DIE MEDIENHÖLLE Dokument #006 | Berliner Hörspielfestival
Shownotes
▶︎▶︎ Episode #006 Dokument Veröffentlicht: 24.09.2026, 17.00 Uhr
Vgl.: https://berliner-hoerspielfestival.de/
▶︎ (00:00) - Opener DIE MEDIENHÖLLE
▶︎ (00:47) - Historischer Auftakt mit dem Piratenradio Radio P
▶︎ (01:29) - Freie Radios beim Berliner Hörspielfestival 2026
▶︎ (03:24) - Vorstellungsrunde der sechs Panel-Teilnehmer
▶︎ (11:12) - Cashmere Radio: Klangvielfalt und Community im Berliner Wedding
▶︎ (20:12) - Refuge Worldwide: Musik, Migration und mentale Gesundheit
▶︎ (34:47) - Mutant Radio: Von Tbilisi nach Berlin
▶︎ (43:31) - Radio Woltersdorf: Lokalradio, Klangkunst und Community
▶︎ (54:31) - Blablabor und Guerilla Radio: Radiokunst aus der Schweiz
▶︎ (01:07:55) - FRBB und frrapo: Die Vielfalt der freien Radios in Berlin und Brandenburg
▶︎ (01:14:34) - Debatte über UKW, DAB Plus und die Finanzierung freier Radios
▶︎ (01:24:12) - Publikumsfrage: GEMA und Musikrechte im freien Radio
▶︎ (01:27:39) - Freies Radio als Ort für Mehrsprachigkeit und gesellschaftliche Teilhabe
▶︎ (01:29:20) - Verabschiedung der Panel-Gäste
▶︎ (01:30:17) - Abspann und Outro
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00:00:14: Übersteuert ist die Welt, in der wir leben.
00:00:17: Ist der Kunstgriff am Regler als Gegenaktion.
00:00:23: Das Berliner Hörspielfestival der freien Szene
00:00:27: vom
00:00:27: siebzehnten
00:00:27: bis zwanzigsten September zweitausend sechsundzwanzig in der Akademie der Künste am Hanseatenweg.
00:00:47: Hier ist Radio
00:00:48: P
00:00:48: auf der UKW.
00:00:49: Frequenz einhundert fünf Komma
00:00:51: fünf
00:01:00: weil wir Prenzlauer Berg denken, dass es eine eigene spezifische Kultur gibt irgendwo für die Jugend und so weiter.
00:01:11: Und deswegen wollen wir irgendwie da ein Medium ausbauen was direkt für diese Leute auch also viele Leute ausgebaut ist.
00:01:17: Deswegen haben wir uns gedacht wie machen in diesem Bezirk unseren Sender?
00:01:21: Also Jantz ist vor gut anderthalb Jahren entstanden und kam zu der Zeit ein bisschen aus der Hausbesetzer Szene.
00:01:29: Herzlich Willkommen, hier ist der Hans-Artenweg Akademie der Künste am neunzehnten September zwei tausend sechsten zwanzig drei zehn Uhr dreißig.
00:01:37: Gestartet bin ich mit einem Jingle ja vielleicht in ein oder anderen bekanntes.
00:01:45: so ungefähr vor fünf und dreißzig Jahren war hier ein Piratenradio im Berliner Raum unterwegs das Radio P. Das stand für Radio Prenzlauer Berg und hat die Peilwagen der Deutschen Bundespost.
00:02:00: Ja, mir da wenig zum Versteckspiel und zum Fangen eingeladen.
00:02:05: aus diesem Radio-P ist dann Radio Pi geworden mittlerweile legal sendend in Berlin und Brandenburg.
00:02:13: Ich freue mich, dass das Thema Freie Radius hier beim Hörspielfestival ... ... ja, ich sag mal sowas wie ein besonderes Tablett-Tablo bekommen hat.
00:02:26: Weil man könnte sich zuerst fragen, wieso freie Radios im Hörspiel überhaupt Erwähnung finden?
00:02:33: Aber wenn man sich so mal durch die Landschaft der Freien Radius es gibt, dann wird merken, und Radio eine ganz andere Bedeutung haben als bei den interblierten öffentlich-rechtlichen, öffentlichen Radios oder auch bei den Privatkommerziellen.
00:02:52: Die Vielfalt, die Klangvielfalt ist enorm und ich begrüße heute hier Vertreterinnen und Vertretern eben dieser Audio-Kunst.
00:03:01: Und auch der Radiokunst dann gleichzeitig.
00:03:04: Ich würde euch mal bitten von rechts nach links erstmal so etwas wie eine akustische Visitenkarte Eine Acoustical Business Card kurz zu sagen Wie heißt ihr?
00:03:15: Von welchem Radio kommt ihr?
00:03:18: Was macht ihr dort?
00:03:20: Vielleicht fängst du zuerst an
00:03:24: Hallo, ich bin Mariam.
00:03:26: Ich bin von Mutant Radio.
00:03:28: Ähm ... Ich bin im kulturelle Branche schon mehrere Jahre beschäftigt und ich versuche heute auf Deutsch zu reden bis Ende.
00:03:38: aber Deutsch ist meine vierter Sprache.
00:03:41: also ähm ... ich entschuldige mich wenn ich irgendwann wechseln muss.
00:03:45: Die erste Sprache ist georgisch?
00:03:47: Ja!
00:03:48: Und es gibt noch mehrere.
00:03:51: Und Deutsch ist die letzte Sprache, die ich jetzt gelernt habe.
00:03:54: Aber ja und das war es glaube ich wie jetzt.
00:04:01: Sehr schön!
00:04:01: Dann Frank?
00:04:03: Ja hallo!
00:04:04: Frank Diersch ist mein Name.
00:04:05: Ich bin hier als Abordnung vom Festivalradio also eigentlich Radio Woltersdorf und Radioindustrie.
00:04:13: Wir betreiben hier vorne im Studio auf Einladung des Berliner Hörspielfestivals.
00:04:18: das Festivalstudio haben aber auch ein eigenes Festival, das heißt Radio-Industrie und das hat im letzten Jahr stattgefunden bei uns in Woltersdorf.
00:04:27: Da haben wir die erste Kooperation gehabt mit dem Berliner Hörspielfestival und haben auch Wettbewerbsbeiträge ausgespielt.
00:04:33: und wir sind seit genau zehn Jahren am Berliner Stadtrand in Brandenburg als Communityradio, als freies Radio Wolterstorff aktiv.
00:04:43: Mit ungefähr fünfundzwanzig Leuten, die Sendungen produzieren und auch live aus unserem Studio senden.
00:04:51: Ja, dann kommen wie gesagt dieses Festival und haufenweise Aktivitäten im Kontext Audio, Radio und Kunst.
00:04:59: Wir betreiben eine Plattform die heißt Studio II, die läuft dieses Jahr noch bis November.
00:05:04: da zeigen wir bildende Kunst- und Klangkunst an einem Ort direkt neben unserem ersten Studio.
00:05:11: ja aber ich will jetzt nicht ausufern...
00:05:13: Nee!
00:05:13: Wir werden das noch vertiefeln und es ist auch noch Künstler ne?
00:05:16: Ich bin bildender Künstl Und ich habe eine Radiosendung, die heißt Blowing Radio bei Radio Woltersdorfen.
00:05:20: Genau!
00:05:22: Dann grüßen wir einen weiteren internationalen Gast also von der Provinz wieder in die internationale europäische Kultur hinein.
00:05:29: Reto?
00:05:30: Ja mein Name ist Reto Friedmann und ich komme ursprünglich von Radiolora in Zürich.
00:05:35: ein Radio das es schon sehr lange gibt wurde aus dem Jahr und siebenundsiebzig gegründet als Radio-Initiative sendete als Piratenradio Legales Radio.
00:05:48: Ich bin in der Eröffnung des Hürspielfestivals gemacht, das Programmfenster SO-iI Kunstradio gegründet.
00:06:06: Heute arbeite ich zusammen mit Annette Schmucki, oder schon seit fünfundzwanzig Jahren arbeiten wir zusammen als Blablabur und betreiben das Guerilla Radio.
00:06:19: Das klingt spannend!
00:06:20: Es klingt nach Eroberung, nach Besetzung, nach Pirat weiterhin.
00:06:24: Judith?
00:06:25: Hallo, ich bin Judith.
00:06:27: Oder Judith geht auch?
00:06:29: Judith ist auch okay und ich bin von Kashmir Radio ein Radio in Wedding.
00:06:35: Ich bemerke, wir kennen uns eigentlich von Signals to Noise.
00:06:37: Wir hatten dieser Radio-Festival zusammen gemacht Und ich bin Mitglied von Kashmir seit Jahren und seit ein paar Jahren.
00:06:47: Ich bin im Moment die Station Manager vom Radio.
00:06:52: Und ja, ich werde auch vielleicht auf Englisch Abut zu wechseln.
00:06:57: Ja das werden wir wahrscheinlich verkraften können aber denn Deutsch ist genauso gut wie das georgische Deutsch.
00:07:05: So dann gehen wir wieder in die Provinz nach Potsdam wahrscheinlich ne?
00:07:09: Hallo zusammen, wir verbinden die Provinz und auch die Großstadt.
00:07:14: Also zwei Hauptstädte gleichzeitig das ist doch toll.
00:07:17: also vom Verbund der Freien Radius.
00:07:20: Sag mal kurz wie du heißt...
00:07:22: Mein Name ist Marianne Ballet-Mudumbu.
00:07:24: Okay, das haben wir einmal richtig gehört jetzt.
00:07:27: Soll ich das langsamer sagen?
00:07:28: Okay, kümme mich.
00:07:34: Der Mund hier in der Dualersprache, das bedeutet deswegen vielleicht bin ich Diplom-Dolmetscherin und ich mag auch Radio so sehen.
00:07:46: Also sozusagen von einer Redaktion, wo hast du?
00:07:51: Wir wissen in diesem großen Verbund dann gibt es sehr viele Redaktionen über einhunderts und auch beim Radio Frapo Also gerade wir senden aus dem Kulturzentrum Freiland in Potsdam.
00:08:08: Aber wie gesagt, wir sind ein Verbund und ich glaube das was uns gegennzeichnet ist erstmal unsere Unabhängigkeit aber auch die Tatsache dass wir bestimmte, sagen wir mal bestimmt, dass wir Community Radio sind nicht alle aber sehr viele im Verbund dass wir diese Vielfalt auch für Körper haben.
00:08:33: Frau Po muss man sagen, es klingt so eigentlich wie irgendwie ein Kaffee getränkt ist aber freies Radio Potsdam nur zusammengezogen.
00:08:40: Genau!
00:08:41: Ja gut dann aus Kolumbien wahrscheinlich nicht angereist extra aber du lebst schon ein bisschen länger in Berlin richtig?
00:08:50: Wer bist Du und was machst
00:08:51: Du?
00:08:52: Ich bin Maria Paola Mondragon.
00:08:57: Ich war der Textprevizierer von Refuge Worldwide.
00:09:01: Jetzt mache ich nur meine Artistik-Residency da, als einer der Radio-Hossten.
00:09:10: Ich habe eine Show called Ambivalent Location und ich mache noch ein paar voluntarische Arbeit für die Radio.
00:09:27: Die Radio hat
00:09:31: funktioniert.
00:09:32: Wir starten mit einem Radio-Projekt, um mich gleich zu outen.
00:09:41: Vielleicht muss ich mir noch mal kurz vorstellen?
00:09:42: Ich bin Jörg Wagner.
00:09:44: Ich mache seit über vierzig-fünfzig Jahren Radio.
00:09:47: Ich war schon als Kind im Radio zu hören, in Hörspielproduktionen habe dann das Jugendradio, die die Vierundsechzig mitgestalten durften und in der Wendezeit ... War das auch noch mal so ein für mich freies Radio im öffentlich rechtlichen Sektor?
00:10:04: Weil wir waren nicht mehr DDR aber schon Bundesrepublik Deutschland Aber wir hatten doch keine Regeln.
00:10:11: Insofern war immer ein Herz bei den freien Radios, die uns begleitet haben damals auch sehr sympathisch.
00:10:18: Das war Radio Dreieck-Land das erste, wohl das erste bundesdeutsche Radio in dem Jahr und siebzig gegründet im Länderdreieck Frankreich, Schweiz und Deutschland als Antihatomkraftbewegung mit dem Mitteln des Radios gestartet.
00:10:37: Aber auch in der DDR, eine ex-DDR gab es viele freie Radioprojekte.
00:10:41: Kolo Radio zum Beispiel, Radio Tee oder Radio Frey oder Korax jetzt aktuell bedroht durch die neuen politischen Bedingungen in Sachsen-Anhalt also in mir schlägt immer wenigstens jeder zweite Herzschlag für die freien Radios.
00:11:00: und Beim Screenen der Radius, die heute hier repräsentiert werden muss ich ehrlicherweise sagen war ich völlig überrascht weil das an mir vorbeigegangen ist.
00:11:10: Darüber werden wir auch sprechen woran es liegen kann.
00:11:12: Kashmir ist ein Projekt das würde ich ganz gerne mal kurz akustisch vorstellen.
00:11:50: welches
00:11:52: auf
00:11:58: dem ersten Wochenende von September in der kleinen Belgien-Fahrt aus Oipen geblieben wurde.
00:12:31: Willkommen, willkommen zu den Nachbarn,
00:12:33: die
00:12:34: heute mit
00:12:35: Reforma
00:12:36: im Kashmir-Radio
00:12:38: haben.
00:13:02: Hi everyone!
00:13:03: This is Chargela Kahvehane.
00:13:05: I'm Motuk.
00:13:07: Guten Morgen.
00:13:09: Guten Morgen!
00:13:12: Guten Abend.
00:13:14: Guten Abend!
00:13:19: Gute Nacht.
00:13:21: Wo
00:13:21: ever du bist, wo
00:13:23: immer du bist.
00:13:24: Was
00:13:25: machst du?
00:13:26: Das ist die Grapevine von Berlin, Deutschland.
00:13:32: Ich denke, es gibt eine Berlin in den USA
00:13:34: auch.
00:13:35: Ich bin sicher, dass da auch eine Lithuania ist.
00:13:36: Wir haben Villagees genannt
00:13:39: wie
00:13:40: Paris.
00:13:40: Paris, Texas heißt Paris-Lithuania.
00:13:45: Da habe ich jetzt ungefähr fünf verschiedene Sendungen zusammen gemischt, kollagiert.
00:13:50: Judith ist das typisch was ich da gefunden habe?
00:13:53: Es ist für mich Zufall gewesen weil ich einfach mal so durchgeklickt habe.
00:13:56: oder kann man da eine Handschrift erkennen eures Programms?
00:14:05: Ja, also die Vielfalt ist schon gut widerspiegelt ich denke.
00:14:12: Ich denke nicht dass Kashmir eine Handschrift hat.
00:14:15: wir haben keine festes Editorial Line auch weil unser Programm ist gemeinsam kuratiert und Kashmir ist... Wir haben unsere elf Jahren zelebriert.
00:14:29: das Team hat sich auch entwickelt Und das Programm wird auch von unterschiedlichen Personen gemacht, von unserem Programmgruppe.
00:14:42: Wir hatten immer eine große Vielfalt in Formaten.
00:14:46: Wir machen bei der Live-Ausstrahlung von unserem Studio und pre-recorded Sendungen wir machen Talkshows es gibt sehr viel Musik Und ich denke, wir sind auch mit Musik hauptsächlich assoziiert.
00:15:03: Aber es gibt alle Formate mehr.
00:15:06: Wer finanziert euch?
00:15:07: Selbstausbeutung?
00:15:09: Ja und Buntemischungen von Einkommen.
00:15:12: also Wir haben keine strukturelle
00:15:18: Funding
00:15:20: aber wir sind finanziert durch unterschiedliche Mitteln.
00:15:24: sehr viele Community fundraising Aber auch wir kriegen ein bisschen Geld für bestimmte Projekte.
00:15:34: Und wir haben auch Mitgliedschaften, wir können Spenden nehmen weil wir sind eine gemeinnützige Organisation und das ist ein Großteil eigentlich von unserer Finanzierung.
00:15:46: Ist der Name Kashmir Programm oder ist es einfach nur einen zufälligen Namen?
00:15:53: Es gibt unterschiedliche Theorien über diesen Namen.
00:15:58: Ich denke, es ist geboren.
00:16:06: Es ist das Material eigentlich, also etwas warmes und kuscheliges.
00:16:14: Das Radio wurde von hauptsächlich... von unterschiedlichen Personen gegründet, aber teilweise von Italienern und ich denke sie wollten etwas kuscheliges für Berlin schaffen.
00:16:27: Also es hat nicht mit einer Region
00:16:29: zu tun?
00:16:29: Nein.
00:16:30: Es hatte auch nicht
00:16:30: mit einem bestimmten kulturellen Auffassung zu tun...
00:16:37: Natürlich sind wir jetzt aware dass es auch diese Resonanz hat Aber also die Kashmir ist mit einem C geschrieben und es war am Anfang keine Referenz an die Region.
00:16:57: Inwieweit braucht ihr denn dieses Medium, um euch zu entblößen hätte ich jetzt fast gesagt aber?
00:17:08: Es ist ja doch so etwas dass man wenn man Radio macht hat man einen Sendungsbewusstsein dann macht das nicht für sich.
00:17:14: Vielleicht auch, es gibt so Leute die sind selbstverliebt.
00:17:16: Aber ihr habt ja bestimmt sowas wie eine Botschaft einen inneren Auftrag?
00:17:23: Wie kann man den beschreiben?
00:17:26: Also ich denke wir können das mit dem Begriff Community Radio verbinden was sehr viel heißen kann und was nicht immer genau der Punkt ist was wir sind.
00:17:43: Aber ich denke, man muss denken an was unsere Community ist.
00:17:49: Es kann die Community von Zuhörerinnen sein, von Radiomacherinnen und also ich denke wir ausstrahlen wirklich für unsere Community in der Sinne dass unsere Zuhöhrerinnen sind auch die im Studio kommen die teilweise die Sendungen machen Auch wenn wir online radio sind, vielleicht habt ihr auch etwas dazu zu sagen.
00:18:13: Aber es gibt nicht tausende Leute die uns online hören.
00:18:19: Es ist ziemlich lokal was wir machen und unsere Community ist ziemlich Berlin based!
00:18:30: Ihr wart erst in Lichtenberg, dann seid ihr in den Wedding gezogen.
00:18:34: Hat das einen Unterschied gemacht?
00:18:35: In eurer Art und Weise wie ihr Radio machte?
00:18:37: Ja ja also wir waren für die ersten Jahre in Liechtenberg.
00:18:43: Dann für die übliche Gründe haben wir unsere erste Studio verloren.
00:18:50: Also Immobilie Spekulationen und Nachbarschaft Probleme.
00:18:57: Das neue Studio ist ziemlich anders und der Ort gestaltet wirklich auch die Radiopraxis in Lichtenberg.
00:19:08: Das war eine ganz andere Nachbarschaft, es fühlte sich wirklich weit weg ein bisschen von alles.
00:19:15: Wir waren in diesem
00:19:16: Haus... Du bist ja höflich!
00:19:18: Lichtenwerk ist bekannt für eher so rechtsextreme
00:19:21: Problematis
00:19:22: wenn ich das mal aufgreifen darf?
00:19:25: Ja, Aber auch da der Ort selbst war ein bisschen mehr isoliert, wir haben uns ich denke weniger verbunden gefühlt mit der Narbarschaft.
00:19:39: Hier in Wending wir sind wirklich in der Mitte eine sehr lebendige Straße und wir versuchten sehr viel... Austausche mit unseren Nachbarn zu haben.
00:19:52: Also ich denke, es soll schon Projekte machen sein wenn es integriert ist auch in der Nachbarschaft.
00:20:01: wir wollen keine Insel, keine Bubble sein und also natürlich der Umzug nach Wedding hat sehr viele unterschiedliche gemacht.
00:20:12: Aus Neukölln bekommst du natürlich aus Kolumbien das ist schon klar.
00:20:16: aber Du machst Radio im Neukölln und wir können mal hören wie dein Radio klingt.
00:22:26: Ja, war das typisch für dein Radio dieses Sound Collage?
00:22:31: Was ist eure Programmatik.
00:22:35: Was ist euer Antrieb?
00:22:46: Die meisten von den Artisten, die sie machen, kommen und haben eine Beziehung der Musik.
00:23:00: Viele Leute tun DJ-Szits nur.
00:23:02: Es gibt auch andere Menschen, die ein paar Gespräche geben oder einen Kontext über das, was sie in ihre Musik betreffen.
00:23:14: Und es gibt auch alle Radio- und Talkshows.
00:23:30: Woher kommen die Themen?
00:23:38: Es betrifft
00:23:43: wirklich die
00:23:49: Person und die Artistin.
00:23:50: Es gibt auch viele politische Kontenten, die im Hintergrund der Artisten basieren.
00:23:59: In meinem Fall bin ich Kolumbien.
00:24:01: Ich engage viel mit Themen über Postkonflikte und Konflikten in dem Ort, wo ich komme.
00:24:08: Das betriffe einfach, was am Moment passiert.
00:24:17: Sind bei euch auch deutsche ...
00:24:19: Sorry?
00:24:20: Sind bei dich auch deutsche Artists, DJs.
00:24:24: Ja, of course!
00:24:26: And most German people do are in German for sure but there's more people that have a migration background and our English speakers.
00:24:39: There is lot of people from the global south.
00:24:44: Wir haben ihm gehört, dass Kashmir ein Community-Radio ist.
00:24:49: Was seid ihr?
00:24:51: Also...
00:24:53: Wie viel Hörer habt ihr?
00:24:54: Wisst ihr das?
00:24:56: Audienz?
00:25:16: Ich darf etwas spontan machen.
00:25:23: Ich habe mich da vorher mit Texan befasst, also beim Refugee Worldwide.
00:25:27: Aber jetzt habe ich eine artistische künstlerliche Residenz und ich hab seine eigene Show.
00:25:33: das ist Ampifalent Location und das mache ich auf ehramtlichen Basis die.
00:25:40: wir haben uns im Jahr zwei Tausend Fünfzehn konstituiert aber nach Covid wurden wir es richtig zum Radio.
00:25:46: Also die Frage war was typisch für die Promochromatik Und die Antwort war, wir senden von zehn bis achtzehn Uhr und dann kommt dann Radio Loop.
00:26:01: Die meisten Programme sind musikalische Programme und das meiste sind eigentlich Jiu-Jitsu Sets.
00:26:10: aber es gibt auch Tokshus mit Inhalten, die meistens mit dem Musik zu tun haben.
00:26:17: Aber es gibt auch Radios, die sich mit anderen Inhalten befassen.
00:26:25: Insbesondere mit psychologischer Gesundheit.
00:26:35: Das hängt aber auch von den Menschen, die diese Residenz haben und welche Themen.
00:26:43: das hängt von den Künstlern.
00:26:46: Und es gibt auch politische Themen, die auch thematisiert werden.
00:26:54: Aber das hängt von den Menschen, von woher auch die Menschen sind und was sie in der Grunde haben, also vor einer Biografie haben.
00:27:06: Ich zum Beispiel komme aus Olympien und ich befasse mich meistens mit Postkonfliktfragen oder mit Konflikbezogenen Fragen.
00:27:16: Und ob es Deutsche auch dabei sind?
00:27:21: Ja, natürlich!
00:27:22: Es gibt auch Inhalte, also Sendungen auf Deutsch aber die meisten Menschen haben eine emigrantische Biografie und drücken sich in verschiedenen Sprachen aus.
00:27:35: und ob Kashmir, wir haben das gesehen ist ein Community-Radio, ob es auch der Fall ist für für Refuge Worldwide.
00:27:46: Ja und viele Öhrerinnen, also wir haben über ein Tausend.
00:27:50: Wir haben auch einen Café wo sich die Menschen auch die Shows anschauen können, also Radio auch live hören können.
00:27:57: und wie viele Menschen dabei sind gibt es dazu keine Statistiken.
00:28:01: Vielen Dank ich habe dich völlig vergessen dass du das ja hier auch für uns alle nochmal übersetzen darfst Und ich hoffe, die Botschaft ist jetzt noch mal besser angekommen.
00:28:13: Aber die Frage bleibt ja – Ist das ein Projekt was ihr macht mit eurem Radio?
00:28:22: Um
00:28:23: auch der mentalen Gesundheit, dass sich Einlebens in Berlin zum Beispiel propagiert, dass ihr dies braucht fast wie so eine Therapie.
00:28:38: Vielleicht ist das eher ein Therapieradio, provokate Frage?
00:28:42: Es
00:28:42: ist eine Formel der Ratio, die ich auch mit den Menschen in der Gesundheit meinten kann, damit man mehr Kapazität hat, um die Erfahrung zu sehen In Deutschland.
00:29:03: Ist das eine Form der Therapie?
00:29:10: Ich habe vorhin mit Marianne gesprochen, weil ich Radio fühle.
00:29:14: Refuge ist ein Radio, das auf die Erfahrung von Migranten in Berlin fokussiert wird.
00:29:24: Und als ihre Name sagt, ist es called Refuge und ich denke, dass sie wirklich was machen.
00:29:31: Die Arbeit, die die Radio macht, um Leute zu bringen, die eine Kommunikation brauchen, in der Stadt zu bauen.
00:29:42: Denn es ist sehr hart.
00:29:43: Und ich denke, diese Themen kommen auch wegen der Erfahrung, dass alle mitbekommen sind und die Necessität dieser Dinge zu sprechen und die Erfahrung von diesem Land zu sein kommunikating about what's going on in the world.
00:30:02: The radio is called Refuge Worldwide, so it does really engage with topics about the whole context of whats going on politically and in order for us to exist.
00:30:15: Ich denke, es wird schwerer und schwerer sein zu existieren, besonders als Arztinnen und Arten.
00:30:29: Es geht um die Menschen, die für eine Worte mehr fair sind.
00:30:37: Die Kommunikation ist ein Projekt der inneren Arbeit durch diese Streams.
00:30:44: Das ist das, was wir tun.
00:30:48: Wie bauen wir diese Gemeinschaften, die uns alle beobachten?
00:30:53: Und wie drehen wir das in ein Livestream?
00:30:55: Das reflektet, was wir denken und reden.
00:30:59: Die Dinge, die wir machen.
00:31:01: Wir machen viele Fundraisers.
00:31:03: Wir haben viele kleine Events, die für Freunde geholfen sind.
00:31:09: Es ist alles um ... wie wir in diesen kleinen Communikationen existieren, von Artisten und Leuten, die Musik lieben, die Art als eine Weise zu leben.
00:31:22: Und wie sieht das so aus?
00:31:25: Ich denke, es kommt wirklich aus einem sehr langsamer Weg zu reden über Mental-Health und um Experien zu teilen, mit denen sie kommen.
00:31:41: within all of us.
00:31:43: Also die Frage wurde gestellt, also natürlich es geht darum dass wir in unserem Radioprogrammen diese Erfahrungen einfach miteinander teilen was das bedeutet in Berlin zu leben als Migrantinnen und auch als Künstlerinnen weil es geht um das Wort Refuge, das ist ein Zufluchtort Und es geht auch um die Community der Künstlerinnen.
00:32:16: Wie ist es möglich, eine künstlerische Community aufzubauen?
00:32:21: Das senkt natürlich von den Erfahrungen, die wir jetzt machen und diese Erfahrungen in Deutschland machen müssen wollen wir auch miteinander teilen.
00:32:31: Es geht auch über die Fragen, über die ganz großen Themen, die globalen Themen das was alles in der Welt passiert worldwide.
00:32:43: Es geht um die Themen, die wirklich in der ganzen Welt thematisiert werden und es geht natürlich um politische Themen weil es geht um unsere tagtägliche Existenz und wir wollen darüber sprechen und müssen über mentale Gesundheit sprechen.
00:33:05: das hat mit unserer Erfahrung zu tun Mir der Tatsache, dass es immer schwieriger wird als Kützerinnen zu existieren.
00:33:14: Insbesondere für Menschen die sich für eine fairere und gerechtere Welt einsetzen.
00:33:21: Es geht darum, das was in unserem Inneren passiert, nach außen zu projektieren.
00:33:26: Das heißt zu wissen wie wir über diese Themen sprechen?
00:33:31: Wie wir eine Community aufbauen können, die sich selbst, wo mit den Menschen einander... einander unterstützen und einander also innerlich auch bereichern.
00:33:47: Wie ist es möglich an Livestream zu haben, wo das auch einen Platz finden?
00:33:53: Und auch um zu sprechen was wir alles sonst machen zum Beispiel wie Machen von Tracing von Trasing also wir so einen Fördermittel um zum Finanzmittel.
00:34:07: Wir organisieren auch Für Anstaltungen durch Freundinnen, für Freundinnen und wir sind eine kleine Community von Künstlerinnen.
00:34:18: Und wir sprechen über unsere Leben als ... als Künstlerinnen.
00:34:26: Und das wollen wir mit anderen teilen und das ist den Weg, den wir so angeschlagen haben.
00:34:34: und deswegen ist es so wichtig über mentale Gesundheit zu sprechen, über diese ganzen Themen die dann die ganze Welt betreffen auch sprechen um diese Erfahrungen miteinander zu teilen.
00:34:47: Nun haben wir auch noch das Mutant Radio dass ebenfalls international besetzt ist.
00:34:55: Wie unterscheidet ihr euch?
00:34:58: Ich habe am Anfang nicht gesagt, ein paar Wörter über Mutant weil ich dachte es kommt noch.
00:35:05: aber weil hier da schon eine paar Worte gesagt hat wurde ich auch sagen das Mutant Radio stamm aus belissige Orgien wurde im Jahr twohundneinzehn gegründet von zwei Frauen und ich bin sehr stolz, dass es so ist.
00:35:24: Und ich betone es immer weil das nicht sehr oft in unsere Branche ist, dass die Frauen was also begonnen.
00:35:37: Die Idee am Anfang war, dass wir quasi ein Wohnwagen haben wurden.
00:35:46: Es war aber sehr DIY gemacht und gebaut.
00:35:50: Dann wurde es quasi durch Georgien fahren, von verschiedenen Orten des Landes streamen.
00:36:00: Aber weil es so DIY war ... Erkennt, dass es nicht möglich sei weil das nicht gut funktioniert hat.
00:36:11: Aber dann haben wir trotzdem diesen Wagen auf dem Ort gesteht wo jetzt gerade Venue von Mutant in Georgien ist und es wurde sehr lieblingsort von Künstlern nicht nur aus Georgien sondern überall der Welt.
00:36:34: Und wir sind ganz schnell sehr international geworden, weil wir nur ein Jahr oder so dort waren und dann wurde Corona, also im Jahr ist es auch in den Jahren.
00:36:49: Wir dachten ja auch scheiße wenn wir jetzt gerade offen sind und man kann nicht mehr zusammenkommen.
00:37:00: Es wird ganz schlimm eigentlich, aber es war umgekehrt und das war ganz überraschend.
00:37:07: Aber ich glaube dann hat man schon von mehreren Jahren so bemerkt dass die Leute mehr Kontakt bräuchten weil alles... geschlossen war und man konnte überhaupt nicht aus Venue gehen, dort spielen.
00:37:25: Jeder hat dann versucht uns pre-recorded Sets zu schicken oder also Talks oder viele verschiedene Klangkunst Sachen.
00:37:37: Dadurch wurde es viel... Also verbreitet und wir haben sehr, sehr viele Residenz die aus verschiedenen Orte in der Welt kommen.
00:37:48: Und wir haben auch zwei Channels.
00:37:52: also eine ist immer live und Wir haben es so aufgeteilt dass Montag Dienstag Mittwoch sind wir aus Berlin Letzte drei Tage sind wir aus Tieflis und das ist dann Strain II sozusagen, wo die Leute also persönlich im Studio kommen können.
00:38:11: Also Studio bei uns ist sehr laut gesagt weil wir momentan in Neukölln auch sind und es ist in der Bar,
00:38:21: d.h.,
00:38:21: du bist ein sehr coole Ort aber vielleicht was unterschiedliches von anderen Radionen haben überhaupt gar keine geschlossene Studie haben.
00:38:34: Es ist eine Ecke, aber es ist trotzdem ganz offen und die Leute also spielen von dort und dann manchmal Freunde kommen auch mit und sie sitzen... Also das sieht wie so.
00:38:47: ne, weiß ich nicht so Cheley Darkscore oder sowas?
00:38:51: Aber ja!
00:38:53: Und haben wir auch so eine Audio Stream, was schon gesagt wurde.
00:39:00: Wir können
00:39:00: uns vielleicht mal kurz etwas
00:39:06: anlernen?
00:39:31: Ja!
00:40:25: Das war auch wieder ein Zufallsfund.
00:40:27: Ich habe mehrere Sachen zusammenkollagiert.
00:40:31: War das typisch oder hab ich irgendwie total daneben gegriffen?
00:40:35: Nee, also es war schon sehr nahe.
00:40:37: Es ist ganz schwer eigentlich zu sagen was ein Ton von Radio ist.
00:40:47: Was Community Radio heutzutage macht generell, glaube ich ist sehr unterschiedlich und es ist immer Mischung.
00:40:55: Deswegen kommt auch die Name Mutantradio von uns.
00:40:58: was?
00:40:59: weil es viele verschiedene kleine Mutanten zusammenbringt und dann hast du als Ergebnis ein... Ich weiß das nicht Creature die da ist.
00:41:12: Also bei uns war es immer Hauptsache, dass wir experimentelle Sachen ganz nah beobachten.
00:41:21: Weil in Georgien gab's schon viel Klubkultur aber es gab nicht so viele Orte wo man eigentlich experimentelle Dinge zusammenbringen konnte.
00:41:34: Aber ihr habt eine sehr gute Theater-Tradition?
00:41:37: Theater ja!
00:41:38: Das ist auch was anderes.
00:41:40: also bei Musik und experimentelle Sachen.
00:41:43: Also wir haben auch Folgen, ganz tief im Kultur und so was.
00:41:48: Also Musik ist generell bei uns ganz tief in der Kultur.
00:41:51: aber ich glaube eine Art von experimentellen Sachen waren ganz neu für das Georgen und es gab schon viele geile Leute, die so viele geile Sachen gemacht haben.
00:42:05: Aber die hatten einfach gar kein Ort wo man einfach gehen könnte und das verbreiten könnte.
00:42:12: Und dadurch wurde dann Radio entstanden.
00:42:15: aber war es irgendwie Überraschung dass es so international geworden ist.
00:42:21: und dann hatten wir schon viele Kollaps und verschiedene Sachen mit Leuten in Europa gemacht und besonders in Berlin viele Residenz vorher gehabt.
00:42:32: Und dadurch ist dann die Idee entstanden, dass wir auch ein physikalisches Ort in Berlin brauchen so das die Leute genauso wie ihn tiefliess einfach kommen können und zusammen neue Projekte schaffen können.
00:42:49: Und ja, und wir machen auch jetzt Serien mit Silent Green.
00:42:55: Da machen wir nur experimentelle Konzerte sozusagen.
00:42:59: Also experimentelle Musik ist Hauptpunkt bei uns, würde ich sagen.
00:43:06: Aber es gibt auch DJ-Sets und Talks und so.
00:43:08: was aber ... Ja.
00:43:11: Ich muss die Frage stellen, wer hört das?
00:43:13: Was ist die Zielgruppe?
00:43:16: Zielgruppe ist jeder,
00:43:17: der eigentlich
00:43:18: Musik mag und jeder die also geile coole und strange Sachen zusammen basteln darf oder mithören will.
00:43:31: Okay wir machen kurz weiter.
00:43:33: ich habe sozusagen auch den Auftrag an das Publikum hier schon mal nachzudenken wenigstens eine halbe Stunde zum Schluss, um auch noch Fragen zu stellen.
00:43:44: Aber erst die nächsten Soundbites und wir gehen nach Woltersdorf an den Stadtrand.
00:44:46: Kannst du mich hören?
00:45:34: Herzlich willkommen, ihr hört Drawing Radio von Radio Wolterstorff.
00:45:38: Heute mit Beiträgen von unterwegs!
00:45:41: Wir waren zum Gespräch Bei Nora Merten, die noch bis zum neunzehnten September mit Kathleen Pracht in Studio II bei uns an der Wolterstorfer Schleuse unter dem Titel Porous ausstellt.
00:45:53: Beide sind mit dem Fotografinnen-Label Fountains seit einigen Jahren aktiv.
00:45:58: Wir hören dazu auch einen Ausschnitt der Laudatio des Kunsthistorikers Christoph Thannert vom dreißigsten August.
00:46:05: Parallel läuft im Studio für Radio und Grafik die Ausstellung oder Die mehrteilige Soundinstallation aus der Fassung von Jana Debrot, in der die Künstlerin erstmals ausschließlich Wandarbeiten zeigt, die auf Besucherinnen reagieren und spielerisch epoche Themen verhandeln und lösen.
00:46:23: Vorgestern waren wir bei der Ausstellung zur Öffnung Stillleben mit Arbeiten von Brigitta Humburger und Thomas Scheibitz.
00:46:29: Wir hören die Protagonisten und Gäste.
00:46:34: Das war auch nur eine Momentaufnahme.
00:46:38: Ursprünglich dachte ich mal, als ich den Namen zum ersten Mal hörte und noch nicht reingehört hatte.
00:46:42: Das sei so ein tatsächlich Lokalradio an der Entmourena am Urstromtal der Eiszeit.
00:46:49: Woltersdorf ist sehr malerisch gelegen hat kleine Hügel und auch viel Wasser.
00:46:55: aber das ist ja wenn man so will ein Klangkunstradio was mich erinnert an Rias Berlin der siebziger Jahre.
00:47:03: Merci
00:47:04: Ja, das kann man als Kompliment sicherlich mittlerweile verstehen.
00:47:09: Weil dass aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk raus ist... Man hört das nicht mehr, ne?
00:47:16: War das die Motivation, dass so mit Lokal Radio Woltersdorf und als Drawingradio Zeichenradio oder wie kann man das übersetzen?
00:47:27: Dieses Format, erst mal danke für die Anerkennung.
00:47:31: Das Format Drawing Radio ist meine Sendung.
00:47:33: Da komme ich ganz zum Schluss drauf und ich versuche mal eine ganz kurze... kurzen Abriss zu machen, wie es überhaupt dazu kam.
00:47:39: vor ungefähr zehn Jahren sind meinen Kollegen mit dem ich hier im Foyer sitze bei einer Filmpremiere im Kino in Prenzauer Berg gewesen.
00:47:46: dort trafen wir die sendungsmachenden Andrea & Jero von Pi Radio Und wir saßen nach der Filmpremiere im Café und die sagten, habt ihr Lust, Radio zu machen?
00:47:55: Jetzt mal die Kurzfassung.
00:47:56: Wir sagten ja eine Woche oder ein Monat später hatten wir die erste einstündige Sendung und die entstand in den Plattennaden, der sich direkt in Woltersdorf an der Schleuse befindet – die Spielerei.
00:48:06: Darum könnte man sagen alles kreist um diesen Plattennaden.
00:48:10: Inzwischen könnte man an dieser Stelle den Ort relativ gut im Griff haben zwischen vier Etablissements bis direkt ans Wasser.
00:48:17: Das ist ein kleines Studio in der Corona-Zeit dazu gemietet.
00:48:20: Eine Bar, jetzt eine Radiobar und... Dieses Studio
00:48:23: da an der Schleuse gehört euch?
00:48:25: Wir sind Mieter.
00:48:27: Ah!
00:48:27: So einen Art Laden wo man euch auch zugucken kann beim Senden.
00:48:30: Genau
00:48:30: also wir sind gar kein Radiostudio im herkömmlichen Sinne.
00:48:32: ungefähr so ähnlich wie mir haben.
00:48:34: das beschrieben hat übrigens Wir hatten das große Glück Mutant Radio letztes Jahr in unserem Festival, dazu komme ich später zu Gast zu haben.
00:48:40: In der dreitalien Sendung korrektiert von Janette Brabenetz, der Kunsthistorikerin die sich jetzt ganz stark engagiert im Kontext Community Building zwischen Bildungseinrichtungen Ukraine und Deutschland Von Frankfurt oder aus.
00:48:57: Grüße gehen an Janette.
00:49:00: Jedenfalls wir haben zwölf-dreizehn Sendungskollektive Redaktion könnte man noch sagen mit Schwanken zwischen fünfundzwanzig und dreißig Leuten, die in Intervallen einen kleinen Senderplatz besetzen den wir in Kooperationen mit Piradio realisieren können.
00:49:17: Und das ist immer Donnerstags von siebzehn bis neunzehnten Uhr.
00:49:19: dann gibt es eine Früh-Sendung.
00:49:21: ich glaube am Donnerstag lief um zehn Uhr Friedberg Variation.
00:49:25: Es ist ein ganz neues Format.
00:49:26: da geht's in englischer Sprache um klassische Musik.
00:49:29: Das ist ein Pianist Mit dem Kontext Russland Israel USA der jetzt in Berlin lebt, macht bei uns diese Sendung.
00:49:38: Und um den Plattenleiten herum haben wir im Prinzip alle Leute eingesammelt die sich für Radio interessieren und die machen mit uns Obskure zum Teil sehr fundierte und auch sehr schräge Sendungen.
00:49:49: Wir haben einen Format das ist jetzt nicht mehr aktiv, dass ich zum Beispiel Glück auf Maas Express, da waren vier Astrophysikerin weltweit miteinander vernetzt von einer Atacama-Wüste über Barcelona nach Dresden und Woltersdorf.
00:50:01: also es ist absolut durch die Bank weg.
00:50:03: schräg, aber auch ganz viel Musiksendung.
00:50:06: Es gibt ein festes Standbein auf dem Soul zwei Sendungen die sich dem Thema widmen.
00:50:11: Max Tuchtenhagen der Gründer und Betreiber des Mellow Park hat bei uns eine Sendung und schleppt uns diese ganzen Weltmeister im BMX und Skaten und Scratchen-Reihe also DJ's und so an.
00:50:21: Also wir haben eine ziemlich bewegte Tür inzwischen und großes Netzwerk und sind sehr stolz darauf und sehen uns so ein bisschen wie so einen Gummiball zwischen all diesen Formaten Möglichkeiten, die es so gibt für kleine Radios.
00:50:35: Also man muss Radio wirklich anders verstehen vielleicht wie Bertolt Brecht erstmal sich erdacht als Kommunikationswerkzeugkasten um alles reinzubringen was die Welt von außen an Akustik zu bieten hat und dann wieder damit Menschen zu verbinden auf irgendwie eine andere Art als das was wir heute unter radio verstehen wo man einfach nur so wie ein Wasserhahn frühmorgens das Radio anmacht, sich brieseln lässt mit Wetterurzeit und fröhlichen Stimmen.
00:51:07: Und dann wieder ausmacht.
00:51:11: Habt ihr mehr als nur ich provoziere?
00:51:15: Als Woltersdorfer die sich für euch interessieren?
00:51:19: Ich fürchte ja!
00:51:21: Wir haben Wolterstofferinnen die bei uns Radio machen und uns unterstützen.
00:51:26: Grüße gehen raus an Peter Xedl, der hat eine Fußball-Sendung bei uns.
00:51:32: Wir haben wie gesagt Kontakte auch zu unserer Nachbargemeinde Berlin.
00:51:37: Dort gibt es Sendungsmachende mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten und wo auch Sendungen entstehen, die uns dann auf dem elektrischen Weg auf der Elektropostseite erreichen.
00:51:48: Und wir senden natürlich inzwischen wie alle anderen freien Radios in Berlin und Brandenburg, bin übrigens mit Marian zusammen im Vorstand auch das LRBB.
00:51:57: Das ist der Verein, der versucht die Berliner und Brandburger Radio-Community Interessen zu bündeln und zur Vertretendness eine schwere Aufgabe.
00:52:07: Und eigentlich könnte man jetzt sofort übergehen zum nächsten Punkt.
00:52:09: Alle Freien Radius in Berlin oder Brandenburger haben das Problem, dass sie keine strukturelle Förderung bekommen, dass Sie sich um Ihre Basis immer selber kümmern müssen Inzwischen etwas großväterlich gutmütige Förderung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg gibt, die sich meistens auf die Technik richtet.
00:52:27: Wofür wir natürlich jeweils immer sehr dankbar sind aber ... Wir müssen natürlich sehr intensiv arbeiten an den Vorstellungen, die man den politischen Entscheidungsträgern nicht nur überlassen darf.
00:52:40: Du verbindest aber nicht nur Audiokunst mit dem Radio sondern du bist auch, habe ich vorhin angedeutet Grafiker Zeichner?
00:52:51: Wie gelingt das, dass man beides irgendwie miteinander verknüpfen kann?
00:52:57: Also es gibt nichts Besseres für einen sogenannten bildenden Künstler der in der Regel im Alleingang im Atelier arbeitet als sich in die Radiolandschaft zu bewegen.
00:53:06: Weil da kommt man durchs Medium automatisch in Kontakte, die einen auf jeden Fall nicht dümmer machen und bis nach Herausforderung.
00:53:14: Ansonsten wissen ja alle, dass freies Radio ist.
00:53:21: Wie gesagt, wir nennen das immer Selbstüberforderungssport in der Richtung.
00:53:26: Man sucht Leute mit denen man das gerne teilt und ist getragen von Begeisterungen und einer Dringlichkeit die sich schlecht beschreiben lässt aber irgendwie im politischen Raum auch nach dem Echo sucht.
00:53:38: könnte man sagen
00:53:38: Das Echo könnte ja hier in Berlin der RBB sein.
00:53:44: es gibt ja das Radio III das Kulturradio.
00:53:47: findet er da Gehör?
00:53:49: Das wissen wir gar nicht.
00:53:50: Es liegt an den Leuten, ob die uns hören... Also wir fragen das nicht ab!
00:53:53: Wir haben zum Beispiel keine Medienabteilung.
00:53:55: Wir haben keine Abteilungs- Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
00:53:58: Das ist immer das Problem.
00:53:59: Das sind unsere Schwachpunkte.
00:54:01: also wir sind an vielen Stellen unsichtbar oder nicht gut hörbar?
00:54:06: Wir haben aber das große Glück wie unsere Kollegen in der Berliner Brandburger Raum auch aktiv sind auf dieser neuen BRB Plus Frequenz zu sein.
00:54:14: Das Problem ist, dass keiner diese Radius hat und hört.
00:54:17: im Raum sitzt übrigens Steffen Tenner, der einer aus dem Pleisto X des Berliner Brandenburger oder ostdeutschen Radius.
00:54:24: Ein echter Ansprechpartner wäre zu all diesen Themen.
00:54:27: also ich bin tatsächlich eher ein Laie auf dem Gebiet.
00:54:31: Aber ihr habt ja eine Frequenz.
00:54:32: das ist ja schon mal besser als wenn man wie in den siebziger Jahren oder so sich erstmal ne Piratenfrequenz occupieren müsste.
00:54:42: damit kommen wir schon gleich zu Reto Friedmann der aus der Schweiz kommt und ich habe den Verdacht ähnlich tickt wie Frank, nämlich dass er Radio eher als Kunstkommunikation versteht.
00:54:57: Denn als das was wir also was allgemein unter radio verstanden wird vielleicht noch ein bisschen etwas Akustisches damit wir kleinen Appetitappen bekommen.
00:55:08: Das passt auch zum Hörspielfestival.
00:55:17: Da kann ich da ein bisschen
00:55:18: rumspielen.
00:55:19: Ja,
00:55:20: genau.
00:55:20: Wenn es nicht mehr ist...
00:55:22: Nein, nein!
00:55:23: Nur das Hör, das Wort hirrfünfundzwanzigmal und das Wort Spiel fünftienmal.
00:55:27: Okay.
00:55:28: So.
00:55:29: Wir brauchen einfach
00:55:30: verschiedene Varianten von Hirn.
00:55:31: Das
00:55:31: ist ja auch der Titel.
00:55:32: Da muss man jetzt alles reingeben.
00:55:34: Was riecht?
00:55:36: Okay.
00:55:38: Hör spielen.
00:55:39: meine
00:55:40: Damen und Herren Ich begrüße Sie herzlich zu Hörspiel.
00:55:46: Das
00:55:46: O grüßt
00:55:47: das H,
00:55:48: das R grüss
00:55:51: das
00:55:55: S. Das I grüuss das E, das L grüess das H.
00:56:02: Hör!
00:56:08: Hörspiel!
00:56:09: Ein Hör-Spiel von Blablabur anette Schmucki und Retofürmann Autor.
00:56:14: in den Prozion... ...Zwei-Tausend-Dreiundzwanzig.
00:56:22: Horen,
00:56:23: Ö-R-S-P-I-A-L-H.
00:56:26: Hör!
00:56:27: Das Hör hört vom Öhr.
00:56:28: Durchspielen, das Öhr hört von Er.
00:56:32: Hören,
00:56:33: dass er hört vom S. Das S hört vom P. Das P hört vom E. Hört.
00:56:39: Das I hört vom A. Das A hört vom L. Hiran,
00:56:44: hör!
00:56:45: Krollopzeigen bist du als
00:56:50: Öhr!
00:56:52: Heraus
00:56:53: spielen.
00:56:54: Nur ein Ausschnitt, das kann man sich ... Ich weiß nicht wie lange es geht mit Stunde wenigstens.
00:56:59: Sehr professionell gemacht.
00:57:01: Das ist nicht nur so einfach oder hingetupft in einem, weiß ich nicht, Ladenstudio und keine Kritik.
00:57:08: Ich meine nur da steckt richtig guter Akustik dahinter.
00:57:12: Da steckt eine Dramatogen, eine Regie dahinter?
00:57:16: Wer macht solche Sachen bei euch?
00:57:20: Ja... Das haben wir ja gehört, das sind Annette Schmucki und ich zusammen.
00:57:25: Also wir sind zusammen das Blablabour ein kleines Zweijerkollektiv aber wir arbeiten mit einem ganzen Netzwerk von Künstlern und Künstlerinnen in verschiedenen Ländern und machen solche Produktionen die das Radio und all die damit verwandten Themen reflektieren.
00:57:45: also hier haben wir eine Produktion gemacht zum Hörspiel, aber wir haben auch andere Produktionen gemacht.
00:57:53: Zum Beispiel zur Klanglichkeit von Sprache – also die Sprache ist ja auch ganz wichtig am Radio oder.
00:58:00: aktuell befassen wir uns intensiv mit der Sendetechnik, also der Wechsel von UKW auf DAB Plus, da ist in der Schweiz schon sehr weit fortgeschritten.
00:58:12: Das öffentlich-rechtliche Radio-SRF ist ganz aus UKW schon ausgestiegen und hat dann auch angefangen die Sendeanlagen schon abzubauen.
00:58:22: Und geplant war, dass bis Jahrzweiltausendundsechsundzwanzig alle Radius auf DAB Plus umsteigen und auf UKW gar nicht mehr gesendet wird – das ist aber nichts passiert jetzt weil es Widerstand gegeben hat!
00:58:39: Und wir haben dann gefunden, ja das ist die Gelegenheit um uns als Künstlerinnen und Künstlern mit UKW auseinanderzusetzen.
00:58:49: Unsere These ist dann Radio teilt sich eigentlich nur über Störgeräusche mit.
00:58:59: Wir kennen alle diese feinen Stör-Geräusche, es gibt viele Nerven sich drüber Aber bei DAB Plus ist der Ton plötzlich ganz clean.
00:59:11: Und das tönt genau gleich, wie auf Computer oder irgendwo her ab.
00:59:15: Datensatz.
00:59:17: und unsere These war dann, aha!
00:59:20: Da schafft sich das Radio akustisch ab.
00:59:26: Das ist jetzt aktuell unser Feld in dem wir uns grad künstlerisch bewegen.
00:59:32: Wir können uns mal was anhören noch nicht... den Schnipsel, den du uns geschickt hast.
00:59:37: Sondern tatsächlich in dem Fall die Auseinandersetzung mit DAB+.
00:59:43: Ja das ist
00:59:45: nur ein
01:00:24: ganz kurzer Ausschnitt Das was du gerade beschrieben hast jetzt ins Akustische, in Künstlerische übersetzt.
01:00:34: Sendet ihr auch online oder sendet ihr nur auf okupierten UKW-Frequenzen?
01:00:39: So habe ich das verstanden!
01:00:42: Ja unsere frühen Produktion wurden immer auch vom öffentlich rechtlichen Rundfunk übernommen.
01:00:48: aber das wird jetzt immer schwieriger.
01:00:50: also zwischen SRF zum Beispiel spielt nur noch ganz konventionelle, narrative Hörspiele und Radio-Kunst.
01:00:58: Da kann man nicht mal mehr darüber diskutieren.
01:01:01: die haben da keine Fachkompetenz mehr und also das fällt langsam weg.
01:01:08: und wir arbeiten dann aber auch immer mit freien Radios zusammen.
01:01:12: und ja Streaming ist auch ein Thema.
01:01:17: aber wir haben uns jetzt eher die Sendetechnik angeeignet mit dem Guerilla Radio, da kommen wir dann wahrscheinlich nachher noch drauf.
01:01:25: Du kannst gleich sagen also ihr habt euch UKW-Rucksäcke gekauft oder wie muss man sich das vorstellen?
01:01:30: Nein, das
01:01:30: haben wir nicht!
01:01:32: Wann dadurch die Schweizer Berge?
01:01:36: Ja nein, also wir machen kein Piratenradio so.
01:01:40: Guerilla radio ist nicht ein Piratenradius sondern wir nehmen Bezug auf das Guerilla-Radio eben.
01:01:46: Wir haben ja auch unsere Wurzeln im freien Radio von Radio Lora, das ursprünglich auch mal ein Piratenradio war.
01:01:53: Aber das Guerilla-Radio sendet ganz legal.
01:01:56: also wir beantragen da eine temporäre Frequenz beim Bundesamt für Kommunikation und können dann senden.
01:02:04: so kürzlich zum Beispiel in Mai im Großraum Zürich haben wir dann eine Woche lang gesendet.
01:02:10: Oder jetzt die letzte Aktion war in einer Kunsthalle, in der Kunsthale Arbonne.
01:02:15: Da haben wir auch mit UKW-Sendern gearbeitet.
01:02:20: Übrigens mit zwei UKW Sendern, die früher in Iviand-Le Bain standen also auf der französischen Seite vom Genfersee und das Gebiet bei Lausanne versorgt.
01:02:33: Das war der Sender von RTS Gültür, also der Kultursender von Schweizer Radio und Goulard Trois, das ist der Pop-Sender.
01:02:45: Und die wurden ja ausgemistet.
01:02:47: und ein UKW Techniker, der auf den Sendetürmen immer die Sender repariert und austauscht und so hat sie dann erworben.
01:02:56: und mit ihm arbeiten wir intensiv zusammen und er ist schon fast ein bisschen auch Ein, ja noch nicht gerade ein Mitglied von Blabla Burg geworden aber ein enger Arbeitspartner von uns mit dem wir auch gerne künstlerische Aktionen dann aushäcken.
01:03:15: Wir werden gleich einen sechzehn Sekunden Originalton hören, den ihr uns mitgebracht hast.
01:03:21: Wenn man ihn unvorbereitet hört, hört man wahrscheinlich nicht worauf man achten sollte.
01:03:26: Wir machen es mal wie Berthold Brecht der sagt was wird in der nächsten Szene passieren?
01:03:30: damit man nicht nur überlegt was passiert sondern wie ist passiert?
01:03:36: Ja wir haben in der Kunsthalle Arbon diese zwei UKW Sender aufgebaut relativ nahe beieinander, das sind vielleicht dreißig Meter Abstand und haben sie aufeinander gerichtet.
01:03:48: Also die haben gegeneinander gesendet und zwar fast auf der gleichen Frequenz.
01:03:54: Und wir haben dann in dieser Halle hundertfünfzig Kofferradius aufgebaut und die haben dann das empfangen.
01:04:03: Was ist jetzt passiert?
01:04:05: Diese Radius wussten nicht auf welchen Sender sie sich ausrichten sollen und sind dann dauernd hin- und hergeswitscht, das muss rasend schnell sein.
01:04:18: Das hat diese Stürgeräusche oder wir sagen auch die Musik ausgelöst
01:04:25: durch
01:04:26: diese Irritation zwischen diesen beiden UKW-Sendern.
01:04:30: Physiker würden wahrscheinlich Interferenzen sagen?
01:04:32: Du nennst das Musik!
01:04:33: Ja.
01:04:33: Und ich gebe das ans Publikum weiter.
01:04:35: was hören
01:04:36: Sie?!
01:04:54: Also mich hat es an meiner Kurzwellenzeit erinnert als Kind.
01:04:57: Da hatte ich so einen Kofferradium, hörte Radio Luxemburg und zwischendurch sendete die Stasi immer irgendwie so Nummern kurz um die Agenten weltweit mit Informationen zu versorgen.
01:05:09: Und dazwischen war Rauschen... ...und das machte dann auch durch den Schwund einer Jonosphäre an der D-Schicht dann auch manchmal... ...aber dass das mit UKW geht, das hätte ich nicht gedacht.
01:05:20: Es wurde uns immer als kleines ja, Medium verkauft.
01:05:26: Nur wenn man außerhalb der Reichweite von UKW sind dann ... Dann gab's diese berühmten quasi-UKW-Wischer.
01:05:34: Aber interessant!
01:05:36: Und wie ist das aufgenommen worden?
01:05:38: War bei euch da in einer Kulturhalle die Hölle los?
01:05:40: oder wie muss man sich das vorstellen?
01:05:42: Man muss sich vorstellen dass jedes Radio anders auf diese Irritation reagiert und wir hatten da hundertfünfzig Kofferradius stehen in dieser Fabrikhalle.
01:05:52: Das war eine unglaubliche Wucht da drin.
01:06:01: War das für Publikum?
01:06:02: Ja, das war eine Installation von einem halben Monat.
01:06:06: Und es gab Leute, die das schlecht aushielten.
01:06:11: Andere waren total begeistert und eben jedes Radio reagiert anders.
01:06:16: also das war jetzt ein ITT Tiny Radio und irgendein Grundig sowieso machte wieder ganz andere ...
01:06:25: Im unterschiedlichen Filter, ja.
01:06:29: Ist das auch eine Hauptarbeit so mit solchen Klanginstallationen oder Produktionen?
01:06:36: Nicht zu verunsichern, ist vielleicht jetzt das falsche Wort.
01:06:38: Aber in einen Kommunikationsprozess so ziehen?
01:06:43: Also wir verstehen Radiokunst so dass wir als Künstlerinnen und Künstl uns mit den Medien selber auseinandersetzen also auch die Medien zum Gegenstand unserer Kunst machen diese reflektieren und ausreizen und versuchen herauszufinden was da drin steckt, aber es sind dann schon nicht nur die technischen Medien sondern wie gesagt auch die Sprache.
01:07:11: Also unsere erste gemeinsame Produktion bezog sich zum Beispiel auf den Umstand dass Radio Lora in ganz vielen Sprachen sendet also ich weiß nicht wie viel aktuell bestimmt über fünfzehn Sprachen und wir haben dann eine Produktion gemacht die ungefähre In sieben, da haben wir in sieben verschiedenen Sprachen mit Leuten die wir kannten Wörter erfunden und ein siebensprachiges Hürspiel gemacht das worin kein einziges Wort vorkommt dass in einem Wörtherbuch steht.
01:07:49: Also wir
01:07:50: setzen
01:07:51: uns also auch mit solchen medialen Bedingungen auseinander.
01:07:55: Sehr interessant Dank der fortschreitenden Zeit jetzt leider hier erst mal abbrechen, aber Sie haben die Möglichkeit noch Nachfragen zu stellen.
01:08:05: Wir kommen jetzt zu Marianne aus Potsdam von Frapo.
01:08:09: Ich würde trotzdem kurz einen sinnlichen Eindruck geben wollen was heute Mittag auf der Antenne der Freien Radius in Berlin und Brandenburg zu hören war... Und wie weit ein Mensch in seiner emotionalen Zerstörung gehen kann?
01:08:28: Der Roman wandelt sich von einer Trennungsgeschichte zu einem psychologischen Striller.
01:08:33: Matildes Schmerz schlägt in psychotische Züge um, sie entwickelt eine eiskalte verstörende Persönlichkeit und beginnt das Leben ihrer Schwester systematisch zu sabotieren und zu manipulieren.
01:08:51: Damit endet unsere Sendung über französische Schriftsteller der Gegenwart.
01:08:56: Ein herzliches Dankeschön an Christian Hermann, an der Technik!
01:09:00: Mein Name ist Anneli Katzscher.
01:09:02: Denken Sie immer daran – man sieht nur mit dem Herzen gut.
01:10:13: Ja, das ist so wie im Warenhaus.
01:10:15: Man geht durch die Abteilung und bleibt dann stehen.
01:10:18: Und bei mir war es dieser kurze Ausschnitt... Ich vermute mal, dass es jetzt nicht typisch war.
01:10:23: Also euer Spektrum ist breiter als nur Literatur im Radio.
01:10:28: Also was bedeutet es, hast du nächstes Mal typisch?
01:10:31: Also ich wollte zum nächsten Mal vielleicht die verschiedenen Radios benennen, die Teil des seven FRBB Sense.
01:10:38: Also Archival Stations Postam Collaboratorio Postam Frapo Initiativen freies Radio in Cottbus, Aussichtradio der Klang der Inklusion Berlin unter Berlin, Piratio Berlin, Radio Connection Berlin, Radioginszenen.
01:10:53: wir haben gehört, Grünheide, Radioparks, Brandenburg und der Hafel, Radiosuppfort nicht wahr?
01:11:00: Frankfurt oder Sublis, Radio Woltersdorf.
01:11:04: Nicht wahr?
01:11:05: Refugee, Regio Pustam, Senderfreies Rupi, Neuropin Studio Ansage Bärding jetzt vom Haus der Statistik.
01:11:13: Das heißt wir haben ein sehr breites...
01:11:16: Und FM Sternchen in Cottbus ganz neu.
01:11:20: Entschuldigung.
01:11:20: Kann dann Cottbus.
01:11:22: Dann die Aktualisierung ist immer gut.
01:11:25: deswegen sind wir zusammen.
01:11:26: aber das Wir haben einen sehr breiten Spektrum.
01:11:30: Ich gebe
01:11:30: vielleicht... Also noch einmal damit man das versteht, dass ist sozusagen eine terrestrische Heimat für verschiedene freie Radius die aber auch im Netz für sich streamen?
01:11:39: Ja genau!
01:11:40: Das bedeutet wir sind entstanden seien wir mal aus Liebe zueinander, aber auch seien sie mal aus Not weil zur Beantragung der Fact-Fan sind.
01:11:52: Aber wie gesagt, es gibt inzwischen ein Hundert zwanzig und zweihundert verschiedene Redaktionen die jeder einen Klang hat und jeder natürlich an bestimmten Formate.
01:12:03: Und das möchte ich vielleicht zwei Beispiele geben.
01:12:13: Also, seien Sie mal auch von Radio Frapo.
01:12:17: Das was wir gesagt haben ist... Wir sind nur Radios und viel mehr als nur... ein Klang, der irgendwie übertragen wird.
01:12:30: Das sind natürlich auch Emotionen, das sind auch Lebenserfahrungen, da sind auch künstlerische Dimensionen und ich glaube beim FRBB wir sind für etwas bekannt.
01:12:41: Das ist wirklich für das Kreative, für das Innovative und ab und zu mal für das ein bisschen Verrückte Und deswegen ist es nicht möglich, in der Art von zehn Sekunden das breite Spektrum zu wiedergeben.
01:12:56: Aber das was wir glaube ich gehört haben, ist diese Vielfalt und wenn wir wissen... Es gibt Menschen die vielleicht hören können aber nicht sehen und für jede Gruppe braucht es besondere Formate weil das was sie wollen ist.
01:13:14: entsprechend auch der Chatter Der Freude Radius ist diese Möglichkeit einen Zugang zu geben für alle Menschen, ob sie vorgestern angekommen sind oder schon in fünfzig Jahren oder länger da sind.
01:13:34: Und da gibt es natürlich ganz politische Themen.
01:13:39: also ich glaube demnächst wird auch ein Berlin gewählt, habe ich so gehört.
01:13:45: Auch im Maktenemektobot-Vorpommern hab' ich gehört vor kurzem das war in Sachsen-Anhalt und natürlich haben wir das dematisiert.
01:13:55: und vielleicht was wichtig ist ob wir das künstlerisch aufnehmen und aufarbeiten.
01:14:04: Das, was uns natürlich Sorgen macht, das hast du auch zum Ausrück gebracht ist diese Verbreitung eines kulturellen Unguts.
01:14:13: Und deswegen sind wir da um ganz andere Aspekte wiederzugeben und zwar vielfältig in den verschiedenen Sprachen nicht nur in den unterschiedlichen Tonsprachen sondern auch soweit es geht über Stratio in den verschiedene Nonverbalen auch sprachen.
01:14:34: Aber während das Gerührradio jetzt UKW-Frequenzen besetzt, hat man euch diese Frequenze weggenommen.
01:14:41: Also ihr dürft nur noch auf der W-Plus senden?
01:14:44: Sie sprechen von...
01:14:46: Dass man weggennommen klingt als wäre es über Nacht passiert so wie ein Diebstahl ist nicht der Fall.
01:14:52: Das
01:14:52: war mit Ankündigung klar.
01:14:54: Es gab oder gibt die digitale Strategie der Medienanstalt Berlin Brandenburg, das war mit einem langen Vorlauf.
01:15:03: Verwaltungstechnisch, Irritation und Kommunikationsdesaster auf diesem Weg.
01:15:07: Wir haben jetzt die DHB Plus.
01:15:09: Frequenzen ist immer noch terrestrischer Rundfunk wie ich vorhin schon sagte.
01:15:13: Das war übrigens vorhin dieses Hörbeispiel das war Radio Ginseng aus Grünheide.
01:15:17: Unser auch ein Nachbarort von uns
01:15:21: richtet sich vornehmlich an ältere Menschen.
01:15:23: Ja
01:15:24: es ist ein Radio Kollektiv von Seniorinnen und Senioren.
01:15:30: Die haben zum Beispiel das große Glück, die haben von ihrer Gemeinde Räume gestellt bekommen.
01:15:33: Die müssen keine Miete zahlen.
01:15:34: So was muss man eigentlich propagieren, dass sowas auch geht?
01:15:38: Ja ...
01:15:38: Aber ich hör schon die Kritik heraus.
01:15:41: Digitalstrategie der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.
01:15:44: Mir hat mal im Interview gesagt es gar nicht so lange her zwei Jahre.
01:15:47: UKW ist nicht tot und da dachte ich, Alex Berlin gehört ja auch mit dazu als ... Ausbildungsradio der MABB, dass das gesichert bleibt.
01:15:59: Dass ihr weiter auf UKW senden könnt.
01:16:01: die Frequenzen waren jetzt nicht so stark aber sie waren, dass man sie zumindest auch im Autoradio ganz gut reinbekam und dann hieß es plötzlich wir wollen da kommerzielles Radio drauf packen.
01:16:13: Also die
01:16:14: Frequentzen wurden privatisiert ist glaube ich der korrekte?
01:16:16: Ja Und die Frage ist natürlich, was man euch als Begründung gesagt hat außer dass DHB plus das Zukunftsradio ist.
01:16:24: Das höre ich seit dreißig Jahren also... ...das ist ja nicht ehrlich!
01:16:28: Also man wollte... Man unterstützt euch von der MRBB finanziell?
01:16:34: Die Senderausstrahlung müsst ihr nicht bezahlen?
01:16:36: Nämlich mal an.
01:16:37: Also die Senderkosten übernimmt die MRBB?
01:16:39: Ja diese MRBB nimmt die Senderskosten für den Übertragungsweg und es gibt immer wieder Ausschreibungen für die Technikförderung, also jetzt nicht sehr umfangreich.
01:16:53: Aber ich wollte noch mal jetzt Reto dazu befragen weil er sagte bei euch in der Schweiz ist dieser Wechsel vom FM, vom UKW zu DAB Plus schon wahrscheinlich noch einen Schritt weiter.
01:17:03: Bei uns... Also ich glaube wir sind Vorreiter in Berlin-Brandenburg wo man das sehen und hören kann aber in der Schweizer ist es schon weiter oder?
01:17:13: Ja, in der Schweiz wurde diese Umstellung sehr fokussiert.
01:17:19: Und übrigens ist so das der Verband der freien Radius in der Schweizer, also wo ich früher auch im Vorstand mit dabei war sich für die Umstellung auf DAB Plus ausgesprochen hat und weil auf DA B plus sehr viel mehr Frequenzen frei werden und die Demokratisierung des Radios Die gewinnt da mit DHB Plus.
01:17:45: und das ist so die Argumentation.
01:17:49: Und vielleicht noch was zur Finanzierung, dass die Situation in der Schweiz ganz eine andere.
01:17:53: Und zwar haben die Freien Radios in der Schweizer oder die verfügen über ziemlich viel Geld weil bei uns gibt es das Konzept des Gebühren-Splittings.
01:18:03: Das nämlich die freien Radius auch aus den Radioempfangsgebühren Geld bekommen und zwar relativ viel.
01:18:11: Also jetzt Radio Lora geht es zum Beispiel finanziell nicht schlecht.
01:18:15: Statistisch ist es hier, Steffen korrigiere mich wenn ich weiß falsche Sache auch so, es gibt einen bestimmten Prozentsatz der eigentlich bei den freien Medien, bei denen Freien Radis auch landen müsste.
01:18:26: das ist eine Konstruktion.
01:18:27: da könnte man extra Sendung und extra Abend dazu machen oder Tag.
01:18:32: im Prinzip.
01:18:35: ja ich muss aufpassen dass sich jetzt wir haben ein jingle Vorsicht gefährliches Hype wissen.
01:18:38: ich halte mich mal an dieser Stelle zurück.
01:18:39: im Prinzip Haben wir eine ähnliche Situation?
01:18:46: Ich lasse das jetzt.
01:18:47: Okay, haben wir dich bloß noch ergänzen bevor du auch ergänzten kannst dass in der Schweiz der öffentliche Rundfunk wieder zurück will auf UKW weil er massive Verluste an Erhörerschaft zu beklagen hat.
01:18:59: und dann nützt ja ich sage mal das Radio als Demokratisierungstool ja nichts wenn keiner zuhört oder wenn die alle woanders hingehen.
01:19:08: Allerdings ist so, dass SF nicht gänzlich wieder zurück kann.
01:19:11: Also sie haben zum Teil jetzt wieder umgestellt und senden auch wieder auf UKW.
01:19:17: aber es wurden schon sehr viele Sendeanlagen abgebaut und das wäre viel zu teuer die wieder aufzubauen.
01:19:23: also... Also nicht in allen Gegenden senden Sie auf UKW und nicht alle Programme, also SRF-II das Kulturprogramm wird glaube ich immer noch nicht auf UKw gesendet werden.
01:19:39: Die Medienanstalt argumentiert es würde ja auch noch kurz ergänzen dass die Doppelausstrahlung UKW & DHB Plus einfach zu teuer auf lange Sicht ist.
01:19:46: deswegen hat man euch letzten Endes jetzt oft die digitale Radiofrequenz geschoben.
01:19:54: Merkt ihr höhere Verluste dadurch?
01:19:57: Das ist so, dass wir natürlich auch online über unsere FABB-Webseite gehört werden können.
01:20:08: Aber man muss dann sagen es geht auch um Gemeinnützigkeit und es geht um Zugang zu allen.
01:20:16: Und wir wissen das zum Beispiel Brandenburg an Flächenland erst.
01:20:20: Das sind nicht alle Menschen, haben gute Internetverbindungen und nicht alle haben einfach die Möglichkeit uns über DRB zu erreichen.
01:20:30: Das bedeutet Radio ist ein Medium was von vielen Menschen gehört werden könnte.
01:20:39: oder wenn wir von UKW sprechen natürlich gibt es Verluste.
01:20:45: Es gibt Menschen, die sich melden und sagen okay was ist insbesondere in der Phase des Übergangs.
01:20:53: Das war ein kleines bisschen wie soll ich sagen Halsüberkopf oder irgendwie?
01:21:01: Ich kann sagen das war ein Radiotrauma.
01:21:05: also dass wir erlebt haben und es gibt Menschen immer noch melden und nachfragen.
01:21:15: Wie gesagt, es geht um eine grundsätzliche Frage der Medienpolitik.
01:21:21: Was sind die Prioritäten?
01:21:23: Sind die Priorität die Menschen?
01:21:26: Geht das auch um ein Zugang zu Kultur für allen oder gibt es eine andere Politik?
01:21:36: Was ist das Aufschlaggebende?
01:21:38: ist das die kommerzielle Dimension oder ob es die Innovation, Kreativität und Zusammenhalt.
01:21:50: Wenn das den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig ist dann muss eine andere Medienpolitik stattfinden Und also das ist eine grundsätzliche Sache.
01:22:02: Wenn wir von freien, von Community Radio sprechen dann stellen sich wirklich essentielle, ich würde sagen im Moment essenzielle Fragen nicht nur der Medienpolitik sondern des gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Teilhaber.
01:22:21: Ich gebe einfach zwei.
01:22:24: ein Beispiel Die Frage die ganze Frage der korrekten Weltkarte.
01:22:30: wurde nicht sehr, sehr oft in den Sanktischen Seinen die Mal... Ich würde sagen klassische Medien.
01:22:40: Du meinst jetzt, dass Afrikaner richtig in Größe abgebildet?
01:22:44: Ja genau die größte des afrikanischen Kontinents und Anfahrt ist.
01:22:48: es geht um eine korrekte Darstellung von Ländern, Kontinenten, die einen Anfluss haben auf die Art und Weise wie wir Menschen auch wahrnehmen.
01:23:00: Darum geht es.
01:23:02: Wir haben das in unseren On-Sendungen thematisiert, sowie die Demonstrationen am febundzwanzigten September zu Thema gegen die Bezahlkarte oder zum Beispiel die Wendigkeit für Menschen mit afrikanischen Vorfahren was wirklich im Moment von der Medienbildfläche zur Medienlandschaft weitgehend verschwunden ist.
01:23:28: Das heißt, wir setzen Themen mit einer bestimmten Perspektive, mit einer Vielfalt von Perspektiven die sonst nirgendwo zu finden ist und können das machen weil wir nicht kommerziell sind Weil das, was uns motiviert sind unsere eigene Begeisterung und genau die Tatsache dass wir kommunizieren übergreifend uns miteinander kommuniziert werden.
01:24:01: Und etwas über unsere individuellen kollektiven Lebenserfahrungen weitergeben wollen und in Kontakt zu unserem Publikum bleiben möchten.
01:24:12: Wir
01:24:12: sitzen leider an einem Format.
01:24:15: Bestimmt wird durch den Zeit-Takt in Braunschweig, durch die Atomuhr.
01:24:20: Aber ich hatte versprochen, dass zumindest aus dem Auditorium noch mal eine Nachfrage kommen kann.
01:24:24: Gibt es diese?
01:24:25: Dann würde ich das Mikrofon jetzt weiterreichen ... Wenn nicht... Ja!
01:24:31: Dann komme ich ganz schnell hin.
01:24:33: Ich weiß nicht ob der Veranstalter so großzügig ist.
01:24:37: Ach, die ist vielleicht ein bisschen banal.
01:24:38: die Frage aber wenn ihr Musik abspielt zahlt er dann Tantier?
01:24:44: Die Freien Radius in Berlin und Brandenburg haben die Möglichkeit Wahrlos, jede Musik zu spielen ohne Tantiven oder Gema Gebühren zu zahlen.
01:24:53: Das ist tatsächlich eine Verabredung das die getragen werden von der... Also jetzt muss ich aufpassen.
01:25:03: Nimm ruhig das Mikrofon!
01:25:06: Wir bezahlen zum Beispiel GEMA und ansonsten konnten wir es auch nicht machen Glaub ich.
01:25:13: Also wenn du es weitermachst, kannst du's machen?
01:25:15: Aber dann irgendwann kommt jemand und dann muss man alles zusammen ...
01:25:20: Wie hoch ist der Posten im Monat?
01:25:23: Ich glaube die haben unterschiedliche Verträge für die... Was
01:25:27: habt ihr mal dauerhaft?
01:25:27: Also
01:25:28: bei uns zum Beispiel Community Radio ist das ... ... dreißig Euro glaub ich pro Monat.
01:25:34: genau Das
01:25:35: ist noch erschwinglich ne?
01:25:37: Es ist besser als alles zusammen zu zahlen Nach dem und deswegen...
01:25:43: Das Problem ist, wenn wir zum Beispiel das wieder online oder über andere Kanäle nicht überlleistet sind.
01:25:53: Oder über andere kanäle wieder hören können.
01:25:56: Deswegen war es das Problem ab und zu mal fragen Menschen Können wir die Sendung nochmal hören?
01:26:03: Es
01:26:04: gibt
01:26:05: ein App?
01:26:08: auf jeden Fall.
01:26:08: das ist schwierig Und wenn man online das Online-Stellen möchte für die Ewigkeit, dann ist da wo es problematisch ist.
01:26:17: Und dann müssten wir sehr viel, sehr hohe Gebühren zahlen müssen?
01:26:22: Ich wollte nur ganz kurz auch sagen – das Problem bei GEMA am meisten ist es dass zum Beispiel von den Künstlern, die bei uns kommen und spielen sind dann nicht bei GEMA registriert und am Ende wir als Community Radio sagen, dass wir dagegen stehen für alle diese populäre Künstler oder sowas.
01:26:54: Und am Ende zahlen wir aber trotzdem zu diesen Leuten Die Künstler, die bei uns kommen überhaupt nicht auf Gema sind.
01:27:03: Aber wir sind dann verpflichtet trotzdem Gema zu zeigen und das ist das Problem glaube ich.
01:27:09: was also bei uns immer?
01:27:12: Es ist so sehr nahe, weil wir überhaupt nicht die Künstler wie Justin Bieber befallen wurden am Ende.
01:27:19: Aber ja...
01:27:21: Ich muss mal kurz in die Regie fragen.
01:27:22: Wir haben noch zwei Minuten, fünf haben wir noch?
01:27:25: Okay!
01:27:26: Nicht dass die Leute am Stream ...
01:27:28: Also weil es jetzt ganz kurze Irritation war, kommt werdet Mitglied im FRBB dann halt ja keiner G-Malgebühren mehr.
01:27:35: Ist doch richtig.
01:27:36: Die werden nämlich von der MABB getragen.
01:27:38: Okay, Marianne, wie wolltest du noch was ergänzen?
01:27:40: Ich wollte einfach zwei Worte sagen zu der Sendung die ich moderiere.
01:27:47: Also ich wollte einfach das ist in Boas zu, dass es unser... unser Zuhause.
01:27:52: Und das ist ein Zuhauser für sehr viele Menschen und ich glaube, also wir haben unterschiedliche Formate von der Bildungsgerechtigkeit bis hin zu den Themen die ich genannt habe.
01:28:10: Das ist auch ein Appell weil das ist ein Gesamttrend in der Gesellschaft.
01:28:18: Und das geht wirklich hinzu, also weg von der Möglichkeit sich künstlerisch... innovativ, mehrsprachig, im respektvollen Umgang miteinander zu kommunizieren.
01:28:37: Und ich glaube das was wir machen nicht nur mit unserer Sendung Boasu von der Panafrikanschen Frauenorganisation Pablo Masoso sondern auch Frapo Ebene auf FRBB Ebene ist wirklich da mit unserem ganzen Gewicht, mit unserem Lächeln.
01:28:56: Mit unseren unterschiedlichen Stimmen sowie etwas Optimismus aber auch eine Erwarnung in die Welt zu senden und eine Möglichkeit zu bieten kann es anders miteinander umzugehen.
01:29:17: Und das geht, glaube ich, über das Radio hinaus.
01:29:20: Ich
01:29:21: bedanke mich und da muss ich leider ablesen, weil in meinen Kurzzeitgedächtnis es ein bisschen hat gelitten in der letzten Zeit.
01:29:28: Judith von Kashmir Radio vielen Dank dass du hier warst.
01:29:32: dann haben wir gehabt Maria Paula von Refuge Worldwide.
01:29:37: Dann nicht, dass ich immer vergesse Mariam aus Belissi aber vom Mutantradio in Berlin Frank Diersch von Radio Woltersdorf.
01:29:49: Du musst deinen Flieger kriegen nach Wolterstorff, dein Flugtaxi.
01:29:52: Vielen Dank, dass du da warst und Reto Friedmann aus der Schweiz von BlaBla Boa und auch vom Geräierradio sowie auch vielen Dank für unsere Übersetzung von Frapo aus Potsdam-Mariane.
01:30:06: Vielen dank!
01:30:21: ist der Kunstgriff am Regler als Gegenaktion.
01:30:28: Das Berliner Hörspielfestival der freien Szene, vom siebzehnten bis zwanzigsten September zweitausendsechsundzwanzig in der Akademie der Künste am Hanseatenweg.
01:30:39: Hören Sie!
01:30:40: Hören ist Kunst.
01:30:42: Kunst?
01:30:42: Das Hörspiel übersteuert die Realität indem es sie neu mischt.
01:30:47: Es dreht an der Wahrnehmung
01:30:53: Medien-Hölle.
01:30:55: Vergessen Sie nicht ihre Antennen zu erden.
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