DIE MEDIENHÖLLE #028 | DLF
Shownotes
► (0:00:00) - INTRO ► (0:00:27) - Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue im Interview über die Hintergründe der Programmreform ► (0:16:33) - DLF-Chefredakteurin Susanne Schwarzwald über die junge Zielgruppe ► (0:20:20) - Pressegespräch zur Programmreform
- Christian Sülz, Pressesprecher Deutschlandradio
- Susanne Schwarzbach, Chefredakteurin, Deutschlandfunk
- Stefan Raue, Intendant, Deutschlandradio
- Jona Teichmann, Programmdirektorin, Deutschlandradio
- Matthias Gierth, Leiter der Hauptabteilung Kultur, Deutschlandfunk
- Bettina Schmieding, Abteilungsleiterin Wissen und Dialog, Deutschlandfunk rec.: Berlin, Hans-Rosenthal-Platz 1, 02.07.2026, 11.06 Uhr, Saal Dresden ► (2:19:55) - Vergessen Sie nicht …
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Stationvoice : Lydia Drechsler; https://www.kräuterblütenliebe.de/ Sounddesign: William Wienke; https://william-guitar.de/ Cover: Ingo Römling; https://www.monozelle.de/ Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de
Transkript anzeigen
00:00:00: Deutschlandradio Berliner Funkhaus.
00:00:02: Das Geheimnis wurde nach zwei Jahren Arbeit hier im Saal Dresden gelüftet, das Kölner Programm Deutschlandfunk erhält eine neue Programmstruktur.
00:00:11: alle Details jetzt in Episode
00:00:19: achtundzwanzig.
00:00:22: Ich bin Stefan Rauer ich bin Intendant von Deutschland Radio.
00:00:26: Da sind sie.
00:00:28: bis August nächsten Jahres haben Sie auf einem Pressegespräch versprochen.
00:00:34: genau diese Zeit fällt jetzt noch eine Programmreform.
00:00:37: Warum haben Sie sich diese zugemutet und die nicht einfach einem Nachfolge überlassen?
00:00:42: Wir sind seit über zwei Jahren an den Arbeiten dieser Programmre Formen, wir haben über hundertfünfzig Mitarbeitende aller Funktionen und Bereiche beteiligt gewesen.
00:00:56: Wir haben viele gute Ideen für das neue Programm entwickelt.
00:01:00: Und jetzt scharren auch viele mit Hufen und wollen endlich mal loslegen.
00:01:04: Und so denken wir, können wir im November gut starten und bis zum August habe ich noch eine Menge Zeit dieses Projekt auch wohlwollend und beschützen zu betreuen.
00:01:15: Sie sind ja ein bisschen elegant ausgewichen.
00:01:17: was war die Motivation es noch vor ihrem Ende quasi ihres Vertrages durchzuziehen?
00:01:23: Gab es irgendetwas wie gesagt haben in Schlüsselerlebnis?
00:01:26: wenn ich das jetzt nicht mache dann ist der Deutschlandfunk für meinen Nachfolger vielleicht nicht mehr vorhanden.
00:01:33: Also es gibt eine medienpolitische Diskussion über die Grundlage der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und die wird aus verschiedenen Perspektiven geführt.
00:01:42: Eine der Perspektive ist, erreicht er öffentlich rechtlich überhaupt noch die Jüngeren?
00:01:46: Und davon reden wir jetzt mal nicht von unter achtzehn Jahren sondern wir reden über die jüngeren unter vierzig.
00:01:54: Da müssen alle öffentlich- rechtliche Rundfanganstalte ihr von allen Beiträge bekommen auf Fassung des Verfassungsgerichts und der Länder, also unsere Auftraggeber auch alle Menschen erreichen sollen müssen sich überlegen wie sie diese jüngeren Menschen wie gesagt wir reden jetzt nicht von achtzehnjährigen sondern wir reden unter vierzigjährigen die erreichen.
00:02:14: Und deswegen ist das gerade für sein stolzes und ehrwürdiges Haus wie Deutschlandradio mit so hervorragenden Reichweiten auch es wichtig welche alte Struktur haben wir Und wo müssen wir nachlegen und mit welchen Angeboten können wir gerade jüngere Menschen besser erreichen?
00:02:31: Das ist das Ziel dieser Programmreform.
00:02:34: Dann werden Sie mal bitte konkret, womit wollen sie die unter vierzigjährigen doch irgendwie erst einmal einfangen... Geht ja erst mal nur über so Geschmackspröpchen und auffällige Ankündigungen in den Medien, sonst kommen die ja nicht hin.
00:02:49: Die werden ja jetzt nicht immer darauf warten dass der Deutschlandfunk irgendwie ein Angebot macht sondern sie sind ja schon Medienkonsumenten.
00:02:56: Ja das Interessante ist ja man kann das ja in der Digital.
00:02:59: der Erhöhfung hat immer darunter gelitten.
00:03:00: unter der reichweiten Messungsmethode Das ist ja eine telefonische Methode wird angerufen das hast du gestern vorgestern gehört in letzten Wochen usw.
00:03:09: hat das Radio immer ein bisschen im Schatten des Fernsehens stand, was viel präzisere Reichweitenmessungen hat.
00:03:16: Aber die digitale Audio-Welt gibt uns diese Möglichkeiten an die Hand weil wir sehen ziemlich genauer was in unseren Audiotheken abgerufen wird oder von unserem Website abgerufen wird und das sind ja gerade bei solchen Plattformen wie Spotify sind es sehr junge Menschen.
00:03:32: und wenn wir da sehen dass hintergründige Podcasts wieder Tag und anderes unsere historischen Podcast und Hintergrundangebote, die ein Thema besonders vertiefen, besonders gut abgerufen werden.
00:03:45: Dann ist das ein deutliches Signal.
00:03:46: Ich nehme immer zwei besonders erfolgreiche Beispiele.
00:03:50: Peter Thiel also alles was in diesem Zusammenhang auch jetzt das neue Angebot, was AI stärker betrachtet, wie ist künstliche Intelligenz zustande gekommen?
00:04:01: Wer steht dahinter und welche Ideen stehen dahinter?
00:04:04: Und die Lieblingsschülerinnen, also Missbrauch von Schülerinnen an den Schulen eine mehrteilige Reihe.
00:04:10: Wir haben keine großen Werbegelder und wir können nicht besonders viel.
00:04:14: Wir machen keine Plakate und keine großen Aktionen um auf sowas Aufmerksam zu machen.
00:04:19: Trotzdem sind das viele Millionen Nutzerinnen und Nutzern, die das sich angehört haben.
00:04:23: Das läuft über soziale Netzwerke, über Empfehlungen, über den Thematisierung in unserem eigenen Programm.
00:04:29: Also wenn wir solche Angebote einbringen dann nutzen jüngere Menschen das auch und kommen auf diese Weise mal auf die Idee.
00:04:37: Aha!
00:04:37: Das kommt ja vom Deutschlandfunk oder vom Deutschlandradio ist interessant.
00:04:40: Wir haben immer gedacht dass es nur etwas für Menschen in der Politik arbeiten oder Multiplikatoren sind.
00:04:46: Also habe ich das richtig verstanden?
00:04:47: Sie müssen mehr solche Peter Thielen Podcasts machen übrigens zu Recht preis.
00:04:53: gründ mehrfach.
00:04:54: Und dann hören die auch das Lineareprogramm und deswegen bauen sie das Linearenprogramm oben damit, dass die junge Zirkobinn nicht enttäuscht ist oder was es der eigentliche Grund?
00:05:02: Nein also wir gehen jetzt zunächst mal davon aus, Wir schaffen ja nicht Hintergrundberichte neu im Linearenprogramm.
00:05:09: Wir haben immer schon sehr ambitionierte Hintergrundangebote gehabt, die auch im linearen Programm sehr geschätzt worden sind.
00:05:16: Das wollen wir nur noch stärker ausbauen und wir wollen es stärker durch die Fachredaktion jeweils spezifisch betreuen lassen und alle Piloten von denen ich bisher gehört habe aus den unterschiedlichen Bereichen da sind die Leute die in die Arbeit an diese Piloten gegangen sind wirklich begeistert rausgekommen weil sie gesagt haben das ist auch mal eine ganz neue Form, jetzt von Audioarbeit.
00:05:37: Das gilt für Radio genauso wie in der digitalen Welt.
00:05:43: aber in der Digitalen Welt wird durch die Logik der Suchmaschinen, durch die Art wie Menschen in der Digitalen Welt recherchieren werden besser gefunden, die sehr starke thematische Anzeichen oder Versprechen haben.
00:06:01: Die nicht sagen wir machen mal was nettes über das und das Gesamthema also über Kultur oder über Wirtschaft sondern die sagen Wir berichten informieren euch über das Thema Rente oder wir berichten über das tema Klimawandel im Sommer.
00:06:19: Das sind Themen, die dann auch in der digitalen Welt gefunden werden.
00:06:22: und wenn sie da einen gut und opulent und attraktiv gestalteten Sechzig Minuten oder dreißig Minuten haben Und einfach gehen wir jetzt nicht nur von Podcast sondern das sind klassische Feature was man früher gesagt hätte Dann haben Sie auch eine Chance die jungen Menschen zu erreichen.
00:06:36: Die sind ich gehe nicht auf die Spur deutscher Funk und die gehen nicht auf den Spuren eines radio Sondern die gehen auf die spure.
00:06:43: Welches Thema bewegt mich gerade und wer gibt mir dazu eine Antwort?
00:06:47: Dann gehen wir doch mal konkret schon in den dreißigsten November, im Jahr zum Jahr zwanzig.
00:06:54: Wenn man weder neu ist noch sonst wie Ahnung hat, wie der Deutschlandfunk strukturiert ist und sie wollen ihn ja kriegen diesen unbekannten Hörer und Hörerin.
00:07:03: Nehmen Sie uns mal mit in den Tag!
00:07:05: Wie geht es los und wo endet er?
00:07:08: Der Tag beginnt so, wie er bis jetzt beginnt und endet.
00:07:12: Er fängt an mit aktuellen Informationen am Morgen.
00:07:17: Das ist unser Flaggschiff unsere Lokomotive.
00:07:21: Wissen wir, dass das die meisten Menschen erreicht?
00:07:23: Weil viel für viele das zum Eröffnen des Tages gehört zur ersten Orientierung.
00:07:28: Dass wenn wir noch stärker machen und noch stärkere aufbauen auch starker auf eigen recherchierte Themen dort zurückgreifen Auch in dieser Sendung weil wir glauben, dass interessiert auch die Menschen die ohnehin an der Tagesorientierung interessant sind.
00:07:41: Und am Abend gibt es klassisch Hörspielfeature Musik klassische Musik von unseren eigenen Klangkörpern in der AOC, den beiden Orchester und Körern.
00:07:52: Also es gibt Nachrichten in der Regelmäßigkeit.
00:07:55: also wenn man von Tag beginnen bis zum Tag Ende geht die Hymnenwehren am Schluss kommen wird der Stammhörer und die Stammhöherinnen keine großen Unterschiede finden.
00:08:07: Die wesentlichen Unterschiede sind in der anderen Gewichtung, also die Informationen am Morgen werden etwa eine Stunde später starten weil wir ziemlich genau wissen nicht nur wie alleine sondern alle im Markt dass die Menschen etwas später aufstehen.
00:08:21: Wir werden am Nachmittag frühabend weil Auto Nutzung von Radio eine ganz wichtige Bedeutung hat, weil es für viele der einzige Platz ist an dem sie linears radio noch hören.
00:08:33: Wer mir dort in dieser Zeit nur opulente Informationssendungen auch ... das sind so Veränderungen.
00:08:39: wir werden die Dialog und Call-In-Sendungen und die Partizipationssendungen werden wir verlängern am Vormittag im Anschluss an Informationen morgen und werden am Nachmittag Dinge verändern.
00:08:54: Da wird der Hörer und die Höreren am ehesten eine Veränderung spüren, dass wir weg von den kleinteiligen Magazinen gehen hin zu fachspezifischen monothematischen Sendungen, die aber wie gesagt mit allen Spielarten von Audio arbeiten, die auch die Liebe zum Radio verraten.
00:09:13: also das sollen keine sogenannten Labersendungen sein sondern es sind spezifische Audioangebote sein die für unser Radio lieb haben, dass Publikum auch interessant sein wird.
00:09:24: Aber dann zu am Tag drei unterschiedliche Themen aus unterschiedlichen Fachbereichen von Themen von Religion und Glaubensfragen bis zur Kultur, von Wirtschaft bis zur Wissenschaft.
00:09:35: Warum Dialogformate vorrangig am Vormittag?
00:09:39: Und dass die Werktätigen vielleicht dann zu kurz kommen in den Dialog-Formaten
00:09:45: Ja, also wir haben ja auch am Wochenende durchaus solche Angebote wo die Werktätigen dann schon ein bisschen mehr Zeit haben.
00:09:53: Das ist ein richtiger Anregung und richtige Gedanke.
00:09:56: Es ist aber ganz gut wenn sie an so vielfältiges Programme wie Informationen am Morgen anschließen.
00:10:03: Das ist jetzt noch sehr linear gedacht, weil ich bin auch linear aufgewachsen.
00:10:07: Wenn Sie so etwas als Vorlage haben, haben sie aus den unterschiedlichen Aspekten des Tages und Weltgeschehen Anschlusspunkte um mit Menschen aktuell beeinflussen darüber zu reden.
00:10:19: Es ist immer schlecht für Gesprächssendung wenn die so aus dem Nichts kommen, also überhaupt kein Zeitbezug haben.
00:10:25: Sondern es geht nicht immer darum dass man nur tagesaktuelle Themen bespricht.
00:10:29: aber so wie man die Themen besprüht muss man wissen in welchem Umfeld man ist und das tut der Sache schon gut.
00:10:35: Insofern ist es nicht verkehrt wenn man im Anschluss eine große Informationssendung solche Talk-Formate macht.
00:10:44: Ein gut gelungenes Beispiel ist auch die Verbindung von heute schon nach dem Maibert-Illner, das ist ja ein Klassiker.
00:10:52: Also man findet nach solchen großen Informationsstrecken generell häufig Publikum, dass auch an solchen Arten von Auseinandersetzungen bestimmte Themen interessiert
00:11:01: sind.".
00:11:03: Dann noch mal zum Nachmittag.
00:11:04: Sie werden mir die Frage nach Medias Rees nochmal gestatten, obwohl im Prassigespräch ja schon einiges dazu gesagt wurde.
00:11:11: Das können unsere Hörerinnen und Hörern dann auch nochmal nachhören.
00:11:16: aber... V.a.
00:11:19: Willi Stoll, eher Amtsvorgänger gesagt, angesichts der Tatsache dass Fake News immer stärker eindringt in die Gesellschaft ist ein tägliches wieder erkennbares Magazin was aus dem Sendeplatz Sonneamt in den Nachmittag um fünf Uhr um drei Uhr gehieft wurde unwahrscheinlich wichtig.
00:11:38: Nun habe ich die letzten neun Jahre kein Abappen dieser Bedeutung, zumindest der Ausgangsposition für Medias Rees wahrgenommen.
00:11:47: aber sie sagen ja Sie haben auch Forschungsergebnisse im Medienanalysen.
00:11:51: ist dieses Projekt medientäglich wiedererkennbar an einem festen Sendeplatz gescheitert?
00:11:58: Nee ganz im Gegenteil.
00:11:58: nur wir sitzen später Wir setzen eine Späte und es wird auch mediasres heißen.
00:12:03: Es wird etwas andere Senderform, weil es in einem Gesamtkonstrukt ist, jeden Tag angeboten werden aber das ist jeden Tag.
00:12:11: Aber nicht mehr für mal zwanzig Minuten oder?
00:12:13: Nein, aber Mediasres bekommt ja noch andere Sendeplätze dazu.
00:12:17: also ich glaube Boto wie Netto ist.
00:12:20: medias res schneidet nicht schlecht ab in der ganzen Sache.
00:12:25: mediasres kommt ihn auch mit sein wenn es zentrale Themen gibt wie jetzt zum Beispiel mit dem das Verfahren in Karlsruhe zum Rundfunkbeitrag.
00:12:34: Das sind so Themen wo ich natürlich mediasre ist, auch in den Informationen am Morgen und Mittag breiter aufgestellt sehe.
00:12:41: Ich sehe aber auch wenn es eine Mediendiskussion gibt über KI in den Medien wie wir's in den letzten Monaten erlebt haben wer schreibt hier eigentlich die Texte und reden dass so etwas auch an dem Thema eines Hintergrunds sein kann.
00:12:55: Also die Fachredaktion wird sich über Arbeit nicht beschweren können und über gute Sendeplätze auch nicht, es ist eine Verlagerung des täglichen Angebots und da müssen wir – das ist unser Job und unsere Pflicht eben auch ein bisschen dieses Stammpublikum was jeden Tag diese Sendung auch erwartet und auch sehr geschätzt und genutzt hat Die müssen wir eben darüber informieren und auch so informieren, dass sie das zu einer neuen täglichen Gewohnheit machen.
00:13:21: Das ist unser Job!
00:13:23: Aus der Pflicht kommen wir nicht
00:13:24: raus.".
00:13:25: Wir tragen ja ein bisschen dazu bei, dass wir diese Sensibilität schärfen.
00:13:30: Noch eine Sache ist mir aufgefallen... Era Drive Time also die berühmte Radiozeit im Auto oder in Verkehrsmitteln setzt wenn ich das richtig verstanden habe erst siebzehn Uhr ein.
00:13:42: nun Kenne ich aus Beobachtung, dass die auch bei anderen Radiosendern viel eher ansetzen.
00:13:49: Sechzehn Uhr teilweise schon fünfzehn und dreißig.
00:13:52: Kommen Sie vielleicht zu spät?
00:13:54: Naja wie zieht es ja vor gegenüber heute ab November eine Stunde Und versuchen schon auf das was sie angesprochen haben zu reagieren.
00:14:02: So ganz genau wird man das wirklich dann im Markt auch sehen müssen.
00:14:07: Auf jeden Fall sind wir so näher dran an der Zeit in der die Menschen im Stau stehen und gerne Radio hören.
00:14:13: Die Abschlussfrage, das ist natürlich alles mit der Hoffnung verbunden die sie haben also ganz intim erarbeitete Hoffnungen dass das funktioniert.
00:14:25: Die Praxis ist ja der Prüfsteinen aller Theorie.
00:14:27: kennt man ja diesen Spruch wie kann sich denn der geneigte Hörer-die-Hörerin einbringen?
00:14:32: vielleicht wenn er das Programm hört ab dreißigsten oder immer zwei tausend sechsund zwanzig um vielleicht Kurskorrekturen möglich zu machen oder Ergänzungen abzugeben, Vorschläge oder wie auch immer.
00:14:44: Stichwort Dialog – auch vielleicht im Programm gibt es da von Ihnen so eine Art Service-Empfehlung, eine Adresse, eine E-Mailadresse in der Telefonnummer?
00:14:54: Wir haben ja die Handelsüblichen oder die gewohnten Anlaufadressen und ich kann Ihnen sagen, also mich erreichen auch jetzt außerhalb von Programmreform viele Reaktionen von Hörern und Hörer.
00:15:06: Wir sind da nicht abgeschottet sondern wir sind gut zu erreichen.
00:15:10: Wir werden das aber auch systematisch machen ne?
00:15:12: Wir werden schon auf die Hörenhörer in verschiedenen Formaten zugehen und schauen was gefällt euch daran, was ist entwicklungsfähig verschiedenen Zeitstufen machen.
00:15:24: Man muss so einen neuen Konzept auch ein bisschen zeit lassen, also ich würde sagen nach einem halben Jahr kann man mal ernsthaft dran gehen und sagen ihr kennt das von vorher, ihr kennt es jetzt.
00:15:34: was habt ihr früher geschätzt?
00:15:36: Was ist jetzt besser geworden?
00:15:38: wo könntet ihr euch noch nach Besserung vorstellen?
00:15:40: So etwas ist nicht in Stein gemeißelt.
00:15:42: wir haben uns eine Zeit genommen so von nach einem jahren vernünftige Evaluierung zu vorzunehmen und die wird ganz nüchtern und vernünftig laufen aber eben mit viel Einbungen von Hören und Hörern.
00:15:54: Anders geht es nicht, das ist klar.
00:15:57: Veränderungen im Medienmarkt sind immer Experimente, immer mit einem gewissen Risiko verbunden.
00:16:03: darüber muss man sich klaren sein, dass nichts ein Selbstläufer.
00:16:06: aber wir müssen auch die Flexibilität haben um danach zu steuern.
00:16:10: Dazu wünsche ich Ihnen viel Kraft für Energie, auch möglicherweise Kurskorrektoren vorzunehmen.
00:16:13: Im Sinne der Erhörerschaft, der Beitragszahlerinnen und Zahler... ...und auch des neuen Reformstaatsvertrags das also die Dialogabsicht nicht nur eine simulierte Dialogab Sicht ist wie bei manch anderen Radiosendern, die denken wenn sie eine Call-In-Sendung haben, ist das schon Dialog.
00:16:28: Teutotäu!
00:16:28: Wie gesagt Stefan Rauer alles Gute und viel Glück.
00:16:31: Vielen Dank ebenfalls.
00:16:44: Hallo, mein Name ist Susanne Schwarzbach.
00:16:47: Ich bin seit ziemlich genau drei Monaten jetzt hier im Haus in Deutschlandfunk als Chefredakteurin.
00:16:52: Frau Schwarzbach?
00:16:53: Ich habe mich bei Instagram umgeschaut und einfach mal so geguckt was es da gibt.
00:16:57: Und mir fiel ein junges Format auf ... ich schätze mal von Deutschlandfunkt Nova.
00:17:03: Mein erster Soee-Eindruck war ja das sieht so aus wie die Sachen von Funk.
00:17:09: also wir können's auch mit Berliner Schnarte sagen so bisschen diese Funksoße.
00:17:14: Sie haben jetzt hier in diesem Pressegespräch gesagt, sie wollen aber junge Leute erreichen.
00:17:19: Sie müssen auch junge Leute erreichen.
00:17:21: Wir können nicht immer nur auf den linearen Radiohörer schauen.
00:17:25: Meine Frage ist jetzt einfach wie finden sich solche Fachinhalt in Zukunft?
00:17:32: ja auf solchen Social Media Plattformen in Zukunft wieder?
00:17:35: Ja, also erst mal haben wir durch die Deutschlandfunkreform eine gute Ausgangslage weil wir mehr Hintergrund anbieten können.
00:17:43: Hintergrund meint, wir haben dreimal am Tag dann Monothematisch dreizig Minuten zu einer Frage, die für die Menschen relevant ist und die auch für junge Menschen relevant sein wird.
00:17:54: Und wir werden diese Inhalte auch stärker nutzbar machen, für unsere digitalen Ausspielwege.
00:18:00: Ich hatte das Beispiel genannt Die Straße von Hormuz.
00:18:03: Was hat das eigentlich mit mir zu tun?
00:18:05: Das ist ein Thema was am Ende auch junge Menschen interessiert Und eben für uns.
00:18:10: die Frage dann ist, wie kriegen wir das in unsere Kanäle?
00:18:12: Wie können wir das gut auf Instagram, auf TikTok insbesondere auch aber natürlich auch in unserer App gut aufbereiten und wie können wir es dort auch so anbieten und dann auch miteinander verbinden dass wir gute junge Menschen erreichen.
00:18:24: Jüngere Menschen erreichen!
00:18:26: Stichwort Conversion, also diese Zugwirkung zu meinen eigenen Formaten.
00:18:33: Wie wollen Sie da auch so autoren, alteingesetzten Autoren dafür mobilisieren?
00:18:38: Zum Beispiel für Ihre Fachsendungen kleine Videosnippels zu machen damit ich eben halt auch etwas habe um meine Inhalte dann in der eigenen Mediathek gut bewerben zu können?
00:18:48: Ja, also meine Überzeugung ist das insbesondere auch die Fachredakteurinnen und Fachredakteure immer auch für ihre Themen brennen.
00:18:57: Und natürlich ein Interesse daran haben dass sie möglichst viele Menschen damit erreichen.
00:19:01: Möglichst viele unterschiedliche Menschen auch.
00:19:04: Woran es manchmal so'n bisschen hakt oder wo's ne Hürde gibt is... Oh Gott kann ich das!
00:19:09: Also nicht jeder ist geboren für TikTok, nicht jeder kann sofort für Instagram was machen.
00:19:13: Wir müssen dann schon gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen arbeiten und gucken welches Format können wir machen, guck mal hier so funktioniert das.
00:19:20: Es ist gar nicht so schwer.
00:19:21: man muss es auch mal ausprobieren und ich glaube dann kann man Hürden abbauen und ich denke dass wir da sehr viele Menschen auch bei uns im Haus.
00:19:27: wir haben exzellente Fachjournalisten dafür gewinnen können dass die mit an Bord sind und ich hatte vorhin gesagt es kommt darauf an Persönlichkeiten zu stärken.
00:19:35: Das wird darauf einzahlen.
00:19:36: Ja würde es denn da auch konkret demnächst mal Workshops in diese Richtung geben.
00:19:41: Ich hatte vorhin gesagt, dass ich jetzt drei Monate da bin und habe gesagt, ich versuche mir das Haus zu erobern indem ich erst mal Menschen kennenlerne.
00:19:48: Also ich hatte auch Tage bei dem ganzen Online-Team, bin ein paar Tagen mitgelaufen um zu verstehen wie arbeiten die Menschen?
00:19:55: Was ist denen wichtig?
00:19:56: Wie ticken sie auch?
00:19:57: Wie sind die Formate?
00:19:59: Das ist ja erstmal etwas...ich komme von außen in den Deutschlandfunk was ich erst einmal gut verstehen muss.
00:20:03: Und jetzt kommen wir aber langsam so in den Prozess und schauen, okay was brauchen wir eigentlich um hier unser Profil noch zu stärken.
00:20:10: Das wird nur funktionieren wenn wir es mit den Menschen machen.
00:20:12: ich sage mal wenn sie die Menschen nicht haben können Sie's vergessen und deshalb werden die natürlich beteiligt werden daran ja.
00:20:17: Allerbesten Dank für Ihre Antworten!
00:20:19: Danke Ihnen!
00:20:33: Schwerpunktmäßig, aber nicht ausschließlich über die geplante Programmreform unseres Informationsprogramms Deutschlandfunk.
00:20:41: Und ich stelle jetzt auch schon mal kurz vor wen wir hier haben von Deutschland Radio Seite.
00:20:47: Wir fangen mit dem letzten Tagesordnungspunkt sozusagen an.
00:20:50: Über die Programmreform werden später berichten und sie sind hier im Saal Jonas Teichmann, unsere Programmendirektorin Matthias Giert der Hauptabteilungsleiter Kultur in Deutschlandfunk und Bettina Schmieding Abteilungs- leiterin Wissen & Dialog Und zuvor wird Unser Intendant Stefan Raue einen kurzen Überblick geben, welche Themen uns aktuell haus- und medienpolitisch beschäftigen.
00:21:16: Und zuvor freue ich mich sehr dass unsere neue Chefredakteurin Susanne Schwarzbach bei uns ist.
00:21:22: Sie ist vor drei Monaten bei uns im Kölner Funkhaus angekommen.
00:21:26: Ich glaube der Prozess des Ankommens ist noch nicht ganz abgeschlossen und sie wird sich später und damit starten wir dann auch gleich einmal vorstellen.
00:21:35: Weitere Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus vom Deutschlandradio, falls es im Anschluss noch Fragen gibt.
00:21:41: Es gibt auch die Möglichkeit ein bisschen hier zu bleiben.
00:21:44: Stelle ich vor neben mir sitzt Eva Sabine Kunz, Leiterin der Intendanz.
00:21:49: Dann haben wir auch noch aus der Intendenz Stefan Maas, Referent von Herrn Raue.
00:21:54: Und neben mir Tobias Franke-Polz ist, glaube ich den meisten bekannt aus unserer Presse Stelle.
00:21:59: Mein Name ist Christian Süls.
00:22:01: Habe ich jemanden vergessen nicht vorgestellt?
00:22:03: Das waren glaube ich alle.
00:22:06: Zwei Hinweise vorab zum Charakter des Gesprächs, es ist kein Hintergrundgespräch, das ist ein Presse-Gespräch.
00:22:13: Ich sehe auch einige haben unsere Splitterbox genutzt.
00:22:18: Falls es doch irgendwann mal zu einem unter drei im Hintergrund kommen sollte würden wir das entsprechend markieren.
00:22:25: aber es ist ein deutlicher Pressegesprich und Punkt der Reform.
00:22:33: später einige Unterlagen zusammengestellt.
00:22:36: Sie finden in der Mappe und alle im Teams haben das digital vorabbekommen, eine Pressemeldung ein Entwurfs-Sendeschema, vorläufige Beschreibungen der Sendeplätze und auch noch einen ausführlicheres Hintergrundpapier dass jeweils immer vermerkt, dass es Arbeitstände sind.
00:22:54: deswegen auch den Hinweis ist Eigentlich nicht so sinnvoll, das zu veröffentlichen.
00:23:00: So wie es dort steht weil sich da auch natürlich in den nächsten Monaten auch noch Details verändern können.
00:23:08: Das war's vorab, da wir ein relativ straffes Programm haben starten wir direkt und ich gebe ab an Susanne Schwarzbach
00:23:17: Ja vielen Dank Herr Sülz.
00:23:20: Stimmt seit drei Monaten ungefähr, ziemlich genau sogar.
00:23:24: Und ich bin angekommen im Funkhaus in Köln.
00:23:27: da bin ich auch schon ganz gut orientiert.
00:23:29: hier habe Ich gerade erzählt verlaufe ich mich auch gerne noch mal in diesem Haus.
00:23:34: Ja sehr ziemlich genau drei monaten Bin ich da?
00:23:36: Ich bin das mit viel freude Mit viel neugier und Auch aus Überzeugung der deutschlandfunk steht ja in der deutschen radiolandschaft wie kein anderer für eine Tiefe, für eine Analyse.
00:23:50: Für Hintergrund was in der Welt die immer komplexer wird auch immer schwieriger zu verstehen wichtiger ist denn je.
00:24:00: Ist auch noch etwas anderes wichtig wir sind ein bundesweiter Anbieter und deshalb haben wir natürlich die Chance dass wir was tun für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
00:24:10: Das ist was, was mir persönlich auch sehr wichtig ist.
00:24:14: Da würde ich Sie gern mit ein paar Ortsmarken versorgen.
00:24:18: Das ist die Ortsmarke Straußberg, Münchenberg, Marwinkel, McCleberg – der eine oder andere kennt das vielleicht.
00:24:23: Das sind sehr kleine Orte in Brandenburg, in Sachsen-Anhalt und in Sachsens.
00:24:29: Das waren so die Orte meiner Kindheit und Jugend.
00:24:32: da bin ich aufgewachsen Jahrgang neunundsiebzig und damit so ein typisches Nachwindekind, wie man immer so schön sagt.
00:24:40: Also ich habe viele Brüche erlebt in der Zeit als sich erwachsen geworden bin, viele Abbrüche aber auch Aufbrüchen und deshalb ist das Thema innerdeutsche Verständigung zusammen halt in einer Gesellschaft eins was mich persönlich sehr beschäftigt und wenn nicht das mal Ja, auf den Punkt bringen würde ich sagen ist das auch das was mich hier antreibt im Deutschlandfunk.
00:25:01: Also zum einen die große Qualität dieses Hauses in die Zukunft zu sichern und dann auch dazu beizutragen dass wir Menschen verbinden.
00:25:10: Das ist glaube ich auch etwas was dringend nötig ist.
00:25:14: Und die ersten drei Monate hier im Haus, ich habe sehr viele Kennlerngespräche geführt.
00:25:20: Ich versuche sozusagen über die Menschen auch das Haus zu verstehen.
00:25:25: Einige wichtige Weichen sind auf dem Weg ist meine Einschätzung.
00:25:30: Wir werden uns ja gleich noch ausführlich mit der Programmreform beschäftigen.
00:25:34: Jetzt werden sie sagen Ja, Frau Schwarzbaus jetzt erst seit drei Monaten da Die hat das ja gar nicht so richtig miterlebt.
00:25:40: Stimmt, aber auf der anderen Seite ist es ganz gut wenn man dann von außen kommt und einen Blick drauf hat und guckt okay wie ist eigentlich hier die Ausgangslage?
00:25:48: Und wie beschäftigt man sich damit wie man das in die Zukunft tragen kann auch sichern kann?
00:25:53: Wie sind Prozesse gemacht?
00:25:54: und da habe ich einfach sehr viel Gutes gesehen und ich bin davon überzeugt dass uns das sehr helfen wird die Einzigartigkeit dieses Hauses für die Zukunft zu sichern.
00:26:04: Was mir persönlich noch sehr wichtig ist, dass wir das nicht nur im linearen Radio tun sondern auch im digitalen schaffen dass wir dort schaffen, das was wir an Einzigartigkeit haben auch zu zeigen.
00:26:17: Dass wir unsere Profile da noch ein bisschen schärfer ziehen.
00:26:22: Dass die Menschen bei uns im Digitalen auch das finden, was den Deutschlandfunk ausmacht.
00:26:26: Das ist wichtig und damit verbunden spielt auch eine Rolle aus meiner Sicht wie wir es schaffen die Menschen in diesem Haus noch stärker zu zeigen?
00:26:35: Damit meine ich exzellente Fachjournalisten.
00:26:38: Warum sage ich das?
00:26:40: Meine Überzeugung Menschen folgen und dass das ein Thema ist, was für Glaubwürdigkeit total wichtig ist.
00:26:48: Gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz werden solche Persönlichkeiten noch mal wichtiger werden?
00:26:55: Das sind so zwei Punkte, also Schärfung im digitalen.
00:26:58: Persönlichkeiten zeigen die wir im Haus wirklich haben unsere Fachjournalistinnen und Fachjournalisten insbesondere.
00:27:06: Und dann sind noch zwei Themen.
00:27:07: das eine wird sie nicht überraschen es ist aber trotzdem wichtig es zu erwähnen dass ist das Thema Vielfalt.
00:27:13: Vielfalt meine ich nicht mit viel Zahl.
00:27:15: Also, ich glaube man hat es hier nicht erreicht wenn man möglichst viele Themen nebeneinander stellt sondern wenn man eine Vielfald an Perspektiven hat Wenn man eine vielfalt an Akteurinnen und Akteuren hat wenn man vielfältig in den Regionen unterwegs ist.
00:27:30: das bedeutet dann auch Identifikation für die Menschen Das bedeutet Akzeptanz und damit bin Ich dann auch wieder beim Ausgangspunkt.
00:27:37: Das hat dann auch etwas damit zu tun, dass man Menschen verbindet.
00:27:41: Und damit verbunden wiederum ist das wir es auch schaffen müssen in Zukunft noch stärker auf das Thema Dialog-Publikumsdialog zu setzen.
00:27:50: Da ist der Deutschlandfunk in meiner Einschätzung schon ziemlich weit.
00:27:53: Wir haben die Denkfabrik – das kennen Sie!
00:27:55: Wir haben viele Formate im Programm, wo wir Publikums-Dialog finde ich auf eine sehr gute Art und Weise betreiben.
00:28:03: Aber das ist etwas, was wir noch ausbauen werden.
00:28:05: Das finde ich gut und wichtig, weil am Ende ist es ... Ich sage mal alles, was Wir machen muss sich ja am Ende daran ausrichten dass wir's für die Menschen machen.
00:28:15: dafür sind wir da!
00:28:17: Wir dürfen nicht entrückt sein Und das ist auch etwas, Was uns unser Auftrag finde ich zu Recht auch nochmal stärker vorgibt.
00:28:26: Mir wurde gesagt fünf bis acht Minuten.
00:28:28: deswegen mache jetzt erstmal Punkt.
00:28:31: Ja, vielen Dank.
00:28:33: Zum Ablauf wir werden am Ende nochmal öffnen also für Fragen grundsätzlich und eine längere Fragerunde einplanen.
00:28:42: gibt es aktuell Rückfragen jetzt direkt Verständnis fragen Rückfragungen an Frau Schwarzbach dann gerne auch noch mal sonst Fragen mitnehmen und behalten für die Abschlussrunde.
00:29:00: Dann machen wir weiter mit Herrn Raue.
00:29:04: Ja, ich versuche es jetzt mit einem anderen Trick.
00:29:06: Ich kann Ihnen einfach erst mal einen guten Tag halten, den ich nicht persönlich gesagt habe.
00:29:13: Ich würde Ihnen ganz kurz die Themen mal nennen über die wir reden würden wenn wir nicht über die Programmreform reden.
00:29:22: Ich fange mal an mit dem Medienstaatsvertrag, der am ersten November in Kraft getreten ist.
00:29:26: Der von allen Sendern des öffentlich-rechtlichen Bereis ja doch tiefgreifende Veränderungen auch fordert.
00:29:35: Das gilt für uns auch.
00:29:38: Wir haben ein neues Organ das Direktorium bekommen, dass neben den Intendanten und den Aufsichtsgremien eine neue Rolle dem die beiden Direktoren und der Justizjahr und der Intendant angehören.
00:29:58: Der Medienrat, der für alle öffentlich-rechtlichen Sender zuständig sein wird in Zukunft alle zwei Jahre ein Report über die Qualität des öffentlich- rechtlichen Systems abgeben soll hat seine Arbeit aufgenommen und ist mit uns natürlich auch in unseren Gremien in Kontakt getreten weil der Gesetzgeber ja vorgesehen hat dass den Medienrat keine eigene Messungswelt oder Forschungswelt aufbaut, sondern im Zusammenhang mit den Gremien der Rundfunkanstalten und zusätzlichen Aktivitäten der Qualität auf die Spur kommen soll.
00:30:30: Da muss man auch schauen, dass man da überhaupt vergleichbare Benchmarks findet.
00:30:36: Das ist gerade für den Hörpunktbereich, deren ganz anderes Reichweitenmess-Thema hat als Fernsehbereich gar nicht so unkompliziert.
00:30:45: das beschäftigt uns im Augenblick.
00:30:47: Im Medienstaatsvertrag ist auch vorgesehen die erste Priorität Dialoge und Partizipation.
00:30:52: Frau Schwarzbach hat das schon gesagt, dass es ein altes Thema des Hörfungs.
00:30:56: Aber wir reden über Dialoog und Participation, über die handelsübliche Call-in Sendung hinaus.
00:31:04: Die Dialogformate müssen unbedingt weiterentwickelt werden.
00:31:07: Die sozialen Netzwerke haben da ganz andere Erwartungen entwickelt und geschürt Und Sie werden gleich hören, dass wir eben auch mit der neuen Programmreform auf dieses Thema eine Antwort geben wollen.
00:31:20: Außerdem hat der Gesetzgeber gesagt ADZL von Deutschland Radio tut euch zusammen bilden gründet eine Gesellschaft die an öffentlich rechtliche Plattform zustande bringt.
00:31:32: das ist Auf dem Weg sind wir aber neben ARD, also in dem Südwestrundfunk und dem ZDF der kleinste Gesellschaft da im Partner.
00:31:41: Das ist im Augenblick alles auf einem guten Weg.
00:31:44: Unsere beiden Direktoren sind dort auch... gut einbezogen, aber es müssen eine Reihe von Dingen auch rechtlich geprüft werden.
00:31:52: Weil das ist gar nicht so einfach rechtliche unabhängige Sender zusammen zu einer gemeinsamen Gesellschaft zu bringen mit gemeinsamen Regeln.
00:32:00: Das hat was mit Markt und Markkonformität zu tun und rechtlichen Prüfungen vor dem Hintergrund europäischer Vorgaben.
00:32:10: Das wäre das eine, was ich mit Ihnen besprechen diskutieren könnte.
00:32:15: Das andere ist das Thema Karlsruhe.
00:32:17: vor zehn Tagen war die öffentliche Verhandlung in Karls Ruhe zur Klage von AD und CTF gegen die Länder der Kev-Empilung nicht gefolgt sind vor zweieinhalb Jahren.
00:32:31: schon denkwürdige Stunden.
00:32:32: Das waren neun Stunden, die wir da verbracht haben.
00:32:36: Wir sind als Deutschlandradion nicht Kläger weil wir kein Beschwer haben, viele von Ihnen wissen das, weil die KEF damals gesagt hat sie gesteht uns oder nach der ganzen Prüfung sieht es ja einen zusätzlichen Bedarf von etwa zwei Prozent pro Jahr bei uns in der Finanzierungsperiode von vier Jahren.
00:32:56: aber wir haben durchaus unter verschiedenen Sondereffekten heraus genügend Resarven und Rücklagen, sodass wir diese vier Jahre aus eigenen Rücklagen auch bestreiten können.
00:33:08: Und dann sagt die Käffrelle zu sieht es das Verfahren aus und darüber beschweren wir uns nicht.
00:33:13: ihr habt genügen Rücklagen also finanzierte euch daraus und dadurch haben über keinen Beschwer sind aber vom Verfassungsgericht auch eingeladen worden.
00:33:21: dem verfassungs Gericht war da schon wichtig dass wir dort auch vertreten waren.
00:33:26: Auch darüber könnte man trefflich sehr viel diskutieren, weil es nach ... Ich das jetzt mein drittes Verfassungsgerichtsverfahren, was ich in meiner Dienstzeit erlebe.
00:33:35: Nach meiner Meinung schon eine Weichenstellung in der Mediengesetzgebung wahrscheinlich sein wird, weil die erste Frage, die das Verfassungsgericht sehr stark beschäftigt hat, welche tatsächlichen Auswirkungen im Programm?
00:33:50: Es geht ja um Grundrecht und nicht um irgendein Verwaltungsakt.
00:33:53: Welche?
00:33:54: Einbußen hat AD und ZDF durch den Nichtvollzug der Empfehlungen in den zweieinhalb Jahren im Programm gehabt.
00:34:02: Da hat vor allen Dingen der Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks Kralte Flutwig einiges sehr Konkretes vortragen können, aber auch Karen Briden die Verwaltungsdirektoren des ZDf.
00:34:13: Der zweite Spur, Die das Verfassungsgericht verfolgt hat, war die Frage an die Länder, warum sie sich eigentlich nicht in das Verfahren gehalten haben.
00:34:24: Dass Sie selbst mal begründet haben dass beim Verfassingsgericht geprüft worden ist.
00:34:27: Das heißt Kev-Empfehlung Behandlung durch die Landesregierung und die Landtage Und bei Nichtbefolgung der Kev Empfehlung Offenlegung der Ablehnungsgründe mit der Möglichkeit, der KEF und der Rundfunkanstalten darauf zu reagieren.
00:34:47: Also diese Gründe zu erfahren und darauf zu reagieren, mit eigenen Einschätzung und dieser Reaktion dann in ein weiteres Verfahren einzubringen.
00:34:57: Dem Verfassungsgericht war das sehr wichtig Und es hat wirklich die Ländervertreter dort sehr stark befragt in diesem Punkt.
00:35:08: Und am Ende, Sie haben das alles entweder selber geschrieben oder verfolgen können.
00:35:14: War es im Prinzip so, dass Rainer Rover der Staatskanzlei-Schrift von Sachsen Anhalt als einer der erfahrensten in der Rundfunkkommission gilt gesagt hat nun die Diskussion über den Rundfundbeitrag ist so komplex geworden und so emotional aufgeladen.
00:35:33: wenn man die empfalten Zeitpunkt macht dann bedeutet das politischen Selbstmord.
00:35:39: Also, dass es jetzt nichts Vertrauliches war sichtbarer, sondern das hat er öffentlich in dieser Verhandlung gesagt.
00:35:45: und das zeigt so ein bisschen, dass das politische Verfahren was vom Verfassungsgericht als richtig angesehen wird weil es die Staatsferne der Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen sicherstellt dass das zumindest im Augenblick in der politischen Gesamtsituation an ein vorläufiges Ende gekommen ist.
00:36:03: Und das kann eigentlich nur bedeuten, dass das Verfassungsricht sich Gedanken darüber macht wie eine verfassungsmäßige Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Zukunft sichergestellt werden kann.
00:36:12: Das sage ich jetzt mal als Stefan Rauer, als Beobachter nicht als Kläger aber das war schon ein denkwürdiger Tag in Karlsruhe.
00:36:21: Der dritte Punkt den ich bei Ihnen ansprechen könnte ist, dass die nächste Käfferfahren wieder losgegangen sind Und die KEV gibt uns dann immer so die Schwerpunkte bekannt, wo sie starker auch nachforschen wird und sich stärker auch grundlegende Überlegungen machen wird.
00:36:42: Ob das in Zukunft noch alles so funktioniert?
00:36:45: Das betrifft einmal das Personal.
00:36:46: Sie wissen dass die KEF weiterhin an dem Abbau von Nullkomma fünf Prozent der festen Stellen pro Jahr festhält.
00:36:53: bei DZL von Deutschland Radio sind für uns sechs bis acht Stellen.
00:36:58: Das ist für so ein kleines Haus schon eine erhebliche Last, die wir da zu wuppen haben neben allen Veränderungen, die vorhaben.
00:37:06: Daher sind wir im Gespräch mit der KEV und das zweite Thema ist das Thema Immobilien.
00:37:11: Das betrifft unser Haus auch insbesondere weil wir eben zwei denkmalgeschützte Funkhäuser haben.
00:37:16: Der einen aus der Ende des Siebzigerjahres in Köln und eines aus dem Jahr two forty hier in Berlin.
00:37:22: Und ähm ... das sind Raumzuschnitte Flächenzuschnitten Strukturen in solchen älteren Funkhäusern, die natürlich mit der neuen Studiotechnik, mit den neuen Flächenbedarf und so weiter wenig zu tun haben.
00:37:37: Aber die natürlich trotzdem in Ehren gehalten und gepflegt werden muss im Sinne der Gemeinschaft oder des Gemeinwesens.
00:37:43: aber das sind Dinge, die wir mit Herr Käff besprechen müssen wie Sanierung von solchen denkmalgeschützten Funkhäuser in Zukunft aussehen kann.
00:37:50: Wenn Sie sehen, dass man bei der Schonrumpfen gibt es ähnliche Diskussionen.
00:37:57: Das ist also keine Debatte, die nur speziell Deutschlandradio mäßig ist.
00:38:03: Und ich könnte mit Ihnen du versprechen, dass wir ... Dass die Denkfabrik weiter blüht und gedeiht.
00:38:07: über siebzig Tausend Menschen, knapp achtzigtausende Menschen haben teilgenommen bei dem letzten Thema wo es um das Recht des Starkeren geht und was das eigentlich für eine Gesamtgesellschaft bedeutet wenn das scheinbar in den Vordergrund tritt.
00:38:23: Wir sind jetzt im Verfahren langsam für die Wahl des nächsten Jahres.
00:38:27: Weswegen ich das aber heute erwähnen würde, ist dass wir vor einigen Wochen begonnen haben einen Denkfabrik-Rat zu gründen.
00:38:34: Wir haben die Menschen, die sich über den Denk-Fabrik abstimmen oder abstimmen und unter Newsletter bekommen gefragt, habt ihr Lust in so einem Beirat einzutreten?
00:38:44: Und es haben über drei Hundert Menschen sich auch bereit erklärt!
00:38:47: Wir haben zwölf Menschen ausgewählt nach Regionen, Generationen, Berufen Erfahrungen und auch möglichen Zeiteinsatz.
00:38:57: Und die waren am letzten Wochenende zum ersten Mal da, für einen Wochenende bei uns hier im Funkhaus in Berlin haben Studio Neun die Sendung kennengelernt, haben mit den Redaktionen, Mitnachrichten usw.
00:39:07: diskutiert durften oder konnten auch beim öffentlichen Auftritt eines Orchester ist unser Klangkörper, nämlich das DSO dabei sein.
00:39:17: Haben viele Gespräche geführt und haben auch genaue Vorstellungen wie die Projekte der Denkfabrik im kommenden Jahr durch sie begleitet und mit uns diskutiert werden.
00:39:26: Und es war glaube ich ein sehr erfolgreiches Treffen wirklich mit ganz unterschiedlichen Biografien, mit denen wir da zu tun hatten.
00:39:33: Das tut uns als Sender auch gut!
00:39:35: Jetzt wollte ich Ihnen nur ganz kurz sagen was uns so beschäftigt.
00:39:38: Es ist doch ein bisschen länger geworden aber Themen, die uns neben der Programmreform und neben allen anderen auch beschäftigt.
00:39:48: Ja vielen Dank Herr Rauer.
00:39:50: Auch jetzt nochmal die Frage in die Runde bevor wir dann mit der Programm-Reform starten.
00:39:55: Sie müssten einmal einen Mikrosicht schnappen und diesen Knopf drücken sonst sind sie auch im Teams nicht zu hören.
00:40:00: Ich wollte nur noch mal gefragt haben, Sie waren ja bei der Verhandlung in Karlsruhe dabei.
00:40:05: Konnten Sie irgendeine Tendenz erkennen wohin das verfassungsgerecht sich bewegen wird?
00:40:14: Die Berichterstatterin des Senats ist diejenige auch aus der Sachsen-Anhaltentscheidung und dass das Verfassungsgericht doch sehr lange jetzt prüft.
00:40:24: Obwohl die Berichterstatterin voll im Stoff steht, also sie kommt eigentlich nicht aus dem Medienrecht aber die war schon eben in der Sachseneinhalt Entscheidungen federführend zeigt, dass sich das Verfassung nach meiner Meinung, dass das verfassungs Gericht sich tiefgreffendere Gedanken darüber macht weil es, glaube ich, wenig Lust hat, dass er bei jetzt einer Interpretation alle Jahre wieder in so eine Beitragsdebatte einzukommen.
00:40:50: Was geblieben ist durch die ganzen Verfahren der letzten Jahre zieht – auch wenn der Senat sich in ein paar Positionen verändert hat?
00:40:58: Ist das Thema, weswegen sich das Verfassungsgericht überhaupt darum beschäftigt, das Thema der Staatsfahrenfinanzierung?
00:41:06: Gewahrung der Rundfunkfreiheit.
00:41:08: Das ist das zentrale Thema, und es ist auch nicht weniger geworden durch die Veränderungen im Medienmarkt oder in einer politischen Situation.
00:41:15: Und das haben sie schon mit sehr großem Ernst in ihren Fragen betrieben.
00:41:19: Also alle Willkür von staatlicher Seite, egal von Regierung oder Landtag gegenüber dem Rundfang weiterer der Finanzierung des Sender wollen die Verfassungsrichter fernhalten.
00:41:32: Das is den sehr wichtig.
00:41:36: Aber die Fragen, was sind jetzt nun tatsächlich bei euch für Einbußen entstanden und wo habt ihr Programm kürzen müssen wegen der Nichtbefolgung des Beitrags spielt eben auch eine Rolle beim Verfassungsgericht.
00:41:50: Und das Verfassingsgericht ist aber auch der KEF nachgegangen.
00:41:54: Herr Dezel, der Vorsitzende der KEV, ist dort auch sehr intensiv befragt worden weil sich die Verfasslungsrichter schon dafür interessiert haben auf welchen Voraussetzung, mit welchen Prämissen die KEF arbeitet und wie Staatsfernsehe arbeitet.
00:42:11: Und nach welchen Regularen sie arbeitet?
00:42:13: Das könnte bedeuten, dass das Verfassungsgericht auch drüber nachdenkt, welche Rolle die KEFE in Zukunft einnehmen soll.
00:42:22: Ja, ja klar.
00:42:23: Die Mitte auch wenn sich viele untereinander kennen vielleicht einmal kurz den Namen des Mediums sagen.
00:42:28: Jörg Wagner freier Medienjournalist unter anderem für die Medienhölle Ein Medien Podcast.
00:42:34: Herr Rau, ich war erstaunt, dass man sie in Karlsruhe sprechen wollte.
00:42:40: Waren die als Beobachter da?
00:42:42: Oder als Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit in die Klage hinein interpretiert?
00:42:51: und wie interpretieren Sie selbst, dass Sie dort teilnehmen durften?
00:43:00: Vnet war auch da der bunte Steuerzahler war.
00:43:03: auch Das Verfassungsgericht hat sehr viel Wert darauf gelegt, ein breites Tableau an Einschätzung dort auch einzusammeln.
00:43:16: Wir haben einen Bevollmächtigten in den Dieter Dörr bei Kantor Medienrechtler also mit der finden Sie auch in allen Kommentaren des Verfassungsgerichts-Dieter Dürr und für uns hat eigentlich während der ganzen neun Stunden haben wir einen Aufgrund gehabt nämlich Dieter zum Thema Staatsferne, Rundfunkfreiheit.
00:43:41: Staatsferner durch die Besonderheiten dieses Verfahrens etwas grundsätzlich gesagt hat, wozu das eigentlich gut ist aus politischen Medienpolitischen Gründen was den Freien Diskurs unserer Gesellschaft angeht und das wirkt denn nach dem ganzen Fragen nach Details und konkreten Zahlen auf den ersten Blick.
00:44:02: ich wusste was kamen weil wir natürlich darüber gesprochen haben Erst mal ein bisschen anders.
00:44:12: Aber das Interessante ist, dass sowohl das Verfassungsgericht hochkonzentriert dazugehört hat und danach sehr viel aus unterschiedlichen Bereichen kamen und gesagt haben gut, dass es in der ganzen Diskussion über die Details auch noch einmal zur Sprache gekommen ist.
00:44:28: Das Verfassung Gericht ist eben anderes Gericht als die anderen Und da spielen solche medienpolitischen und politischen Fragen ihm auch eine Rolle.
00:44:37: Ich glaube, dass wir aus diesem Grunde da vielleicht auch dem Verfassungsgericht wichtig waren.
00:44:45: Aber wir haben uns jetzt in die Diskussionen, also wir konnten ja gar nichts dazu sagen welche Auswirkungen es bei uns aufs Programm hat.
00:44:51: Weil wer ganz anders in dieser Finanzierungsperiode eben aus eigenem Mittel uns finanzieren können.
00:44:58: und zur Frage warum die Länder sich nicht ans Verfahren gehalten haben da hätte ich die eine oder andere Beobachtung schon gemacht aber daher war nicht meine recht dafür die Lände was auszusprechen.
00:45:09: Insofern haben wir dazugehört registriert und haben die Sache natürlich sehr gut auch ausgewertet, weil diese Verfassungsgerichtstage sind glaube ich über den reinen Streitfall hinaus schon von großer Relevanz.
00:45:28: Ich sehe jetzt gerade keine Meldung mehr Schlage vor dass wir dann zur Programmreform kommen.
00:45:36: Jonathan Teichmann
00:45:38: Ja auch von mir guten Morgen.
00:45:42: Wir wollen Sie ein bisschen in unsere Überlegung zur Programmreform reinholen und ich fange mal damit an, warum haben wir uns vor jetzt zwei Jahren auf den Weg gemacht?
00:45:58: Und darüber und uns Gedanken gemacht wie wir das Programm verändern sollten.
00:46:06: Alles überragende Grund ist, wir wollen den Qualitätsjournalismus der uns unverwechselbar macht und uns so ein gewisses Alleinstellungsmerkmal auf dem Radiomarkt bietet.
00:46:19: Diesen Qualitätenjournalismus, den wollen wir für die Zukunft sicher machen.
00:46:26: Und wir wollen dass der Deutschlandfunk auch in der digitalen Welt eine wichtige publicistische Marke vielleicht manche im Haus sagen erst wird.
00:46:39: Wir glauben an die Zukunft von Radio, das haben wir hier in dieser Runde bei Hintergrundgesprächen darüber, haben wir oft diskutiert.
00:46:47: Wir sind alle hier Radioenthusiasten aber müssen auch und wir sollen ja auch.
00:46:55: Wir haben die Aufgabe, auch im digitalen Wirken und ich lasse das jetzt alles mal weg ein Gegengewicht bilden in gegen Fake News und Filterblasen.
00:47:08: also wir müssen diese beiden Felder beide gut bespielen.
00:47:14: Also was machen wir?
00:47:16: Wir verändern uns an einigen Stellen im Radioprogramm Deutschlandfunk damit wir bleiben wer wir sind und wie wir sind.
00:47:25: Was hat uns bewegt, als wir vor etwa zwei Jahren Leitlinien formuliert haben die sie im Übrigen da auch in ihrer Pressemappe finden.
00:47:34: Für einen Prozess im übrigen wo wir damals noch gar nicht wussten wie lange er dauert und es hat jetzt eine ganze Weile gedauert.
00:47:42: aber ich bin ganz froh dass wir uns die Zeit genommen haben und auch so viele Menschen involviert haben weil was Gutes bei rausgekommen ist.
00:47:51: Die wichtigsten Gesichtspunkte damals, die uns bewegt haben ist unsere Qualität, unsere fachliche Expertise.
00:48:00: das ist der Kern der Glaubwürdigkeit und wir müssen uns überlegen wie wir es schaffen die Qualität zu halten, zu sichern in einer Situation in der die Redaktionen in Teilen schon eine Belastungsgrenze arbeiten Und der Intendant hat es eben kurz erwähnt, wir werden weiter Personal bei den Festangestellten abbauen müssen und deswegen war von Anfang an klar.
00:48:29: Wir müssen uns eine Programmstruktur überlegen die auch Entlastung schafft.
00:48:35: Ich sage noch mal ganz klar, dass wir hier vorliegen haben und Ihnen gleich in ein paar Details vorstellen wollen.
00:48:41: Das ist kein Sparprogramm.
00:48:42: Wir schließen keine Redaktionen.
00:48:46: Alle Programmmittel bleiben erhalten.
00:48:50: Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt war wie können wir Radio- und digitales besser verzahnen?
00:48:59: Und zwar schon von der Planung an.
00:49:03: Warum ist das überhaupt wichtig?
00:49:05: Das geht einmal darum, um das Thema sinnvoller Ressourceneinsatz.
00:49:11: Es ist aber auch ganz wichtig mit Hinblick auf stärkere publicistische Durchschlagskraft.
00:49:20: Wir haben uns sehr intensiv gefragt, wie können wir denn noch mehr Reichweite für unsere Inhalte bekommen?
00:49:28: Also eine größere Wirksamkeit für die Dinge, die wir recherchieren.
00:49:34: Außerdem haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir auf veränderte Nutzung Bedürfnisse des Publikums, also eine veränderte Mediennutzung und veränderte Bedürfenisse beim Publikum reagieren können.
00:49:49: Wir haben auch noch mal eine Studie in Auftrag gegeben.
00:49:52: Da ging es um die Nutzungsmotive von Deutschlandfunk-Hörerinnen und Hörern.
00:49:58: Und wir haben uns natürlich mit dem beschäftigt was der Reformstaatsvertrag nochmal als besonders für.
00:50:08: Wir sollen dem Dialog mit den Publikum einen anderen Stellenwert geben.
00:50:13: Wir sollen auch jüngere Zielgruppen in den Blick nehmen.
00:50:18: und damit komme ich wieder zu meinem Ausgangspunkt, wir haben sehr intensiv darüber diskutiert.
00:50:26: was ist das, was wir besonders gut können?
00:50:31: Also Analyse, Einordnung, Vertiefung – wir können diese Stärken von uns fürs Radio, aber auch fürs Digitale noch stärker herausstellen.
00:50:43: Und wie können wir dieses – ich sage es jetzt mal Mut zur Ausführlichkeit, der uns auszeichnet den wir schon immer hatten?
00:50:52: Wie können wir den in unterschiedlichen Formaten, in schon bestehenden Aber auch in neuen?
00:51:00: Wie kann man den nochmal unter etwas veränderten Bedingungen neu denken Und dann das auch ausprobieren.
00:51:10: Ja und entstanden ist einiges, und ein paar Dinge stellt Ihnen Matthias Giert jetzt vor.
00:51:20: Guten Morgen liebe Kolleginnen und Kollegen!
00:51:23: Ich führe Sie ein bisschen durch unser Schema hindurch dass sie auch vor sich haben ich mache das jetzt nicht indem ich in das Vorlese von oben bis unten.
00:51:30: Das würde erstens zu lange dauern und zweitens können Sie das selber Grundsätze erläutern und Gestaltungsprinzipien.
00:51:42: Die Programmdirektorin Juna Teichmann hat es gesagt, bei der Gestaltung kam es uns darauf an die besonderen Stärken des Deutschlandfunks in diesem neuen Schema zur Geltung zu bringen und an einigen Stellen noch besser Zur Geltungen zu bringen.
00:51:59: was den Grundsatz angeht also die Dramaturgie ändert sich unser Schema im Vergleich zum bisherigen nicht.
00:52:12: Es setzt klare Schwerpunkte durch die Sendungen seiner Fachredaktionen.
00:52:17: Der Deutschlandfunk bleibt wie bisher ein Programm mit langen Nachrichten, ausführlichen Informationssendungen am Morgen, Mittag und Abend, fest auffindbaren Fachsendung im Tagesverlauf die die Fachredaktionen in eigen Regie verantworten und bearbeiten.
00:52:38: Und am Abend nahezu unverändert mit langen Formaten, die unser Programm auszeichnen Hörspiele, Feature, Musiksendungen.
00:52:50: Was sich ändert ist dass die Fachreduktionen teilweise für ihre Fachsendung neue Sendeplätze bekommen.
00:53:01: Auch die Namen verändern sich teilweise und die Herangehensweise wird sich teilweise verändern, weil wir lineare Welt und digitale Welt – auch das hat Jonas Teichmann gerade gesagt – stärker miteinander verknüpfen wollen.
00:53:17: Wir sind bei der Erarbeitung dieses Programmschemas und das möchte ich auch noch mal sagen es war ein Prozess von Inzwischen nahezu zweihundert Kolleginnen und Kollegen, alles erfahrene Journalistinnen und Journalisten unserer Programme die dieses Schema erarbeitet haben.
00:53:36: Das ist kein Schema das sich die Hierarchie ausgedacht hat sondern jetzt haben Leitlinien formuliert, die haben sie und dann haben wir das in Arbeitsgruppen gegeben.
00:53:45: deshalb hat der Prozess auch so lange gedauert.
00:53:48: eine dieser Leit Linien die Sie finden sagt eben dass Programmschema folgt den Bedürfnissen und Tagesabläufen der Hörerinnen und Hörern.
00:53:57: Und auch das ist angeklungen, wir haben dort eine eigene qualitative Studienauftrag gegeben die sich mit diesen Hörbedürfnissen beschäftigt hat und wir haben natürlich die quantitativen Erhebungen durch die halbjährliche MA mit den zentralen Daten, die wir auch für diese Programmreform noch einmal ausführlich ausgewertet und herangezogen haben.
00:54:22: einige Gedanken nochmal grundsätzlicher Art was fällt bei diesem Studien auf.
00:54:29: Bei den Studien fällt auf, dass die starke Nutzung des Deutschlandfunks am Morgen nie mehr am Tag erreicht der Deutschlandfunk mehr Menschen als in der Frühsendung das diese starke nutzung später einsetzt als heute und dass sie mit dem Ende der Informationen am morgen auch schon relativ stark wieder abfällt.
00:54:51: Es fällt auf bei den Studien ,dass am Nachmittag Der Deutschlandfunkt deutlich unter seinen Möglichkeiten bleibt, wenn wir schauen wie die allgemeine Radioverlaufskurve am Nachmittag ist und insbesondere die Einschaltquote bei den Radiohörern im Auto oder in der Bahn.
00:55:11: Also wenn Menschen auf dem Weg nach Hause sind und Programme einschalten – da fällt der Deutschlandfunk deutlich ab gegenüber anderen Programmen!
00:55:21: Und es fällt auch, dass die weit übergehende Mehrzahl unserer Hörerinnen den Deutschlandfunk dann einschalten, wenn sie Zeit zum Radio hören haben und nicht zu gezielt bestimmten Uhrzeiten.
00:55:36: Welche Ableitung haben wir daraus getroffen?
00:55:39: Ich beginne mal mit den Informationssendungen.
00:55:42: Die Informations-Sendungen in unserem Programm finden Sie im Schema in der gewohnten Qualität und Tiefe zu weitgehend ähnlichen Zeiten.
00:55:53: Wir ziehen allerdings Die Frühsendung eine Stunde nach hinten, wir beginnen künftig um sechs Uhr morgens.
00:56:02: Die Hörerinnen und Hörern stehen auch tatsächlich später auf.
00:56:05: das können Sie in den Untersuchungen deutlich sehen.
00:56:09: die Abend Sendung dagegen, die bisher um achtzehn Uhr zehn beginnt ziehen wir eine stunde nach vorne Und beginnen sie um siebzehn uhr Um das Informationsbedürfnis zu erreichen dass Menschen haben wenn sie zum Beispiel unterwegs sind Auf dem Weg nach Hause.
00:56:26: Die Informationen am Morgen setzen wie auch am Mittag und Abend weiterhin auf ausführliche kritische Interviews zum aktuellen Geschehen, wie bisher.
00:56:38: Aber wir erweitern die Informationen am Morgend, Mittag- und Abend durch Themen aus unseren Fachredaktionen.
00:56:49: Die Fachredakzonen erhalten künftig in den Informationssendungen eigene Sendeplätze, an denen Sie unsere eigenen Recherchen die in den Fachredaktionen erfolgt sind einem möglichst großen Publikum in den Informationsstrecken zur Verfügung und zu Gehör bringen können.
00:57:14: Wir senden also unsere Fachinhalte unter anderem dort wo die meisten Hörerinnen und Hörers sind.
00:57:22: wir haben im neuen Programm Schema für diese zusätzlichen Plätze, fünfunddreißig Stück.
00:57:31: Also fünfund dreißig zusätzliche Plätze im Wochenverlauf für die Fachräder, Redaktionen noch länger und vielfältiger werden wir auch in unseren Nachrichten.
00:57:44: Die Nachrichten werden zur vollen Stunde künftig zehn Minuten sein.
00:57:49: das gibt es im deutschsprachigen Radiomarkt sonst nirgendwo und wir verlängern sie nicht nur sondern wir werden auch die Vielfalt der Themen dort ausweiten.
00:58:01: Sie finden die Presse schauen wie bisher in unserem Programm national und international, wir werden verstärkt auf regionale Nachrichten setzen.
00:58:10: Wir werden künftig jeden Tag von Montag bis Freitag das Angebot Nachrichten leid um neunzehnt leicht nachrichten leicht genau um neunsund Uhr fünf senden.
00:58:22: In den Informationsstrecken am Morgen Mittag und Abend werden wir auch künftig zur halben Stunde Nachrichten setzten.
00:58:31: Der Deutschlandfunk zeichnet sich heute und auch künftig durch eigene Fachsendungen der Fachredaktionen aus.
00:58:40: Denn Fachredakzionen brauchen eigene Fachsentungen, damit sie dort ihre Themen setzen auf der Höhe der Themen bleiben können und damit der Deutschlandfunkt seine DNA behält.
00:58:54: Das neue Flaggschiffformat wenn man so sagen will der Fachreaktion ist die Sendung Hintergrund.
00:59:03: Der Hintergrund, das kennen Sie heute schon aus dem Programm.
00:59:06: Achtzehnundvierzig bis neunzehn Uhr wird in einer neuen Form gerade erarbeitet aus unserem Haus und wird als neue zentrale Fachformat des Deutschlandfunks.
00:59:17: Dreimal am Tag werden wir künftig um dreizehn Uhr dreißig, sechzehn uhrdreißig und achtzehn Uhrdreißig den Fachredaktionen die Möglichkeit geben ihre Themen im Hintergrund zu bearbeiten und vorzustellen vom Hintergrund Wirtschaft über den Hintergrund Bildung bis zum Hintergrund Religion.
00:59:38: Diese einundzwanzig Hintergründe pro Woche, die wir haben werden und die wir uns einiges an Geld kosten lassen werden, denn es wird sich um vertiefte Recherchen handeln und vertieftere Recherche kostengeld.
00:59:50: aber dieses Geld investieren wir ganz bewusst an dieser Stelle.
00:59:55: diese einund zwanzig hintergründe.
00:59:58: Sie sollen von der Anlage hier jeweils eine Thematik behandeln, warum?
01:00:03: Damit wir sie auch digital künftig gut verbreiten können.
01:00:08: Denn Menschen suchen im Digitalen nicht verschiedene kleine Beiträge wie wir sie in Magazinsendungen zu haben sondern sie suchen nach Themen.
01:00:19: Deshalb behandeln diese Hintergründe ein Thema aber multiperspektivisch.
01:00:26: Ein Hintergrund zum Beispiel könnte sich mit der Frage des Kerosinmangels in Folge des Irankrieges beschäftigen.
01:00:35: Dort würden dann natürlich geopolitische Fragen behandelt, wie ist das mit der Straße von Homoos?
01:00:43: Es wurden Wirtschaftsfragen dort behandelt.
01:00:47: Welchen Marktwert hat Kerosine und wie wird es vertrieben?
01:00:51: Wo kommt es überhaupt her?
01:00:53: Es könnte durch eine Reportage ergänzt werden, die sich in Köln-Godorf einmal eine der größten Kerosin-Raffinerien anschaut.
01:01:02: Die es gibt in Deutschland und das würden auch Umwelt oder Verbraucherfragen in diesem Hintergrund beantwortet werden.
01:01:13: Ein weiterer Schwerpunkt unseres Schemas ist die Dialogsendung von zehn bis zwölf Uhr im Dialog.
01:01:20: Es ist gerade schon vom Intendanten und von der Programmdirektorin angesprochen worden Fachsendung.
01:01:29: Es handelt sich also nicht um eine Gesprächssendung locker-flockig, wobei es auch mal locker-flockig im Deutschlandfunk sein darf muss nicht immer alles Bier ernst sein.
01:01:40: aber es ist eine Fachsendungen denn die Fachredaktionen werden dort ihre Themen aus ihren Bereichen behandeln präsentieren.
01:01:51: wir Erweitern die Sendezeit unserer bisherigen Hörerformate, die wir in dieser Sendeschiene ja bisher von zehn Uhr acht bis elf Uhr dreißig haben auf zehn bis zwölf.
01:02:04: Wir erweitern aber auch die Themen!
01:02:07: Wir werden in dieser Strecke zum Beispiel künftig der erste Sender sein in Deutschland, der eine Religionssendung als Gesprächssendung anbieten wird zu Fragen von Philosophie, Religion und Lebensanschauungen.
01:02:21: Wir werden dort natürlich Fachsendungen zum Thema Medien haben, indem wir mit Expertinnen und Experten und mit Hörerinnen und Hörermedienfragen hören.
01:02:31: Wir werden das Thema Klima der Gott groß haben und das Thema Kultur.
01:02:36: Wir gründen für diese Sendung eine eigene Redaktion zusätzlich – eine Dialogredaktion.
01:02:44: Warum tun wir das?
01:02:46: Weil wir möchten dass die Hörerin in dieser Sendung ganz besonders mit ihren Fragen, mit ihrem Blick auf das Thema ins Gespräch kommen und deshalb auch die Moderatorinnen und Moderatoren diesen höheren Bezug ganz besonders im Blick haben sollen.
01:03:06: Ich füge Sie einen Schritt weiter und lenke Ihren Blick auf den Nachmittag der neue Nachmittage des Deutschlandfunks also dort wo ich vorhin gesagt habe wir uns gerne auch bei den Hörerzahlen weiterentwickeln möchten.
01:03:19: Der neue Nach Mittag wird geprägt von zwei Fachsendungen wissen aktuell von vierzehn Uhr zehn bis fünfzehnt Uhr und Kulturaktuell von fünfzehn oder zehn bis sechzehn.
01:03:31: Diese beiden Formate verbinden Themengebiete, die in unseren Informationssendung wahrscheinlich nicht in gleicher Weise im Mittelpunkt stehen werden.
01:03:41: In den Informationssendungen, das haben die Befragungen bezeigt, steht natürlich ein Informationsbedürfnis über die großen politischen wirtschaftlichen gesellschaftlichen Ereignisse im Mittepunkt Sportbörse.
01:03:54: Das kommt in den Information-Sendungen wie bisher vor.
01:03:57: auch Kultur und Wissenschaft aber wahrscheinlich nicht dieser Häufigkeit.
01:04:01: deshalb haben wir uns entschieden am Nachmittag zwei Stundenformate anzubieten Wissen aktuell wird sich mit Themen aus der Wissenschaft, der Technologie, Medizin Ausbildung Hochschule Bildung Forschungspolitik künstliche Intelligenz auseinandersetzen.
01:04:18: Also alles Themen die zusammen gehören und die in ihrer Multiverspektivität betrachtet werden müssen.
01:04:25: deshalb führen wir sie hier thematisch zusammen.
01:04:28: Kultur aktuell wird Schwerpunkt Sendungen bilden zu Themen aus Kultur, von Popkultur bis Hochkultur zur Literatur und natürlich sind auch künftig Buchrezensionen fester Bestandteil des Deutschlandfunkschemas.
01:04:45: Ein Blick noch auf den Abend in der Schiene von fünf bis zwanzig Uhr finden Sie wiederum einstündige Fachsendung von Fachredaktionen alles im Schema Raufwindbar für die Hörerinnen und Hörern, die sich für diese Themen interessieren.
01:05:04: Im Programm Heft digital Und alle das möchte ich an dir stelle vielleicht auch kurz erwähnen.
01:05:10: Alle diese Inhalte werden sie auch auf unserer App gebündelt finden.
01:05:15: Hörerin und höre die also bisher Ich sage mal den Büchermarkt gehört haben und dem Büchemark jetzt nicht mehr in diesem Schema finden Finden in diesen Schema Buchsendungen die ausgewiesen sind.
01:05:28: Sie finden aber auch alle Themen der Literatur in unserer App unter dem Reiter Themen, dort werden sie auch nach Themenfiets die Themen finden und zeitunabhängig nachhören können.
01:05:40: Ich möchte Sie noch hinweisen auf die Stunden von zwanziger fünf bis dreihundzwanzig Uhr.
01:05:47: ich habe schon gesagt dort stehen die langen Formate die im alten, wie im neuen Schema nahezu identisch sind.
01:05:53: Das Feature, die Hörspiele auch eine Kabarett-Sendung, die Querköpfe und die Stunden von einundzwanzig über fünf bis dreihundert Uhr gehören mich schon heute der Musik.
01:06:05: Die Nacht wird ebenfalls seine Radionacht in Deutschlandfunk sein.
01:06:09: Auch daran werden wir nichts verändern.
01:06:12: Ein kurzer Blick aufs Wochenende.
01:06:14: Das Wochenende folgt im Prinzip der Dramaturgie, die ich Ihnen eben gesagt habe.
01:06:18: Auch dort zahlreiche Sendungen finden sich dort wie heute.
01:06:22: Ich sage mal so beliebte Formate bei unseren Hörern und Höreren wie Gesichter Europa, Klassik Popetzettara, Essay & Discourse das Interview der Woche, der Sport, die Literatur-Sendung Studio LCB und natürlich auch die lange Nacht.
01:06:37: Auch das bleibt alles wie gewohnt in Deutschland.
01:06:42: vom Schema am Wochenende auch zweieinhalb Stunden Wissenschaft und an der Stelle würde ich an die Kollegin Bettina Schmieding weitergeben, die ihnen mal ein Beispiel dafür gibt wie die Wissenschaft im Programmschimmer vorkommt.
01:06:58: Das heißt, ich merke an den Blicken dass wir erst einmal kurze Pause machen wollten in irgendwie die Möglichkeit geben nachzufragen und dann dorthin kommen.
01:07:06: Genau das war ja jetzt doch eine Menge Stoff- und Inhalt um Bettina Das ist super, dass sie hier ist und auch aus der Arbeit in den Redaktionen berichten kann zu den Wissensformaten.
01:07:19: Aber vielleicht erst mal zu dem was Jonas Teichmann Matthias geht.
01:07:23: jetzt vorgestellt haben erste Rückfragen aus der Runde zur Programmreform für die Menschen und Personen im Teams gerne mit einer virtuellen Hand das sehen wir hier Und dann ist es natürlich auch möglich sich zu melden.
01:07:38: Herr Fischer Grüß Sie, Stefan Fischer für die Zeitung zu den beiden Stundensendungen Wissen aktuell und Kulturaktuell.
01:07:47: Die sind aber nicht monothematisch sondern tagesaktuell?
01:07:52: Die sind nicht monothematisch, die werden je nach Tagesaktualität möglicherweise Schwerpunkte bilden so wie es auch sinnvoll ist, aber sie sind nicht von der Anlage her monothermatisch grundsätzlich.
01:08:08: So ich das vielleicht direkt ergänze.
01:08:11: ja wir haben In den letzten Wochen gab es ein paar Themen, die uns alle ziemlich beschäftigt haben.
01:08:17: Zum Beispiel die Hitzewelle oder vor anderthalb Wochen war das die Veröffentlichung des Ergebnisses der Expertenkommission zu Social Media bei Kindern und Jugendlichen.
01:08:28: Da haben wir gemerkt in den Redaktionen für die ich zuständig bin in der Abteilung Wissen und Dialog dass wir da wieder mal unter unseren Möglichkeiten bleiben wenn wir weiter in unseren Redaktionsstuben separat vor uns hinplanen.
01:08:42: Diese gemeinsame Stunde, die wir nachmittags jetzt zum Beispiel bei Wissen aktuell haben ist eine große Chance für gerade solche Schwerpunktthemen.
01:08:50: Wenn wir da ganz aktuell reagieren können und nicht separate Formate vorbereiten sondern uns dann auch wirklich zusammensetzen, die Köpfe zusammenstecken und dann gucken was die verschiedenen Fachredaktionen zu diesem Thema beitragen können.
01:09:06: also das wäre dann in dem Fall dass jetzt bei der Expertenkommission war relativ schnell klar, eigentlich müssten wir jetzt gemeinsame fünfzig Minuten machen und dann hätten wir Platz dafür.
01:09:17: Was macht das eigentlich im Gehirn von Kindern?
01:09:20: Müssen wir nicht viel mehr an die Eltern ran als an die Kinder wenn es darum geht wie sollen sie in Zukunft mit ihren Social Media Geräten Arbeiten oder sich damit beschäftigen, was ist da eigentlich empfehlenswert?
01:09:34: Wir sind dann haben das alles zusammen geplant.
01:09:36: Aber dann ist wieder jeder in seine Sendung gegangen und hat vor sich hin berichtet Und ich glaube dass zusammen zu ziehen das weckt wahnsinnig viel Potenzial weil wir sind immer die Fachredaktion Die bleiben wir auch.
01:09:46: aber Ich glaube dass wenn wir zusammen solche Strecken planen wie diese wissen aktuell Strecke und es gilt genauso für die Kulturberichterstattung Auch da kann man ganz viel Kraft schöpfen Wenn man sich verständigt miteinander.
01:10:02: Ja eine Frage.
01:10:03: Ich glaube, kein Wort ist jetzt häufig gefallen wie das Wort Fachsendung.
01:10:08: Ich habe den Eindruck, dass Sie im Laufe des Prozesses Angst vor sich selber bekommen haben.
01:10:13: und die Angst war, glaube ich, die, dass jeder erwartet oder Fehler warte, dass der Deutschland-Hohen Klub sagt, wie heißt das Dauerortwort Teichmann durch höhere Barre wird?
01:10:22: Jetzt gilt es nur noch Fachsending auf Sachsendungen.
01:10:25: Wenn Sie mir zustimmen, dass sie dich neu orientiert haben...
01:10:29: Ich habe die Frage der letzten.
01:10:31: Würden
01:10:31: Sie mir zustimmen, dass sie sich im Laufe des Prozesses neu orientiert haben?
01:10:35: Nein, da würde ich Sie jetzt mal... Wir sind ja alle gute Journalisten, bitten kurz hier einmal zu blättern.
01:10:44: Ich hab eben von diesen Leitlinien gesprochen, die wir seinerzeit formuliert haben.
01:10:49: Die haben wir Ihnen in diesem Paper stehen und da werden Sie lesen Unter dem vierten Kular.
01:10:59: Fachjournalismus trägt weiterhin wesentlich zum Erfolg des Deutschlandfungs bei.
01:11:05: Fachredaktionen sichern ihre Expertise durch eigene Formate und präsentieren ihr Wissen im gesamten Programm, das haben wir vor zwei Jahren formuliert.
01:11:16: also uns war immer klar dass Fach journalistische Expertise und auch Fachsendungen total wichtig sind.
01:11:25: Wir betonen das so, weil uns hier manchmal entgegenschlägt dadurch dass wir bestimmte Sendungen in der Form durch neue Formate ersetzen speziell die täglichen, twenty-fünf Minuten Magazine, die am Nachmittag stattfinden.
01:11:45: Die es in der Form nicht mehr geben wird, dass das gleichgesetzt wird mit Wir verabschieden uns von Fachjournalismus im Deutschlandfunk.
01:11:55: Das Gegenteil ist der Fall.
01:11:59: wir haben von Anfang an gesagt Wir sind nicht wie andere.
01:12:03: Wir werden keine Zentralredaktion für den Deutschlandfunk bilden und irgendwie ein tatsächlich durchüberbares Programm machen, sondern das entspricht uns nicht.
01:12:16: Deswegen ging es von Anfang an darum Fachsendungen weiterzuführen gleichzeitig die Chancen der Zusammenarbeit.
01:12:24: Das hat Bettina Schmedingrad ganz gut einem Beispiel gemacht zu nutzen Und uns dabei nicht zu überheben, sondern zu gucken wie viel von so guten Inhalten können wir schaffen und unter welchen Bedingungen.
01:12:38: Wir sind nicht im Laufe des Prozesses darauf gekommen also die Fachjournalisten sind uns doch sehr wichtig, sondern das war von Anfang an klar
01:12:48: eine Meldung hier vorne und es ist immer ganz gut nah ans Mikro zu gehen sonst koppelt das
01:12:54: Markus Reiter, Stuttgarter Teutonsstuttgartern Nachrichten.
01:12:57: Dann helfen Sie mir bitte beim Rechnen!
01:12:58: Vielleicht habe ich mich auch nur verrechnet... Wir haben bisher zum Beispiel am Morgen eine Religionssendung von, glaube ich, über als twenty-fünf Minuten fünfmal in der Woche.
01:13:10: Wir haben jetzt zwei Religionsschwerpunkte die ja auch monothematisch sind plus Plätze insgesamt für alle Fachredaktionen, ich weiß ja nicht wie viele auf die Redaktion Religion dann fallen würde.
01:13:27: Sie müssten mir jetzt vorrechnen, wie sie zu dem gleichen Inhaltsvielfalt kommen, wie vorher?
01:13:35: Darf ich eine andere Frage anhängen oder sollte ich die anderen erst nachherstellen?
01:13:38: Die zweite Frage hat nämlich eigentlich nichts damit zu tun sondern geht darum dass sie jetzt eine Dialog-Redaktion Einrichten.
01:13:45: die Frage ist, wie werden sie sich am Dialog beteiligten Hörerinnen und Hörern ausgewählt?
01:13:51: Also handelt es sich um diese klassischen Anruf-Sendungen.
01:13:54: Und wie stellen Sie sicher das da nicht die hälfte Sendezeit verplämmert wird durch Leute, die sagen wir mal fachmäßig nicht unmittelbar tief in einem Thema stecken wie möglicherweise dann den anderen Hörerinnen und Hörern nicht die entsprechende Erkenntnis zu gewinnen geben.
01:14:17: Okay, Anrufssendungen polarisieren übrigens habe ich schon mal gehört.
01:14:23: Ich wollte jetzt ehrlich gesagt selber antworten aber ich hab es mir anders überlegt weil Matthias Geert kann glaube ich was Religionssendungen oder Sendung aus diesem Themenfeld sagen und Bettina Schmieding.
01:14:38: Und an die würde ich denken, dass wir an die dann abgeben weil sie kann was dazu sagen wie sich das zum Beispiel für die Wissenschaft gestaltet.
01:14:45: diese rechnenden Minutenrechnungen kenne ich Und da haben wir uns Gedanken gemacht, aber die Frau Schmieding kann es für die Wissenschaft darstellen.
01:14:56: In ihrem Bereich ist künftig die Dialogredaktion angesiedelt und ich glaube sie kann mit einer gewissen Kompetenz darüber reden was die Dialogue Redaktionen machen soll und wie wir uns vornehmen gut mit den Hörerinnen und Hörern Interessen umzugehen Aber auch mit unserer fachlichen Expertise
01:15:17: Drei mal zunächst.
01:15:18: Man kann wahrscheinlich trefflich darüber streiten, ob es sinnvoll und richtig ist, Sende Minuten zu zählen weil das ist eine Währung.
01:15:26: also für uns wäre viel wichtiger zu zälen wie viele Hörer erreichen wir?
01:15:29: zu welchen Zeiten müssen sie?
01:15:31: Wenn Sie Sendonuten in der Nacht hinsetzen dann senden sie vor sehr wenig Hörern.
01:15:37: wenn sie in der Früh-Sendung senden dann erreichen sie fünfhunderttausend Menschen zur wichtigen Zeit.
01:15:43: Wir haben trotzdem als wir diese Reform begannen haben und mal so eine Überschirtsschlagsrechnung gemacht, weil wir auch geahnt haben dass diese Frage natürlich kommt.
01:15:53: Weil es naheliegt man sagt dann die hatten bisher uns jetzt so.
01:15:56: Da haben wir ungefähr gesehen das sie.
01:15:58: natürlich gibt's da für den Einbereich oder so Abweichungen aber die sind nie mehr als fünfzehn Prozent.
01:16:04: rauf und runter ist aber auch ne Frage natürlich immer was Sie annehmen.
01:16:08: ich will Ihnen sagen wie wird bei der Religionshändung wir darauf blicken würden?
01:16:11: Ich bleib jetzt mal bei den Minuten.
01:16:13: ganz kurz ja Also die Religion hat im künftigen Schema einen Hintergrundreligion.
01:16:23: Sie hat eine Stundensendung am Abend, sie wird im Monatsverlauf eine eigene Dialogsendung haben.
01:16:33: Sie wird aber natürlich vor allem in unseren Informationssendungen dort wo wir ja die fachredaktionelle Recherche hineinführen auf diese nicht so selten vertreten sein, weil unsere Religionsredaktion ja schon heute – nicht zufällig auch Religion und Gesellschaft heißt.
01:16:55: Das heißt die politischen gesellschaftlichen Bezüge von Religion sind in unserem Programm stehen im Mittelpunkt.
01:17:04: Diese Themen werden Das ist eine Prognose, aber die beruht natürlich auch Erfahrungen.
01:17:11: Wie kommt Religion schon heute in unseren Informationssendungen vor?
01:17:17: Immer wieder vertreten sein!
01:17:19: Die Religion wird auch in der Kultursendung am Nachmittag sicherlich vertrete sein mit Themen.
01:17:26: sie wird in den langen Strecken der Kultur am Sonntag vertreteen sein.
01:17:35: Sendungen wie... also Gesprächsformate, die wir neu einführen werden ebenfalls für alle Fachredaktionen geöffnet sein.
01:17:46: Sie werden im Wochenverlauf eine in etwa sage ich jetzt mal gleich große Anzahl von Sendeminuten wenn man das zugrunde liegen will haben.
01:18:02: sie werden all diese Themen digital auffindbar haben.
01:18:06: Das heißt, der Hörer, die Hörerin, die bisher gesagt hat sie ist eine regelmäßige Hörin von Tag für Tag.
01:18:14: Diese Sendung wird es tatsächlich nicht mehr geben aber sie wird neue Religionssendungen im Schema haben und sie wird alle Themen der Religion ruhigen sogar von Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunkt Nova dort gibt das ja auch Religionsberichterstattung bei uns digital aufwinden und nachhören können.
01:18:32: Nur noch eine Nachfrage, weil ich das vielleicht falsch mitgeschrieben habe.
01:18:35: Welche Zahl stimmt nun?
01:18:36: Fünfunddreißig oder siebenunddreißig Plätze?
01:18:40: Die lief' ich Ihnen gleich nach.
01:18:41: Ich ... Sie sag', wir wollen ja sauber greifieren nicht?
01:18:46: Ja, ja.
01:18:47: Das ist also, sagen wir so... Wir sind zur Zeit, ich will Ihnen erklären warum vielleicht auch zwei Zahlen im Umlauf sind, auf der Detailausarbeitung in den Informationssendungen.
01:19:01: Das sind wir momentan dran, das sind für die Früh-Sendung zum Beispiel drei Rechercheplätze gesetzt.
01:19:07: Am Mittag und am Abend sind wir noch am Feintunen können es zwei sein, können es drei sein.
01:19:14: bekommt die Wirtschaft einen festen Platz?
01:19:16: auch das werden wir künftig haben.
01:19:18: also Wirtschaftsberichterstattung wird wie heute schon das sind Sendeplätze die sind die sind festgesetzt immer schon da reduziert das Rechercheplätze, die hinzukommen oder nicht.
01:19:29: Deshalb habe ich diese Zahl gegriffen.
01:19:32: Wenn Sie sagen ungefähr fünfunddreißig dann passt das in jedem Fall und so gehen wir
01:19:38: daran.".
01:19:41: Sie haben gefragt wie die Hörerinnen und Hörere ausgewählt werden zukünftig für die Dialogschrecke eigentlich genauso wie bisher nur noch viel verfeinert er?
01:19:50: Wir sind der Deutschlandfunk unsere interessiert, an dem was wir bieten.
01:19:57: Das heißt die bringen schon eine Menge mit und wir verlangen auch viel von ihnen.
01:20:01: ich habe noch nie Angst gehabt dass da so ein Kesselbundes in so einer Call-In-Sendung rauskommt wenn wir sie machen.
01:20:09: das wird auch in Zukunft nicht passieren.
01:20:11: wenn ich sage wir verfeinern das heißt es wir wollen es deutlich zugänglicher machen dieses Format für die Leute die uns hören.
01:20:22: Das heißt, wir werden vielmehr mit unseren Social-Media-Kollegen zusammenarbeiten.
01:20:27: Wir werden auch unsere App mit neuen Features die jetzt bald ausgerollt werden nutzen können dafür.
01:20:33: Wir werde natürlich nach wie vor das gute alte Telefon haben.
01:20:36: Es heißt ja Call In also da sollen auch Stimmen rein!
01:20:40: Wir werden viel mehr als vorher schon im Vorfeld der Sendung und im Programm auf das Thema des nächsten Tages hinweisen damit die Leute, die an dem Morgen vielleicht gerade bei der Arbeit sind trotzdem die Möglichkeit haben und nutzen vielleicht am Vortagabend schon mal uns anzurufen um zu erzählen was ihnen an dem Thema wichtig ist.
01:21:02: Wir haben als wir uns die Sendestrecke jetzt angeguckt haben dies ja auch schon gibt eine halbe Stunde kürzer also in Zukunft.
01:21:08: aber wir haben ja schon so eine Art Call Insendung ein Dialogformat.
01:21:14: fünfmal in der Woche haben wir gemerkt, dass wir eigentlich so ein kleines bisschen hinter unserem Versprechen zurückbleiben eine echte Call-Insernung zu sein.
01:21:22: Weil wir schon auch sehr im Vordergrund haben an den Morgenden das wir erst mal mit den Experten sprechen und mit den Expertinnen Und dass wir dann manchmal auch merken um wie viel Mühe wir haben in der ersten halben Stunde einen zwei Hörer mit reinzunehmen.
01:21:39: Das hat glaube ich ein bisschen damit zu tun wie wir die Teilnehmer an so einer Sendung gewichten.
01:21:44: Und das wollen wir anders machen, also wir wollen schon auch den Menschen, die unsere Sendungen live hören und das ist ein absolut klassischer Live-Radium Moment, eine Call in Sendung.
01:21:55: Wir wollen den Leuten, die uns hören, das Gefühl geben dass wir nicht über sie berichten und mit der Experten über Themen sprechen sondern dass Sie bei uns ihre Argumente los werden können ihren Blick auf das Thema und dass wir so auch noch deutlich besser multiperspektivisch sein können.
01:22:16: Und schließlich werden wir von den Beitragszahlern finanziert.
01:22:23: Ja, vielen Dank!
01:22:25: Philipp Nitsch hat sich sehr erst gemeldet danach haben wir ihn genommen.
01:22:29: Vielen Dank Philipp Nutsche auch von der Medienhülle freier Medienjournalist.
01:22:33: ich habe eine Frage zu diesem Fenster Medias-Rais also am Nachmittag die Sendeschine von siebzehn Uhr zehn bis achtzehn uhr dreißig.
01:22:41: Bis jetzt war das ja immer eine recht ausführliche Sendung, ich glaube auch zwischen zehn und zwanzig Minuten die da regelmäßig gesendet hat.
01:22:50: Hier steht Fenstermedias-Rechs.
01:22:52: wie darf ich mir das vorstellen?
01:22:53: Ist das so eine Art Fenster einer Auskoplung aus einem Podcastprodukt was sich dann künftig live im täglichen Radioprogramm senden kann sodass ich aber als Hörer auch die Möglichkeit habe in der tiefe künftig-Medienthemen zumindest im Podcastbereich hören zu können?
01:23:16: Was verbirgt sich hinter den Fenstern Medias Rees, das wird eine tägliche Medienberichterstattung von medias rees in unserer Tagesaktuell.
01:23:26: In den Informationen am Abend sein.
01:23:30: wir stellen uns das wird im Detail auch erarbeitet.
01:23:33: Wir stellen uns dass in zwei Komponenten vor.
01:23:36: zum einen wird es ein Beitrag sein, wie Sie ihn in Medias Rays heute auch vorfinden können.
01:23:45: Zu einem Tagesaktuellen Thema.
01:23:48: und das Zweite wir möchten die Funktion der Medias-Rays und insofern hat Medias Rees auch im neuen Schema eine Sonderrolle spielt es eine Sonderolle.
01:23:57: Medias Res soll die Funktion, die es heute hatte ist ja auch ein Schaufenster in unser eigenes Arbeiten hinein.
01:24:06: Wir gehen dort auch transparent und selbstkritisch mit unserer eigenen Arbeit um.
01:24:13: Und blicken auf diese, auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, auf unser Handwerk.
01:24:19: Und diese Funktion wollen wir unbedingt im neuen Schema für Mediasres erhalten.
01:24:25: Das heißt neben dem Tagesaktuellen Beitrag in der Information am Abend wird es immer auch ein Beitrag.
01:24:34: Das kann in unterschiedlicher Form, im Gestalt eines Kollegengesprächs oder eines gebauten Beitrag sein.
01:24:40: Er haben diese Aufgabe der Selbstreflexion und der kritischen Auseinandersetzung mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit uns selber weiter beinhaltet und hat.
01:24:55: Das war uns sehr wichtig.
01:24:57: deshalb ist das dort dabei.
01:24:59: Daneben werden wir, weil die Medienberichterstattung gerade angesprochen ist.
01:25:03: Medias Rees wird auch wie andere Fachsendungen natürlich eine Fachsending Hintergrundmedien haben.
01:25:09: Sie wird auch eine Dialog-Sendung verantworten.
01:25:13: Medienthemen werden auch am Nachmittag und am Wochenende in der Kulturstrecke vorkommen können Und wir senden, das ist eine Neuerung.
01:25:25: Wir haben ja den Podcast Medias Rees nach Redaktionsschluss.
01:25:28: Den haben wir bisher linear immer gekürzt, was immer schade war.
01:25:33: Außerdem ist es aufwendig, Podcast zu kürzen.
01:25:36: Den werden wir künftig in voller Länge im Schema ausstrahlen am Freitag.
01:25:41: Das heißt der Podcast nach Redakzonschluss wird komplett linear ausgestrahlt.
01:25:50: Allerbessendank für die Antwort!
01:25:55: Ich habe eine Frage bei dem, was Sie erläutert haben.
01:26:01: Da gibt es Anforderungsprofile die sich für die Redakteure ändern.
01:26:04: Da gibts ganz klare Anreize dieser Redakteur auch gegebenenfalls zu Schulen in die Zeit zu geben und sie auf diesen Weg zu bringen.
01:26:15: Erhebliche
01:26:16: Teile
01:26:18: der Sendungen und des Sendebetriebs werden ja von freien geleistet teilweise mehr als fünfzig Prozent, je nach Sendung.
01:26:25: Können Sie ein bisschen beschreiben?
01:26:27: Und das sind ja dann wahrscheinlich einige hundert, die eigentlich zum Inventar mitgehören in erheblichen Teilen.
01:26:34: was kommt auf die denn eigentlich zu und
01:26:36: wie?
01:26:39: Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt für uns Die, also wir sind auf diese freien Kolleginnen und Kollegen angewiesen.
01:26:48: Und die sind Teil unseres Schaffens und das sollen sie auch bleiben.
01:26:53: aber Sie sind natürlich in einer anderen Situation als Festangestellte.
01:26:59: Deswegen gibt es auch nicht die Situation der Freien sondern ist halt total unterschiedlich.
01:27:06: Ein großer Teil.
01:27:09: für die wird sich nichts ändern oder sehr wenig Und für andere wird sich einiges ändern.
01:27:19: sind wir schon seit Monaten da dran zu überlegen, wie wir auch so einen Prozess organisieren für die Kolleginnen und Kollegen oder tatsächlich Beschäftigungsformen wegfallen.
01:27:32: Und denen neue Angebote zu machen, die gut darüber zu informieren was entsteht der Neu?
01:27:41: Wo kann man anklopfen und was muss man da vielleicht mitbringen?
01:27:48: Wir werden bei diesem Prozess unterstützt von der freien Vertretung und mit denen sind wir in regelmäßigen Gesprächen.
01:27:55: Wir sind gerade in Vorbereitung dessen, dass wir bekannt geben wo Werden jetzt Casting stattfinden für Moderation neuer Formate?
01:28:09: Wie kann man sich dafür bewerben?
01:28:11: wie sieht so ein Prozess aus?
01:28:14: Wir sind in der Vorbereitung noch mal eines großen Tages, der sich speziell an Autorinnen und Autoren richtet.
01:28:22: Das sind Journalisten die... nicht so häufig physisch im Funkhaus sind wie Moderatoren oder Kolleginnen und Kollegen, die in redaktionellen Schichten sind.
01:28:34: Die sind aber auch für uns wichtig und haben aber ein Stückchen weiter weg von den Informationen und müssen wissen wo sie künftig anbieten können gegebenenfalls auch neuen Redaktionen präsentieren können.
01:28:52: Deswegen wird es noch vor den Sommerferien einen sogenannten Tag der Expertise geben, das ist nicht mein Titel sondern er ist von den Kolleginnen und Kollegen der Freien Vertretung gewählt worden.
01:29:02: die organisieren das aus aber wir machen mit.
01:29:05: Wir werden an dem Tag noch mal eine große Informationsveranstaltung machen, den Stand der Dinger besprechen und dann so etwas wie Speed-Datings zwischen Autorinnen und Autoren und Redaktionen organisieren.
01:29:22: Und auch nochmal zu erläutern, wie man nach diesem Tag noch miteinander ins Gespräch kommt.
01:29:30: Ja, das ist.
01:29:31: Und Sie haben auch den... müssen wir schulen?
01:29:34: Müssen wir durch Trainings machen?
01:29:37: Auch da sind wir dran!
01:29:39: Ich will auch nochmal betonen Freie Kolleginnen und Kollegen waren von der ersten Arbeitsgruppenphase an beteiligt.
01:29:48: Das ist auf der einen Seite sehr gut, weil die natürlich an manchen Stellen über eine hohe Expertise verfügen Und wir auch deren Brain mit nutzen konnten bei der Entwicklung neuer Formate.
01:30:00: Gleichzeitig war natürlich dadurch im Haus auch bekannt Wir sind dran es werden sich Dinge verändern und das hat natürlich Unruhe ausgelöst, weil es sehr schwer ist abzuschätzen auch für einzelne Kolleginnen und Kollegen.
01:30:12: Was bedeutet das denn für mich konkret?
01:30:15: Wir sind jetzt auch schon in Gesprächen, dass Redaktionsleiter und Abteilungsleitungen mit den festen Freien im Gespräch ist eben um zu sagen überall da wo's schon klar Du kannst hier weiterarbeiten oder dich werden wir in dieser oder jener Rolle einsetzen.
01:30:36: Aber das ist ein Prozess, der läuft und der wird uns bis zum Start auch noch intensiv beschäftigen.
01:30:42: Darf ich eine winzige Nachfrage stellen?
01:30:45: Danke!
01:30:46: Also für die Autoren, das finde ich... Ist mir konkret irgendwie
01:30:52: vorstellbar
01:30:53: was da passiert für diejenigen, So immer wieder vom Moderationsdienst in den kürzeren Sendungen gemacht haben, von denen es mehr gab und denjenigen die dann auch Redaktionsdienste gemacht haben.
01:31:05: Planungsdiensten da ist mir noch nicht so klar... Also das ist ja eher plausibel dass eben da eine ganze Menge Schichten einsetzte wegfallen und sich da Kollegen, die das bisher ergemacht haben irgendwie deutlicher verändern müssen.
01:31:20: Ja,
01:31:22: die werden sich in Teilen umorientieren.
01:31:26: also wir werden tendenziell weniger Geld für Moderationen ausgegeben.
01:31:32: Also wir werden weniger Moderationseinsätze haben weniger, aber wir brauchen auch weiter redaktionelle Planungsschichten.
01:31:42: Das wird sich nur ein bisschen verschieben.
01:31:43: Aber in der Tendenz wahrscheinlich auch da etwas weniger.
01:31:46: Wir werden aber mehr Autorinnen und Autoren brauchen für Recherchen und auch für Umsetzung also es wird sich ein bisschen verschieben.
01:31:56: Ich habe in irgendeinem Interview oder habe ich was gesagt, es fließt jetzt sehr viel Geld in Moderation und das soll künftig weniger sein.
01:32:07: Und da haben mich die Kollegen darauf hingewiesen, dass Moderation auch eine fachjournalistische Leistung ist.
01:32:12: Das wollte ich hier nochmal klarstellen – das stimmt natürlich!
01:32:16: Und Kolleginnen und Kollegen, die vielleicht aus der Moderation rausfliegen einer bestimmten Sendung, weil's sie in der Form nicht mehr gibt aber auch sowieso sich in diesem Themenfeld auskennen und auch als Autoren arbeiten können.
01:32:30: Die mache ich mir eigentlich nicht so viele Gedanken, also es gibt einige Leute die nur moderieren das kann passieren.
01:32:39: Also sie müssen sich dann wahrscheinlich umorientieren.
01:32:41: Aber generell ist es so dass wir Das finden wir unter journalistischen Gesichtspunkten auch gut, aber das ist glaube ich insgesamt nicht verkehrt.
01:32:56: Ich verkürze jetzt so ein bisschen – Wir werden etwas weniger Geld in den Aufwand bei der Abwicklung von Einzelsendungen geben und mehr Geld und mehr Aufwand in Recherche und in journalistische Produkte.
01:33:10: Und das ist etwas, von dem wir alle überzeugt sind!
01:33:16: Liebe Frau Röter, ich habe Ihre Meldungen gesehen.
01:33:18: Sie können das nicht sehen hier im Raum.
01:33:20: Ich versuche die Meldung nacheinander abzuarbeiten.
01:33:23: Wir haben aktuell noch drei Meldungsmeldungen und jetzt die vierte, fünfte?
01:33:31: Genau wie Tina Schmidin konnte sich ja schon ganz gut einflächten mit dem Blick in die Wissensthemen und Planungen.
01:33:39: Deshalb nur für alle zur Orientierung sind wir sozusagen der Abschlussrunde.
01:33:44: Deswegen alle, die noch Fragen haben, gerne die Hand heben.
01:33:48: Und ich habe auf der Liste jetzt Stefan Fischer.
01:33:53: Ich habe noch
01:33:54: zwei Fragen.
01:33:54: Die erste ist stimmt Ihre Auffassung nach der Zuschnitt der Fachreaktionen?
01:34:00: Noch.
01:34:01: Also ich komme aus dem Haus.
01:34:02: da gibt es eine Wissensreaktion.
01:34:03: Da sind Astrophysiker und Mediziner und alle beieinander.
01:34:06: Sie haben gerade erklärt dass siebzehn Redaktions zusammenkommen um eine Veranstaltung zu machen.
01:34:13: Sie haben eine eigene Literatur Sendung neben einer Kulturreaktion.
01:34:17: Das ist die erste Frage, und die zweite Frage
01:34:19: ist wie
01:34:20: ernst von Ihrer breiten Wirkung und auch in Ihren Inhalten nehmen sie die Petitionen, die gestartet wurde für den Erhalt des
01:34:28: Status
01:34:28: quo?
01:34:31: Ich fange mal ganz kurz an.
01:34:32: ich finde das eine gute Frage.
01:34:36: Die Tatsache dass wir in Teilen jetzt Sendungen haben, die sehr kleinteilig sind ab Nachmittag.
01:34:44: Heißt nicht unbedingt dass das jede... ...vierundzwanzig Minuten Sendung eine eigene Redaktion hat.
01:34:51: also sie sind schon etwas größeren Zusammenhängen.
01:34:53: trotzdem ist es ne gute Frage.
01:34:57: Ja, ist eine sehr gute Frage.
01:34:58: Also wir haben vor fast zwei Jahre, als wir angefangen haben uns über die neue Struktur oder das neue Schema Gedanken zu machen, haben wir uns überlegt bei mir in der Abteilung ob denn genau das stimmt?
01:35:11: Dass die Zuschnitte der Redaktionen in der Aptalung überhaupt geeignet sind um so ein neues Senderschimmer auf die Beine zu stellen.
01:35:19: Und also von einem halben Jahr hätte hier gestanden Abteilungsleiterwissenschaft und Bildung.
01:35:23: Jetzt heißt es Wissen und Dialog, das sagt im Grunde schon was.
01:35:26: Also in diesen zwei Jahren ist in meiner Abteilung strukturell auch einiges verändert worden weil wir anders zusammenarbeiten werden in Zukunft.
01:35:35: Es ist kein Fachredakteur weniger da und es sind auch keine Assistenzen oder irgendwo anders hingegeben worden, sondern das sind dieselben Leute mit denselben Kompetenzbereichen.
01:35:45: Die bleiben da auch.
01:35:46: aber wir haben jetzt zum Beispiel ein Ressort gegründet.
01:35:48: Das heißt wissen, dass heißt da werden wir alles was mit Berichterstattung in Bezug auf Bildung Natur Geistes und Sozialwissenschaften Geschichte IT Technologie angeht zusammen führen.
01:36:02: Das heißt, die werden sich regelmäßig in die Augen gucken und wergen regelmäßig aus ihren eigenen Kompetenzbereichen die Dinge, die wichtig sind für den Tag, für die Woche oder vielleicht für die nächsten vier Wochen zusammenlegen und gucken wie man da am besten ein gutes Programm draus macht.
01:36:15: also wir haben strukturell was verändert.
01:36:17: Also jetzt ist nicht überall so gemacht worden aber bei mir und da ist dann auch diese Redaktion Dialog dazu gekommen Die hat es in Teilen vorher auch schon dargegeben, aber da wir jetzt so eine Art Formatredaktion sein werden die darauf achten wird dass die Fachredaktionen die in Zukunft diese Sendefläche bespielen.
01:36:36: Auch formatreu sind also wirklich die Hörer in den Mittelpunktstellen und die Lebenswelten.
01:36:42: Die wird jetzt also ein eigenes eigene kleine Redaktionseinheit bilden.
01:36:50: Ja zum Thema Petition.
01:36:54: Ich sage jetzt nicht, wir sind hier unter uns.
01:36:56: Aber ich sag's Ihnen mal ganz offen.
01:36:57: also auf den ersten Blick haben wir uns natürlich geagert weil wenn wir da Dinge drin gelesen haben die einfach nicht zutreffen ja das Schreddern von Fachkompetenz Auflösen von Fachsendungen Durchhörbarkeit von so ein süffiges Programm was uns darunter stellt wurde darüber haben wir es geagart.
01:37:20: Aber wenn man dann nochmal genau nachliest und wir bekommen ja in der Folge der Petition auch die eine oder andere Zuschrift, dann sieht man eben auch dass ein Maß an Wertschätzung unserem Programm gegenüber auch geäußert wird.
01:37:35: In den vielen Jahrzehnten im Geschäft, die man selten antrifft und deswegen nehmen das natürlich auch ernst Es gibt gerade im Wissenschaftsbereich, extreme wie im Literatur-Kulturbereich.
01:37:47: Extreme Sensibilität und extreme Empfindlichkeit bei Veränderungen weil diese Bereiche, die zuständigen Bereiche immer die Sorge haben dass sie hin rüber kippen neben der Tagesaktualität, neben den zu vieleren Themen usw.. Wir haben vor einigen Jahren mal ein intensives Gespräch mit Vertretern der Wissenschaftskommunikation hier gehabt.
01:38:08: Das war im Nachgang Corona und so weiter, und da haben die uns auch beschrieben wie schwer es ist, mit ihren Inhalten in irgendeiner Weise durchzukommen.
01:38:15: Und wenn Sie mit Verlachsleuten reden oder mit Bereichleuten aus dem Musikbereich
01:38:20: usw.,
01:38:20: können wir Ihnen ganz Ähnliches berichten?
01:38:23: D.h.
01:38:23: diese Branche, wenn man sie nennen will oder dieser Bereich, der ist extrem sensibel das Gefühl einfach, dass da ganz schnell was ins Rutschen kommt.
01:38:34: Und unsere Aufgabe jetzt in den nächsten Monaten wird sein – wir laden da viele von denen auch einen aus diesen Bereichen und erklären ihnen, was wir davor haben zu signalisieren – diese Themen werden vorkommen, die Ihnen so wichtig sind.
01:38:49: Die relevantsteile Themen sehen wir und wir werden weiter am Fachredaktionsprinzip festhalten.
01:38:55: Das wurde eben gesagt, es ist Teil der DNA dieses Hauses.
01:38:59: Das hat auch was damit zu tun, dass das eine Möglichkeit ist uns von anderen Sendern und anderen Angeboten zu unterscheiden.
01:39:06: Wir machen das ja nicht für uns, sondern wir müssen belegen und begründen, warum es in Deutschland Radio gibt mit seinen Programmen und warum wir das anders machen als andere.
01:39:17: Das heißt nach dem ersten Ärger über manches, was da schräg drin ist, nehmen wir's auch als Aufforderung zum Tanz und zum Dialog mit Menschen die mit uns reden wollen und werden versuchen, da durch Aufklärung ein bisschen Beruhigung reinzubringen.
01:39:34: Darf ich das ergänzen?
01:39:39: Wir echten alle also Reform ist richtig viel Arbeit Das muss ich sagen.
01:39:43: uns machen wir jetzt erst nicht seit ein paar Wochen sondern schon richtig lange.
01:39:46: es haben alle die in den Redaktionen arbeiten und das sind die Freien genauso wie die Assistenten oder die Redakteurinnen und Redakteure an diesen Workshops in diesen Arbeitsgruppen wie verrückt mitgearbeitet, jetzt seit vielen Monaten schon.
01:40:01: Also die ganze Belegschaft ist frei und fest unter einer richtig starken Arbeitslast gerade weil das Programm läuft ja weiter und das kommt quasi oben drauf.
01:40:14: Ich muss gestehen dass ich mich über die Berichterstattung in den letzten Tagen und Wochen ein bisschen gewundert habe.
01:40:21: Das ist verständlich, kriegt man mit so Veränderungsgeschichten nicht jeden abgeholt.
01:40:25: Aber in meiner Abteilung das weiß ich weil ich viel mit den Leuten rede und weil wir ja alle gemeinsam an Tischen sitzen und planen wie unser neues Schema aussehen soll in Zukunft.
01:40:34: die allermeisten von uns sehen das als Riesenschancen Riesenschancen und können es auch nicht erwarten, bis es endlich losgeht.
01:40:42: Die beiden Beispiele die ich eben genannt habe diese Hitzewelle die Geschichte mit der Expertenkommission da haben ganz viele Leute gesagt wenn wir jetzt das neue Schema schon hätten würde uns das hier wirklich leichter fallen noch besser noch gut noch bessere Inhalte zu bieten.
01:40:55: also im Grunde ist das eine Chance für mehr Recherche.
01:40:58: Es ist ne Chance für Neue journalistische Formate Für Mehr Tiefe Und Das ist vor allen Dingen und dass hast du nämlich mal gesagt das ist eine chance für deutlich mehr DLF originale.
01:41:09: Wir senden einfach viel ARD im Moment, weil wir gar nicht die Zeit haben zum recherchieren.
01:41:16: Weniger als wir wollen.
01:41:20: Ja ich würde noch anschließen, weil in der ganzen Debatte und auch jetzt hier in unserem Gespräch fällt mir auf Wir kriegen sehr viel Fragen zum Ist-Zustand.
01:41:32: Also wo finde ich denn in Zukunft die Inhalte, die es jetzt gibt?
01:41:36: Wir haben über Sendeminuten gesprochen, wobei ich immer finde, Vielzahl ist nicht viel Fallt – das ist ein Unterschied!
01:41:45: Also wir reden sehr darüber.
01:41:46: was ist jetzt und was könnte ich in Zukunft vermissen?
01:41:50: Wir reden zu wenig darüber Was können wir in Zukunft für Menschen erreichen, die wir nicht haben?
01:41:55: und wenn sie sich angucken wie in der Deutschlandfunk erreicht?
01:41:58: Dann können wir uns auf der einen Seite freuen und sagen ja das sind jeden Tag gute zwei Komma fünf Millionen Leute.
01:42:04: Gucken Sie mal an was das für eine Soziostruktur ist!
01:42:08: Da muss ich sagen, da mache ich mir dann ein bisschen Sorgen.
01:42:10: Weil ich denke ja, ein paar Jüngere wären gut!
01:42:12: Die werde ich vielleicht gar nicht mit einem linearen Radio gucken kriegen weil nur noch ein Drittel von denen wirklich regulär noch Radio hört.
01:42:19: Ich kriege die aber im Digitalen.
01:42:21: und wenn ich es schaffe gute Inhalte zu machen wie auch gesucht werden.
01:42:25: Iona Teichmann hat das vorhin gesagt, die thematisch gesucht wird und wo der Deutschlandfunk eine einzigartigkeit hat Dann bin ich beruhigter und denke mir, wenn wir es schaffen das im digitalen stärker auszuspielen dann bin ich froh weil wir dürfen nicht nur aufs lineare schauen.
01:42:39: Wir müssen auf die gesamtheit schauen und da sehe ich sozusagen die summe aus dass was wie im radio kriegen was wir auch noch stärken können wo wir unser profil auch nochmal deutlich klarer machen können Auch im vergleich zur ad ja aber auch Im digitalen weil dort liegt unsere zukunft mindestens Genau so.
01:42:57: Und das, finde ich, geht in der ganzen Diskussion ein bisschen unter und ich würde mich freuen wenn wir auch darauf ab und an mal den Fokus legen.
01:43:05: Ja vielen Dank!
01:43:05: Wenn die Meldungen noch alle aktuell sind dann ist jetzt Michael Meier.
01:43:10: Ich bin heute für einen WDR hier.
01:43:12: Ich habe drei ganz kurze Fragen wobei es ganz gut jetzt auch passt und zwar also das eine ist ja auch schon etliche Programmerformen in meinem Leben mitgemacht über verschiedenen Sendern diese Reform nicht auch so ein bisschen sauber mal bürgt, die nicht hier und da so die Gefahr dass so ich sag jetzt mal so thematische Spitzen abgeschnitten werden.
01:43:30: Also im Sinne von das manche Themen ist ja auch das was wir gerade eben besprochen haben, also dass manche Themen dann nicht mehr vorkommen.
01:43:36: Also wenn ich zwischendurch die Kultursendung angucke es ist quasi eine Fusion aus drei Sendungen, wie ich es richtig sehe, Kulturkrosse und Literatur Nur als offene Frage jetzt formuliert.
01:43:49: Also wird da manches vielleicht nicht mehr so stattfinden können, weil schlicht und ergreifend der Platz nicht mehr dafür ist?
01:43:56: Zweite Frage nur ganz kurz, weil ich schon mal dran bin – wie sieht denn das eigentlich aus mit der Musik?
01:44:03: Das ist ja auch im Tagesverlauf unterschiedlich von ohne es abfällig zu meinen aber so von Fahrstuhlmusik zu dann richtiger Musik.
01:44:13: Wie sieht das künftig aus?
01:44:16: Und das Dritte ist, was ich noch nicht ganz verstanden habe.
01:44:19: Also ich hab jetzt schon kapiert worauf das jetzt zieht dass meine jüngere Zielgruppen erreichen will.
01:44:24: aber weil sie noch nicht ganze kapiert haben es so wie jetzt genau also weil die Hintergründe sollen dann als Podcast
01:44:35: auch
01:44:36: angeboten werden.
01:44:37: Da wäre jetzt mal meine Frage, weil Podcasts haben ja auch so eine bestimmte Form.
01:44:42: Das ist ja dann irgendwie auch sehr dialogisch im Sinne von... Also es ist ja ne andere Machart hier oft als jetzt wie im Linearenprogramm oder so.
01:44:51: Wen die denn auch?
01:44:52: klingen
01:44:53: oder nicht, also das würde ich jetzt einfach gerne... Sorry zu drei Fragen.
01:44:58: Das ist die berühmte Dreifachfrage.
01:45:02: Genau und ich fange einfach mal an und bitte dann die Kollegen mich zu ergänzen Ja es werden einzelne Beiträge und wahrscheinlich auch Themen wegfallen aber Das, was Sie beschreiben liegt mir sehr am Herzen.
01:45:16: Also wir haben unterschiedliche Begrifflichkeiten für diese vermeintlich kleinen Themen.
01:45:21: also es gibt ja so Themen die sind geborene Themen die machen alle die werden wir auch machen und wir werden auch tolle Dinge bedeutende Themen relevante Themen entdecken und wir wären die noch intensiver machen.
01:45:33: aber ich habe auch ein großes Herz für diese kleine nördigen Themen Manchmal aus den Fachredaktionen kommen.
01:45:46: Da haben wir sehr lange und sehr intensiv drüber nachgedacht.
01:45:50: Und das muss uns gelingen, dass ist eines unserer Ziele, dass wir die nach wie vor im Programm auftauchen lassen.
01:45:59: Ich bin da auch nicht unoptimistisch.
01:46:01: Ich spare mir jetzt hier.
01:46:03: meine Kollegen kennen immer die Beispiele.
01:46:04: Wir haben immer wieder das Programm daraufhin abgehört und überlegt würde denn dieses Thema im neuen Programmschema auftauchten?
01:46:13: Wo wird es auftaucht
01:46:14: usw.?
01:46:16: nur sagen, das haben wir auf dem Schirm und das werden wir überprüfen.
01:46:22: Das ist die Stärke von Radio dass sie auf einmal etwas hören was Sie sich niemals ausgesucht hätten aber was sie auch total interessant finden.
01:46:33: und ich sage jetzt doch das Beispiel aber zitieren es nicht weil die Kollegen langweils inzwischen ich habe als ich mal Tag für Tag gehört hab Und darüber nachgedacht habe, wie ist so das Programm?
01:46:47: Was sind unsere Themen?
01:46:48: Die machen ja auch Aktualität und Kirchenpolitik.
01:46:51: Aber ich hab da ein großartiges Interview zu den Wunden des Heiligen Franz gehört, und zwar aus evangelisch-theologischer Sicht also die kirchengebundene Leute können sich das vielleicht etwas vorstellen Wenn Sie so wollen, ein richtig abseitiges Thema.
01:47:08: Es war großartig und ich war sehr stolz darauf dass die Redaktion das gemacht hat und ich wünsche mir unbedingt, dass solche Themen demnächst noch im Programm sind.
01:47:18: Ich habe noch ein schönes Thema Die Quackermusche.
01:47:21: Die ist eingewandert aus dem Schwarzmeerraum und da kann man ganz wunderbare große, also an so einer kleinen Spitzengeschichte kann man eine ganz wunderbarere große Geschichten erzählen.
01:47:30: Die ist invasiv die macht total viel kaputt und damit können sich verschiedene Redaktionen, verschiedene Fachleute gut auseinandersetzen und können daraus... Und die wird mit Sicherheit!
01:47:40: Die Quagga Muschel hat ne golde Zukunft bei uns im Programm.
01:47:44: Ich sage mal was kurz zur Musikfrage Im Schema.
01:47:55: Das werden Musikjournalistische Sendungen sein, so wie wir sie heute auch im Programm haben.
01:48:03: Mit Mikrofon bezüglich?
01:48:04: Wie
01:48:04: ich.
01:48:05: Meine Frage ging ja auch in die Richtung, wie die Musik über Tag...
01:48:09: Über den Tag!
01:48:09: Ja also wird's da Musik geben oder gar nicht?
01:48:11: Also
01:48:12: genau, da gibt es eine Arbeitsgruppe, die arbeitet daran mit der Frage, wie soll Deutschland vom Klingen über den Tag.
01:48:19: Tatsächlich sind das genau die Fragen, welche Rolle spielt Musik im Tagesprogramm?
01:48:26: Wo kommt sie vor?
01:48:27: Es wird sich im Wesentlichen nichts am Wortanteil verändern in unserem Programm.
01:48:31: Das heißt es wird ein Wortprogramm sein.
01:48:34: wir werden in den Informationen ermorgen aber mehr zum trennen Musiken haben.
01:48:41: In den weiteren Teilen des Tages wird so wenig Musik stattfinden wie das heute der Fall ist Und am Abend sind eben, aber dann habe ich die Frage einfach nicht ganz richtig verstanden.
01:48:52: Dort gibt es die musikjournalistischen Sendungen und die Konzerte, die an anderen Stellen sind.
01:48:57: Wir werden teilweise auch von Deutschland von Kultur Musiksendungen bei uns übernehmen.
01:49:02: Die Interpretationen zum Beispiel finden Sie in unserem Programm und von Deutschlandfunk Nova den Club der Republik.
01:49:10: zu der Frage
01:49:20: Ja, genau.
01:49:23: Wir haben die belastbare These, dass diese Inhalte, die wir durch die Programmreform ja regulär viel stärker haben.
01:49:31: Also insbesondere den Hintergrund also ein Thema eine Fragestellung und dann von sehr verschiedenen Perspektiven betrachtet Dass wir damit das Digitale zum einen stärken können und auch jüngere Zielgruppen erreichen weil wir merken anhand der Daten die wir haben Das was wir momentan im digitalen anbieten also eher kürzere Sachen dass die nicht so gut funktionieren, weil die Leute wirklich thematisch suchen.
01:49:56: Weil auch in den jüngeren Zielgruppen tatsächlich gesucht wird Straße von Hormus was hat das mit mir zu tun?
01:50:02: Also ich spitze es jetzt mal zu und dass wir diese Angebote viel öfter haben, dass wir dieser Angebote dann damit auch mit kürzerem Zeitvorlauf haben Das wird uns helfen, das wird uns für die eigenen Plattform helfen also für unsere Deutschlandfunk Audiothek wird uns das helfen.
01:50:20: Das wird uns aber auch für die großen Social-Kanäle helfen, wenn man damit natürlich mit dem Material was wir haben gut arbeiten kann und dann sozusagen auch wieder die Rückverweise auf uns treffen kann.
01:50:29: also wir haben einfach besseren Inhalt zur Verfügung, der im digitalen Gut funktioniert.
01:50:34: Wir waren ja in Deutschland schon sehr früh auf den verschiedenen digitalen Plattform und haben gemerkt das was funktioniert ist in der Regel monothematisch hat an der Regel eine größere Tiefe und es nicht irgendwie ein ausgekoppelter Magazinbeitrag oder noch schlechter liefes mit ganzen Sendungen die wir teilweise auch mal ausgekoppelt haben.
01:50:51: also das funktioniert nicht gut und deswegen sind wir ganz zuversichtlich dass wir mit dieser Programmreform auch das digitale stärken können.
01:51:00: Und nein, die Hintergründe werden sich nicht so anhören wie der klassische Podcast aber auch nicht wieder hintergrund jetzt.
01:51:09: Es wird eine gewisse Format Breite geben weil ja sehr viele Fachredaktionen mit diesem Format arbeiten werden und da sind wir gerade noch in der Entwicklung auf gutem Weg.
01:51:22: Ich habe im Moment auf der Liste noch fünf Meldungen.
01:51:24: Ich hoffe nicht alle mit Tivo als drei Fragen und schlage vor, dass wir versuchen so bis dreizehn Uhr spätestens durchzukommen weil glaube ich einige auch Anschlusstermine haben.
01:51:35: Das nächste Mal auf der liste hab' ich Christian Bartels.
01:51:40: Ja, Christian Bartelt ist jetzt hier für das MDR Altpapier.
01:51:44: Ich versuche jetzt mal, meine ältere Frage umzuformulieren.
01:51:47: Kann man Ihre Planung und Analysen so verstehen?
01:51:50: Dass es dem digitalen Radio, dem linearen Radio ähnlich gehen wird wie den linearen Fernsehen also definitiv Bedeutungsverlust und man muss dann eben versuchen nonlineare möglichst gute Sachen zum Abhof zu haben.
01:52:03: oder sehen Sie da Unterschiede?
01:52:06: weil zb die Menschen morgens weiterhin zur Arbeit fahren.
01:52:10: werden wir so?
01:52:11: Ich kann gerne meinen Anfang machen.
01:52:15: Deswegen hatte ich vorhin auch darauf abgezielt, dass wir das schon gleichberechtigt betrachten müssen.
01:52:20: Es ist wichtig für den Deutschlandfunk, ein erfolgreiches Radioprogramm zu haben.
01:52:24: Weil es gibt immer noch sehr viele Menschen ... Das zeigen wir als Deutschlandfunkt gut die Radiohörn.
01:52:31: Die radio insbesondere morgens hören und aber auch in Livemomenten hören, wenn es ein hohes Informationsbedürfnis gibt.
01:52:38: Aber das ist unterschiedlich in den Altersdruck.
01:52:41: Also, so mittelalte Menschen wie ich sind dann noch stärker vertreten.
01:52:47: Menschen die noch älter sind nochmal stärker.
01:52:49: in den jüngeren Generationen streut sich das stärker und deshalb haben wir natürlich auch dort Menschen, die Radio hören.
01:52:56: aber wir merken gleichzeitig dass dieses On Demand noch mal stärker wird und deswegen sagen wir müssen das gleichberechtigt betrachten und müssen entsprechend ohne dass wir es radiotod sagen Ich glaube es radio wird's nur sehr lange geben Aber trotzdem das schaffen, dass wir auch diese jüngeren Zielgruppen an uns binden.
01:53:13: An die Inhalte, die wir haben und am Ende natürlich auch an die Marke Deutschlandfunk.
01:53:16: Das hängt alles miteinander zusammen.
01:53:19: Ich würde es nicht ausspielen.
01:53:21: Also das Digitale gegen das Lineare
01:53:22: ... Sind vielleicht nur kurze Nachfrage.
01:53:25: Dass Sie jetzt immer das Digital- und das Radio nebeneinander sehen?
01:53:28: Das heißt aber bedeutet nichts fürs Digitalradio, wo der Deutschlandfunkt eigentlich auch so eine Pionierrolle hat oder?
01:53:34: Es ist jetzt reine Wortklauberei, oder?
01:53:38: Ja, das Digitale Radio selber ist natürlich ein schwieriges komplexes Thema wobei die letzten Entwicklungen außerordentlich gut sind.
01:53:46: Gerade beispielsweise in Bayern, wo man zwischen digitaler Nutzung stärker als analoger Radio-Nutzung ist.
01:53:53: aber es ist tatsächlich so wie Chefredakteurin gesagt hat wir müssen uns darauf einstellen dass in den nächsten Jahrzehnten es eine digitale Audionutzung gibt und Nutzung des klassischen Radios.
01:54:10: Wir haben in den letzten acht bis zehn Jahren über eine Million Hörerinnen und Hörere dazugewonnen für unsere Linianprogramme, Durchweg für alle drei Programme.
01:54:19: Das ist ne tolle Sache!
01:54:21: Das spülen wir ja auch in den Reaktionen der Höreren und Hörer Und das is ein sehr aufmerksames anspruchsvolles Publikum dass dieses traditionelle Radio schätzt in seinen Besonderheiten live Besonderheiten beispielsweise Live-Sendung, aktuelle Nachrichten und so weiter.
01:54:42: Aber wir müssen sehen, dass Menschen unter vierzig andere Mediennutzungen haben.
01:54:49: Und zwar radikal anderer Mediennurzungen.
01:54:55: Auf deren Mediennutze müssen in den nächsten zehn, zwanzig Jahren adäquat reagieren?
01:55:00: Das ist der Schlüssel der ganzen Geschichte.
01:55:02: Wir können uns eine eigenen Bedeutung sonnen dass wir so erfolgreich sind.
01:55:10: Aber der Frust kommt dann in fünf bis zehn Jahren, wenn uns ganze Generationen nicht mehr folgen und deswegen ist dieser Reform so unbedingt notwendig aber sie bedeutet nicht die Absage des klassischen Radio weil wir wissen das ist eine ganz wesentliche Säule für unseren Sender
01:55:29: Und auf keinen Fall wie beim Fernsehen?
01:55:32: Naja da träue ich mich jetzt keinem, da habe ich auch schon viele Prognosen abgegeben.
01:55:39: So, die nächste Frage dann Dimo Drötter im Teams-Raum.
01:55:45: Ich hoffe ich bin zu hören?
01:55:47: Ja sehr gut!
01:55:49: Wunderbar.
01:55:50: ja ich muss Sie auch etwas zweiteilen die Frage und zwar einmal nach diesem ganzen langen Prozess von zwei Jahren.
01:55:58: Wie erklären sie sich denn das es im Haus immer noch diese Befürchtungen gibt Es würde doch einer Mainstreamisierung und eine Verflachung des Programmsvorschub geleistet.
01:56:09: Und sind diese Bedenken nicht auch berechtigt, wenn man erlebt wie bei der Planung von aktuellen Sendungen immer den Themen dann doch der der Vorzug gegeben wird die eben aktuell am meisten diskutiert werden und die auch am prominentesten oder am populärsten?
01:56:30: Und die andere Frage bezieht sich darauf, dass Frau Teichmann eben gesagt hat wir werden überprüfen ob die abseitigen Themen weiter vorkommen.
01:56:41: Da würde mich interessieren wie werden sie das überprüchen und woran messen Sie eigentlich den Erfolg Ihrer Programmreform wenn sie umgesetzt ist?
01:56:56: Zum Thema Mainstreamisierung und wieso es Leute im Haus gibt, die weiter da sich Gedanken machen oder das befürchten.
01:57:06: Dann ist die Sache wir sind ein großes Haus und Leute gucken sehr unterschiedlich auf Veränderungen und auch diese Veränderung.
01:57:15: ich glaube dass das was jetzt hier teilweise medial dargestellt wurde nicht so ganz der Stimmungslage im haus entspricht.
01:57:26: Wir hatten am Montag eine Mitarbeiterversammlung, die sehr gut besucht war.
01:57:31: Und da ging es um die Deutschlandfunkreform und unter den ich würde mal so sagen an die zwanzig Wortmeldungen der Christian Söls hat das moderiert ging es in ungefähr neunzig Prozent der Fragen darum, wie wir das jetzt gut organisiert bekommen und wie wir mit Belastungssituationen umgehen.
01:57:55: Wie wir auf Nachfragen reagieren?
01:57:59: Wie wir die Leute zusammenbringen?
01:58:01: Ja, wie wird die Kommunikation im Haus organisieren?
01:58:04: so also insofern So erkläre ich mir dass das halt Menschen ja unterschiedlich mit Veränderungen umgehen.
01:58:16: Und man kann auch sagen, dass wir ganz generell stolz sind auf das was wir machen.
01:58:23: und ja es ist immer so ein bisschen wenn sich etwas verändert wird er das was man gerade macht so mittelbar in Frage gestellt.
01:58:32: und insofern, dass man da auch mal sagt ist das eigentlich richtig?
01:58:37: soll man das jetzt wirklich machen?
01:58:39: Das finde ich ist eine normaler auch menschlicher Zug.
01:58:46: Wir haben kein Interesse, ein Mainstream-Programm zu werden weil wir eben genau darin unsere Zukunft sehen dass wir anders sind als alle anderen.
01:58:59: und was sind eigentlich unsere Ziele?
01:59:02: Und wann haben wir die erreicht?
01:59:04: das sind Ziele auf ganz unterschiedlicher Ebene.
01:59:07: einmal ist das Ziel insgesamt mit dem Geld auskommen.
01:59:15: Wir sparen ja nichts ein, aber es muss auch reichen und wir haben hier auch ein paar anspruchsvolle neue Dinge wo wir investieren wollen.
01:59:24: Wir wollen dass es tatsächlich eine Entlastung für die Kolleginnen und Kollegen gibt.
01:59:28: das werden wir versuchen zu untersuchen indem Fragen machen.
01:59:34: Wir werden schauen, wir haben andere Formen der Zusammenarbeit.
01:59:37: auch da werden wir darauf gucken.
01:59:39: funktioniert das so wie wir uns das im Moment vorstellen?
01:59:43: Wir werden schauen, wie sich die Reichweiten der neuen Formate entwickeln.
01:59:49: Und wir werden auch sicherlich so etwas... Ja jetzt hört sich das groß an Inhaltsanalyse.
01:59:55: aber wir werden uns schon noch mal angucken, wie ist eine Themenverteilung und wie viele Themen sind im Programm?
02:00:02: Das werden wir auch machen!
02:00:05: Der Hörfunkrat hat ja auch gesagt dass sie von uns erwarten Qualität schauen bei so einer Evaluierung und da werden wir uns auch noch mal Gedanken machen, wie man sozusagen Qualitätskriterien messbar machen wird.
02:00:21: Aber das haben wir uns fest vorgenommen.
02:00:25: Vielen Dank, Jörg Wagner habe ich jetzt zum nächsten.
02:00:27: Ja vielen Dank!
02:00:29: Ich würde ganz gerne die Perspektive der Hörerschaft einnehmen.
02:00:32: Die ist mir heute ein bisschen zu kurz gekommen.
02:00:34: kein Kritik aber ich bin ja da seit dem dritten Lebensjahr höre ich Radio innerbetrieblich mitbekommen.
02:00:43: Ich will transparent machen, ich habe auch schon für medias res gearbeitet und für den deutschland funk aber das ist nicht mein thema sondern ich hab versuche immer auch in meiner berichterstattung die perspektive eben der höhere mit reinzunehmen.
02:00:53: sie sprechen von einer qualitativen studie aus dem november.
02:00:58: zwei tausend fünfund zwanzig haben aber so kriege ich das jetzt mit, dieses Programmschema eher innerbetrieblich geklärt.
02:01:07: Mit ihren Redaktionen muss man sich wahrscheinlich vorstellen wie so in der Familie wenn einer den Film sehen will und der andere den film wird entweder gewürfelt oder der stärkere setzt sich durch.
02:01:18: also taut ziehen so stelle ich es mir vor aber nicht unter der maßgabe was passt denn am besten für die Deutschland vom Körn.
02:01:26: Denn die würden, glaube ich, wenn man sie fragen würde, wollt ihr das Programm ändern?
02:01:30: Also ist meine Vermutung weil es über mehr als vierundsechzig Jahre sehr konservativ erzogen wurde, dass Publikum also mit sehr vorsichtigen Reformen konfrontiert wurde.
02:01:40: Mit ganz zarten Pflänzchen ob das die Jingelkultur war oder ob man mal den Verkehrs-Service abgeschafft hat oder so.
02:01:51: Es waren immer ganz dezidierte sensible empatische Versuche das Programm zu modernisieren.
02:01:59: Dieses Programmschema, was Sie jetzt vorstellen, da gehen Sie in sehr hohes Risiko nach meiner Einschätzung ein weil sie die wirklich verlieren, die Ihren Tag danach ausrichten wie der Deutschlandfunk sendet.
02:02:13: Das muss man Einfach mal so sagen, es hat radiohistorische Gründe.
02:02:18: Als es früher noch keine Alternativen gab, hat man sich eben danach gerichtet wann zum Beispiel Markt und Medien kam.
02:02:24: am Samstag siebzen Uhr fünf.
02:02:26: seit zwei tausend siebzehn weiß man wenn man sich für Medienthemen interessiert.
02:02:32: Montag bis Donnerstag fünfzehn uhrfünfundreißig.
02:02:36: Also man kann das Gewohnheiten nennen und Radiohörern hat viel mit Gewohnheit, mit Tagesabläufen zu tun.
02:02:42: Was mich wundert ist dass Sie die Hörer obwohl sie auf Dialog schwören jetzt so scheint es mir, Sie können das gerne konkretisieren gar nicht einbezogen haben bei der Findung des neuen Programmschemas.
02:02:54: Gibt es tatsächlich das Bedürfnis neben den vielen ARD-Sendern?
02:02:58: Dass Sie auch eine Drive Time bedienen, die man im Auto vielleicht so nochmal das Beste vom Tag nennen kann?
02:03:05: oder reicht es dann nicht, wenn man in Köln wohnt den WDR einzuschalten?
02:03:08: Wenn man in Berlin wohnt, den RBB und da sie die Alternative komplementär das Fachmagazin weiter anbieten.
02:03:15: Ist denn wirklich das Problem, dass Medias Rees um fünfzehn oder fünfundreißig von Montag bis Sonnersdach stört in dieser Achse?
02:03:24: Muss man es komplett abschaffen und atomisieren irgendwo in nicht mehr nachvollziehbare Sendestrukturen versenken.
02:03:33: Also ich bin ziemlich ratlos Und vielleicht haben sie ja die Idee oder die Forschungsergebnisse, die sagen genau das will auch unsere Jugendliche Zielgruppe, die wir noch nicht erreichen, die werden jetzt knallhart einschalten, weil sie wissen diese staubigen Fachmagazine am Nachmittag sind vielleicht jetzt tatsächlich weg und man kann wieder den Deutschland vom hören.
02:03:54: Das wäre jetzt nur etwas emotionale Rede, aber Sie merken das.
02:03:58: ich bin leidenschaftlicher Radiomacher und Radio-Hörer.
02:04:02: Und vermute auch im Hinterkopf – das will ich nicht verheimlichen – fünfundreise Jahr lang hat der RBB, SFBO AB versucht das Kulturprogramm dieses Senders zu reformieren und es ist ein Disaster!
02:04:14: Es ist kaum wieder zu erkennen.
02:04:16: Reform an sich die Anjahrzielgruppe vorbei.
02:04:19: reformiert werden ohne sie tatsächlich mit einzubeziehen Haben das sehr, sehr hohe Risiko, dass Sie genau das Gegenteil erreichen?
02:04:29: Also, dass wir leidenschaftliche Radio-Hörer und Macher sind.
02:04:33: Das eint uns miteinander.
02:04:36: Das stand und steht bei dieser Reform überall.
02:04:41: Wir haben aber unsere Reform von den Tagesablaufen und Bedürfnissen der Hörerinnen und Hörern ganz am Anfang abgeleitet.
02:04:58: Wir haben genau das gemacht.
02:05:00: Jetzt wissen Sie genauso gut, wie ich den Hörer gibt es nicht.
02:05:04: Es gibt sie und mich und andere.
02:05:06: wir haben zwei Komma fünf Millionen jeden Tag.
02:05:09: Das heißt man muss sich tatsächlich mit Studien-Evidenz basiert erst mal dem Annähern, denn sonst hat man anektotische Evidenz und da ist der dabei, der tatsächlich seinen Tagesablauf nach dem Radioprogramm ausrichtet.
02:05:26: Aber wenn wir uns die qualitativen und quantitativen Studien anschauen dann sind das, wenn wir es hochrechnen vielleicht zwanzig Prozent.
02:05:35: Wie viel haben Sie befragt?
02:05:37: Achtzig Prozent sind das nicht!
02:05:39: Also noch mal, weil Sie so ein bisschen Misstrauen sehen.
02:05:45: Sie sind ein Radioverfolger wenn sie sich regelmäßig mit den Zahlen der Medienanalyse beschäftigen.
02:05:54: schon allein aus den Zahlen von Medienanalysen kann man rauslesen wann sind Einschaltpunkte?
02:05:59: Wann schalten Leute ein?
02:06:01: was man da raus lesen kann ist das Leute einschalten zur vollen Stunde manchmal, zu den Nachrichten.
02:06:07: Aber was man nicht rauslesen kann ist dass die Leute massenhaft immer wieder einschalten wenn neue Sendungen beginnen.
02:06:14: das passt nicht sondern alle Studien die uns bekannt sind sagen leute schalten dann ein Wenn sie Zeit haben.
02:06:21: was wir Das wissen wir aus dem aus den ma Ergebnissen und aus früheren Studien.
02:06:26: Die radionutzungs also die nutzungsbedürfnisse die haben wir uns noch mal ein bisschen genauer angeguckt und zwar nicht bei allen Hörerinnen und Hörern, sondern bei Deutschlandfunk-Hörerin und Hören.
02:06:37: Wir haben noch mal gefragt was sind... Das war eine qualitative Studie.
02:06:44: ich kann es nicht auswendig sagen aber das sind fünf zwanzig oder dreißig Leute die nach bestimmten Gesichtspunkten ausgewählt werden.
02:06:50: Das ist so üblich bei qualitativen Studien.
02:06:52: Aber wir können sie gerne damit ausstatten, aber jetzt ne?
02:06:55: Damit hier nicht irgendwie die Unseriosität hier im Raum steht.
02:07:00: Ich unterstelle gar nichts.
02:07:03: Anwalt des Hörers quasi nur Nachfragen in die Weit.
02:07:07: Obwohl sie den Dialog so hochschätzen und auch von Reformstaatsvertrag sprachen, aus meiner Beobachtung in der Programmreform
02:07:16: ja
02:07:16: kein einzeln höherer Mittein bezogen haben?
02:07:19: Auch das ist nicht so nicht korrekt denn wir sind immer noch dabei Bei der Entwicklung einzelner Fachformate, die werden heutzutage in sogenannten Design Sprints entwickelt.
02:07:31: Das entwickeln Sie unter Anleitung externe mit den Fachjournalistinnen und Fachjournallisten.
02:07:36: Und da ist schon während der Entwicklung eine Gruppe dabei, die auf die Entwicklung dieser Formate reagiert.
02:07:44: Das heißt sie entwickeln heute neue Radiiformate nicht frei vom Publikum sondern sie nehmen sie bereits mit rein!
02:07:53: Und noch einmal etwas, weil ich in manche Fragen die Gesichter gesehen habe.
02:07:57: Bei qualitativen Studien brauchen sie keine Umnutzungstypologien zu erarbeiten und daraus zu finden.
02:08:04: Brauchen Sie keine repräsentativen Anzahl?
02:08:07: Wenn Sie bitte... Es waren auch mehr als fünfundzwanzig.
02:08:11: Wir liefern Ihnen die genaue Zahl nach.
02:08:12: Ich kann die gleich.
02:08:13: Ich hab meinen Unterlagen dabei.
02:08:15: Das ist von einer kompetenten Begleitungsfirma gemacht worden für uns, die viele unterwegs ist und solche Studien macht.
02:08:25: Es reicht dort eine bestimmte Anzahl, die auch wir erreicht haben um die Nutzungstypologien herausbekommen.
02:08:31: Wenn sie tausend Leute befragen bekommen es wie zwar verschiedene Antworten aber keine anderen Nutzungen Typologien zum Sender.
02:08:40: Es ist also eine hochprofessionelle und mit den Maßstäben der Forschung angeförderte, angefertigte Studie- und Befragungen gewährten.
02:08:52: Wir haben noch zwei Meldungen.
02:08:54: Mit Blick auf die Uhr schlage ich vor dass vielleicht manche der Fragen oder Themen auch nochmal im Gespräch im Anschluss weiter diskutiert werden können.
02:09:06: Herr Raul?
02:09:07: Ja, Herr Wagner und ich kennen uns ja lange und schätzen uns auch sehr.
02:09:10: Und mich hat seine Emotionalität schon bewegt.
02:09:16: Wie Matthias geht gesagt haben wir sind hier alle Radio-Fans.
02:09:20: Ich glaube das müssen wir uns nicht gegenseitig unterstellen dass wir das nicht so auf dem Schirm haben.
02:09:25: Wir müssen mir ganz ruhig über das neue Schema gucken wenn wir feststellen dass die zentralen Merkmale des Schemas die bisher sind.
02:09:36: Was sind zentrale Merkmale, aktuelle Informationen mit langen Interviews und allen Hintergründen in der Morgenschiene?
02:09:44: Ganz wichtig zur Orientierung der klassischen Deutschlandfunkhörer.
02:09:49: Wir haben dann ein Dialogformat was jetzt ausgebaut wird, ein anderes Format bekommt.
02:09:54: Haben Mittags- und Abends aktuelle Information, ein strenges Nachrichten gerüst, haben am Abend Feature Hörspiel Musik als wesentliche Elemente, die uns auch von anderen unterscheiden.
02:10:07: Was sich vor allem verändert ist unser Ansatz wie wir über Fachthemen in Zukunft diskutieren oder berichten.
02:10:14: und da ist der große Unterschied Abschied vom kleinteiligen Magazin hin zur Hinterrundgeschichte, die sich einzeln Themen
02:10:23: vertieft
02:10:24: widmert.
02:10:24: Das ist der zentrale Unterschied nicht mehr und nicht weniger.
02:10:28: das ist keine Revolution.
02:10:29: mich stört bei dieser ganzen Diskussion ein bisschen, wenn Sie mit jemanden ertauschen auf der Straße reden.
02:10:34: Was ist für den Deutschlandfunk?
02:10:36: Und orientiert er sich vor allen Dingen an Nachrichteninformation am Morgen und fachliche Expertise und abends Hörspiel Musik und Feature weil sie das bei anderen Sender nicht findet.
02:10:47: diese Veränderungen die Sie jetzt beschreiben, die sind tiefgehend Hardcore-Fan-Publikum einzelner Sendung, das ist richtig.
02:10:56: Aber wenn Sie vierundzwanzig Stunden Deutschlandfunk in Gesamtsicht sehen, werden Sie sehen dass Soros diese Veränderungen nicht sind.
02:11:03: wir haben eine andere Schwerpunktbildung und eine andere Form wie uns den Themen widmen Und das finde ich auch für Radio-Fans gut durchaus nachvollziehbar.
02:11:14: Ich lief ein paar Daten zu der Studie Ihnen gerade nach.
02:11:16: Die Studie wurde vom Forschungsinstitut Phaedon durchgeführt, wir haben dafür zunächst in einem Tagebuch wurden ... Über eine Woche lang haben die Tagebuch geführt, wie sie ganz grundsätzlich das Radio nutzen und welche Rolle der Deutschlandfunk dabei spielt.
02:11:36: In einem zweiten Schritt wurden dann thirty-six Personen aus dieser Gruppe ausgewählt um die Erkenntnisse aus der Tagebuchphase in Leitfahrten gestützten Interviews zu vertiefen.
02:11:46: Sie haben dort rund neunzigminütige Gespräche stattgefunden in zwei Kontrollgruppen bei denen ausführlich erörtert wurde im Einzelnen, warum sie den Deutschlandfunk hören wie Sie den Sender und seine Journalistinnen wahrnehmen.
02:12:00: Und was Ihnen von anderen Radiosendern abgrenzt?
02:12:03: Die Probanden wurden in Gelegenheitshörer und Stammhörern, das habe ich schon gezeigt unterteilt.
02:12:09: Und bei der Auswahl hat das Institut zum Maßstab gemacht dass die Teilnehmer über ganz Deutschland verteilt leben unterschiedlichen Altersgruppen und Berufsgruppen angehören.
02:12:18: also das Setting dieser qualitativen Befragung hatte einen Standard wie er heute selbstverständlich ist bei solchen befragungen und die Schlüsse die daraus gezogen werden sind für die Nutzungstypologien entsprechend.
02:12:34: Danke noch mal für die Erläuterung, Herr Reiter.
02:12:38: Noch ganz kurz zu einem anderen Punkt.
02:12:39: Frau Schwarzbach wenn ich sie ansprechen darf Sie hatten denn das Schlagwort Vielfalt benutzt in Ihrer Einleitung unter dem Gesichtspunkt der gerade laufenden politischen Diskussion bezüglich vielfalt nicht nur Allgemein so zu demografischen, sondern auch in politischen Hinrichtungen.
02:13:02: Wie genau definieren Sie denn Vielfalt und wie drückt sich das dann im Deutschlandfunkprogramm
02:13:07: aus?
02:13:10: Ja ich hatte ja fürhin im Eingang schon ein bisschen was dazu gesagt.
02:13:16: Mein Mikrofon ist nicht an doch... Ich hatte ja ein Eingangs schon was dazu gesagt.
02:13:22: Ich finde nicht, dass Vielfalt zu verwechseln ist mit einer Vielzahl von Themen.
02:13:28: also ich kann fünfzig Themen machen und ich habe eine Schlagseite weil ich einfach immer nur eine Perspektive nämlich meine eigene im schlimmsten Fall beleuchte.
02:13:37: Ich kann da aber nur drei sich Themen haben und hab viel mehr Perspektiven die ich anbiete.
02:13:41: Perspektives das ist für mich Perspektive Berlin oder Nordrhein-Westfalen haben, was die Standorte des Deutschlandfunks sind.
02:13:51: Sondern dass wir insbesondere auch auf dem Land war sind.
02:13:53: da wird die Debatte um den ÖPNV ganz anders geführt als in den urbanen Zentren wo die allermeisten Journalisten ja herkommen wo sie in der Regel ihren Job tun.
02:14:03: Dann die Vielfalt von Akteurinnen und Akteuren fällt mir.
02:14:06: Das wird sie jetzt nicht überraschen immer dann auf, wenn es um die ostdeutschen Bundesländer geht.
02:14:12: Da hat man in der Medienberichterstattung insgesamt ... da rede ich jetzt nicht vom Deutschlandfunk oftmals das Gefühl alle schauen mal in den Osten hinein und gucken wie er sich am besten analysieren lässt.
02:14:22: mit Menschen, die im Osten leben, die dort vielleicht auch aufgewachsen sind, die eine eigene Perspektive darauf haben spricht man eher selten.
02:14:33: von Akteurinnen und Akteuren.
02:14:35: Und das Dritte ist, dass wir schon auch gucken müssen, dass Wir eine Vielfalt in den Spielorten haben also dass wir immer wieder schauen wo sind wir eigentlich wenn wir Programm übrigens im Linien wie im Digitalen machen unterwegs?
02:14:48: Sind wir in der Breite des Landes?
02:14:50: Wir sind ein bundesweiter Anbieter.
02:14:52: Sind wir da unterwegs oder sind wir es nicht?
02:14:54: Haben wir blinde Flecken oder haben wir sie nicht?
02:14:56: Das sind so drei Dimensionen die aus meiner Sicht für vielfalt wichtig sind Und wo ich auch glaube, das macht viel damit, ob Menschen sich mit unseren Angeboten identifizieren können.
02:15:07: Wenn sie nie das Gefühl haben da taucht mal was auf, was ihnen entspricht dann werden Sie eher eine geringe Bindung an uns haben als wenn sie das Gefühl habe.
02:15:15: ah ich hör mal etwas.
02:15:17: aus dem Schwarzwald komme ich zwar nicht her kann ich was mit anfangen?
02:15:20: Ich höre aber mal auch mal was aus dem Erzgebirge.
02:15:23: Wenn Sie noch ganz kurz nachfragen, natürlich geht die Frage dahin.
02:15:27: Weil der öffentliche Diskussion dahin läuft wie ist es mit Rechtsrechts-Rechtskonservativen stimmen?
02:15:32: Das war ja die Vielfalt, die angemahnt wird.
02:15:35: Ja sagen wir mal so.
02:15:36: also ich würde erst einmal sagen Die Gesellschaft ist breit und dazu gehören auch rechtskonsertive Positionen.
02:15:41: solange sie nicht verfassungsfeindlich sind ist auch unsere Aufgabe, uns damit zu beschäftigen und mit diesen Positionen uns auseinanderzusetzen.
02:15:48: Und auch Interviews zu führen.
02:15:50: Ich weiß das ist anspruchsvoll aber wir können nicht sagen Wir schließen Position aus weil sie uns persönlich als Journalisten nicht gefallen wenn dass die Frage ist auf die Sie abzielen.
02:16:01: Das Gegenteil ist der Fall denn die Frage isst nicht wen sie interviewn sondern wer interviewed oder wer... Die Diskussion geht ja darum kommen rechte rechtskonservative Stimmen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausreichen vor
02:16:16: als
02:16:18: Senderstimmen, Kommentaren beispielsweise oder nicht.
02:16:22: Und da denke ich davon, wo ich davon stehe was sagen?
02:16:25: wie geht der Deutschlandfunk mit diesem Vorwurf um dass diese Stimmen eben nicht vorkommen?
02:16:32: Ja ich habe letztens die Frage gestellt bekommen ob wir links grün versifft sind.
02:16:38: Das wird ja manchmal wie so eine Monstranz vor einem hergetragen.
02:16:44: Ich finde, das ist zu pauschal aber dahinter steht tatsächlich die Frage, wie vielfältig wir sind.
02:16:49: und wenn Sie mich direkt fragen, finde ich dass wir bei der Vielfalt insgesamt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch Luft nach oben haben?
02:16:58: Ja vielen Dank!
02:17:00: Die letzte Frage geht an Sie Herr Huber.
02:17:03: Ich habe ganz vergessen Berichte heute für KNA.
02:17:06: meine Frage ist zunächst ganz kurz und die Antwort wahrscheinlich auch wann starten sie?
02:17:14: Am dreißigsten November, warum so ein Corona-Tag?
02:17:17: Weil es am Montag ist.
02:17:18: Okay.
02:17:18: Dreißigster November, nun ist das so, wenn ich das richtig gelesen habe ... Am dritten Dezember ist der Wahltag für den neuen Intendanten oder die neue Intendantin.
02:17:28: Ist das jetzt nicht gefährlich, was Sie da veranstalten?
02:17:31: Könnte ich mal vorstellen, der neuer Senderchef sagt tolle Sache aber nicht die Beste!
02:17:39: Ich finde das ein bisschen unglücklich wie sie da handieren.
02:17:44: Der alte Intendant ist bis Ende August nächsten Jahres im Amt.
02:17:48: Und bis dahin ist er auch nach Staatsvertrag für alles verantwortlich und er nimmt diese Verantwortung auch wahr, und er wird keinen Tag früher diese Verantwortung abgeben.
02:17:56: So ist das geregelt.
02:17:57: Im Staatsvertag steht ein Jahr vorher muss gewählt werden oder muss ausgeschrieben werden und es Wahlverfahren stattfinden.
02:18:05: aber zwischen der Ende November- und Ende August ist noch eine ganze Menge Zeit.
02:18:13: Die verantworte ich.
02:18:29: Bis dahin ist noch eine Menge Zeit, jetzt haben wir leider nicht mehr so viel Zeit und wir werden Sie auf dem Weg bis zur Umsetzung dann der Reform auch immer wieder informieren.
02:18:41: wenn sie Fragen haben zwischendurch gerne auf uns zukommen.
02:18:46: falls sie nochmal sich rückversichern wollen bei bestimmten Zitaten O-Tönen auch gerne aufs zukommen.
02:18:53: ansonsten herzlichen Dank für die konzentrierte Runde.
02:18:59: Auch vielen Dank an alle, die bis jetzt in Teams dabei geblieben sind.
02:19:03: Hier gibt es noch die Gelegenheit auch noch bilateral drei, vier Fragen loszuwerden.
02:19:09: Es gibt auch noch ein bisschen Snacks hier im Raum und falls das für diejenigen, die sich da angemeldet haben, jetzt noch interessant sein sollte, sondern ich bin etwas spät geworden Es gibt die Möglichkeit, noch mal so ein bisschen was im Funkhaus anzusehen.
02:19:26: Das historische Rias-Studio das wir noch haben ist anlässlich sechzig Jahre Rias, alle achtzig Jahre Reas, der sechsjährige Deutschlandfunk waren es geschmückt mit interessanten Rias Ausstellungsgegenständen und ein Kollege führt sie da gerne noch hin.
02:19:45: Vielleicht dann einfach gleich kurz auf Tobias Franke-Polz oder mich zukommen, wer da noch Interesse hat.
02:19:49: Ansonsten bleiben Sie gerne noch wieder drei ein bisschen hier aber einige müssen jetzt weiterziehen.
02:19:54: Vielen Dank!
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