinen Fall so etwas ist.
01:24:09: Ich hab ja auch eine Session heute gehalten da habe ich auch Arbeitsmarktzahlen zum Beispiel gezeigt also Employment Quote und bisher ist das nichts zu sehen und ich glaube dass es jetzt zum Beispiel bei der Übersetzung so ist.
01:24:20: Wir sind ja auch eine Podcastproduktionsfirma.
01:24:22: Da kann ich berichten, dass natürlich gab es früher Projekte wo Menschen etwas übersetzt haben die jetzt nicht mehr übersetzen.
01:24:29: aber das war ein Einzelfälle und zwar zu teuer und ganz oft haben wir deswegen nicht produziert.
01:24:32: Und ich habe eher das Gefühl, dass wir mit den Dingen wie wir jetzt mit KI tun eher in Bereiche vorstoßen wo's einfach vorher nichts gab.
01:24:37: also es gab noch nie hier holländische oder tschechische Übersetzung von Menschen zum Beispiel.
01:24:42: Das stimmt.
01:24:44: Ja Du sagst, du hast eine Session gehalten.
01:24:47: Ich war gerade dabei, Ulrike Langer zu interessieren.
01:24:50: Wir sind uns immer so begegnet, ne?
01:24:53: Macht auch hier mal einen Kurzvortrag.
01:24:55: Worüber hast du gesprochen?
01:24:56: mit den wichtigsten Thesen?
01:24:57: Ja ich hab gesprochen über... Die Sprache, die wir benutzen in Redaktion und die Sprache die wir in der Gesellschaft miteinander benutzen.
01:25:04: Und habe dafür geworben dass wir eine Sprache brauchen die Technik inkludiert.
01:25:09: Das ist natürlich jetzt schwer warte mal in zwei Sätzen zusammen zu fassen.
01:25:12: Also die These die ich gesetzt habe ist das KI gar nicht dazu da ist um irgendwie trickreich jetzt irgendwie schnell Artikel rauszuhauen oder so.
01:25:20: Da sind wir glaube ich in einer Phase.
01:25:21: Ich hatte in meinem Vortrag auch als die Elektrizität entdeckt worden ist Da hat die Menschheit Jahrzehnte lernt nur Trickspiele rein gemacht.
01:25:28: Ja also die Haare stehen ab Wenn ich eine Glühbühne anfasse, leuchtet sie bevor wir dann wirklich dahin kamen die Elektrizität dafür zu benutzen wozu sie da ist.
01:25:35: Nämlich Arbeit dezentral zu verrichten oder Energie zu transportieren.
01:25:38: Und so ähnliches bei KI gerade.
01:25:40: ja es ist mehrmals heute angesprochen worden.
01:25:41: Da gibt's dann diesen Streit.
01:25:43: der Döpfner macht dann irgendwie witzig ein KI-Artikel und gesagt das ist alles füllefant.
01:25:47: Ich habe gesagt das is KI Kladderandatsch was wir da grade erleben.
01:25:50: Ja das sind sowieso Marktplatzsensatione.
01:25:55: Früher hatte man tatsächlich, als der Film erfunden wurde ... Genau so was.
01:26:00: Dann kamen die Leute und haben gesagt ja!
01:26:04: Und ich hab dafür geworben, dass wir uns darauf konzentrieren, dass KI die eigentliche Stärke, der Zweck von KI ist es, das wir ans Wissen rankommen.
01:26:12: Dass wir Wissen absorbieren können.
01:26:14: Dass da, wo früher nur die Münche oder Bibliotheken waren jetzt auf einmal wirklich an all dieses Wissen rankommen.
01:26:19: Das ist der eigentliche Zweck.
01:26:20: also sich zu konzentrieren.
01:26:23: Aber an wie weit ist da technische Sprache hilfreich?
01:26:25: Weil die Maschinen, wenn man noch ... Bin's nicht verstehen richtig.
01:26:29: Nee
01:26:29: es ging eher so um die zwischenmenschliche Beziehung.
01:26:31: also du hast ja auch Jahrzehnte lang in Redaktionen verbracht und ich hab's heute genannt Es gibt sowas wie eine digitale Schizophrenie in Redakion.
01:26:39: Also jede Redaktion heutzutage mittlerweile ist eigentlich ein digital Betrieb.
01:26:42: Jede Firma ist... Da gehen Daten rein Dann sitzen Menschen zwölf Stunden lang vor Computern acht Stunden, vierzehn Stunden, sechzehn Stunden Vorcomputern machen Dinge Und dann gehen Daten wieder raus.
01:26:52: Aber wenn du in der Redaktion fragst, ob jemand den Unterschied zwischen mp-III oder WAV.
01:26:57: Oder den Unterschied von Wi-Fi und LAN-Kabelsalter kennt ... Dann sind neun von zehn Menschen so, haben gar keine Ahnung!
01:27:02: Das ist ein Riesenproblem.
01:27:04: Und das gibt es zu bewältigen?
01:27:06: Ja, das ist mir auch schon aufgefallen.
01:27:07: Auch bei Intendanten und Intendannten, oder?
01:27:09: Das
01:27:10: sagst du jetzt.
01:27:11: Also die Verwechseln sagen wir müssen digitaler werden.
01:27:14: Ich weiß nicht, ob es überhaupt eine Steigerung gibt vom Digital am digitalsten.
01:27:20: Und dann, wenn man sie fragt, sagt sie naja wir meinen ja nonlinear.
01:27:24: Na ja also meine Erfahrung ist das es tatsächlich alle Bereiche in Redaktion betrifft.
01:27:28: Also egal ob er jetzt auch öffentlich-rechtlich oder privatwirtschaft und so weiter ist.
01:27:32: Wir haben viel mit Agenturen zu tun, wir haben viel damit öffentlich- rechtlichen Sendern zu tun.
01:27:35: Es ist tatsächlich durch die Bank weg dass ich sagen würde... Das ist so schwer darüber zu sprechen, das habe ich heute auch angesprochen weil Menschen wollen nicht, dass man sagt das ist ungebildet oder so.
01:27:44: Aber man muss es schon benennen und sagen, es gibt ein wahnsinnig Wissenslücken!
01:27:48: Man merkt jetzt ich habe das Gefühl, es schlägt volle Pulle durch dass wir die letzten zwanzig Jahre Digitalisierung gedacht haben Das wird schon vorbeigehen irgendwie.
01:27:55: Und das merkt man jetzt ganz krass.
01:27:56: Oder, dass wir so wie beim Autofahren ... Da muss man ja auch nicht unbedingt wissen was der Unterschied zwischen ... ... aber also weiß, es ist super und das andere ist super-super
01:28:08: oder so?
01:28:08: Ja, du musst dich wissen, wie ein Getriebe funktioniert... Genau!
01:28:11: Und so dachten vielleicht Journalisten und Journalisten, müssen wir jetzt nicht wissen.
01:28:16: Ja MP drei wissen sie vielleicht noch, aber was ist hunderttwanzig Jahre ... ... und zwieinhalb, sechsundfünfzehn oder dreihundertzwanzig betrate.
01:28:25: Und dann haben die sich weggedruckt?
01:28:27: Genau, kollektiv so!
01:28:29: Der Autofangleich ist wunderbar.
01:28:31: Ich würde sagen, dass trotzdem die digitalen Grundwissen sowas wie zu wissen, das wir auf der rechten Seite fahren, dass eine Ampel rot ist... Auf der Ebene sind wir eher da.
01:28:40: Also ich habe es auch in meinem Vortrag erzählt.
01:28:42: Ich berate teilweise auch große Firmen und hab zum Beispiel im letzten Jahr das erlebt, dass ne Firma... Da haben alle per Laptop-Wi-Fi gearbeitet und sich die Daten über Google Drive hinuntergeschoben.
01:28:53: Auch wenn sie nebeneinander saßen, haben wir gesagt unser Netzwerk ist so langsam und so.
01:28:58: Niemand in dieser Firma ist auf die Idee gekommen zu sagen naja das ist weil ihr obwohl ihr nebeneinandersetzt die Daten übers Internet da war gar keine... Das ist nicht gut.
01:29:08: Ja.
01:29:08: Es ist irgendwie nicht gut so.
01:29:09: Da sind wir sehr abhängig des verursacht Kosten.
01:29:12: Aber gut für dich oder?
01:29:13: Du kannst beraten.
01:29:14: Ja aber das ist ja nicht das warum ich das.
01:29:16: also
01:29:17: Ja schön, vor allem würden das Wissen haben
01:29:19: was du hast.
01:29:20: Ja fänd ich super ganz toll.
01:29:21: Wirklich ganz ehrlich.
01:29:22: also dieses Beraten ist auch nicht das was ich eigentlich hauptberuflich mache.
01:29:25: Das ist nur eher immer weil es eben so...
01:29:27: Man fragt sich vielleicht sowieso?
01:29:29: Was machst Du hier?
01:29:30: Also man kennt Dich ja noch von Fritz vielleicht.
01:29:36: Herzlich
01:29:36: willkommen zum Making of von Diablo III!
01:29:52: Dann gab's mal ein Fernsehen, so eine kleine
01:29:56: Aufmerksammer.
01:29:56: Wunderbare Show!
01:29:57: Es ist fünf vor zwölf.
01:30:01: Guten Abend Berlin, guten Abend Brandenburg.
01:30:03: Jeder der heute etwas auf sich hält macht dann ne Talkshow, eine Late Night.
01:30:07: So auch wir, Tommy Gottschalk hat das vorgemacht und das isst nicht einfach.
01:30:11: Und es gab sogar mal sowas wie ein... Wie nannte sie sich das?
01:30:15: Wissenschafts-Slam irgendwas?
01:30:16: Ja
01:30:17: stimmt ich weiß gerne ja schöne Wissenschafts.
01:30:20: Im Postbahnhof am Ostbahnhof
01:30:21: Das war toll.
01:30:22: Und
01:30:23: dann hast du mal ein Geburtstagsfilm gemacht über das Info-Radio?
01:30:27: Die nächsten drei Stunden können wir uns jetzt hier wirklich mal austoben und schauen, wie das Radio entsteht.
01:30:31: Wir sind jetzt direkt am Eingang.
01:30:32: Ich dachte, wir machen für alle mal so erst mal auch einen guten Tag.
01:30:34: Ich sehe ja hier auch immer ... ich hab euch und sie besitzen und duzen uns hier gleichzeitig heute weil ich weiß ja, dass verschiedene Altersgruppen dabei sind.
01:30:42: Also Bananenbrot hat schon eine schöne Katze gesendet.
01:30:44: Guten Morgen KBS!
01:30:45: Guten Morgen Annie!
01:30:47: Guten morgen Agent Metropolis ist auch dabei.
01:30:50: Jorah ist da, guten Morgen.
01:30:52: Tisa auch!
01:30:53: Guten Morgen an alle und Glückwünsche.
01:30:55: Ja die Glückwunschte werden wir also.
01:30:56: ich werde die für euch natürlich überbringen.
01:30:59: twenty-fünf Jahre Info-Radio.
01:31:01: eigentlich sollte es einen großen Tag auf eine Tür geben.
01:31:04: das geht ja jetzt leider wegen Corona nicht aber ihr könnt sie können mich gerne hier fernstellen.
01:31:08: Wir gucken uns alles heulen an versprochen.
01:31:09: Wir schnuppern in jeden Raum rein.
01:31:12: Tobias sagt guten morgen und Tom Funke auch guten Morgen.
01:31:14: herzigen Glückwunscht zu einem Info Radium.
01:31:17: Da hast du so eine...
01:31:17: Guck mal, da weißt du, ich hab so ein Löchgesgedächtnis.
01:31:19: Aber mich...
01:31:20: Ich weiß auch nicht, woher hast du einen Eindruck auf mich hinterlassen?
01:31:22: Ich habe mich nicht vorbereitet!
01:31:23: Also, ich habe mich vorher noch einmal nachgeguckt.
01:31:25: wie ist dein Ölfrohr oder so.
01:31:26: Auch für das ist dieses Film.
01:31:27: Sondern du hast einfach mit mir Spuren hinterlassen und... Du
01:31:30: bei mir auch nötig.
01:31:32: Oh Gott, jetzt muss ich raus schneiden.
01:31:34: Nein aber was isst denn deine Bestimmung?
01:31:38: Ist das hier nur ne Vorstufe?
01:31:39: weil du zu Hause einfach gesagt hast die Töne sind so schlecht, die bearbeite ich mal selber dieses Equipment natürlich angewachsen.
01:31:48: Das kann ich auch professionell nutzen?
01:31:51: Ach so, na ja!
01:31:52: Wir sind mittlerweile... Ich bin Geschäftsführer und Gründer von jetzt mittlerweile drei Firmen glaube ich.
01:32:01: Man hat das Leben immer in Abschnitten.
01:32:02: In den ersten zehn Jahren habe ich irgendwie das Leben entdeckt.
01:32:04: Dann war ich in einer Band, dann hab' ich Rockmusik gemacht, dann habe ich studiert, dann war ich beim Radio Und die letzten zehn Jahre waren eigentlich so dass wir Diese Firmen oder Firma, Bose Park ist die große.
01:32:17: Das ist ja jetzt mit einer der größten deutschen Podcast-Firmen und so ... Und wenn du sagst Bestimmung?
01:32:24: Ich hab mich sehr in meinem eigenen Vortrag heute wieder gefunden.
01:32:27: Überraschung!
01:32:28: Aber es geht immer darum... Also ich finde wir leben in einer unglaublichen Zeit.
01:32:32: Ich mach drei Kreuzungen wie.
01:32:34: was für ein Zufall zu leben, wo so viel entsteht, dass ich denke, ich komm nicht zum Schlafen, weil's so viel zu entdecken gibt.
01:32:41: Und das war auch, da ist Medien ein gutes Feld.
01:32:44: Also Radio war ein schönes Feld aber jetzt merke ich gerade dass so gerade was mit KI betrifft ist natürlich sagen wir mal die Privatwirtschaft.
01:32:51: ein wahnsinnig tolles Feld weil es daher sehr viel einfach zu tun gibt oder man sich da ausprobieren kann.
01:32:57: Ja ja nicht?
01:32:58: Nein!
01:33:00: Weil... Entdecken die selber oder was
01:33:05: ist das Problem?
01:33:05: Ich weiß nicht.
01:33:06: Wie verschnaßt,
01:33:07: oder... Ja ich tue mich immer schwer dazu richten weil ich jetzt gar nicht mehr so drin stecke bin ja auch seit ein paar Jahren raus.
01:33:13: ich kann darüber gar nicht so viel sagen.
01:33:14: aber ich kann nur im Bezug auf mich persönlich sagen dass es tatsächlich so war dass da irgendwie nicht des Feld natürlich war wo man sagen konnte irgendwie ja machen wir das und so.
01:33:26: Naja, das ist ja schon mal interessant.
01:33:27: Hast du das Gefühl dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die kreativen Leute ausgespuckt hat und sich jetzt von denen Knowhow wieder zurückkauft auch in Form von Podcasts?
01:33:36: Ich sag nur Studio Bummins zum Beispiel.
01:33:40: Ja ich weiß was du meinst und es passiert auf jeden Fall... ...ich weiß nicht ob das früher anders war weil ich das nicht früher erlebt habe.
01:33:45: Früher hat
01:33:45: man sowas dann nannte man als Feature selber produziert.
01:33:49: Ja, es ist schon so, ich meine klar, es is schon so daß wir natürlich Aber ich finde das natürlich gut, ne?
01:33:55: Das gibt mir die Möglichkeit.
01:33:56: Also wir arbeiten ja viel für den öffentlich-rechtlichen...
01:33:58: Ja aber du wärst ja noch vielleicht bei Fritz und der Head of...
01:34:02: Na ja, bei Friz nicht!
01:34:05: Jetzt wäre er mittlerweile auch Mitte vierzig.
01:34:07: Ich glaube da hab' ich bei Frizz nichts mehr zu suchen.
01:34:11: Nee, muss ja nicht bei Frids sein.
01:34:13: Aber ich habe das immer so wahrgenommen dass wirklich kreative Leute nicht gewertschätzt wurden, dann haben die sich tatsächlich bei Amazon irgendwie audible verdingt.
01:34:24: Weil irgendwie die Featureabteilung beim RBB zusammengestrichen wurde.
01:34:28: und dann entdeckt man hoch, Audio ist ja doch wieder attraktiv, da hofft man sich das teuer zurück.
01:34:33: Oder es wurde bewusst outgesourced weil der öffentlich-rechtliche Wohnfunk in Anfangszeichen sparen wollte was dann hinterher wieder teurer ist, weil man sich jetzt zurückkaufen lässt.
01:34:43: aber wenn du sagst, die Privatwirtschaft ist ein dankbares Feld, wo denn genau?
01:34:47: Das
01:34:48: ist was wir machen.
01:34:50: Also ich habe immer das Gefühl, ich bin wahnsinnig dankbar dass wir Bossepark läuft ja gut und es heißt wir haben also alle Möglichkeiten Dinge zu tun, wo eben in größeren Strukturen.
01:35:00: es muss nicht nur der Öffentlich-Rechtliche sein.
01:35:01: Es können auch große Firmen werden.
01:35:03: Leute immer sagen, weiß ich nicht mal gucken abwarten und wir können das ja einfach machen so.
01:35:07: Das ist schon ein großes Geschenk!
01:35:09: Kann
01:35:09: man auch nur machen wenn man eine kleine Firma ist.
01:35:11: als große Firma geht es nicht mehr aber als Kleinefirma kann man immer sagen Machen wird es weil was kann passieren?
01:35:16: im schlimmsten Fall geht man pleite.
01:35:18: Aber das ist bei klein für mich so schlimm.
01:35:20: Was ist denn der letzte heiße Scheiß gewesen?
01:35:22: Wo du gemerkt hast dass Du als kleine firma hier etwas gemacht hast wo er sich große nicht ran getroht haben und es ist ein Erfolg geworden.
01:35:29: Was ist das?
01:35:30: Na ja, in der Estelle können wir sitzen gerade mitten drin.
01:35:32: also ich meine das was wir heute gemacht haben.
01:35:34: mir ist nicht bekannt dass irgendwer irgendwo das schon gemacht hat.
01:35:37: Wenn es dann passiert und geht, ist das für Menschen immer voll normal.
01:35:39: Also
01:35:40: live zu translaten?
01:35:42: In der Form ja!
01:35:43: Wir haben hier mehr gemacht.
01:35:44: Das Ganze entsteht live auch Audio-Podcasts und Videopodcasten.
01:35:47: Der entsteht währenddessen.
01:35:48: die Hälfte von der Veranstaltung ist ja schon online.
01:35:50: Dann hatten wir draußen so ein Monitor gehabt, wo wir zum ersten Mal damit experimentiert haben.
01:35:53: auf diesen Monitor konntest du sehen eine Live-Zusammenfassung.
01:35:56: was passiert gerade drin?
01:35:57: Du hast die Transkription gesehen, du hast den Live-Video Feed von hier gesehen, das sind ja alles Sachen, die man als Mensch sagt okay easy, standi aber im ... das hinzukriegen, wir arbeiten schon seit Jahren auf Messen.
01:36:07: Das ist nicht so einfach so und es hat heute hier zum ersten Mal in der Summe auch so geklappt und das ist schon Wahnsinn!
01:36:12: Diese
01:36:13: Live-Transkription habe ich zum erst mal auf der Republikan gesehen?
01:36:16: Warst du da auch
01:36:16: schon?
01:36:17: Ja also nicht auf der republik aber ich kenne die Firmen auch die das sonst zu machen.
01:36:21: Wie ist schon interessant, weil man manchmal im Saal ... wenn die Akustik nicht richtig ist wie hier zum Beispiel, wofür du nichts kannst.
01:36:28: Aber dann geht man eher raus und nimmt einen Kaffeebächer und liest sozusagen mit oder?
01:36:32: Oder
01:36:32: hört mit!
01:36:32: Das ist ja wie Live-Podcast.
01:36:34: Ja,
01:36:34: ja... Das
01:36:35: haben wir auf einer, ich weiß gar nicht, Messe, ich glaub Transform in Berlin.
01:36:40: Da sind ganz viele Leute zuschauen bei uns so wie cool.
01:36:43: Die hören das einfach weiter, gehen genau wie du sagst.
01:36:46: Das Grafterier-Messe ist ja oft viel losgehört.
01:36:48: Und man hat zum Kopfhörer mit so einer Farbkodierung drauf?
01:36:51: Ja, das ist jetzt hier das System was die haben.
01:36:54: aber was wir machen heute sind ja ein bisschen Parallelsysteme.
01:36:57: Was wir machen, du konntest ja das auch, hab ich hier gar nicht erzählt oder... Es gibt ja eine richtige App quasi oder eine Website wo du raufgehen konntes und dann konntetest du aus allen Räumen, konnteste es hören!
01:37:05: Das heißt, egal wo du warst kannst du dir Kopfhörer aufsetzen.
01:37:07: Du kannst auch rausgehen.
01:37:08: Es wäre ein großes tolles Wetter in Berlin und kannst einfach die Session weiter hören, die hier läuft.
01:37:14: Nun ist das jetzt nach Aufzeichnung was wir machen?
01:37:16: Also dass für unser Publikum der Medien Hölle Zeit zu reden abrufbar sein.
01:37:23: Kann man dann auch noch drauf zugreifen, oder ist das
01:37:25: aus?
01:37:26: Nee.
01:37:26: Das ist jetzt online... Also ich weiß natürlich nicht was in den nächsten Wochen passiert und wie etwas wiedererhundert wird aber es ist... Ja,
01:37:31: weißt du schon, wer kommt noch im Komet oder so?
01:37:33: Oder eine US-Regierung verbietet was oder so.
01:37:36: Ne, es ist ganz normal ein Podcast nur eben jetzt Videopodcast.
01:37:39: also man kann's auf Spotify hören und sehen und auf YouTube, auf dem Kanal dann eben auch.
01:37:43: Und wie findet man das?
01:37:44: unter welchem Stichwort?
01:37:45: European Publishing Congress sind ja die Accounts vom... Kannst du euch aussprechen, IPC sagen wir schön kurz.
01:37:53: European Publishing Congress und es sind einfach die ... In dieser
01:37:55: Petrolfarge?
01:37:57: Das ist durch Petrol dieses dunkle Turkeys.
01:38:01: Genau!
01:38:01: Die Farbe weiß ich nicht.
01:38:03: Da kenne mich jetzt nicht so aus.
01:38:03: Also
01:38:04: wie bei Phoenix.
01:38:04: Ich glaube das ist ähnlich.
01:38:06: Ähnliches
01:38:06: blau genau.
01:38:06: Und
01:38:07: auch der Rundfunkbeitrag benutzt dies.
01:38:09: also warum auch immer.
01:38:11: Seriosität.
01:38:12: Chris Guse, wenn du jetzt nicht noch irgendwie einen entscheidenden Satz loswerden willst dann sind wir nächstes Jahr wieder zusammen was KI entwickelt hat.
01:38:21: Ist das eine Exponenzialfunktion oder eher linear?
01:38:24: Es
01:38:24: geht immer schneller, ich hab immer das Gefühl ... Ich stecke sehr tief drin und die Leute im Umfeld müssen immer leiden weil die mediale Öffentlichkeit nach zwei Wochen ja eigentlich auch weiterzieht.
01:38:33: wir sind so gewohnt in der Medialen, die Leute können sich mehr hören KI blahe und so.
01:38:36: aber wenn man da drinnen steckt ist es so kann es nicht fassen mit welcher Geschwindigkeit sich das weiterhin entwickelt.
01:38:42: so unglaublich!
01:38:45: Sind Cutter gefährdet?
01:38:46: vielleicht?
01:38:47: das ist Abschlussfrage.
01:38:48: Ich mach mir keine Gange, ich kann diese Fragen nicht mehr.
01:38:50: Wer gefährdet ist und so weiter?
01:38:52: Das ist so ... Ich bin
01:38:53: jetzt da weit tatsächlich um die Sache zu schneiden.
01:38:55: Kann ich mal Transparenz machen?
01:38:56: Ja!
01:38:57: Weil das ist...ich bin ein bisschen selbstverliebt.
01:38:58: Ich fühle einfach wirklich dass es alles sauber geschnitten ist.
01:39:02: Aber ich sehe natürlich, dass das viel Lebenszeit klaut.
01:39:05: Und
01:39:06: könnte mir vorstellen, dass ich in einer KI-Sage schneide das für einen Zweisprechen immer.
01:39:11: Den ins Bild, der redet.
01:39:12: Das geht ja heutzutage
01:39:13: schon.
01:39:15: Aber das
01:39:15: ist natürlich für so News-Geschichten ... Also da sind Katter dann nicht mehr so gefragt, Leute?
01:39:21: Ich weiß es nicht!
01:39:23: Es klingt immer so hartherzig, aber ich mach mir gar keine Gedanken bei dir.
01:39:27: Da gibt's auch kommende Leute, die Petroleumlappen verkaufen.
01:39:30: Naja und vor allem ist es so, also ich kann nur berichten aus unserem Umfeld.
01:39:33: Das wird nicht so dass man irgendwie... Es ist jetzt alles so standi aber wir haben Fachkräftemangel.
01:39:39: Wir finden keine Leute und so.
01:39:40: Also ich habe überhaupt gar nicht damit zu tun das Leute sich irgendwie nicht mehr gebraucht sehen oder fühlen.
01:39:48: Mein Problem ist eher zu sagen okay lern bitte, lernen bitte, weil es ist jetzt nicht so die Auftragslage so ist, dass wir irgendwie nichts zu tun haben.
01:39:57: Wir brauchen ja Leute, die interessiert sind.
01:39:59: Die sagen okay hab ich schon gelernt!
01:40:00: Ich kenne mich aus und mach das so.
01:40:02: Klar wenn jetzt jemand dahin kommt und sagt ich lerne nicht?
01:40:05: Ich möchte so katten wie vor fünf Jahren gekattet habe.
01:40:08: Aber dann ist es nicht das Problem von KI.
01:40:10: also das ist ein grundsätzliches Problem.
01:40:12: Also das war jetzt noch mal eine Aufruf-Info at Boseprachie
01:40:15: oder?
01:40:17: Das ist auch ne andere Sache aber das wird.
01:40:19: dank KI kriegen wir jeden Tag glaube ich dreißig Bewerbungsschreiben wo ich immer denke
01:40:23: Cool.
01:40:24: K.I.,
01:40:25: also Leute sagen einfach, ich möchte mich da bewerben?
01:40:28: Zwei Diener Vier-Seiten... Aber
01:40:29: wenn du brauchst in der K. I. um das Rausse finden wär
01:40:32: echt
01:40:32: das und wäre nicht.
01:40:33: Richtiges
01:40:33: Dachs zwei Sekunden!
01:40:36: Das ist doch mal ein Wort.
01:40:37: Du bleibst noch Mensch auch bei der Auswahl von Fachkräften.
01:40:40: Vielen Dank und dann bis es zu dem Jahr für die Zeit des
01:40:42: Jahres.
01:40:43: Immer eine große Freude dich zu sehen, vielen Dank!
01:40:53: Das war es also aus Wien vom European Publishing Congress, zum Thema KI und Journalismus.
01:41:00: Und wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen dann gerne sehen sie in den Show-Noten nach kommentieren sie abonnieren sie dann helfen wir uns gegen die künstliche Intelligenz gegen den Algorithmus durchzusetzen.
01:41:13: und dann sage ich einfach nur vergessen sie nicht ihre Antennen zu
01:41:33: erinnern Publishing.
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