DIE MEDIENHÖLLE #031 | AUS AUS AUS
Shownotes
► (0:00:00) - Das Beinahe-Ende 1992 (Ausschnitt) rec.: 01.01.1992, 00.00 Uhr, Funkhaus Berlin K6 Vgl.: https://youtu.be/atzjPHdVlgs?si=Aq7wTYNzEOiuvF4Q ► (0:01:10) - Vorbemerkungen ► (0:02:06) - Reportage vom MW-Mast in Wilsdruff rec.: 26.09.1992 Vgl.: https://youtu.be/VXuvNfTxrJs?si=3gIassCtu5k_iRhm ► (0:03:46) - Das versteckte Telefon - DT64-Hithammer Jugendradio DT64 Andreas Ulrich ► (0:06:14) - Das Finale - Abschiedssendung mit Gästen (Ausschnitte) radioeins Kerstin Hermes, Andreas Ulrich Marion Brasch, Knut Elstermann, Jessy Wellmer, Jakob Rüger, Meili Scheidemann, Dagrun Hintze rec.: 18.07.2026, zwischen 14 und 18 Uhr ► (0:36:03) - Letztes Interview kurz vor dem Ende rec.: 18.07.2026, 17.50 Uhr Andreas Ulrich ► (0:39:04) - OUTRO "100 D-Mark-Schein" Jugendradio DT64 Andreas Ulrich, Jörg Wagner
Vgl.:
- Abschiedssendung komplett als Audio: https://www.radioeins.de/programm/sendungen/sendungen/110/2607/260718_arena_32411.html
- DT64-Playlist: https://www.youtube.com/watch?v=VXuvNfTxrJs&list=PL0oKYWFx5igu8ZI7JrWPTuwc6Y-YvHFGJ
Stationvoice : Lydia Drechsler; https://www.kräuterblütenliebe.de/ Sounddesign: William Wienke; https://william-guitar.de/ Cover: Ingo Römling; https://www.monozelle.de/ Hosts: Philipp Nitzsche und Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de
►► SUPPORT gern via Medienhöllen-Tresor https://www.paypal.com/paypalme/antenneerden
►► ODER PER BANKÜBERWEISUNG: Jörg Wagner Freier Journalist IBAN: DE93500105176000318805 BIC: INGDDEFFXXX Verwendungszweck: SPENDE JW
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00:00:05:
00:00:20: Andreas Ulrich zusammen mit Marion Brasch in den ersten Sekunden des Jahres.
00:00:26: Eigentlich sollte hier schon die
00:00:27: Radiokarriere
00:00:28: von Andreas Nicht nur von
00:00:32: ihm allein.
00:00:33: Die Deutsche Demokratische Republik war am dritten Oktober, der Bundesrepublik beigetreten und der Artikel thirty-six des Einigungsvertrages bei den deutschen Staaten löste in der Silvesternacht, die elektronischen Medien auf, die ihren Ursprung in der DDR hatten.
00:00:52: Die Redaktionsflure und Zimmer waren schon für die Putzkolonnen vorbereitet.
00:00:57: Doch rund zwei Wochen vor diesem Ende erkämpfte das DITI-IV Radio Volk eine Übergangsmösung beim Mitteldeutschen Rundfunk.
00:01:05: Mehr dazu in Extravideos
00:01:07: verlinkt
00:01:08: in den Shownotes.
00:01:10: Damit herzlich willkommen zu dieser Spezialausgabe der Medienhölle, denn nun war wirklich Schluss für Andreas Ulrich am achtzehnten Juli-Zweitausendsechsundzwanzig nach vierzig Jahren Radio und rund dreientreißig Jahre Fernsehen!
00:01:25: Der Eintritt ins Rentenalter markierte beim RBB das Ende mit nochmal einer würdigen vierstündigen Abschiedsendung in der RBB Dachlaunch, die wir hier vom Medium-Podcast Die Medienhölle in einigen Ausschnitten dokumentieren dürfen.
00:01:40: Dafür an dieser Stelle unseren Dank an den RBB!
00:01:44: Doch zunächst möchte ich hier transparent machen dass ich natürlich befangen bin, kenne ich doch Andreas
00:01:49: Ulrich
00:01:49: seit nineteen hundert siebenund achtzig.
00:01:51: auch ich war bei DT.
00:01:54: Gemeinsam waren wir von Wittenberg bis Kassel unterwegs zu DT-IV-Sechzig-Hörertreffen oder wie hier in Wildstruf bei Dresden, wo ich ein besonderes Talent von Andreas Ulrich festhalten konnte.
00:02:06: Der Reisepartner suchen uns mal, sollen die Leute auch zwischen zwanzig und dreißig Jahren alt werden?
00:02:13: Und zwar für eine Individualtour
00:02:15: nach... So ist das!
00:02:16: Näher kann man da nicht ranfahren wenn man das Programm einen Tausendvierundvierzig Kilo erzören will, dt-IVsechzig Wir sind in Wildstruft aus unserer Türmchen.
00:02:24: Das Auto müssen wir stehen lassen, Jörg.
00:02:27: Wir wollen jetzt mal vorgehen.
00:02:28: zu unserem Turm.
00:02:29: unser Strahler die Mittelwelle eintausend vierundvierzig Kilo Herz Man hat ja schon gesehen hier sind Stahldrähte angebracht damit auch Wind und Wetter unserer Tür nicht umblasen können.
00:02:40: Und ganz oben auf der Spitze man kann das glaube ich auch im Bild sehen da oben ist ein kleiner Ausguckturm.
00:02:47: Da müssen die Kollegen auch bei wind und wetter ihren Dienst versehen Um unsere Endstufe immer wieder zu löten.
00:02:54: Man kann sich vorstellen, dass das sehr unangenehm sein kann und man muss schwindelfrei sein.
00:02:59: Nichtsdestotrotz haben viele Wildstrufferinnen hier in unwilderbarer Nachbarschaft ihre Gärten.
00:03:05: Wir wollen dann auch nach der Ernte schauen!
00:03:07: Das ist hier ein Wildstruff der Wachtturm gewesen... ...und immer wenn Eric Honecke im Radio geredet hat, standen hier schwer bewaffnete Sowjetsoldaten und wachten, dass niemand den Turm attackiert.
00:03:20: Heute ist das Ganze sozusagen ein Museum der Rundfunkgeschichte.
00:03:24: Die Wildstrofer Funk warte, sie haben sich direkt hinter dem Elektrozaun jeder eine kleine Parzelle abgeteilt und bauen hier Gewächs an.
00:03:33: Auch hier die vollständige Aufnahme in den Show-Notes.
00:03:36: Improvisationstalent gemixt mit Humor
00:03:39: –
00:03:40: und noch bevor der Privatfunk die Spaßtelefone
00:03:42: entdeckte
00:03:43: war Andreas Ulrich bei DTVN-Sechzig damit längst on
00:03:50: air!
00:03:53: Na wegen Ihrem Namen?
00:04:00: Ach, jetzt haben Sie geheiratet.
00:04:01: Ja... Ach Gott!
00:04:04: Na dann können wir die Sendung nicht nach Ihnen benennen.
00:04:09: Bin ich hier bei Hammers im Sandmännchenweg in Leipzig?
00:04:14: Hier ist DT-六 vierundsechzig.
00:04:15: Haben sie davon schon mal gehört?
00:04:17: Nein.
00:04:19: Frau Hammer, Wir würden gerne trotzdem eine Sendung nach Ihnen bennennen.
00:04:26: Ja weil Sie hammer heißen.
00:04:28: geben Sonst die Erlaubnis?
00:04:30: Nein Sie Nicht.
00:04:34: Einen recht schönen guten Tag, Frau Hammer in Erfurt.
00:04:38: Hier ist Jugendradio DT-六zig.
00:04:39: Ja?
00:04:41: Frau Hammer wir wollen Ihren Namen!
00:04:44: Mein
00:04:44: Name?!
00:04:45: Ja.
00:04:49: Eva wir wollen eine Sendung nach Ihnen benennen.
00:04:53: Einem.
00:04:54: Ja weil Sie Hammer heißen.
00:05:12: Lange Zeit teilten wir uns ein Redaktionzimmer, gründeten eine GBR.
00:05:15: nach der Wende
00:05:17: um gemeinsam medial durch
00:05:18: die Marktwirtschaft zu segeln entwickelten und betreuten für das
00:05:21: neue Jugendradio in Berlin und Brandenburg
00:05:23: Fritz, die Fritz-Rot Show mit Anja Kasparri
00:05:26: und Ansar Seidenstücke
00:05:28: als Moderatorenpaar.
00:05:29: Irgendwann gingen wir getrennte Wege eher mehr in Richtung Sport und Klassik – mich zogen dagegen medienmagisch an!
00:05:36: Aber Radio Eins vereinte uns jeden Samstag.
00:05:38: Er war die
00:05:39: Vorband für das Medienmagazin.
00:05:41: Ohne seine teilen Quoten wäre es für mich schwerer gewesen mutmaßlich gelegentlich eine Schippe draufzulegen.
00:05:47: Dafür an dieser Stelle meinen Dank.
00:05:49: Nun also das Ende.
00:05:51: Aus, aus, aus für die Arena und
00:05:54: für Andreas Ulrich!
00:05:56: Seien Sie gern dabei
00:05:57: jetzt auch im
00:05:58: Bewegtbild wenn sie bei Spotify
00:06:00: und YouTube diesen Podcast verfolgen Bei der letzten Arena-Liga Live Sendung
00:06:06: mit
00:06:06: Kerstin Hermes und vielen
00:06:08: Gästen.
00:06:09: Am ende gibt es
00:06:10: noch ein kleines exklusiv
00:06:12: Interview mit Andreas Ulich.
00:06:13: Und dass
00:06:14: wie immer
00:06:18: Die Medienhülle.
00:06:21: Berlin, Bundeshauptstadt
00:06:23: RBB-Berlin Dachlaunch am achtzehnten Juli, zwei tausend sechsten zwanzig vierzehn Uhr sechs Radio eins Andreas Arena Abschied live aus dem Studio.
00:06:38: vierzehnt die rbb dachlaunsch mit Kerstin Hermes.
00:06:43: und dem einen dem unvergleichlichen dem einzigartigen Andreas Ulrich Ein wunderschönen guten Tag.
00:06:56: Herzlich willkommen in der LBB Dach-Lounge, mein Name ist Kerstin Hermes und das ist er!
00:07:04: Der Große Andreas Örich.
00:07:05: Schön dass ihr alle da seid hier im Dachgeschoss und sie zu Hause am Radio.
00:07:14: Ja aber man sieht es dir ja auch gar nicht anders du jetzt in den Ruhestand gehst.
00:07:18: Den Satz
00:07:19: hatten wir fest verabredet, der sollte möglichst früh in der Sendung fallen,
00:07:26: Radio und Fernsehen für den ostdeutschen Rundfunk zuerst in Brandenburg.
00:07:31: Und dann später für radioeins und rbb.
00:07:35: Wir beide durften ein Jahrzehnt zusammen verbringen.
00:07:40: Darüber habe ich mich sehr gefreut, wenn du nicht gewesen wärst dann wäre ich jetzt nicht bei Radio Eins.
00:07:44: Du hast mich angerufen und gefragt ob ich mir das vorstellen kann.
00:07:47: darüber bin ich dir wirklich sehr dankbar.
00:07:49: wir haben zehn Jahre zusammen die Fußball Sendung Arena Liga Live moderiert die es so künftig nicht mehr geben wird.
00:07:56: für alle die das noch nicht mitbekommen haben mit Andreas Geht einfach ein Stück Geschichte von Radio Eins und damit geht auch diese Sendung, wir reden da später noch mal ein bisschen mehr dazu.
00:08:07: Du hast vor twenty fünf Jahren lang den Fußball Nachmittag auf Radio Eins moderiert Aber Radio Eins wollte am Anfang doch überhaupt keinen Fußball.
00:08:14: Das stimmt,
00:08:15: das ist wirklich wahr.
00:08:15: In dem Jahr hat radio eins gegründet worden und der damalige Gründungschef Redakteur hat in so einer Redaktionsvollversammlung gesagt.
00:08:23: Also zwei Sachen möchte er auf keinen Fall hören im Programm von radio eins.
00:08:29: Irgendwas über Autos und irgendwas über Fußball!
00:08:33: Das sei beides total prollig... Naja, Sie kennen möglicherweise das Programm von Radio ein.
00:08:39: zu den erfolgreichsten Sendungen.
00:08:41: Nicht nur am Wochenende gehören eine Sendung die was mit Autos zu tun hat und eine Send'ung die etwas mit Fußball zu tun halt.
00:08:48: aber Anfangs galt es irgendwie als nicht schicklich prollig.
00:08:51: Zwei tausend zwei gab's in die Arena.
00:08:53: also fünf Jahre hat das gehalten.
00:08:54: mit nichts über Fußball und nix über Autos
00:08:56: haben wir Glück gehabt.
00:08:57: Wir beide sind da zueinander gefunden haben Und wir freuen uns jetzt sehr auf unseren ersten Gast an diesem Nachmittag.
00:09:04: Das ist nämlich die buch unter Autorin und unsere Radio eins, Kollegin Marion Brasch.
00:09:15: Ich darf ausnahmsweise mal zitieren was die KI Über diese beiden schreibt, wenn man eure Namen zusammen eingibt.
00:09:22: Das steht... Kannst
00:09:47: du uns das mal schriftlich geben, mitgeben?
00:09:50: Kann ich euch schreiben.
00:09:51: Ich müsste einfach nur eure beiden Namen in die KI eingeben.
00:09:54: Marion diese Zeit beim Jugendradio DT-IV.
00:09:57: Wie sehr hat sie dich, wie sehr hat ihr euch geprägt?
00:10:01: Also mich hat sich sehr geprägt weil er hat mein Leben komplett verändert und ich bin ja eher durch einen Zufall ins Radio gekommen also zu DTv gekommen.
00:10:09: dieser Zufahl hat alles verändert.
00:10:12: Also, dass ich jetzt wirklich fast vierzig Jahre Radiomache ist natürlich schon was ganz essentielles und substanzielles.
00:10:18: insofern hat mein Leben mehr als geprägt würde ich sagen.
00:10:22: Für dich ist es ähnlich oder?
00:10:23: Für mich ist das eh ähnlich.
00:10:25: also gerade diese jahre kurz vor neunzehnundachtzig neunzig und die zeit unmittelbar danach da glaube ich haben wir beide haben viele kolleginnen und Kollegen damals unglaublich viel an handwerk gelernt aber auch sehr viel was mut risiko Freude angeht.
00:10:41: Und ich ehrlich gesagt habe Marion immer ein bisschen beneidet, es gab auch damals wie heute im Radio den Wortbereich und den Musikbereich.
00:10:48: Ich gehörte zum schnönen Wortbereich, hab Frühprogramm moderiert.
00:10:51: Marian war in der Musikredaktion das waren immer die etwas Schillerinnen, die hatten immer die tollsten neuen Platten und ich glaube Marion als du kamst hast Du auch in einer Band gesungen.
00:11:00: also ja Leute wie Marian Brasch mit denen aber es ist zwar nicht in der gleichen Redaktion
00:11:06: vielleicht kannst du noch mal erzählen wie das war vor.
00:11:09: Ja, also das war natürlich nach dem Mauerfall.
00:11:20: für uns alles verändert, der Journalismus hat sich verändert und dann gab es den berühmten Artikel thirty-six.
00:11:26: also es hieß eben der Staatsrundfunk muss abgewickelt werden.
00:11:29: Also auch DT-六zig.
00:11:31: Und wir wurden aber für die jungen Leute in dieser Zeit sehr wichtig weil wir mit ihnen immer auf Augenhöhe waren und ja genauso wenig oder genauso viel wussten wie sie.
00:11:41: das heißt Wir hatten so einen ganz großen Identifikationsgrad Leute für uns auf die Straße gegangen und haben uns natürlich motiviert, auch selbst für diesen Sender zu kämpfen.
00:11:56: Also wir haben gemeinsam mit den Leuten, die uns gehört haben, für den Erhalt für den DD-Pfn-Sechzig gekämpft – das ist uns nicht bis zum Schluss gelungen aber zumindest wurde der Sender dann länger weitergeführt als eigentlich geplant.
00:12:09: Es gab dann diese eine Nacht Radio-Geschichte geschrieben hat, nämlich mit euch beiden.
00:12:15: Das war die Abschaltung also der Sprung über die abschaltung glaube ich.
00:12:21: nennt ihr das heute?
00:12:22: Drück mal bitte Bertha!
00:12:23: Hallo Dresden hört die Sprechstelle in Dresdern.
00:12:32: Okay nach dem Titel tänkt Richard Schieberg anzureden.
00:12:35: wenn er zu Ende ist kommt gleich
00:12:36: ein
00:12:36: Spot dran Power von der E-Zeit und dann der Titel.
00:12:39: da gehe ich nochmal kurz
00:12:40: rauf Alles klar?
00:12:42: Okay.
00:12:45: Dann müssen die Leute im Kontrollraum leise sein oder rausgehen!
00:12:55: Ja das ist meine Betriebstemperatur, sorry!
00:13:02: Mit dokumentiert übrigens... von Jörg Wagner, der heute auch hier ist.
00:13:06: Dass er quasi alles mitgenommen hat...
00:13:10: Man hat in dem Video ja gesehen wie ich an den Moderatoren-Tisch bei DTv-Histärischen Anweisungen gebe.
00:13:16: Marion immer ruhiger wird und dann sieht die Kamera sie hinten rauslaufen aus dem Sprecherraum des Studios.
00:13:22: Warum bist du rausgegangen?
00:13:24: Keine Ahnung.
00:13:25: Also wie gesagt, man kann sich ja nicht mehr minutiös sein.
00:13:27: Vielleicht wollte ich eine Rauchen gehen?
00:13:29: Wir konnten ja damals noch rauchen oder so in der Zeit...
00:13:31: Auch im Studio!
00:13:32: Da waren volle Assenbecher gerade zu sehen im
00:13:34: Video.
00:13:35: So was wird es gewesen sein.
00:13:36: Also manchmal, wenn in der Arena eine Leitung nicht stand in irgendein Stadion dann war Andreas ungefähr so wie Sie es jetzt gerade gesehen und sie da draußen gehört haben aber gar nicht schlimm.
00:13:46: meistens kam die Leitung dann irgendwann.
00:13:49: Wir sind hier bei Andreas Abschieds Arena Andreas letzter Sendung.
00:13:53: wir haben grade noch ganz ausführlich über dt- speichert gesprochen den radiosender bei dem im prinzip fast alles für dich angefangen hat loswerden möchte.
00:14:08: Ja, liebe Andreas ich
00:14:09: habe dieses Setting für mein kleines Statement hier ganz bewusst ausgewählt.
00:14:12: Palmen, weißer Strand das soll ich schon so ein wenig vorbereiten auf deinen Stand als Rentner was sich ja keiner so richtig vorstellen kann selbstverständlich am wenigsten.
00:14:20: aber mir gibt es die Gelegenheit ein paar Dinge zu sagen die man sich also als Kollege nicht täglich sagt und noch dazu unter gleiche Eidrigen.
00:14:27: Aber Es ist wirklich wahr du warst für mich von Anfang an.
00:14:30: wir kennen schon sehr lange Ein richtiges Vorbild.
00:14:33: Du warst meinen ersten Arbeitsantrag unterschrieben.
00:14:34: bei DDPN-Sächsisch, gemeinsam mit dir du warst Direktionsleiter haben wir gelernt, was ist überhaupt wichtiger im Journalismus?
00:14:41: und dann in all den Jahren wo ich dich beobachten durfte bei der Arbeit.
00:14:44: Du bist ein unglaublich reflektierter Kollege also jemand, der immer darüber nachdenkt, was mache ich da eigentlich?
00:14:49: Warum mache ich das so wie ich es mache?
00:14:51: Dass er fast eben auch so ein toller Lehrer für Leute die Journalismus lernen wollen und was ich auch immer so gewundert habe
00:14:57: obwohl du so professionell
00:14:59: bist absolut genau weißt was zu tun ist in deinem Job.
00:15:03: Da hatten wir zwar nicht unbedingt immer Gesprächsstoff, wenn es um Fußball zum Beispiel geht.
00:15:08: Aber egal!
00:15:09: Ich habe trotzdem eine Arbeit da so bewundert, dass du eben trotzdem auch aufgeregt bist und leidenschaftlich bist.
00:15:14: Ich kenne niemanden der vor jeder Sendung – ich durfte das schon immer erleben – am Samstag so dabei ist sich
00:15:19: so freud
00:15:20: über jeden Interview-Gast, den er bekommen hat natürlich dann bei einer Livekonferenz dabei ist.
00:15:24: Das ist ja auch altes schönes Radio, wie du's gelernt hast von der Pika auf also... Ich sage das hier an dieser Stelle mal, ich hab' immer zu dir
00:15:30: hoch gesehen
00:15:31: und habt es sehr, sehr bewundert mit welcher Liebe, Leidenschaft und großer Hingabe du dabei warst nach so vielen Jahren unverändert.
00:15:39: Und das ist einfach großartig, liebe Andreas!
00:15:41: Ich wünsche dir alles Gute, alles Tolle.
00:15:42: ich folge dir auch bald nach und dann haben wir viel Zeit über alte Zeiten zu reden.
00:15:46: Alles die wir dir!
00:15:48: Danke Knutty!
00:15:51: Das war... Knut Elstermann.
00:15:54: für alle, die ihn jetzt nicht sofort erkannt haben.
00:15:56: Wir hatten natürlich jetzt ein Bild dazu und konnten sehen warum er heute hier nicht bei deiner Abschiedssendung persönlich dabei sein kann.
00:16:03: Er hat es kurz gesagt.
00:16:05: Er
00:16:06: liegt
00:16:06: am Strand unter Palmen und am Ende hat er gesagt, er ist ja auch bald weg.
00:16:10: Ich kann sie beruhigen.
00:16:11: Knut ist ein paar Monate jünger der muss hier noch bis Februar, also Berlinale, ist noch mit dem Kinoking.
00:16:20: Wen hast du jetzt?
00:16:22: Jetzt habe ich erstmal die Symbiose.
00:16:24: Also Andreas und die Arena.
00:16:26: das war eine Symbiosa von Anfang an.
00:16:29: ohne Andreas keine Arena.
00:16:31: Gut zehn Jahre lang warst du dann alleine der Moderator?
00:16:35: Und dann hatte aber Radio Eins eine Idee, eine neue Idee fürs Wochenende.
00:16:40: Genau!
00:16:40: Die Idee lautete wir machen Doppelmoderationen möglichst bei vielen Sendungen und wir verlängern auch die Arena auf vier Stunden.
00:16:47: Andreas sucht dir ne Co-Moderatoren... ...und sie wurde gefunden.
00:16:52: und dann hieß es im Radio Mit Andreas
00:17:04: Ulrich und Jesse Wellmer.
00:17:06: Hier ist Jesse Wellmar, willkommen!
00:17:12: Damals noch Arena-Moderatorin.
00:17:14: heute moderiert sie natürlich die Tagesthemen im ersten... Hallo?
00:17:19: Oh du hast noch jemanden mitgebracht.
00:17:21: Andreas Ulrichts erste Co-Modoratorin In der Arena, wer ist?
00:17:26: Mit ihrem Hund.
00:17:27: Wie heißt er?
00:17:28: Wer ist dein bester Freund?
00:17:29: Das ist Juni ein Labradudel, ein sehr puddliger Labradoodle, der glaube ich immer sehr aufgeregt ist, fast so aufgeregter wie Andreas heute und vor allen Dingen wenn geklatscht wird auch gebellt dazu.
00:17:40: Ja natürlich!
00:17:40: Das ist Unis Art des Applauses ja.
00:17:43: Das passt aber sehr gut.
00:17:44: Kann man eigentlich sagen... Also nicht klatschen.
00:17:47: Kann one eigentlich sagen dass Andreas dich groß rausgebracht hat?
00:17:50: Ja, also ich glaube ohne Andreas wäre auch nicht zur Sportschau gegangen.
00:17:55: ... weil dann, also ich erinnere mich noch als ich bei der Sportschau anfing.
00:18:00: Da gab es das Argument Ja ja die habe sich freigekwatscht im Radio.
00:18:04: Ach so und du warst da vorher schon Sportmoderatoren auch am Fernsehen?
00:18:07: Im Morgenmagazin?
00:18:08: Ja im Morgengagazin beim ZDF.
00:18:11: aber dann kam irgendwann der Anruf von Andreas und er sagte Ich brauche noch eine Bekloppte so ähnlich wie ich, die den Fußball gern hat... Aber auch eine gewisse ironische Distanz zum Fußball besitzt.
00:18:23: Und da fällt mir im Moment niemand anderes an Nein, als Jesse Wehmer.
00:18:28: Und wir kannten uns schon von der EMS ... Der Electronic Media School in Babelsberg, wo ich mein Voluntariat gemacht habe und Andreas mein Dozent war.
00:18:38: Wie das kommt?
00:18:39: Lehrer.
00:18:40: Ja, mein Lehrer genau!
00:18:42: Und so kam das zu ... Hast du ja offensichtlich sehr viel beigebracht aus ihr ist was gemacht?
00:18:46: Nein, nee, nee...
00:18:47: Doch total!
00:18:48: Ich finde wirklich um mal gleich mit der Schwadroniereihe anzufangen Andreas hat mir das gewisse Maß an Leichtigkeit, würde ich sagen, beigebracht.
00:18:58: Ich war ein junges Mädchen und habe alles immer sehr ernst genommen und den Job und wie man ihn zu erfüllen hat.
00:19:03: und wie macht man es richtig.
00:19:04: und was denken die anderen?
00:19:08: Hat immer ... Also, der hat ja den Schalk im Lacken.
00:19:11: Wie du vielleicht auch schon gemerkt hast in den vergangenen zehn Jahren?
00:19:13: Absolut!
00:19:14: Und hatte mir irgendwie das gewisse Maß an Leichtfüßigkeit beigebracht.
00:19:19: und auch wenn man Fehler passiert ist gesagt Mädchen jetzt richtig nicht auf weiter geht's... Shakira!
00:19:25: Das war so das Motto Auch der drei Jahre die wir miteinander verbracht haben Vorhin im Radio, ich hab euch ja im Radio gehört in der ersten Stunde.
00:19:34: Ich musste schon heulen als ihr angefangen habt zu moderieren.
00:19:37: Ich finde es heute was ganz Feierliches.
00:19:39: und dann kam aber der Moment ... Als ich nämlich dachte das kann auch nicht wahr sein dass ihr zusammen zehn Jahre verbracht habt Und wir beide nur vier.
00:19:48: Das war das Fernsehen.
00:19:50: Du kamst groß raus beim Fernsehen, dann war keine Zeit mehr am
00:19:53: Samstag.
00:19:53: Es waren nur vier und er hat zehn Jahre.
00:19:55: War mein großes Glück, dass du zum Fernsehen gesegnet bist?
00:19:57: Ist es die Kategorie Andreas und seinen Haaremmen oder so was?
00:20:03: Meili ist heute leider auch nicht da.
00:20:04: Die ist bei der FußballwM.
00:20:07: Miriam habe ich noch nicht gesehen.
00:20:13: Andreas und seine Haare.
00:20:14: Also
00:20:14: Kerstin Lüttich, wir kannten uns auch schon aus der Sportredaktion des Rundfunks Berlin-Brandenburg denn nach der erwähnten Ausbildung zur Fernseh- und Radiojournalistin war Jesse in der Sportreaktion und man hat uns gemeinsam auch so zu Sportdaten geschickt wo die anderen Reporter sich jetzt nicht so gedrängelt haben.
00:20:30: ich kann mich erinnern wir wurden gerne auch zum Pferdesport geschickt Neustadt Dossel.
00:20:36: Ich stand oben und du musst das unten stehen, wo diese Riesenpferde immer rein- und rausgehen.
00:20:41: Respekt!
00:20:41: Aber mit Tieren kann sie ja?
00:20:42: Das haben wir gerade schon... Ja, ich war schwanger oder ich sah zumindest so aus.
00:20:49: Du warst schwanger.
00:20:51: Auf Aufnahmen von damals jedenfalls genau.
00:20:54: Also das war historisch.
00:20:56: auch da würde ich sagen, dass gewisse Maße an Leichtigkeit.
00:21:00: Der erste Gang, wir gucken mal am Buffet vorbei.
00:21:02: Gucken welche RBB-Kollegen da schon Platz genommen haben und den Nachmittag verbringen würden?
00:21:06: Ich hab gehört Andreas hat dich immer mal auch so ein bisschen gequält mit Werben und Tuwörtern sozusagen.
00:21:13: Welche waren das?
00:21:14: Kannst du dich daran erinnern?
00:21:16: Hören und sehen!
00:21:17: Achso, hören
00:21:18: und sehen ja, also ich als Mädchen vom Fernsehen kam mir an diese Sendung und sagte so und das gucken uns gleich nochmal an.
00:21:26: Nein, gucke nicht, wir hören So, das war ein Evergreen.
00:21:32: Backstage-Evergreen wie Andreas
00:21:34: Röhrich.
00:21:34: Ja jetzt werden wir gleich noch mal
00:21:36: gucken... Ich glaube nicht nur Backstage.
00:21:37: Das war auch on air.
00:21:39: Jetzt wollen wir mal gucken, wieso die Stimmung auf Schalke ist kurz vor Spülbeginn und wenn die Musik lief ... Ihr guckt nicht!
00:21:48: Wir haben uns getroffen vor fast genau zehn Jahren am Stuttgarter Platz als Andreas Stimmt.
00:21:54: Ich angerufen hatte und gefragt hatte, ob ich ab und zu mal einspringen kann wenn du nicht kannst?
00:21:58: Das war ja damals schon die Sportshow kamen und dann war nicht mehr so viel Zeit da und dann habe ich mich sehr gefreut über den Anrufkampf vom WDR nach Berlin.
00:22:05: Und dann haben wir uns getroffen und dann erinnere ich mich noch sehr genau darüber.
00:22:08: Wir wollten darüber sprechen wie die Arena so funktioniert und wie Andreas so tickt.
00:22:12: dich bekannten uns ja nicht.
00:22:13: und Dann hast du gesagt sinngemäß Andreas bereitet eigentlich alles vor Du musst selbst nur die Vorbereitung auf die Spiele machen und dich dann in Andreas sehr kollegiale Hände begeben.
00:22:23: Andreas skriptet, also wenn er kann.
00:22:26: Skriptit eher die Sendung bis achtzehn Uhr und jetzt kommt das Medienmagazin was ich auch immer total krass fand und man kann sich irgendwie da so in diese Sendung reinfallen lassen rein plumpsen lassen.
00:22:36: Ich weiß noch gar nicht wie es jetzt werden soll.
00:22:38: Samstags wenn du nicht mehr da bist muss ich ja selber arbeiten.
00:22:40: nur die Ergebnisse konnte man so schlecht planen.
00:22:43: und was aber auch zu Andreas für mich immer gehören wird vielleicht kannst du das bestätigen wenn mal irgendwas nicht klappt ist der stampfende Der Stampfen der Fuß.
00:22:51: Ich weiß nicht, ob man die manchmal im Radio gehört hat dieser Stampfe, wenn irgendwas technisch nicht gelungen war.
00:22:56: Oh Gott!
00:22:56: Hörst du uns?
00:22:59: So, so war das.
00:23:00: Meine Kinder haben den Kursennamen L-Hecto für.
00:23:05: Stimmt es?
00:23:06: Wo ist dein Sohn?
00:23:07: Den habe ich doch gesehen da.
00:23:08: Stimmen?
00:23:09: L-hecto
00:23:09: Ja ruft Paul.
00:23:12: Du hast es verraten gerade.
00:23:14: Da konnte jetzt niemand von uns was dafür.
00:23:21: Herzliche Grüße vom Fuße des Kaisergebirges.
00:23:23: Hier hinter
00:23:24: mir Energie Cottbus war eine Woche lang hier
00:23:26: zu Gast, hat sich
00:23:27: vorbereitet auf die neue Saison und die Reisen heute
00:23:29: ab.
00:23:29: Hertha BSC
00:23:31: kommt dafür nach
00:23:32: Tirol, die Zweitligisten
00:23:34: also
00:23:34: zu Gast in Österreich.
00:23:35: Und als
00:23:36: RBB-Sportreporter bin ich hier um beide Mannschaften entsprechend zu begleiten und deswegen kann ich leider nicht bei deiner letzten Sendung Andreas dabei sein und das schmerzt
00:23:45: mich
00:23:45: sehr denn ich habe dir viel zu verdanken.
00:23:47: du warst es der mich Anfang der zweitausender
00:23:49: Jahre als Praktikant zum Radioeins Tippspiel gelotst hat.
00:23:53: Dort habe ich jahrelang den Lifeticker betreut
00:23:55: und
00:23:56: du warst es auch, der mich redaktionell hat mitarbeiten lassen.
00:24:00: Bei der Arena-Sendung um zwei
00:24:02: tausend zwölf
00:24:02: durfte ich dank dir als Praktikant
00:24:04: mit
00:24:04: reisen zu den olympischen
00:24:06: Sommerspielen nach London wo Radio Eins ja von der MS Deutschland gesendet hat.
00:24:11: Und kurz darauf hast du gesagt,
00:24:12: hey mach doch mal eine
00:24:13: Initiativbewerbung fertig.
00:24:14: Ich leg die bei der Sportredaktion auf den Tisch.
00:24:16: das habe ich getan und wenig später war ich Teil des RBB und bin es bis heute und konnte mir einen großen Traum
00:24:22: erfüllen
00:24:23: nämlich Bundesliga Reporter zu werden.
00:24:25: und da war ich in den letzten Jahren
00:24:26: ja immer wieder auch Teil der Arena Sendung.
00:24:29: Herzlichen Dank, Andreas!
00:24:30: Für alles was du
00:24:31: getan hast für dein Vertrauen.
00:24:33: Deine Unterstützung in all
00:24:34: den letzten Jahren.
00:24:36: das hat mir ja immer wieder sehr geholfen
00:24:38: auch mich mit dir
00:24:39: auszutauschen
00:24:40: und ich hoffe du kannst deinen wohlverdienten Ruhestand
00:24:42: jetzt genießen.
00:24:43: vorher wünsche ich euch
00:24:44: aber eine wirklich fantastische
00:24:46: letzte Sendung und schicke euch sonnige Grüße aus Tirol in Österreich
00:24:50: Richtung Berlin.
00:24:57: Danke Jakob!
00:24:58: Ja vielen dank Jakob.
00:24:59: Schade dass er nicht da ist.
00:25:01: Er
00:25:02: hat ja eine Entschuldigung.
00:25:03: Wenn
00:25:04: du das so hörst,
00:25:05: wie
00:25:05: viele Menschen du hier zum RBB gebracht hast und Karrieren gefördert hast
00:25:09: usw.,
00:25:10: er wollte aber auch Sportreporter werden.
00:25:11: ich habe ihn nur noch ein bisschen angeschöpft und angeschoben damals aber der hatte tatsächlich als Schüler Praktikant bei uns angefangen mit neunzen und kam dann am Wochenende hat immer vor dem Studio gesessen und diesen Live-Ticker geschrieben Und jetzt ist er bei Olympia und bei der WM Radio eins die große Karriere schleuder.
00:25:27: gleich gibt es die nächste große Überraschung.
00:25:39: Und hier ist sie, Dagrun Hinze.
00:25:40: Willkommen!
00:25:48: Ich darf mal aus deiner Radio-Eins-Personalakte vorlesen.
00:25:52: Dagrun Hinse, Theaterautorin und Schriftstellerin.
00:25:55: Buchautoren.
00:25:56: vor zehn Jahren fiel uns.
00:26:01: Ballbesitz Frauen, Männer und Fußball.
00:26:03: Einhundert vier Seiten.
00:26:04: wir waren elektrisiert.
00:26:06: Jesse Kerstin und ich Wir haben gesagt die wollen wir haben diese Dagoen Hinze.
00:26:10: Die entdeckt überall Parallelen zwischen Fußball Literatur und Theater die kann Politik und Pop Und vor allen Dingen versteht sie eben eine Menge von Fußball.
00:26:18: Danke Dagon für all deine Kolumnen und all diesen Jahren.
00:26:25: Jetzt muss ich gleich weinen.
00:26:28: Ich finde auch diese Ankündigung, die ihr da produziert habt diesen Jingle auch wirklich sehr schön, der mich immer wieder rührt und auch ich habe zu danken weil neun Jahre natürlich eine lange Zeit sind.
00:26:38: aber ich habe es unglaublich geliebt dass man mit euch wirklich die ganze Welt mit Fußball erklären konnte.
00:26:44: wir haben gesprochen über sehr viel antiques Theater.
00:26:48: Wir haben gesprochen über Shakespeare oft im Zusammenhang mit Bayern München, wir haben gesprochen die zweite Welle des Feminismus und die Parallelen von Kunstsponsoringen und Fußballsponsoringen.
00:26:58: also ich glaube nirgendwo in diesem Land konnte man so wild und frei und auch manchmal ein bisschen schlau über Fußball quatschen.
00:27:07: Also mir fällt auch keine andere Fußballsendung ein, wurde über die zweite Welle des Feminismus reden würden.
00:27:12: Definitiv nicht!
00:27:14: Wir haben es
00:27:14: getan!
00:27:15: Was hast denn du gedacht damals als wir angekommen sind und gefragt haben ob du eine Fußballkolumnistin werden möchtest bei Radio Eins?
00:27:24: Apropos Feminismus, ich denke immer dass das so Sachen sind die man nicht absagt.
00:27:28: Also das muss man dann machen weil natürlich werden jetzt glaube ich nicht die großen Schlachten gewonnen im Zusammenhang mit Fußball aber R-Time für weibliche Stimmen in dem Zusammenhang ist halt dann schon auch wichtig und wir hatten... Ich glaube Jessie und du habtest erste Interview mit mir geführt zu dem Buch.
00:27:42: Das war lustig.
00:27:44: Und dann hast Du mich gefragt Dann hast Du mir geschrieben und ich werde natürlich total geplettet.
00:27:48: Aber ich dachte eben auch das wird jetzt einfach gemacht.
00:27:52: Es ist die letzte Sendung von Andreas und es ist die Letzte Arena.
00:27:56: Und wir verabschieden ja im Grunde genommen auch deine Kolumne jetzt damit... Was wird dir denn fehl?
00:28:02: Also, wer also wird dir was?
00:28:05: Wenn du wenn du nicht mehr über Fußball im Radio redest
00:28:08: immer diese Suggestivfragen
00:28:10: naja natürlich mit mir also mir wird das nicht unbedingt vielen am Samstag Vormittag zu arbeiten aber ich fand es schon immer toll, also erstens finde ich die Radio wirklich sehr speziell.
00:28:20: Ich habe glaube ich sehr viel Schlagfertigkeit und Sponitanität durch euch gelernt.
00:28:25: Ich kenne nie keinen schlagfertigen und lustigeren Menschen als dich Andreas der das so schnell zur Verfügung hat.
00:28:34: Also ich weiß, dass jedes Vorbereitungsgespräch eigentlich auch immer im großen Gelächter mündete.
00:28:39: Und ich finde diese Art über die Welt nachzudenken anhand von Fußball in Wahrheit aber natürlich die großen Themen damit zu besprechen einfach wahnsinnig gut.
00:28:48: also es glaube ich ist doch etwas was weiterhin eine Möglichkeit ist ohne gleich, keine Ahnung, gesellschaftliche Fronten aufzumachen und über bestimmte Dinge zu sprechen.
00:28:57: Und das wird mir fehlen!
00:28:58: Wir schalten jetzt nach Amerika in die USA zu unserer Kollegin Miley Scheidemann.
00:29:03: Hallo
00:29:03: Miley!
00:29:04: Hallo!
00:29:08: Schöne Liebe Grüße aus Amerika!
00:29:12: Wenn wir uns umdrehen, kann sie uns wahrscheinlich nicht sehen.
00:29:14: Wir müssen in die Richtung gucken oder?
00:29:16: Ich kann euch sehen!
00:29:20: Ich habe sogar schon gesehen dass Andreas ein Klemmbrett dabei hat.
00:29:23: Das bin ich noch von vielen Union-Sondersendungen.
00:29:27: Meili das ist kein Fußballstadion vermuten wir.
00:29:30: wo bist du?
00:29:32: Nein ich bin gerade im US-Bundesstaat Utah.
00:29:42: Ich war in vielen verschiedenen Städten, da können wir gleich gerne noch darüber sprechen.
00:29:45: Jetzt bin ich in Jutta auf meinem Rückweg nach Berlin und habe gedacht, komme ich nochmal bei meiner Gastfamilie vorbei, bei der ich mit sechzehn für ein Jahr gewohnt habe.
00:29:55: Und wir sind gerade in einem Nationalpark und haben uns tolle Red Rocks in Juta angeguckt.
00:30:00: Genau!
00:30:00: Deshalb bin ich hier.
00:30:01: Ich bin sehr traurig dass ich nicht bei euch sein kann aber lieber Andreas das ist auch ein bisschen deine.
00:30:08: Du bist ja derjenige, der mich zur Sportreporterin gemacht hat.
00:30:11: Als du mich gefragt hast, ob ich mit dir die Arena moderieren will vor sieben Jahren.
00:30:15: Deshalb ist an dieser Stelle schade, dass ich nicht dabei bin aber danke, dass du mich in die USA geschickt hast.
00:30:21: Meili ist Jutta nicht der Staat wo es nichts zu trinken gibt?
00:30:28: Du meinst alkoholische Getränke?
00:30:30: Ja!
00:30:31: Ja,
00:30:32: ja.
00:30:32: Ist sehr besorgt!
00:30:34: Es ist ein Mormonenstart.
00:30:36: Ich habe auch bei einer Mormonenfamilie gelebt und ich bin jetzt mit meiner gesamten Familie.
00:30:40: Ich hatte sechs Gastgeschwister, die haben alle Kinder.
00:30:42: Also wir sind gerade eine Reisegruppe von dreiundzwanzig Menschen.
00:30:46: Und es gibt kein Alkohol.
00:30:49: Meili Scheidemann arbeitet für das ZDF in den USA.
00:30:55: Was wir sehr bedauern, dass sie nicht mehr bei uns ist.
00:30:58: Meilli was würdest du denn gerne Andreas noch so... So mitgeben?
00:31:01: jetzt, ich meine es ist die letzte Sendung.
00:31:03: Ihr seid ebefreundet ihr seht euch sowieso auch privat aber das was alle hören soll?
00:31:11: Also... Ich glaube was sich an Andreas so toll findet ist dass er so einen schönen Blick auf den Fußball hat.
00:31:19: Das ist ich glaube diese Sendung die Arena ist eine besondere Sendung muss man ja leider sagen gewesen weil sie so viel vereint.
00:31:27: also die Haltung die Andreas hat den Humor das Wissen.
00:31:32: Er war auch immer sehr darauf bedacht,
00:31:33: z.B.,
00:31:34: die Unionfrauen präsent in der Sendung zu haben.
00:31:38: Das fand ich auch immer ganz toll.
00:31:39: und Andreas ... Ich weiß nicht, ob wir darüber schon gesprochen haben.
00:31:43: Es gibt niemanden, der so oft in den Schaltraum geht.
00:31:46: für alle, die den Schalltraum ... Haben wir schon drüber besprochen?
00:31:48: Habt ihr schon drüben gesprochen!
00:31:51: Und das zeigt für mich aber auch, dass Andreas alles mitdenkt und er denkt aber auch alle mit.
00:31:57: Polegialer, unterstützender Mensch.
00:32:00: Lieber Andreas, ich kann ja auch direkt mit dir sprechen!
00:32:02: Ich finde du bist ein ganz toller Typ.
00:32:04: Ich glaube jeder im RBB liebt dich, wird dich vermissen.
00:32:07: Ich glaub du bist nicht zu ersetzen und es war einfach immer sehr schön.
00:32:12: Ich hatte so viel Spaß mit dir diese Sendung zu moderieren, zu lachen dabei zu sein.
00:32:18: Es war alles sehr schön und ich freue mich jetzt drauf ... mit dir mal zu erkunden, was man am Sonnenabend nachmittag alles machen kann.
00:32:25: Wenn man es frei hat... Ich glaube das weißt du gar nicht!
00:32:27: Immer wenn du samstags mal ganz selten freier ist dann sagst du... Man kann ja samst tags frei haben?
00:32:32: Was macht man denn
00:32:32: da?!
00:32:34: Also du wirst es nicht glauben.
00:32:35: aber das war jetzt das erste Mal dass ich bei Andreas heute nachmittag tatsächlich so einen Schlucken...
00:32:40: Mir ist schwer obzärt,
00:32:41: Mali!
00:32:41: Das ging ihm jetzt gerade sehr nahe, was du gesagt hast.
00:32:44: Das waren ganz tolle Worte.
00:32:45: vielen Dank also sag ich jetzt mal an der Stelle.
00:32:48: Vielleicht kannst du dich auch noch bedanken, Andrea.
00:32:54: Andreas hat, glaube ich noch eine Frage.
00:32:56: So jetzt kommt das Tröste, wenn Sie sagen Arena gibt's nicht mehr.
00:32:59: Die Meili ist ja schon seit Anfang des Jahres weg.
00:33:01: Meili können sie jetzt ja im ZDF weiter sehen und hören.
00:33:06: Meily hat kürzlich ihre ersten Live-Fußballspiele kommentiert noch in Deutschland.
00:33:11: Es live Kommentatoren beim Wintersport bei den olympischen Winterspielen für die nordische Kombination zuständig macht Fußballberichte am Samstagabend für das berühmte ZDf Sportstudio.
00:33:22: Ist alles dein Verdienst?
00:33:24: Ach komm!
00:33:26: Wir sind stolz auf dich.
00:33:28: Eine aus der Arena-Familie!
00:33:32: Vielen Dank, Andreas.
00:33:35: Ich wäre nicht diesen Weg mehr ob ich gegangen bin.
00:33:38: Schöne Sendung und viel Spaß!
00:33:43: Dein Abschied steht bevor.
00:33:46: Vielleicht möchtest du noch irgendwas loswerden?
00:33:53: Ja, fast auch.
00:33:54: Ich habe gedacht also in der Arena bekommen die Reporter entweder forty-fünf Sekunden oder eins dreißig.
00:33:59: ich würde mal großzügig Eins Dreißig vergeben.
00:34:02: Also ich bedanke mich ganz herzlich bei den Hörern und Hörer und Zuschauerinnen und Zuschauern für die Send durfte in den letzten gut drei Jahrzehnten Für die ich berichten konnte die informieren konnte die vielleicht wenn es mehr gelungen ist auch unterhalten durfte denen ich gelegentlich klar gelebelt anbieten konnte.
00:34:23: Ich bedanke mich bei denen, die ich persönlich treffen konnte.
00:34:26: das waren ganz viel in Berlin-Brandenburger Sport wenn du da drei Jahrzehnte unterwegs bist von der Profiliga bis zum Kreisligaverein bis zum Breitensportlernt.
00:34:35: zu viele Leute kennen bei unserer legendären Sechsenneunzigstunden Sozialreportase wo wir innerhalb von sechs neunzig Stunden in einer Woche soziale Projekte gerettet unterstützt haben.
00:34:44: Da waren soviel wirklich tausend engagierte Helfer dabei.
00:34:48: bei denen bedank ich mich dass die dabei waren
00:34:52: Noch dreißig.
00:34:53: Und ich danke Denn vielen, vielen Kolleginnen und Kollegen das müssen hunderte sein die ich hier hatte in den letzten drei Jahrzehnten mit denen ich zusammenarbeiten durfte.
00:35:03: Ich danke denen die mir Vertrauen geschenkt haben, die gesagt haben na klar moderierst du jetzt Opern und Klassik wir trauen dir das zu?
00:35:10: Und ich danke ganz herzlich denen mit dem ich zusammen die Arena moderieren durften!
00:35:15: Das war wirklich ein Riesenspaß.
00:35:16: was für ein Privileg jeden Samstag nachmittag eine Ausrede zu haben.
00:35:20: dass man Fußball hört und Fußball im Fernsehen guckt kriegt man ja auch Geld noch obendrein dafür.
00:35:24: Danke Kerstin, danke Miriam.
00:35:27: Danke Miley nach Amerika über den Satelliten und danke Jessie dass ich mit euch diese wunderbaren Samstag Nachmittag verbringen konnte.
00:35:38: Ach
00:35:40: ja jetzt wirds mir auch gerade tatsächlich ein bisschen eng weil ich mich jetzt bei dir bedanken darf für die letzten zehn wunderbaren Jahre das du nie gemeckert hast wenn ich zu unserer Vorbereitung zu spät gekommen bin und das war relativ oft der Fall.
00:35:56: Ach Mann, jetzt lasst sich noch weiter.
00:35:58: Jetzt drücken wir uns auf der Bühne.
00:35:59: liebe Hörerinnen und Hörern!
00:36:03: Andreas
00:36:04: vielleicht noch ein paar Worte
00:36:05: an die Hörerin der Medienhöhle?
00:36:07: Du bist ja vierzig Jahre beim Radio gewesen also vielleicht nochmal zurück auch an die DT-Fan-Sächsigfans gedacht ist dir irgendetwas wichtig gewesen in diesem Leben, in diesem Radioleben?
00:36:19: Ob mir was wichtig war im Radioleben?
00:36:22: Ich habe sehr gerne im Team gearbeitet.
00:36:25: Also ich war nie so ein Solist, also für mich war immer wichtig, im Team zu arbeiten gemeinsam Ideen zu entwickeln und ich hab auch die Sendung, die ich moderiert habe immer als Teamprodukt empfunden.
00:36:37: Das war zu allen Zeiten so.
00:36:38: das hat mir bis zum Ende richtig groß Spaß gemacht!
00:36:41: Und welche Rolle spielte dabei die Motivation dass man dir zuhören
00:36:44: konnte?
00:36:45: bei deiner Arbeit.
00:36:47: Ich hab, ehrlich gesagt, eine ganze Weile gebraucht bis ich das kapiert habe des Leute mir auch zuhören.
00:36:51: du setzt dich als mit zwanzigjähriger in so ein Radio-Studio
00:36:55: und
00:36:56: fängst anzumoderieren und denkst erstmal gar nicht daran in welchen Situationen Leute das irgendwie jetzt hören im Auto oder Zuhause.
00:37:04: Mir hat mal irgendwann den Moderationstrainer gesagt Du musst dir einen ganz konkreten Hörer vorstellen.
00:37:10: Wer war das?
00:37:13: Naja, ich habe mir immer versucht eine Nachbarin vorzustellen, der ich sozusagen die Geschichte erzähle.
00:37:18: Aber das vergisst du denn auch irgendwann?
00:37:21: Aber irgendwann hatte ich deinen Verinnerlicht, dass ich wirklich Radio für die Menschen mache, dann spätestens wenn du viel Deck hast, wenn ich Leute anspreche.
00:37:27: Genau!
00:37:28: Ich hab dich neulich gehört.
00:37:29: oder wenn es Reaktionen gibt auf das was man erzählt Du warst bei
00:37:32: den vielen Hörertreffen, weil DDR in den Sechzig-Fensten dabei.
00:37:36: Hat dich
00:37:37: das irgendwie geprägt für deine spätere Karriere?
00:37:40: Immer zu wissen, dass da tatsächlich Leute sind die dich bezahlen?
00:37:45: Das hat mich ... Zu Wissen für wenige Sende hat mich sehr geprägt und das hat mich auch sehr überwältigt.
00:37:52: Die Reaktionen damals waren ja hundert Tausenden, die auf die Straße gegangen sind, die Unterschlüften geleistet haben, gemacht haben.
00:37:59: Also zu spüren, dass das Radio wirklich eine Bedeutung hat also nicht nur unter Helds sondern egal ob du die Musik spielst und die Leute begeistert oder ob es die Ansprache ist, das hat mich schon sehr geprägt also von seither.
00:38:15: also da war ich ein paar Jahre schon beim Radio.
00:38:17: Seither weiß ich um die gewaltige Kraft die Radio auch hat bis heute.
00:38:25: Ich antworte jetzt auch mal mit einer Floskel, die wir uns gegenseitig auch
00:38:28: immer zugerufen haben
00:38:29: gelegentlich auf Wiederhören Andreas Ulrich.
00:38:32: Denn wir können uns nicht vorstellen dass du verstummst und nur nachlesbar wirst in Form von Büchern.
00:38:38: Ja das ist aber so.
00:38:39: also ich habe ja nicht vor weiter Radio und Fernsehen zu machen.
00:38:42: man soll zwar niemals nie sagen Aber ich werde jetzt vor allem als Auto arbeiten Bücher schreiben vielleicht auch meine Kolumne Und ansonsten hab ich auch noch Freunde, hab Kinder, Enkelkinder.
00:38:54: Also ... Ich hab ne Menge vor und werd v.a.
00:38:57: schreiben!
00:38:59: Dafür wünsch' ich total.
00:39:01: Danke!
00:39:02: Da gessen Sie nicht, Ihre Antennen zu erden.
00:39:04: Guten Morgen, Jörg.
00:39:05: Der Andreas mit einem Zettel in der Hand.
00:39:07: Das ist kein Zettl, das eine Postkarte von Peter Freier aus Neubrandenburg.
00:39:11: Da steht sein Nipplingswitz drauf, weil ich dachte die Sendung ist so langweilig heute komme ich gleich mal runter damit.
00:39:16: Also los, Textbuch her und los.
00:39:18: Wen gibst du?
00:39:19: Ich würde den mit den großen Scheinen spielen.
00:39:20: Eine Traumrolle für Andreas, aber der Schein trügt ihr und eben weil er trübt will ich ihn ja loswerden.
00:39:25: also pass auf ich treff dich jetzt keine Gewalt.
00:39:29: Hallo Jörg kannst du mir mal einen Gefallen tun?
00:39:32: Gerne Andreas.
00:39:33: Kannst du mal mein neuner D-Markschein wechseln in drei Fünfzig Markscheine?
00:39:38: Du meinst
00:39:38: zweifünfzig
00:39:39: markscheine?
00:39:40: Nein!
00:39:40: Drei Sonst wäre es ja kein Gefallen.
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