DIE MEDIENHÖLLE #035 | So tickt der journalistische Nachwuchs
Shownotes
▶︎ (00:00) - INTRO - Jörg Wagner ▶︎ (00:21) - Einleitung - Philipp Nitzsche ▶︎ (01:56) - Spender ▶︎ (02:25) - Alessandro Di Sano: Vom WDR zum EMS-Volontariat ▶︎ (04:18) - „Nachrichtenbote“: News treffen auf Passanten ▶︎ (06:10) - Der Auftrag: eine andere Morning-Show entwickeln ▶︎ (07:53) - Warum das Radioprojekt „Shift“ heißt ▶︎ (09:40) - „Shift-Talk“: Menschen erzählen ihre Geschichten ▶︎ (11:56) - Warum „Shift“ nur online sendete ▶︎ (13:28) - Einen Radiosender in vier Tagen entwickeln ▶︎ (16:23) - Künstliche Intelligenz: Bei „Shift“ läuft keine KI ▶︎ (18:15) - Oldschool-Formatentwicklung und Lernen durch Machen ▶︎ (20:17) - Schulleiter Benjamin Dénes im Jahr 2005 ▶︎ (23:16) - Zwölf Volontäre und die Arbeit von 24 bis 36 Leuten ▶︎ (24:10) - „Historische Schalte“: Kennedy live in Berlin ▶︎ (26:18) - „Kein Kommentar“: Gegenstände erheben ihre Stimme ▶︎ (28:09) - „Shift Verified“: Straßenmeinungen im Faktencheck ▶︎ (31:38) - „Der Shift“: Mit 50 noch einmal neu anfangen ▶︎ (34:06) - „Das letzte Mal“: Lieder, die niemand mehr hören will ▶︎ (35:16) - Zukunftspläne, Radiovirus und Podcast ▶︎ (37:14) - Outro und Abspann mit Spendernamen
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00:00:00: Ist das Radio tot?
00:00:02: Perspektivisch jedenfalls, weil der journalistische Nachwuchs gar nicht mehr Radio hört und vielleicht auch gar nicht ausgebildet wird an den Journalisten-Schulen für das Radio.
00:00:12: Dieser Frage ist Philip Nietzsche nachgegangen!
00:00:15: Wir schalten zu ihm – er steht in Potsdam Babelsberg vor dem ehemaligen Gebäude der Electronic Media School.
00:00:21: Ich
00:00:22: stehe hier in Amalene Dietrich Allee Haus Nr.
00:00:26: vor einem ziemlich bekannten Gebäude, vor allem für viele Berliner Journalisten im bekanntes Gebäud.
00:00:33: Da war viele Jahre die Electronic Media School untergebracht.
00:00:37: Die sind inzwischen ein bisschen weiter runtergezogen in so einen Bürokomplex.
00:00:42: Das Grundstück soll oder ist schon verkauft worden mit dem Gebäuden.
00:00:46: das gehört dem RBB aber es ist eine idyllische Atmosphäre wo man wirklich viele Jahre gut was lernen konnte.
00:00:55: ich meine In den neuen Räumlichkeiten können die sicherlich immer noch gut lernen.
00:01:00: Aber das nochmal so zu zeigen, wo das viele Jahre stattfand, das dachte ich mir ist mir normal anliegen und in dieser Ausgabe der Medienhölle da geht es auch um die Elektronik Mediaschool bzw.
00:01:13: Den aktuellen Jahrgang.
00:01:14: Die haben sich nämlich eine eigene Morgensendung ausgedacht.
00:01:19: Das ganze Projekt hat den Namen SHIFT beziehungsweise hatte den Namen shift, die haben schon gesendet Und ich hatte in meiner Sendung, meine Sendung Time for Vinyl Alessandro DiSano zu Gast.
00:01:30: Der ist volontär an dieser Schule im aktuellen Jahrgang und der hat also mir von dem Projekt erzählt, von ihrer eigenen Morgensendung was sie sich dabei gedacht haben, was ihre Aufgabenstellung auch war.
00:01:45: Ich bin sehr gespannt, was Ihre Meinung ist?
00:01:48: Was sozusagen die Radiojugend sich da ausgedacht hat.
00:01:50: das können Sie uns ja in den Kommentaren reinschreiben.
00:01:54: Auf jeden Fall jetzt viel Spaß dabei!
00:02:25: Alessandro, die Sahne.
00:02:26: Oh Gott!
00:02:26: Ich bin schon so in deinem Namen verliebt.
00:02:30: Du solltest die Sachen rausbringen.
00:02:32: Lebensmittel, Parmesan oder so.
00:02:34: Balsamico Essig.
00:02:35: Ich würde sofort kaufen.
00:02:36: Super.
00:02:37: So ein großes Ego habe ich nicht.
00:02:39: Ja?
00:02:39: Ich brauche mein Name die bald drauf klatschen.
00:02:40: Du
00:02:40: hast kein großes Egon.
00:02:42: gehst in die Medien das ist aber... Das ist ja schon mal eine Qualitätspredikat für dich.
00:02:47: Das zeichnet dich schon mal aus.
00:02:48: Super ausgesucht.
00:02:49: Jetzt, warum ich euch eingeladen habe ist ja diese Schifftgeschichte.
00:02:55: Euer Morgen-Sendungsprojekt.
00:02:58: Bevor wir aber dazu übergehen noch kurz etwas zu dir... Du kommst aus dem Raum Düsseldorf wenn ich es richtig gelesen habe?
00:03:05: Richtig falsch!
00:03:06: Zwischen Köln und Düsseldov genau!
00:03:07: Zwischem.
00:03:07: Kölner DüsselDorf okay!
00:03:09: Gute Gegend!
00:03:11: Du hast auch schon beim WDR gearbeitet?
00:03:14: Genau er als Studentische Hilfskraft und dann später in freier Mitarbeiter im Newsroom.
00:03:18: Was hast du da gewinnt auch gemacht?
00:03:20: Es fand ich eine damals total lustige Aufgabe.
00:03:22: Ich habe die Hintersätze, also die Grafiken, die im Fernsehstudio hinter den Moderatoren zu sehen sind ausgesucht und redaktionell begleitet Und man kann sich gar nicht vorstellen was alles im Fernsehen ein Vollzeitjob ist.
00:03:34: Das ist ein Vollzeitjob wenn man das für mehrere Sendungen macht und das hat einen totalen Überblick gegeben zwischen Redaktion Produktion viel gelernt
00:03:42: Und dann kam aber irgendwann der Wunsch auf, sich noch den Schein zu holen so ausbildungsmäßig.
00:03:49: Da hast du dich für das Voluntariat beworben?
00:03:52: Auf jeden Fall!
00:03:53: Mir war klar ich möchte gerne ins Fernsehen oder ins Radio irgendetwas rundfunkmäßiges und um da schöne Beiträge zu machen, da wollte ich gerne einen Voluntariat machen.
00:04:02: Dann nach Berlin als Köln-Düsseldorfer – nicht schlecht, das spricht.
00:04:07: Wir hören jetzt mal uns den ersten Ton aus diesem Morgensendungsprojekt Schifft an und du wirst uns gleich dazu etwas sagen.
00:04:18: Der Nachrichtenboote
00:04:21: Jetzt ist Finn Dresler schon wieder mit dem Mikro in Potsdam unterwegs, als Nachrichtenbote bringt er
00:04:27: die News zu euch!
00:04:28: Guten Morgen Finn!
00:04:31: Ich stehe jetzt hier am
00:04:32: Weihweich Company.
00:04:34: Das ist ein Kiosk,
00:04:35: hier am Potsdamer
00:04:36: Hauptbahnhof
00:04:37: und ich stehe
00:04:38: hier mit Florian Thomas und will natürlich die Nachrichten des Tages unter die
00:04:41: Leute bringen.
00:04:42: Florian wie ist denn hier die Morgenschicht?
00:04:44: Die Morgenschicht ist super mega macht Spaß also so wie jeden Morgen eigentlich nette Leute!
00:04:49: Ich sage mal ganz gerne auf hundert Leute den ich in Begegnis vielleicht einer dabei der mir sauer aufstößt alle sehr lieb alle sehr freuen.
00:04:55: Das ist doch super.
00:04:56: und ich werde jetzt ein paar Nachrichten unterjubeln.
00:04:58: Und zwar die wichtigste Nachricht, die Deutsche Nationalelf,
00:05:01: die ist gestern natürlich ausgeschieden.
00:05:03: leider vielleicht hast du es schon gehört gegen Paraguay sind wir im Elfmeterschießen ausgesieden und damit tatsächlich geht's wieder zurück nach Hause
00:05:10: in Paraguaj
00:05:11: hat aber positive Auswirkungen.
00:05:12: der Präsident
00:05:13: hat
00:05:13: dort einen nationalen Feiertag ausgerufen.
00:05:15: über die sozialen Medien.
00:05:17: was denkst du darüber?
00:05:18: sollte jetzt März vielleicht einen Trauertag in Deutschland ausrufen heute?
00:05:22: Ich denke nicht.
00:05:22: also Fußball Eigentlich recht normal.
00:05:25: Ich mein, es war schade und nicht nur gehört sondern auch gesehen.
00:05:27: Deswegen war meine Nacht auch relativ kurz
00:05:31: Was natürlich ausgeschieden, jetzt bin ich aber gespannt.
00:05:34: Was ist das für ein Art nachischen Format?
00:05:36: Wir haben uns überlegt wir wollen einerseits Nachrichtenformate haben die sehr netive gehen so Kollegen Gespräche wo jemand reinkommt und zwei drei Minuten lang über einen Thema redet Aber wir wollten auch sehr viele Themen in kurzer Zeit abdecken weil wir kein klassisches Nachrichtenblock gemacht haben.
00:05:52: Und da ist uns dieser Nachrichtenschalter In den Sinn gekommen Weil wir uns überlegten haben wir wollen doch diese live Fähigkeit des radios richtig nur Wir sind jeden Tag woanders hingegangen, meistens am Bahnhilfen weil man da morgens gut Menschen trifft und haben denen unsere Nachrichten erzählt.
00:06:07: Und die darauf reagieren und kommentieren lassen.
00:06:10: Und dieser generelle Gedanke eine eigene Morgensendung zu machen also etwas Neues zu erschaffen?
00:06:18: Woher kam der?
00:06:20: Ich glaube dann muss man sich ein bisschen vergegenwärtigen wie unserer Ausbildung an der EMS funktioniert.
00:06:27: Immer einen Block haben, wo wir uns zum Beispiel mit Radio beschäftigen.
00:06:30: Wo wir ganz viele Seminare hintereinander haben und das lernen.
00:06:33: Und am Ende machen wir ein großes Projekt um zu zeigen was wir gelernt haben.
00:06:37: Da bekommen wir eine Aufgabenstellung von unserer Ausbildungsleitung und die Aufgabenstellungen da war macht uns eine Morningshow, die anders ist.
00:06:45: Morningshow einfach weil da hören die meisten auf der Radio.
00:06:49: Achso, also es ist jetzt nicht euer eigener Antrieb gewesen das ihr gesagt habt.
00:06:53: Das geht uns so auf den Sack was da draußen gesendet wird.
00:06:57: wir können sie nicht mehr ertragen und läuft das Blut aus den Ohren!
00:07:01: Ich bin ja nölig auf dem Weg zur Arbeit.
00:07:04: in der Einfahrt vom RBB lag ein Tampon aufm Boden habe ich gedacht.
00:07:07: vielleicht hat sich das jemand aus Versehen in die Ohren gesteckt damit er besser durch den Tag kommt.
00:07:14: Ohne vernünftige Kritik am Programm kann man natürlich nichts Neues schaffen.
00:07:16: Aber dieser Gedanke, dass wir in der Morning Show machen, der kommt nicht von uns an.
00:07:20: Okay
00:07:22: und wie seid ihr dann da rangegangen?
00:07:26: Wir sind mit ganz großen Erwartungen rangegangen, das wir etwas ganz Neues schaffen werden.
00:07:30: Jemand hat irgendwo auf einem Zettel geschrieben, das Radklammer auf IO Klammer zu neu erfinden.
00:07:36: Ich glaube, es ist uns nicht ganz gelungen das Radio neu zu erfinden.
00:07:39: Aber wir haben sehr viele schöne neue Formate entwickelt die sich richtig sehen lassen können.
00:07:53: Ihr seid alle verstreut in den Redaktionen, also nicht nur öffentlich-rechtlich sondern überall und verdingt euch da einen ersten Beiträgen gerade im Audivisuellen.
00:08:05: Wie schon gespannt!
00:08:06: Audivisell ging es auch bei diesem Jahr.
00:08:09: Audioabschlussprojekt der EMS zu diesem Schiff, heißt das.
00:08:14: Woher kommt eigentlich dein Name?
00:08:16: Wir haben sehr lange für den Namen gebraucht und wie jeder gute Name ist er entstanden, bei einer sehr langen Wartezeit am Bahnhof Kribnitzsee.
00:08:25: Wir haben gemeinsam gewartet und da haben wir die Zeit zum Brainstorming genutzt.
00:08:28: Nein, der Name sah ausdrücken dass wir bei diesem Radio verschiedene Perspektiven einbauen wollen und eben zu einem perspektive Wechsel beitragen wollen.
00:08:36: Und dieser Wechsel das war der Auslöser für SHIFT.
00:08:40: Lange Wartezzeit an Bahnhof Kribnitz See!
00:08:42: Sehr interessant, kennen wir alle?
00:08:44: Die S-Bahn fährt ja... Also wenn sie fährt irgendwie, man weiß nicht ob man zu Hause ankommt aber irgendwas fährt schon.
00:08:51: Ja okay habt ihr gut genutzt und schifft.
00:08:54: ok.
00:08:54: also ein Wechsel der Beziehungen, wechsel der Perspektiven.
00:09:00: wie seid ihr das angegangen?
00:09:02: Wir wollten einerseits ganz viele normale Menschen bei uns im Programm haben, die aber nicht einfach nur belanglos sagen können.
00:09:11: Was ist Ihre Meinung zu dem Thema?
00:09:13: Sondern wir wollten die Geschichten der Menschen selber hören.
00:09:16: Da haben wir verschiedene Formate entwickelt, dass die Leute ein bisschen ans Reden kommen.
00:09:19: Wir wollten Experten anhören, aber so das man sie gut verstehen kann und wir wollen Nachrichten auch in einer Länge erzählen, dass man dort verschiedene Perspektiven, verschiedene Sichtweisen unterbringen kann.
00:09:33: Interessant.
00:09:35: Ich habe jetzt mal was rausgesucht, da fand ich die Eberschrift einfach interessant.
00:09:39: Mal gucken was es ist!
00:09:41: Ich bin hier im Mauerpark,
00:09:42: ich sitze
00:09:42: hier
00:09:43: auf einer Bank
00:09:44: vor mir spielen die Leute Tischtennis Die Sonne scheint und jetzt sitzt Tim neben mir.
00:09:50: Tim sitzt
00:09:51: mit seinem Ebers und hat gerade Musik gemacht.
00:09:54: Erzähl doch mal, fäll dir etwas ein.
00:09:56: Was hättest du in deinem Leben anders gemacht?
00:09:59: Sehr trocken, aber wie
00:10:00: es jeder wahrscheinlich gemacht hätte, Schule ein bisschen ernst zu nehmen.
00:10:04: Ich bin aus der Grundschule raus und das war immer so eine typische Grundschulle.
00:10:09: Ich war da zum Glück ein bisschen überflieger und musste nie wirklich lernen.
00:10:12: Und dann irgendwann ging's aber los weiter für ne Schule.
00:10:15: Da ist man nicht mehr weitergekommen mit dem Ja ich krieg
00:10:18: das schon hin irgendwie so plus minus und dann kommst du durch.
00:10:21: Seid ihr eigentlich auch alle die brav in der Schule aufgepasst haben?
00:10:24: oder gibts auch so kreative Querköpfe im Lehrgang?
00:10:27: Ich glaube, wir sind eine Supermischung aus ganz verschiedenen Leuten.
00:10:31: Erzähl
00:10:31: mal!
00:10:32: Ich habe ja gar keinen Überblick.
00:10:34: Ach, natürlich sind wir uns alle sehr ähnlich.
00:10:38: Wir haben alle studiert.
00:10:39: Wir sind alle im Alter zwischen nach twenty-fünf und dreißig ungefähr.
00:10:44: Und wir haben alle unglaublich Spaß daran, Inhalte für Medien zu machen und einfach Leuten die Welten herzubringen Aber mit ganz verschiedenen Perspektiven.
00:10:53: Es gibt Leute, die sind eher auf der Unterhaltungsschiene oder auf der Informationsschiene, es gibt Leute bei Sport und Musik.
00:11:02: Wir haben uns im Radio auch Musik gemacht und da konnte sich eine Person richtig verwirklichen.
00:11:07: Und auch die Themen, die wir mitbringen, sind total spannend und vielseitig!
00:11:13: dieses Aufgreifen von Erfahrungen älterer mit Menschen.
00:11:17: Ich finde das sehr, sehr schön.
00:11:19: Sofern fand ich auch diesen Shield Talk sehr schön, dieses zwanglose Naharmbürger zu sein.
00:11:27: Das fand ich wirklich toll!
00:11:29: Fehlt mir manchmal so im Morgenprogramm muss ich echt sagen.
00:11:32: Vielleicht ist das auch... Ja, ein Ausdruck von Geldmangel.
00:11:35: Dass man nicht so viel Report daraus schicken kann aber gerne gerne mehr davon muss ich sagen.
00:11:42: Wir haben uns getraut sehr lange Inhalte zu machen.
00:11:45: das ist die Shield Talks.
00:11:46: die waren teilweise sechs, sieben acht Minuten lang.
00:11:49: sowas in der normalen Morning Show zu setten ist natürlich ein Brett und das muss das Format einfach hergeben und dass haben wir uns getauft.
00:11:58: War das auch ein Grund?
00:12:00: Nicht dieses mal und er zu gehen?
00:12:02: also ihr habt auf eurer internetseite das versendet aus eurem radiestude heraus.
00:12:08: Die jahre zuvor man kann ja bald sagen jahrzehnte zuvor hat sich die ms immer irgendein partner gesucht für audio abschlussprojekt.
00:12:15: ich glaube letztes Jahr Vorletztes Jahr war es Jam-FM, dann mal bei Fritz.
00:12:21: Auf unserer Frequenz wurde auch schon gesendet, Love-Fm hieß das damals.
00:12:25: Auch sehr lustig!
00:12:26: Die haben sich denn alle abgeknutscht für den Trailer und überall die Plakate hängen heute noch im RBB weil sie jemand vergessen hat abzunehmen wie sie sich da alle so abknutschen hatte was?
00:12:37: Ja das war der Corona-Jahrgang, der war glaube ich ein bisschen kontaktbedürftiger aber das versteh' ich natürlich nicht mehr.
00:12:43: Ach so, so lange ist das schon.
00:12:44: Ich komme mir schon so alt vor, es ist sehr heftig.
00:12:46: Ich glaube ja auch
00:12:47: schon!
00:12:48: Okay aber noch mal zurück zu meiner Frage.
00:12:50: also warum habt ihr das diesmal quasi nur online versendet?
00:12:55: Habt ihr probiert da ein Partner für's OnAir-Senden
00:12:59: zu finden?
00:13:00: Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht beantworten, weil wir eine Ausbildungsleitung haben die sich wirklich ganz hervorragend um sehr viele organisatorische Sachen für uns kümmert.
00:13:09: So dass wir den Freiraum haben und es inhaltlich auszutoben.
00:13:12: Ich dachte auch das man als EMS also als Volontär sich auch um solche Sachen kümmern, das wusste ich ja nicht!
00:13:19: Wir haben ein wirklich gutes Ausbildungsteam, die eben solche Aufgaben dann für uns festlegt, dass wir einen Rahmen haben indem wir uns dann kreativ richtig entfalten können.
00:13:30: Du hast jetzt schon die Dozenten angesprochen.
00:13:33: Einmal war Helmut Lena da, der hat mit euch die Formatentwicklung gemacht?
00:13:38: Wie darf ich mir das
00:13:39: vorstellen?!
00:13:40: Ja wir haben ein Radiosender von Grund auf aufgebaut!
00:13:42: Wir haben vier Tage gehabt um einen Konzept zu entwickeln, einen Namen, einen Grafikdesign-Formater also alles was ein Radiesender braucht Und da haben wir Unterstützung von Helmut Lennart bekommen, der ja unter anderem Fritz und Radio Eins quasi erschaffen hat.
00:13:58: Und radio for you auch!
00:14:00: Und er hat uns viele wertvolle Tipps gegeben zum Beispiel dass wir sehr am Anfang in Zielgruppen gedacht haben.
00:14:06: wer kann das hören?
00:14:08: Und Helmut Linert so ein bisschen gesagt hat Zielgruppen sind schön und gut aber macht einfach ein Programm was ihr gut findet Und das wird schon die richtigen Leute erreichen, wenn das ein vernünftiges Profil hat.
00:14:19: Ohne jetzt in solchen Zielgruppen Digital Media Types, SINUS Milieus zu denken weil dass so einen Erschaffungsprozess ziemlich zerdenken kann.
00:14:29: Das ist jetzt sehr hoch interessant was du da sagst, weil dieses Denken im Zielgruppe, ich möchte mal sagen auch ein Team schalten sich zerreden von Formaten!
00:14:39: Das ist ja ein Riesenproblem.
00:14:41: und wenn jetzt so eine alte Hase Daher kommt und sagt, mach doch einfach mal.
00:14:46: Das war nämlich sein Kredo früher.
00:14:48: Was sagen die Leute?
00:14:50: Der hat sich seinen Räucherstäbchen im Büro angezogen gesagt ja macht doch mal.
00:14:54: So haben mehrere Leute erzählt.
00:14:57: Und das ist aber das Interessante dieses Freie, dieses Sich irgendwie entfalten, den Hörer irgendwie mitnehmen.
00:15:05: Jetzt hattet ihr aber auch noch andere Leute als Dozenten für die Morgensendung dabei.
00:15:09: Wie war denn das?
00:15:10: Wir haben die darauf reagiert auf eure Ideen, auf eurer Vorhaben!
00:15:14: Genau.
00:15:15: wir sind dann mit diesem fertigen ausgaberteten Radiosender In das Machen gekommen haben wir Unterstützung bekommen, unter anderem von Nancy Fisher vom Radio Eins und Ben Pefkin von Fritz.
00:15:28: Die unsere Moderatoren gecoaching begleitet haben weil natürlich wir auch diese Sendung live moderiert haben diese drei Stunden am Morgen Und das ist für uns als schon Profis aber halt Anfänger eine ordentliche Aufgabe.
00:15:43: Ja, das ist ein heftiges Brett.
00:15:44: Ich hab euch auf die Übungszüge gehört morgens.
00:15:47: Wenn ich selber... Manchmal muss man sich ja ausschalten weil man was machen muss.
00:15:52: Aber interessant hat Spaß gemacht!
00:15:55: Künftig bin ich euer Plattenpriester.
00:15:58: Ich scheiße euch so lange mit meiner ausgesuchteten Musik zu bis ihr keine hohe Minute mehr habt.
00:16:03: Euren Ohren stelle ich jedes Mal den Stoff vor der Tür, den sie brauchen und dann seid ihr irgendwann so nirbeln.
00:16:09: Dann hört ihr mir.
00:16:15: Alex Berlin Auf der AirB Plus und im Stream auf alex-berlin.de
00:16:23: Und Sie haben diese Sendung Time vor Wünübe mit Philipp Nitsche am Mikrofon eingeschaltet, und meine Ohren – das haben die Leute von der EMS ja total verzaubert!
00:16:34: Da haben meine Ohre Ihnen gehört.
00:16:36: für eine Woche mit Ihrem Morgensendungsprojekt Schifft Der Einsatz von Intelligenz?
00:16:44: Keine Intelligenze oder künstlicher Intelligenzen.
00:16:48: Wie habt ihr da schon mit was gemacht?
00:16:51: Jetzt für euer Audi-Projekt.
00:16:53: Wir haben auf jeden Fall in der Schule damit, wir lernen damit umzugehen weil es ist auf jeden fall etwas das man nicht ignorieren kann.
00:17:00: aber wir sind uns einfach der Gefahren und der Risiken total bewusst.
00:17:04: also wenn wir das einsetzen machen wir das häufig zu einer frühen Rechagephase zum Beispiel im Protagonisten zu finden oder Inhalte sich zusammensuchen zu lassen die vielleicht verstreut sind.
00:17:16: Aber letztendlich schreiben wir unsere Texte alle selber.
00:17:18: Wir holen richtige O-Töne ein, wenn wir Musikbetten machen dann sind das richtige komponierte Stücke von echten Menschen und also bei uns läuft über den Sender keine KI.
00:17:30: aber ihr habt als auch selbst das Musikbett selber euch komponiert ausgedacht?
00:17:35: Wir haben einen Zugang zu Musikdatenbacken und da haben wir uns das selber zusammengestellt mit Software.
00:17:43: Und ich würde sagen, wir haben einen sehr eigenen Klang dieses Wasserrauschen und dieser Busch.
00:17:51: Das ist, glaube ich schon erkennbar.
00:17:53: Ja, bestimme ich zu!
00:17:55: Warum ich nach künstlicher Intelligenz frage euer Vorgängerjahrgang hatte eine Art Ja, Ideenmaschine, Format-Ideenmaschinen mit ChatGPT vorgestellt.
00:18:09: Aber in der Formatentwicklung?
00:18:11: Danke Helmut Lennart!
00:18:12: Habt ihr ganz oldschool euch entwickelt sozusagen?
00:18:15: Wir haben eine sehr oldschool Formate Entwicklung gemacht und ich kann noch sagen... Ich glaube jeder der schon mal irgendein Format entwickelt hat weiß das ist kein angenehmer Prozess.
00:18:23: also im Ende steht hoffentlich weiß worauf man stolz ist.
00:18:26: aber diese vier Tage waren wahnsinnig anstrengend weil man eben dieser Immer wieder, immer wiederkehrende Kreativarbeit und wieder was in den Müll schmeißen.
00:18:36: Und wieder etwas Neues machen das vielleicht die KI vereinfacht würde wenn man da einfach manuell durchgeht.
00:18:41: aber wir sind davon überzeugt dass es zu einem besseren Ergebnis führt.
00:18:44: Es gibt einen ganz berühmten Satz von Helmut Lena.
00:18:46: der hat mal gesagt die Zukunft des Radios liegt in der Vergangenheit.
00:18:51: Daher auch meine Frage an euch habt ihr euch denn auch mal so alte Sachen angehört?
00:18:56: Also wir sind auf jeden Fall fast alle Radio-Hörer spätestens im Volo geworden, aber viele schon davor.
00:19:02: Das heißt wir haben ein relativ gutes Verständnis von dem Bild was Radio aktuell hat und deswegen waren uns auch bewusst dass vieles funktioniert was aktuell läuft und trotzdem wollten wir mal andere Sachen auszuprobieren um auch vielleicht zu entdecken ob Sachen noch besser gehen.
00:19:19: Haben die Leute die euch betreuen auch mal etwas aus ihrer Radiojugend vorgespielt?
00:19:25: Wir haben immer wieder Seminare vor diesem Abschlussprojekt gehabt, wo ja auch Leute vom RBB oder von anderen Sendern, Podcastunternehmen zu uns gekommen sind und wir haben dort uns ganz viel Inspiration gehört.
00:19:39: Aber wir haben auch sehr, sehr viel selber gemacht und das ist glaube ich eine ganz große Stärke in unserer Ausbildung dass wir selbst in unserem Schulteil wahnsinnig schnell ans Machen kommen!
00:19:49: Als ich habe auch mein Handwerk gelernt und auch ein Meister darin gemacht, da hat man zu mir mal gesagt die Lehrlinge werden euch nach eurem Meisterstück eines Tages fragen.
00:20:00: Und sagen... Ich möchte mal sehen was sie eigentlich zustande gebracht haben.
00:20:05: Deswegen Herr Denisch zum Beispiel hat der euch mal was vorgespielt aus seiner Radio-Jugend?
00:20:10: Nee!
00:20:11: Aber wir kennen alle seinen Podcast.
00:20:14: Ah, Die Flugforensik!
00:20:17: Ich habe etwas mitgebracht, exklusiv für dich und vielleicht auch deine Kollegen.
00:20:23: Das ist euer Schulleiter der Herr Denisch im Jahre zwei Tausend Fünf.
00:20:29: Da hat er ein sehr interessantes Stück fürs Info-Radio gemacht.
00:20:33: das war damals frische zehn Jahre.
00:20:35: erst alt kann man sich alles nicht vorstellen.
00:20:38: da hören wir jetzt mal rein
00:20:47: was sich ändert.
00:20:48: An den Büros
00:20:49: im Jahr twenty-fünfundzwanzig
00:20:50: kann man die
00:20:51: Zukunft der Arbeit
00:20:52: ablesen.
00:20:53: Arbeiten können die meisten Menschen
00:20:55: jederzeit und an
00:20:56: jedem Ort,
00:20:57: so sie denn gerade Aufträge haben.
00:21:00: Jeder Dritte wird in einigen Jahren schon an zwei von fünf Tagen zu Hause arbeiten, schätzt das Fraunhofer Institut.
00:21:06: Dort entwickelt die Forschungsgruppe Office Twenty-One
00:21:09: das Büro
00:21:10: der Zukunft.
00:21:11: Für
00:21:11: Architekt
00:21:11: Alexander Rieg braucht der effektive Büroarbeiter ein optimales Umfeld, in dem er sich wohl fühlt.
00:21:17: Wir haben festgestellt dass wir über gewisse Maßnahmen die Emotion relativ deutlich und schnell stören können.
00:21:24: Das heißt über Licht, über simulierte Ausblicke, über Akustik, über Temperaturen, über Farben, über Gerüche beispielsweise und solche Dinge.
00:21:36: Wandelbare
00:21:37: Bürolandschaften
00:21:38: ersetzen graue schreibtisch
00:21:39: Batterien.
00:21:40: Sessel und Launchecken
00:21:41: sind technisch hochgerüstet, selbst Arbeit im Liegen ist nicht verpönt Und die Computer
00:21:47: werden
00:21:47: kleiner handlicher
00:21:48: intelligenter.
00:21:49: Der
00:21:50: Bildschirm lässt sich in die
00:21:51: Tasche stecken meint Alexander Rieg.
00:21:53: Die größte Innovation bei den Computerentwicklungen wird sicherlich in den nächsten Jahren das Display sein.
00:21:58: Das bedeutet dann dass ich eine Zeitung habe die aus zwei drei Displayfolien bestehen wird
00:22:04: Und mein Füller gleichzeitig
00:22:07: der Computer ist und mein Handy gleichzeitig die Computer ist, die dann ihre Informationen auf diese Display drauf projizieren.
00:22:14: Am selben Platz arbeiten, kommunizieren und entspannen – das ist die Bürokultur
00:22:19: der
00:22:19: Zukunft!
00:22:20: Ich finde das total faszinierend war ja vieles davon, dass Sache eingetreten ist.
00:22:24: Äh, einundzwanzig Jahre später was hast du Zwei-Tausen-Fünf gemacht?
00:22:29: Äh...Zwei-tausendfünf war ich gerade frisch in der Grundschule.
00:22:33: Ich hol mir ein Rollator.
00:22:35: Das ist so schlimm, ich komme hier
00:22:36: ganz noch allen vor!
00:22:38: Es ist so schrecklich!
00:22:41: Egal was du jetzt... Warum ich diesen Ton auch ausgesucht habe?
00:22:45: Es war übrigens extrem schwierig daran zu kommen.
00:22:47: von Herrn Denisch.
00:22:48: Ist so gut wie nichts in Privatarchiven vorhanden.
00:22:51: also ich hab da wirklich halb Deutschland um mich flügt um das ranzukriegen aber egal es hat ja geklappt.
00:22:57: Wie ist denn euer Arbeiten für die Morgensendung?
00:22:59: Habt ihr euch so, ich stelle mir den Radiosender der Zukunft auch gerade für eine Morgensenung total dezentral vor.
00:23:07: Klar jemand steht im Studium aber dieses ganze Zulaufen oder habt ihr vor Ort zusammengearbeitet und von überall was zugeliefert?
00:23:16: wie lief das?
00:23:17: Wir haben tatsächlich sehr viel vor Ort gearbeitet.
00:23:19: aus einem ganz einfachen Grund Wir sind sehr ambitioniert und nehmen uns wahnsinnig viel vor.
00:23:25: Wahrscheinlich viel zu viel, also wir haben mit zwölf Leuten ein Programm gemacht was wahrscheinlich normaler in einem normalen Arbeitstempo was man durchhalten kann über lange Zeit von vierundzwanzig oder sechsunddreißig Leuten gemacht wird.
00:23:37: Und um dieses Tempo zu halten waren wir eigentlich immer in unserer Schule Um uns gegenseitig unterstützen falls jemand früher fertig geworden ist dem anderen nochmal unter die Arme zu greifen auch diese kurzen Wege anzuhalten dass man einfach schnell fertig wird.
00:23:51: Also klar, weil man in einem Ausbildungsprozess ist, dass man die schnelle unmittelbare Kommunikation schnell eine Hand hat.
00:23:58: Das macht total Sinn!
00:23:59: Von der einen sagen wir mal historischen Scheite, die wir gerade gehört haben mit einem jungen Herrn Denisch kommen jetzt zu einer anderen historischen Schalte.
00:24:07: ich bin mal sehr gespannt was das ist.
00:24:10: Ja, der Präsident wird hier gefeiert wie ein Popstar.
00:24:14: Fast eine
00:24:14: halbe Million Menschen haben sich versammelt – nicht nur auf dem Rudolf
00:24:18: Wildeplatz wo der
00:24:19: Präsident gerade spricht sondern auch den Balkonen und Dächern der umliegenden Häuser.
00:24:24: Als Kennedy ans Rednerpult getreten ist da hat die Menge gejubelt und gekreischt.
00:24:30: Formier ist ein Meer aus Händen in die Höhe geschossen alle haben den Präsidenten zugewunken und manche haben mit weißen Taschentwichern gewedelt.
00:24:39: Wir hören jetzt nochmal in seine Rede rein.
00:24:55: Ah, interessant!
00:24:56: Was hat es damit auf sich?
00:24:57: Das ist eins dieser... Ich sag mal alten Formate, die wir neu aufgelegt haben.
00:25:02: Das ist ein ganz klassisches Kalenderblatt.
00:25:04: Das war der Tag wo sich die Kennedy-Räder Rathaus Schöneberg gejährt hat und wir haben uns gefragt wie können wir dieses Format des Kalenderplatz ein bisschen aufhübschen?
00:25:13: Und da haben bei uns die historische Schalte überlegt also dass wir eine schalte also einen Beitrag produzieren, der sich anhört wie eine Schalter als ob der Reporter zu dieser Zeit live dasteht und berichtet was man in dem Ausstieg nicht gehört hat ist das natürlich ganz viel hintergrund und auch noch da einstreuen.
00:25:31: Aber es soll das Gefühl haben, als ob ich live dabei bin.
00:25:34: Interessant!
00:25:36: Eine interessante Tonaufnahme die damals ein Peter Lustig als Toningenieur gemacht hat.
00:25:41: Wusstest du?
00:25:42: Ah, das haben wir bestimmt eingestreut.
00:25:43: Das haben wir während der Produktion von diesem Ausschnitt auch gelernt
00:25:47: Achso?
00:25:48: Ja.
00:25:49: Okay, cool!
00:25:51: Wie lernt man das?
00:25:51: Habt ihr das Gekugel, Wikipedia gibt's dann Archiv was man nutzt wo man als EMS angeschlossen ist?
00:25:58: Wir haben tatsächlich im Wesentlichen die Quellen die fast jeder Normalement auch zu Hause hat.
00:26:04: wir haben natürlich ein paar Spezialzugänger.
00:26:06: beim wesentlichen haben wir das Internet durchgeguckt nach Terminen die auf diesen Stichtag fallen und haben uns dann einfach zu diesen Tagen alles an recherchiert was wir irgendwie wissen können.
00:26:19: Weil jetzt wird's lustig, hast du mir gerade angekündigt.
00:26:23: Was gibt es da also als nächstes zu hören?
00:26:25: Kein Kommentar!
00:26:26: Was hat das damit auf sich?
00:26:28: Naja kein Kommentar.
00:26:29: wir wollten natürlich irgendeine Kommentarabteilung machen aber wir haben uns gefragt wie können wir die Kommentare anders aufziehen als wenn ich mich einfach nur vor das Mikrostelle und meine Meinung sage?
00:26:39: und deswegen haben wir uns überlegt Wir machen einen besonderen Dreh aus diesem Kommentar.
00:26:44: Okay dann werden wir mal rein
00:26:47: Kein Kommentar.
00:26:48: Auf immer, als die Kacke am Dampfen war?
00:26:50: Dabei habe ich sie schon immer jerochen.
00:26:53: Seit sechzig Jahren schon mache ich mir für euch krumm.
00:26:56: Habe ich eh mal ein Danke gehört?
00:26:58: Denkste!
00:26:59: Und jetzt keller Nass je Beude dicht Studenten raus Die Uni hat Feierabend und Ikke... Ich bin jetzt der Boomann.
00:27:08: Dabei hab' ich mir doch seit Jahren schon bemerkbar gemacht.
00:27:11: Drop drop wer ist da?
00:27:13: Na ikke Melz, zwei Milliarden wird der Spaß jetzt kosten um die TU wieder auf Vordermann zu bringen.
00:27:19: Hätte ja alles nicht so weit kommen müssen?
00:27:20: Ja hätte alle soweit nicht kommen müssen.
00:27:23: Das könnte man zu so vielen Stellen in Berlin sagen.
00:27:27: Also irgendwelche Brücken die kurz vorm Einstürze sind Schulen wo der Putz von der Decke fällt.
00:27:32: also die Liste ist sechs Kilometer lang.
00:27:35: Schöne Idee und unser
00:27:37: Kniff war einfach, dass wir in dieser Kategorie Gegenstände sprechen lassen.
00:27:40: Eine Rohre im Keller der TU, ein Sitz unter dem Hintern von Johnny Infantino aus der Perspektive von Gegenständen das Weltgeschehen kommentieren!
00:27:53: Nicht schlechter Schwäch, du sitzt von Johnnyinfantino ja... Ob er wahrscheinlich mit Geld gefühlt ist?
00:28:00: So viel schlechter einflecht kann ja sich nicht hinsetzen, wenn da nicht Geldscheine drin sind.
00:28:04: Ja wir waren nicht sehr angetan von Infantinos Performance.
00:28:07: deswegen war es eine sehr bissige Kritik.
00:28:09: Ja, sehr gut!
00:28:10: Bissig ist, behaltet euch das, bissig ist immer gut.
00:28:14: und das zweite von euch auch was lustiges Shift Verifieds... Was hat's damit auf sich?
00:28:20: Das ist auch eine völlige Überspitzung.
00:28:24: Wir kennen alle Sendungen wie Telekolleg oder wissenschaftliche Aufbereitungen und wir haben uns gedacht, wir nehmen eine Meinung von irgendwem auf der Straße und dann wird diese Meinung mal so richtig wissenschaftlich eingeordnet.
00:28:37: Ah sehr schön!
00:28:38: Na bin ich jetzt mal gespannt.
00:28:39: Kinder
00:28:39: von heutzutage können nichts mehr.
00:28:42: Sie haben keine Hobbys mehr sie haben keine Fähigkeiten und Fertigkeiten gelernt weder vom Elternhaus noch an der Freizeit.
00:28:47: Nun, das ist mal wieder eine hochinteressante
00:28:50: Frage.
00:28:50: und der Casus knaxus, der
00:28:52: steckt hier im kleinen Wörtchen.
00:28:54: Zumal die Kids von heute nun
00:28:55: wirklich nicht die schnellsten Teilchen im Beschleuniger sind.
00:28:59: Das zeigt auch die PISA-Studie!
00:29:01: Seit zwölf werden die Ergebnisse in Deutschland
00:29:03: immer schlechter – und Zahlen lügen nicht.
00:29:06: Wissenschaftliches Zwischenfahrt sieht?
00:29:08: Unsere Kinder werden heute immer dümmer.
00:29:11: Auf diesen Ergebnissen wollen wir uns aber natürlich nicht ausruhen.
00:29:13: Wir
00:29:14: haben selbst
00:29:15: einmal nachgeforscht
00:29:16: und dazu Hilfenamme eines durchschnittlichen Zweijährigen.
00:29:22: Das ist Camillo,
00:29:24: er hat sich dem Wissenstest unserer Redaktion gestellt mit beängstigendem Ergebnis.
00:29:29: Was ist deine Meinung zum NATO-Fünfprozentziel?
00:29:35: Und wie schaffen wir die Energiewende?
00:29:42: Genial, genial.
00:29:45: Wer war denn das dieser Protagonist?
00:29:49: Das war einfach ein Neffe von dem Autor den er angeheuert hat aber es war einfach einen super Format für uns um Aussagen zu nehmen wie Kinder können nix mehr oder alle Männer sind Hunde und die einfach mal so'n bisschen scherzhaft aufzubereiten.
00:30:04: Da habt ihr eine schöne Tradition aufgegriffen.
00:30:06: Irgendwelche Kinder von Rundfunkleuten zum Verzöten!
00:30:11: Mir hat einer mal erzählt, dass seine Mutter war auch schon Hörfunksjournalist und die hatte ihm ein Pickel auf dem Rücken ausgedrückt... ...und er hatte rumgeschrien, rauf damit und das wurde dann im DDR-Rundfumpfer sendet.
00:30:23: Da hat es sich bis heute drüber geschrieben.
00:30:25: Ich sage lieber nicht seinen Namen sonst haut da bis.
00:30:27: Das klingt hervorragend.
00:30:28: Sehr sehr schön.
00:30:29: Seine Mutter kenne ich übrigens auch.
00:30:31: Der ist immer noch am Leben und gut dabei.
00:30:34: Ist
00:30:35: selbstverständlich,
00:30:37: heute nicht!
00:30:39: Nirgendwo wirst du mehr Abschaum-und Verkommenheit versammelt finden als hier Berlin.
00:30:53: Alexander oder gleich mal die Frage an dich?
00:30:56: War das ein ganz schöner Kulturschock für dich nach Berlin und in diesen Berliner Raum zu kommen?
00:31:00: Oder wurden sie beschaulich im Brandenburg?
00:31:03: Ich wohne tatsächlich im wunderschönen Potsdam.
00:31:07: Ah, das ist ja auch elitermäßig!
00:31:09: Aber auf ganz egoistischen Gründen da.
00:31:11: unsere Journalisten-Schule ist nämlich in Potsdam und ich genieße es sehr zehn Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
00:31:17: Das ist ein ganz großes Privileg und das spart mir jeden Tag viel Zeit?
00:31:21: Ich wohle in Tegel und ich werde morgen wahrscheinlich zwei Stunden nach Potsdem brauchen also insofern mein Neid Und die Anerkennung für deine Voraussicht.
00:31:30: ist dir sicher.
00:31:32: Ich bin auf jeden Fall sehr gut hier in der Gegend angekommen, Berlin-Brandenburg.
00:31:36: Schöne Gegend, tolle Menschen!
00:31:38: Okay cool, bist du ja bis jetzt gut Glück gehabt?
00:31:42: Der Shift was hat es damit aus
00:31:44: sich?!
00:31:45: Das ist ein Format, was diesen Perspektivwechsel, der sich in den Namen schon widerspiegelt.
00:31:53: Also aus diesem Perspektiveswechsel kommt.
00:31:55: Das ist nämlich ein Formate für Menschen die spät in ihrem Leben noch mal richtig etwas verändert haben und da haben wir im Menschenportritiert, die ja... ...die sich vollkommen unentschieden haben, was sie ihre Leben nochmal machen wollen.
00:32:07: Es gibt so viele Menschen,
00:32:09: die sich nicht trauen, etwas Neues zu wagen
00:32:12: vor allem weil Sie
00:32:13: denken
00:32:13: dass sie schon zu alt dafür sind.
00:32:15: Da können sich echt viele eine Scheibe von Lilly abschneiden.
00:32:19: Lilly heißt eigentlich anders, aber hat sich mit Anfang fünftig
00:32:22: gedacht.
00:32:23: ich folge jetzt einfach mal meiner Leidenschaft!
00:32:26: Also man lebt nur einmal
00:32:27: und wenn man neunzig ist nicht mehr laufen kann nahezu Dement dann ist es so spät die Sachen zu realisieren, die man noch so vorhat.
00:32:37: Mein Name ist Lilly.
00:32:38: Ich bin jetzt siebenundfünfzig
00:32:40: Jahre alt Und mein Hauptberuf ist Juristin.
00:32:43: Der Gruße fifth in meinem leben.
00:32:46: meine große veränderung war dass ich im alter
00:32:49: von fünfzig jahren
00:32:50: noch mal angefangen habe zu studieren und zwar das studium was ich eigentlich
00:32:56: immer
00:32:56: schon machen wollte nämlich archäologie.
00:32:59: interessant wie seid ihr denn auf die gekommen?
00:33:03: das war glaube ich Auch wieder eine sehr indirekte, wir kennen der jemanden kennt.
00:33:12: Weil natürlich haben wir leider in unserem Schriftradio nicht genug Hörer, dass sie sich selber bei uns melden können.
00:33:18: Wir mussten ja alle Leute finden die bei uns im Programm vorkommen sollten Aber wir wollten den Hörern, die wir haben einfach zeigen Guck mal ihr könnt noch Entscheidungen treffen und ihn so ein bisschen motivieren und empowern Dass Sie Ihr Leben verändern können.
00:33:33: War es irgendwie angedacht, auf Social Media vorweg eine Art Werbetrommel zu rühren?
00:33:42: Vielleicht auch Protagonisten einzuladen.
00:33:44: Kommt zu uns!
00:33:45: Wir wollen mit euch sprechen und sowas.
00:33:48: Wir hatten wirklich ein ansporaler Protagonisten selber zu finden, weil man muss auch realistisch sein.
00:33:53: Auf solche Social Media-Aufrufe bewerben sich wirklich sehr begrenzt Menschen und da gehen wir lieber die Instagram-Kanäle durch, die LinkedIn Kanäle, die Kontakt in irgendwelchen WhatsApp Gruppen.
00:34:04: so findet man ja immer irgendwelche Protagonismen.
00:34:06: Also ganz klassisch denn einmal mal angeschrieben wie sind das oder das?
00:34:09: Genau!
00:34:09: Und
00:34:09: kommen
00:34:09: Sie doch mal ins ganz klassische Radiohandwerk.
00:34:14: jetzt sind wir ja ziemlich... Ende der Sendung angekommen, lieber.
00:34:18: Und jetzt steht hier noch ein Töntchen das heißt letztes mal... Letztes Abendmal oder?
00:34:25: Wir haben ja viele Formate umgekehrt und wollten sie irgendwie neu machen, nicht weil wir die alten Formate alle nicht mögen aber weil wir einfach ausprobieren wollten was noch so geht.
00:34:34: Und im Radio können sich ja total oft Menschen Musik wünschen, weil sie sie mögen, weil das irgendwie ihr erstes Kusslied war.
00:34:42: Wir haben gesagt, die Menschen sollen sich doch bitte Lieder wünscht, die Sie nie wieder hören wollen und wir spielen sie zum letzten Mal!
00:34:54: Hi, ich bin Nadja und ich würde auf keinen Fall mehr
00:34:57: tausendmal du
00:34:58: von der Münchner Freiheit hören weil ich das mit meinem Exfreund beim Karaoke gesungen habe.
00:35:04: Und dass sehr viel Herzschmerz bei mir auslöst!
00:35:06: Ja I feel you.
00:35:08: Na dann spielen
00:35:09: wir jetzt mal
00:35:10: ein letztes
00:35:11: Mal Tausend Mal
00:35:13: Du
00:35:13: Die Münchener
00:35:14: Freiheit hier bei Schiffft
00:35:16: Erzähl mal der Makorai-Sender arbeitet, der das ja oft spielt.
00:35:22: Ja, ich auch mit euch.
00:35:24: Sehr sehr schöne Idee!
00:35:27: Mein Lieber es hat ganz ganz großen Spaß gemacht sich mit euch durch euer Projekt zu schlängeln.
00:35:34: Was ist so die Aussicht für die Zukunft?
00:35:36: Wie lange geht es noch jetzt in euren aktuellen Stationen, audiogebundener Weise meist?
00:35:41: Wir sind jetzt noch ungefähr sechs Wochen alle in verschiedenen Radiosendern und insgesamt geht unsere Ausbildung ungefähr nach fast ein Jahr.
00:35:49: Wir sind dann nächstes Jahr im Mai fertig und ich glaube in der Zeit kommen wirklich viele kreative lustige Sachen von uns weil wir sind eine richtig sympathische talentierte Gruppe, die richtig viel lustiges Zeug macht.
00:36:01: Konnte man dich denn mit dem Radiovirus anstecken?
00:36:03: Hast du dich damit angesteckt oder möchtest du mehr so ins Bildliche?
00:36:06: Ja ich wurde tatsächlich angesteck.
00:36:08: also immer noch ist mir Fernsehen ein bisschen näher weil ich arbeite gerne im Bilder.
00:36:12: nicht möchte gerne was zeigen.
00:36:13: aber dafür dass sich vor dem Voluntariat Nullrade gehört habe bin ich jetzt auf jeden Fall schon viel positiver viel offener und hab die Vorzüge von Radio auch geschätzt.
00:36:24: Okay interessant.
00:36:25: Und wie ist es mit dem Podcast?
00:36:27: Weil ihr habt ganz klassisch jetzt euch das Radio verinnerlicht, das live Moment.
00:36:33: Aber alles schwirren noch auf Podcast!
00:36:35: Wir haben tatsächlich unser erstes Abschlussprojekt was wir schon letztes Jahr in November gemacht haben.
00:36:40: Das war ein Nachrichtenpodcast für Menschen zwischen... Oh Gott, das waren vierzehn und achtzehnjähriger Also für eine junge Zielgruppe die wahrscheinlich keine Lust hat auf Lokalnachrichten und die haben wir gefüttert mit Berliner Lokal-Nachrichten.
00:36:52: Also wir sind immer auf der Suche auch nach schwierigen Zielgruppen, die wir mit Nachrichten versorgen können.
00:36:57: Und das war unser erstes Projekt im Podcast.
00:37:00: Interessant!
00:37:01: Es hat mir total vorbeigegangen.
00:37:02: Leider Gott es tut mehr leid.
00:37:05: Na ja gut aber passt ja auch...
00:37:06: Update Null Drei Null gibt's immer noch auf Spotify.
00:37:09: Sehr schön.
00:37:20: Vergessen Sie nicht Ihre
00:37:22: Antennen zu erden.
00:37:24: Die bisherigen Medienhörle-Unterstützer in alphabetischer Reihenfolge Ronny B Christian C. Ralf Günther Hermann D Daniel F. Ronny F. Michael G. Ronald H
00:37:40: Julian H
00:37:42: Jens K Henna Jan L Thomas und Claudia L David M. Christian M. Claudia M Arne N Jonas N Claudius R. Vielen Dank für die Unterstützung.
00:38:14: Hinweise dazu finden Sie
00:38:16: in den Schumennots!
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